Presse
Pressespiegel 01.-15. Dezember 2006
Anzahl: 111 Artikel, Stand 19.12.06
15. Dezember
Embryonenforschung: Der Stichtag soll fallen
Stehen wir derzeit erneut vor einer Debatte um die embryonale Stammzellforschung? Der Druck auf den Gesetzgeber aus den Reihen der Embryonenforscher wird jedenfalls immer größer.
TAZ 15.12.06
Mehr Stammzellen für die Forscher
Ministerin Schavan zeigt sich offen für Änderungen des Gesetzes
Jörg Michel
BERLIN. In der Politik mehren sich die Stimmen für Änderungen am strengen Stammzellgesetz. Gestern zeigte sich erstmals auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) dafür offen.
BERLINER ZEITUNG 15.12.06
Flach: Stichtagsverschiebung beim Stammzellgesetz verschiebt nur Konflikte
BERLIN. Zu den Berichten, wonach sich Bundesministerin Annette Schavan für eine Verschiebung des Stichtages beim Stammzellgesetz ausgesprochen habe, erklärt die Technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike Flach:
Der Vorschlag von Bischof Huber, auf den die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Forschungsministerin Annette Schavan nun einzuschwenken scheinen, bedeutet lediglich eine Verschiebung des Konfliktes.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB, FDP 15.12.2006
Stammzellen per Jungfernzeugung
Neues Verfahren kommt ohne Klontechnik aus
Wissenschaftler um George Daley vom Children's Hospital in Boston arbeiten an einer neuen Methode, individuelle embryonale Stammzellen zu züchten.
BERLINER ZEITUNG 15.12.06
Denkwürdige Befunde
Patientenverfügungen sollen für Ärzte verbindlich sein. Diese Forderung steht seit langem schon ganz oben auf der Agenda von Gesundheitspolitikern. Eine Studie jedoch zeigt, dass viele Patienten ihre Meinung ändern, wenn sie schwer erkrankt sind
Von Klaus-Peter Görlitzer
TAZ 15.12.06
Politik mit Zahlen
Befürworter von Patientenverfügungen verweisen gern auf Meinungsumfragen. Zum Beispiel die Deutsche Hospiz-Stiftung (DHS)
TAZ 15.12.06
Eine Reform, die verfassungsrechtliche Bedenken auslöst
Enger Zeitfahrplan für die parlamentarischen Beratungen zur Gesundheitsreform / Dritte Lesung am 19. Januar im Bundestag geplant
BERLIN (HL). Der Fahrplan für die parlamentarischen Beratungen zur Gesundheitsreform steht: Am 19. Januar wird der Bundestag in zweiter und dritter Lesung das Gesetz verabschieden, ab dem 15. Januar nimmt sich der Bundestags-Gesundheitsausschuß drei Tage Zeit, um mögliche Änderungen zu beraten.
Ärzte Zeitung, 15.12.2006
10.000 US-Forscher protestieren gegen Einmischung der Politik
Manipulationen und Zensuren von Wissenschaftsergebnissen an der Tagesordnung
PRESSETEXT.AUSTRIA 15.12.06
Pflegereform: Zeit zum Handeln
Hibbeler, Birgit
Im katholischen Alten- und Pflegeheim „Marienhaus“ in Essen geht es beschaulich zu – sollte man meinen. Doch mittlerweile ist es zu einer kuriosen Tradition geworden, dass auch Protestplakate und Transparente zum Bild gehören: Einmal im Jahr versammeln sich Mitarbeiter, Bewohner und deren Angehörige zu einer Demonstration und machen ihrem Ärger Luft.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 50 vom 15.12.2006
Immunregulation bei Transplantatempfängern
Demirci, Gülçin; Schlitt, Hans J.; Geissler, Edward K.
Die chronische Immunsuppression verhindert bei transplantierten Patienten Abstoßungsreaktionen, sie bedeutet jedoch gleichzeitig ein Risiko für die Entstehung opportunistischer Infektionen und maligner Erkrankungen. Die Konsequenz ist eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität und Lebenserwartung.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 50 vom 15.12.2006
14. Dezember
„Frau Schavan soll nicht feige sein“
Huber, Lehmann und die Stammzell-Debatte: Wolfgang Wodarg, Bioethik-Experte der SPD, sieht keinen Änderungsbedarf am Gesetz
Von Oliver Maksan
DIE TAGESPOST vom 14.12.2006
Kippt jetzt die Union?
Fraktion streitet heftig über Änderung des Stammzellgesetzes
Die aufkommende Debatte über die Stammzellforschung in Deutschland sorgt für lauten Streit in der Bundestagsfraktion der Union.
DIE TAGESPOST 14.12.06
Mit deutscher Gründlichkeit
Das Stammzellgesetz hat die Forschung abgewürgt. Es muss dringend geändert werden
Kommentar von Hartmut Wewetzer
TAGESSPIEGEL 14.12.2006
Vorschlag zur Ergänzung des Schwangerschaftsabbruchrechts aus medizinischer Indikation
Berlin/München - Für eine Änderung der gesetzlichen Vorschriften zum Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation haben sich die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ausgesprochen.
Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. 14.12.06
Vorschlag zur Ergänzung des Schwangerschaftsabbruchsrechts aus medizinischer Indikation
insbesonder unter Berücksichtigung der Pränataldiagnostik
Die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe schlagen gemeinsam die nachfolgenden Ergänzungen der Rechtsvorschrift zum Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation vor (14.12.2006)
37 Seiten (3,8 MB) im PDF-Format, veröffentlicht 14.12.06
Appell: Auch bei Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation obligate Beratung
Berlin/München - Die gesetzlichen Vorschriften zum Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation sollten geändert werden. Dafür haben sich die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.12.06
Selbstbeteiligung bei der künstlichen Befruchtung - Ärzte sehen die hohen Kosten für Paare kritisch
Von Angela Mißlbeck
Die Regelungen zur Kostenübernahme der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei künstlicher Befruchtung sollen zwar mit der aktuellen Gesundheitsreform nicht geändert werden. Doch die Kritik an der Eigenbeteiligung und den Einschränkungen, die im Jahr 2004 mit dem Gesundheitsmodernisierungs-Gesetz eingeführt wurden, ebbt nicht ab.
Ärzte Zeitung, 14.12.2006
Reise ins Glück
von Claus Hecking
Früher reisten deutsche Frauen heimlich ins Ausland, um abtreiben zu lassen - heute wollen sie dort schwanger werden. Künstliche Befruchtungen sind da billiger und erfolgreicher.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND FTD 14.12.06
Euthanasie-Debatte: Ein Römer kämpft um sein Todesurteil
Seit 33 Jahren leidet er unter einer fortschreitenden Muskelschwäche, inzwischen ist er fast vollständig gelähmt: Der Italiener Piergiorgio Welby kann seit 30 Jahren nicht mehr gehen, wird seit zehn Jahren künstlich beatmet. Nun hat der 60-Jährige nur noch einen Wunsch: Er möchte sterben dürfen.
SPIEGEL ONLINE - 14.12.06
23-Jähriger soll Selbstmördern Todespillen verkauft haben
Wuppertal - In einem bundesweit einmaligen Prozess muss sich ab Freitag ein 23-Jähriger vor dem Landgericht Wuppertal verantworten, einer Selbstmordgefährdeten über das Internet todbringende Medikamente verkauft zu haben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.12.06
USA: „Doktor Tod“ soll vorzeitig freikommen
Washington - Der als „Doctor Death“ bekannte US-Mediziner Jack Kevorkian soll im Juni auf Bewährung aus der Haft entlassen werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.12.06
Besserer Schutz bei grenzüberschreitenden Betreuungsfällen
Der Bundestag hat heute zwei Gesetze zum Haager Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen (Haager Erwachsenenschutzübereinkommen) verabschiedet. Die Gesetze verbessern den Schutz von Menschen bei grenzüberschreitenden Betreuungsverfahren.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministeriums der Justiz 14.12.06
Patient gesucht
Pharmakonzerne entdecken Selbsthilfeorganisationen als lukrativen Vertriebsweg. Von Martina Keller
DIE ZEIT, 14.12.2006 Nr. 51
Gendefekt macht schmerzfrei
LONDON (dpa). Eine seltene Genmutation macht unempfindlich gegen Schmerzen. Das Gen könne Ansatzpunkt für neue Schmerztherapien sein, berichten Forscher in der Fachzeitschrift "Nature".
Ärzte Zeitung, 14.12.2006
Neuer Chef an der Spitze der Organkommission
BERLIN (eb). Neuer Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer (BÄK) ist der Strafrechtler und Medizinjurist Professor Hans Lilie.
Ärzte Zeitung, 14.12.2006
"Organspende als Unterrichtsmodul": Universitätsklinikum und Max-Planck-Gymnasium starten Pilotprojekt in Niedersachsen
Transplantationskoordinator Ralf Werner entwickelt Unterrichtseinheit für Göttinger Schulen. Start am 19. Dezember 2006 im Max-Planck-Gymnasium
PRESSEMITTEILUNG Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen (IDW) 14.12.06
13. Dezember
USA: Kritik an Versuch mit embryonalen Stammzellen
Washington - Kritiker der Stammzellforschung und Abtreibungsgegner in den USA haben sich gegen einen Pionierversuch zur Behandlung eines sechsjährigen Jungen gewandt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.12.06
"An ethischen Grundsätzen festhalten"
„Wir sehen keinen Anlass zu einer Änderung des Embryonenschutzgesetzes.“ So unterstrichen der Vorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Thomas Dörflinger (MdB) und Bundesvorstandsmitglied Dr. Bernhard Mittermaier die Position des Kolpingwerkes.
PRESSEMITTEILUNG Kolpingwerk Deutschland 13.12.06
Stammzellen statt Ratten
Europaweite Chemikalienkontrolle mit Zellkulturen
Von Michael Lange
Forschungspolitik. - Die europäische Chemikalienverordnung REACH könnte viele zusätzliche Tierversuche nötig machen, um zu prüfen, welche Putzmittel, Kosmetika oder Industriechemikalien wie giftig sind. Als Alternative dazu könnten in Zukunft aber auch Stammzellen als Chemikalien-Tester fungieren. Am besten eignen sich dabei die umstrittenen Stammzellen aus menschlichen Embryonen.
DEUTSCHLANDFUNK 13.12.2006
Stammzellforschung: Absturz von den Sternen
Von Marco Evers
Der Südkoreaner Hwang Woo Suk war der Liebling seiner Nation, verehrt wie ein Popstar. Doch dann entpuppte er sich als dreister Fälscher - was ihm seine glühenden Fans gern verziehen.
