Presse
Pressespiegel 01.-15. Juli 2006
Anzahl: 134 Artikel, Stand 10.08.06
15. Juli
Eine Frage auf Leben und Tod
Der Nationale Ethikrat hat eine Stellungnahme zum Lebensende vorgelegt - In zentralen Fragen keine Einigkeit - Kirchen äußern deutliche Kritik
DIE TAGESPOST vom 15.07.2006
Eine tödliche Quasselbude
"Gerade nochmal gut gegangen", könnte man sarkastisch formulieren. Noch gibt es im Nationalen Ethikrat keine Mehrheit für die Zulassung aktiver Sterbehilfe. Aber nach allem, was man aus diesem Rat bisher gehört hat, zum Beispiel in Sachen embryonaler Stammzellforschung, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das Gremium deutlicher äußert - pro Sterbehilfe.
DIE TAGESPOST vom 15.07.2006
Hoppe kritisiert Vorschläge zur Sterbehilfe
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat die Vorschläge des Ethikrates zur Sterbehilfe kritisiert.
BERLINER MORGENPOST 15.07.06
Der Kultur des Todes mutig die Stirn bieten
Konsequent, klug und effektiv: Wie Kirche und Pro-Life-Bewegung in den Vereinigten Staaten um den Schutz des ungeborenen Lebens kämpfen, ist beispielhaft
Von Manfred Spieker
DIE TAGESPOST vom 15.07.2006
Spenden für tödliche Zwecke
Die Riesenspende von Warren Buffet steht Abtreibungs-Befürwortern offen
Würzburg (DT) Tue Gutes - und rede darüber. Zumindest für den zweiten Teil dieses gängigen Slogans privaten Mäzenatentums war gesorgt, als Warren Buffett Ende Juni satte dreißig Milliarden Dollar an die Bill Gates-Stiftung spendete.
DIE TAGESPOST vom 15.07.2006
14. Juli
Ethikrat-Empfehlungen: Sterbenlassen statt Sterbehilfe
Von Sorana Scholtes
Ein Jahr nachdem der Tod der Amerikanerin Terri Schiavo die Sterbehilfedebatte neu anfachte, legt der Nationale Ethikrat in Deutschland Empfehlungen zum Umgang mit der Sterbebegleitung vor. Besonders befasste sich das Gremium dabei mit der Terminologie des Todes.
SPIEGEL ONLINE 14.07.06
Sollen Ärzte beim Suizid helfen dürfen? - Ethikrat sagt Nein
Wissenschaftler-Gremium kann die Rolle von Ärzten bei der Sterbebegleitung nicht klar definieren / Hilfe durch präzisere Begriffsbestimmungen
BERLIN (hak). Der Nationale Ethikrat hat sich nicht auf eine eindeutige Rolle von Ärzten bei der Sterbebegleitung verständigen können. Das geht aus der jüngsten Stellungnahme hervor, die das Gremium gestern veröffentlichte.
Ärzte Zeitung, 14.07.2006
Ethikrat fordert klare Begriffe für Sterbehilfe
BERLIN (hak). Eine klare Terminologie zur Sterbehilfe soll es Ärzten erleichtern, Therapieentscheidungen am Lebensende ihrer Patienten zu treffen.
Ärzte Zeitung, 14.07.2006
Orientierung durch neue Terminologie
Kommentar von Hanno Kautz
Probleme mit der Sterbebegleitung lösen zu wollen, indem man sich - wie der Nationale Ethikrat gestern - an den Begrifflichkeiten zu schaffen macht, ist nur scheinbar abstrakt. Es ist im Gegenteil sogar praxisnah und hilfreich.
Ärzte Zeitung, 14.07.2006
Manifest der Zerrissenheit
Die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zeigt: Beim Thema Sterbehilfe gibt es keinen Konsens.
Kommentar von Alexander Kissler
Greift die „Desensibilisierung des Gewissens“ nun auch im Nationalen Ethikrat um sich?
SUEDDEUTSCHE.DE 14.07.06
BÄK und Lebensrechtler gegen Stellungnahme des Ethikrats
Münster-Passau - Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe und die Lebensrechtsinitiative „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) haben die Stellungnahme des Nationalen Ethikrats zur Sterbebegleitung scharf kritisiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.07.06
Organisierte Beihilfe zum Suizid?
Ethikrat legt neue Empfehlungen zum Umgang mit Todkranken vor
von Claudia Ehrenstein
DIE WELT 14.07.06
Selbstbestimmt sterben
Nationaler Ethikrat nimmt Stellung zu Sterbebegleitung und fordert neue Terminologie. Einig ist er, dass Ärzten keine Strafe drohen soll. Uneinig bleibt er zur Suizidbeihilfe
TAZ 14.07.06
Selbstbestimmung am Lebensende - Ethikrat erleichtert die Debatte
Neue Begriffe für die Patientenverfügung
Wenn wir uns in der Sache nicht einig werden können, ändern wir wenigstens die Begriffe. Weil wir nicht wissen, wer über das Wann und Wie des Todes eines unheilbar Kranken entscheiden soll, benennen wir die Verfahren um:
TAZ 14.07.06
Sterbehilfe spaltet Ethikrat
Empfehlungen des Gremiums für Umgang mit Sterbenden
Jörg Michel
BERLIN. Sollen Ärzte einem unheilbar kranken Menschen beim freiwilligen Gang in den Tod helfen dürfen?
