Zur Startseite Neues zu Bioethikthemen Presseartikel und -mitteilungen Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten Gesetze, Stellungnahmen, Texte Literatur, Bücher Adressen aus Politik, Forschung und Gesellschaft Ausgewählte Links Anregungen, Lob, Kritik Kontaktanschrift Menueleiste
Zur Interessen-
Gemeinschaft in:

Bayern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Hessen
Schleswig-Holstein

Interessengemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland

Presse

Pressespiegel 01.-15. April 2004

Anzahl: 96 Artikel, Stand 18.04.04

15. April

Wie man in Deutschland begraben wird
Bisher scheiterten Sonderwünsche an der Bürokratie. Jetzt ist das Bestattungswesen im Umbruch. Die letzte Reise führt ins All, in die Natur oder in die gute Stube
Von Urs Willmann
DIE ZEIT 15.04.2004 Nr.17

Wenn Ärzte nicht heilen, sondern nur noch begleiten können
Der Nationale Ethikrat debattiert über den Umgang mit dem Sterben / Ängste und Unsicherheit auch bei professionellen Helfern
Ärzte Zeitung, 15.04.2004

Qualitätsdefizite in der Altenpflege zeigen sich gerade am Beispiel der Demenzkranken besonders kraß
Von Thomas Meißner
Die Defizite in der Altenpflege zeigen sich ganz besonders kraß bei Demenzkranken. Immer weniger Menschen können sich die hohen Kosten der Betreuung leisten. Und die Qualität in der Pflege läßt immer noch zu wünschen übrig.
Ärzte Zeitung, 15.04.2004

Plädoyer für DMP zur Versorgung Demenz-Kranker
TRIER (bk). Um die Versorgung von Patienten mit Demenz-Erkrankungen zu verbessern, plädiert Dr. Carl-Heinz Müller, Vorsitzender der KV Trier, für ein Disease-Management-Programm (DMP) Demenz.
Ärzte Zeitung, 15.04.2004
 


14. April

Gegen Antrag auf Verwendung menschlicher Embryonen Klage prüfen
Bildung und Forschung/Antwort
Berlin: (hib/BOB) Sollte die Europäische Kommission im Brüssel einen Antrag, der die Verwendung menschlicher Embryonen vorsieht, bewilligen, nachdem der Programmausschuss oder der Ministerrat dagegen keine Einwände geltend gemacht hat, wird die Bundesregierung rechtliche Schritte prüfen. In Frage käme gegebenenfalls eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (15/2865) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (15/2703) mit.
HIB 098/2004 14.04.04

USA: Arzt sagt vor Gericht über Schmerzempfinden von Embryos aus
Ein Arzt erklärt gegenüber einem US-Gericht, welche Schmerzen Embryos bei einer Teilgeburtenabtreibung empfinden
KATH.NET 14.04.04

Bundesweit erste umfassende Übersicht über Nanotechnologie vorgelegt
Bildung und Forschung/Bericht
Berlin: (hib/WOL) Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat mit seinem Bericht über die Nanotechnologie die bundesweit erste umfassende Übersichtsstudie und zu Möglichkeiten ihrer Förderung vorgelegt (15/2713). Danach ist Nanotechnologie ein Sammelbegriff für eine weite Palette von Technologien, die sich mit Strukturen und Prozessen auf der Nanometerskala befassen. Ein Nanometer ist ein Milliardstelmeter.
HIB 098/2004 14.04.04

Internetseite zu Folgen der Gentherapie
NEU-ISENBURG (ple). Die US-Gesundheitsinstitute NIH haben jetzt gemeinsam mit der Zulassungsbehörde FDA eine Internet-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe so früh wie möglich unerwünschte Wirkungen einer Gentherapie vielen Therapeuten bekanntgemacht werden können.
Ärzte Zeitung, 14.04.2004

Eklat um Biowaffen-Labor in Boston
Der geplante Bau eines Biowaffen-Labors mitten in der US-Großstadt Boston hat einen Eklat ausgelöst: 150 Wissenschaftler wollen die von der Bush-Regierung bezahlte Zuchtstätte biologischer Kampfstoffe verhindern - wegen "katastrophaler Risiken" für die Bevölkerung.
SPIEGEL ONLINE - 14.04.04

Qualität der stationären Pflege ist besser geworden
Medizinischer Dienst sieht in Schleswig-Holstein Nachholbedarf bei der Fort- und Weiterbildung
LÜBECK (di). Der Medizinische Dienst bescheinigt den stationären Pflegeeinrichtungen im Norden deutliche Qualitätsverbesserungen. Zufrieden sind die Kontrolleure dennoch nicht.
Ärzte Zeitung, 14.04.2004

Sterbehilfe: Welchen Spielraum gewährt das Grundgesetz?
Passive Sterbehilfe bei Wachkomapatienten nicht verfassungsgemäß
Eine weitgehende Liberalisierung der Sterbehilfe - etwa nach holländischem Vorbild - wäre verfassungsrechtlich bedenklich. Zu diesem Schluss kommt Dr. Tobias Linke, Jurist an der Universität Bonn, in seiner soeben erschienenen Dissertation "Grundrechtliche Spannungslagen am Lebensende".
PRESSEMITTEILUNG Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität 14.04.04

Die Verantwortung der Wissenschaft
Bericht und Empfehlungen der Ethik-Kommission der Universität Kassel
Kassel. Über einen längeren Zeitraum hat eine Ethik-Kommission der Universität Kassel, bestehend aus Wissenschaftlern und Vertretern der Öffentlichkeit, unter dem Vorsitz von Prof. Herbert Haf darüber beraten, welchen Stellenwert ethische Verhaltensweisen in der Wissenschaft heute haben und wie sie zu definieren sind. In dem jetzt vorliegenden Bericht "Wissenschaftsethik in Lehre und Forschung der Universität Kassel" sind diese Grundgedanken formuliert und zu Empfehlungen verdichtet.
PRESSEMITTEILUNG Universität Kassel 14.04.04
 