SPIEGEL Online Jahres-Chronik 1/2006 - 13.12.06
Mehr Recht am eigenen Tod
Verfügungen: Bundestag will jahrelange Diskussion beenden
Jeder Mensch soll selbst bestimmen, welche medizinischen Maßnahmen er wünscht.
Von Marina Küchen
HAMBURGER ABENDBLATT 13.12.06
Italien: Entscheidung in Sterbehilfe-Fall verschoben
Nächste Woche wird entschieden, ob das künstliche Bearbeitungsgerät eines fast vollständig gelähmten Mannes auf dessen Wunsch abgeschaltet wird. In ganz Italien finden Solidaritätskundgebungen statt.
DIEPRESSE.COM 13.12.06
Der Mann, der einfach nicht sterben will
Todkrank hatte sich der New Yorker Satiriker Art Buchwald in ein Hospiz begeben. Nach fünf Monaten warf man ihn dort raus: Er ist einfach zu gesund. „Ich wusste nicht, dass Sterben so viel Spaß macht“, sagt er. In der Zwischenzeit hat er einen Bestseller geschrieben.
Von Uwe Schmitt
DIE WELT 13.12.06
Rechte behinderter Menschen werden weltweit gestärkt - UN-Generalversammlung verabschiedet Konvention
Zur Verabschiedung einer Konvention über die Rechte behinderter Menschen durch die Vereinten Nationen am gestrigen Mittwoch in New York erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Am gestrigen Mittwoch, 13. Dezember 2006, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Konvention über die Rechte behinderter Menschen verabschiedet. Deutschland hat sich von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden behinderter Menschen aktiv an den Verhandlungen beteiligt und die Verhandlungsposition der Europäischen Union maßgeblich beeinflusst.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Arbeit und Soziales 13.12.06
Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses ächten
Recht/Antrag
Berlin: (hib/BOB) Der Bundestag soll das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom Juli 1933 ächten. Dies verlangen die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD. In einem Antrag (16/3811) schreiben sie, die gesetzlich vorgegebenen Handlungsanweisungen und die aufgrund dieser Anweisungen vorgenommen Zwangssterilisationen könnten vor dem Hintergrund einer totalitären Staatspraxis nicht voneinander getrennt werden.
HIB 386/2006 14.12.2006
Das Comeback der Gentherapie
von Sascha Karberg
Therapieversuche scheiterten, Todesfälle brachten sie in Verruf - aber jetzt endlich scheinen die Kinderkrankheiten der Gentherapie überwunden. Derzeit werden gut 1200 klinische Gentherapien getestet.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 13.12.06
Serienmörder: Auf der Suche nach dem «Killer-Gen»
Die forensische Psychiaterin Helen Morrison interviewt seit mehr als 30 Jahren Serienmörder: Sie will anhand gerichtsmedizinischer Gutachten ihre These vom «Killer-Gen» beweisen.
20MIN.CH 13.12.06
Ein müder Arzt ist ein Risiko
Unter den Händen übermüdeter Mediziner sterben bis zu drei Mal mehr Patienten als bei der Behandlung durch ausgeruhte Kollegen.
DIE WELT 13.12.06
Nano-Chip sagt Effekt von Medikamenten vorher
BASEL (eb). Forscher haben einen nanomechanischen Chip entwickelt, mit dem sich nachweisen läßt, ob Patienten auf Therapien ansprechen. So können auch Patienten erkannt werden, bei denen mit einer Unverträglichkeit zu rechnen ist.
Ärzte Zeitung, 13.12.2006
So kurzlebig sind die "ewig haltbaren" Plastinate
Forscher-Analyse: Die Kehrseite der "Körperwelten"
Die Leichenschauen des Gunther von Hagens ziehen Millionen Menschen in ihren Bann. Wissenschaftler haben dazu Erstaunliches festgestellt - nachzulesen in einem Buch zweier Hamburger.
Von Christoph Rind
HAMBURGER ABENDBLATT 13.12.2006
Hessen stärkt Position von Transplantationsbeauftragten
Wiesbaden - Hessen will die Zahl der Organspenden erhöhen und stärkt deshalb die Position der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.12.06
12. Dezember
CDU-Politiker kündigt Gruppenanträge zum Stammzellgesetz an
Berlin - Im Bundestag wird es bald fraktionsübergreifende Gruppenanträge zur Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland geben. Das kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), am Dienstag in Berlin an.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 12.12.06
Patientenwille - Koalition plant 2007 ein Gesetz
BERLIN (dpa). SPD und Union dringen nach einem Bericht des "Tagesspiegel" auf eine gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung. Einen Gesetzentwurf der Koalition soll es aber angesichts grundlegender Differenzen nicht geben.
Ärzte Zeitung, 12.12.2006
Rationierung muß ein Job für Politiker sein
Ärzte können nicht ausführender Arm einer "budgetierten Ethik" sein / Hoppe: "Die Last wird auf uns abgewälzt"
DORTMUND (iss). Ärzte sind damit überfordert, daß sie sowohl für das individuelle Patientenwohl als auch für das finanzielle Wohl der Solidargemeinschaft verantwortlich gemacht werden.
Ärzte Zeitung, 12.12.2006
Autonomie am Lebensende: Realität, Ideal, Illusion?