BERLINER ZEITUNG 14.07.06
USA: Kirche gegen staatliche Förderung von Stammzellforschung
Washington - Die katholische Kirche in den USA hat sich gegen eine staatliche Förderung der embryonalen Stammzellforschung ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.07.06
Lebenshilfe fordert Aufhebung des NS-Erbgesundheitsgesetzes.
Marburg/Lahn (kobinet) Anlässlich des 73. Jahrestages der Verabschiedung des NS-Gesetzes zur "Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933" fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, dieses Gesetz für nichtig zu erklären.
KOBINET NACHRICHTEN 14.07.06
13. Juli
Nationaler Ethikrat legt Stellungnahme zum Thema Sterbebegleitung vor
Nach intensiven Beratungen veröffentlicht der Nationale Ethikrat am heutigen Donnerstag seine Stellungnahme Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende. Sie schließt an die im Juni 2005 veröffentlichte Stellungnahme zur Patientenverfügung an.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 13.07.06
Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende
Stellungnahme Nationaler Ethikrat
62 Seiten, veröffentlicht 13.07.06
Ethikrat uneins bei Sterbehilfe
Unterschiedliche Auffassungen herrschen hinsichtlich der Zulässigkeit ärztlicher und organisierter Beihilfe zur Selbsttötung. Die Kirchen kritisieren das unklare Ergebnis.
DIE WELT 13.07.06
Empfehlung des Nationalen Ethikrats: Einig bei Patientenvefügung, gespalten bei Sterbehilfe
Der Nationale Ethikrat ist in wesentlichen Punkten seiner Empfehlung zur Sterbehilfe uneinig.
TAGESSCHAU.DE 13.07.06
Stellungnahme zur Sterbebegleitung: Ethikrat uneins über Beihilfe zum Suizid
Berlin - Der Nationale Ethikrat vertritt in seiner Stellungnahme zur Sterbebegleitung keine einheitliche Position beim Thema „Beihilfe zum Suizid“.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.07.06
Ethikrat legt Empfehlungen zum Umgang mit Todkranken vor
Berlin (dpa) - Bei einem ernsthaft bedachten Selbstmord eines todkranken Menschen sollten Angehörige nach Ansicht des Nationalen Ethikrates nicht wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden.
AUGSBURGER ALLGEMEINE 13.07.06
Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, zur Stellungnahme des Nationalen Ethikrates "Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende" am 13. Juli 2006
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 13.07.06
Positive Würdigung und kritische Anfragen
Ratsvorsitzender der EKD zur Stellungnahme des Nationalen Ethikrates
Der Stellungnahme des Nationalen Ethikrates "Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende" gebühre positive Würdigung, aber aus Sicht der Kirche seien auch kritische Anfragen angezeigt.
PRESSEMITTEILUNG EKD 13.07.06
Bischof Huber kritisiert Ethikrat in Sterbehilfe-Debatte
EKD-Ratsvorsitzender: Konsens über ärztliches Ethos in Gefahr
Hannover (epd). Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zur Sterbebegleitung kritisiert. "Das partielle Ja zur ärztlichen Suizidbeihilfe und zur ärztlichen Mitwirkung bei der Tötung auf Verlangen stellt den in Deutschland bestehenden Konsens über das ärztliche Ethos in Frage", erklärte der Berliner Bischof am Donnerstag in Hannover.
MITTEILUNG EKD 13.07.06
Sterbebegleitung" statt "Sterbehilfe"
Nationaler Ethikrat wirbt für neue Begrifflichkeiten
Moderation: Liane von Billerbeck
Den Begriff der "aktiven oder passiven Sterbehilfe" zu ersetzen, dafür wirbt der Nationale Ethikrat in einer heutigen Stellungnahme. Dabei gehe es nicht um die Begrifflichkeit, sondern um die Präzisierung dessen, was geschehe, erklärte der Mediziner und Mitglied des Ethikrates, Eckardt Nagel.
DEUTSCHLANDRADIO 13.07.06
Ethisches Gerangel
Neuer Deutscher Ethikrat für 2007 geplant. Parlamentarier fühlen sich ausgebootet
BERLIN taz War es bis vor einem Jahr noch Sache der Union, sich über den von der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2001 eingesetzten nationalen Ethikrat zu beklagen und dessen Unabhängigkeit anzuzweifeln, so schlagen heute vor allem Grüne, Linkspartei und Teile der SPD diesbezüglich Alarm.
