Presse
Pressespiegel 01.-15. Dezember 2004
Anzahl: 87 Artikel, Stand 18.12.04
15. Dezember
FDP nimmt die Qualität der Pflege in Deutschland unter die Lupe
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Die Qualität der ambulanten und stationären Pflege in Deutschland ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (15/4452). Ausgangspunkt des Interesses ist der erste Pflegebericht, den der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) im November vorgelegt hat.
HIB 310/2004 15.12.2004
Gentherapie gegen schwache Herzen
Information für muskelstärkendes Protein in Rattenherzen eingeschleust / Forscher des Universitätsklinikums Heidelberg mehrfach ausgezeichnet
Heidelberger Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Patrick Most ist es gelungen, eine wirksame Gentherapie gegen Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) im Tiermodell zu entwickeln.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Heidelberg 15.12.04
Unterschriftenaktion gegen Spätabtreibungen
Mit einer breit angelegten Aktion werden bis Ende Januar Unterschriften gegen Spätabtreibungen gesammelt. Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes ruft zur Beteiligung auf!
PRESSEMITTEILUNG Kolpingwerk 15.12.04
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: Krankenhäuser müssen bei Organspenden aktiver werden
Das Bundeskabinett hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Thema "Förderung der Organspende" befasst. Aus diesem Anlass erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt:
"Ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der Zahl der Organspender ist die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung zur Mitteilung potenzieller Organspender durch alle Krankenhäuser im Rahmen ihres Versorgungsauftrages.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 15.12.04
14. Dezember
Niederlande: Mediziner fordern Sterbehilfe für Babys
In den Niederlanden sollen künftig auch Säuglinge Sterbehilfe bekommen können - zumindest wenn es nach dem Willen von Ärzten geht. Mediziner aller acht Unikliniken des Landes haben die Erlaubnis verlangt, Neugeborene mit schweren Missbildungen töten zu dürfen
SPIEGEL ONLINE - 14.12.04
Holländische Ärzte fordern Sterbehilfe bei Babys
Amsterdam - Niederländische Ärzte fordern ein gesetz, das die Sterbehilfe bei Neugeborenen mit unheilbaren Krankheiten erlaubt.
PRESSETEXT.AUSTRIA 14.12.04
Dutch consider infant euthanasia
By Geraldine Coughlan
Doctors in the Netherlands are calling for new laws allowing them to end the lives of newborn babies with intolerable and incurable illnesses.
BBC News, The Hague 14.12.04
"Im akademischen Diskurs gibt es kein Tabu"
Gestern hielt der umstrittene australische Philosoph Peter Singer eine Vorlesung an der Düsseldorfer Uni. KollegInnen werfen ihm vor, behinderten Menschen das Lebensrecht abzusprechen. Dekan Dieter Birnbacher hat Singer eingeladen
TAZ 14.12.04
Dazu Positionen von Dieter Birnbacher zur Selektion:
Selektion am Lebensbeginn - ethische Aspekte
Kongreß für Philosophie, Konstanz, 4.-8.10.99, Referat am 07.10.99 von Dieter Birnbacher
"Selektion" ist im Zusammenhang mit "Patientenselektion" - etwa bei der Auswahl von Patienten für klinische Versuche oder bei knappen Behandlungsmöglichkeiten - in der Medizin ein eingeführter und weitgehend neutral verwendeter Begriff.
Brandenburgs Regierung gegen Sterbehilfe
POTSDAM (ddp). Die Zulassung aktiver Sterbehilfe wird von der brandenburgischen Landesregierung abgelehnt.
Ärzte Zeitung, 14.12.2004
Ursachen und Auswirkungen von Schwangerschaften bei Teenagern erläutern
Familie/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/SAS) Als ein alarmierendes Problem bezeichnet die CDU/CSU-Fraktion Teenagerschwangerschaften bei unter 15-Jährigen, die sie ins Zentrum einer Kleinen Anfrage (15/4441) gestellt hat. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen, die 1996 noch 4.724 betragen habe und bis 2003 auf 7.645 angestiegen sei, gebe Anlass, sich ausführlicher mit den Ursachen und Auswirkungen von Teenagerschwangerschaften zu beschäftigen.
HIB 308/2004 14.12.2004
Markls Kopfwäsche
Der Biologe hält den Menschen für einen vielschichtigen Palimpsest mit immer neuen offenen Lesarten
Von Stefan Rehder
Hubert Markl ist wieder da. Zuletzt war es um den Biologen ungewöhnlich still geworden. Zu Beginn dieses Jahrzehnts war das noch ganz anders.
