Presse
Pressespiegel 16.-31. Januar 2005
Anzahl: 96 Artikel, Stand 04.02.05
31. Januar
Abtreibung ohne Grenzen?
Die elterliche Verantwortung über die eigenen Kinder im Falle von Abtreibung ist vielerorts gering, die Auswirkungen des Eingriffs sind schwerwiegend, zeigen aktuelle Berichte.
KATH.NET 31.01.05
Autosomale Gene der Homosexualität?
CHICAGO. US-Forscher haben außerhalb der Geschlechtschromosomen mehrere Genorte lokalisiert, die die Neigung zur männlichen Homosexualität beeinflussen. Für die Studie in der Online-Ausage von Human Genetics (2005: doi 10.1007/s00439-004-1241-4) wurde erstmals das gesamte Genom gescreent, um die kontroverse Frage zu klären, ob sexuelle Orientierungen genetisch determiniert sind.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.01.05
Juristinnenbund unterstützt Zypries bei Patientenverfügung
BERLIN. Im Streit um die geplanten Neuregelungen zur Patientenverfügung hat der Deutsche Juristinnenbund (djb) in zentralen Punkten Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) unterstützt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.01.05
Stellungnahme 05-03 zum Entwurf eines dritten Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechtes
Stellungmnahme Deutscher Juristinnenbund
2 Seiten, veröffentlicht 31.01.05
Wenn Retter außer Kontrolle geraten
Nach wiederholtem Leukämiefall unterbrechen französische Mediziner Gentherapie-Studie
DEUTSCHLANDFUNK 31.1.2005
Mäuse mit Menschengehirn?
Mäuse, die ein Gehirn aus menschlichen Zellen haben, will der US-Biologe Irving Weissman schaffen. Für den renommierten Stammzellforscher von der Stanford University wäre es nicht der erste Schritt auf dem Weg zum Mischwesen aus Mensch und Tier.
DER SPIEGEL 5/2005 - 31. Januar 2005
Kanada: Angekündigter Suizid löst Sterbehilfe-Debatte aus
Ottawa - Eine 78-jähriger, unheilbar lungenkranker Kanadier hat sich am Wochenende selbst getötet. Er hatte den Suizid zuvor auf einer Pressekonferenz angekündigt, um mit dieser Tat eine Debatte über die bislang in Kanada strafbare Sterbehilfe auszulösen.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 31.01.2005
Koalition entschärft Vorgaben für DNA-Tests
Zypries kündigt Gesetz an / Union: Tests umfassend nutzen
BERLIN (fst). In der Diskussion um eine Ausweitung von DNA-Tests in der Verbrechensbekämpfung hat sich die Bundesregierung auf die Union zubewegt. Nach dem schnellen Fahndungserfolg der Polizei im Mordfall Moshammer hatten CDU und CSU Änderungen in der Strafprozeßordnung verlangt.
Ärzte Zeitung, 31.01.2005
Im Kampf gegen Demenz setzen Politiker auch auf Hausärzte
Von Christoph Fuhr
Alter ist der größte Risikofaktor für das Auftreten von Demenzerkrankungen. Mit 80 Jahren ist ungefähr jeder fünfte Bürger dement, mit 90 bereits jeder Dritte.
Die Menschen in Deutschland werden immer älter — und das Problem Demenz läßt sich nicht weiter auf die lange Bank schieben. Genau das ist offenbar inzwischen auch den Politikern in Berlin klargeworden.
Ärzte Zeitung, 31.01.2005
Frieder Meyer-Krahmer ist neuer Staatssekretär im BMBF
"Wir brauchen eine Innovationspolitik aus einem Guss"
Professor Frieder Meyer-Krahmer ist neuer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Er tritt zum 01. Februar die Nachfolge des pensionierten Wolf-Dieter Dudenhausen an.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 31.01.05
30. Januar
Justizministerin Merk will Rechte der Väter stärken
Eigener Gesetzentwurf zum Streitthema Vaterschaftstest
München - DNA-Analysen bei der Verbrechensbekämpfung sind heftig umstritten. Die Persönlichkeitsrechte von Verdächtigen werden minutiös abgewogen, wenn es um den Einsatz des genetischen Fingerabdrucks geht. SPD und Grüne im Landtag warnen vor dem Verfassungsbruch und unüberlegten Schnellschüssen. Der Umgang mit genetischem Material von Kindern bleibt dagegen in der rechtlichen Grauzone.
DIE WELT 30.01.05
29. Januar
Kölner Staatsanwaltschaft: Keine Klage gegen Kardinal Meisner
Antrag von linken Gruppierungen wird abgelehnt - Kein Anhaltspunkt für Volksverhetzung oder Beleidung wegen der Predigt des Kardinals am Epiphanie-Fest
KATH.NET 29.01.05
Kein Ende im Salzburger Abtreibungsstreit
SPÖ-Landeshauptfrau Burgstaller hat Schwangerschaftsabbrüche per Weisung angeordnet – Das ist rechtswidrig, meint der Jurist Wolfgang Waldstein
Von Stephan Baier
DIE TAGESPOST 29.01.2005
Karlsruhe schützt Abtreiber vor Protest für Lebensschutz
Richter sehen Arzt im „Dienst verantwortlicher Eltern“
Von Alexander Riebel
Abtreibenden Ärzten hat das Bundesverfassungsgericht jetzt in einem Urteil Fachkompetenz zugesprochen. Und Proteste sind in der Straße der abtreibenden Klinik künftig verboten.