13. April

Palliativmediziner erhält den Deutschen Schmerzpreis
Geehrt für Verdienste im Bereich Versorgung Sterbender
FRANKFURT AM MAIN (eb). Professor Eberhard Klaschik, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus in Bonn, ist beim 15. Deutschen Schmerztag 2004 mit dem Deutschen Schmerzpreis - Deutscher Preis für Schmerzforschung und Schmerztherapie 2004 geehrt worden.
Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Patientenverfügung trotz SPD nicht verloren
SPD-Abgeordneter schafft mit Vorstoß zur Sterbehilfe vor allem Chaos. Grüne: Zuerst über Schmerzlinderung reden
BERLIN taz Bevor irgendjemand ein Gesetz zur Sterbehilfe verlangt, "müssen wir zuerst über Schmerzlinderung und Sterbebegleitung reden", sagt die Grünen-Abgeordnete Petra Selg.
TAZ 13.04.04

Kommt die Sterbehilfe jetzt auch in Deutschland?
Sozialdemokraten, Liberale und Grüne wollen Einführung – Union und Kirchen dagegen
Berlin / Hannover / Dortmund (idea / www.kath.net) Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP plant eine Gesetzesinitiative zur Freigabe der Sterbehilfe in Deutschland. Initiator ist der Sozialdemokrat Rolf Stöckel (Unna), der auch dem atheistischen Humanistischen Verband Nordrhein-Westfalens vorsteht.
KATH.NET 13.04.04

Rassenwahn, tödliche Reformen, Selektion: "Ärzte unterm Hakenkreuz"
Heute startet eine dreiteilige ZDF-Dokumentation
Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Analyse eines Massenmörders
MANCHESTER (ast). Das Gehirn des britischen Massenmörders und Allgemeinarztes Dr. Harold Shipman soll auf Abnormitäten untersucht werden.
Ärzte Zeitung, 13.04.2004

Weltälteste Maus Yoda feiert vierten Geburtstag
Ann Arbor (dpa) - Yoda, eine genmutierte Zwergmaus, ist mit vier Jahren nach Angaben der Universität von Michigan die älteste Maus der Welt.
WEB.DE 13.04.04

Bundesdatenschutzbeauftragter warnt vor zu vielen Gentests
BERLIN. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die rot-grüne Koalition aufgefordert, mit einem neuen Gesetz für Rechtssicherheit bei Gentests zu sorgen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.04.04
 


12. April

Fettpölsterchen bergen den «Stoff» für neues Knochengewebe
New York/London (dpa) - Fettzellen könnten in Zukunft helfen, schwere Verletzungen von Knochen zu heilen. US-Forscher haben aus den Stammzellen des Fettgewebes von Mäusen neue Knochenmasse für die Tiere gewonnen.
WEB.DE 12.04.04
 


11. April

Bio-Historiker: Die ethischen Tücken von Elvis' Haaren
Mit immer besseren Gentests versuchen Forscher Details aus dem Leben historischer Persönlichkeiten zu ergründen. Doch die Bioanalyse wirft viele ethische Fragen auf. Jetzt haben Wissenschaftler erstmals Richtlinien für die Untersuchung Verstorbener aufgestellt.
SPIEGEL ONLINE 11.04.04
 


10. April

Weiter Wirbel um Sterbehilfe
Geplante Gesetzesinitiative stößt auf Kritik – Warnung vor einem Dammbruch – Alles nur ein Missverständnis?
DIE TAGESPOST Nr.43 vom 10.04.2004
 


9. April

Fehler in der Medizin: Anfälligkeit komplexer Systeme
Scheppokat, Klaus D.
Bei jeder ärztlichen Tätigkeit kann es zu Fehlern und Schäden kommen. Vertiefte Beschäftigung mit deren Ursachen und Mechanismen führt dazu, diese möglichst zu vermeiden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 15 vom 09.04.2004

Neubewertung der Hormontherapie: Verschwörungstheorie
Koch, Klaus
Manchem Gynäkologen fällt es schwer, sich von alten Lehrmeinungen zu verabschieden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 15 vom 09.04.2004

Europa sucht nach dem ewigen Leben
2800 Zwillingspaare sollen helfen, die Gene zu finden, die Alte alt werden lassen
Philipp Grätzel von Grätz
Wer in Europa das ewige Leben sucht, der sollte in Sardinien anfangen. Dort gibt es eine Region an der Ostküste der Insel, wo die Menschen älter werden als überall sonst auf dem alten Kontinent. Doch Sardinien ist nur eine von elf Regionen, die an der GEHA-Studie beteiligt sind, der größten je geplanten Untersuchung der genetischen Grundlagen des Altwerdens.
TELEPOLIS 09.04.2004
 


8. April

Wissenschaftler suchen Alterungsgene
Keine obere Alterungsgrenze für Menschen
Ancona - Wissenschaftler suchen nach den Genen, die die Lebensdauer von Menschen steuern. Das Team des Italian National Research Centre on Ageing (INRCA) wird DNA-Proben von 3.000 90 Jahre alten Geschwisterpaaren untersuchen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 08.04.04

