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Pressespiegel 16.-31. Januar 2007

Anzahl: 127 Artikel, Stand 02.02.07

31. Januar

Patientenverfügung: Neue Regeln für den Persilschein ins Jenseits
Wann sollen bei Schwerkranken lebenserhaltende Maßnahmen beendet werden können? Mehr als sieben Millionen Deutsche haben ihren letzten Willen in einer Patientenverfügung verfasst - und wissen nicht, was sie wert ist. Die Rechtsprechung ist nicht eindeutig. Im Bundestag wird nun ein neues Gesetz vorbereitet.
Von Matthias Kamann
DIE WELT 31.01.2007

Patientenverfügung: Was ein Palliativmediziner dem Gesetzgeber empfiehlt
Der Berliner Palliativmediziner Professor Christof Müller-Busch arbeitet seit vielen Jahren mit schwer kranken und sterbenden Menschen zusammen. In zahlreichen Anhörungen hat er Politiker und Ethikräte zu Entscheidungen am Lebensende beraten. Gegenüber WELT.de äußert sich Müller-Busch, leitender Arzt für Palliativmedizin und Schmerztherapie am Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, über die Bedeutung von Patientenverfügungen für das ärztliche Handeln.
Von Matthias Kamann
DIE WELT 31.01.2007

Ein Ort der Ruhe, wenn sich das Leben dem Ende zuneigt
Anlaufstelle für Schwerstkranke - die Palliativstation der Heidelberger Thoraxklinik / Ziel ist eine Entlassung in die häusliche Umgebung
Ärzte Zeitung, 31.01.2007

Bundestagsanhörung zur Stammzellforschung erst am 9. Mai
Berlin - Der Bundestag wird sich erst am 9. Mai in einer Expertenanhörung des Forschungsausschusses mit der Stammzellforschung in Deutschland befassen. Das beschloss das Gremium am Mittwoch einmütig.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.01.07

Spitzengespräch von CDU und ZdK
Der Sonntag als kulturelles Gut und als Tag des Gottesdienstes, der Arbeitsruhe und der Familie bedarf des besonderen Schutzes durch den Staat. Dazu bekannten sich die Präsidien der CDU und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in einem Spitzengespräch, das unter Leitung der CDU-Bundesvorsitzenden Dr. Angela Merkel und des ZdK-Präsidenten Prof. Dr. Hans Joachim Meyer am Dienstagabend im Konrad-Adenauer-Haus stattfand. Weitere Themen des angeregten dreistündigen, in freundschaftlicher und offener Atmosphäre geführten Gesprächs waren das entstehende CDU-Grundsatzprogramm, soziale Dimensionen der Politik sowie Fragen des Lebensschutzes.
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG CDU und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 31.01.07

Nach Abtreibung in Lombardei: Beerdigung künftig Pflicht
In der norditalienischen Lombardei müssen abgetriebene Föten künftig beerdigt werden.
N-TV.DE 31.01.2007

Lombardei: Ungeborene Kinder ab sofort kein Sondermüll mehr
Lombardei führt Beerdigungs-Pflicht nach Abtreibung ein - In Norditalien müssen abgetriebene Kinder ab sofort beerdigt werden –Gouverneur Roberto Formigione: „Es geht um die Würde des Fötus“
KATH.NET 31.01.2007

Donum Vitae II
Vatikan bereitet neues bioethisches Dokument vor: "Donum Vitae II“ - Aktualisierung der Instruktion aus dem Jahr 1987
KATH.NET 31.01.07

Arzneitherapie bei Kindern wird sicherer
EU-Verordnung setzt Pflichten und Anreize zur Zulassung von Kinderarzneien
BERLIN (HL). Ärzte, die Kinder behandeln, erhalten künftig für die Arzneimitteltherapie mehr Sicherheit. Der heute sehr häufige Off-Label-Use soll zurückgedrängt werden. Das ist das Ziel einer neuen EU-Verordnung, die jetzt in Kraft getreten ist.
Ärzte Zeitung, 31.01.2007

Tips zum Umgang mit NS-Verfolgten in der Altenhilfe
Modellprojekt in NRW
KÖLN (frk). Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte will die Träger der Altenhilfe für die Bedürfnisse alter Menschen sensibilisieren, die unter den Nationalsozialisten gelitten haben. Dafür gibt es jetzt ein Modellprojekt.
Ärzte Zeitung, 31.01.2007

Neue Wege in der Lehrerfortbildung zur Bioethik
Mit einer Weiterbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer zu Themen der Gentechnik setzt das Fraunhofer ISI im Auftrag der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH neue Maßstäbe bei der Fortbildung. In Rollenspielen und Diskussionsgruppen erarbeiten sich Biologie-, Ethik- und Religionslehrer Fachwissen und ethische Aspekte.
PRESSEMITTEILUNG Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) 31.01.2007

Weg für Gesundheitsreform ist frei
Ausschuss für Gesundheit/
Berlin: (hib/MPI) Die Gesundheitsreform der Großen Koalition hat eine wichtige Hürde genommen. Nach knapp siebenstündiger Debatte stimmte der Gesundheitsausschuss am Mittwochnachmittag mit den Stimmen der Koalition bei einer Enthaltung aus den Reihen der SPD gegen die Stimmen der Opposition für den geänderten Gesetzentwurf (16/3100, 16/3950).
HIB 028/2007, 31.01.2007


30. Januar

EU-Gesundheitsausschuss bejaht Vorschlag zu neuartigen Therapien
Brüssel - Der Gesundheitsausschuss des Europaparlaments (EP) hat einen Gesetzesvorschlag gebilligt, der eine europaweite Zulassung von modernen biotechnologischen Therapieverfahren vorsieht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.01.07