DIE TAGESPOST vom 29.01.2005
Unbrauchbare Stammzellen
Herbert Hasenbein
Die in den USA für die Forschung mit staatlichen Geldern erlaubten embryonalen Stammzellen sind mit tierischem Material versetzt und beeinflussen somit die Anwendungsmöglichkeiten beim Menschen
TELEPOLIS 29.01.2005
EU stärkt die Grundlagenforscher
Mehr Autonomie - Einschätzung als Innovationsmotor - EU-Forschungsetat verdoppelt
von Thomas A. Friedrich
Brüssel - Die Förderung der Grundlagenforschung in Europa steht vor einem Paradigmenwechsel.
DIE WELT 29.01.05
28. Januar
8. Genehmigung für Stammzellforschung vom RKI erteilt an Herrn Professor Gerlach von der Charité
Am 28. Januar 2005 hat das Robert Koch-Institut die achte Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erteilt. Sie ergeht an Professor Dr. med. Jörg Gerlach, AG Experimentelle Chirurgie, Klinik für
Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Charité Campus Virchow-Klinikum in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Instituts 28.01.2005
Biomedizin: Präzisere Vorschriften
Klinkhammer, Gisela
Ende Januar liegt das Zusatzprotokoll zur Konvention über Menschenrechte und Biomedizin betreffend medizinische Forschung zur Zeichnung aus.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 4 vom 28.01.2005, Seite A-176
Europarat hat Zusatzprotokoll „Biomedizinische Forschung“ zur Zeichnung vorgelegt
STRASSBURG. Der Europarat in Straßburg hat das Zusatzprotokoll „Biomedizinische Forschung“ zur Menschenrechts- und Biomedizin-Konvention den Mitgliedsstaaten zur Ratifizierung vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.01.05
Bundestag streitet über Ausweitung von DNA-Tests
BERLIN (fst). Die Union hat gestern im Bundestag erneut eine Ausweitung des Einsatzes der DNA-Analyse zur Verbrechensbekämpfung gefordert.
Ärzte Zeitung, 28.01.2005
Justizministerin stimmt Ausweitung von DNA-Analysen zu
Zypries kündigt Gesetzentwurf an - Union gehen die vorgeschlagenen Veränderungen nicht weit genug
Berlin - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) befürwortet eine vorsichtige Ausweitung der DNA-Analyse zum Zwecke der Strafverfolgung, lehnt aber die Forderung von CDU und CSU ab, den genetischen und den konventionellen Fingerabdruck gleichzusetzen.
DIE WELT 28.01.05
"Es fehlt der Schwung bei der Aufklärung über Organspenden"
Von Nicola Siegmund-Schultze
Neun Monate hat es gedauert, bis die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag doch noch eine Antwort von der Regierung auf ihre Große Anfrage bekamen: 47 Fragen zum Thema "Förderung der Organspende", zu dem Problem, wie das Transplantationsgesetz von 1997 wirkungsvoller umgesetzt und die Zahl der Organspenden erhöht werden könne.
Ärzte Zeitung, 28.01.2005
Kinderhospize sind auf Spenden angewiesen
OLPE (ras). Die Zahl der Kinderhospize in Deutschland nimmt stetig zu. Doch alle Einrichtungen sind auf Spenden angewiesen.
Ärzte Zeitung, 28.01.2005
27. Januar
Forscher im Aus
Das Stammzellgesetz erweist sich zunehmend als untauglich
Von Ulrich Bahnsen
DIE ZEIT 27.01.2005 Nr.5
Lebenshilfe lehnt Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen als unzureichend ab
Gefahr der Abwertung kranker und behinderter Menschen
In den letzten Jahren sind Patientenverfügungen immer populärer geworden, ihre Anwendung hat sich verbreitet. Das Bundesjustizministerium will nun den Umgang mit Patientenverfügungen erstmals gesetzlich regeln, ein Entwurf dazu liegt vor. In einer umfangreichen Stellungnahme hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung mit Sitz in Marburg ihre Bedenken zu dem Gesetzgebungsprojekt geäußert.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung 27.01.05
DNA-Analyse soll Standard werden
Arbeitsgruppe der Justizminister empfiehlt Gleichstellung mit herkömmlichem Fingerabdruck von Straftätern
von Ansgar Graw und Carsten Fiedler
Berlin - Eine Arbeitsgruppe der Justizminister der Länder spricht sich für die Aufnahme der DNA-Analyse als Standardmaßnahme der erkennungsdienstlichen Behandlung aus.
DIE WELT 27.01.05
Neue Wege zur Reparatur des Herzens
Das Rostocker Institut für Regenerative Medizin und Stammzelltherapie (Irmed e.V.) und die in Bergisch-Gladbach und Teterow ansässige Firma Miltenyi Biotec GmbH entwickeln Verfahren zur Regeneration von zerstörtem Herzgewebe - zur Heilung von Patienten mit Herzinfarkten. Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes arbeitet seit Januar eine Gruppe internationaler Wissenschaftler an Verfahren zur Anzüchtung von Herzgewebe durch die Stammzelltherapie. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, gefördert wird es im Rahmen des Programms BiochancePlus des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Es hat ein Gesamtvolumen von 2,4 Millionen Euro. Langfristig soll sich Rostock zum führenden Zentrum für kardiale Stammzelltherapie entwickeln.