Schweiz: Die Kritik an der Forschung und der Glaube
Rechts und Links gegen das Stammzellenforschungsgesetz
Am Mittwoch ist die Hürde für ein Referendum gegen das Stammzellenforschungsgesetz genommen worden. Drei Gruppierungen reichten 87 000 Unterschriften allerdings getrennt ein. Denn obwohl ihre Argumentation gegen die Stammzellenforschung ähnliche Grundzüge aufweist, gehören sie verschiedenen politischen Lagern an.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 08.04.04

„Menschliches Leben darf nicht patentiert werden“
Baby-Patent: Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin (SPD) fordert ihre Nachfolgerin zum Handeln auf
Die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hält das vom Patentamt vergebene Baby-Patent (siehe Seite 9) für höchst Besorgnis erregend und fordert die Bundesregierung zum Eingreifen auf. Mit Frau Däubler-Gmelin sprach Markus Reder.
DIE TAGESPOST Nr.42 vom 08.04.2004

Union: Zukunft der häuslichen Versorgung von Patienten beleuchten
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Die Zukunft der häuslichen Versorgung von Patienten mit Arznei-, Verband- und Hilfsmitteln, die ärztlich verordnet werden, interessiert die CDU/CSU-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (15/2866).
HIB 096/2004 08.04.04

Bundesärztekammer gegen Initiative zur Sterbehilfe
BERLIN. Gegen eine von Abgeordneten der SPD, der Grünen und der FDP geplanten fraktionsübergreifenden Initiative für ein Sterbehilfe-Gesetz in Deutschland hat sich die Bundesärztekammer (BÄK) ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.04.04

Eine Zone menschlicher Ratlosigkeit
Peter Pragal und Alexander Mäder
BERLIN, 7. April. Im Streit um eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe hat sich FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt dafür ausgesprochen, den frei artikulierten Wunsch unheilbar Kranker nach einem würdevollen Sterben zu akzeptieren.
BERLINER ZEITUNG 08.04.04

Sterben soll erleichtert werden
Erster Entwurf für ein Sterbehilfe-Gesetz vorgelegt. Er stärkt vor allem die Patientenverfügung. Wenn der Patient dies so wünscht, sollen die Ärzte lebensverlängernde Maßnahmen einstellen dürfen
Aus Berlin Ulrike Winkelmann
Den ersten Gesetzesantrag für ein Sterbehilfe-Gesetz hat der SPD-Abgeordnete Rolf Stöckel vorgelegt.
TAZ 08.04.04

Heftige Kritik an Initiative zur Sterbehilfe
SPD-Abgeordneter will bestehendes Verbot abschwächen
Berlin. Auf harsche Kritik ist ein Vorstoß des Bundestagsabgeordneten Rolf Stöckel gestoßen, die bislang verbotene aktive Sterbehilfe per Gesetz zu ermöglichen.
TAGESSPIEGEL 08.04.04

Heftige Debatte um Gesetz zur Sterbehilfe
Eine Gruppe von Parlamentariern will die Gesetzgebung ändern – Strikte Ablehnung von Politikern und Hospizbewegung
Würzburg (kgm/KNA) Mehrere Dutzend Bundestagsabgeordnete von SPD, Bündnisgrünen und FDP wollen in Deutschland Sterbehilfe zulassen.
DIE TAGESPOST Nr.42 vom 08.04.2004
 


7. April

Scharfe Politiker-Kritik an Sterbehilfe-Vorstoß
Fraktionsübergreifend haben Politiker einen Antrag für ein Sterbehilfe-Gesetz kritisiert. Sie lehnten den Vorstoß als «Angriff auf die Menschenwürde» ab.
NETZEITUNG.DE 07.04.04

Vorstoß für aktive Sterbehilfe stößt auf Kritik
Berlin (AFP) - Ein parteiübergreifender Vorstoß von Bundestagsabgeordneten zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ist auf vielfältige Kritik gestoßen.
YAHOO NEWS 07.04.04

Sterbehilfe soll erlaubt werden
Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen und FDP für Gesetzantrag / "Patientenwille muss bis zum Schluss ausschlaggebend sein"
Bettina Vestring
BERLIN, 6. April. Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen und FDP planen eine Initiative für ein Sterbehilfe-Gesetz in Deutschland.
BERLINER ZEITUNG 07.04.04

PDF Autonomie am Lebensende
Antragsentwurf Rolf Stöckel, MdB, SPD
2 Seiten, Stand: 31.03.2004
Anm.: Dieses umstrittene Papier zur Sterbehilfe veröffentlichen wir hier, damit sich jede(r) ein eigenes Urteil bilden kann.

Deutsche Hospiz Stiftung: Kein Euthanasiegesetz für Deutschland
Berlin. Die Deutsche Hospiz Stiftung ist entsetzt über den Plan von Abgeordneten aus Regierungskoalition und FDP, ein Gesetz zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zu initiieren. „Wenn die aktive Sterbehilfe legalisiert wird, bedeutet das das Ende der Selbstbestimmung des Patienten“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 07.04.04

Sterbehilfe widerspricht der Menschenwürde
Palliativmedizin und Hospizwesen fördern
7. April 2004 - Zur Pressemeldung über die Initiative einiger Bundestagsabgeordneter der SPD und der Grünen die Sterbehilfe zu erlauben, erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Dr. Hermann Kues MdB:
Der Ansatz der hinter der Initiative zur Freigabe der Sterbehilfe steht, ist ein verhängnisvoller Irrtum und widerspricht dem christlichen Menschenbild.
PRESSEMITTEILUNG Herman Kues, MdB, CDU/CSU 07.04.04