EU-Verordnung über „neuartige Therapien“ angenommen / BPI: Zugang zu hochwertigen Arzneimitteln erleichtert
Berlin - Auf seiner heutigen Sitzung (30. Januar 2007) hat der für das parlamentarische Verfahren federführende Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments den Bericht des Berichterstatters Mikolasik zum Kommissionsentwurf einer EU-Verordnung über „neuartige Therapien“ angenommen. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßte das positive Abstimmungsergebnis.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) 30.01.07

Sterben in Europa: Neue Studie
Paris (DT/KNA) 25 bis fünfzig Prozent aller Todesfälle in Westeuropa gehen laut einer neuen Studie lebensverkürzende Maßnahmen von Ärzten voraus. Dazu zählt die am Montag in Paris veröffentlichte Untersuchung des Instituts für demografische Studien INED etwa den Abbruch von Krebsbehandlungen, Dialyse oder auch von Beatmung und Versorgung mit Flüssigkeit.
DIE TAGESPOST 30.01.2007

Deutsche Mediziner kritisieren Fall Ashley
Hormongaben und Entfernung von Brustdrüsen und Gebärmutter ethisch nicht vertretbar
PRESSETEXT.AUSTRIA 30.01.07

Gesundheitsreform übersteht Probeabstimmung
Berlin - Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Bundestages haben die Fraktionen von Union und SPD die Gesundheitsreform in Probeabstimmungen gebilligt. Allerdings lehnten mehr als 50 Abgeordnete der Koalition das Vorhaben ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.01.07

Patentstreit in Indien: Novartis wehrt sich gegen Vorwürfe
Basel - Der Pharmakonzern Novartis wehrt sich gegen Vorwürfe, der Patentstreit zwischen dem Unternehmen und der indischen Regierung gefährde die Medikamentenversorgung von Hilfsbedürftigen in der so genannten Dritten Welt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.01.07

Samen-Irrtum kostet Unterhalt
MÜNCHEN (dpa). Nach einer vermuteten Verwechslung des Samens bei einer künstlichen Befruchtung hat ein Mann erfolgreich seine Vaterschaft vor dem Amtsgericht angefochten.
Ärzte Zeitung, 30.01.2007

Umfrage: Mehrheit der US-Amerikaner ist gegen Abtreibung
47 Prozent wollen alle oder die meisten Abtreibungen verbieten lassen, 16 Prozent möchten, dass sie wesentlich eingeschränkt werden.
KATH.NET 30.01.07

Wien: Abschied vom Mausi-Markt
Lebensschützer protestieren am 1. Februar gegen Abtreibungen im Einkaufszentrum – Über 1.000 wollen nicht mehr in der „Lugner City“ shoppen.
KATH.NET 30.01.07

Gendefekt für Kostmann-Leiden identifiziert
NEU-ISENBURG (eb). Die genetische Ursache für das Kostmann-Syndrom, einer seltenen Erbkrankheit, haben Forscher von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) herausgefunden.
Ärzte Zeitung, 30.01.2007

Menschlicher Stoffwechsel im Labor nachgebildet
Computermodell bildet alle biochemischen Vorgänge ab
PRESSETEXT.AUSTRIA 30.01.07

Schützendes Eiweiß in der Plazenta
MAILAND (ple). Italienische Forscher haben ein Eiweißmolekül entdeckt, das verhindert, dass es zu Spontan-Aborten kommt.
Ärzte Zeitung, 30.01.2007

Franzosen wollen weltgrößten Pharmakonzern schaffen
Sanofi plant angeblich Fusion mit Bristol-Myers Squibb
Von Gesche Wüpper
Paris - Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis steht möglicherweise vor einer neuen Mega-Fusion.
DIE WELT 30.01.2007

Richtlinien zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit: Öffentliche Petition auf der Homepage des Deutschen Bundestages im Internet
von Wilfried Wagner-Stolp
Eltern mit behinderten Kindern sehen sich zunehmend Schwierigkeiten im Umgang mit der neuen Pflegebegutachtungspraxis ausgesetzt. Aus der Elternselbsthilfe wurde deshalb zum Thema Pflegeversicherung und zur Pflegebedürfigkeit am 15.12.2006 eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht.
MITTEILUNG Bundesvereinigung Lebenshilfe 30.01.07

PDF Sehr normal und doch verschieden: Zur Situation von Familien mit behinderten Kindern
von Wilfried Wagner-Stolp, Bundesvereinigung Lebenshilfe
8 Seiten, Januar 2007

PDF Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes über Qualität und Sicherheit von menschlichen Geweben und Zellen (Gewebegesetz)
Bundesvereinigung Lebenshilfe
2 Seiten, 05.01.07


29. Januar

FDP hält an Votum für mehr embryonale Stammzellforschung fest
Berlin - Obwohl sich eine Mehrheit der Deutschen in einer Repräsentativumfrage gegen die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ausgesprochen hat, setzt die FDP weiter auf eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.01.07

Pflegekräfte wollen künftig mehr Verantwortung
BERLIN (hak). Die Pflegeberufe beanspruchen mehr Verantwortung. Sowohl in der Integrierten Versorgung, wie auch beim Zugriff auf elektronische Patientenakten und bei der Verordnung von Hilfsmitteln wollen Pflegekräfte Ärzten gleichgestellt werden. Das hat die Präsidentin des Deutschen Pflegerates Marie-Luise Müller gefordert.
Ärzte Zeitung, 29.01.2007

Regierung: Stammzellgesetz hat sich bewährt
Gesundheit/Unterrichtung
Berlin: (hib/MPI) Die seit viereinhalb Jahren bestehenden gesetzlichen Regelungen über die Einfuhr und Verwendung menschlicher Stammzellen zu Forschungszwecken haben sich nach Darstellung der Bundesregierung "bewährt". Das geht aus dem zweiten Erfahrungsbericht über die Durchführung des Stammzellgesetzes hervor, den die Regierung als Unterrichtung (16/4050) vorgelegt hat.
HIB 023/2007, 29.01.2007


