Presse
Pressespiegel 01.-15. Februar 2005
Anzahl: 66 Artikel, Stand 16.02.05
15. Februar
Mord nach Protokoll
Von Stefan Rehder
In den Niederlanden wird die nächste Stufe der Euthanasie gezündet. Mit einer das Mitleid besonders strapazierenden Debatte über die bereits praktizierte Euthanasie an schwer geschädigten Säuglingen wird die Gesellschaft darauf vorbereitet, der Tötung von nicht einwilligungsfähigen Menschen zuzustimmen.
DIE TAGESPOST vom 15.02.2005
Soll Terri Schiavo leben oder sterben dürfen?
Heftige Debatte über Wachkoma-Patientin in den USA
WASHINGTON (dpa). Seit mehr als sieben Jahren schon wird im US-Staat Florida über Leben oder Tod einer Frau gestritten, die seit einem Herzanfall 1990 im Koma liegt. Der Fall hat in den USA eine Debatte über Sterberecht und Euthanasie ausgelöst.
Von Gabriele Chwallek
Ärzte Zeitung, 15.02.2005
Chimären: Behörde stoppt Patent auf Halbmenschen
Es klingt wie ein Albtraum: Ein künstliches Lebewesen, halb Mensch, halb Affe. Eine US-Behörde hat jetzt entschieden, keine Patente auf solche Mischkreaturen zu erteilen - und damit dem Erfinder eine große Freude gemacht.
SPIEGEL ONLINE 15.02.05
Mit Polizeistaat-Methoden gegen Lebensschützer
Dietmar Fischer, Chef von „Human Life International“, kritisiert Pläne der Wiener SPÖ - Von Stephan Baier / DIE TAGESPOST
Wien (kath.net/DT) Ein Interview mit Dietmar Fischer
KATH.NET 15.02.05
Polen: Neues Abtreibungsgesetz gescheitert
Die Parlamentsabgeordneten haben am Dienstag mit 199 zu 183 eine Freigabe bis zur zwölften Woche abgelehnt. Kirche bezeichnete geplante Änderungen als "Verbrechen gegen die Nation"
KATH.NET 15.02.05
Stammzellforschung für die Therapie von Osteoporose und Arthrose
Eignen sich Stammzellen für die Behandlung von Knorpel- und Knochenkrankheiten? Mit dieser Frage befasst sich an der Uni Würzburg seit 2001 eine Klinische Forschergruppe. Die Wissenschaftler haben bislang so erfolgreich gearbeitet, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Freistaat Bayern sie nun für weitere drei Jahre unterstützen: Insgesamt 1,5 Millionen Euro stehen in dieser Zeit für die Wissenschaft zur Verfügung.
Die Forscher untersuchen adulte Stammzellen, also solche, die jeder Erwachsene in sich trägt.
PRESSEMITTEILUNG Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg 15.02.05
Witwe nach Freitod ihres Mannes verurteilt
Bedingte Gefängnisstrafe wegen Tötung auf Verlangen
Eine 55-jährige Frau hatte ihrem schwerstkranken Mann im Sommer 2002 auf dessen Wunsch hin geholfen, aus dem Leben zu scheiden. Wegen Tötung auf Verlangen sind sie und ein Sterbebegleiter zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt worden.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 15.02.05
In vielen Dörfern könnte es bald einen Garten mit Impf-Gemüse geben
Von Thomas Müller
Vielleicht wird bald jedes kleine Dorf in Afrika, Lateinamerika oder Asien einen ganz besonderen Gemüsegarten haben: Kartoffeln gegen Hepatitis wachsen neben Tomaten gegen Polio und Bananen, die vor Durchfall schützen. Diese Pflanzen haben eines gemeinsam - sie produzieren Antigene gefährlicher Erreger. Ein paar Mahlzeiten mit solchem Gemüse machen die Dorfbewohner immun gegen die wichtigsten Infekte.