Aktive Sterbehilfe bedroht unser Wertegerüst - Verstoß gegen die Menschenwürde
Zu Presseberichten über eine geplante Initiative von Abgeordneten der SPD, Bündnis '90/Die Grünen und FDP für ein Sterbehilfegesetz erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Wir lehnen die aktive Sterbehilfe ab. Eine Zulassung würde den Lebensschutz in Frage stellen und verstößt gegen die Menschenwürde. Sie würde das Menschenbild unserer Gesellschaft gravierend verändern.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU/CSU 07.04.04

Gruppenantrag zur Sterbehilfe ist unzureichend vorbereitet
Zum möglichen Gruppenantrag auf Initiative des Abgeordneten Rolf Stöckel (SPD) erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Michael Kauch:
Das Vorpreschen von Herrn Stöckel und die bisherige Form der Presseberichte dazu erweisen dem existenziellen Thema der Patientenautonomie am Lebensende einen Bärendienst. Munter werden aktive und passive Sterbehilfe in einen Topf geworfen.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 07.04.04

Palliativmedizin sollte "vierte Säule der Versorgung sein"
Tagung des Nationalen Ethikrats zur Sterbebegleitung
AUGSBURG (sto). Für eine Stärkung der Palliativmedizin hat sich der Präsident des Bayerischen Landtags, Alois Glück (CSU), bei einer Tagung des Nationalen Ethikrates zum Thema "Wie wir sterben" in Augsburg ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Patent auf Sittenwidrigkeit
Die Firma Vitrolife hat die Herstellung von lebensfähigen menschlichen Embryonen europaweit schützen lassen. Selbst Befürworter der Genforschung sind empört
Von Robert von Rimscha
TAGESSPIEGEL 07.04.04

Blutgefäße halten neuronale Stammzellen frisch
Entdeckung ermöglicht Zucht von Nervengewebe
Nervenstammzellen lassen sich einer aktuellen Studie zufolge wesentlich besser im Labor züchten, wenn sie mit Blutgefäßzellen zusammen kultiviert werden.
BERLINER ZEITUNG 07.04.04

Genchips zur Erforschung der Depression verstärkt genutzt
Europaweites Projekt / Hunderte von Genen pro Chip
BERLIN (gvg). Mehr als 800 Gene befinden sich jeweils auf neuen Genchips, mit denen Wissenschaftler aus ganz Europa in den kommenden fünf Jahren die molekularen Grundlagen der Depression aufklären wollen. Die Wissenschaftler möchten herauszufinden, welche Substanzen - außer dem Botenstoff Serotonin - an der Entstehung dieser Erkrankung beteiligt sind.
Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Gentherapeuten haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben
MÜNCHEN (rom). Der erste klinische Versuch mit der Gentherapie startete 1990: An den National Institutes of Health in Bethesda im US-Staat Maryland erhielt eine vierjährige Patientin weltweit erstmals eine Gentherapie. Knapp 15 Jahre später hat das Behandlungsverfahren einen schlechteren Stand als zum Zeitpunkt dieser Premiere. Alles deutet darauf hin, daß die Gentherapie viel zu früh initiiert wurde, um erfolgreich sein zu können.
Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Operation Betriebswirtschaft
Deutschlands Kliniken müssen gleichzeitig Kosten senken und mehr Personal einstellen. Jedes fünfte Krankenhaus steht vor dem Aus
Von Heike Kreutz-Arnold
DIE ZEIT 07.04.2004 Nr.16
 


6. April

Schweiz: Stammzellenforschung kommt vors Volk
85'000 Unterschriften gesammelt
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 06.04.04

Schweiz: Referendum gegen Stammzellenforschungsgesetz kommt zu Stande
BASEL - Das Referendum gegen das Stammzellenforschungsgesetz ist zu Stande gekommen. Nach Angaben des Vereins Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) haben verschiedene Organisationen rund 82 000 Unterschriften gesammelt.
SWISS INFO 06.04.04

Das Erbgut als Dschungel und Wüste
Bei ihrem Jahrestreffen in Berlin besprechen Forscher der Humangenomorganisation ihre künftigen Projekte
Anne Brüning
Für Forscher, die sich mit dem Erbgut des Menschen beschäftigen, hat eine neue Zeitrechnung begonnen.
BERLINER ZEITUNG 06.04.04

Erwartung an Genom-orientierte Medizin zu hoch
Genetiker plädiert dafür, bei Arzneimittelstudien schon jetzt Blutproben für Gentests zu archivieren
BERLIN (gvg). Vor übertriebenen Hoffnungen auf eine individualisierte, Genom-orientierte Medizin hat der Genetiker Professor Klaus Lindpaintner aus Basel gewarnt. Die Erwartungen seien in der Vergangenheit zu hoch geschraubt worden.
Ärzte Zeitung, 06.04.2004

Gentherapie gegen Herzinsuffizienz
Eiweiß bringt versagenden Zellen kräftigen Herzschlag zurück
Mittels einer Gentherapie ist es amerikanischen Medizinern gelungen, die Funktion geschädigter menschlicher Herzzellen wieder herzustellen.
WISSENSCHAFT.DE 06.04.04

Stammzellen für Nerven gezüchtet
ALBANY (mut). In einer Kultur mit Endothelzellen ist es US-Forschern nun gelungen, neuronale Stammzellen zu vermehren.
Ärzte Zeitung, 06.04.2004

Brustkrebs: Gentest beeinflusst Therapieentscheidung der Patientin
WASHINGTON. Mögen sich die Experten über den Sinn eines Gentests bei Brustkrebspatientinnen mit positiver Familienanamnese noch nicht völlig im Klaren sein, viele Patientinnen sind bei einem positiven Ergebnis zu drastischen Maßnahmen bereit.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.04.04

Mehr Länder profitieren von billigeren Aids-Medikamente
Genf /Washington. Für hunderttausende Aids-Infizierte in Entwicklungsländern eröffnet sich der Weg zu einer bezahlbaren Therapie.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.04.04

