Presse
Pressespiegel 16.-29. Februar 2004
Anzahl: 101 Artikel, Stand 29.02.04
Dossier zur Embryonenforschung: PID, PND, Forschung an Embryonen
Das Deutsche Ärzteblatt gibt eine erweiterte Dokumentation heraus, die im Internet abgerufen werden kann.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 9 vom 27.02.2004, Seite A-547
Anm.: Abrufbar dort unter "Zusatzinfo"
Dossier zur Embryonenforschung: PID, PND, Forschung an Embryonen
Gesammelte Beiträge von 2000-2003 sowie Stellungnahmen
Herausgeber: Deutsches Ärzteblatt
USA: Debatte um eingefrorene Embryonen
WASHINGTHON. In den USA ist eine gesundheitspolitische Debatte entbrannt, ob eingefrorene Embryonen, die nicht für In-vitro-Fertilisationsbehandlungen benötigt werden, zerstört werden dürfen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.02.04
BMBF mobilisiert Innovationen in der Biotechnologie
Rund 100 Millionen Euro für Mittelstandsförderung BioChancePLUS
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mobilisiert Innovationen in der Biotechnologie.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 27.02.04
Medikamententests bei Kindern
Bisher war es nicht erlaubt, Medikamente an Kindern und Jugendlichen zu
testen. Ein neues Gesetz soll das jetzt ändern. Künftig sollen
Medikamententests mit jungen Patienten auch dann möglich sein, wenn sie
selbst keinen Nutzen davon haben
Von Klaus-Peter-Görlitzer
TAZ 27.2.2004
Praktische Hilfe für die Betreuung Sterbender
Hausarztverband stellt Manual zur Palliativmedizin vor
KÖLN (kas). Die meisten Menschen wollen nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause sterben. Um Ärzten bei der Betreuung Schwerkranker und Sterbender zu helfen, hat jetzt der Deutsche Hausärzteverband e.V. mit Unterstützung des Unternehmens Janssen-Cilag das Manual zur Palliativmedizin in der Hausarztpraxis entwickelt.
Ärzte Zeitung, 27.02.2004
US-Gesetzentwurf: Ungeborene gelten bei Gewalt gegen Mütter als Person
Der "Unborn Victims of Violence Act" sieht vor, dass Täter, die eine schwangere Frau verletzen oder töten, des Verbrechens gegen zwei Personen angeklagt werden können.
KATH.NET 27.02.03
Einlinge haben höheres Geburtsrisiko als Zwillinge nach künstlicher Befruchtung
Kinder, die durch assistierte Konzeption entstanden sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Geburtskomplikationen oder Tod während der Geburt verglichen mit Kindern, die auf natürlichem Wege gezeugt wurden. Jedoch gibt es einen Unterschied für Einlingsgeburten und Zwillingsgeburten:
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 9 vom 27.02.2004
Ärzte und Pharmaindustrie: Benimmkodex mit Lücken
Ein Verein soll die Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie fördern, überwachen und bei Verstößen Firmen abstrafen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 9 vom 27.02.2004
Deutscher Krebspreis für Qualitätssicherung bei der Diagnose von Hirntumoren
Für seine Arbeit zur Qualitätssicherung bei der Diagnose von Hirntumoren erhält Professor Otmar D. Wiestler, Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, den translationalen Teil des Deutschen Krebspreises. Wiestler teilt sich die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung mit Professor Jürgen Becker, Universität Würzburg. Mit dem translationalen Krebspreis werden Arbeiten ausgezeichnet, die experimentelle Ansätze in die klinische Forschung übertragen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsches Krebsforschungszentrum 27.02.04
Pflicht zu leben? Recht zu sterben?
Von Hans-Bernhard Wuermeling
Trotz der „christlichen Überzeugung von der Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens“ sind diese Fragen nicht ohne weiteres so klar und einfach zu beantworten. Im Blick auf die moderne Medizin muss man sich auf unbequeme Überlegungen einlassen. Die neuen Schweizer Richtlinien über die Betreuung von Patienten am Lebensende verdienen dabei besondere Beachtung.
DIE TAGESPOST Nr.24 vom 26.02.2004
Buchtipp: Expertensysteme unter der Lupe
Medizinische Expertensysteme - das sind Computerprogramme, die Ärzten bei Diagnose- oder Therapieentscheidungen helfen sollen - sind unter Medizinern hoch umstritten. Mit "Diagnose per Computer?" hat der Tübinger Arzt und Philosoph Dr. Georg Marckmann jetzt in Deutschland die erste große Auseinandersetzung mit dem Thema als Buch vorgelegt.
Ärzte Zeitung, 26.02.2004
Italien: Protest gegen neues Gesetz zur künstlichen Befruchtung
ROM. In Italien wächst der Widerstand gegen die kürzlich vom Parlament durchgesetzten neuen Gesetze, die die In vitro-Fertilisationen (IvF) regeln.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.02.04
Koreanische Kirche sagt Nein zum Klonen
Bischöfe und katholische Verbände lehnen jüngste Experimente koreanischer Wissenschaftler ab.