PRESSEMITTEILUNG BioCon Valley Initiative 27.01.05
Wem gehört das Gehirn?
Wir stehen am Anfang der Neurorevolution - von der Gesellschaft größtenteils unbemerkt
Stephan Schleim
Wissenschaft und Gesellschaft prallen in regelmäßigen Abständen aufeinander. Meistens dann, wenn Technik unseren Alltag zu verändern droht, oder wenn bereits gängige Praxis - so etwa im Falle der Bioethik - publik wird. Nun explodiert der Markt der Neurowissenschaften schon seit Jahren und vereinzelt schaffen es Sensationsmeldungen in die Presse. Jüngst berichtete SZ-Wissen etwa, Hirnforscher könnten erste Gedanken lesen1 . Wenn solche Meldungen auch mit Vorsicht zu genießen sind, wird der Mensch doch in seinem sensibelsten Bereich, seinem Gehirn, immer verfügbarer. Der große gesellschaftliche Aufschrei ist bislang ausgeblieben. Dabei ist es wichtig, dass sich eine Gesellschaft rechtzeitig darüber klar wird, was sie zulassen will und was nicht, um nicht vom technischen Fortschritt überrollt zu werden. Kurz gesagt, es ist höchste Zeit für eine öffentliche Neuroethik-Diskussion.
TELEPOLIS 27.01.2005
Bioterror - Wenn die Pocken kommen
Biowaffen-Angriff auf Europa: Wie reagiert die Politik? Im Ballsaal eines Luxushotels in Washington spielten Politiker die Rolle von Politikern im Antiterrorkampf. Unser USA-Korrespondent Thomas Kleine-Brockhoff war dabei – er spielte einen Journalisten
DIE ZEIT 27.01.2005 Nr.5
CDL kritisiert BGH-Entscheidung zur Bannmeile um Abtreibungspraxis
Lebensschützer dürfen nicht vor Abtreibungseinrichtungen protestieren - eine „Einschränkung des Demonstrationsrechts bzw. des Rechts auf freie Meinungsäußerung“.
Meschede (www.kath.net) Auf deutliche Kritik bei den Christdemokraten für das Leben (CDL) stößt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe, dass Lebensschützer nicht vor Abtreibungseinrichtungen protestieren dürfen.
KATH.NET 27.01.05
Eine gescheiterte Initiative still beerdigt
von Bernward Büchner
Beinahe wären pro familia und Verbündete erfolgreich gewesen. Doch aus guten Gründen hat die Mehrheit des Bundesrates ihre Zustimmung verweigert. Nun hat das Gesundheits-ministerium seine Pläne vom Tisch genommen. Die „Pille danach“ bleibt rezeptpflichtig.
DIE TAGESPOST 27.01.2005
Die Flut des Fortschritts eindämmen – eine Herkulesaufgabe für die Politik
Anmerkungen zu einer Bioethik-Tagung der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen in Berlin
Von Christian Poplutz
Unter dem Titel „Fortschritt verstehen – Fortschritt verantworten“ widmete sich vor kurzem eine Berliner Tagung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Bioethik erstmals seit der Stammzelldebatte im Januar 2002 wieder in einer breiteren Fachöffentlichkeit den Themen Biomedizin und Stammzellforschung.
DIE TAGESPOST 27.01.2005
26. Januar
Briten planen Handel mit Eizellen aus Rumänien
Regierung will rumänischen Frauen 1400 Euro pro Spende bezahlen / Protest von EU-Parlamentariern
BRÜSSEL (spe). Mit Entsetzen haben Abgeordnete des Europaparlaments (EP) in Brüssel auf Pläne Großbritanniens und Rumäniens reagiert, einen Handel mit menschlichen Eizellen einzuführen.
Ärzte Zeitung, 26.01.2005
FDP fordert sichere Rechtsgrundlage für genetische Reihenuntersuchungen
Recht/Antrag
Berlin: (hib/BOB) Die FDP fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf in das Parlament einzubringen, der eine Rechtsgrundlage für genetische Reihenuntersuchungen zur Aufklärung schwerer Verbrechen vorsieht. Dazu hat die Fraktion einen Antrag (15/4695) vorgelegt.
HIB 025/2005 26.01.2005
Gen-Patent bleibt verändert erhalten
MÜNCHEN (ple). Das Europäische Patentamt in München hat jetzt nach Diskussionen in der Öffentlichkeit ein Patent zum Gen BRCA1 im Zusammenhang mit Brust- und Ovarialkrebs geändert.
Ärzte Zeitung, 26.01.2005
Immunzellen werden zu Krebskillern
Forscher programmieren T-Zellen genetisch
Mainz - Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz http://www.uni-mainz.de haben die Grundlage für die Entwicklung einer neuartigen Immuntherapie bösartiger Tumorerkrankungen beim Menschen geschaffen:
PRESSETEXT.AUSTRIA 26.01.05
Künstliche Befruchtung als Tabu-Thema
Ärmere wollen eher anonymen Spender
PRESSETEXT.AUSTRIA 26.01.05
BzgA-Umfrage: Ärzte unterstützen Aufklärung zur Organspende
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung präsentiert Ergebnisse der Repräsentativbefragung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zur Organspende
PRESSEMITTEILUNG Bundesznetrale gesundheitliche Aufklärung (BzgA) 26. Januar 2005
CDU/CSU: "REACH" als Chance für Alternativen zu Tierversuchen nutzen
Umwelt/Antrag
Berlin: (hib/WOL) Die Bundesregierung soll REACH als Chance für einen Paradigmenwechsel nutzen und Alternativmethoden anstelle von Tierversuchen ermöglichen. Dies fordert die CDU/CSU in einem Antrag (15/4656).