TAZ 13.07.06
Feilschen um den Ethikrat
Schavan will bioethisches Expertengremium ersetzen
Jörg Michel
BERLIN. Ob Sterbehilfe, Gentherapie oder Stammzellforschung: Viele ethisch umstrittene Fragen werden von der Politik erst nach langen Diskussionen und Beratungen durch unabhängige Experten entschieden.
BERLINER ZEITUNG 13.07.2006
Ethik gestern, heute, morgen
Kommentar von Stephan Speicher
Das Sittlichkeitsreden in Fragen der Biowissenschaften hat ein bundesweites "Forum des Dialogs", den "Nationalen Ethikrat".
BERLINER ZEITUNG 13.07.2006
Kabinett billigt einstimmig Pläne für neuen Ethikrat
Bei umstrittenen Themen wie Gentechnik und Stammzellenforschung wird die Bundesregierung künftig vom Deutschen Ethikrat beraten.
DIE WELT 13.07.2006
Ethikrats-Vorsitzende: Gesetzliche Grundlage nicht notwendig
Berlin - Der von der Bundesregierung geplante Gesetzesrahmen für den künftigen Ethikrat wäre nach Überzeugung der neuen Vorsitzenden des Nationalen Ethikrats, Kristiane Weber-Hassemer, nicht notwendig.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.07.06
Deutscher Ethikrat - neuer Weg in der Bioethik?
Das Bundeskabinett verabschiedete gestern den Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Deutschen Ethikrats, der den Nationalen Ethikrat ersetzen soll. Dazu erklärt die Sprecherin für Forschung und Technologie der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, Petra Sitte:
Neue Problemstellungen und Entwicklungen im Bereich der Lebenswissenschaften erfordern auch immer wieder neue Entscheidungen. Dies gilt sowohl für den Bundestag als auch für die Bundesregierung.
PRESSEMITTEILUNG Petra Sitte, MdB, DIE LINKE, 13.07.2006
Anm.: Eine große Zahl der Linken sieht das offenbra anders, da sie den Antrag zur Einsetzung eines Ethik-Kommittes unterschrieben haben...
Annette Schawan - Die Frau ist nicht zu fassen
Sie ist klug, souverän, selbstbewusst, freundlich. Wer sie näher kennt, lobt Annette Schawan. Doch als Forschungsministerin fällt sie bisher vor allem dadurch auf, dass sie nicht auffällt. Von Martin Spiewak
DIE ZEIT, 13.07.2006
Grüne gegen EU-Förderung für strittige Projekte
BRÜSSEL (spe). Gegen die Förderung der Forschung an menschlichen Embryonen und embryonalen Stammzellen mit Geld der EU hat sich die grüne Abgeordnete des EU-Parlaments Hiltrud Breyer gewandt.
Ärzte Zeitung, 13.07.2006
Forscher erhalten 69 Schweizer Embryonen
Genfer Forscher können erstmals Stammzellen aus eingefrorenen überzähligen Embryonen aus der Schweiz gewinnen: Ende Juni sind 69 Embryonen von Lausanne nach Genf gebracht worden. Bisher wurden die Stammzellen aus dem Ausland eingeführt.
BERNER RUNDSCHAU 13.07.06
Bei Brustkrebs bietet prädiktiver Gentest mehr Vor- als Nachteile
Von Nicola Siegmund-Schultze
Bei der Vorsorge von Tumorerkrankungen können zunehmend Gentests helfen, das Erkrankungsrisiko eines Menschen zu klären. Es stellt sich aber immer die Frage, ob bei einem solchen Test die Vorteile überwiegen - oder die Nachteile, etwa daß ein Getesteter stark verunsichert wird.
Ärzte Zeitung, 13.07.2006
Entdeckung eines Gens liefert neue Ansätze für die Therapie von Depressionen
Quebec – Mutationen des Gens P2RX7 können die Anfälligkeit für Depressionen steigern. Dies geht aus einer Studie von Forschern des Centre Hospitalier Université Laval (CHUL) in Quebec hervor.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.07.06
Brechmitteleinsatz verstieß gegen Menschenrechte
STRASSBURG (dpa). Deutschland ist wegen des zwangsweisen Einsatzes eines Brechmittels bei einem Drogenkurier vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden.