28. Januar

Patientenverfügung - Ein Dokument des Nichtwissens
Von Georg Paul Hefty
Der Versuch, die Rechtsgültigkeit von Patientenverfügungen gesetzlich festzulegen, kommt dem Versuch nahe, Lebensende und Sterben staatlich zu regeln.
FAZ 28.01.07


27. Januar

Kein Todesstoß
Von Stefan Rehder
Ginge es in unserer real existierenden Demokratie mit rechten Dingen zu, dann hätte die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Infratest, die im Auftrag des Bundesverband Lebensrecht (BVL) erstellt und am Donnerstag in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, der embryonalen Stammzellforschung den endgültigen Todesstoß versetzt.
DIE TAGESPOST 27.01.2007

Dolly zum Dinner
Klone als Nahrungsmittel
Die EU-Kommission will klären, ob der Verzehr von Milch und Fleisch geklonter Tiere oder ihrer Nachkommen ein Risiko für den Menschen darstellt.
Von Hanno Charisius
SUEDDEUTSCHE.DE 27.01.2007

Gebremste Innovationen
Europas Wissenschaftler sind leistungsfähig. Doch die Investitionen in die Forschung stagnieren, die Industrieforschung ist im internationalen Vergleich schwach. Immerhin: Deutschland ist Patent-Europameister
Von Thomas A. Friedrich
DIE WELT 27.01.2007

Auftrag: Meinung drehen
Zwar wächst die Zahl gentechnikfreier Regionen in Deutschland. Aber auch die Befürworter der Gentechnik verstärken ihre professionelle Lobby-Arbeit
Von Hanna Gersmann und beate Willms
TAZ 27.01.2007


26. Januar

Stammzellforschung: Wackelkurs der Bundesregierung
Klinkhammer, Gisela
Die Forschung mit embryonalen Stammzellen weckt bei Patienten immer wieder Hoffnungen auf Heilung schwerer Krankheiten.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 4 vom 26.01.2007

Forschung mit adulten Stammzellen fördern
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die Bundesregierung und die Einrichtungen der Forschungsförderung dazu aufgerufen, die Forschung mit adulten Stammzellen stärker zu fördern.
PRESSEMITTEILUNG Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 26.01.2007

Pflegeverbände eröffnen neues Domizil in Berlin
BERLIN (eb). Mit einem Tag der offenen Tür haben gestern die vier Spitzenverbände der deutschen Pflege ihr neues Domizil in der Hauptstadt eingeweiht.
Ärzte Zeitung, 26.01.2007

Kooperieren Ärzte in Verbünden, sind Heimpatienten besser versorgt
Vereinbarung in Bayern soll Zahl der Krankenhauseinweisungen verringern
MÜNCHEN (sto). Neue Wege in der ambulanten medizinischen Betreuung von Pflegeheimbewohnern gehen die KV und die AOK in Bayern. Immer mehr Praxisverbünde, in denen Hausärzte kooperieren, gewährleisten im Freistaat eine regelmäßige Versorgung in Heimen.
Ärzte Zeitung, 26.01.2007

Schwanger nach Transplantation des Uterus? - "Für die Frau wäre das alles eine ziemliche Tortur"
Von Nicola Siegmund-Schultze
Fast alle inneren Organe lassen sich erfolgreich verpflanzen: Lebern, Nieren, Herzen, Lungen, Bauchspeicheldrüsen, Darm. Geschlechtsorgane waren bislang fast ausgenommen.
Ärzte Zeitung, 26.01.2007

Erstmals über 4.000 Menschen durch Organspende gerettet
Anzahl der Transplantationen im Jahr 2006 auf Höchststand
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der durchgeführten Transplantationen in Deutschland von 3.910 in 2005 auf 4.032* gestiegen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) 26.01.07

Gesichtstransplantation als „Therapie der Zukunft“
Amiens - Vielversprechend, aber keineswegs ein Wundermittel ist die Verpflanzung von Gesichtern bei Menschen, die durch Unfälle oder Krankheiten entstellt wurden. Zu diesem Ergebnis kamen Chirurgie-Experten auf einem Fachkongress, der am Freitag in Amiens zu Ende ging.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.01.07

Hüppe: Massenmorde der Nationalsozialisten – Behinderte waren die ersten Opfer
Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:
Die ersten Opfer des Nationalsozialismus waren behinderte Menschen. Sie wurden ab Juli 1933 durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" systematisch erfasst, sogenannte "Erbkranke" wurden selektiert und zwangssterilisiert.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 26.01.2007

Breite Front gegen OGH-Urteil ,Kind als Schaden’
Österreichs Kinderärzte warnen vor dem Modell des „lebensunwerten Lebens“, Abgeordneter Peter Fichtenbauer fordert eine Gesetzesänderung.
KATH.NET 26.01.07

Wien: Kaufboykott in der Lugner-City wegen Abtreibungsklinik
Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger protestieren dagegen, dass in einem Einkaufszentrum künftig auch Abtreibungen „angeboten“ werden.
KATH.NET 26.01.07

Wissenschaftler klagen über Bürokratie bei Arzneistudien
Forderung: Arzneimittelgesetz soll vereinfacht werden, Krankenkassen sollen sich an Forschungsprojekten auch finanziell beteiligen
Ärzte Zeitung, 26.01.2007

Medizinische Recherche: „Cool Tools“ im Internet
Obst, Oliver; Rethlefsen, Melissa L.; Segovis, Colin M.
Google, RSS-Feeds, Podcasts & Co. – neue Werkzeuge und Verfahren, um schnell zu finden, was man sucht
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 4 vom 26.01.2007


25. Januar

Umfrage: Mehrheit gegen embryonale Stammzellforschung
Berlin – Zwei Drittel der Bundesbürger halten es für richtig, dass in Deutschland keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.01.07

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine embryonale Stammzellforschung
Zwei Drittel halten es für „richtig“, dass in Deutschland „keine menschlichen Embryonen zu Forschungszwecken erzeugt und zerstört werden“ dürfen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Lebensrecht 25.01.07