Hoppe wirft Regierung völliges Versagen in der Informationspolitik vor
Berlin, 06.04.2004: "Wenn es eines letzten Beweises bedurft hätte, das eklatante Versagen in der Informationspolitik von Regierung und Bundesgesundheitsministerium zu belegen, dann hat dies heute die Parlamentarische Staatssekretärin im BMGS, Frau Caspers-Merk, bei der Vorstellung des so genannten Schwarzbuches zur Gesundheitsreform geschafft. ... erklärte heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 06.04.04

Kinderhospiz Syke wird stark nachgefragt
SYKE (cben). Das Kinderhospiz Löwenherz im niedersächsischen Syke verzeichnet verstärkten Andrang. "Unsere acht Plätze sind besetzt", sagte Löwenherz-Chefin Gaby Letzing.
Ärzte Zeitung, 06.04.2004

Internet-Messe bietet Technik für Demenzkranke
NÜRNBERG (eb). Eine virtuelle Messe unter anderem für Ärzte und Einrichtungen der Altenpflege hat jetzt ihre Pforten geöffnet.
Seit Anfang des Monat ist der Messeplatz für unterstützende Technik für Demenzkranke online.
Ärzte Zeitung, 06.04.2004

Proteste gegen Menschen-Patent
Greenpeace demonstriert vor dem Europäischen Patentamt gegen Rechte an menschlichen Zellen
BERLIN taz Mit menschlichen Embryonen, Sperma und Eizellen lässt sich seit vier Monaten in der Europäischen Union nun offiziell Geld verdienen. Darauf machte Greenpeace gestern aufmerksam, indem 100 Aktivisten die Türen des Europäischen Patentamts in München mit Plastikembryonen zumauerten.
TAZ 06.04.04

Embryonen-Patent stößt auf Empörung
Widerstand gegen Verfahren zur Embryonen-Tiefkühlung
MÜNCHEN (dpa). Aus Protest gegen ein Patent auf menschliche Embryonen hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace gestern alle Türen des Europäischen Patentamtes in München mit Steinen und Eisblöcken zugemauert.
Ärzte Zeitung, 06.04.2004
 


5. April

Greenpeace-Aktion gegen Patent auf «menschliches Leben»
München (dpa) - Aus Protest gegen ein Patent auf menschliche Embryonen hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag alle Türen des Europäischen Patentamtes in München mit Steinen und Eisblöcken zugemauert.
WEB.DE 05.04.04

Ethik wird kaltgestellt: Erstes 'Baby-Patent' vom Europäischen Patentamt erteilt
Greenpeace protestiert mit Eiswand
Muenchen - Ueber 100 Greenpeace-Aktivisten haben heute die Tueren des europaeischen Patentamtes in Muenchen symbolisch mit Eisbloecken zugemauert. Mit den Bloecken, in denen Babypuppen eingefroren sind, protestieren die Umweltschuetzer gegen ein Patent auf menschliches Leben (EP 1121015). Das im November 2003 erteilte Patent umfasst menschliche Eizellen, Sperma und Embryonen, die nach einem bestimmten Verfahren tiefgekuehlt und im Rahmen der kuenstlichen Befruchtung verwendet werden.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 05.04.04

Patentamt legt Menschenwürde auf Eis
Hamburg/München - Embryonen von Mäusen, Rindern oder Menschen: Für die Sachbearbeiter im Europäischen Patentamt (EPA) gibt es da keinen Unterschied mehr. Deshalb warnt Christoph Then, Patentexperte von Greenpeace, am Montag vor dem EPA davor, dass die letzten Tabus gebrochen werden. Mit rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten protestiert Greenpeace gegen ein neues Patent auf menschliches Leben.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 05.04.04
Anm.: Dort gibt es auch weitere Infos inklusive Patentschrift.

PDF Factsheet zum Embryonenpatent EP1121015
3 Seiten, Greenpeace 05.04.04

PDF "Baby-Patent" (EP 1121015)
27 Seiten, englisch, 26.11.2003

Europäisches Patent EP-B-0 1 121 015 - Stichwort „Verfahren zum Verglasen einer biologischen Probe“
München, 05. April 2004 - Das europäische Patent EP-B-01121015 wurde vom Europäischen Patentamt (EPA) am 26.11.2003 erteilt. Es bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufbewahrung einer biologischen Probe in tiefgefrorenem Zustand, wobei die Probe nach dem Auftauen lebensfähig ist. Als Beispiele biologischer Proben werden im Patent u.a. Embryonen, Spermien, Eizellen sowie Embryonen im Morula- bzw. Blastozystenstadium genannt.
PRESSEMITTEILUNG Europäisches Patentamt 05.04.04
Anm.: Durchaus interessante Infos...