Nur wenige Szenarien lösen in der westlichen Konsum- und Leistungsgesellschaft so substanzielle, ja archaische Ängste aus wie der Gedanke an den trotz allen medizinischen Fortschritts eines Tages unvermeidlich herannahenden eigenen Tod. Als gesunde Bürger sind wir es gewohnt, unsere Entscheidungen „frei“ und „autonom“ zu treffen. Was passiert aber, wenn diese Selbstständigkeit und Unabhängigkeit durch eine schwere Krankheit eingeschränkt wird?
Axel W. Bauer
Universitas 61 (2006), Nr. 716, S. 115-131
Im Bundestag notiert: Konstituierung des Beirates zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs
Gesundheit/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MPI) Die Konstituierung des Beirates zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs am 13. November in Berlin nimmt die FDP-Fraktion zum Anlass einer Kleinen Anfrage (16/3688).
HIB 380/2006 12.12.2006
Entlastung für pflegende Angehörige
Bayern stellt mehr Geld für die Versorgung von Demenzpatienten zur Verfügung
MÜNCHEN (sto). Bayern will die Versorgung altersverwirrter Menschen verbessern und pflegende Angehörige entlasten.
Ärzte Zeitung, 12.12.2006
Transplantation: Spanierin bekam neue Hände
Die Frau hatte vor 28 Jahren beide Hände verloren, nun wurden ihr zwei Hände in einer zehnstündigen Operation angenäht.
diepresse.com 12.12.2006
28 800 Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2006
WIESBADEN – Im dritten Quartal 2006 wurden dem Statistischen Bundesamt rund 28 800 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 5% (– 1 500) weniger als im dritten Quartal 2005.
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 12.12.2006
Testlauf für die elektronische Gesundheitskarte
In einem ersten großen Testlauf werden seit Montag in der Region Flensburg 10 000 elektronische Gesundheitskarten ausgegeben. Nach und nach sollen sechs weitere Testregionen folgen. Ob und wann jeder Bundesbürger eine solche Gesundheitskarte haben wird, ist noch unklar.
Von Philipp Neumann
DIE WELT 12.12.2006
Unberechenbare Gesundheitskarte
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte erinnert an andere technologische Großprojekte, die unglücklich gestartet sind - allen voran die Lkw-Maut. Auch jetzt wieder drohen Verzögerungen, auch jetzt ziehen nicht alle Beteiligten an einem Strang und drohen die Kosten ins Uferlose zu steigen.
Kommentar von Philipp Neumann
DIE WELT 12.12.2006
11. Dezember
Vorletzter Wille
Der Bundestag ringt um die Patientenverfügung. Wann dürfen lebenserhaltende Apparate auf Wunsch abgeschaltet werden?
Von Barbara Junge
TAGESSPIEGEL 11.12.06
In anderen Ländern
Für Ärzte verbindlich
TAGESSPIEGEL 11.12.06
Deutsche Hospiz Stiftung: Gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen längst überfällig
Berlin. „Die gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen in Deutschland ist mehr als nur überfällig“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung , Eugen Brysch. Seit Jahren erfährt die Interessensvertretung der Schwerstkranken und Sterbenden an ihrem bundesweiten Schmerz- und Hospiztelefon von Fällen, die auf politischer Seite noch immer nicht abgearbeitet sind.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 11.12.2006
Info-Material für Palliativmedizin
POTSDAM (ami). Zur Unterstützung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal bei der Betreuung von todkranken Menschen hat die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologie (LAGO) Brandenburg neue Faltblätter herausgebracht.
Ärzte Zeitung, 11.12.2006
In NRW brauchen mehr Menschen ambulante Pflege
DÜSSELDORF (akr). Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Nordrhein-Westfalen stagniert, aber immer mehr Personen müssen von ambulanten Diensten oder in Heimen versorgt werden.
Ärzte Zeitung, 11.12.2006
Betreuungsrecht: Befragung Dritter nur mit Einverständnis des Betroffenen
Recht/Antwort
Berlin: (hib/BOB) Bei der Befragung anderer Personen zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen eines vom betreuungsgerichtlichen Verfahren betroffenen Menschen handelt es sich um einen "erheblichen Eingriff in dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung". Die Bundesregierung stimmt in ihrer Antwort (16/3576) insofern der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu.
HIB 378/2006 11.12.2006
Jetzt mischen auch Richter in der Stammzelldebatte mit und kassieren den Patentschutz für ein neues Verfahren
Von Nicola Siegmund-Schultze
Dürfen Wissenschaftler in Deutschland an menschlichen embryonalen Stammzellen forschen?
Ärzte Zeitung, 11.12.2006
Pulsschlag in der Petrischale
Forscher lassen Herzmuskel im Labor wachsen
Amerikanische Forscher haben im Labor aus Zellen von Ratten einen Herzmuskel gezüchtet, der halb so leistungsfähig ist wie der Muskel eines gesunden Herzens. Möglich wurde dies durch eine Technik, bei der die Muskelzellen durch ein Gerüst gestützt werden, das sich auflöst, sobald sich die Zellen zu einem Gewebe entwickelt haben.