KATH.NET 26.02.04
Suizid-Gene sollen Krebszellen töten
Gentherapien bei Krebs werden in Deutschland derzeit in 35 klinischen Studien geprüft
BERLIN (nsi). Bei der Erforschung von Strategien zum klinischen Gentransfer sind Deutschland und Großbritannien die führenden Nationen, so Professor Klaus Cichutek, Vorsitzender der Kommission Somatische Gentherapie bei der Bundesärztekammer.
Ärzte Zeitung, 26.02.2004
Affen-Gen schützt vor HIV
Neuer Angriffspunkt für Medikamente?
vbe. Amerikanische Wissenschafter haben ein Protein identifiziert, das bestimmte Affenarten wie Rhesusaffen vor einer Infektion mit dem Human Immunodeficiency Virus Typ 1 (HIV-1) schützt.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 26.02.04
Französische Ärzte fordern neue Richtlinien zur Sterbehilfe
PARIS. Mehr als 900 französische Ärzte haben eine Petition unterschrieben, in der verlangt wird, neue Regeln für die ärztliche Sterbehilfe aufzustellen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.02.04
Studie soll helfen, Pflegende besser zu unterstützen
Umfrage in sechs EU-Ländern
HAMBURG (con). Wie können pflegende Angehörige besser unterstützt werden? Mit Hilfe der repräsentativen, europaweiten Studie EUROFAMCARE (Services for Supporting Family Carers of Elderly People in Europe) sollen Entlastungsangebote für Familien erarbeitet werden.
Ärzte Zeitung, 25.02.2004
90 Prozent der sehr kleinen Frühchen schaffen es zu überleben
Jeden Tag kommen in Deutschland etwa 13 Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 750 und 1500 Gramm zur Welt. 0,6 Prozent der lebend geborenen Babys sind extreme Frühgeburten. In den 70er Jahren sind 90 Prozent dieser Kinder kurz nach der Geburt gestorben, heute ist das Verhältnis umgekehrt: 90 Prozent überleben, die meisten ohne schwere Schäden.
Von Nicola Siegmund-Schultze
Ärzte Zeitung, 25.02.2004
Ersatzorgane von Tieren in Sichtweite?
Die Gentechnik und spezielle Zuchtmethoden sollen das Risiko senken
Die Übertragung von Tierorganen auf Menschen, die Xenotransplantation, könnte den Organmangel in der Transplantationsmedizin beheben. Bisher scheitert sie vor allem an der Abstossung. Nun lassen neue Resultate klinische Studien wieder näher rücken.
Von Jörg Seebach
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 25.02.04
Was den Zellen Beine macht
Zellwanderung: GBF-Forscher klären Signalweg auf
Von Rac über Sra und Nap zu Abi, WAVE und Arp: Was für den Laien nach einem unverständlichen Kürzel-Kauderwelsch klingt, ist tatsächlich die Formel für die Beweglichkeit von Zellen - und damit ein Schlüssel zum Verständnis so unterschiedlicher Vorgänge wie der Embryonalentwicklung, der Wundheilung oder der Ausbreitung von Krebsgeschwüren im Körper.
PRESSEMITTEILUNG GBF - Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH 25.02.04
Bedenkliche Untersuchungen an der Eizelle?
Debatte um Polkörperdiagnostik (beim Nationalen Ethikrat)
Von William Vorsatz
Wenn sich ein Paar für eine künstliche Befruchtung entschließt, klappt es oft nicht mit der Schwangerschaft. Oder aber es werden gleich Drillinge. Das passiert, weil Mediziner hierzulande die Embryonen nicht überprüfen und verwerfen dürfen.
Das Embryonenschutzgesetz verbietet die Diagnostik vor der Einpflanzung in die Gebärmutter. Also vertrauen Reproduktionsmediziner auf Quantität und pflanzen meist gleich drei Embryonen ein. Aber kurz vor der Entstehung neuen Lebens bildet die Eizelle bei einer ersten Teilung so genannte Polkörper. Darin sind sämtliche Erbinformationen der Mutter kopiert. Und die dürfen die Ärzte überprüfen. Aufgrund ihrer Analyse wissen die Mediziner rechtzeitig, ob die Eizelle überhaupt lebensfähig ist.
Ist dieses Verfahren ethisch bedenklich? Darüber wurde letzte Woche debattiert bei der Sachverständigen-Anhörung des Nationalen Ethikrates in Berlin.
DEUTSCHLANDFUNK 24.02.04
Diskussion über aktive Sterbehilfe in Großbritannien
Arzt geht an Öffentlichkeit
LONDON (ast). In Großbritannien diskutieren Ärzte und Öffentlichkeit derzeit über das Thema aktive ärztliche Sterbehilfe. Anlaß: ein Allgemeinarzt war von der Staatsanwaltschaft der Beihilfe zum Suizid bezichtigt worden.
