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Presse

Pressespiegel 16.-30. April 2005

Anzahl: 70 Artikel, Stand 01.05.05

30. April

In Deutschland wird häufiger abgetrieben
Juristen fordern den Gesetzgeber erneut zum Handeln auf
Mit dem Hinweis auf die offizielle Abtreibungsstatistik lasse sich entgegen der Auffassung der Bundesregierung ein gesetzgeberischer Handlungsbedarf nicht verneinen. Diese Auffassung vertrat der Vorsitzende der Juristen-Vereinigung Lebensrecht (Köln), Bernward Büchner, bei einer Tagung der Vereinigung in Würzburg.
PRESSEMITTEILUNG Juristen-Vereinigung Lebensrecht 30.04.05
 


29. April

Elend in Pflegeheimen - doch der Notstand wird verschleiert
Kritiker schlagen Alarm / Alte Menschen leben oft unter skandalösen Bedingungen
NEU-ISENBURG (fuh). Sie hungern und sind abgemagert, sie werden an Stühlen fixiert, weil nicht genügend Personal vorhanden ist, sie liegen im Sterben, während beim Zimmernachbarn am Bett nebenan laut der Fernseher läuft: In vielen Alten- und Pflegeheimen in Deutschland herrschen skandalöse Zustände.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

"Sie siechen vor sich hin und warten auf den Tod"
Eine Fernseh-Dokumentation liefert schockierende Beispiele zum wachsenden Pflegenotstand in deutschen Altenheimen
NEU-ISENBURG. Ein Lebensabend in Würde? Für zu viele Pflegeheimbewohner in Deutschland platzt diese Vision wie eine Seifenblase, für manche wird sie gar zur Horrorvision: Sie werden ans Bett gefesselt oder an Stühlen festgebunden, sie hungern, obwohl sie mit Magensonden künstlich ernährt werden, sie schreien und werden ruhiggestellt, weil Pfleger völlig überlastet sind.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

Mehr Rechte für Pflegeheimbewohner
BGH: Insassen müssen vor Unfällen geschützt werden - AOK-Klage abgewiesen
von Frank Diering
Karlsruhe - Die Pflege gebrechlicher alter Menschen wird in Deutschland zunehmend zum Problem.
DIE WELT 29.04.05

Richter beschränken Pflichten von Pflegeheimen
Krankenkasse scheitert mit Klage auf Erstattung von Behandlungskosten nach Sturz einer Heimbewohnerin
KARLSRUHE (dpa). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat es gestern in einem Grundsatzurteil abgelehnt, Pflegeheimen allzu strenge Auflagen für die Sicherheit ihrer Bewohner zu machen.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

FDP: Innovationen ohne "ideologische Vorbehalte" fördern
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/MMÜ) Die FDP-Fraktion tritt für eine "ideologiefreie" Förderung von Innovationen ein. In ihrem Antrag (15/5360) sprechen sich die Liberalen gegen "Technik-Skepsis und Wissenschafts-Pessimismus" aus und empfehlen mehr Wettbewerb bei der Vergabe von Forschungsaufträgen oder Fördermitteln. Die Novellierungen des Stammzellengesetzes sowie des Gentechnikgesetzes seien daher dringend notwendig.
HIB 125/2005 29.04.05

Deutscher Behindertenrat zum geplanten Gendiagnostikgesetz.
Berlin (kobinet) Die im Deutschen Behindertenrat (DBR) zusammengeschlossenen Verbände haben Positionen zum geplanten Gendiagnostikgesetz erarbeitet und ein entsprechendes Papier an Mitglieder des Bundestages verschickt.
KOBINET 29.04.05

Menschen sind mehr als die Summe ihrer Gene!
Positionen der im Deutschen Behindertenrat zusammengeschlossenen Verbände zu einem Gendiagnostikgesetz
Die im Aktionsbündnis des Deutschen Behindertenrates (DBR) zusammengeschlossenen Verbände setzen in ein Gendiagnostikgesetz hohe Erwartungen, weil Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung besonders betroffen sind. Im Sinne des „Disability Mainstreamings“ sollte jedes Gesetz, muss aber insbesondere ein geplantes Gendiagnostikgesetz auf seine Auswirkungen für behinderte und chronisch kranke Menschen überprüft werden. Es ist uns daher wichtig, folgende Grundaussagen zu treffen

Studie: Deutsche Medizintechnik ist innovativ und wettbewerbsfähig
BMBF-Forschungsförderung mit vielen Patenten erfolgreich
Die deutsche Medizintechnik ist international hervorragend aufgestellt und erzielt überdurchschnittliche Wachstumsraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Federführung des Aachener Kompetenzzentrums Medizintechnik und der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
PRESSEMITTEILUNG BMBF 29.04.05

Abstoßung trotz gleicher Gewebemerkmale
Heidelberger Wissenschaftler veröffentlichen im "Lancet", warum Nierentransplantate von Geschwistern nicht immer toleriert werden
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Heidelberg 29.04.05

Hör-Gen entdeckt
Sox-2 könnte zur Wiederherstellung des Hörvermögens führen
PRESSETEXT.AUSTRIA 29.04.05