WISSENSCHAFT.DE 11.12.2006
Katholische Kirche: Gegen Änderung des Stammzellgesetzes
Mainz - Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat sich entschieden gegen eine Änderung des deutschen Stammzellgesetzes ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.12.06
Elektronische Gesundheitskarte: Testlauf in Flensburg gestartet
Flensburg - In einem ersten großangelegten Testlauf ist am Montag in der Region Flensburg mit der Ausgabe von 10.000 elektronischen Gesundheitskarten begonnen worden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.12.06
,Es gibt kein Missionsverbot in Deutschland’
Die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, über Solidarität mit verfolgten Christen, das Zentrum gegen Vertreibungen und das Umdenken beim Lebensschutz.
KATH.NET 11.12.2006
Anm.: Nur in Auszügen bioethisch relevant.
08. Dezember
Der umstrittene Tod
Erika Feyerabend
Sterbehilfe bei Neugeborenen: Das Hygiene-Museum würdigt einen zweifelhaften journalistischen Beitrag
FREITAG Nr. 49, 08.12.06
ödp zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember - ödp-Chef Buchner: „Unwürdige Zustände in vielen Pflegeheimen“
„In vielen deutschen Alten- und Pflegeheimen werden die Menschenrechte nicht eingehalten.“ Diese Aussage trifft Prof. Dr. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte.
PRESSEMITTEILUNG ödp 08.12.2006
Linksfraktion verlangt Diskussion des Heimberichts im Bundestag
Familie/Antrag
Berlin: (hib/MPI) Die Fraktion Die Linke dringt bei der Bundesregierung darauf, den Bericht über die Situation der Heime und der Betreuung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner offiziell dem Bundestag zuzuleiten. Die Regierung habe auf eine Weiterleitung bislang verzichtet, da nach der Föderalismusreform das Heimrecht nicht mehr in Bundeskompetenz liege, erläutern die Abgeordneten in ihrem Antrag (16/3696).
HIB 376/2006 08.12.2006
Nach Justizstreit um Pflegepatientin: Grünes Licht für passive Sterbehilfe
Sie ist todkrank, blind, taubstumm, geistig behindert und befindet sich seit 50 Jahren in einem Heim in Neuötting. Nun hat das Landgericht Traunstein die passive Sterbehilfe für eine 74-jährige Frau erlaubt.
BR-ONLINE 08.12.06
DNA-Injektion in den Penis läßt potenzschwache Männer hoffen
NEW YORK (mut). Eine einmalige Injektion von etwas DNA in den Penis - und mindestens ein halbes Jahr lang gibt es keine Probleme mehr mit der Potenz. Dieser Traum ist gar nicht so unrealistisch: Die erste Gentherapie gegen erektile Dysfunktion verhalf auf diese Weise zwei Männern wieder zur vollen Manneskraft.
Ärzte Zeitung, 08.12.2006
Kein Patent auf Embryonenzellen
Für den Bonner Neurologen und Deutschlands prominentesten Stammzellforscher, Professor Oliver Brüstle, ist der Urteilsspruch des Bundespatentgerichts eine herbe Niederlage.
TAZ 08.12.06
Transplantationsmedizin: Positive Kreuzprobe ist keine Kontraindikation mehr
Zylka-Menhorn, Vera
Ein Ärzteteam des Universitätsklinikums Tübingen zeigt weltweit zum ersten Mal, dass ein Organ trotz Gewebeunverträglichkeit und divergierender Blutgruppe des Spenders erfolgreich transplantiert werden kann. Eine Chronologie der Ereignisse.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 49 vom 08.12.2006, Seite A-3312
Französisch-chinesische Kooperation bei Gesichtstransplantationen
Lille - Nach den ersten Gesichtstransplantationen wollen die beteiligten Ärzteteams in Frankreich und China ihre Erfahrungen austauschen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.12.06
Medizinische Ethikkommissionen: „Minimale Belastung und minimales Risiko“
Wann ist die Forschung an Nichteinwilligungsfähigen zulässig? Die deutschen Schutzvorschriften gehen über die EU-Richtlinie hinaus.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 49 vom 08.12.2006, Seite A-3310
Minderjährige können vor Op Veto einlegen
KARLSRUHE (mwo). Minderjährige können ein eigenständiges Einspruchsrecht gegen eine schwierige Operation haben.
Ärzte Zeitung, 08.12.2006
Gesundheitskarte: Versicherte vom Nutzen überzeugt
Die Möglichkeit, verordnete Arzneimittel und Notfalldaten, wie etwa Informationen über Allergien und Unverträglichkeiten, künftig mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu speichern, befürworten Versicherte fast ausnahmslos.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 49 vom 08.12.2006, Seite A-3298
Gentechnik-Gesetz liegt auf Eis
SPD-Fraktion blockiert die von der Union geplante Novelle. Denn einige Genossen sehen gar keinen Anlass zu einer Änderung der bestehenden Regelung aus rot-grüner Zeit
TAZ 08.12.06
Augentropfen gegen Alzheimer
Nerve Growth Factor verhindert Absterben der Nervenzellen
PRESSETEXT.AUSTRIA 08.12.2006
07. Dezember
Streit um Stammzellpatent
Bonner Forscher ist irritiert über Patentgerichtsurteil
Anne Brüning
Der Bonner Neurobiologe Oliver Brüstle will gegen die Entscheidung des Bundespatentgerichts über sein Stammzellpatent Beschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.
BERLINER ZEITUNG 07.12.06
Der Grenzgänger
Deutschlands bekanntester Stammzellforscher aus Bonn hat nun nicht mehr das Patent zum Klonen
Oliver Brüstle reißt seit Jahren ethische Mauern ein. Der Neurowissenschaftler an der Uni Bonn ist einer der populärsten Verfechter der embryonalen Stammzellforschung in Deutschland.