HIB 024/2005 26.01.2005
25. Januar
Embryonale Stammzellkulturen «möglicherweise unbrauchbar»
New York (dpa) - Fast alle embryonalen Stammzellkulturen sind nach Meinung eines US-Teams möglicherweise für medizinische Zwecke unbrauchbar, weil sie Substanzen von Tieren enthalten.
YAHOO NEWS 25.01.05
Verunreinigte Stammzellen
Forschung
Für die Forschung in den USA zur Verfügung stehende menschliche Stammzellen sind nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern mit bestimmten Sialinsäure-Molekülen aus tierischem Nährmaterial verunreinigt, in dem sie gezüchtet werden.
DIE WELT 25.01.05
Embryonale Stammzellen derzeit für Therapie unbrauchbar
Die derzeit verfügbaren embryonalen Stammzellen sind aufgrund einer Verunreinigung für therapeutische Zwecke vermutlich unbrauchbar. Forscher wollen einen Neuanfang mit frischen Zellen.
NETZEITUNG.DE 25.01.05
Neue niederländische Debatte um Euthanasie
Ärzte fordern einen klareren gesetzlichen Rahmen
In den Niederlanden und in Belgien gibt es Stimmen, die aktive Sterbehilfe bei Minderjährigen zulassen wollen. Während viele Politiker vor einer Gesetzesrevision zurückschrecken, fordern niederländische Ärzte klare rechtliche Vorgaben. Gleichzeitig hat der Papst die Niederlande aufgefordert, das Euthanasie-Gesetz zu überdenken.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 25.01.05
Protestaktion gegen Gesetz zur Patientenverfügung
Berlin (AP) Die Deutsche Hospiz Stiftung macht gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Patientenverfügungen mobil.
YAHOO NEWS 25.01.05
Deutsche Hospiz Stiftung zum Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen: Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung
Berlin. „Der Gesetzentwurf wiegt die Bürger in falscher Sicherheit. Es kann nicht sein, dass sich das Bundesjustizministerium der Verantwortung für schwerstkranke und sterbende Patienten entzieht“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hatte die Deutsche Hospiz Stiftung gebeten, bis Ende Januar zur geplanten Änderung des Betreuungsrechts Stellung zu nehmen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 25.01.04
Stellungnahme der Deutschen Hospiz Stiftung zum Entwurf eines 3. Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts
des Bundesministeriums der Justiz, November 2004
4 Seiten, veröffentlicht Januar 2005
Weiteres Patent auf Gen für Brustkrebs eingeschränkt
Erfolg im Kampf gegen Patente auf Leben
München - Das Patent EP 0705 903, das spezifische Mutationen des sogenannten Gens für Brustkrebs umfasst, wurde heute vom Europäischen Patentamt in München in vielen Punkten eingeschränkt. Es umfasst jetzt nur noch einen bestimmten Gen-Abschnitt (Gen-Sonde), der für die Diagnose von erblichem Brustkrebs wichtig sein kann.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 25.01.05
Schlüssel-Gen bei Parkinson entdeckt
Erste Screening-Ergebnisse
TÜBINGEN (ars). Ein Internationales Forscherteams hat ein Gen gefunden, das an der Entstehung von Morbus Parkinson beteiligt ist. Mutationen in diesem Gen lösen eine erbliche Parkinson-Form aus, die in vielem der weit verbreiteten Altersform ähnelt.
Ärzte Zeitung, 25.01.2005
Die Jagd auf Eizellen hat begonnen
Von Stefan Rehder
Für immer mehr Frauen führt der Weg zum eigenen Kind nach abgeschlossenem Studium und Karriere im Beruf nur noch über die künstliche Befruchtung. Doch die Reproduktions-medizin boomt auch aus anderen Gründen:
DIE TAGESPOST 25.01.2005
Bermudadreieck der wissenschaftlichen Veröffentlichungen
Ein neues medizinisches Fachjournal veröffentlicht ausschließlich negative Studienergebnisse - Damit soll eine bessere Beurteilung von Medikamenten möglich werden
von Hermann Feldmeier
DIE WELT 25.01.05
Radikale Kehrtwende
Amerika: Musterklage gegen Grundsatzurteil zu Abtreibung
Würzburg (reg) Die amerikanischen Lebensrechtlerinnen Norma McCorvey und Jane Cano, beide ehemalige Abtreibungsbefürworterinnen, haben in der vergangenen Woche das Grundsatzurteil zur Freigabe von Abtreibung von 1973 beim Obersten Gericht in Washington angefochten, das sie selbst durch eine Klage herbeigeführt hatten. Die beiden Frauen begründen ihren Schritt mit persönlichen „neuen Einsichten“ über die Wirkung von Abtreibungen.
DIE TAGESPOST vom 25.01.2005
32 Jahre nach ,Roe v. Wade’ ist Lebensschutz stark wie nie
„Die Kultur wendet sich von der Abtreibung ab“, sagt eine Sprecherin der US-Bischöfe. „Immer mehr glauben, dass Kinder es verdienen, geboren zu werden, und dass Frauen Besseres verdienen als eine Abtreibung.“
KATH.NET 25.01.05
Wien: Sozialisten planen Maßnahmen gegen Lebensrechtsgruppen
Einschränkung der Meinungsfreiheit - Ab April sollen Lebensschützer keine Frauen mehr vor Abtreibungskliniken ansprechen und keine Plastikembryos verteilen dürfen.