Zerrissen
Bioethik: Großbritannien streitet über Sterbehilfe, Spätabtreibung und einen "Frankenstein-Bericht"
Ulrike Baureithel
FREITAG 29.04.05

Betreuungsrecht: Mutmaßlicher Wille, weitreichende Folgen
Jachertz, Norbert; Klinkhammer, Gisela; Richter-Kuhlmann, Eva A.
Der Stellenwert von Patientenverfügungen ist umstritten. Versuche, das Betreuungsrecht gesetzlich zu präzisieren, scheitern bisher am Widerstreit freizügiger und restriktiver Positionen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 17 vom 29.04.2005, Seite A-1193

Patientensicherheit: Arzneitherapie – ein Hochrisikoprozess
Korzilius, Heike
Genaue Daten über unerwünschte Arzneimittelwirkungen liegen für Deutschland nicht vor. Sicher ist aber, dass viele Patienten an ihren Folgen sterben oder zum Teil dauerhaft geschädigt werden.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 17 vom 29.04.2005, Seite A-1174

7. Forschungsrahmenprogramm: Klare ethische Grenzen gefordert
Spielberg, Petra
Das Tauziehen um die ethischen Grenzen der embryonalen Stammzellforschung in Europa geht in die nächste Runde.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 17 vom 29.04.2005, Seite A-1184

Vaterschaftstests sollen weiterhin erlaubt sein
BERLIN (fst). Entgegen den Plänen der Bundesregierung, Vaterschaftstests zu verbieten, will Baden-Württemberg Abstammungstests einschränken, aber weiterhin erlauben. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die Landesregierung heute in den Bundesrat einbringt.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005
 


28. April

Europarat lehnt Resolution zur Sterbehilfe ab
STRASSBURG (fst). Der Europarat wird seinen 46 Mitgliedstaaten nicht empfehlen, die aktive Sterbehilfe rechtlich klar zu regeln. Die Versammlung votierte gestern mit Zwei-Drittel-Mehrheit gegen einen anderslautenden Resolutionsentwurf.
Ärzte Zeitung, 28.04.2005

Europarat-Parlamentarier lehnen umstrittenen Euthanasie-Bericht ab
Mit großer Mehrheit wurde die Vorlage des Schweizer Liberalen Dick Marty abgelehnt.
KATH.NET 28.04.05

Europarat lehnt Resolution zur Sterbehilfe ab
STRASSBURG (fst). Der Europarat wird seinen 46 Mitgliedstaaten nicht empfehlen, die aktive Sterbehilfe rechtlich klar zu regeln. Die Versammlung votierte gestern mit Zwei-Drittel-Mehrheit gegen einen anderslautenden Resolutionsentwurf.
Ärzte Zeitung, 28.04.2005

Im Sterben allein
Kommentar Jutta Kramm
In einer Zeit, in der ständig und überall mit ungeheurer Geschwindigkeit Entscheidungen getroffen werden, tut dieses Nicht-Votum gut: Der Europarat konnte sich auch nach mehr als drei Jahren Streit nicht auf eine Position zur passiven und aktiven Sterbehilfe verständigen.
BERLINER ZEITUNG 28.04.05

Fachverbände der Behindertenhilfe erleichtert
Berlin (kobinet) Fachverbände der Behindertenhilfe in Deutschland haben sich heute erleichtert geäußert, dass der Antrag zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe im Europarat abgelehnt wurde .
KOBINET 28.04.05

House of Lords erlaubt selektive In-Vitro-Fertilisation
London. AP/baz. In Grossbritannien dürfen künftig per künstlicher Befruchtung Babys mit dem Ziel produziert werden, bei der Heilung kranker Geschwister zu helfen.
BASLER ZEITUNG 28.04.05

Bundesgerichtshof zur Pflicht des Trägers eines Pflegewohnheims, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat folgenden Fall entschieden:
PRESSEMITTEILUNG Bundesgerichtshof Nr. 68/2005 28.04.05

Bei genetischem Risiko kommt es offenbar zur Diskriminierung
Frankfurt am Main (goet).Werden in Deutschland Menschen bereits aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften diskriminiert? Ja! Das sagen Betroffene der unheilbaren erblichen Huntingtonschen Krankheit. In einer Fallstudie berichten sie über ihre Erfahrungen mit Benachteiligungen im Alltag und ihre Angst, entdeckt zu werden.
Ärzte Zeitung, 28.04.2005

Australische Wissenschaftler erzielen Durchbruch in der Stammzellenforschung
Erstmals in Australien haben Wissenschaftler aus bestehenden embryonalen Stammzellen drei Zellklone entwickelt. Der wissenschaftliche Durchbruch, erzielt von Forschern der in Sydney gelegenen University of New South Wales (UNSW), könnte zu neuen Behandlungsmethoden bei Diabetes, Parkinsons oder bei Rückenmarksverletzungen führen.
PRESSEMITTEILUNG Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann IDW 28.04.05