DIE TAGESPOST vom 14.12.2004
13. Dezember
'Dies ist ein Angriff auf die Menschenwürde'
Heftige Proteste wegen Auftritt von Peter Singer in Düsseldorf - Singer fordert Tötung von Säuglingen und behinderten Menschen - "Skandal, dass ein solcher Philosoph eine Öffentlichkeit bekommt"
KATH.NET 13.12.04
Fetisch Lebensverlängerung?
Florian Rötzer
Eine agile 80-jährige britische Philosophin und Medizinethikerin meint, pflegebedürftige Alte sollten sich umbringen, um nicht der Gesellschaft zur Last zu fallen
TELEPOLIS 13.12.2004
Fragen stellen, nicht beantworten
singer-vorlesung
Kommentar von Annika Joeres
Als Peter Singer 1989 an die Dortmunder Uni eingeladen wurde, gab es einen Sturm der Entrüstung.
TAZ 13.12.04
Vorhang auf: Umstrittene Ethik
Heute hält der umstrittene australische Wissenschaftler Peter Singer eine Vorlesung an der Düsseldorfer Uni. KollegInnen werfen ihm vor, behinderten Menschen das Lebensrecht abzusprechen
von Annika Joeres
TAZ 13.12.04
Knochen aus dem Drucker: Mediziner und Ingenieure entwickeln maßgeschneiderte Implantate aus naturidentischem Material
Mit einer neuen Technik können deutsche Forscher Implantate herstellen, die aus dem gleichen Material bestehen wie natürlicher Knochen.
WISSENSCHAFT.DE 13.12.04
Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin'
13.12.2004: Öffentliche Anhörung zum Thema "Prioritätensetzung im Gesundheitswesen"
Prioritätensetzung im Gesundheitswesen
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" veranstaltete am 13. Dezember 2004 eine öffentliche Anhörung zu Fragen der Prioritätensetzung im Gesundheitswesen.
Vor dem Hintergrund erheblicher Finanzierungsprobleme im deutschen Gesundheitssystem beschäftigt sich die Kommission mit Aspekten der Mittelvergabe im Gesundheitswesen. Sie will der Frage nachgehen, wie (knappe) Ressourcen im Gesundheitswesen angemessen zu verteilen sind. Eingeladen waren Expertinnen und Experten aus Dänemark, Großbritannien, Israel, den Niederlanden, Österreich, Schweden und der Schweiz, die über die Erfahrungen mit der Ressourcenallokation und Prioritätensetzung im Gesundheitswesen in ihrem Land berichteten und Empfehlungen an die deutschen Gesprächspartner geben sollten.
Unter dem Link finden Sie die Liste der Expertinnen und Experten, den Fragenkatalog und die Stellungnahmen.
Sachsen-Anhalt klagt gegen Gentechnik-Gesetz
MAGDEBURG (dpa). Das CDU/FDP-regierte Bundesland Sachsen-Anhalt, das sich als Vorreiter der Biotechnologie in Deutschland sieht, bereitet eine Verfassungsklage gegen das Gentechnik-Gesetz vor.
Ärzte Zeitung, 13.12.2004
Zuzahlungen zu hoch - viele Aids-Kranke brechen Therapie ab
Höhere Gebühren können sich vor allem Sozialhilfeempfänger nicht mehr leisten
HANNOVER (cben). Viele Aids-Kranke in Niedersachsen brechen ihre Therapie ab oder legen eine Behandlungspause ein. Die Gründe: höhere Rezeptgebühren, Selbstzahlermedikamente, Praxisgebühr und Zuzahlungen bei den Fahrtkosten.
Ärzte Zeitung, 13.12.2004
Ganz der Papa – oder?
Die Regierung will Männern verbieten, einen Vaterschaftstest machen zu lassen, wenn die Mutter das nicht will
Von Kathrin Schich
TAGESSPIEGEL 13.12.04
11. Dezember
Krankenkassen sollen künstliche Befruchtungen finanzieren
Weil Krankenkassen die Kosten für künstliche Befruchtungen nicht mehr voll tragen, beschäftigen sich jetzt die Gerichte mit dem Thema. Mehr als ein Dutzend Ehepaare haben Klage eingereicht.
SPIEGEL ONLINE - 11.12.04
ISL bezog Position zu Singer.
Heidelberg (kobinet) Auf der gestrigen Pressekonferenz in Heidelberg zum bevorstehenden Auftritt von Peter Singer stellten die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Veranstalter, das Deutsch-Amerikanische Institut ihre unterschiedlichen Positionen vor Vertretern der örtlichen Presse dar.