KATH.NET 25.01.05
24. Januar
Rumänien und Großbritannien planen verbotenen Eizellhandel
BRUESSEL. Mit Entsetzen haben Abgeordnete des Europaparlaments (EP) auf Pläne Großbritanniens und Rumäniens reagiert, einen menschlichen Eizellhandel einzuführen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.01.05
Erste Untersuchung zu Sterbehilfe bei Kindern in Holland
Ärzte melden Todesfälle aus Angst vor Strafverfolgung nicht
Groningen - Holländische Ärzte haben seit 1997 22 Tötungen von unheilbar kranken Babys gemeldet. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Mitarbeit des Universitair Medisch Centrum Groningen http://www.umcg.nl/azg/nl gekommen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 24.01.05
Sozialfall nach Organspende -Krankenkassen verweigern OP-Kosten
Transskript "report" 24.01.05
Anm.: Hier geht es um die Folgen einer Lebendspende
23. Januar
Sterbehilfe in den Niederlanden auch bei Säuglingen
Amsterdam (AP) Das Leben von unheilbar kranken Neugeborenen ist in den Niederlanden mehrfach in Form von aktiver Sterbehilfe beendet worden.
YAHOO NEWS 23.01.05
Erbgut im Doppelpack
Zwillinge, die neuen Mäuse der Genforschung
Von Michael Lange
DEUTSCHLANDFUNK 23.01.2005
Organtransplantation feiert runde Geburtstage
Allerdings ist sie immer noch keine Routineoperation
Andrea Naica-Loebell
Vor fünfzig Jahren fand die erste erfolgreiche Nierentransplantation statt, aber schon vor hundert Jahren erhielt ein durch einen Unfall erblindeter Mann die Hornhaut eines Toten und damit für den Rest seines Lebens sein Augenlicht wieder.
TELEPOLIS 23.01.2005
22. Januar
Antikörper reparieren Alzheimer-Schäden
Amerikanische Forscher beobachten den molekularen Therapieerfolg am lebenden Tier
von Sonja Kastilan
DIE WELT 22.01.05
Spätabtreibungen, eine grauenvolle Realität
Aber es ist möglich, den Rechtsstaat wieder herzustellen: In den Vereinigten Staaten gelang es Politikern, Bestialisches einzudämmen
Von Manfred Spieker
DIE TAGESPOST 22.01.2005
21. Januar
Heimliche Vaterschaftstests: Unethisch und bedenklich
Rabbata, Samir; Richter-Kuhlmann, Eva A.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will heimlich vorgenommene Vaterschaftstests unter Strafe stellen und stößt bei Rechtsmedizinern auf Zustimmung.
Extennisstar Boris Becker hat einen gemacht und Fußballwunder Diego Maradona auch. Vaterschaftstests haben Hochkonjunktur – nicht nur bei Superreichen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 3 vom 21.01.2005, Seite A-89
Spätinterruptio und Fetozid – das Kieler Modell: Juristische und gynäkologische Überlegungen
Kaisenberg, Constantin von; Jonat, Walter; Kaatsch, Hans-Jürgen
Zusammenfassung
Etwa 97 Prozent aller Schwangerschaften führen zu der Geburt eines gesunden Kindes. Bei einigen Schwangerschaften tritt jedoch der Fall ein, dass jenseits des Beginns der extrauterinen Lebensfähigkeit des Kindes eine mit dem späteren Leben wahrscheinlich nicht zu vereinbarende Erkrankung festgestellt wird, oder bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann beispielsweise nur einer der Feten von einer schwersten Krankheit betroffen sein und gegebenenfalls das Überleben der anderen bedrohen. Für beide Fälle stellt ein Fetozid beziehungsweise selektiver Fetozid eine mögliche Methode der Konfliktlösung dar. Eine solche Konfliktsituation birgt jedoch ethische, moralische, religiöse, medizinische und juristische Probleme. Die folgende Publikation ist das Ergebnis einer Diskussion zwischen den Gynäkologen, den Rechtsmedizinern sowie der Staatsanwaltschaft Kiel.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 3 vom 21.01.2005, Seite A-133
Spätabbruch und Fetozid: Ausnahmesituation für Schwangere und Arzt
Friese, Klaus
Seit Hippokrates gehört es zur Pflicht und zum Selbstverständnis ärztlichen Handeln, menschliches Leben zu schützen und zu bewahren. Diese Verpflichtung besteht für Ärztinnen und Ärzte bis heute uneingeschränkt, jedoch kann der zunehmende, insbesondere technisch-diagnostische Erkenntnisgewinn in der Medizin hier zu schweren Konflikten führen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 3 vom 21.01.2005, Seite A-132
Rumänien und Großbritannien planen Handel mit menschlichen Eizellen
Es handelt sich um einen Verstoß gegen die EU-Verfassung, die die Kommerzialisierung des menschlichen Körpers verbietet, kritisiert EU-Abgeordneter Peter Liese.
KATH.NET 21.01.05
20. Januar
Bluttest für Retortenbabys möglich
Rhesus-Krankheit erfolgreich verhindert
Sydney - Wissenschafter der University of Sydney http://www.usyd.edu.au haben einen Bluttest für Retortenbabys entwickelt.