Wirre Weißkittel und irre Weltbeherrscher
Von Carola Padtberg
Im Kino wollen sie stets Menschen züchten oder trachten nach der Macht. Sie sind gierig, gefährlich und haben eine veritable Macke: Wissenschaftler gelten als "wahnsinnig genial". Zu dieser Erkenntnis gelangt eine Studie, die sich mit der Darstellung von Wissenschaftlern auf der Leinwand auseinandersetzt.
SPIEGEL ONLINE 28.04.05
 


27. April

Eine europäische Entscheidung für das Leben
Die Tötung eines Menschen darf nicht unsere Antwort auf Krankheit und Leid sein
Zu der Entscheidung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, den Resolutionsantrag von Dick Marty abzulehnen, erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die heutige Entscheidung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, den Resolutionsentwurf von Dick Marty abzulehnen.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 27.04.05

Deutsche Hospiz Stiftung erfreut: Protestaktion gegen Euthanasie war erfolgreich
Berlin. „Martys Report mitsamt seiner Begründung zurückzuweisen, war konsequent. Eine Annahme des Reports hätte das Nein des Europarats zu aktiver Sterbehilfe unterlaufen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Heute hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats in Straßburg die Resolution des Berichterstatters Dick Marty abgelehnt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche hospiz Stiftung 27.04.05

"Es dauert fünf Minuten ..."
In Belgien dürfen Apotheken ein Mittel zur Sterbehilfe verkaufen
Von Christiane Feller
Seit Belgien vor drei Jahren die Einführung eines Euthanasie-Gesetzes beschloss, dürfen Krankenhausärzte dort aktiv Sterbehilfe leisten, ohne eine strafrechtliche Verfolgung zu riskieren. Allerdings muss der Patient mindestens 18 Jahre alt sein und wiederholt den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe bei vollem Bewusstsein geäußert haben. Jetzt wagen sich die Belgier noch ein Stück weiter vor. Seit wenigen Tagen sind in 250 Apotheken des Landes so genannte "Euthanasie-Kits" erhältlich - tödliche Ampullen, die der Hausarzt auf Wunsch des Patienten verschreiben darf.
DEUTSCHLANDFUNK 27.04.05

US-Akademie befürwortet Tierversuche mit menschlichen Stammzellen
New York (dpa) - Ein renommiertes Forschergremium, das die US- Regierung in wissenschaftlichen Fragen berät, hat Tierexperimente mit menschlichen Stammzellen offiziell befürwortet.
GREENPEACE MAGAZIN 27.04.05
 


26. April

Streit über Sterbehilfe
Vierter Anlauf zu Beschluss im Parlament des Europarats
Das Thema Sterbehilfe steht in dieser Woche erneut auf der Tagesordnung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. Zwei unvereinbare Positionen stehen sich dabei gegenüber.
Von Karl-Otto Sattler
FRANKFURTER RUNDSCHAU 26.04.05

Noch ist das therapeutische Klonen langwierig und ineffizient
Stammzellforscher Rudolf Jaenisch: Grundlegende technische Probleme gibt es aber nicht mehr / Künftig embryonale Stammzellen ohne Klonen?
Ärzte Zeitung, 26.04.2005

Hirnstammzellen für die Diabetestherapie
Erstmals Umwandlung in Insulin bildende Zellen
abg.
Kalifornischen Forschern ist es erstmals gelungen, aus menschlichen Gehirnstammzellen Insulin produzierende Zellen zu züchten.
BERLINER ZEITUNG 26.04.05

Gehirnstammzellen für die Heilung von Diabetes
Neue Inselzellen sollen transplantiert werden
Stanford - Wissenschafter der Stanford University gehen davon aus, dass Diabetes mit Hilfe von Gehirnstammzellen geheilt werden kann.
PRESSETEXT.AUSTRIA 26.04.05

Stammzellen aus dem Gehirn produzieren Insulin
STANFORD. Können Stammzellen aus dem Gehirn bei Typ-1-Diabetikern in Zukunft die Funktion der Beta-Zellen übernehmen und durch Ausschütten von Insulin den Blutzucker regulieren? Was ein wenig nach Science-Fiction anmutet, ist US-Forscher in PLoS Med (200; 2: e103) jetzt im Tierexperiment gelungen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.04.05

Zahl bekannter Erbkrankheiten verzehnfacht
HAMM (dpa). Die Zahl der bekannten genetisch bedingten Krankheiten hat sich in den vergangenen 35 Jahren verzehnfacht.
Ärzte Zeitung, 26.04.2005

Langzeitsicherheit bei Präimplantationsdiagnostik ungeklärt
Nicht alle überprüften Kinder werden weiter begleitet
PRESSETEXT.AUSTRIA 26.04.05

"Das ist unser Heiliger Krieg"
Wegen der Blockade der Demokraten im US-Senat wollen die Republikaner den Filibuster abschaffen
von Torsten Krauel
Washington - Die Republikaner im Senat stehen vor einer Frage, deren Beantwortung Amerika gespannt entgegenblickt: Sollen wir den "Filibuster" abschaffen - das Recht der Opposition, per Dauerrede eine Abstimmung zu verhindern?
DIE WELT 26.04.05
Anm.: Hier geht es um die Ernnennung von Richtern, die sich gegen das "Recht" auf Abtreibung aussprechen.