Ärzte Zeitung, 15.02.2005
Voneinander lernen - Internetseite zum Förderschwerpunkt "Benchmarking in der Patientenversorgung" gestartet
Die Internetseiten http://www.lernen-vom-besten.de/ und http://www.benchmarking-qm.de/ gehen heute an den Start. Auf diesen Seiten können Informationen zu den 10 vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung geförderten Modellprojekten zur besseren Patientenversorgung abgerufen werden.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 15.02.05
14. Februar
Robert Koch-Institut hat 9. Genehmigung für Stammzellenforschung an das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin erteilt
Am 14. 02. 2005 hat das Robert Koch-Institut die neunte Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) erteilt. Sie ergeht an das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG RKI 14.02.05
Frankreich: Sterbehilfe bleibt juristische Grauzone
PARIS. In Frankreich diskutieren Gesundheitspolitiker, Ärzte- und Patientenverbände abermals über das Thema aktiver ärztlicher Sterbehilfe.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.02.05
Neue Quelle für Stammzellen
Forscher aus Toronto in Kanada haben eine neue Stammzell-Quelle entdeckt. Im Bindegewebe von Nabelschnurgefäßen fanden sie eine hohe Konzentration von Mesenchym-Vorläuferzellen.
Ärzte Zeitung, 14.02.2005
13. Februar
Aktuelle Studie aus Rostock: Stammzellen helfen bei der Reparatur des Herzens
Eine Therapie mit ausgewählten Stammzellen kann im Rahmen einer Bypass-Operation die Funktion Infarkt-geschädigter Bereiche des Herzmuskels verbessern. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Rostock.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. 13.02.05
Künstliche Herzen statt Transplantation: "Chance auf ein neues Leben"
Patienten mit schweren Herzerkrankungen, die eine Transplantation benötigen würden, müssen häufig zu lange auf das lebensrettende Organ warten. Neue mechanische Unterstützungssysteme für den Herz-Kreislauf können nicht nur dabei helfen, die Wartezeit zu überbrücken, sondern auch die Transplantation überhaupt ersetzen, berichtete Prof. Dr. Christof Schmid bei der Jahreskonferenz der Herzchirurgen in Hamburg.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. 13.02.05
12. Februar
Bundestag berät über Spätabtreibungen
Anhörung des Familienausschusses – Positive Resonanz auf Unterschriftenaktion – Evangelische Kirche fordert Neuregelung
Würzburg (KNA/kgm) Der Bundestag befasst sich am kommenden Mittwoch in einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses mit dem Thema Spätabtreibung.
DIE TAGESPOST vom 12.02.2005
Politik kapituliert vor ‚grauenhaftem Geschehen’ der Spätabtreibung
Sozialwissenschaftler Spieker spricht vom „dunkelsten Kapitel des Rechtsstaates“
St. Augustin - Scharfe Kritik am Umgang der Politik mit dem Problem der Spätabtreibungen hat der Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück, Manfred Spieker, geübt.
KATH.NET 12.02.05
Einst tabu, heute gesellschaftsfähig
Regina Einig
Die Anhörung im Familienausschuss des Bundestages, bei der die CDU/CSU in der kommenden Woche eine verbindliche Verschärfung der Vorgaben für Spätabtreibungen erreichen will, ist eine Chance mit Seltenheitswert.
DIE TAGESPOST vom 12.02.2005
Kampagne für Ungeborene
Amerikanischer Episkopat setzt sich mit Daten der Abtreibungslobby für das Leben ein
Von Regina Einig
Würzburg (DT) Das Lebensschutzbüro der nordamerikanischen Bischofskonferenz hat erstmals eine öffentliche Kampagne gegen Abtreibung gestartet, die mit einer knappen und übersichtlichen Präsentation von Fakten und Fotos über den Tod Ungeborener informiert.
DIE TAGESPOST vom 12.02.2005
11. Februar
EKD: Zahl der Spätabbrüche verringern
Behinderung dürfe nicht alleiniger Grund für Abbruch sein
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) unterstütze grundsätzlich politische Bemühungen, um die Zahl der Spätabbrüche von Schwangerschaften zu verringern.
PRESSEMITTEILUNG EKD 11.02.2005
10. Februar
Das Herz kann sich doch selbst regenerieren
Vorläuferzellen verfügen über Fähigkeit zur Reproduktion
San Diego - Das Herz enthält Zellen, die sich nach der Geburt teilen und reifen können. Damit könnte es diesem Organ doch möglich sein, sich zu regenerieren.
PRESSETEXT.AUSTRIA 10.02.05
Stammzellen aus Herzen isoliert
FREIBURG (mut). Erstmals wurden bei Menschen Herzstammzellen auch nach der Geburt entdeckt. Bislang ging man davon aus, daß solche Zellen nur während der Entwicklung von Feten vorhanden sind.
