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Interessengemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland

Kritische Köpfe

Christian Frodl

Christian Frodl, Jahrgang 1971, geboren und aufgewachsen in München, kam relativ früh dazu, sich mit den Themen der Bioethik zu befassen.

Bereits bei den Vorbereitungen zum Fachabitur für Sozialwesen absolvierte er Praktika bei Menschen mit Behinderung in Privathaushalten. Danach war er während des Zivildienstes 1992 bei einem mobilen Sozialen Hilfsdienst tätig.

Im Anschluss folgte eine Lehre als Modellbauer für Anschauungsmodellbau. Nebenbei arbeitete er weiter als Pflegekraft bei Menschen mit Behinderung in Privathaushalten.

1996, noch während seiner Lehrzeit, begann er sich ausführlicher für die Themen der Bioethik zu interessieren. Anlass war damals die Verabschiedung der Bioethik-Konvention im Europarat 1996.

Aus Protest gegen die mögliche Unterzeichnung von Deutscher Seite gründete er Ende 1996 die "Münchner Initiative gegen die Menschenrechtskonvention zur Biomedizin", der sich zahlreiche Behindertenvereine, Verbände aber auch Prominente anschlossen. Was anfänglich nur als Vernetzung für den Münchner Raum geplant war, weitete sich schnell aus zu Kontakten mit bioethik-kritischen Gruppen aus dem ganzen Land. Seit der Rummel um die Konvention mehr oder weniger verstummt ist, ruht die Münchner Initiative.

1999 begann Christian Frodl im Rahmen einer Umschulung eine Ausbildung als Public Relations-Fachwirt mit einem Studium an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing, BAW (Abschluss Ende 2000 als "Public Relations-Fachwirt BAW"). Während des Studiums und danach absolvierte er diverse Praktika in Pressestellen von sozialpolitischen oder kulturellen Organisationen.

Auf Anregung von Dieter Emmerling, (IG-Kritische Bioethik-NRW) rief er im Mai 2000 die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern ins Leben. Die Idee einer Vernetzung kritischer Gruppen begeisterte ihn, da die Münchner Initiative mittlerweile nicht mehr der geeignete Rahmen für die Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet war.

Als Diplomarbeit innerhalb seines PR-Studiums erstellte er ein komplettes PR-Konzept für die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern mit Schwerpunkt Internetarbeit, das nun schrittweise umgesetzt und auch auf andere IG´s übertragen wird.

So entstand seine erste Internetseite zur Bioethik unter www.bioethik-bayern.de. Da das Info-Portal für die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern sich mangels vorhandenem Materials weniger auf Bayern beschränkte, sondern nahezu ausschließlich überregionale Themen enthielt, entstand daraus das Gemeinschaftsportal der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland, sowie diverse Themenportale.

Seit Anfang 2005 ist Christian Frodl freiberuflich in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Internetrecherche, Webseitenaktualisierungen, Newslettererstellung und Lobbyarbeit für Organisationen tätig.

Aufgaben

Als PR-Fachwirt BAW und Webmaster ist Christian Frodl ehrenamtlich hauptverantwortlich für die redaktionellen Inhalte auf dem Deutschlandportal und den weiteren Bundesländerseiten. Hierbei kümmert er sich speziell um Recherchen und geht Hinweisen nach, die von kritischen Bioethik-BeobachterInnen herangetragen werden. Er ist Sprecher der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern und sorgt für die Vernetzung kritischer Bioethik-BeobachterInnen in seinem Bundesland. Außerdem koordiniert er zusammen mit Angelika Wessel und Dieter Emmerling den Aufbau weiterer InteressenGemeinschaften und bearbeitet Anfragen von Pressevertretern und anderen Interessenten. Des weiteren erstellt und versendet er diverse Bioethik-Newsletter, referiert gelegentlich bei bioethik-kritischen Organisationen zum Schwerpunkt Biopolitik und organisiert Veranstaltungen zu verschiedenen Themen der Bioethik.

Standpunkte

Christian Frodl hat sich alle Kenntnisse in bioethischen und biopolitischen Fragen als interessierter Laie selbst angeeignet. Er vertritt den Standpunkt: "Was alle angeht, müssen auch alle entscheiden. Bioethische Fragen gehören in die Bevölkerung und nicht nur in Expertengremien."

Sein Ziel ist es, ein Problembewußtsein zu schaffen für die Themen der Bioethik, Menschen zu sensibiliseren und aktiv politisch auf Entscheidungsträger einzuwirken. Für einen Fortschritt nach Maß. So will er außerdem deutlich machen, dass es nicht immer nur Professoren und Doktoren sein müssen, die sich in die bioethischen Debatten einbringen. Vielmehr kann dies nahezu jede(r), solange er/sie sich dafür interessiert und bereit ist, sich mit den bioethischen Fragen, die früher oder später jeden von uns in irgend einer Form betreffen, näher zu befassen und ein eigenes Urteil in den einzelnen Themenfeldern zu bilden. Christian Frodl meint: "Ich möchte nicht eines Tages antworten, wenn mich Kinder danach fragen, was ich gegen die Entwicklungen dieser "schönen neuen Welt" getan habe: Ich? Ich habe nichts davon gewußt!".

Kontakt:

InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern
c/o Christian Frodl
Luitpoldstr. 9
82110 Germering

Tel./Fax: 089 / 83 77 55
E-Mail: info (at) bioethik-bayern.de