PDF „Wie denken die Deutschen über die Stammzellforschung?“
Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverband Lebensrecht e.V. Januar 2007
9 Seiten (1,2 Mb), veröffentlicht 25.01.07

Stammzelldebatte erhält zusätzliche Brisanz
Neuer Gesetzesentwurf der FDP fordert Abschaffung der Stichtagsregelung
Von Stefan Rehder
In die Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen kommt neue Bewegung. Am 1. Februar wird der Deutsche Bundestag in erster Lesung einen Gesetzentwurf der FDP beraten, der die Abschaffung der so genannten Stichtagsregelung im Stammzellgesetz zum Ziel hat.
DIE TAGESPOST 25.01.07

Embryos im Test
Im Ausland ist der Gencheck per Präimplantationsdiagnostik (PID) längst erlaubt. Eine neue Studie zeigt: Die befürchteten Folgen sind ausgeblieben. Ein Gespräch
DIE ZEIT, 25.01.2007 Nr. 05

Ärzte gegen weitreichende Patientenverfügungen
Kranke müssen sich auf Lebensrettung verlassen können
Sigrid Averesch
BERLIN. Die Bundesärztekammer hat gestern vor einem detaillierten Gesetz zu Patientenverfügungen gewarnt.
BERLINER ZEITUNG 25.01.2007

Hoppe: „Das Sterben ist nicht normierbar“
Berlin,- Die Bundesärztekammer warnt vor zu weitgehenden gesetzlichen Regelungen bei der Patientenverfügung.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 25.01.2007

Ärztekammer warnt vor detailliertem Gesetz zu Patientenverfügung
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.01.07

Unumkehrbar tödlich
Die Debatte um Patientenverfügungen wird rhetorisch schärfer
Von Johannes Seibel
Die Rhetorik in der Debatte um die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen nimmt an Schärfe zu: Gerade hat die Große Koalition beschlossen, für solche Verfügungen einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, soll im Bundestag ein entsprechender fraktionsübergreifender Antrag eingebracht werden, da äußerte sich dazu in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 19. Januar auch der Münchner Palliativmediziner Gian Domenico Borasio. Und verwandte dabei Begriffe, die zum intellektuellen Einschüchtern Andersdenkender geeignet sind.
DIE TAGESPOST 25.01.2007

Zweiter bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit
Olpe - Zahlreiche Veranstaltungen und eine Solidaritätsaktion sind beim zweiten bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar geplant.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.01.07

Ambulante Helfer bald im Einsatz
HEIDELBERG (mm). Im Rhein-Neckar-Kreis werden die ersten ambulanten Kinderhospizhelfer ausgebildet. Ab März sollen 16 Frauen und Männer die kranken Kinder und ihre Familien begleiten.
Ärzte Zeitung, 25.01.2007

Mehr Therapien für seltene Erkrankungen
München – Rund 30 Millionen Europäer leiden an einer seltenen Krankheit, die schwierig zu diagnostizieren und zu behandeln ist. Allerdings haben sich die Therapiemöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.01.07

Ein guter Tag für die Kindermedizin
Berlin . Morgen, am 26. Januar, wird die europäische Verordnung für Kinderarzneimittel in Kraft treten. Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), erklärt dazu heute: "Nun bekommt die Arzneiforschung für Kinder richtig Schub
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) 25.01.07

H5N1: Labor-Unfall mit Vogelgrippe-Virus
Es ist der schlimmste Fall, den sich Mediziner vorstellen können: Das Vogelgrippevirus mischt sich mit der menschlichen Grippe, es mutiert und heraus kommt ein Virus, das so blitzschnell tötet wie die Vogelpest und gleichzeitig so ansteckend ist wie Grippe.
Von Elke Bodderas
DIE WELT 25.01.07

Krebs: Genaktivierung lässt Tumore schrumpfen
Unterdrückung von p53 für Tumorwachstum entscheidend
PRESSETEXT.AUSTRIA 25.01.2007

Guter Arzt, kranker Arzt
Mediziner sollen helfen, trösten und Leben retten. Dabei ruinieren sie oft ihren eigenen Körper - und ihre Psyche. Von Astrid Viciano
DIE ZEIT, 25.01.2007 Nr. 05


24. Januar

Bald Gesetz zur Patientenverfügung
Koalition kündigt Regelung bis Sommer an
Sigrid Averesch
BERLIN. Patientenverfügungen, die im Krankheitsfall festlegen, wann die medizinische Hilfe abgebrochen wird, sollen bis zum Sommer gesetzlich geregelt werden.
BERLINER ZEITUNG 24.01.2007

Haft für Selbstmordpillen-Händler
Weil er im Internet mit tödlich wirkenden Pillen gehandelt hatte, haben Richter in Wuppertal einen 23-Jährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Mindestens zwei seiner Kunden hatten mit den Tabellen Selbstmord verübt.
NETZEITUNG.DE 24.01.07

Drei Jahre Haft für Handel mit grausamen Selbstmordpillen
Skrupellos bot ein 23-jähriger Wuppertaler auf seiner Homepage Tabletten an, mit denen man sich „sicher umbringen“ könne. Sieben Käufer fielen ins Koma, zwei starben, einer verlor fast beide Beine. Als besonders schlimm befanden die Richter die Art und Weise, wie der Verkäufer für seine Mittel warb.
DIE WELT 24.01.07

Deutsche Hospiz Stiftung fordert Straftatbestand gegen das Geschäftemachen mit dem Tod
Heute zu entscheidender Wuppertaler Fall zeigt Dringlichkeit politischen Handelns
Dortmund. „Solange es keinen Straftatbestand gegen das Geschäftemachen mit dem Tod gibt, kann sich jeder, vom Studenten bis zur Schweizer Sterbehelferorganisation, das Leid suizidgefährdeter Menschen zu Nutze machen“, warnt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 24.01.07