Börsengang von Bestatter finanziert Pflegeheime
BERLIN (frk). Die Ideal Versicherungsgruppe will sein Tochter- Unternehmen Ahorn-Grieneisen, Deutschlands größte Bestattungskette, an die Börse bringen, um das Geld in Pflegeheime zu investieren. Der Börsengang ist für 2007 geplant und soll einen Erlös von 80 bis 120 Millionen Euro erzielen.
Ärzte Zeitung, 26.04.2005
Anm.: Auch eine Idee, den Pflegenotstand zu verbessern...

Mit Demenz zu Hause leben - in Mittelfranken soll der bestmögliche Versorgungsstandard neu definiert werden
Von Jürgen Stoschek
In Mittelfranken startet im Juni ein bundesweit einmaliges Modellprojekt zur besseren Versorgung von Patienten, die an Demenz erkrankt sind. Die "Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA)" will erreichen, daß die Patienten durch eine bestmögliche hausärztliche Versorgung möglichst lange in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können.
Ärzte Zeitung, 26.04.2005

Neue Datenbank über Angebote zur Patientenberatung
Netzwerk in NRW gestartet
DÜSSELDORF (iss). Patienten in Nordrhein-Westfalen können sich jetzt einen schnellen Überblick über das Beratungsangebot im Gesundheitswesen verschaffen. Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Birgit Fischer (SPD) hat eine Datenbank freigeschaltet, die Angaben zu rund 1200 Beratungseinrichtungen enthält.
Ärzte Zeitung, 26.04.2005
 


25. April

Catenhusen: "Neue Wachstumsimpulse in der Biotechnologie"
Neue BMBF-Förderrunde für junge Biotechunternehmen startet im Herbst
In der Biotechnologie gibt es spürbare neue Wachstumsimpulse. Das erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Wolf-Michael Catenhusen anlässlich der BMBF-Biotechnologietage 2005 in Stuttgart vor rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 25.04.05

Ureinwohner wehren sich gegen DNA-Projekt
Genographie-Forschung als neokolonialistische Attitüde
Auckland - Das ambitionierte DNA-Projekt namens "Genographic Project" das die Spuren menschlicher Besiedlung auf der Erde nachvollziehen sollte, stößt unter den indigenen Völkern auf große Ablehnung.
PRESSETEXT.AUSTRIA 25.04.05

Ab 35 oft schadhafte Spermien
Risiko für Fehlgeburten steigt mit Alter des Erzeugers
Ärzte Zeitung, 25.04.2005

Nabelschnurblut hilft Geschwistern
Nabelschnurblut-Stammzellen eines Geschwisters sind gut geeignet, um erkrankte Kinder zu behandeln. Das ist das Ergebnis einer italienischen Studie, die auf dem diesjährigen Treffen der European Bone Marrow Transplant Group vorgestellt wurde.
MITTEILUNG VITA 34, 25.04.2005

Gesundheitsministerin stoppt Neuregelung bei künstlicher Ernährung
BERLIN/HAMBURG. Die künstliche Ernährung von Krebspatienten, Demenzkranken und behinderten Kindern soll auch künftig von den Krankenkassen erstattet werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.04.05

Neuer Ansatz zur Behandlung von Alzheimer erfolgreich
Gentechnisch verändertes Gewebe in Gehirne injiziert
San Diego - Zwischen 2001 und 2002 haben Chirurgen der University of California http://www.ucsd.edu gentechnisch verändertes Gewebe in die Gehirne von acht Alzheimerpatienten implantiert.
PRESSETEXT.AUSTRIA 25.04.05

"In Würde sterben"
Die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Dr. Margot Käßmann, plädiert in den "VELKD-Informationen" für eine Stärkung der passiven Sterbehilfe – Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland weiter ausbauen
Pressemitteilung der VELKD, Hannover, den 25.04.2005
 


24. April

Eiweiße brauchen kein Erbgut zur Vermehrung
Prionen-Hypothese gilt als bewiesen
von Rolf H. Latusseck
Quod erat demonstrandum - was zu beweisen war. Dieser historische Satz bezieht sich zwar meist auf mathematische Beweise, aber er ist in diesem Fall eben so angebracht: Prionen sind infektiöse Einweißpartikel, die sich ohne Hilfe von Erbmaterial vermehren. Immerhin bringt diese Feststellung ein Dogma der Biologie zu Fall. Nämlich daß Vermehrung ohne den Informationsgehalt von DNA (Desoxyribonukleinsäure) oder RNA (Ribonukleinsäure) nicht möglich sein soll.
WELT AM SONNTAG 24.04.05
 


23. April

Altern ist formbar
Die Alterungsprozesse sind nur zu einem Viertel durch die Gene bestimmt
von Dagmar Röhrlich
Bonn - Etwa die Hälfte der Mädchen, die heute geboren werden, haben gute Chancen, ihren 100. Geburtstag zu erleben - und jeder zweite der Jungen wird mindestens 95. Von einer solch methusalemischen Lebenserwartung konnten die Menschen früher nur träumen.
DIE WELT 23.04.05