Ärzte Zeitung, 13.07.2006
12. Juli
Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf für Deutschen Ethikrat
Schavan: "Wir stellen die ethische Politikberatung auf eine breite Basis"
Die Bundesregierung stellt die ethische Beratung der Politik auf eine breitere Basis. Ein Deutscher Ethikrat soll den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung künftig in den bioethischen Fragen der Lebenswissenschaften, also vor allem in der Bio- und Gentechnologie, der Genom- und Hirnforschung sowie der Reproduktionsmedizin beraten.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 12.07.2006
Deutscher Ethikrat eingerichtet
Für den nationalen und internationalen Dialog über bioethische Fragen wird es ein auf Dauer eingerichtetes Beratungsgremium geben. Das Bundeskabinett hat einem Gesetz zur Einrichtung des Deutschen Ethikrates zugestimmt
REGIERUNG ONLINE 12.07.2006
Schavans Gesetzentwurf für Deutschen Ethikrat ist unakzeptabel
Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Einrichtung eines Deutschen Ethikrates, erklärt Reinhard Loske, Leiter der Arbeitsgruppe Biotechnologie:
Der Vorschlag für den Deutschen Ethikrat scheint auf den ersten Blick eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Konstrukt des Nationalen Ethikrats. Doch die von Schavan so großzügig angebotene Mitbeteiligung des Parlaments beschränkt sich auf ein Vorschlagsrecht und darauf, dass das Parlament nun nachträglich dem vom ehemaligen Kanzler Schröder eingesetzten und umstrittenen Nationalen Ethikrat den Segen geben soll.
PRESSEMITTEILUNG Reinhard Loske, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, 12.07.06
Umstrittener Nationaler Ethikrat soll Nachfolger bekommen
Der heftig umstrittene Nationale Ethikrat aus den Zeiten von Rot-Grün soll einen Nachfolger erhalten. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Schaffung eines Deutschen Ethikrates.
N24.DE 12.07.06
Kabinett billigt einstimmig Pläne für neuen Deutschen Ethikrat
Berlin - Die Bundesregierung will bis Mitte 2007 den Nationalen Ethikrat durch einen „Deutschen Ethikrat“ ersetzen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 12.07.06
Regierung verabschiedet Gesetz für Deutschen Ethikrat
Berlin - Ein Deutscher Ethikrat soll Bundestag und Bundesregierung künftig in bioethischen Fragen etwa in der Gentechnik oder der Hirnforschung beraten. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf.
TAGESSPIEGEL 12.07.06
Wann runde Tische gefährlich sind
Kommentar von Florian Staeck
Runde Tische können gefährliche Möbel in einer Demokratie sein. Dann etwa, wenn Experten in geschlossenen Zirkeln die Chance haben, Regelungsalternativen auszusortieren oder Entscheidungen vorzubereiten - bevor die gewählten Volksvertreter in Aktion treten.
Ärzte Zeitung, 12.07.2006
Forschungsministerin Schavan plant neuen Ethikrat
Bundeskabinett will heute Vorgaben für Deutschen Ethikrat beschließen / 170 Parlamentarier plädieren für ein Ethik-Komitee beim Bundestag
BERLIN (fst). Ein vom Bundestag etablierter Deutscher Ethikrat soll an die Stelle des bisherigen Nationalen Ethikrats treten. Das will das Bundeskabinett heute beschließen.
Ärzte Zeitung, 12.07.2006
Ärzte zweifeln am Nutzen von Patientenverfügungen
Ärztepräsident Hoppe: Ein Gesetz sollte sich auf Verfahrensfragen beschränken / Justizministerin plant, bis Mitte 2007 Gesetzentwurf vorzulegen
DÜSSELDORF. Nichts ist so gewiß wie der Tod und nichts ist so ungewiß wie die Frage, unter welchen Umständen er eintritt. Immer mehr Menschen wollen dieser Ungewißheit entrinnen, etwa weil sie fürchten, daß ihr Sterben durch den Einsatz lebenserhaltender Apparate unnötig verlängert wird.
Von Anja Krüger
Ärzte Zeitung, 12.07.2006
Mehr Geld für Hospizdienste in Brandenburg
POTSDAM (ami). Die Krankenkassen in Brandenburg haben die Fördersumme zur Unterstützung der ambulanten Hospizdienste erhöht. Sie stellen in diesem Jahr insgesamt 496 509 Euro für 18 ambulante Hospizdienste bereit.
Ärzte Zeitung, 12.07.2006
Kabinett beschließt Eckpunkte der Gesundheitsreform
Ulla Schmidt: Eckpunkte stoßen Tür für mehr Wettbewerb auf
Das Bundeskabinett hat heute den von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgelegten Eckpunkten zu einer Gesundheitsreform 2006 zugestimmt. Die Eckpunkte dienen als Grundlage zur Erarbeitung eines entsprechenden Reformgesetzes, das die Finanzierung und die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems für die Zukunft sichert.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 12.07.06
Niedergelassene Ärzte sehen elektronische Gesundheitskarte kritisch
Düsseldorf - 94 Prozent der niedergelassenen Ärzte in Deutschland lehnen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 12.07.06
Bundesregierung stellt fünften Altenbericht vor - VDAB: Steigende Nachfrage nach professioneller Pflege wird ignoriert
Unter dem Titel „Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft“ hat die Bundesregierung am 5. Juli 2006 den „Fünften Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland“ vorgestellt.