Ärzte Zeitung, 10.02.2005
Wo bleibt nur der Protest?
reh
Dass Ian Wilmut, Schöpfer des Klon-Schafs „Dolly“, jetzt von der britischen Zulassungsbehörde HFEA die Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen erhalten hat, wundert nicht.
DIE TAGESPOST vom 10.02.2005
Britische Wissenschaftler fordern Stammzellenfonds, da Klon-Projekt Lizenz erhält
Eine Gruppe britischer Wissenschaftler und Unternehmer hat die Einrichtung einer gemeinnützigen Stiftung zur landesweiten Förderung und Finanzierung der Stammzellenforschung gefordert.
CORDIS FTE-NACHRICHTEN 10.02.05
Tests auf Leben und Tod
Jörg Michel
Berlin - Ein Haar des Mannes genügt. Dazu kommt noch ein Haar vom Kind. Und ab geht die Post ans Labor.
BERLINER ZEITUNG 10.02.05
"Ein Gencheck ist ein massiver Eingriff"
Interview mit Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates zu Gentests
BERLINER ZEITUNG 10.02.05
Curriculum zur palliativen Versorgung von Kindern erschienen
Witten/Herdecke. Die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern möchte das Institut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (IKP) der Privaten Universität Witten/Herdecke. Es hat dazu einen Lehrplan für eine Zusatzweiterbildung erarbeitet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.02.05
Forderung nach allgemeinem HIV-Screening von Erwachsenen
New Haven und Durham. US-Wissenschaftler fordern eine Ausweitung der HIV-Tests auf größere Bevölkerungsgruppen. Lohnenswert sei ein Screening in allen Regionen des Landes mit einer Prävalenz von über 0,05 Prozent, was auf weite Teile der USA (aber auch Deutschlands) zuträfe.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.02.05
Der kleinste Säugling der Welt wiegt nur 260 Gramm
Chicago. US-Mediziner haben einen neuen “Rekord” in der Lebensfähigkeit von Frühstgeborenen aufgestellt. Im September entbanden sie in der 25. Gestationswoche eine Frau per Kaiserschnitt von Zwillingen, die nur 260 und 280 Gramm wogen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.02.05
Vom Ei zum Embryo - die Menschwerdung im Großformat
Weltweit einzigartig: die "Humanembryologische Dokumentationssammlung Blechschmidt" am Anatomischen Institut der Göttinger Universität
Zwölf menschliche Embryonen, davon der kleinste nur einen halben Millimeter lang, standen "Pate" für eine weltweit einzigartige Sammlung von Kunststoffmodellen.
Ärzte Zeitung, 10.02.2005
Hirnforscher und die Vermessung des freien Willens
Neurobiologie ist für manche Forscher die neue Leitdisziplin für die Selbstbeschreibung des Menschen / Drei Denkansätze prägen die Debatte
Frankfurt/Main. Mein fester Wille - ein pure Illusion? Die Erkenntnisse moderner Hirnforscher haben eine Debatte entzündet, die mittlerweile Züge eines Kulturkampfs trägt.
Ärzte Zeitung, 10.02.2005
09. Februar
Nordosten ist Spitze bei Organspenden
SCHWERIN (di). 36 Organspenden pro eine Million Einwohner - damit weist Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Schweriner Sozialministeriums die höchste Organspenderate in Deutschland auf.
Ärzte Zeitung, 09.02.2005
Insel-Zellen lebend gespendet
EDMONTON/KYOTO (Rö). Diabetes-Spezialisten aus Edmonton in Kanada und aus Kyoto ist es nach ihren Angaben erstmals gelungen, Insel-Zellen von einer Lebend-Spenderin auf eine Typ-1-Diabetikerin zu transplantieren.
Ärzte Zeitung, 09.02.2005
Eizellen für künstliche Befruchtung können auch in vitro reifen
Neues Verfahren erspart Frauen wochenlange Hormontherapie / Vorgereifte Eizellen werden in Petrischalen mit Hormonen behandelt
Ärzte Zeitung, 09.02.2005
Müll, der keiner mehr ist
Eine Neubewertung der sogenannten «junk-DNA»
Bis vor kurzem galt DNA, die keine Gene oder Kontrollregionen enthält, als unnützer Müll. Doch allein ihr Umfang - im menschlichen Genom immerhin 98 Prozent - sprach gegen diese Theorie. Neuere Arbeiten zeigen nun, dass gerade in diesem Müll DNA-Abschnitte mit wichtigen Aufgaben für die Regulierung der Gen-Aktivität liegen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 09.02.05
08. Februar
Dolly-Schöpfer darf menschliche Embryos klonen
Britische Aufsichtsbehörde erteilt Ian Wilmut die Genehmigung. Der Wissenschaftler will die Lizenz zur Erforschung neurologischer Krankheiten nutzen
DIE WELT 08.02.05
Großbritannien: Erlaubnis zum Klonen erteilt
"Dolly Klonschaf"-Erfinder soll nach Ursachen von Krankheiten forschen
London - Der Vater des "Klonschafs Dolly", Ian Wilmut, hat die Erlaubnis von der zuständigen Aufsichtsbehörde bekommen, nun auch menschliche Embryos zu klonen, berichtet BBC-Online.