Forscher versetzen Mäuse in Winterschlaf
Schwefelwasserstoff löst den künstlichen Scheintod aus - Spekulationen über Anwendungen in der Krebstherapie
von Ranty Islam
Seattle - Die Vision, Menschen in einen künstlichen Winterschlaf zu versetzen - etwa für jahrelange Raumfahrtmissionen -, könnte bald Wirklichkeit werden. Wissenschaftlern in den USA ist dies jetzt mit Mäusen und damit zum ersten Mal mit Säugetieren gelungen.
DIE WELT 23.04.05
 


22. April

Stammzelldebatte: Neuer Anlauf
Richter-Kuhlmann, Eva A.
SPD-Politiker brechen das Schweigen der vergangenen Monate und plädieren wieder offen für eine Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 16 vom 22.04.2005, Seite A-1094

Gesundheitswesen: In der Fortschrittsfalle
Rabbata, Samir
Seit knapp 30 Jahren wird im Gesundheitswesen auf die Kostenbremse gedrückt. Der Trend zu Rationierung wird sich künftig noch verschärfen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 16 vom 22.04.2005, Seite A-1091

Patienten optimal behandeln und dabei Kosten sparen
BMBF und Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen stellen Ergebnisse der Versorgungsforschung in einer Broschüre vor
PRESSEMITTEILUNG BMBF 22.04.05

Das X-Chromosom ist für die Hirnfunktionen ungewöhnlich wichtig
Von Philipp Grätzel von Grätz
Wird ein Genetiker gefragt, welches Chromosom bei Menschen am interessantesten ist, dann ist die Chance, daß er das X-Chromosom nennt, ziemlich hoch. Nicht nur hat das X-Chromosom in der Nomenklatur keine Ziffer erhalten. Es ist auch weit überdurchschnittlich bedeutend für das Gehirn.
Ärzte Zeitung, 22.04.2005

Nebenwirkungen werden systematisch erfaßt
Kongreß für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie / Ärzteschaft und Regierung wollen enger kooperieren
SAARBRÜCKEN (nsi). Die Ärzteschaft und die Bundesregierung wollen künftig intensiver zusammenarbeiten bei Maßnahmen, um Patienten vor Nebenwirkungen von Arzneimitteln zu schützen.
Ärzte Zeitung, 22.04.2005
 


21. April

Unerwartete Entartung
Auch adulte Stammzellen können unter bestimmten Bedingungen Tumoren bilden
WISSENSCHAFT.DE 21.04.05
Anm.: Ausführlich, mit Link zu Originalartikel

Menschliche Stammzellen lösen bei Mäusen Krebs aus
Madrid - Spanische Forscher haben entdeckt, daß adulte Stammzellen aus menschlichem Fettgewebe bei Mäusen Krebs auslösen können.
DIE WELT 21.04.05

Council of Europe conference of national ethics committees to address new challenges in bioethics
Strasbourg 21.04.2005 - Meeting the challenge of changing societies is the theme of a Council of Europe’s Conference of National Ethics Committees in Dubrovnik, Croatia on 25 and 26 April (Hotel Argentina, Frana Supila 14)
PRESSEMITTEILUNG Council of Europe 21.04.05

Notstand bei 400 deutschen Diabetikern
Hierzulande gibt es jetzt nur noch Humaninsulin-Präparate, auf die jedoch einige mit Allergien reagieren
von Gisela Sonnenburg
Berlin - Für eine etwa 400 Mann große Patientengruppe ist in Deutschland der Notstand ausgebrochen. Sie sind Diabetiker mit einer Allergie auf Humaninsulin - aber der Pharmamarkt hat ihre Bedürfnisse vergessen.
DIE WELT 21.07.05

Keine Zeit für Kinder
Allensbach-Studie: Berufsausbildung geht für Mehrheit der Frauen und Männer vor
von Frank Diering
Berlin - Lange Bildungs- und Ausbildungszeiten und der grundsätzliche Vorrang des Berufs vor Nachwuchs sind bei vielen Paaren in Deutschland der Grund für Kinderlosigkeit.
DIE WELT 21.07.05
Anm.: Vor dem Hintergrund der Reproduktionsmedizin interessant...

Alle gefährlichen Grippeviren außerhalb der USA sind zerstört
WHO erwägt weltweite Bestandsaufnahme
Genf - Die letzte außerhalb der USA entdeckte Probe hochgefährlicher Grippeviren ist zerstört worden.
DIE WELT 21.07.05

Sterbehilfe-Sets aus Apotheken für belgische Ärzte
BRÜSSEL (spe). Seit Mitte April können belgische Ärzte Medikamenten-Sets zur aktiven Sterbehilfe in Apotheken erwerben. Euthanasie ist in Belgien seit September 2002 in bestimmten Fällen erlaubt.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005

Erst waschen
In deutschen Kliniken grassieren gefährliche Keime. Sie töten jedes Jahr 1500 Menschen
Von Cornelia Stolze
DIE ZEIT 21.04.2005 Nr.17

Entschluß zur Organspende selten bereut
MÜNCHEN (wst). Entscheiden sich Menschen, einem nahestehenden Patienten mit entsprechender Organinsuffizienz eine Niere oder einen Teil ihrer Leber zu spenden, bereuen sie dies aller Erfahrung nach so gut wie nie.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005
Anm.: Hier geht es um Lebendspende, nicht um Organspende von sog. "Hirmntoten".