KOBINET 11.12.04
10. Dezember
Kein Podium für den Tötungsphilosophen Peter Singer!
Anläßlich der heute beginnenden Heidelberger Tagung mit Peter Singer erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Hubert Hüppe:
Der Bioethiker Peter Singer befürwortet die Freigabe der Tötung von Säuglingen, insbesondere von behinderten Säuglingen, bis 28 Tage nach der Geburt. Dies hat er in einem SPIEGEL-Interview vor drei Jahren nochmals bekräftigt.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe 10.12.04
Patientenverfügung: Konkret, schriftlich, zeitnah
Jachertz, Norbert
Patientenverfügungen sollen zwar verbindlich werden,
doch entbinden sie den Arzt nicht von der Prüfung im Einzelfall.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3390
Patientenwille
Blöß, Timo
90 Prozent der Patienten verfassten keine Verfügung und vertrauten darauf, dass die Ärzte am Ende ihres Lebens die richtigen Entscheidungen träfen, schätzt Prof. Dr. med. Christof Müller-Busch.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3390
Ethikkommissionen: Problem der Haftung weiter ungelöst
Klinkhammer, Gisela
Mit der zwölften AMG-Novelle, Biobanken und klinischen
Studien an nichteinwilligungsfähigen Notfallpatienten beschäftigte sich der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3392
Forschung in Europa: Verstärkte Anstrengungen
Krüger-Brand, Heike E.
Die Vorbereitungen für das 7. Europäische Forschungsrahmenprogramm haben begonnen. Die Ziele sind hoch gesteckt, die zu bewältigenden Probleme groß.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3394
Ärztliche Gutachten: Feigenblatt für die Abschiebung
Korzilius, Heike; Rabbata, Samir
Immer häufiger entscheiden ärztliche Stellungnahmen über den Ausgang ausländerrechtlicher Verfahren. Die Gutachter drohen dabei zwischen die Fronten zu geraten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3398
Ärzte als inoffizielle Mitarbeiter: Im Dienste der DDR-Staatssicherheit
Weil, Francesca
Viele der als inoffizielle Mitarbeiter angeworbenen Ärzte verletzten in ihren Berichten an das Ministerium für Staatssicherheit die ärztliche Schweigepflicht.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3405
US-Bischöfe begrüßen Unterzeichnung von Abtreibungs-Gewissensklausel
Die neue Gewissensklausel schützt Ärzte, Krankenschwestern, und im Gesundheitswesen tätige Menschen, die nicht an Abtreibungen beteiligt sein wollen.
KATH.NET 10.12.04
Forscher optimieren Impfstoff gegen Krebs
Fast 30 Prozent der geimpften Tumorpatienten leben länger als Ungeimpfte / Gedächtniszellen werden reaktiviert
HEIDELBERG (bd). "Bösartige Tumoren haben viele Antigene und viele Escape-Mechanismen. Man muß ihnen deshalb mit einem sehr breiten Konzept zu Leibe rücken", sagt der Immunologe Professor Volker Schirrmacher vom Heidelberger Krebsforschungszentrum zur "Ärzte Zeitung". Nach 15jähriger klinisch-anwendungsorientierter Forschungsarbeit scheint ihm und seinen Kooperationspartnern in Kliniken nun die Optimierung einer Tumorimpfung gelungen zu sein
Ärzte Zeitung, 10.12.2004
Zehn Minuten für die Organspende
Anonyme Internet-Umfrage analysiert Beweggründe für oder gegen Organspende / Projekt der Abteilung Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg
Sind Sie bereit, ihre Organe nach dem Tod zu spenden? Würden Sie auch zu Lebzeiten einem Freund oder Verwandten als Organspender zur Verfügung stehen? Vor allem: Was motiviert zur Organspende, was hält davon ab? Diesen Fragen geht eine Projektgruppe der Abteilung Medizinische Psychologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf Verres) im Internet nach: Unter www.organspendeumfrage.uni-hd.de sind alle Interessenten und Internetnutzer aufgerufen, ihre Einstellung in einem neunseitigen Internet-Fragebogen zum Thema Organspende anonym mitzuteilen.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Heidelberg 10.12.04
09. Dezember
Australischer Philosoph stellt Lebensrecht Behinderter in Frage
Der australische Philosoph Peter Singer spricht am Wochenende in Heidelberg über die menschliche Würde. Vor 15 Jahren wurde ihm ein Auftritt verboten, weil er das Lebensrecht behinderter Menschen in Frage stellt.