PRESSETEXT.AUSTRIA 08.02.05
Schweizer Organisation für Sterbehilfe zeichnet Suizide auf Video auf
Filme sollen Helfer vor juristischen Problemen schützen
ZÜRICH (dpa). Zur Vermeidung von Problemen mit der Justiz zeichnet die umstrittene Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas in heiklen Fällen den Freitod von Sterbewilligen auf Video auf.
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
Ärztekammer und CSU streiten über eine Bestattungspflicht
Christsoziale fordern generelle Bestattung von Fehlgeburten, Feten oder Embryonen / Kammer dagegen, Frauen unter Druck zu setzen
MÜNCHEN (sto). Die Bayerische Ärztekammer lehnt eine generelle Bestattungspflicht für Fehlgeburten, Feten oder Embryonen ab. Die bisherigen Regelungen seien ausreichend, so Kammerpräsident Dr. Hellmut Koch.
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
Genchip soll biologische Kampfstoffe identifizieren
Entwicklung des Chips bis Ende 2006 geplant / Auch genetisch manipulierte Erreger lassen sich damit nachweisen
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
Gene prägen den Geschmackssinn bei Kindern
ELK GROVE VILLAGE (ddp). Außer der Nahrung in den ersten Lebensmonaten prägen auch die Gene den Geschmackssinn.
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
07. Februar
Gendefekt bei Schizophrenie entdeckt
ESSEN (ddp). Mit einem Gentest könnte künftig bei Menschen ein Risiko für Schizophrenie festgestellt werden.
Ärzte Zeitung, 07.02.2005
Neue US-Höchstrichter könnten Wende in Abtreibungsfrage bewirken
Laut Abtreibungsorganisation NARAL hatte US-Präsident Bush bei 200 Ernennungen nur zwei Richter ernannt, die die Abtreibungsgesetzgebung unterstützen.
KATH.NET 07.02.05
Der Großmeister der Biologie ist tot
Der "Darwin des 20. Jahrhunderts", Ernst Mayr, starb 100jährig - Vordenker einer eigenständigen Bio-Philosophie
von Matthias Glaubrecht
DIE WELT 07.02.05
05. Februar
Lanzenstich in die Bastion des Schweigens
Bundestagspräsident Thierse nahm in Berlin die ersten 146 000 Unterschriften gegen Spätabtreibungen entgegen
Von Guido Horst
Berlin (DT) Das „politische Berlin“ scheint fest geeint zu sein, wenn es darum geht, jede Debatte über die gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung in Deutschland bereits im Keim zu ersticken. Über alle Parteigrenzen hinweg gilt die heutige Rechtslage als heilige Kuh, die niemand ernsthaft anzurühren gedenkt.
DIE TAGESPOST vom 05.02.2005
Impfung mit DNA blockiert Wiederkehr der Tuberkulose
Erreger-Gene stoppen im Körper versteckte Keime
von Joachim Czichos
DIE WELT 05.02.05
Ohne Samenflüssigkeit wächst die Eizelle nicht
Einnisten in der Gebärmutter durch Botenstoffe aus dem Ejakulat - Hoffnung auf leichtere künstliche Befruchtung
von Kim Brandenburger
Heidelberg - Neue Erkenntnisse über die Wirkung von Samenflüssigkeit auf die Gebärmutter machen Hoffnung auf eine höhere Erfolgsrate von künstlichen Befruchtungen.