Weitere Morde im Krankenhaus?
Charité-Schwester jetzt in sechs Fällen angeklagt
Bislang waren nur vier Todesfälle bekannt, die die ehemalige Charité-Krankenschwester Irene B. zu verantworten haben soll. Doch die Anklage der Staatsanwaltschaft bringt überraschende Neuigkeiten:
TAGESSPIEGEL 24.01.2007

SPD sieht in NRW einen drohenden Pflegenotstand
Ausbildungsumlage gefordert
DÜSSELDORF (akr). Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert von Landesgesundheitsminister KarlJosef Laumann (CDU), dass er den drohenden "Pflegenotstand" für NRW ausruft. Damit soll die Voraussetzung für eine Umlagefinanzierung bei der Altenpflegeausbildung geschaffen werden.
Ärzte Zeitung, 24.01.2007

Demenz: Pflegende Angehörige fühlen sich oft im Stich gelassen
Von Dirk Schnack
Ärzte Zeitung, 24.01.2007

Bundesausschuss will klinische Studien behindern
Auf Gegenkurs zur Reform
BERLIN (HL). Entgegen der Absicht des Gesetzgebers will der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) verhindern, dass Kassen Arzneimittel im Rahmen nichtkommerzieller Studien bezahlen. Vorgesehen ist dies in einer Neufassung der Arzneimittel-Richtlinien, die in der vergangenen Woche vom Bundesausschuss beschlossen worden ist. Die Genehmigung des Gesundheitsministeriums steht noch aus.
Ärzte Zeitung, 24.01.2007

EU-Politikerin gegen zentrale Zulassung von neuartigen Therapien
Brüssel - Krankenhäuser, die zur individuellen Behandlung eines Patienten neuartige Technologien wie die Gewebeersatztherapie einsetzen, sollen hierfür keine zentrale Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA in London beantragen müssen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.01.07


23. Januar

Patientenverfügungen: Erste Debatte im Bundestag vor Ostern
Werder - Der Bundestag soll sich noch vor Ostern in einer ersten Debatte mit dem Thema Patientenverfügungen befassen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.01.07

Selbstbestimmung bis zuletzt
Bei Patientenverfügungen kommt es auf Eindeutigkeit an
Die Große Koalition will die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen per Gesetz regeln. Damit folgt die Politik einer Forderung des Deutschen Juristentags, der schon im September 2006 mit großer Mehrheit für eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe und die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen votiert hatte.
ZDF.DE 23.01.2007

Dignitas zieht Bilanz
BASEL (eb). Im vergangenen Jahr sind 195 Menschen mit Hilfe der Schweizer Organisation Dignitas aus dem Leben geschieden.
Ärzte Zeitung, 23.01.2007

Zielgruppe: Selbstmörder
Katharina Heimeier
20 Namen stehen auf der Liste, hinter sechs von ihnen ein Kreuz. Es kennzeichnet diejenigen, die starben, weil Kejdi S. aus Wuppertal ihnen Selbstmordpillen verkaufte.
TAZ 23.01.07

Frankreich: Erste Gesichts-Transplantation für chronisch Entstellten
Erstmals wurde einem Patienten, der kein Unfallopfer ist, Teile eines fremden Gesichts verpflanzt. Ein französisches Ärzteteam verhalf einem 27-Jährigen, der durch eine Erbkrankheit entstellt war, zu einer neuen Mund-, Nasen- und Kinnpartie.
SPIEGEL ONLINE 23.01.07

Dritte Gesichtstransplantation der Geschichte
Gut ein Jahr nach der Weltpremiere haben zum zweiten Mal französische Ärzte große Teile eines Gesichts transplantiert.
KLEINE ZEITUNG 23.01.07

Zehntausende US-Amerikaner bei Pro-Life-Demo in Washington
Bush grüßt Lebensrechtler - Fast 45 Millionen Kinder im Mutterleib getötet - Auch in San Francisco demonstrierten 25.000 US-Bürger gegen Abtreibung
KATH.NET 23.01.07

"Wir wollen ein nicht behindertes Kind!"
Präimplantationsdiagnostik-Tourismus nach Belgien
Von Ruth Reichstein
Um sicher sein zu können, dass ein im Reagenzglas gezeugtes Kind nicht behindert zur Welt kommt, pilgern zukünftige Eltern zur Präimplantationsdiagnostik zum Beispiel nach Belgien. Dort gibt es Kliniken, die sich des in Deutschland verbotenen Verfahrens angenommen haben.
DEUTSCHLANDRADIO 23.01.2007

Stammzellen zur Therapie bei Typ-1-Diabetes?
SEATTLE (ple). Zellen von Schwangeren im Blutkreislauf ihrer Kinder sind offenbar in der Lage, die Bauchspeicheldrüse zu besiedeln und Insulin zu produzieren.
Ärzte Zeitung, 23.01.2007

Mütterliche Stammzellen gegen Diabetes
Ersatz für Insulin produzierende Zellen
Mütterliche Stammzellen, die während der Schwangerschaft über das Blut in den Körper des Kindes gelangen, können sich dort in funktionierende, Insulin produzierende Zellen verwandeln.
BERLINER ZEITUNG 23.01.2007

Mehr Sicherheit für Kinderarzneimittel
Berlin/Brüssel - Am 26. Januar 2007 tritt die neue Verordnung der Europäischen Union (EU) über Kinderarzneimittel in Kraft. Im Augenblick sind viele Arzneimittel, die Kinder erhalten, für diese nicht ausreichend klinisch geprüft und speziell zugelassen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.01.07

Genaktivität prägt Unterschiede zwischen Ethnien
LONDON (ddp.vwd). Das Erscheinungsbild einer Ethnie wird offenbar nicht ausschließlich vom Erbgut bestimmt. Einfluss hat auch, wie häufig welcher Anteil der genetischen Information abgelesen und genutzt wird.
Ärzte Zeitung, 23.01.2007