PRESSETEXT.AUSTRIA 20.01.05
PID verhindert Anämie bei Neugeborenem
SYDNEY (ple). Erstmals ist die in Deutschland nicht erlaubte Präimplantationsdiagnostik (PID) zum Ausschluß einer Erkrankung, die nicht auf einem Gendefekt beruht - nämlich der Neugeborenen-Anämie durch Antikörper gegen das Rhesusmerkmal - erfolgreich angewandt worden: Eine Rhesus-negative 27jährige Australierin hat nach einer PID ein gesundes, ebenfalls Rhesus-negatives Kind zur Welt gebracht.
Ärzte Zeitung, 20.01.2005
Behindertes Kind als Haftungsfall
Saarbrücken (kobinet) Wenn ein Arzt einer Schwangeren Laborwerte zu spät mitteilt, kann diese den Arzt wegen der Geburt eines behinderten Kindes haftbar machen.
KOBINET NACHRICHTEN 20.01.05
Haftung des Arztes bei verspäteter Übersendung und bei nicht ausreichender Kontrolle bezüglich des Eingangs eines Befundberichtes, der auf eine Fehlbildung des Embryos hinweist.
OLG Saarbrücken Urteil vom 30.6.2004, 1 U 386/02-92
Deutsche Hospiz Stiftung stellt Hospizstatistik 2004 vor: Nur Minderheit der Sterbenden erhält bedarfsorientierte Pflege
Dortmund. Die Deutsche Hospiz Stiftung legt heute ihre bundesweite Hospizstatistik 2004 (PDF-Datei, 270 KB) vor. Das Ergebnis: Ehrenamtliche Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr in 952 ambulanten Hospizdiensten 35 000 Menschen überwiegend psychosozial begleitet. Das sind nur 4,1 Prozent der 850 000 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland sterben.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 20.01.05
Patent auf Gen für Brustkrebs teilweise eingeschränkt
Greenpeace: Patentamt muss weitere Patent-Erteilungen stoppen
München - Das Patent EP 0705 902 auf das so genannte Gen für Brustkrebs BRCA1 wurde heute vom Europäischen Patentamt in München eingeschränkt.
PRESSEMITTEILUNG GREENPEACE 20.01.05
Zypries kontra Schily
Sigrid Averesch
BERLIN, 20. Januar. Die Reaktion aus dem Bundesjustizministerium kam prompt. Kaum hatte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) angekündigt, sein Ministerium werde eine Gesetzesformulierung erarbeiten, wie die Gen-Analyse ausgeweitet werden kann, gab Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Erklärung ab.
BERLINER ZEITUNG 20.01.05
Mit Haut und Haaren
DNA-Test auf Verdacht? Mit den Fahndungserfolgen wächst die Gier nach den Daten aller Bürger
Von Martin Klingst
Es dauerte nicht einmal 48 Stunden, und der mutmaßliche Mörder Rudolph Moshammers war gefasst – dank des Abgleichs genetischer Fingerabdrücke.
DIE ZEIT 20.01.2005 Nr.4
"Mutter zu werden war immer mein Traum"
Sie ist die älteste Mutter der Welt: Die Rumänin Adriana Iliescu gebar im Alter von 66 Jahren eine Tochter. Ihr erstes Kind
von Sonja Kastilan
DIE WELT 20.01.05
19. Januar
Grüne gegen Gen-Analysen von Schwarzfahrern und Ladendieben
SPD-Politiker für Ausweitung erkennungsdienstlicher Maßnahmen - Heftige Diskussion nach schneller Aufklärung des Moshammer-Mordes
von Ansgar Graw
Berlin - In der Koalition bahnt sich ein Streit zwischen SPD und Grünen um die Speicherung von Gen-Material bei der Verbrechensbekämpfung an.
DIE WELT 19.01.05
Die Versuchungen der Gen-Analyse
Richterbund warnt vor einer Ausweitung auf die erkennungsdienstliche Behandlung
BERLIN, 18. Januar. Der Deutsche Richterbund hat sich gegen die Forderung von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und der Union gewandt, die DNA-Analyse zum Standard einer erkennungsdienstlichen Behandlung bei der Polizei zu machen.
BERLINER ZEITUNG 19.01.05
Verbrechen war gestern
Goedart Palm
Zur Diskussion um die Ausweitung der DNA-Aufklärung
Leben wir schon bald in einer Gesellschaft ohne Verbrechen, zumindest einer Gesellschaft, in der sich Verbrechen nicht mehr lohnt? Rudolph Moshammers Tod hat eine Dauerdiskussion über den kriminalistischen Umgang mit Gen-Daten neu belebt.
TELEPOLIS 19.01.2005
Schröder stützt Schily im Streit um DNA-Analysen
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich auf die Seite der Befürworter einer Ausweitung der DNA-Analysen als Fahndungsinstrument geschlagen. Dazu gesellte sich der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber.
FINANCIAL TIEMES DEUTSCHLAND 19.01.05
Vermessenes Leiden
In den Niederlanden soll aktive Sterbehilfe auch an schwer behinderten Neugeborenen zugelassen werden.
von guido sprügel
Bislang durften niederländische Ärzte Menschen ab dem 12. Lebensjahr, und nur in Ausnahmefällen jüngeren Patienten, Sterbehilfe anbieten. Nun fordern angesehene Mediziner, Sterbehilfe auch bei schwer behinderten Neugeborenen zuzulassen.