TAZ 07.12.06
Mitten ins Portemonnaie
Warum das Urteil des Bundespatentgerichts einen Etappensieg für den Embryonenschutz bedeutet, mehr aber nicht
Von Stefan Rehder
Die Entscheidung des Bundespatentgerichts, wesentliche Teile des so genannten Klon-Patents des Bonner Stammzellforschers Oliver Brüstle zu widerrufen, trifft die bedenkenlosen Befürworter einer verbrauchenden Embryonenforschung dort, wo es sie am meisten schmerzt: Mitten ins Portemonnaie.
DIE TAGESPOST 07.12.06
Australier dürfen Therapie-Klonen
SYDNEY dpa Das australische Parlament hat gestern den Weg für das therapeutische Klonen freigemacht.
TAZ 07.12.06
Australien hebt Klonverbot auf
Canberra - Das australische Parlament hat das seit 2002 geltende Verbot des Forschungsklonens aufgehoben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.12.06
Virus-DNA: Abschaltung in menschlichen Genen
Forscher nutzen DNA und erzeugen künstliche Fusionsproteine
PRESSETEXT.AUSTRIA 07.12.06
"Ich fühle mich nicht schuldig"
Seine Frau wollte sterben, er erstickte sie mit einem Kissen. In einem spektakulären Prozess wurde der Rentner Artur Martens deswegen nun zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Bei stern.de spricht der Hamburger erstmals über die Tat.
STERN.DE 07.12.06
Mißstände in Altersheimen - Meldung ist online möglich
Kuratorium Deutsche Altershilfe ergreift Initiative
KÖLN (pah). Mit einer Online-Plattform will das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) es Mitarbeitern in Pflegeheimen und Angehörigen ermöglichen, anonym auf Mißstände hinzuweisen.
Ärzte Zeitung, 07.12.2006
Siehe dazu die ausführliche Kritik des "Pflege-Slebsthilfeverband e.V. Initiative für menschenwürdige Pflege" an dem Vorhaben:
Jammerportal für gebeutelte Pflegekräfte
Statt etwas gegen die Ursachen für die Missstände in der Pflege zu unternehmen und endlich dafür zu sorgen, dass jede Anzeige mit der gebotenen Sorgfalt geprüft wird, steckt die Regierung 570.000€ Steuermittel in ein Internetforum, um Pflegekräften demnächst nun auch auf der Homepage des KDA die Möglichkeit zu geben, anonym über Missstände zu berichten.
Informationen des Pflege-Slebsthilfeverband e.V. - Initiative für menschenwürdige Pflege vom 07.12.06
Proteste gegen Abtreibungsklinik in der Wiener Lugner-City
Lebensschützer überlegen einen Kaufboykott und rufen zum Protest bei Baumeister Lugner auf.
KATH.NET 07.12.06
Großangelegter Testlauf für Gesundheitskarte startet
Berlin - Nach den Verzögerungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte startet noch in diesem Jahr der erste groß angelegte Testlauf für das Projekt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.12.06
06. Dezember
Stammzellpatent in Teilen nichtig
Das Bundespatentgericht in München hat einer Klage von Greenpeace gegen ein Patent des Forschers Oliver Brüstle stattgegeben: Soweit menschliche Embryonen zur Herstellung von Nervengewebe geklont oder zerstört werden müssen, dürfe es dafür kein Patent geben.
Von K. Blawat und H. Charisius
SUEDDEUTSCHE.DE 06.12.06
Forschung und Moral
Nach dem Urteil gegen ein Patent des Stammzellforschers Oliver Brüstle darf sich Greenpeace bestätigt fühlen im Kampf gegen eine ausufernde Forschung, die ethische Grenzen zu überschreiten droht.
Kommentar von Werner Bartens
SUEDDEUTSCHE.DE 06.12.06
Stammzell-Entscheidung des Patentgerichts stärkt Schutz menschlicher Embryonen und Stammzellgesetz
Anlässlich der teilweisen Nichtigkeitserklärung eines Stamzell-Patents erklärt Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die Entscheidung des Bundespatentgerichts zum Patent des Bonner Stammzellforschers Oliver Brüstle ist zu begrüßen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 06.12.06
Erste Impfung gegen Krebs
Gebärmutterhalskrebs: Diese Diagnose trifft jährlich bis zu 6500 Frauen in Deutschland. Ursache ist eine Infektion mit Warzenviren. Die Viren kommen unbemerkt: Frauen stecken sich zumeist beim Sex an. Endlich gibt es auch in Deutschland einen Impstoff.
DIE WELT 06.12.06
Staatssekretär Hoofe: "Der Modernisierungskurs in der Altenpflegeausbildung zeigt Erfolg"
Fachleute diskutieren auf Konferenz die Auswirkungen des Altenpflegegesetzes und Zwischenergebnisse des Modellvorhabens "Pflegeausbildung in Bewegung"
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 06.12.06
05. Dezember
Gericht stärkt Schutz menschlicher Embryonen
Umstrittenes Stammzellen-Patent teilweise aufgehoben
Das Bundespatentgericht in München hat den Schutz menschlicher Embryonen gestärkt. Der 3. Senat des Gerichts erklärte am Dienstag ein Patent von 1999 zur Gewinnung von Nerven-Vorläuferzellen aus embryonalen Stammzellen teilweise für nichtig.