NETZEITUNG.DE 09.12.04
"Wir wollen Patienten Sicherheit geben"
Justizministerin Zypries über Sterbehilfe, Prozesskosten und Gerichtsreform
BERLINER ZEITUNG 09.12.04
Großbritannien: Das Inselparadies der Stammzellforschung
Während Deutschland nach wie vor das Für und Wider abwägt, ist es Forschern in Großbritannien bereits erlaubt: die Erzeugung von menschlichen Stammzellen und -seit August - sogar das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken. Warum sind die Stammzellen überhaupt interessant? Warum von München nach Newcastle umziehen?
PRESSEMITTEILUNG Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. 09.12.04
Das Hühner-Genom ist entziffert
Internationales Forscherteam präsentiert erstmals DNA-Sequenz eines Vogels - Schätzungsweise 23 000 Gene
von Sonja Kastilan
DIE WELT 09.12.04
Organtransplantation im sunnitischen Islam erlaubt
Kairo (AFP) - Der höchste Würdenträger des sunnitischen Islam hat seinen Widerstand gegen die Transplantation von Organen aufgegeben und derartige Operationen für vereinbar mit der Religion erklärt.
YAHOO NEWS 09.12.04
08. Dezember
Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen nicht widersprechen
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/BOB) Die Bundesregierung soll der Förderung der Forschung an embryonalen Stammzellen aus Mitteln des europäischen Forschungsrahmenprogramms nicht widersprechen, sofern bedeutende Forschungsziele zur Entwicklung von Therapien gegen schwere Krankheiten die Forschung rechtfertigen. Dies geht aus einem Antrag (15/4430) der FDP-Fraktion hervor.
HIB 304/2004 08.12.04
Das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union unbürokratisch und effektiv gestalten
Drucksache 15/4430, 01.12.2004
Antrag der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Dr. Karl Addicks, etc.,
Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP
ödp bittet Stoiber und Thierse um Unterstützung: Bundesregierung will Forscher auszeichnen, der etwas tut, was nach deutschem Recht verboten ist
„Preisverleihung an Vater des Klonschafs Dolly muss verhindert werden. Forscher hat Lizenz zum Klonen von Menschen“
PRESSEMITTEILUNG ödp-Bayern 08.12.2004
EU-Minister wollen Studien an Kindern fördern
BRÜSSEL (spe). Die Gesundheitsminister der Europäischen Union begrüßen den Vorschlag der EU-Kommission, die Pharmaindustrie zur Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln speziell für Kinder zu verpflichten.
Ärzte Zeitung, 08.12.2004
Britische Ärzte verlangen Ächtung von Gen-Waffen
Ärztevertreter fordern USA zu mehr Transparenz auf
LONDON (ast). Der britische Ärztebund (British Medical Association, BMA) hat Politiker in aller Welt aufgefordert, wirkungsvoller als bisher gegen die Entwicklung neuer gentechnischer Massenvernichtungswaffen vorzugehen.
Ärzte Zeitung, 08.12.2004
07. Dezember
Mangelnde Betreuung in amerikanischen Pflegeheimen
WASHINGTHON. In amerikanischen Altenheimen sterben jährlich tausende Patienten an Fehlernährung und Dehydration. Das ergab eine Untersuchung der amerikanischen Tageszeitung „Detroit News“, die landesweit für Schlagzeilen sorgt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.12.04
In-vitro-Fertilisation: Transfer von einem Embryo vermindert Komplikationsrisiko
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.12.04
Erfolge mit einer Gentherapie gegen Parkinson
Im Tierversuch schützt ein Eiweiß die Gehirnzellen
Eine Form der Gentherapie, die Schweizer Mediziner für die Behandlung der Parkinson-Krankheit entwickeln wollen, hat sich bei ersten Tests an Ratten bewährt.
BERLINER ZEITUNG 07.12.04
Erstmals Affen-Embryos geklont
Organersatz aus embryonalen Stammzellen
Pittsburgh, Pennsylvania - Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern an der Pittsburgh School of Medicine gelungen, Affenembryos zu klonen und Stammzellen zu entnehmen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 07.12.04
Frankreich sucht Organspender
"Alliance O" soll die Zahl der Spendenwilligen erhöhen
Von Suzanne Krause
Es gibt rund 10.000 Nierenkranke in Deutschland, die ohne Blutwäsche - ohne Dialyse also - nicht überleben könnten. Die Alternative zur Dialyse wäre eine neue Niere für die Patienten. Aber Organspender sind rar. So werden in Deutschland jährlich nur rund 2.400 Nieren transplantiert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine neue Niere beträgt sechs Jahre. Ähnlich ist die Situation auch in anderen europäischen Staaten. In Paris wurde deshalb ein europäisches Programm gestartet: Alliance-O heißt es, O wie Organspende.