Schockierendes Patent auf menschliches Leben
Kommentar von Markus Grabitz
Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das Europäische Patentamt in München den vielleicht folgenreichsten Anschlag auf die Menschenwürde verübt, den es in der deutschen Bioethik-Debatte überhaupt zu beklagen gab.
KÖLNISCHE RUNDSCHAU 05.04.04

Greenpeace-Blockade offenbart Versäumnis von Zypries
CDU/CSU-Bundestagsfraktion lehnt technische Möglichkeit zum Klonen des Menschen ab
5. April 2004 - Mitteilung zu der heutigen Blockade-Aktion von Greenpeace gegen das Patent 1121015 des Europäischen Patentamtes München zur 'schonenden Kältekonservierung' von Embryonen von Menschen, von Hamstern, Rindern und Mäusen:
Die Greenpeace-Aktion ist ein Alarmsignal für die Bundesregierung. Mit der Patentierung wird die technische Möglichkeit zum Klonen des Menschen optimiert und prämiert. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion lehnt das ab. Nach dem umstrittenen Patent für den Bonner Stammzellforscher Oliver Brüstle zeigen sich nun ein weiteres Mal große Defizite:
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer MdB CDU, 05.04.04

Zeugung im Labor
Die Anfänge der künstlichen Befruchtung
Von Kim Kindermann
Paare, die früher keine Kinder bekamen, versuchten es mit allerlei Kräutern und magischen Ritualen. Inzwischen hilft die Medizin kräftig nach. Künstliche Befruchtung gehört zum medizinischen Alltag. Im MerkMal geht es um die Zeit, als mit künstlicher Befruchtung noch experimentiert wurde. Kim Kindermann erzählt über die Vorgeschichte und die Anfänge der künstlichen Befruchtung.
DEUTSCHLANDRADIO 05.04.04

EU-Zentrum soll helfen, Seuchen zu bekämpfen
Europäische Union zieht Konsequenzen aus Sars / Neue Behörde soll vernetzt arbeiten und schnell reagieren können
BRÜSSEL (taf). Das künftige "EU-Zentrum für Prävention und die Bekämpfung von Seuchen" kann mit Beginn des Jahres 2005 planmäßig seine Arbeit aufnehmen.
Ärzte Zeitung, 05.04.2004

100 Tage Patientenbeauftragte: „Gäbe es eine solche Einrichtung nicht, müsste sie erfunden werden.“
Seit dem 1. Januar ist Helga Kühn-Mengel als Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten im Amt. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 05.04.04

Ministerin gegen anonyme Lebendspende
MÜNCHEN (sto). Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) hat sich gegen die anonyme Lebendspende von Organen ausgesprochen. Zugleich begrüßte sie ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG), durch das die sogenannte Crossover-Lebendspende erleichtert wird.
Ärzte Zeitung, 05.04.2004

Pflegepatienten ruhiggestellt, um Personal zu sparen?
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zehn Einrichtungen
HANNOVER (cben). In mehreren Altenheimen Niedersachsens sollen Pflegepatienten zum Teil auf Betreiben der Heimleitungen ohne ärztliche Verordnung starke Sedativa erhalten haben, möglicherweise, um weniger Personal für Nachtwachen einsetzen zu müssen.
Ärzte Zeitung, 05.04.2004

Genomforschungsnetz als Vorbild für Innovation
Ministerin Bulmahn eröffnet internationalen Kongress
BERLIN, 4. April. Neue Formen der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen nach dem Willen von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) Forschungsergebnisse schneller und ohne Umwege zur Marktreife bringen.
BERLINER ZEITUNG 05.04.04

Weltkongreß zum Human-Genom in Berlin eröffnet
BERLIN (dpa). Die Suche nach maßgeschneiderten Therapien und Diagnosemöglichkeiten steht im Mittelpunkt des Weltkongresses der Human-Genom-Organisation (HUGO), der gestern in Berlin eröffnet wurde.
Ärzte Zeitung, 05.04.2004

Bundestag regelt Verfahren bei Arzneistudien neu
Neues Arzneimittelgesetz beschlossen / Erstmals Forschung an kranken Kindern möglich / Ablehnung der Opposition
BERLIN (fst). Der Bundestag hat am vergangenen Freitag eine Novelle des Arzneimittelgesetzes gegen die Stimmen der Opposition verabschiedet. Das Regelwerk setzt mehrere EU-Richtlinien zur Arzneimittelforschung um.
Ärzte Zeitung, 05.04.2004
 


4. April

Nationales Genomforschungsnetz wird Vorbild für Innovation
Bulmahn: "Wissen für Innovationswettbewerb erfolgreich genutzt"
Neue Formen der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen nach dem Willen von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn Forschungsergebnisse schneller und ohne Umwege zur Marktreife bringen. Dies sei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) vorbildlich gelungen, sagte Bulmahn am Sonntag zur Eröffnung des neunten internationalen Wissenschaftskongresses "Human Genome Meeting" in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 04.04.04
 


3. April

Wenn Vierbeiner unsterblich werden
US-Unternehmen will Haustiere klonen
N24.DE 03.04.04

Gen-Schlupflöcher für zwei Monate
Union bremst rot-grünes Gentech-Gesetz im Bundesrat. Daher ab April keine Kontrollen der Gen-Kennzeichnung
TAZ 03.04.04
 


2. April

12. AMG Novelle mit besseren Regeln für die klinische Forschung mit Arzneimitteln
Der Deutsche Bundestag hat heute eine umfangreiche Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) beschlossen. Der Gesetzesbeschluss dient der Verbesserung der Arzneimittelsicherheit und enthält im Wesentlichen die zur Umsetzung europäischen Rechts notwendigen Änderungen der Regelungen zur klinischen Prüfung von Arzneimitteln bei Menschen.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 02.04.04

Arzneimittelgesetz: Koalition verspielt Chancen
Anlässlich der heute im Plenum des Bundestages anstehenden zweiten und dritten Lesung des Arzneimittelgesetzes erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Bei einigen Änderungen, die vor allem auf die Stellungnahme der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" und auf das Drängen der CDU/CSU zurückzuführen sind, bleibt die Beschlußempfehlung des Gesundheitsausschusses dennoch weit hinter dem Möglichen zurück.
PRESSEMITTEILUN Hubert Hüppe, MdB, CDU, 02.04.04