22. Januar

Wo es an Babys mangelt, müssen die Alten jung bleiben
ZDF-Dreiteiler "Aufstand der Alten" entfacht eine neue Debatte über das Altern
Ärzte Zeitung, 22.01.2007

USA: Hillary Clinton und Barack Obama für Recht auf Abtreibung
KATH.NET 22.01.07

"Europa ist ein Werteclub"
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Karl Kardinal Lehmann diskutieren auf Einladung der Zeitschrift "Focus" über die Balance zwischen Solidarität und Eigenverantwortung. Sie reden auch über Gott, Werte und Menschenwürde. Und darüber, was Politik kann - und was nicht.
BUNDESREGIERUNG 22.01.2007

„Focus“: SPD fordert Nachbesserungen bei grüner Gentechnik
München - Die SPD fordert bei den Plänen der Bundesregierung zur Nutzung der grünen Gentechnik deutliche Nachbesserungen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.01.07


21. Januar

Dignitas: Suizidhilfe in 195 Fällen
Hamburg. AP/baz. Im vergangenen Jahr sind 195 Menschen mit Hilfe der Schweizer Organisation Dignitas aus dem Leben geschieden.
BASLER ZEITUNG 21.01.07

Auszeichnung für Cytonets Organspende-Alternative
Innovationspreis Kategorie Startup. Das Biotechnik-Unternehmen Cytonet hat eine Alternative zur Organspende entwickelt. Lebende Leberzellen retten Menschen mit schweren Vergiftungen und mit Leberschäden. Das brachte dem jungen Unternehmen den Innovationspreis in der Kategorie Startup ein.
WirtschaftsWoche 4/2007 21.01.2007


20. Januar

Das Geschäft mit dem Nabelschnurblut
In den USA erhielt ein leukämie- krankes Kind eigenes Nabelschnurblut - zusätzlich zur Chemotherapie. Der Einsatz ist jedoch umstritten.
Von Angela Grosse
HAMBURGER ABENDBLATT 20.01.2007

Embryo wurde künstlich erzeugt, um Schwester zu heilen
Die Chance, mit Nabelschnurblut zu helfen, veränderte die Reproduktionsmedizin. Denn diese Option führte, zehn Jahre nach der ersten Transplantation, zum ersten Designer-Baby.
HAMBURGER ABENDBLATT 20.01.2007


19. Januar

Geschäfte mit Gewebe
Das geplante Gewebegesetz bleibt umstritten
Von Jacqueline Boysen
Das Transplantationsgesetz regelt in Deutschland die rechtlichen Rahmenbedingungen für Spende, Entnahme und Übertragung von Organen. Nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums soll an dessen Stelle künftig aber das Gewebegesetz treten, das auch den Umgang mit menschlichen Geweben wie Knochen, Haut und Stammzellen berücksichtigt. Gegen den Gesetzentwurf regt sich aber massive Kritik.
DEUTSCHLANDFUNK 19.01.2007

Techniker Kasse verteidigt Wettbewerb in der Palliativmedizin
Schmerzmediziner fordern flächendeckende Versorgung / Debatte über neue Verträge
FRANKFURT/MAIN (ine). Schmerzmediziner kritisieren die Integrationsversorgung in der Palliativmedizin als ethisch fragwürdig. Dem widerspricht Dr. Barbara Voß, Leiterin der Techniker Krankenkasse in Hessen. Sie plädiert für neue Versorgungsformen in diesem Bereich.
Ärzte Zeitung, 19.01.2007

Tod der Muse von Jacques Brel: Adieu Madeleine!
Sie inspirierte Jacques Brel zu seinem größten Chanson. Jetzt nahm sich Madeleine Zeffa Biver in Spanien das Leben - mit fremder Hilfe, sagt ihr Sohn. Das hat eine Debatte über aktive Sterbehilfe ausgelöst.
Von Marko Belser
SUEDDEUTSCHE.DE 19.01.07

Medizinische Versorgung von Betagten: Geriatrisierung ist notwendig
Zylka-Menhorn, Vera
Noch nie haben in Deutschland so viele alte Menschen gelebt wie heute, und ihr Anteil steigt stetig. Die Senioren, Betagten (75- bis 80-Jährige) und Hochbetagten (über 80-Jährige) leiden häufig an mehreren chronischen Erkrankungen und schlucken mit Abstand die meisten Arzneimittel.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 3 vom 19.01.2007, Seite A-77

„Fall Ashley“: Ein ethisches Dilemma
Ronald D. Gerste
Die sogenannte Ashley-Behandlung wird kontrovers diskutiert. Bei deutschen Ethikexperten stößt sie vorwiegend auf Kritik.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 3 vom 19.01.2007, Seite A-94


18. Januar

Klonversuche mit Kuh-Eizellen auf Eis gelegt
LONDON (ple). In Großbritannien ist die Entscheidung über zwei Forschungsanträge auf Eis gelegt worden, Eizellen von Kühen für die Herstellung humaner embryonaler Stammzellen durch Klonen nutzen zu dürfen.
Ärzte Zeitung, 18.01.2007

Großbritannien streitet über Mensch-Tier-Embryonen
Mischwesen finden Befürworter
Von Matthias Thibaut
Debattiert werden sogenannte „Hybriden“, Kreuzungen aus tierischem und menschlichem Genmaterial – ein bislang nur aus Filmen bekanntes Szenario. Machte sich die britische Regierung zunächst für ein Verbot stark, gab Premier Blair am Ende nach. Geholfen werden soll der ganzen Menschheit.
HANDELSBLATT 18.01.07