DEUTSCHLANDFUNK 07.12.04
31 700 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2004
Wiesbaden – Im dritten Quartal 2004 wurden in Deutschland knapp 31 700 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet und damit knapp 300 oder 0,9% mehr als im dritten Quartal 2003 (31 400).
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 07.12.04
06. Dezember
Jungfernzeugung mit menschlichen Eizellen gelungen
LONDON (ple/mut). Forschern ist es gelungen, in unbefruchteten menschlichen Eizellen die Embryonalentwicklung anzustoßen. Damit wollen die Forscher jetzt embryonale Stammzellen gewinnen.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Bundestag gibt grünes Licht für Biopatente
BERLIN (HL). Mit mehrjähriger Verzögerung und nach Einleitung eines Klageverfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof hat der Bundestag in dritter Lesung der nationalen Umsetzung der europäischen Biopatentrichtlinie zugestimmt.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Pflegekassen sollen weiter zahlen
BERLIN (ric). Die Kosten für die medizinische Behandlungspflege in Heimen sollen weiterhin die Pflegekassen tragen: Einen entsprechenden Änderungsantrag hat die Regierungskoalition im Gesundheitsausschuß des Bundestages eingebracht.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Schmerzmanagement - Expertenstandard setzt sich in der Pflege durch
JENA (dür). Mehr als 90 Prozent der Patienten können schmerzfrei sein oder ihre Schmerzen als erträglich empfinden, wenn das Pflegepersonal speziell auf den Umgang mit Schmerzpatienten vorbereitet ist. Dazu gehört jedoch auch, daß Patienten lernen, sich dem Personal mitzuteilen.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Palliativprojekt Support steht schon wieder vor dem finanziellen Aus
Unterstützung endet in wenigen Wochen
GÖTTINGEN (pid). Das vielfach preisgekrönte Projekt Support zur ambulanten Versorgung todkranker Krebspatienten in Südniedersachsen bangt schon wieder ums Überleben. Noch immer ist ungeklärt, ob das bundesweit vielbeachtete Projekt im nächsten Jahr weitergeführt werden kann.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
04. Dezember
Die Liberalen ohne Substanz
reh
Die Union ist nicht zu beneiden. Denn ihr potenzieller Koalitionspartner, die FDP, gibt seit langem ein erbärmliches Bild ab. Viel Show, wenig Substanz. Wie wenig, wurde erst am Donnerstag wieder deutlich, als die Liberalen eine von ihnen beantragte „Aktuelle Stunde“ im Bundestag nutzten, um im Fahrwasser des Schweizer Referendums die Novellierung des deutschen Stammzellgesetzes zu fordern.
DIE TAGESPOST vom 04.12.2004
Unbefruchtete Eizellen als Lösung?
Forscher suchen alternative Wege zur Gewinnung von Stammzellen
von Sonja Kastilan
DIE WELT 04.12.05
Der gläserne Patient im Alpenland
Brigitte Zarzer
Österreichs Regierung bereitet ein Gesetz vor, das den Bürger de facto entmündigt
Unter dem sperrigen Titel Gesundheitstelematikgesetz wird in Österreich die Rechtgrundlage zum umfassenden Austausch sensibler Personendaten geschaffen. Gesundheitsdienstanbietern soll der Zugriff auf sämtliche Gesundheitsdaten unkontrolliert ermöglicht werden. Österreichs Opposition und Datenschutz-Aktivisten sind empört.
TELEPOLIS 04.12.2004
Zukunftsvision: Bis 1.000 Jahre alt werden
SENS-Projekt erlaubt Altern ohne Verfall
London/Cambridge - Bis an die 1.000 Jahre will der Genetiker Aubrey de Grey den Menschen werden lassen.
PRESSETEXT. AUSTRIA 04.12.04
03. Dezember
EU-Richtlinie: Bundestag verbietet Patente auf menschliche Gene
Der Bundestag hat die Umsetzung der europäischen Biopatentrichtlinie beschlossen. Das Gesetz verbietet das Klonen von Menschen, den Eingriff in das menschliche Erbgut und Stoffpatente auf menschliche Gene. Im Gegenzug können genetische Veränderungen bei Tieren und Pflanzen patentiert werden.