Ärzte Zeitung, 24.02.2004
Gentherapie gegen brüchige Knochen
Nach vielen Rückschlägen rückt eine Gentherapie in greifbare Nähe
Von Michael Lange
Gentechnik. - In den letzten zehn Tagen machten wieder allerlei medizinische Versprechungen die Runde. Parkinson, Diabetes, Alzheimer und noch mehr Krankheiten könnten in Zukunft geheilt werden, hieß es. Hoffnungsträger diesmal: Stammzellen aus geklonten Embryonen. Derartige Heilsversprechen sind allerdings nicht neu. Um sie besser zu verstehen, lohnt ein Blick auf einen ehemaligen Hoffnungsträger.
DEUTSCHLANDFUNK 24.02.04
Kanton Zürich plant Suizidhilfe-Gesetz
Nachdem die Schaffung eines Bundesgesetzes über die Sterbehilfe in weite Ferne gerückt ist, will Zürich seine Probleme - unter anderem mit Sterbetourismus - im Alleingang lösen. Ein kantonales Suizidhilfe-Gesetz ist skizziert.
Markus Steudler
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 22.02.04
Schweiz: Liberale Gesetzgebung bei der Sterbehilfe
Die Schweiz hat bei der Sterbehilfe eine der weltweit liberalsten Regelungen. Die Sterbehilfe wird einzig durch zwei Artikel im Strafgesetzbuch (StGB) geregelt:
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 22.02.04
Vier von zehn Deutschen für medizinischen Einsatz von Klon-Gewebe
Wenn es sich um letzte Chance bei schwerer Krankheit handelt
WEB.DE 21.02.04
Genforschung ohne Grenzen
Von Christiane Kühl, Peking
In der Genforschung holen asiatische Wissenschaftler auf. In ihren Ländern gibt es kaum ethische Bedenken gegen das therapeutische Klonen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 21.02.04
Tötung oder passive Sterbehilfe?
Hospizbewegung fordert bessere Aus- und Weiterbildung der Ärzte über die Palliativmedizin
Von Markus Berger
Eine Ärztin der Paracelsus-Klinik in Hannover-Langenhagen ist unter dem Verdacht verhaftet worden, in den vergangenen zwei Jahren mindestens acht Patienten mit der Verabreichung einer zu hohen Dosis Morphin getötet zu haben.
DIE TAGESPOST Nr. 22 vom 21.02.2004
Kein Anrecht auf Transplantation im Ausland
KASSEL (dpa). Gesetzlich Krankenversicherte haben keinen Anspruch auf eine Organtransplantation im Ausland, wenn die Transplantation auch in Deutschland möglich ist.
Ärzte Zeitung, 20.02.2004
Pflegemißstände - Minister lädt zu Spitzengespräch
ERFURT (eb). Angesichts der jüngst bekanntgewordenen Mißstände in Thüringer Pflegeheimen hat Landesgesundheitsminister Klaus Zeh (CDU) am 27. Februar zu einem sogenannten Pflegegipfel eingeladen.
Ärzte Zeitung, 20.02.2004
EU-Staaten geben kein grünes Licht für Gen-Mais
BRÜSSEL (dpa). Die Zulassung einer genveränderten Maissorte in der Europäischen Union ist vorerst gescheitert.
Ärzte Zeitung, 20.02.2004
Hoffnung auf erhöhte Geburtenrate bei IVF
Großstudie soll Polkörperdiagnostik bei künstlicher Befruchtung evaluieren
BERLIN (gvg). Um die Erfolgschancen der In-vitro-Fertilisation (IVF) zu erhöhen, wird zunehmend die Polkörperdiagnostik (PKD) als Alternative zur hierzulande verbotenen Präimplantationsdiagnostik diskutiert. Eine Multizenterstudie soll jetzt klären, ob es dadurch wirklich zu der erhofften Erhöhung der Geburtenrate kommt.
Ärzte Zeitung, 20.02.2004
Experten warnen vor dem stillen Hungertod im Alter
Berlin (dpa) - Zahlreiche alte Menschen in Deutschland sterben nach Erkenntnis von Experten an den Folgen von Unterernährung - und die Todesursache bleibt zumeist völlig unerkannt.
WEB.DE 20.02.04
Ein Klon geht durchs Nadelöhr
Ulrike Baureithel
Stammzellen-Zucht in Korea: Die seriöse Wissenschaft bekennt sich zur guten Absicht im bösen Spiel
FREITAG 09/2004 20.02.04
Forschungsethik: Eigenständige Urteilskompetenz
Dietmar Hübner
Ein forschungsethisches Curriculum für die medizinisch-naturwissenschaftliche Ausbildung in Deutschland wird zurzeit in Hannover erprobt.