Arzneimittelsicherheit und Probandenschutz verbessert
Zur Verabschiedung des 12. Gesetzes zur Aenderung des Arzneimittelgesetzes im Deutschen Bundestag erklaeren die gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Erika Lotz, sowie die zustaendige Berichterstatterin fuer Fragen der Arzneimittelversorgung, Dr. Marlies Volkmer:
Mit der 12. AMG-Novelle setzen wir europaeisches in nationales Recht um. Zum einen haben wir die Vorgaben des Gemeinschaftsrechts zur klinischen Pruefung von Arzneimitteln an Menschen in unser Arzneimittelgesetz uebertragen. Zum anderen haben wir ein Buendel von Massnahmen verabschiedet, die die Arzneimittelsicherheit verbessern.
PRESSEMITTEILUNG Erika Lotz und Dr. Marlies Volkmer, MdB, SPD 02.04.04

PDF Auszug Plenarprotokoll zur 2. und 3. Lesung Arzneimittelgesetzesnovelle
Im Rahmen der Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) wurde in 2. und 3. Lesung mit den Stimmen der SPD und Bündnis90/die Grünen gegen die Stimmen von CDU/CSU und FDP eine Zulassung der fremdnützigen Forschung an Kindern beschlossen. Damit kommt "durch die Hintertür" genau das, was in der umstrittenen Bioethik-Konvention des Europarates von 1996 heftigst kritisiert wurde: Die fremdnützige Forschung an Nichteinwilligungsfähigen! Pressestimmen zum Beschluss waren (bislang) noch nicht zu finden.
Hier finden Sie den entsprechenden 14-seitigen Auszug aus dem offiziellen Plenarprotokoll 15/103 der 103. Sitzung im Deutschen Bundestag am 02.04.04.
Weitere Infos zur Forschung an Nichteinwilligungsfähigen und zum AMG hier.

Mutmaßlicher Wille
Die Ausnahme wurde zur Regel: Über 90 Prozent der Organentnahmen erfolgen ohne Spendereinwilligung
Von Klaus-Peter Görlitzer
TAZ 02.04.2004
Anm.: Sehr lesenswert.

Organspender gesucht
Menschliche Ersatzorgane sind Mangelware. Auch das neue Transplantationsgesetz brachte keine drastische Erhöhung der Spenderzahlen. Jetzt sollen Lebendspenden erleichtert werden
Von Klaus-Peter Görlitzer
TAZ 02.04.2004

Ein Kind, um den Sohn zu retten
Dänemark erweitert die Embryonenselektion. Neugeborene sollen als Gewebespender zur Verfügung stehen
In Rekordzeit verabschiedete das dänische Parlament am Mittwoch eine Ergänzung zum erst sieben Jahre alten Gesetz zur Regelung der künstlichen Befruchtung.
TAZ 02.04.04

Deutsche sind treibender Motor der Stammzellenforschung
International Meeting des Stammzellennetzwerks NRW in Bonn
Von Grit Kienzlen
Biologie. - In Bonn ist im Augenblick das Who is Who der internationalen Stammzellenforschung versammelt. Stargast sozusagen ist der bislang in Philadelphia ansässige Forscher Hans Schöler, der vor einem Jahr mit der Schaffung künstlicher Eizellen von Mäusen Schlagzeilen machte. Hans Schöler kehrt in diesen Tagen aus Amerika nach Deutschland zurück und übernimmt in Münster die Leitung des Max-Planck-Institutes für molekulare Biomedizin.
DEUTSCHLANDFUNK 02.04.04

Arzneimittelverordnungen: In aller Inkonsequenz
Rieser, Sabine
Professor Dr. rer. nat. Gerd Glaeske mahnt seit Jahren ein rationales Arzneiverordnungsverhalten der Ärzte an. Der Pharmakologe, seit kurzem Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung des Gesundheitswesens, kritisiert Gefälligkeitsverschreibungen für Patienten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 14 vom 02.04.2004

Arbeitszeiten im Krankenhaus: Die Euphorie ist verflogen
Flintrop, Jens
Die Umsetzung des EuGH-Urteils zum Bereitschaftsdienst sorgt weiterhin für große Unruhe unter den Klinikärzten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 14 vom 02.04.2004, Seite A-898

Bündnis Gesundheit 2000: Wachstumsmarkt Gesundheitswesen
Rabbata, Samir
Angesichts der Massenarbeitslosigkeit biete die Gesundheitsbranche enorme Beschäftigungschancen, sagen Ärzte und andere Leistungserbringer. Die Politik soll dem Rechnung tragen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 14 vom 02.04.2004, Seite A-893

Berufsreport 2003: Klinik, Forschung und Lehre - Ein Spagat
Rohde, Volker; Bestmann, Beate; Wellmann, Axel
Bei den meisten Ärztinnen und Ärzten schließt sich die wissenschaftliche Arbeit an einen normalen zehn- bis zwölfstündigen Arbeitstag an.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 14 vom 02.04.2004, Seite A-908

Kritik am Gentechnik-Gesetz
Länder wollen im Bundesrat strenge Haftungsregeln für Gen-Bauern lockern
Von Claudia Ehrenstein
Berlin - Der Bundesrat berät heute das Gentechnik-Gesetz. Die unionsregierten Länder lehnen den Entwurf der Bundesregierung ab.
BERLINER MORGENPOST 02.04.04

Zuständigkeiten bei grüner Gentechnik wechseln
Vollzugsaufgaben gehen vom Umweltbundesamt (UBA) zum Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Mit der Veröffentlichung der gesetzlichen Bestimmungen im Bundesgesetzblatt gilt seit Monatsbeginn eine geänderte Zuständigkeit im Bereich der grünen Gentechnik. Aufgaben, die bisher das Umweltbundesamt (UBA) in Berlin beim Vollzug des Gentechnikgesetzes hatte, wird künftig das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn wahrnehmen. Den Wechsel innerhalb des Umweltressorts hatte der Bundestag auf Vorschlag der Bundesregierung im Dezember 2003 beschlossen.
PRESSEMITTEILUNG BMU 02.04.04