ZDF Heute 05.12.06
Bundespatentgericht erklärt ein Patent für nichtig, soweit dieses Zellen und die Herstellung von Zellen umfasst, die aus embryonalen Stammzellen von menschlichen Embryonen gewonnen werden.
PRESSEMITTEILUNG Bundespatentgericht 05.12.06
Greenpeace erringt Erfolg im Streit um Stammzellen-Patente - In einem Präzedenzfall widerruft das Bundespatentgericht die Ansprüche von Oliver Bruestle
Muenchen, - Nach einer Klage von Greenpeace gegen die Patentierung embryonaler Stammzellen hat das Bundespatentgericht in Muenchen heute erstmals eine Entscheidung zu den ethischen Grenzen in der Stammzellforschung getroffen.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 05.12.06
Bundespatentgericht verbietet, was Stammzellgesetz erlaubt
Das Bundespatentgericht hat einer von Greenpeace angestrengten Nichtigkeitsklage gegen ein Stammzellpatent des Bonner Wissenschaftlers Professor Dr. Oliver Brüstle vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn in Teilen stattgegeben und einzelne Ansprüche abgeändert. Das Patent bezieht sich auf ein Zellkulturverfahren zur Gewinnung von Nervenzellen aus embryonalen Stammzelllinien.
PRESSEMITTEILUNG Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (IDW) 05.12.06
Des Kardinals Schrecken
In der Stunde der Not kommt die Hilfe oft unerwartet. Wer hätte nach dem Vorstoß der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Änderung des geltenden Stammzellgesetzes damit gerechnet, dass der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) Widerspruch anmeldet?
DIE TAGESPOST 05.12.06
Keine Verfassungsklage gegen Leichenwerkstatt
Brandenburgs Bildungsminister hat den Besuch für Schulen verboten, in Berlin können diese selber entscheiden. Kirchen fordern weiterhin ein Verbot.
KATH.NET 05.12.06
Pflegequalität verbessern – Bundesgesundheitsministerium fördert ein Modellprojekt des Kuratoriums Deutsche Altershilfe
Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt ein Vorhaben des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), die Qualität in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen weiter zu verbessern.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 05.12.06
Siehe dazu die ausführliche Kritik des "Pflege-Slebsthilfeverband e.V. Initiative für menschenwürdige Pflege" an dem Vorhaben:
Jammerportal für gebeutelte Pflegekräfte
Statt etwas gegen die Ursachen für die Missstände in der Pflege zu unternehmen und endlich dafür zu sorgen, dass jede Anzeige mit der gebotenen Sorgfalt geprüft wird, steckt die Regierung 570.000€ Steuermittel in ein Internetforum, um Pflegekräften demnächst nun auch auf der Homepage des KDA die Möglichkeit zu geben, anonym über Missstände zu berichten.
Informationen des Pflege-Slebsthilfeverband e.V. - Initiative für menschenwürdige Pflege vom 07.12.06
Kammer darf von Transplantationskliniken Gebühren verlangen
HANNOVER (pid). Die Ärztekammer Niedersachsen darf bei Lebendspenden den Transplantationskliniken die Kosten für die Inanspruchnahme einer Gutachter-Kommission in Rechnung stellen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden.
Ärzte Zeitung, 05.12.06
04. Dezember
Ministerin wegen Sterbehilfe im Hungerstreik
Die italienische Europaministerin Emma Bonino hat einen zweitägigen Hungerstreik begonnen. Sie will damit die Forderungen nach Legalisierung der Sterbehilfe in Italien aktiv unterstützen
BERNER RUNDSCHAU 04.12.06
China: Schluss mit Transplantations-Tourismus
Neues Gesetz verbietet Export von inneren Organen
PRESSETEXT.AUSTRIA 04.12.06
Gentherapie erfolgreich bei M. Parkinson
CHICAGO (mut). Eine Gentherapie war in einer Phase-I-Studie bei M. Parkinson erfolgreich: Damit ließen sich bei schwerkranken Patienten die Symptome auf einer Parkinson-Skala um 40 Prozent reduzieren.
Ärzte Zeitung, 04.12.2006
02. Dezember
Weiter Streit über Forschung an Stammzellen
Mit der aktuellen Rechtslage zur Forschung an embryonalen Stammzellen ist keine der beiden Seiten im Streit über dieses Thema zufrieden. Das haben Vertreter der Wissenschaft und der Kirchen in Köln verdeutlicht. In einer öffentlichen Debatte mit dem Titel "Wann beginnt das Leben - und was ist es wert?" wurde Kritik vor allem an der Politik geäußert.
Von Carsten Dierig
DIE WELT 02.12.06
Ein symbolkräftiger Beschluss
Nun ist es also beschlossen. Nachdem das Europäische Parlament am Donnerstag das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union angenommen hat, stehen für die Forschung in Europa bis zum Jahr 2013 insgesamt rund 50,5 Milliarden Euro zu Verfügung.
DIE TAGESPOST 02.12.2006
Brüssel: Nein zum Embryonenschutz
Brüssel (DT/KNA) Das Europaparlament hat dem 7. EU-Forschungsprogramm zugestimmt. Nach der Entscheidung am Donnerstag stehen damit von 2007 bis 2013 rund 54 Milliarden Euro zur Förderung der Forschung zur Verfügung. Bei der Finanzierung der ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellforschung billigte das Europaparlament den von den Forschungsministern im Juli gefundenen Kompromiss.