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 12.07.06
Straßburg: Unverhältnismäßigkeit von (Brech-)Mitteln in Deutschland
Straßburg - Der zwangsweise Einsatz von Brechmitteln zum Erlangen von Beweismitteln gegen Drogendealer in Deutschland verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 12.07.06
11. Juli
Spermien aus Stammzellen
Göttingen - Deutschen und britischen Forschern ist es erstmals gelungen, embryonale Stammzellen in Spermien zu differenzieren, mit denen dann erfolgreich Eizellen befruchtet wurden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.07.06
Mäuse-Nachwuchs aus Stammzellen weist Defekte auf
Göttinger Forschern ist erstmals die Zeugung von Säugetieren aus im Labor gezüchtetem Sperma gelungen. Die Tiere leben allerdings nicht so lange wie ihre natürlich gezeugten Artgenossen
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND FTD 11.07.06
ASF: Kein Geld für embryonale Stammzellenforschung
Berlin, - Zum jüngsten Beschluss des Europäischen Parlaments zum 7. Forschungsrahmenprogramm, der die Förderung embryonaler Stammzellenforschung mit europäischen Geldern vorsieht, erklären die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, MdB, und die stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete, Evelyne Gebhardt:
Die Förderung der embryonalen Stammzellenforschung mit europäischen Geldern halten wir für unvereinbar mit dem deutschen Stammzellengesetz.
PRESSEMITTEILUNG Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, MdB, und stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende und MdEP, Evelyne Gebhardt 11.07.06
In Görlitz entsteht das erste europäische Zentrum für Patienten mit Down-Syndrom
Von Torsten Klaus
Die Fotos sprechen eine deutliche Sprache. Immer wieder sind lächelnde und entspannte Gesichter zu sehen, bei Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen. Nur die Augen verraten, daß es sich bei ihnen um Behinderte handelt: Diagnose Down-Syndrom.
Ärzte Zeitung, 11.07.2006
Pflege kranker Kinder zu Hause künftig einfacher
BKK Bayern einigt sich mit drei Kinderpflegediensten
MÜNCHEN (sto). Die Zahl der besonders aufwendigen Patienten, die zu Hause gepflegt werden können, steigt. Viele Schwerkranke, wie Beatmungspflichtige, Wachkomapatienten, Patienten in der letzten Lebensphase und andere Schwerstbehinderte können heute auch durch ambulante Pflegedienste adäquat versorgt werden
Ärzte Zeitung, 11.07.2006
Organraub bestätigt – China in Erklärungsnot
Kanadisches Untersuchungsteam klagt an
Alexander M. Hamrle
Für Analysten ist es die „Einleitung zum chinesischen Super-GAU“, für Falun Gong eine Bestätigung der jahrelangen Aufklärungsarbeit, für das chinesische Regime ein „Versuch China zu verleumden“ und für die kanadischen Autoren David Kilgour, Parlamentsmitglied, und David Matas, international anerkannter Menschenrechtsanwalt, schlicht und einfach „das Ergebnis mehrerer Wochen Arbeit“.
DIE NEUE EPOCHE 11.07.2006
10. Juli
China schränkt Organhandel ein
Dass in China Organe von Hingerichteten für Transplantationen benutzt werden, ist kein Geheimnis. Eine neue Verordnung verbietet nun jede Form des Organhandels. Doch Experten bezweifeln die Wirksamkeit.
DEUTSCHE WELLE 10.07.06
7. Forschungsrahmenprogramm der EU: Offener Brief an Forschungsminister
Brüssel - In einem offenen Brief appelliert die Vorsitzende der Bioethik-Intergruppe des Europaparlaments (EP), Hiltrud Breyer, an die europäischen Forschungsminister, einer Förderung der ethisch bedenklichen Forschung an Embryonen und embryonalen Stammzellen mit Geldern der Europäischen Union (EU) nicht zuzustimmen.
DEUTSCHES ÄRZTEBALTT 10.07.06
62-jährige Frau bringt in Großbritannien Kind zur Welt
London - In Großbritannien ist eine 62-jährige Frau Mutter geworden und hat damit alle bisherigen Altersrekorde in ihrer Heimat gebrochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBALTT 10.07.06
Ruf nach Sterbehilfe-Gesetz
Stuttgart - Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) hat ein Gesetz zu Patientenverfügungen gefordert.
DIE WELT 10.07.07
Bernhard: Klares "Nein" zur aktiven Sterbehilfe
München - Die Einführung aktiver Sterbehilfe in Deutschland wäre ein schwerer Rückschlag für den Lebensschutz und würde Missbrauchsmöglichkeiten Tür und Tor öffnen.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 10.07.06
Sterben im Kreis der Familie: Palliativ-Care-Teams kümmern sich um die Betreuung todkranker Kinder
Von Bülent Erdogan
In Deutschland erkranken jährlich etwa 1800 Kinder an Krebs, jedes vierte überlebt die Krankheit nicht. Bis heute fehlen flächendeckende Angebote für eine ambulante palliativmedizinische Versorgung von Kindern - etwa sechs von zehn sterben in Krankenhäusern, und nicht zu Hause im Kreis der Familie.