Plädoyer für Ringtausch bei Lebend-Nierentransplantation
BALTIMORE. Viele dialysepflichtige Patienten haben Bekannte oder Verwandte, die ihnen eine Niere überlassen würden. In der Praxis scheitert die Lebendspende jedoch häufig an der fehlenden Gewebeverträglichkeit.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.04.05

Britische Ärzte dürfen 18 Monate alte Charlotte sterben lassen
LONDON. Im Kampf um das Leben ihrer kleinen Tochter haben die Eltern der schwerkranken Charlotte in Großbritannien erneut eine juristische Niederlage erlitten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.04.05

Mehr Pflegebedürftige im Südwesten
Baden-Württembergs Sozialministerin Gönner kündigt 1200 neue Pflegeheimplätze an
STUTTGART (mm). Die Zahl pflegebedürftiger Menschen ist in Baden-Württemberg zwischen 1999 und 2003 um 6,3 Prozent auf insgesamt 224 200 Patienten gestiegen. Das geht aus der neuen Pflegestatistik des Statistischen Landesamt hervor, die alle fünf Jahre aktualisiert wird.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005

Frischer Wind in der Arzneimittelforschung für die Dritte Welt
MADRID (eis). Seit Jahrzehnten sind kaum neue Medikamente gegen Malaria, Tuberkulose und andere in Entwicklungsländern häufige Krankheiten entwickelt worden. Jetzt bringen internationale gemeinnützige Initiativen neuen Wind in die Gesundheitsforschung für arme Länder. Erste Erfolge sind zu verzeichnen.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005

Warnung vor dem Norm-Patienten
BPI-Chef Wegener wundert sich, wie sich Ärzte fremdbestimmen lassen
BERLIN (HL). Der Trend zur Standardisierung im Gesundheitswesen und ihre Verknüpfung mit Sanktionen und finanziellen Beschränkungen gefährdet eine individuelle Therapie des Patienten.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005

Gentechnik in der Landwirtschaft: »Lächerlich geringe Strafen«
Thilo Bode, Chef der Verbraucherorganisation foodwatch, über illegal eingeführten High-Tech-Mais, verseuchtes Tierfutter und den Betrug an der Fleischtheke im Supermarkt
DIE ZEIT 21.04.2005 Nr.17

Fürs Leben markiert
Chips im Körper dienen schon heute als Zugangskontrolle – und als Mitgliedsausweis von Nachtclubs
Von Tobias Kaiser
Die Zukunft funkt aus dem Oberarm. Rund eintausend Menschen weltweit tragen bereits einen RFID-Chip in ihrem Körper. Noch sind es vor allem Testpersonen, aber die Produzenten wollen schnell so viele Chips wie möglich implantieren. Zunächst alten Menschen, chronisch Kranken und Soldaten.
DIE ZEIT 21.04.2005 Nr.17
 


20. April

"Die Position Deutschlands ist ethisch dubios"
Der Präsident der Royal Society kritisiert, daß hierzulande Technologien genutzt werden, deren Erforschung verboten ist
von Norbert Lossau
Lord Robert May of Oxford ist Präsident der Royal Society und war von 1995 bis 2000 wissenschaftlicher Berater des britischen Premierministers. Über den besonderen Stellenwert der Wissenschaft in Großbritannien sprach mit ihm Norbert Lossau.
DIE WELT 20.04.05
Anm.: Hier geht es im zweiten teil un Stammzellforschung und Reproduktionsmedizin

70 Milliarden Euro EU-Förderung sollen Forscher beflügeln
Kommission stellt neues Forschungsrahmenprogramm vor / Straßburger Parlament lehnt EU-Förderung für Stammzellforschung ab
BRÜSSEL (spe). Die Europäische Kommission setzt große Hoffnungen in den Forschungsstandort Europa. In den kommenden Jahren will sie über 70 Milliarden Euro an Fördergeldern für gemeinschaftliche Forschungsprojekte locker machen. Das geht aus dem kürzlich in Brüssel präsentierten Vorschlag der Kommission zum 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP) hervor.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Schwanger dank vorgereifter Eizelle
LÜBECK (nie). Mit Hilfe der Eizellenreifung außerhalb des Körpers ist es bei einer 31jährigen Frau am Uni-Klinikum Schleswig-Holstein in Lübeck erstmals gelungen, eine Schwangerschaft zu ermöglichen.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Moderne Fertilitätstherapie ist kostengünstiger
MÜNCHEN (wst). In der Fertilitätsbehandlung von Frauen ist die ovarielle Stimulation mit Gonadotropinen von zentraler Bedeutung. Wird dabei ein modernes, gentechnisch hergestelltes humanes follikelstimulierendes Hormon (r-hFSH) genutzt, sind die Chancen auf eine Mutterschaft pro Zyklus mehr als 16 Prozent höher als bei Verwendung eines herkömmlichen, aus dem Urin von Frauen in der Menopause gewonnenen Gonadotropins.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Diabetes mit Zellspende behandelt
Tochter erhielt insulinproduzierende Zellen von der eigenen Mutter
Kyoto - Japanische Forscher haben weltweit erstmals erfolgreich Diabetes mit Zellen eines lebenden Spenders behandelt.
DIE WELT 20.04.05