DIE WELT 05.02.05
Verzweifelt gesucht: Spenderorgane
In Deutschland sterben jährlich hunderte Menschen, denen mit einer Transplantation geholfen werden könnte – Große Anfrage der CDU im Bundestag
Von Christoph Scholz
DIE TAGESPOST vom 05.02.2005
04. Februar
Ein südkoreanischer Nationalheld
Vor einem Jahr landete der Seouler Professor Hwang Woo-suk eine Sensation: Sein Team klonte erstmals menschliche Stammzellen. Seit kurzem hat Südkorea ein neues Klongesetz. Jetzt darf Hwang auch ganz offiziell weitermachen
Aus Seoul Marco Kauffmann
TAZ 04.02.05
Niederlande: Sterbehilfe an Säuglingen
Klinkhammer, Gisela
An unheilbar kranken Säuglingen ist in den Niederlanden in 22 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet worden. Das geht aus einer Studie hervor, die Ende Januar in der Fachzeitschrift „Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde“ veröffentlicht wurde.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 5 vom 04.02.2005, Seite A-241
Organspende: Unter Kostendruck
Gerade bei sensiblen Themen wie Sterben, Tod und Organspende genügen Aufklärungsbroschüren und Flyer allein nicht, um Menschen zu überzeugen. Das scheint die Bundesregierung nicht vollständig erkannt zu haben.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 5 vom 04.02.2005, Seite A-237
Organspende: Der Schlüssel liegt im Krankenhaus
Mauer, Dietmar; Gabel, Doris; Smit, Heiner; Kirste, Günter
Die Möglichkeiten zur Steigerung der Organspende werden nicht ausreichend umgesetzt. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation bietet hierfür umfangreiche Angebote.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 5 vom 04.02.2005, Seite A-260
Hirntodbestimmung und Betreuung des Organspenders: Eine Herausforderung für die Intensivmedizin
Bein, Thomas; Schlitt, Hans J.; Bösebeck, Detlev; Bele, Sylvia; Krämer, Bernhard K.; Taeger, Kai
Zusammenfassung
Trotz erheblicher Fortschritte in der Transplantationsmedizin besteht weiterhin ein Mangel an verfügbaren Organen für schwer kranke Patienten. Die Intensivmedizin nimmt hier eine Schlüsselrolle ein, weil die Feststellung des Hirntodes und die Vorbereitung zur Organspende (Einholung der Zustimmung der Angehörigen, organerhaltende Maßnahmen, Organisation der Organspende) in den Aufgabenbereich des intensivmedizinischen Personals fallen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 5 vom 04.02.2005, Seite A-278
Trauerunterstützung ja – Bestattungspflicht nein
Bayerns Landesärztekammer-Präsident lehnt eine generelle Bestattungspflicht für Fehlgeburten, Feten oder Embryonen ab.
PRESSEMITTEILUNG Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) 04.02.05
03. Februar
Entscheidung an der Wiege
Gibt es keine Hoffnung auf Heilung, beenden niederländische Mediziner das Leben schwerkranker Neugeborener. Die Ärzte wollen diese Praxis rechtlich absichern lassen
Von Achim Wüsthof
DIE ZEIT 03.02.2005 Nr.6
NRW startet Kampagne für Pflegebedürftige
Neu gegründete Landeskonferenz soll bessere Kooperation der Helfer sichern / Mehr Unterstützung für Angehörige
DÜSSELDORF (iss). Die nordrhein-westfälische Landesregierung will gemeinsam mit Vertretern des Pflegebereichs bis zum Herbst dieses Jahres einen "Handlungsrahmen Pflege" entwickeln. Ziel ist der Ausbau der Hilfsangebote für Pflegebedürftige und Angehörige vor allem im ambulanten Bereich.
Ärzte Zeitung, 03.02.2005
Sachsen-Anhalt verklagt Künast
Bundesverfassungsgericht soll umstrittene Gentechnik-Pläne kippen - Gesetz tritt heute in Kraft
von Claudia Ehrenstein
Berlin - Sachsen-Anhalt will mit einer Verfassungsklage "auf jeden Fall" gegen das Gentechnik-Gesetz der Bundesregierung vorgehen.
DIE WELT 03.02.05
02. Februar
Schweiz: Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Forschung an embryonalen Stammzellen
Der Bundesrat hat die ausführende Verordnung zum Bundesgesetz über die Forschung an embryonalen Stammzellen verabschiedet und das Datum des Inkrafttretens für das Gesetz auf den 1. März 2005 festgesetzt. Die Vorbereitungen für den Vollzug des Gesetzes sind im Gange.