Medizinische Forschung wirft gegenüber der klinischen Medizin moralische Probleme ganz eigener Art auf, die eine Unterscheidung zwischen Forschungsethik und Medizinethik erfordern.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 8 vom 20.02.2004, Seite A-483
Klonexperiment: Wider die Natur
Eva A. Richter-Kuhlmann
Der Stolz steht Woo Suk Hwang ins Gesicht geschrieben. Als der Biologe die Ergebnisse seiner Arbeit an der Nationaluniversität Seoul, Südkorea, präsentiert, ist die internationale Presse versammelt. Erstmals ist es einem Team gelungen, menschliche Embryonen zu klonen und bis zum Stadium der Blastozyste mit etwa 200 Zellen zu entwickeln.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 8 vom 20.02.2004, Seite A-461
Wie Placebos den Schmerz lindern
ANN ARBOR/MICHIGAN. US-amerikanische Forscher haben die Placebowirkung von Schmerzmitteln erstmals sichtbar gemacht. Ihre in Science (2004; 303: 1162-1167) vorgestellten Aufnahmen zeigen: Die Wirkung entsteht dort, wo auch der menschliche Wille zuhause ist.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.02.04
„Spiegel“: Ausmaß im niedersächsischen Sterbehilfe-Fall noch unabsehbar
HANNOVER. Aus dem Fall der am 18. Februar festgenommenen Ärztin Dr. med. Mechthild Bach aus dem niedersächsischen Langenhagen könnte eines der größten Todesermittlungsverfahren der Bundesrepublik werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.02.04
Experte erwartet Rückgang der Arztbesuche um 20 Prozent
HAMBURG. Die Einführung der Praxisgebühr zum Jahresbeginn hat das Verhalten der Patienten nach Einschätzung von Gesundheitsökonom Karl Lauterbach stärker verändert als erwartet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.02.04
Der Mensch als Mitschöpfer
Bioethik und kulturelle Differenzen
Die klonierten Embryonen in Korea werfen die Frage auf: Denkt und fühlt der «Ferne Osten» anders? Programmieren andere Wertesysteme und Traditionen - andere Kulturen - notwendig einen anderen Standpunkt in Fragen der Bioethik?
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 20.02.04
Täuschungsmanöver?
Embryonenforschung in der EU
Die EU-Kommission will jetzt Fakten schaffen. Lange wurde darum gerungen, ob die EU Fördermittel für die umstrittene embryonale Stammzellforschung ausgeben darf.
TAZ 20.02.04
Therapeutisches Klonen könnte "viele Tausend Leben retten"
"Dolly"-Schöpfer jedoch gegen das Herstellen von Klonbabys
London - Der Klon-Pionier Ian Wilmut hat sich erneut dafür ausgesprochen, menschliche Embryonen zu medizinischen Zwecken zu klonen.
DER STANDARD 19.02.04
Neue Quelle für Stammzellen im Hirn entdeckt
London (dpa) - Das Gehirn des Menschen hat ein weit höheres Potenzial zur Erneuerung als bislang angenommen - nutzt es aber offensichtlich nicht. Das berichten die Wissenschaftler von der Universität von Kalifornien in San Francisco im Fachjournal «Nature».
WEB.DE 19.02.04
Zellen ohne Stichtag
Sechs Tage sind vergangen, seit die Welt von der Existenz geklonter Embryonen erfuhr, sechs Tage ist es her, dass die künstliche Erschaffung des Menschen alles Chimärenhafte verlor – und schon holen den Alten Kontinent die Gespenster vergangen geglaubter Kämpfe wieder ein: Der Forschungskommissar der EU, Philippe Busquin, gab gestern bekannt, ab sofort werde die Kommission die Forschung an menschlichen Stammzellen finanziell unterstützen.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 19.02.04
Stammzellen: Geld aus Brüssel
Brüssel (DT/KNA) Die EU-Kommission bereitet die Förderung der Stammzellforschung mit EU-Geldern vor. Das Gremium stimmte am Mittwoch in Brüssel einem „Informationsdokument“ von Forschungskommissar Busquin zu, das den Weg für Ausschreibungen für die Vergabe von EU-Geldern öffnet, wie Busquins Sprecher Fabio Fabbi auf Anfrage bestätigte.
DIE TAGESPOST Nr.21 vom 19.02.2004
Forscher plädiert für Alternative zu Therapie-Klonen
SEATTLE (dpa). Deutschland sollte sich nach Ansicht des Stammzellforschers Professor Hans Schöler durch den Erfolg der Südkoreaner beim Klonen menschlicher Embryonen nicht aus dem Konzept bringen lassen. "Wir dürfen auf keinen Fall wie eine Hammelherde hinter Korea herlaufen", sagte Schöler.
Ärzte Zeitung, 19.02.2004
Frühgeburt erhöht Risiko auf spätere Totgeburt
STOCKHOLM. Frauen, die ein Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt bringen oder eine Frühgeburt hatten, haben ein deutlich erhöhtes Risiko auf eine Totgeburt in der folgenden Schwangerschaft. Dies ergab eine Analyse des schwedischen Geburtenregisters im New England Journal of Medicine
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.02.04
Deutsche wollen wegen Gesundheitskosten kürzer treten
BERLIN. Die Deutschen wollen wegen der Mehrkosten im Gesundheitswesen auch privat kürzer treten. Jeder Zweite gab in einer Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid an, seinen Konsum insgesamt einschränken zu wollen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.02.04
Nutzen biologischer und gentechnischer Schädlingsbekämpfung im Visier
Verbraucherschutz/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/POT) Die FDP-Fraktion möchte in einer Kleinen Anfrage (15/2518) in Erfahrung bringen, in welchen Regionen Deutschlands in den letzten Jahren ein erhöhter Befall mit dem Maiszünsler beobachtet wurde, der aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Bekämpfung durch Präparate des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) oder durch den Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais sinnvoll erscheinen lässt.