JUNGLE-WORLD.Com Nummer 3 vom 19. Januar 2005
Enquete für restriktive Regeln bei Lebendorganspende
Bundestagsgremium gegen Korrekturen am geltenden Transplantationsgesetz / Lebendorganspenden nur zwischen Bekannten oder Verwandten
BERLIN (hak). Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" will die gesetzlichen Grundlagen für Lebendorganspenden nicht erweitern. Eine entsprechende Empfehlung stimmte das Bundestagsgremium am Montag ab.
Ärzte Zeitung, 19.01.2005
Herzverpflanzung trotz ungleicher Blutgruppen
MÜNCHEN (eb). Erstmals in Deutschland ist am Münchner Klinikum Großhadern die Transplantation zweier Herzen trotz unterschiedlicher Blutgruppen von Spender und Empfänger gelungen.
Ärzte Zeitung, 19.01.2005
Bei der Schmerztherapie in Altenheimen hapert es oft
Ältere Menschen erwähnen Schmerzen häufig nicht
MÜNCHEN (wst). Etwa jeder zweite Patient in der Klinik leidet unnötig an Schmerzen, sagt Professor Jürgen Osterbrink aus Nürnberg. Nach seinen Angaben haben in Altenheimen 50 bis 80 Prozent der Bewohner häufig mittelschwere bis schwere Schmerzen. Der Grund sei, daß Schmerztherapien in der Praxis oft nicht ausreichten.
Ärzte Zeitung, 19.01.2005
Das Risiko für Mehrlingsgeburten läßt sich senken
Experten fordern: IvF sollte mit der Übertragung nur eines Embryos beginnen / Auswahl eines Kindes mit hohem Implantationspotential
Von Nicola Siegmund-Schultze
Immer mehr Paare in Deutschland können keinen Nachwuchs zeugen: Bis zu 15 Prozent bleibt der Wunsch auf leibliche Kinder verwehrt, das sind etwa zwei Millionen Paare.
Ärzte Zeitung, 19.01.2005
US-Präsident rief wieder ‚Tag der Heiligkeit menschlichen Lebens’ aus
In der Vergangenheit habe es „bedeutende Fortschritte“ gegeben, um eine „Kultur des Lebens“ aufzubauen, erinnerte George W. Bush.
KATH.NET 19.01.05
18. Januar
Lebensrecht unter Druck
Von Stefan Rehder
Wissenschaftler, Funktionäre und Politiker nehmen den Embryonenschutz erneut ins Visier. Auch in diesem Jahr stehen in der Biopolitik wieder eine Reihe wichtiger Entscheidungen an. Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde. Denn der Trend weist klar in Richtung weniger Lebensschutz.
DIE TAGESPOST 18.01.2005
Schily will DNA-Analyse als Standard
Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, die Speicherung von Genmaterial zum Standard bei erkennungsdienstlichen Maßnahmen der Polizei zu machen.
YAHOO NEWS 18.01.05
Große Koalition für mehr DNA-Proben
SPD und Union wollen den genetischen Fingerabdruck auch bei minder schweren Straftaten abnehmen
Von Barbara Junge
Berlin - Bei SPD und CDU formiert sich – wenn auch gegen heftige Widerstände – eine Mehrheit für die Ausweitung des genetischen Fingerabdrucks.
TAGESSPIEGEL 18.01.05
Behrens verlangt DNA-Test für Ladendiebe
Innenminister Otto Schily stößt mit der Forderung nach mehr DNA-Proben auf Widerstand in der Koalition. Doch sein Düsseldorfer Kollege, der Innenminister Fritz Behrens, fordert Speichelproben selbst bei Ladendiebstahl.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 18.01.05
Moshammer-Mord heizt Debatte um DNA-Tests an
Politiker von CDU, CSU und SPD fordern eine breitere Nutzung von Gendaten bei der Verbrechensaufklärung
DIE WELT 18.01.05
Perfektes Fahndungsinstrument
Die Polizei begrüßt den Vorstoß zur Ausweitung des genetischen Fingerabdrucks als Routinemaßnahme - Grüne, FDP und Datenschützer fürchten um die Bürgerrechte
von Ansgar Graw
DIE WELT 18.01.05
Ein paar Zellen genügen für die Identifizierung
Bisher rund 350 000 bekannte Genprofile beim Bundeskriminalamt - Keine Aussagen über Krankheiten möglich
von Sonja Kastilan
DIE WELT 18.01.05
Nur wenige Gentests sind medizinisch sinnvoll
Versicherer verzichten bis 2011 freiwillig auf die Durchführung von Tests - Ihre Aussagekraft ist ohnehin begrenzt
von Holger Kroker
DIE WELT 18.01.05
Mehr Gene auf dem Y-Chromosom als angenommen
Das Y-Chromosom ist größer als bislang angenommen. Wissenschaftler der Universität Heidelberg haben einen neuen Bereich mit mehreren potenziellen Genen entdeckt, der bei der Genomanalyse bisher übersehen wurde.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.01.05
"DNA-Analysen sind nicht vergleichbar mit einem Fingerabdruck"
Datenschützer gegen stärkere Nutzung von Gendaten
BERLIN (hak/dpa). Auf Kritik von Grünen, FDP und Datenschützern ist die Forderung von SPD- und Unionspolitikern gestoßen, genetische Fingerabdrücke als Standard für die erkennungsdienstliche Polizeiarbeit einzuführen.