Medizintourismus: Neue Niere made in Germany
Von Juliane Salzer
Bei ernsthaften Gesundheitsproblemen verlassen sich arabische Patienten gern auf deutsche Spezialisten. Die klammen Krankenhäuser der Bundesrepublik freut das. Denn die Patienten aus dem Orient zahlen gut.
SPIEGEL ONLINE 20.04.05

Umstrittene Empfehlungen zur Reform der Pflegeversicherung
BERLIN (ric). Der Runde Tisch Pflege wackelt bedenklich: Bei einer nichtöffentlichen Sitzung des Gremiums in Berlin haben Wohlfahrtsverbände und private Pflegeanbieter heftige Kritik an den ersten Zwischenergebnissen der vier Arbeitsgruppen ambulante und stationäre Pflege, Entbürokratisierung und Pflege-Charta geübt.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Mehr Hilfe für pflegende Angehörige von Demenzpatienten
Nordrhein-Westfalens Landesregierung stellt Aktionsprogramm vor / Acht regionale Servicestellen wollen Beratung anbieten
GELSENKIRCHEN (akr). Die nordrhein-westfälische Landesregierung baut die Hilfsangebote für pflegende Angehörige und Patienten mit Demenzerkrankungen aus.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Große Koalition im Norden nimmt sich die Pflege vor
KIEL (di). Die große Koalition im Norden setzt auf eine enge Verzahnung von Gesundheitsversorgung und Gesundheitswirtschaft. Die Pflegeangebote etwa für Demenzkranke sollen ausgebaut werden.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005

Immer mehr Abtreibungen in Brandenburg
POTSDAM (ami). Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in Brandenburg im vergangenen Jahr mit 2,2 Prozent überdurchschnittlich gestiegen.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005
 


19. April

„Verschiedene Türen offen lassen“
Die SPD vor einem Richtungswechsel beim Embryonenschutz
Vorsichtig, wie eine Katze ihrer ahnungslosen Beute, so nähert sich die SPD gegen-wärtig dem in Deutschland geltenden Embryonenschutz.
Von Stefan Rehder
DIE TAGESPOST vom 19.04.2005

Neues Gesetz - aber der Streit um Sterbehilfe in Frankreich geht weiter
Von Denis Durand de Bousingen
Das französische Parlament hat in zweiter Lesung ein neues Gesetz verabschiedet, das passive Sterbehilfe erlaubt. Aktive Sterbehilfe hingegen bleibt in Frankreich als "Tötung" auch in Zukunft verboten.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005

Medizin des Alterns
Für Menschen über 80 Jahre gibt es kaum Therapien, die sich nach den Bedürfnissen von Hochbetagten richten
von Hiltrud Baur
DIE WELT 19.04.05

Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder "Patientensicherheit ist oberstes Gebot"
Anlässlich des ersten deutschen Kongresses für Patientensicherheit bei medika­mentöser Therapie in Saarbrücken, erklärte der Staatssekretär im Bundes­ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Dr. Klaus Theo Schröder: "Oberster Grundsatz verantwortlicher Politik muss es sein, die Arzneimittelsicherheit immer über Partikularinteressen zu stellen. Für die Bundesregierung ist diese Leitlinie eine unverrückbare Richtschnur ihrer Politik.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 19.04.05

Schmidt will Bundesausschuß zurückpfeifen
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt kündigt kritische Prüfung der neuen Richtlinie zur enteralen Ernährung an
BERLIN (hak). Der Protest von Patientenorganisationen und Fachverbänden scheint gefruchtet zu haben. Offenbar soll die Möglichkeit für Ärzte, enterale Ernährung zu verordnen, doch nicht so stark eingeschränkt werden, wie vom Gemeinsamen Bundesausschuß (G-BA) per Richtlinie gefordert.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005

80 Gene entdeckt, die an MS beteiligt sind
NEU-ISENBURG (eb). Forscher des Serono Genetics Institutes haben 80 Gene im Erbgut von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) entdeckt, die an entzündungs- und neurodegenerativen Prozessen beteiligt sind.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005

Neue Gentherapie gegen Bluterkrankheit
Wenn das Blut nicht gerinnt, werden selbst kleine Verletzungen zum Problem. Jetzt haben Forscher eine Gentherapie gegen die Erbkrankheit getestet.
NETZEITUNG.DE 19.04.05

Auch etwas fette Lebern werden transplantiert
Wegen Organmangels müssen Ärzte oft suboptimale Lebern übertragen / Recht hohe Bereitschaft zur Lebendspende
MÜNCHEN (wst). Die technischen Voraussetzungen für eine Leberübertragung haben sich zwar stetig verbessert, der Erfolg wird aber durch fehlende Organe geschmälert: Ärzte müssen oft suboptimale Organe verwenden, und die Empfänger sind bereits oft in einem für den Eingriff kritischen Zustand.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005