HIB Nr. 044, 19.02.04
Regierung will drei EU-Verordnungen im Bereich der Gentechnik umsetzen
Verbraucherschutz/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/POT) Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf (15/2520) zur Durchführung von Verordnungen der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet der Gentechnik und zur Änderung der Neuartige Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-Verordnung vorgelegt. Text und Begründung sind dabei identisch mit einem von den Koalitionsfraktionen eingebrachten Gesetzentwurf (15/2397).
HIB Nr. 044, 19.02.04
Klon des Erfolgs
Stammzellen aus Korea, Chimären aus China: Asiens Biotechniker wollen an die Weltspitze
Von Andreas Sentker
DIE ZEIT 19.02.2004 Nr.9
Unsterblich
Thailand möchte sich auf das therapeutische Klonen zur Gewinnung von Ersatzorganen spezialisieren. Jedoch fehlen in den Ministerien die Experten zur Kontrolle der Ethik-Richtlinien
Von Andreas Sentker
DIE ZEIT 19.02.2004 Nr.9
„Aggressiv, effizient und zielorientiert“
Der Max-Planck-Forscher Axel Ullrich will zum Forschen nach Singapur. Ein Gespräch über den Aufbruch von Asiens Biotechnologie
DIE ZEIT 19.02.2004 Nr.9
Ende einer unsinnigen Denkpause
Nach dem Experiment in Korea: Höchste Zeit, das Forschungsklonen weltweit zu regulieren
Von Gero von Randow
Koreas Kloner haben einem Thema neue Dringlichkeit verliehen, das im vergangenen November zunächst einmal um zwei Jahre vertagt worden war: die internationale Konvention über das Klonen menschlicher Zellen.
DIE ZEIT 19.02.2004 Nr.9
Irrwege der Forscher
Der Streit um das Klonen flammt wieder auf. Die Versuche in Südkorea zeigen: Die Welt braucht schnell ein umfassendes Klonverbot.
Autor: Matthias Gierth
RHEINISCHER MERKUR Nr. 08, 19.02.2004
Neuronale Stammzellen liegen auf Halde
Das Gehirn nutzt sein Erneuerungspotenzial nicht
Im Vorderhirn erwachsener Menschen haben kalifornische Forscher ein Band aus neuronalen Stammzellen gefunden. Wie das Team um den Neurowissenschaftler Arturo Alvarez-Buylla im Wissenschaftsmagazin Nature berichtet, kleidet die neu entdeckte Zellschicht die Wände der Seitenventrikel - zweier flüssigkeitsgefüllter Hohlräume im Gehirn - aus.
BERLINER ZEITUNG 19.02.04
Wer impft den Pizzamann?
Amerikas Forscher rüsten gegen den Bioterror
Von Gero von Randow
Seattle - Wie gut ist der Westen gegen bioterroristische Angriffe gerüstet? Nicht gut genug. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende in Seattle auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS).
DIE ZEIT 19.02.2004 Nr.9
Florida plant Gesetz gegen Suizid on stage
Wer für eine Selbstmord-Show wirbt, sie organisiert oder dafür Karten verkauft, soll künftig mit einer Geldstrafe sowie mit Gefängnis bis zu drei Jahren rechnen müssen.
KATH.NET 19.02.04
EU-Kommission fördert verbrauchende Embryonenforschung vorerst nicht
Forschung an embryonalen Stammzellen soll jedoch ohne Stichtag möglich sein. Peter Liese: Ein Schritt in die richtige Richtung, aber Probleme noch nicht gelöst
KATH.NET 19.02.04
Busquin sollte Sperrminorität beachten
Ausreichender Embryonenschutz nur bei Stichtagsregelung
Zur weiteren Planung der EU-Kommission, verbrauchende Embryonenforschung zu fördern, erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' Thomas Rachel MdB:
Die EU-Kommission sollte keine Embryonenforschung fördern, für die Embryonen zur Herstellung von Stammzellen zerstört wurden.