SPIEGEL ONLINE - 03.12.04
Biopatentgesetz im Bundestag verabschiedet
Mit den Stimmen von Koalition und Union hat der Bundestag am Freitag das Biopatentgesetz verabschiedet. Die FDP stimmte gegen den Entwurf.
NETZEITUNG.DE 03.12.04
Gendiagnostikgesetz: Genbuden sollen nur als Horrorszenario existieren
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Die Regierung will den Umgang mit Gentests gesetzlich regeln.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 49 vom 03.12.2004, Seite A-3305
Zügige Umsetzung des Gentestgesetzes gefordert
Klinkhammer, Gisela
Eine positive Bilanz zieht die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) aus ihrem bundesweiten gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführten Gentestscreening.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 49 vom 03.12.2004, Seite A-3305
Nachgefragt
Interview mit Prof. Dr. med. Jörg- Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer zum geplanten Gentestgesetz
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 49 vom 03.12.2004, Seite A-3306
Stammzellforschung: Patt in Europa
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Die Europäische Kommission beabsichtigt nicht, bei der Forschungsfinanzierung eine Stichtagsregelung für die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen einzuführen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 49 vom 03.12.2004, Seite A-3293
FDP scheitert mit Lockerung von Stammzellengesetz
Berlin - Die FDP ist mit ihrer Forderung nach einer Lockerung des deutschen Stammzellengesetzes im Bundestag auf breite Ablehnung gestoßen.
BERLINER MORGENPOST 03.12.04
Psychiatrische Genetik: Fortschritte in der Ursachenforschung affektiver und schizophrener Störungen
Nöthen, Markus M.; Rietschel, Marcella; Propping, Peter; Maier, Wolfgang
Affektive und schizophrene Störungen sind häufige psychische Störungen, zu deren Entwicklung genetische Faktoren maßgeblich beitragen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 49 vom 03.12.2004, Seite A-3343
Bulmahn: "Genomforschung gegen Volkskrankheiten nutzen"
Projekte für zweite Runde des Nationalen Genomforschungsnetzes vorgestellt
Das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN) wird in seiner zweiten Förderphase noch stärker auf die Bekämpfung der großen Volkskrankheiten konzentriert.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 03.12.04
‚Pille danach’ bleibt in Deutschland rezeptpflichtig
Der Bundesverband Lebensrecht bezeichnete die Entscheidung als „Sieg der Vernunft“. Die von Pro Familia vehement erhobene Forderung sei damit gescheitert.
KATH.NET 03.12.04
02. Dezember
Stammzellen ohne tote Embryos
Eines der größten ethischen Probleme der Medizin ist möglicherweise bald gelöst. Britische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich embryonale Stammzellen gewinnen lassen, ohne lebensfähige Embryos züchten und vernichten zu müssen.
SPIEGEL ONLINE - 02.12.04
Jungfräuliche Stammzellen
Mit neuer Methode könnten die embryonalen Alleskönner aus unbefruchteten Eizellen gewonnen werden
Britische Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, embryonale Strammzellen aus unbefruchteten menschlichen Eizellen zu gewinnen:
WISSENSCHAFT.DE 02.12.04
Herstellung von Leberzellen: 600 000 € Förderung für Stammzellforschung
Ein neuartiges Verfahren zur Gewinnung von menschlichen Leberzellen wollen Forscher und Ärzte aus Niedersachsen jetzt mit Hilfe des BMBF-Förderschwerpunktes BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" entwickeln. Die Zellen sollen im Reagenzglas aus Stammzellmaterial reifen und in Zukunft zur Behandlung schwerer Lebererkrankungen eingesetzt werden.
PRESSEMITTEILUNG BioRegioN - Biotechnologie Niedersachsen 02.12.04
Sterbehilfegesetz in Frankreich schafft mehr Klarheit für Ärzte und Patienten
PARIS (DDB). Einstimmig hat das französische Parlament am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Regeln zur Sterbehilfe modifiziert. Obwohl die aktive Sterbehilfe weiterhin strafbar bleibt, steht jedem Todkranken das Recht auf einen würdigen Tod zu.
Ärzte Zeitung, 02.12.2004
Feige deutsche Politik
Frankreich macht vor, wie passive Sterbehilfe geregelt sein sollte
Kommentar von Christian Rath
Das neue französische Gesetz zur Sterbehilfe ist vernünftig.
TAZ 02.12.04
Euthanasie - Die Lüge vom guten Tod
Sterbehilfe wird hoffähig. Lange war sie in Deutschland tabu. Denn die Kirchen prägten das Klima durch ihr Nein. Sie protestierten schon gegen die Tötungsaktionen des Nazi-Regimes.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 49, 02.12.2004
Anm.: Hier gibt es mehrere lesenswerte Beiträge zum Thema.