Ärzte Zeitung, 10.07.2006
Gesetzentwurf zur Pflegereform Ende des Jahres
BERLIN (hak). Die Pflegereform wird nicht verschoben. Das erklärte der Sprecher des Gesundheitsministeriums Klaus Vater in Berlin.
Ärzte Zeitung, 10.07.2006
Grüne: Risiken der Nanotechnologie erkennen und beseitigen
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MPI) Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich dafür ein, dass mögliche Risiken der Nanotechnologie frühzeitig erkannt und beseitigt werden. In einer Kleinen Anfrage (16/2150) verlangt sie Auskunft darüber, wie sich die Forschungsmittel für die Nanotechnologie entwickelt haben, wie viele Firmen sich mit dem Forschungsfeld beschäftigen und wie viele Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen wurden.
HIB 213/2006 10.07.06
Liberale nehmen trägerübergreifendes persönliches Budget in den Blick
Arbeit und Soziales/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MPI) Die geringe Resonanz auf das trägerübergreifende persönliche Budget (TPB) für Menschen mit Behinderungen beschäftigt die FDP-Fraktion. In einer Kleinen Anfrage (16/2145) verweisen die Abgeordneten auf die Erfahrungen aus bundesweit 14 Modellregionen.
HIB 213/2006 10.07.06
Abstimmung im Internet über Gesundheitskarte
DÜSSELDORF (iss). Eine Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) im Internet zeigt: Eine große Mehrheit der niedergelassenen Ärzte beurteilt die elektronische Gesundheitskarte eher negativ.
Ärzte Zeitung, 10.07.2006
Erstmals Mäuse aus "künstlichen" Spermien erzeugt
Göttinger Forscher differenzieren männliche Keimzellen aus embryonalen Stammzellen und erzeugen damit lebende Mäuse: "Developmental Cell"
(ukg) Göttinger Wissenschaftler haben Mäuse-Nachkommen gezüchtet, indem sie aus embryonalen Stammzellen männliche Keimzellen differenziert und damit Eizellen künstlich befruchtet haben.
PRESSEMITTEILUNG Universität Göttingen 10.07.06
Erstmals Sperma aus embryonalen Stammzellen im Labor geschaffen
Experimente mit Mäusen führten zu Nachwuchs
PRESSETEXT.AUSTRIA 10.07.06
Der Fall (von) Amnesty International
„Manche katholische Religionsbücher, die Amnesty den jungen Menschen als Vorbild vor Augen führen, wird man umschreiben müssen.“ - Ein Kommentar von Weihbischof Andreas Laun zu „Amnesty International“ und den Abtreibungsanerkennungen.
KATH.NET 10.07.06
09. Juli
Falun-Gong-Anhänger zur Organentnahme getötet?
Die Organspender werden zu Tausenden in speziellen Krankenhäusern, Gefängnissen oder Konzentrationslagern gehalten. Wenn Bestellungen vorliegen, wird einer von ihnen ausgesucht, auf eine Bahre geschnallt, mit einer Spritze ins Herz getötet und von einem Operationssaal in den nächsten geschoben, wo ihm spezialisierte Chirurgen Augen, Nieren, Herz und Leber entnehmen. Die ausgeweidete Leiche wird verbrannt.
Das ist keine Szene aus einem Science-Fiction-Film, sondern die Wirklichkeit im heutigen China - jedenfalls wenn man dem Bericht glauben soll, den die Kanadier David Kilgour und David Matas am Freitag vorlegten.
WELT AM SONNTAG 09.07.07
Schwere Vorwürfe gegen China
Kanadische Studie bestätigt kriminelle Organentnahme an Gefangenen in China
Oliver Trey
DIE NEUE EPOCHE 09.07.06
Die Unreformierbaren
Deutschlands Apotheker haben bislang noch jede Gesundheitsreform unbeschadet überstanden, und auch bei der jetzt geplanten wird es kaum anders sein. Nach wie vor existiert in der Bundesrepublik ein bizarres System der gleichzeitigen Über- und Unterversorgung mit Arzneimitteln, das Milliarden mehr kostet, als es eigentlich müßte. Dabei könnte man das schnell ändern
von Philipp Neumann und Steffen Fründt
WELT AM SONNTAG 09.07.07
08. Juli
Vorwurf der Organentnahme
Ottawa - Ein früheres kanadisches Kabinettsmitglied und ein renommierter Menschenrechtsanwalt haben China vorgeworfen, Falun-Gong-Mitglieder gezielt zur Organentnahme zu töten.