PRESSEMITTEILUNG 18.02.04
Der Beweis: Stammzellen differenzieren im Körper zu Herzzellen
DURHAM/NORTH CAROLINA. US-amerikanische Forscher können erstmals beweisen, dass Stammzellen aus dem Nabelschnurblut sich im menschlichen Körper tatsächlich in Myozyten differenzieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.02.04
Der Beweis: Stammzellen differenzieren im Körper zu Herzzellen
DURHAM/NORTH CAROLINA. US-amerikanische Forscher können erstmals beweisen, dass Stammzellen aus dem Nabelschnurblut sich im menschlichen Körper tatsächlich in Myozyten differenzieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.02.04
Haftbefehl wegen Totschlags gegen Internistin aus Langenhagen
HANNOVER. Wegen des Verdachts, mindestens acht Patienten mit Morphium getötet zu haben, ist gegen eine 53-jährige Ärztin aus Langenhagen bei Hannover Haftbefehl erlassen worden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.02.04
Nordrhein-Westfalen: Gesundheitssektor soll Motor für Beschäftigung werden
DÜSSELDORF. Die SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen (NRW) möchte den Gesundheitssektor zum Beschäftigungs- und Wirtschaftsmotor weiterentwickeln. Ein Schwerpunkt sollen dabei Dienstleistungen für Senioren sein.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.02.04
Bundesrat: Betreuungsrecht im Interesse der Betroffenen ändern
Recht/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/BOB) Der Bundesrat weist darauf hin, die Kosten der Länder für das Betreuungsverfahren seien überproportional zur Entwicklung der Betreuungsfälle "explosionsartig" gestiegen. Eine entsprechende Verbesserung der Situation der Betroffenen stehe dem nicht gegenüber. Aus diesem Grunde hat die Länderkammer einen Gesetzentwurf zur Änderung des Betreuungsrechts (15/2494) eingebracht.
HIB Nr. 042, 18.02.04
Franz Thönnes: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 war ein voller Erfolg
„Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 hat viele Anstöße gegeben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass - auch unter schwierigen Rahmenbedingungen - weitere Verbesserungen für Menschen mit Behinderung erreicht werden, um die Ziele Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe weiter zu verwirklichen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Franz Thönnes, am Mittwoch anlässlich der Veranstaltung „Teilhabe gestalten - Konsequenzen aus dem EJMB 2003“ in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 18.02.04
WHO uneins über Forschungsklonen
Die 191 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weiter uneins über das sogenannte therapeutische Klonen.
Ärzte Zeitung, 18.02.2004
Kliniknetz fördert klinische Studien mit Kindern
BERLIN (gvg). Vor allem bei Kindern werden Arzneimittel außerhalb der eigentlichen Zulassung verwendet. Weil an den Zulassungsstudien meist keine Kinder teilnehmen, bleibt oft keine andere Wahl. Das Kliniknetz PAED-Net initiiert nun Studien, um offizielle Zulassungen für häufig angewandte "Off-Label"-Präparate zu erreichen.
Ärzte Zeitung, 18.02.2004
Pharmainformationen für Ärzte weisen erhebliche Mängel auf
KÖLN. Nach einer am 13. Februar im „arznei-telegramm“ veröffentlichten Studie des Kölner Instituts für evidenzbasierte Medizin (DIeM) weisen Pharmainformationen für Ärzte erhebliche inhaltliche Mängel auf.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.02.03
Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie besser nicht...
Von Martina Fietz
Wissenschaftler klagen über die Gesellschaft: Ein Sinneswandel muss her. Weniger die Risiken, mehr die Chancen sehen. Nur so können blühende Biotech-Landschaften entstehen. – Sind die deutschen Gesetze tatsächlich innovationsfeindlich? Nein, sagt die Union. Doch längst nicht alle in der Fraktion sind dieser Meinung. Eine Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller zeigt die Bruchstellen der Debatte.
DIE TAGESPOST Nr.20 vom 17.02.2004
Bischöfe verurteilen Klonexperimente
Forschung südkoreanischer Wissenschaftler verzweckt menschliches Leben unter dem Vorwand hehrer Ziele
Bonn (DT/KNA) Katholische und evangelische Bischöfe haben das von südkoreanischen Wissenschaftlern durchgeführte Forschungsklonen scharf kritisiert.
DIE TAGESPOST Nr.20 vom 17.02.2004
"Grob fahrlässig" - Langzeitarbeitslose bei Pflege einsetzen
BERLIN (dpa). Als "populistischen und praxisfernen Kurzschluß" hat der Paritätische Wohlfahrtsverband den Vorstoß von CDU- und FDP-Politikern zum Einsatz Langzeitarbeitsloser bei Zivildienst-Aufgaben zurückgewiesen.
Ärzte Zeitung, 17.02.2004
Chip erleichtert Therapiewahl bei B-Zell-Leukämie
HEIDELBERG (eb). Ist bei Patienten mit einer chronisch lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-CLL) eine Chemotherapie ausreichend oder ist eine Stammzelltransplantation nötig? Bei der richtigen Entscheidung kann ein neuer Biochip helfen.
Ärzte Zeitung, 17.02.2004
Mit Gentechnik zur Goldmedaille
Athleten wittern Siege: Gentherapeutisches Verfahren zum Muskelaufbau bei Ratten lässt auf Leistungssteigerung auch bei Sportlern hoffen
DER STANDARD 17.02.04
Leberkrank durch Gen-Verlust
MAILAND (ple). Ursache der Autoimmunkrankheit PBC (primär-biliäre Zirrhose) könnten genetische Faktoren auf dem X-Chromosom sein, eine mögliche Erklärung dafür, daß neun mal mehr Frauen als Männer die Autoimmunkrankheit bekommen.