Organspende mit fremder Blutgruppe
An der Berliner Charité konnte einer 50-jährigen Dialysepatientin aus Brandenburg die Niere ihres Ehemannes eingepflanzt werden, obwohl er eine unverträgliche Blutgruppe hat.
TAGESSPIEGEL 19.04.05

Medizin-Sensation: Neue Niere trotz anderer Blutgruppe
Neues Gerät in der Charité filtert Antikörper aus dem Blut - Organtransplantation erfolgreich verlaufen
von Tanja Kotlorz
DIE WELT 19.04.05
 


18. April

Risiken von Medikamenten nach wie vor unterschätzt
Saarbrücken - Die Risiken von Arzneimitteltherapien werden in Deutschland nach Einschätzung von Experten sowohl von Ärzten als auch von Patienten unterschätzt.
WEB.DE 18.04.05

Euthanasie-Kits in belgischen Apotheken erhältlich
BRUESSEL. Seit Mitte April können belgische Ärzte in den 250 Apotheken der Multipharma-Kette des Landes Medikamenten-Sets zur aktiven Sterbehilfe erwerben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Belgien - Gesetz zur Sterbehilfe vom 28.Mai 2002
Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Geplante Neuregelung zur künstlichen Ernährung in der Kritik
BERLIN/HAMBURG. Experten kritisieren scharf den Plan des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten und Krankenkassen, die Erstattung einer künstlichen Ernährung bei schwerkranken und behinderten Menschen deutlich einzuschränken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Alternativmediziner fordern Forschungsförderung mit Mitteln der Europäischen Union
BRUESSEL. Eine von zwölf Wissenschaftlern aus sieben Ländern gegründete Initiative zur Komplementär- und Alternativmedizin, EURICAM (European Research Initiative on Complementary and Alternative Medicine), fordert, Forschungsmittel für diesen Bereich aus dem Fördertopf der Europäischen Union (EU) zur Verfügung zu stellen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen vorgelegt
BERLIN. In die Debatte um Patientenverfügungen kommt wieder Bewegung. Nachdem Justizministerin Brigitte Zypries Ende Februar ihren Gesetzentwurf zur Regelung von Patientenverfügungen zurückgezogen hatte, verfasste jetzt der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Joachim Stünker, einen neuen Entwurf eines „3. Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts“, der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Union will klinische Forschung in Deutschland stärken
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/BES) Für die Stärkung der klinischen Forschung in Deutschland tritt die CDU/CSU-Fraktion in einem Antrag (15/5246) ein. In den vergangenen Jahren habe diese Forschung hierzulande an Leistungsfähigkeit verloren, begründet die Union ihr Anliegen.
HIB 109/2005 18.04.2005

Für den Notfall richtig vorbeugen
Eine korrekte Patientenverfügung ist rechtlich bindend - Experten warnen vor Musterformularen
von Nando Sommerfeldt
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo sorgte auch hierzulande für Aufregung. Plötzlich ist das Thema Sterbebegleitung und Patientenverfügung wieder in aller Munde.
DIE WELT 18.04.05

Auch die Vorsorgevollmacht ist unverzichtbar
Es ist dringend zu empfehlen, die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht für Gesundheitsfragen zu kombinieren.
DIE WELT 18.04.05

Palliativmedizin: Geborgenheit bis zuletzt
Deutsche Krebshilfe stellt neue Broschüre vor
Bonn, 18. April 2005, Bonn (ct) - Krebs-Patienten, die nicht mehr geheilt werden können, haben ein Recht auf umfassende Hilfe und Unterstützung. Die Möglichkeiten, die letzte Phase des Lebens lebenswert zu gestalten, stehen im Mittelpunkt neuen Broschüre 'Palliativmedizin' der Deutschen Krebshilfe.

Palliativmedizin - ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interesierte
Deutsche Krebshilfe, "Blaue Reihe" Nr. 57 Ausgabe 3/2005
36 Doppelseiten (1,2 MB)
 


17. April

Zypries: Volle Autonomie für die Patienten
Der Fall Terry Schiavo und Frankreichs Entscheidung, passive Sterbehilfe zuzulassen, haben in Deutschland die Debatte um einen Tod in Würde angeheizt. Michael Hesse sprach mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).
KÖLNER STATDANZEIGER 17.04.05

Die Geburt als Performance
In einer Berliner Galerie soll vor Publikum ein Kind zur Welt kommen
Ernst Corinth
Präparierte Menschenleichen als Ausstellungsobjekte und ein Papst, der sein Sterben öffentlich zelebriert, all das hat es schon gegeben. Doch nun stellt ein Berliner Künstlerpaar zum ersten Mal eine Geburt eines Kindes öffentlich zur Schau in einer Kunstgalerie und vor 30 geladenen Gästen.
TELEPOLIS 17.04.2005

Weiter zu Artikel vom 01.-15. April 2005

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