Vermittlungsausschuss zur Gentechnik angerufen
Der Bundesrat hat heute zu dem Gesetz zur Durchführung von Verordnungen der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet der Gentechnik und zur Änderung der Neuartige Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-Verordnung den Vermittlungsausschuss aus mehreren Gründen angerufen.
PRESSEMITTEILUNG BUNDESRAT 02.04.04

Keine Haftung bei "guter fachlicher Praxis"
Bundesrat beschließt kritische Stellungnahme zum Gentechnikrecht
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung zu dem Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Gentechnikrechts eine fast 100 Punkte umfassende Stellungnahme beschlossen, die sich sehr kritisch mit dem Gesetzentwurf auseinandersetzt.
PRESSEMITTEILUNG BUNDESRAT 02.04.04
 


1. April

Italien: Strengere Gesetze zur künstlichen Befruchtung
ROM. In Italien diskutieren derzeit Fachärzte, Patienten und Gesundheitspolitiker kontrovers über die Auswirkungen, die die kürzlich vom Parlament beschlossene Straffung der Gesetze zur künstlichen Befruchtung (In vitro Fertilisation, IVF) haben könnten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.04.04

Mediziner suchen den Super-Embryo
Von Stefan Rehder
Wie Reproduktionsmediziner ihre miserablen Erfolgsraten verbessern wollen: Deutschlands Babymacher bringen ein neues Screening ins Gespräch. In der so genannten Polkörperdiagnostik (PKD) erblicken immer mehr Reproduktionsmediziner eine Alternative zu der in Deutschland verbotenen Präimplantationsdiagnostik (PID).
DIE TAGESPOST Nr.39 vom 01.04.2004

Lagerräumung in den Niederlanden
reh
Nach Großbritannien steigt mit den Niederlanden nun das zweite europäische Land in die verbrauchende Embryonenforschung ein.
DIE TAGESPOST Nr.39 vom 01.04.2004

Forscher züchten Maus mit menschlichem Immunsystem
Washington/Bellinzona (dpa) - Schweizer Forscher haben eine Maus mit einem menschlichen Immunsystem gezüchtet.
WEB.DE 01.04.04

Mensch ohne Norm
Das Hygienemuseum in Dresden hat in seiner neuen Ausstellung viel alten Ballast abgeworfen
Von Andreas Sentker
Der Mensch. Allgegenwärtig ist diese rätselhafte Spezies, selbst dann, wenn wir uns allein wähnen. Was also muss ein Museum vom Menschen anderes tun, als einen Spiegel aufstellen?
DIE ZEIT 01.04.2004 Nr.15

Holperfahrt in die Moderne
Eine Reise durch die Forschungslandschaft von Estland, Polen und Tschechien
Von Hans Schuh
Er war auf dem Weg berühmt zu werden, als Nationalheld und Forscher. „Eine neue Ära der Gesundheitsversorgung“ wollte Andres Metspalu mit seinem Estnischen Genomprojekt EGP einläuten.
DIE ZEIT 01.04.2004 Nr.15

Neue Festbeträge: Doppeltes Risiko für die Ärzte
Bei patentgeschützten Arzneimitteln betritt der Bundesausschuß Glatteis / Experten ringen um den richtigen Weg
BERLIN (HL). Meinungsverschiedenheiten verzögern im Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen eine Entscheidung darüber, mit welchen Methoden und mit welchem Ergebnis Festbeträge für patentgeschützte Arzneimittel gebildet werden sollen. Die Ärzte könnten gleich doppelt betroffen sein:
Ärzte Zeitung, 01.04.2004

Suizid in der Palliativmedizin - Kongreß in Dresden
DRESDEN (dür). Wenn unheilbar Kranke um Hilfe bitten, ihr Leben zu beenden, stürzen sie Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige in Konflikte mit dem Gesetz und ihrem Gewissen. Wege aus diesem Dilemma soll der Kongreß "Suizid in der Palliativmedizin" aufzeigen, der am Freitag und Samstag (2. und 3. April) in Dresden stattfindet.
Ärzte Zeitung, 01.04.2004

Das Buch des Lebens für die Ratte
Mit dem Erbgut der Laborratte haben Forscher das dritte Säugetiergenom entziffert. Es soll helfen, menschliche Krankheiten zu verstehen
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 01.04.04
 


weitere

Reproduction and Responsibility: The Regulation of New Biotechnologies
The President's Council on Bioethics
Washington, D.C., March 2004
Pre-Publication Version
Anm.: Dort gibt es den Text als PDF-Dokument (305 Seiten, nur mit Acrobat Reader ab Version 5.0 lesbar!) oder online zum durchklicken einzelner Kapitel.

PDF Opinion Paper on the Current Status of the Regulation of Gen Therapy in Europe
Author: Odile Cohen-Haguenauer for the Eurogenethy-Network
27 Seiten, englisch, 2002

Gesucht: Der gen-iale Patient
Michaela Simon
Pharmaboss gibt öffentlich zu, dass Medikamente meist nicht wirken
TELEPOLIS 10.12.2003

http://register.epoline.org/espacenet/regviewer?AP=EP19990951907&PN=WO0021365&CY=ep&LG=en&DB=REG

Patents criticized by Greenpeace

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Weiter zu Artikel vom 15.-30. April 2004

zurück zur Pressespiegel-Übersicht