Ärzte Zeitung, 17.02.2004
Phase-1-Studie einer Aids-Vakzine beginnt in Hamburg und Bonn
BERLIN. An der Universität Bonn und dem Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) in Hamburg werden in den nächsten Tagen die ersten von 50 Freiwilligen einen gentechnischen Impfstoff gegen die Immunschwäche Aids erhalten. Es ist der Beginn einer Phase-I-Studie zu einer neuartigen Vakzine und zugleich die erste Studie dieser Art in Deutschland.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.02.04
Erste HIV-Impfstoffstudie ist jetzt in Deutschland gestartet worden
50 Freiwillige in Hamburg, Bonn und Belgien nehmen teil / Einmal-Injektion reicht aus
BERLIN (gvg). Während der nächsten dreizehn Monate wird hierzulande erstmals ein HIV-Impfstoff erprobt. An der Phase-I-Studie, in der für die Impfung ein gentechnisch verändertes Virus verwendet wird, nehmen an den Uni-Kliniken Hamburg-Eppendorf und Bonn sowie an zwei belgischen Zentren insgesamt 50 gesunde Freiwillige teil.
Ärzte Zeitung, 17.02.2004
Bundeswehr bewilligt Versorgung für erste Radaropfer
LEIPZIG. Die Bundeswehr bewilligt eine Versorgung für Strahlenopfer der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. „Fünf positive Bescheide sind raus, weitere werden in den nächsten Tagen folgen“, sagte eine Sprecherin der „Leipziger Volkszeitung“ in der Ausgabe vom 17. Februar.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.02.03
Schöne heile Welt der Grünen Gentechnik ist PR / Kritischer Bericht untersucht Entwicklung neuer transgener Pflanzen
Gesunde Pflanzenöle, samenlose Früchte und vitaminreiches Gemüse - mit solchen Produkten wollen Gentech-Konzerne um die Akzeptanz der KonsumentInnen werben. Dahinter steckt vor allem der Versuch, das Image von Gentech-Pflanzen zu verbessern. Auf dem Markt werden die neuen Entwicklungen auch in den nächsten fünf Jahren kaum erscheinen. Das zeigt der neu erschienene Bericht «Verschobene Marktreife» des Gen-ethischen Netzwerkes e.V. (GeN),
PRESSEMITTEILUNG BUND 17.02.04
Verschobene Marktreife - Materielien zur zweiten und dritten Generation gentechnisch veränderter Pflanzen"
Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) hat den Bericht "Verschobene Marktreife - Materielien zur zweiten und dritten Generation gentechnisch veränderter Pflanzen" veröffentlicht (Autoren: Benno Vogel und Christof Potthof). Die Printversion ist im GeN-Büro zum Preis von 15 Euro erhältlich. Siehe auch
114 Seiten, 1,46 MB, Dezember 2003
Mäuse aus Riechzellen geklont
Bislang wurden Lebewesen mithilfe der Kerne aktiver, sich teilender Zellen geklont. Doch auch ausgereifte Zellen können die notwendige Erbinformation liefern.
NETZEITUNG.DE 16.02.04
USA: “Morning-After”-Pille bleibt rezeptpflichtig
WASHINGTON. In den USA bleibt die umstrittene “Morning-After”-Pille vorerst rezeptpflichtig. Verbraucherverbände hatten gehofft, dass die Zulassungsbehörde FDA beschließt, das Notfall-Kontrazeptivum “Plan B” für den freien Verkauf ohne ärztliche Bescheinigung (over the counter, OTC) zuzulassen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.02.04
„Focus“: Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt zu neuen Arzneimittelpreisen
MÜNCHEN. Die Gesundheitsreform der Bundesregierung beschäftigt jetzt auch das Wirtschaftsdezernat der Bonner Staatsanwaltschaft.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.02.04
Pharmaverband VFA warnt vor deutlich höheren Arznei-Zuzahlungen
HAMBURG. Nach dem Beschluss der gesetzlichen Krankenkassen, die Festbeträge für Medikamente zu senken, könnte sich die Arzneimittel-Zuzahlung für gesetzlich Versicherte ab April möglicherweise erheblich erhöhen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.02.04
Frühkindliche Hirnschädigung durch Alkohol, Narkosemittel und Blei – ”Synaptogenese” als vulnerable Phase
SEATTLE. Das Gehirn von Feten und Kleinkindern ist besonders anfällig gegenüber Schadstoffen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.02.04
Lehmann hält südkoreanisches Klon-Experiment für „menschenverachtend“
MAINZ. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat das Klon-Experiment in Südkorea massiv kritisiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.02.04
"Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V." gegründet
Berlin (VFA). "Die Mitgliedsunternehmen des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller haben heute die 'Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.' gegründet. Damit wollen wir sicherstellen, dass in der Zusammenarbeit von Ärzten und Industrie Verhaltensregelungen eingehalten werden, die eine unlautere Beeinflussung der ärztlichen Unabhängigkeit ausschließen.