Ärzte Zeitung, 18.01.2005
Höchster deutscher Medizinpreis an Klonforscher Wilmut – Stoiber bedauert, will aber nichts unternehmen...
Die für den 14. März vorgesehene Verleihung des höchsten deutschen Medizinpreises an den britischen Klonforscher Jan Wilmut, der sogar ein Patent zum Klonen von Menschen besitzt, wird keine Aktivitäten der Bayerischen Staatsregierung auslösen. Die Staatskanzlei „bedauert“ zwar die Entscheidung des Stiftungsrates der Paul-Ehrlich-Stiftung, hält aber irgendwelche Schritte gegen die Preisverleihung wegen der Freiheit der Wissenschaft für nicht geboten.
PRESSEMITTEILUNG ödp Bayern 18.01.05
Mit Peter Singer über Menschenwürde diskutieren - Eine Nachbetrachtung
Zum Auftritt Peter Singers bei der Internationalen Konferenz "Menschenwürde & Wissenschaft" des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Heidelberg am 11.12.2004
1000Fragen.de 14.01.05
17. Januar
Moshammer-Mord verschärft Streit um DNA-Analyse
Nach dem schnellen Ermittlungserfolg im Mordfall Moshammer ist ein Streit um die Ausweitung von DNA-Analysen entbrannt. Eine große Koalition aus Union und SPD ist dafür, nur die Grünen und die FDP widersetzen sich in seltener Eintracht.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 17.01.05
CSU fordert Ausweitung von DNA-Analysen
Interview mit Norbert Geis, CSU-Innenexperte
Moderation: Friedbert Meurer
DEUTSCHLANDFUNK 17.01.05
SPD und Grüne: Vorschläge zur Pflegereform bis Herbst
Grünen schließen Gesetzgebung in Teilschritten nicht aus
WÖRLITZ (dpa/eb). Die Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen wollen bis Herbst Vorschläge zur Reform der Pflegeversicherung vorlegen, die in ein Konzept zu den Problemen der alternden Gesellschaft eingebettet werden sollen.
Ärzte Zeitung, 17.01.2005
Anonyme und geheime Geburten im Visier der Ermittler
Von Anja Hardenberg-Velings und Frank Christiansen
Sie gelten als bessere Alternative zu den Babyklappen und werden von Frauen in Not gut angenommen: Anonyme Geburten.
Ärzte Zeitung, 17.01.2005
Was der Hippokratische Eid für Ärzte heute bedeutet
Die besondere Stellung von Ärzten birgt auch das Risiko des Machtmißbrauchs / Plädoyer für eine Debatte über ärztliche Verantwortung
BREMEN/OFFENBACH. Der Tod eines Mannes in Bremen nach dem Einsatz von Brechmitteln durch Ärzte ist Anlaß, die spezifische Rolle von Medizinern in diesem Zusammenhang zu betrachten.
Von Winfried Beck
Ärzte Zeitung, 17.01.2005
Kunsttherapie kann bei dementen Patienten wahre Wunder wirken
Erfahrungsaustausch beim Zukunftsforum Demenz / Maltherapie fördert nicht nur die Konzentration, sondern auch die Orientierungsfähigkeit
Kunsttherapie im Altenheim fördert bei alten und bei dementen Patienten die Konzentration und unterstützt die Orientierungsfähigkeit. Gleichzeitig kann sie den im Alter eingeschränkten sozialen Austausch verbessern und Depressionen abbauen helfen, wie ein Beispiel aus der Praxis zeigt.
Ärzte Zeitung, 17.01.2005
Kauch: Ethik-Enquete-Kommission mutlos bei Lebensrettung durch Organspende
BERLIN. Zur heutigen Beratung der Empfehlungen der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages zur Organ-Lebendspende erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Kommission, Michael KAUCH:
Wieder einmal tritt die Enquete-Kommission des Bundestages auf die Bremse, wenn es um Heilungschancen für Menschen geht. Die Mehrheit der Kommission hat heute jede Ausweitung der Transplantationsmöglichkeiten unter Lebenden abgelehnt.
PRESSEMITTEILUNG FDP-Bundestagsfraktion 17.01.2005
Nur 40 Prozent der dazu verpflichteten Kliniken melden potentielle Organspender
Rund 12 000 deutsche Patienten stehen derzeit auf den Wartelisten für ein Spenderorgan - Deutsche Krankenhausgesellschaft weist die Vorwürfe der Bundesregierung zurück
von Birgitta vom Lehn
DIE WELT 17.01.05
Marion Caspers-Merk eröffnet erstes stationäres Hospiz in Thüringen
In Bad Berka hat heute die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk, das erste stationäre Hospiz in Thüringen eröffnet.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 14.01.2005
16. Januar
Mensch und Gen
Justizministerin Brigitte Zypries über Vaterschaftstests
Kommentar
Die schönste Szene im Gen-Science-fiction-Film "Gattaca" ist, wenn Ethan Hawke sich ein Haar ausreißt und es Uma Thurman gibt - eine Art futuristischer Heiratsantrag: Bring mein Haar zum Gentest, schau, was für ein Mensch ich bin, und entscheide dich.
WELT AM SONNTAG 16.01.05
Weiter zu Artikel vom 01.-15. Januar 2005
zurück zur Pressespiegel-Übersicht
|