PRESSEMITTEILUNG Eidgenössisches Department des Innern, Schweiz, 02.02.05
Schweiz erlaubt Gewinnung von embryonalen Stammzellen
Bern (dpa) - In der Schweiz dürfen Wissenschaftler künftig aus überzähligen menschlichen Embryonen Stammzellen gewinnen und mit den Zellen forschen.
YAHOO NEWS 02.02.04
Motorische Nervenzellen gezüchtet
MADISON (ple). US-Forscher haben in der Zellkultur humane embryonale Stammzellen dazu gebracht, sich in motorische Nervenzellen zu entwickeln.
Ärzte Zeitung, 02.02.2005
Patientenverfügung auch bei Koma und Demenz wirksam?
Juristinnenbund unterstützt die Pläne von Bundesjustizministerin Zypries / Gesetzesregelung allerdings im Betreuungsrecht fehlplaziert
BERLIN (mwo). Im Streit um die geplanten Regelungen zur Patientenverfügung hat der Deutsche Juristinnenbund (djb) Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in zentralen Punkten unterstützt. Allerdings kritisierte der djb, daß die Regelungen in das Betreuungsrecht eingefügt werden sollen.
Ärzte Zeitung, 02.02.2005
Niederlande beginnt mit DNA-Proben von verurteilten Straftätern
DEN HAAG. Die Niederlande nehmen seit dem 1. Februar routinemäßig DNA-Proben von verurteilten Straftätern, um die Aufklärungsquote von Verbrechen zu steigern.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.02.05
"Planned Parenthood"-Chefin geht
Gloria Feldt stand seit Jahren an der Spitze der weltweit größten Abtreibungsorganisation, die unter anderem auf T-Shirts mit dem Slogan „Ich habe abgetrieben“ warb.
KATH.NET 02.02.05
01. Februar
Peanut Pill oder Patientenverfügung?
Katja Seefeldt
In Australien hat der Arzt Philip Nitschke mit seinen Todesmaschinen die Diskussion über das Thema Sterbehilfe wieder angeheizt. In Deutschland beschäftigt sich das Kabinett ab dem Frühjahr damit
TELEPOLIS 01.02.2005
14 Filmpreise für spanischen Film über aktive Sterbehilfe
MADRID (mame). Der spanische Star-Regisseur Alejandro Amenábar erhielt am Sonntag 14 von 29 Goya-Auszeichnungen für seinen Sterbehilfefilm "Mar adentro" (Aufs Meer hinaus). Das gefühlvolle Melodrama brach in Spanien im vergangenen Jahr alle Zuschauerrekorde und löste innerhalb der Gesellschaft eine rege Debatte über die aktive Sterbehilfe aus
Ärzte Zeitung, 01.02.2005
Stammzellen als Wunderdoktoren
Stammzellen aus dem Knochenmark, die sogenannten adulten Stammzellen, besitzen die Fähigkeit, sich in verschiedene Zellarten zu differenzieren. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Regenerative Medizin. Krankheiten, bei denen es zu einer Verminderung von Zellen kommt, wie Leukämie, Muskelschwund oder Querschnittslähmung könnten mithilfe dieser Stammzellen geheilt werden.
An einer Methode, das Wachstum von Stammzellen aus dem menschlichen Knochenmark zu optimieren, forscht das Kompetenzzentrum für Materialien im Blut-Gewebekontakt in Dresden.
PRESSEMITTEILUNG Technische Universität Dresden 01.02.05
Volker Lipp: Patientenverfügung und Lebensschutz
Zur Diskussion um eine gesetzliche Regelung der „Sterbehilfe“
Die rechtlichen Grundsätze für die „Sterbehilfe“ sind seit langem in Wissenschaft, Praxis und Rechtsprechung umstritten. Ende 2004 haben das Bundesjustizministerium und die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Bundestags Gesetzentwürfe vorgelegt, die sich in zentralen Fragen erheblich unterscheiden. Erfolgreich wird ein Gesetz nur sein, wenn man sich zuvor Klarheit verschafft, worum es bei der „Sterbehilfe“ geht und wie die geltende Rechtslage ist. Volker Lipp untersucht deshalb eingehend das geltende Recht der „Sterbehilfe“ und setzt sich auf dieser Grundlage mit den aktuellen Gesetzgebungsvorschlägen detailliert auseinander.
Onlineversion, 99 Seiten, Februar 2005
Förderrichtlinien für Forschung zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Biomedizin
Erschienen im Bundesanzeiger Nr. 29 vom 11.02.2005
Weiter zu Artikel vom 16.-28. Februar 2005
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