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA 16.02.2004
Neue Heilmittel-Richtlinien: Alle Versicherten erhalten notwendige medizinische Versorgung
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat fristgerecht bis zum 16. Februar 2004 die Heilmittel-Richtlinien des Bundesausschusses geprüft und bewertet.
Eine Neufassung war notwendig, weil es seit der letzten Änderung im Jahr 2001 einen überproportionalen Ausgabenanstieg der Kosten bei der Heilmittelversorgung gab.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 16.02.04
Stabile Beiträge sollen für Pflege Vorrang haben
BERLIN (hak). Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung soll die Beitragssatzstabilität "absoluten Vorrang" haben. Das versicherte Regierungssprecher Thomas Steg am vergangenen Freitag in Berlin.
Ärzte Zeitung, 16.02.2004
Noch keine Anklage erhoben
HANNOVER (cben). Ob die Hannoveraner Internistin Mechthild Bach wegen fahrlässiger Tötung angezeigt wird, bleibt weiter offen.
Die Ärztin steht in Verdacht, bei 76 ihrer schwer kranken Patienten Opiate verabreicht zu haben, ohne die Patienten über die lebensverkürzende Wirkung der Medikamente aufgeklärt zu haben.
Ärzte Zeitung, 16.02.2004
EU-Zulassung für Monsantos Gen-Mais?
Hamburg - Seit Jahren lehnt eine klare Mehrheit der Europäerinnen und Europäer Gentechnik im Essen ab. Nicht zuletzt deshalb hat die EU seit 1998 keine neuen Zulassungen von Gen-Gewächsen für die Verwendung in Lebensmitteln erteilt. Am Mittwoch könnte diese Bastion fallen.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 16.02.04
Südkoreaner entfachen deutsche Ethikdebatte neu
Parlamentarier fordern internationales Klonverbot
BERLIN (hak/dpa). Die Experimente mit geklonten Embryonen in Südkorea (wir berichteten) haben die deutsche Bioethikdebatte erneut entfacht. Forscher forderten eine Lockerung der Gesetze in Deutschland, Politiker beklagten das Fehlen eines internationalen Klonverbots, Kirchenvertreter prangerten Grenzüberschreitungen an.
Ärzte Zeitung, 16.02.2004
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Südkoreanische Forscher fordern Klonverbot
Nach einem wissenschaftlichen Durchbruch im Bereich des therapeutischen Klonens distanzieren sich die Forscher vom Einsatz der Technik zu reproduktiven Zwecken.
NETZEITUNG.DE 13.02.04
Klonembryonen: Jetzt Klonexperimente international ächten
Zur Veröffentlichung der koreanischen Klonexperimente mit menschlichen Embryonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Mit der detaillierten Veröffentlichung über das experimentelle Klonen menschlicher Embryonen ist zu befürchten, dass in Kürze eine Vielzahl von Nachahmern ebenfalls Klonexperimente starten werden. Dies erfordert massenhafte Eizellspenden junger Frauen unter risikoreichen und belastenden Hormonbehandlungen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 13.02.04
Klonembryonen: Internationales Klonverbot dringend nötig
Zu der für heute angekündigten Vorstellung erfolgreicher Klonexperimente mit menschlichen Embryonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Das heute bekannt gewordene Klonexperiment mit menschlichen Embryonen verdeutlicht die dringliche Notwendigkeit eines echten internationalen Klonverbotes. Die Menschenwürde verbietet jede Herstellung menschlicher Embryonen durch Klonen, unabhängig vom damit verfolgten Zweck.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 12.02.04
Union und FDP benennen neue Aspekte zur verstärkten HIV/Aids-Bekämpfung
Entwicklungszusammenarbeit/Antrag
Berlin: (hib/WOL) Neue Aspekte nennt die CDU/CSU-Fraktion in einem Antrag, wonach "Entwicklungspolitik die Bekämpfung von HIV/Aids verstärkt bekämpfen muß" (15/2465).
HIB Nr. 038, 12.02.04
Mutig, aber nicht clever
In-vitro-Befruchtung wirkt sich auf das Verhalten aus
Biologie. - Dass Kinderwagen für Mehrlinge heute ein Muss für jedes Fachgeschäft ist, hängt nicht zuletzt mit den Errungenschaften der künstlichen Befruchtung zusammen. Denn eine Hormontherapie sowie gleich mehrere eingesetzte Embryonen sollen einerseits die Chance einer erfolgreichen Schwangerschaft verbessern, andererseits werden so aber auch Mehrlingsgeburten begünstigt. Heute neigen manche Fortpflanzungsmediziner daher dazu, Embryonen vor der Implantation länger anzuzüchten. Doch das, so belegen Experimente, könnte sich auf die Kinder niederschlagen.
DEUTSCHLANDFUNK 10.02.04
Das 6. Rahmenprogramm - eine Kurzdarstellung
In dieser Broschüre geht es um das Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft. Eine
entsprechende Broschüre informiert Sie über das Euratom-Rahmenprogramm im Bereich der
Nuklearforschung.
40 Seiten, Ausgabe vom Dezember 2002
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