DIE WELT 08.07.06
"Für Organspende getötet"
Studie: Falun-Gong-Anhänger starben in China für Transplantation
Zwei kanadische Anwälte haben den Verdacht geäußert, dass chinesische Behörden Anhänger der verbotenen Falun- Gong-Bewegung töten lassen, um deren Organe für Transplantationen zu verwenden.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 08.07.2006
07. Juli
Tötungen für Organentnahme?
Massive Vorwürfe an China
Ein früheres kanadisches Kabinettsmitglied und ein renommierter Menschenrechtsanwalt haben China vorgeworfen, Falun-Gong-Mitglieder gezielt zur Organentnahme zu töten. Dies hätten zweimonatige Nachforschungen ergeben.
SF TAGESSCHAU 07.07.07
Report into Allegations of Organ Harvesting of Falun Gong Practitioners in China
Mediarelease David Kilgour, Member of Parliament for the southeastern area of Edmonton, Alberta May 1979 until January 2006 and David Matas, international human rights lawyer, July 6th, 2006
Report Into Allegations Of Organ Harvesting Of Falun Gong Practitioners In China
Appendices
74 Sites, 6 July 2006
Report into Allegations of Organ Harvesting of Falun Gong Practitioners in China
by David Matas and David Kilgour
69 Sites, 6 July 2006
Response of David Kilgour and David Matas to the Chinese government statement
Geburtstag statt Todestag
Der kleine Tim aus Oldenburg, der 1997 wegen Downsyndrom in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden sollte, wird jetzt neun Jahre alt - Damals hatte er die Abtreibung überlebt.
KATH.NET 07.07.06
Streit um parlamentarische Anbindung
Bundestagsabgeordnete wollen mehr Einfluss im geplanten Deutschen Ethikrat
Von Jacqueline Boysen
Forschungspolitik. - Der nationale Ethikrat, ein Expertengremium für Bio- und Medizinethik, das beim Bundeskanzleramt angesiedelt ist, soll umgestaltet werden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan will das Gremium von der Exekutive in den Bereich des Bundestages überführen und dem Kabinett in der kommenden Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf vorstellen. Bereits im Vorfeld gibt es Streit um das Vorhaben.
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.06
Bioethik: Wer soll beraten dürfen?
In Berlin wird wieder einmal darüber gestritten, wer als oberstes Beratergremium für die Bioethik zuständig sein soll.
TAZ 07.07.06
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Mit der Gesundheitsreform werden wir Strukturen im System aufbrechen“
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat heute an der 2. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock teilgenommen. Thema der Konferenz ist „Gesundheit und Prävention“.
PRESSEMITTEILUNG BMG 07.07.06
Deutsche lehnen Gesundheitsreform ab
Deutschlandtrend: Pläne haben dem Ansehen der großen Koalition schwer geschadet
von Frank Diering
DIE WELT 07.07.06
Geweberichtlinie: Einstimmiger Protest
Unnötige Auflagen für Kliniken, die mit Gewebetransplantaten arbeiten Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen haben davor gewarnt, die Geweberichtlinie der Europäischen Union in Deutschland so umzusetzen, wie es das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 27 vom 07.07.2006, Seite A-1860
Schwangerschaften bei Minderjährigen: Abbrüche erstmalig rückläufig
Gille, Gisela
Es gibt eine gute Nachricht: Die Zahl der bekannt gewordenen Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen sind im Jahr 2005 zum ersten Mal seit 1996 wieder rückläufig, und zwar um fast acht Prozent.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 27 vom 07.07.2006, Seite A-1889
Vogelgrippe: Eine neue Pandemie – alte ethische Probleme
Wiesing, Urban; Marckmann, Georg
Die Herausforderungen sind vorhersehbar und bekannt, bislang aber weder in der Gesellschaft noch in der Ärzteschaft ausreichend diskutiert.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 27 vom 07.07.2006, Seite A-1886
Häusliche Pflege - im Norden startet neue Kampagne
NEUMÜNSTER (di). Schleswig-Holsteins Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht startet eine Kampagne zum Thema häusliche Pflege.
Ärzte Zeitung, 07.07.06
Forschung nach Test-Fehlschlag geht weiter
WÜRZBURG (dpa). Das mit einem folgenschweren Medikamententest in London in die Schlagzeilen geratene Würzburger Pharmaunternehmen TeGenero hat Insolvenz angemeldet. Trotzdem wollen die Forscher weiterarbeiten.
Ärzte Zeitung, 07.07.06
06. Juli
Stammzellen aus Embryonen nach Jungfernzeugung
PRAG (ple). Italienische Forscher haben eine neue Quelle für humane embryonale Stammzellen aufgetan: Embryo-Frühstadien, die aus unbefruchteten Eizellen entstanden sind. Möglicherweise macht dies etwa das umstrittene Klonen von Embryonen oder die Verwendung abgetriebener Embryonen überflüssig.