Bundesministerin von der Leyen: "Alzheimerpatienten und ihre Angehörigen gut begleiten"
Deutsche Alzheimer Gesellschaft startet neue Solidaritätskampagne "Buch der Erinnerungen"
Mit einer neuen Kampagne will die Deutsche Alzheimer Gesellschaft auf die Situation von Menschen mit Demenzerkrankungen und deren pflegenden Angehörigen aufmerksam machen und um Solidarität und Hilfe werben.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 18.01.2007

Palliativmediziner fordern mehr Wettbewerb und Qualitätssicherung
Von Christian Beneker
Ärzte Zeitung, 18.01.2007

Palliativzentrum Göttingen feierlich eröffnet
Palliativstation und Palliativambulanz der Universitätsmedizin Göttingen mit 3,48 Millionen Euro der Deutschen Krebshilfe eingerichtet.
Das neue Palliativzentrum Göttingen wurde heute, am Donnerstag, dem 18. Januar 2007, feierlich eröffnet.
PRESSEMITTEILUNG Universität Göttingen 18.01.07

Hessen will die Zahl der Organspenden erhöhen
Mehr Kompetenzen für Transplantationsbeauftragte / Kampagne der Landesregierung
WIESBADEN (ine). Transplantationsbeauftragte an Kliniken erhalten in Hessen künftig mehr Kompetenzen. Das hat der Landtag in Wiesbaden entschieden. Ziel ist, auf diesem Weg die Zahl der Organspenden zu erhöhen.
Ärzte Zeitung, 18.01.2007


17. Januar

Bundestag beschließt Anhörung zur Stammzellforschung
Berlin - Der Bundestags-Forschungsausschuss hat eine Expertenanhörung zur Stammzellforschung beschlossen. Darauf verständigten sich am Mittwoch die Obleute aller Fraktionen in dem Gremium, wie dessen Vorsitzende Ulla Burchardt (SPD) am Mittwoch mitteilte.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.01.07

Gefährliche Minderheit
US-Forscher untersuchen die Verstecke der Krebsstammzellen
Von Volkart Wildermuth
Ein Krebsherd besteht zum Großteil aus Tumorzellen, die sich rasant vermehren, aber gut auf eine Chemotherapie ansprechen. Zwischen ihnen versteckt liegen aber einige wenige Krebsstammzellen. Sie teilen sich nur selten, widerstehen aber den gängigen Behandlungsverfahren und sind für Rückfälle verantwortlich. Nur wenige Jahre nach ihrer Entdeckung sind die Krebsstammzellen heute ein heißes Forschungsgebiet. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cancer Cell beschreiben Forscher aus Memphis jetzt erstmals den natürlichen Lebensraum der Krebsstammzellen.
DEUTSCHLANDFUNK 17.01.2007

Ein Missbrauch moderner Medizin?
Der Fall Ashley ruft viele Kritiker auf den Plan / "Eine bizarre Simplifizierung von Ansprüchen, die die Pflege eines Kindes zu Hause stellt"
NEU-ISENBURG. Wachstum gestoppt, Brüste amputiert: Diese Eingriffe sichern der schwerbehinderten Ashley Lebensqualität, sagen Befürworter. Sie sind unethisch, die Medizin wird missbraucht, sagen Kritiker. Der Fall Ashley polarisiert
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

Das ist Ashleys Krankengeschichte
Mit Operationen und Hormontherapie wurde in die Entwicklung des Mädchens eingegriffen / Ethikkommission stimmte der Therapie zu
SEATTLE. Hysterektomie, beidseitige Mastektomie und wachstumshemmende Therapie mit Östrogenen - mit diesen drei Maßnahmen sollten für Ashley die Chancen steigen, dass sie langfristig möglichst beschwerdefrei leben und von ihren Angehörigen zuhause gepflegt werden kann. Gut zwei Jahre ist es schon her, dass die Entscheidung zur "Ashley-Therapie" fiel.
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

"Hierzulande wäre das schwere Körperverletzung"
Rechtlich wäre die Behandlung von Ashley, so wie sie in den USA erfolgte, in Deutschland nicht möglich gewesen. Der Grund: Die Sterilisation eines Minderjährigen ist hierzulande nicht zulässig.
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

"Zur Kontrolle der Pubertät muss ein Kind wie Ashley nicht operiert werden"
Ist die Krankengeschichte von Ashley ein seltenes Einzelschicksal? Nein, sagt Dr. Dirk Schnabel, Kinderarzt und Endokrinologe vom Otto-Heubner-Centrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Charité Berlin.
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

Diskussion um mögliche Gebärmuttertransplantation
New York - Die Ankündigung New Yorker Ärzte, innerhalb der nächsten Monate eine menschliche Gebärmutter transplantieren zu wollen, stößt auf Kritik von Bioethikern.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.01.07

Gebärmutter auf Zeit
Mit einer Uterusverpflanzung wollen US-Ärzte Frauen mit defektem Uterus zu einem eigenen Kind verhelfen - ein umstrittenes Vorhaben
Sabine Behrends
BERLINER ZEITUNG 17.01.07

"Noah" vor "Katrina" gerettet
Freudiges Ereignis 17 Monate nach "Katrina": Aus einem gefrorenen Embryo, der 2005 aus der überfluteten US-Jazzmetropole New Orleans gerettet wurde, ist jetzt ein gesundes Baby geworden.
N-TV.DE 17.01.07

Weiteres Alzheimer-Gen identifiziert
TORONTO (ple). Forschern ist es gelungen, eine weitere Genveränderung zu identifizieren, die zur Alzheimer-Entstehung beiträgt.
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

Gute Organisation in Kliniken lässt Zahl der Organspenden steigen
HANNOVER (Eben). Wie können Kliniken für mehr Spenderorgane sorgen? Erstmals hat die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO), Region Nord, Krankenhausverwaltungen nach ihren Strukturen befragt. Drei Häuser wurden für besonders gut organisierte Abläufe ausgezeichnet.
Ärzte Zeitung, 17.01.2007