Lübecker Genexperiment: Versteckter Meilenstein
Autor: Eckart Klaus Roloff
"Ein Meilenstein ist das“, sagt Klaus Diedrich, Professor für Geburtshilfe in Lübeck, und meint das Ergebnis eines seltenen Experiments. Unter seiner Assistenz kam ein offenbar gesunder Junge zur Welt, dessen Eltern die Anlage zu ein und derselben schweren und unheilbaren Erbkrankheit haben.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 49, 02.12.2004)
Auszug aus dem Bundestags-Plenarprotokoll zur Aktuellen Stunde auf Verlangen der Fraktion der FDP zum Thema:
"Haltung der Bundesregierung zur Forschung an embryonalen Stammzellen nach der Volksabstimmung
in der Schweiz und den damit verbundenen Auswirkungen für die Forschung in Deutschland"
20-seitiger Auszug aus dem Stenografischer Bericht der 145. Sitzung, Berlin, Donnerstag, den 2. Dezember 2004 (434 kb)
01. Dezember
Gesetzentwurf zum Biopatentrecht mit breiter Mehrheit angenommen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Der Rechtsausschuss hat am Mittwochvormittag den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen (15/1709) mit der Mehrheit der Stimmen von SPD, CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen angenommen.
HIB 296/2004 01.12.04
Biopatente: Einschränkung im Gesetzentwurf klarer Fortschritt
Anläßlich der heutigen Ausschuss-Voten zum Biopatent-Gesetzentwurf der Bundesregierung erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die heute in den Ausschüssen beschlossenen Änderungen sind ein klarer Fortschritt.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe MdB CDU, 01.12.04
Bundesregierung will Gentest-Gesetz im kommenden Jahr einbringen
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antwort
Berlin: (hib/BES) Die Bundesregierung plant eine umfassende gesetzliche Regelung über genetische Untersuchungen bei Menschen. Ein Gesetzentwurf hierzu soll 2005 "so rechtzeitig" in den Bundestag eingebracht werden, dass das betreffende Gesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden kann, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (15/4221) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/4012).
HIB 295/2004 01.12.04
Anm.: In der Anfrage geht es hauptsächlich auch um Fragen zu Massen-Gentests der Kaufmännischen Krankenkasse, bei der sich 6000 Versicherte auf die erbliche Stoffwechselkrankheit Hämochromatose haben untersuchen lassen.
Massen-Gentests bei Krankenkassen
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Gisela Piltz, Detlef Parr, Daniel Bahr
(Münster), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 15/4012 –
Drucksache 15/4221, 16.11.2004
"In Deutschland wird leider sehr gern und häufig geklagt"
Ministerin Zypries zu Justizreform und Patientenrecht (Anm.C.F.: und um Patientenverfügungen)
von Ansgar Graw
DIE WELT 01.12.04
Pariser Parlament schreibt „Recht zum Sterben lassen“ fest
PARIS. Die Pariser Nationalversammlung hat eine Neuregelung der Sterbehilfe in Frankreich verabschiedet, die ein „Recht zum Sterben lassen“ festschreibt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.12.04
Britisches Gericht zur Sterbehilfe in der Schweiz
Ein Ehemann riskiert Klage wegen Beihilfe
Mr. London, 1. Dezember Das britische Obergericht in London hat am Dienstagabend entschieden, dass eine ältere Britin das Recht habe, nach Zürich zu reisen, um in der Wohnung der Sterbehilfeorganisation Dignitas den Freitod zu wählen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 01.12.04
Terroropfer in Israel klagt auf Sterbehilfe
TEL AVIV (dpa). Ein aus der Schweiz stammendes Terroropfer will in Israel vor Gericht das Recht auf Sterbehilfe durchsetzen. Israelische
Ärzte Zeitung, 01.12.2004
Stammzellen im Gehirn erneuern Nervengewebe
Untersuchungen an Mäusen mit Hirnschäden
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 01.12.04
M. Alzheimer - ohne Frühdiagnostik keine Therapie-Erfolge
Forscher erarbeiten Strategien, um den schleichenden Gedächtnisverlust früher als bisher entdecken und Kranke damit besser behandeln zu können
Für viele Menschen ist es eine Horror-Vorstellung: Das Gedächtnis wird schlechter, das Denken und Sprechen fällt immer schwerer, man verhält sich unangepaßt, man hat auch immer mehr Schwierigkeiten, sich im Haus und draußen zu orientieren - und man kann nichts dagegen tun! Die Rede ist von Demenz, speziell der Alzheimer-Demenz, der häufigsten Form dieser Erkrankung.