DIE TAGESPOST 02.12.2006
Patente auf Leben
Gericht muss über Brüstle-Patent entscheiden
Interview mit Dr. Ingrid Schneider, Expertin für Technikfolgenabschätzung in der Medizin
DEUTSCHLANDFUNK 02.12.06
Geschenk oder Geschäft?
Zur Diskussion um den Verkauf menschlicher Organe
Die Befürworter der Aufhebung des Organhandelsverbots müssten zeigen, dass daraus Vorteile für alle Beteiligten entstehen, schreibt die Bioethikerin Nikola Biller-Andorno. Das Verbot lasse sich damit begründen, dass besonders die sozial Schwachen unter dem Organhandel zu leiden haben. Ein fairer Organ-Markt sei nicht möglich. Eine Ethik, die empirische Daten nicht beachte, sei lediglich eine akademische Turnübung.
Von Nikola Biller-Andorno
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 02.12.06
01. Dezember
Europaparlament macht Weg für EU-Forschungsprogramm frei
Brüssel (KNA) Das Europaparlament hat dem 7. EU-Forschungsprogramm zugestimmt. Nach der Entscheidung des Europaparlaments am Donnerstag stehen damit von 2007 bis 2013 rund 54 Milliarden Euro zur Förderung der EU-Forschung zur Verfügung. Bei der Finanzierung der ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellforschung billigte das Europaparlament den von den EU-Forschungsministern im Juli gefundenen Kompromiss.
WWW.1000FRAGEN.DE 01.12.06
EU-Parlament gibt 54 Milliarden Euro für Forschung frei
Auch wissenschaftliche Arbeit an embryonalen Stammzellen unter Auflagen möglich
Für die Forschung in der Europäischen Union sollen 2007 bis 2013 54,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Dies ist das Gesamtvolumen des siebten Rahmenforschungsprogramms , das vom Europaparlament am Donnerstag, 30. November 2006 in Brüssel in zweiter Lesung unter Dach und Fach gebracht wurde.
3 SAT 01.12.06
Neuer Anlauf zur Entkriminalisierung der embryonalen Stammzellforschung
BERLIN. Zum Forum der Deutschen Gesellschaft für regenerative Medizin "Translation on Research" erklärt die Technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike Flach:
Die heutige Veranstaltung bietet eine gute Chance, die Chancen der regenerativen Medizin herauszustellen. Dabei zeigt schon der Untertitel "Von der Grundlagenforschung zur klinischen Anwendung", dass sich die jahrelange Forschung langsam auszuzahlen beginnt.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB FDP 01.12.06
Keine Auflösung des Stammzellgesetzes
Adulte Stammzellen therapeutisch im Einsatz
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz der "Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin" zur Stammzellforschung erklärt Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Menschliche embryonale Stammzellen stammen von getöteten menschlichen Embryonen. Diese Tötung ist mit der Menschenwürde unvereinbar.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 01.12.06
„Deutsche können kaum noch mithalten“
Hans-Peter Schreiber, Leiter des Novartis-Ethikrats, zur Lage der Stammzellforschung
TAGESSPIEGEL 01.12.06
Die ersten Impfstoffe im klinischen Versuch
Wer heute positiv auf HIV getestet wird, hat im Schnitt noch 24 Jahre zu leben. Das sind fast 20 Jahre mehr als 1990. Der Grund sind bessere, teurere Medikamente - sie können Aids lindern und stark verzögern. Besiegen können sie die Krankheit nicht.
Von Elke Bodderas
DIE WELT 01.12.06
Mehr als 8 Millionen behinderte Menschen
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt zum "Internationalen Tag der behinderten Menschen" am 3. Dezember mitteilt, lebten im Jahr 2005 in Deutschland - nach den Ergebnissen des Mikrozensus - 8,6 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung. Im Durchschnitt war somit jeder zehnte Einwohner behindert.
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 01.12.06
NAV zweifelt Rechtmäßigkeit der E-Card an
NEU-ISENBURG (all). Auch nach dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts zur E-Card betont der NAV-Virchow-Bund, daß die Rechtmäßigkeit der elektronischen Gesundheitskarte noch nicht geklärt sei.
Ärzte Zeitung, 01.12.2006
Stammzellenkur gegen Muskelschwund gibt Hoffnung
Krankheit konnte bei 13 Hunden gestoppt werden
PRESSETEXT.AUSTRIA 01.12.06
Stammzellen ermöglichen neue Heilmethoden beim Dickdarmkrebs
Entdeckung eröffnet neue Wege im Kampf gegen Darmtumoren
PRESSETEXT.AUSTRIA 01.12.06
Pflegeheime: Grippeimpfung des Personals senkt Sterblichkeit der Bewohner
London - Die routinemäßige Impfung des Personals kann in Jahren mit einer starken Grippewelle die Sterblichkeit von Pflegeheimbewohnern deutlich senken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.12.06
Pflegerat befürchtet Abbau von 30.000 Stellen
Berlin - Der Deutsche Pflegerat (DPR) befürchtet einen Abbau von bis zu 30.000 Pflegestellen bis 2008.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.12.06
Weiter zu Artikel vom 16.-31. Dezember 2006
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