FDP legt innovationsfreundliche Novelle des Gentechnikgesetzes vor
BERLIN. Anlässlich der Vorstellung der innovationsfreundlichen Novelle des Gentechnikgesetzes durch die FDP-Bundestagsfraktion erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan:
Die FDP-Bundestagsfraktion hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes beschlossen. Um die Rahmenbedingungen für Innovationen im Bereich der Grünen Gentechnik in Deutschland zu verbessern, schlägt die FDP-Bundestagsfraktion Änderungen zur Schaffung von Rechtssicherheit bei der Haftung, der Definition des Inverkehrbringens und der Beschränkung der Öffentlichkeit beim Standortregister vor.
PRESSEMITTEILUNG Christel Happach-Kasan MdB, FDP 17.01.2007

Spanische Grippe im Hochsicherheitslabor – Umstrittene Tierversuche mit rekonstruiertem Virus
Winnipeg - Die britische Zeitschrift Nature hat die Publikation von Untersuchungsexperimenten verteidigt, die mit rekonstruierten Viren der spanischen Grippe durchgeführt wurden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.01.07

Verfassungsrechtliche Bedenken bei der Gesundheitsreform
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Im mitberatenden Rechtsausschuss sind am Mittwochvormittag - teilweise massive - Bedenken geäußert worden, ob die gefundenen Regelungen zur Gesundheitsreform einer Prüfung auf ihre Verfassungsmäßigkeit standhalten.
HIB 011/2007, 17.01.2007

Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diskutiert den Fünften Altenbericht
Prof. Dr. Andreas Kruse, Vorsitzender der Sachverständigenkommission für den Fünften Altenbericht, hat in einer öffentlichen Sitzung des Bundestags-Seniorenausschusses für ein neues, produktives Bild des Alters plädiert.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Bundestag 17.01.07


16. Januar

Eizellen gegen Geld
Menschliche Eizellen sind ein wertvolles Gut - und weltweit Mangelware. Da der Eingriff zur Entnahme der Zellen nicht ungefährlich ist, fordern Wissenschaftler, die Spenderinnen zu entschädigen.
Von Elke Brüser
SUEDDEUTSCHE.DE 16.01.07

Statistiker als häufige Ghostwriter in Medikamentenstudien
Kopenhagen. Viele Medikamentenstudien werden mithilfe von Ghostwritern erstellt, die von den Herstellern bezahlt, aber in den Publikationen nicht erwähnt werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 16.01.07

Pharmafabrik Huhn
Schottische Forscher verwandeln Eier in effiziente Bioreaktoren. Sie sollen günstige Medikamente produzieren. Von Maike Pollmann
ZEIT online 16.01.2007

Forscher machen Hühnereier zur Protein-Fabrik
MIDLOTHIAN (ple). Therapeutisch nutzbare Eiweiße wie Interferon lassen sich auch in Hühnereiern produzieren. Der Vorteil: Es können große Proteinmengen kostengünstig hergestellt werden. Bisher wird Interferon etwa in Hamster-Zellen produziert.
Ärzte Zeitung, 16.01.2007

Antikörper aus Pflanzensamen hergestellt
Medikamente werden durch Gentechnik billiger
Antikörper zur Behandlung von Krankheiten lassen sich in großer Menge in Pflanzensamen produzieren.
TAGESSPIEGEL 16.01.2007

Neue Ethik-Diskussion: Uterus-Transplantation geplant
Ärzte wollen erstmals in den USA eine Gebärmutter verpflanzen.
N-TV.DE 16.01.2007

Erstes Retortenbaby wird Mama
LONDON (dpa). Vor 28 Jahren wurde sie als weltweit erstes Retortenbaby bestaunt. Jetzt hat die Britin Louise Brown selbst ein Kind geboren - anders als sie wurde ihr Sohn Cameron auf natürliche Art gezeugt (wir berichteten kurz).
Ärzte Zeitung, 16.01.2007

Unions-Rechtsexperten sehen Gesundheitsreform vor Bundesverfassungsgericht
Berlin/Stuttgart - Zwei Wochen vor der geplanten Verabschiedung im Bundestag zweifeln führende Rechtspolitiker der Union an der Verfassungsmäßigkeit der Gesundheitsreform.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.01.2007

PDF Der Stand der Forschung zu und Potenziale von embryonalen und adulten Stammzellen
Ausarbeitung Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages
Verfasserin: Dipl.-Chem. Susanne Donner
Abschluss der Arbeit: 21.12.2006, zuletzt ergänzt und aktualisiert am: 17.01.2007
18 Seiten

Drohendes Glück
Was die Medizin jenseits der Therapie verspricht
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das nicht sein will, wie es ist, und diese Grundverfasstheit ist Triebfeder seiner ewigen Unruhe. Das Ensemble der Möglichkeiten und Methoden, ihr zu entkommen, wächst in explosivem Tempo. Der Märchenmarathon der Wünsche, die die Medizin zu erfüllen vorgibt, findet kein Ende. Das Glück ist eine Ware geworden, die jeder ordern muss, ein Surrogat für Gott, der nichts mehr zu sagen hat. Die Tyrannei des Glücks breitet sich aus.
Linus S. Geisler
Universitas, 62. Jahrgang, Nr. 727, Januar 2007, S. 5-19

Grüne: Merkel soll sich bekennen
Schavan spricht von Lockerung des Stammzellgesetzes – Regierung verstrickt sich in Widersprüche – Studie stützt Forschungs-Kritiker
DIE TAGESPOST 13.01.07

„Fundamentale Grenze“
Amerikas Bischöfe mahnen Repräsentantenhaus, das Stammzellgesetz abzulehnen
Washington (DT/KNA) Die katholischen Bischöfe in den Vereinigten Staaten haben das Repräsentantenhaus vor einer Liberalisierung des Stammzellgesetzes gewarnt.
DIE TAGESPOST 18.01.07

Weiter zu Artikel vom 01.-15. Januar 2007

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