Ärzte Zeitung, 01.12.2004
Vergreisung durch Stress
Eine amerikanische Studie bringt es an den Tag: Psychischer Stress beschleunigt den Alterungsprozess. Der Grund ist das Erbgut
ZEIT.de 01.12.2004
Österreich: Sozialisten wollen Bannmeilen um Abtreibungskliniken
SPÖ beschloss, den Pro-Abtreibungskurs zu verschärfen - Lebensschützer soll das Recht auf Demos in der Nähe von Abtreibungskliniken verwehrt werden - Einschränkung der Meinungsfreiheit?
KATH.NET 01.12.04
Österreichische Bioethiker kritisieren Fortpflanzungsmedizingesetz
Lässt sich die Regierung „für die Einzelinteressen einer kleinen Gruppe von Reproduktionsmedizinern instrumentalisieren“, fragt das „Imabe“-Institut.
KATH.NET 01.12.04
'Gesetzliches Tötungsgebot ist eine Schande für Österreich'
Katholischer Familienverband Steiermark zur Novelle des Fortpflanzungsgesetzes: "Tötungsgebot nicht abgeschafft, sondern lediglich die Galgenfrist zur Tötung des jungen Menschenlebens auf zehn Jahre verlängert"
Graz (www.kath.net) "Mit dem heute im parlamentarischen Justizausschuss geplanten Beschluss der Regierungsvorlage über eine Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes wird eine wichtige Chance vertan, gesetzliches Unrecht in Österreich zu beseitigen."
KATH.NET 01.12.04
Insel der Hoffnung
Von Cori Lok
Vor elf Jahren erlitt Benedikt Arnason einen Herzinfarkt. Jetzt besucht er alle zwei Wochen eine Vorstadtklinik von Reykjavik. Die Mediziner dort dokumentieren seine Fortschritte als Teilnehmer einer Studie mit einem neuen Medikament: Drei Jahre nach Arnasons Herzinfarkt startete das isländische Unternehmen deCode Genetics eine landesweite Jagd auf Gene, die Herzerkrankungen, Diabetes oder Asthma zu Grunde liegen.
Technology Review Nr. 12/2004 Dezember 2004
Organlebendspende: Routine - Tabubrüche - Systemtragik
Der Mensch, der in Narkose vor dem Operateur auf dem OP-Tisch liegt, ist nicht sein Patient, er ist ein Gesunder, in Top-Form, wie eingehende Voruntersuchungen ergeben haben. Von einer Arzt-"Patient"-Beziehung kann nicht die Rede sein. Das Paradoxon des geplanten Eingriffs liegt in der Tatsache, dass gerade die Gesundheit des Menschen, der operiert wird, die Indikation für die Operation darstellt. Das Szenario enthält noch einen weiteren makabren Akzent: Das Organ, das der Operateur entfernt, beispielsweise eine Niere, ist völlig intakt. Der ärztlich vollzogene verstümmelnde Eingriff an einem Menschen ohne therapeutische Intention fällt in die Kategorie fundamentaler Herausforderungen medizinethischer Grundprinzipien. Gibt es, so fragt Linus S. Geisler, eine valide Legitimation dafür, dass der Arzt, als "Leibwächter" des Menschen, mit Zustimmung des Geschädigten zum Schädiger des Leibes werden darf?
Beitrag von Linus S. Geisler
Universitas, 59. Jahrgang, Nr. 702, Dezember 2004, S. 1214-1225
Patientenverfügungen – ein notwendiges und wirksames Instrument zur Stärkung der Patientenautonomie?
IMEW konkret Nr. 7, Dezember 2004
Gutachten "Ethikkommissionen in der medizinischen Forschung"
Gutachten im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland für die
Enquête-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“
des Deutschen Bundestages, 15. Legislaturperiode, vorgelegt von
Christian von Dewitz, Rechtsassessor, Geschäftsführer der Ethikkommission der
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Universitätsprofessor Dr. med. Dr. h.c. Friedrich C. Luft
Helios Klinikum Berlin, Franz-Volhard-Klinik Abt. Nephrologie und Hypertensiologie,
Universitätsprofessor Dr. iur. Christian Pestalozza, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Öffentliches Recht
des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin
360 Seiten (1,7 MB) Oktober 2004
Weiter zu Artikel vom 16.-31. Dezember 2004
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