Ärzte Zeitung, 06.07.2006
Friede auf dem Acker
Landwirtschaftsminister Seehofer setzt in der grünen Gentechnik auf deutsche Forschung und die Pflanzen der nächsten Generation Von Andreas Sentker
DIE ZEIT, 06.07.2006
05. Juli
Initiative für Ethik-Komitee des Deutschen Bundestages
Berlin (kobinet) Zur Debatte um die bioethische Beratung in Deutschland haben heute der Grüne Reinhard Loske, der Sozialdemokrat René Röspel und Ilja Seifert von der Linkspartei eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
KOBINET NACHRICHTEN 05.07.06
Abgeordnete von SPD, Grüne und PDS gegen Schavans Ethikrat
Berlin - Bioethik-Experten von SPD, Grünen und PDS haben Widerstand gegen die Pläne von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) zur Reform des Ethikrats angekündigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 05.07.06
Vor zehn Jahren wurde das Klonschaf Dolly geboren
Damit begann eine neue Ära der Medizin
von Richard Ingham
DIE WELT 05.07.06
Dollys Erben
Zehn Jahre Klongeschichte
Von Michael Lange
Biologie. - Vor genau zehn Jahren, am 5. Juli 1996 wurde in Schottland das berühmteste Schaf der Welt geboren: das Klonschaf Dolly. Sechs Jahre später starb das Schaf und steht heute ausgestopft im Museum in Edinburgh. Dolly ist zu einer Ikone der Biotechnologie geworden. Über seinen Tod hinaus ist das Schaf in den Diskussionen rund um das Klonen präsent.
DEUTSCHLANDFUNK 05.07.06
Wer hat das meiste zum Klonen von Schaf Dolly beigetragen?
Von Ute Dickerscheid
Das Klonschaf Dolly hatte keinen biologischen Vater. Und zehn Jahre nach der Geburt des berühmtesten Schafes der Welt am 5. Juli 1996 ist auch die geistige Vaterrolle des Klonforschers Dr. Ian Wilmut umstritten.
Ärzte Zeitung, 05.07.2006
Die vielen Vettern des Klon-Schafs
Vor zehn Jahren wurde Dolly geboren, das erste geklonte Säugetier. Heute existieren geklonte Schweine, Hunde, Rinder - biotechnisch Dollys Vettern. Nach Weltruhm, beunruhigenden Krankheiten und frühem Tod ist der Name des Schafs schon heute eine geschichtsträchtige Vokabel.
SPIEGEL ONLINE 05.07.06
Adulte Stammzellen für kranke Nerven - ForNeuroCell rückt Parkinson und Querschnittslähmung zu Leibe
Der Bayerische Forschungsverbund Adulte Neurale Stammzellen (ForNeuroCell) startete am 1. Juli 2006 mit der intensiven innerbayerischen Koordination der Forschungsarbeiten, die zu einer Zellersatztherapie für akute und chronische Erkrankungen des Nervensystems führen sollen. Das Bayerische Staatministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst stellt den 15 Wissenschaftlern der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Würzburg, der LMU und TU München und der GSF in den nächsten drei Jahren dafür 2,5 Mio. € zur Verfügung.
PRESSEMITTEILUNG Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde 05.07.06
Gesichtsverpflanzung war ein Erfolg
Beteiligte Chirurgen ziehen ein positives Fazit
Sieben Monate nach der Aufsehen erregenden Gesichtstransplantation in Frankreich berichten die beteiligten Ärzte in einem Fachartikel erstmals detailliert über den Eingriff.
BERLINER ZEITUNG 05.07.06
Kammer-Chefin warnt vor Gewebegesetz
FRANKFURT/MAIN (ine). Kritik am geplanten Gewebegesetz des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) kommt aus Hessen. Kammerpräsidentin Dr. Ursula Stüwe warnt vor einer Kommerzialisierung von Gewebeteilen wie Herzklappen oder Gehörknöchelchen.
Ärzte Zeitung, 05.07.2006
Schulungen für Pflegekräfte zum Thema Abschied und Tod
Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein setzt auf qualifizierte Altenpflege
KIEL (di). Bei der Betreuung sterbender Menschen hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schleswig-Holstein Defizite - etwa bei der Kooperation von Ärzten und anderen Fachkräften - ausgemacht.
Ärzte Zeitung, 05.07.2006
Akademie sieht großen Bedarf für Ethikberatung
GÖTTINGEN (cben). Der Bedarf an medizinethischer Orientierung ist nach Ansicht von Alfred Simon, Medizinethiker und Geschäftsführer der Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin e. V., "enorm".
Ärzte Zeitung, 05.07.2006
Deutsche Hospiz Stiftung: Neuer Leistungsanspruch der Schwerstkranken und Sterbenden auf umfassende Sterbebegleitung darf nicht Zankapfel werden
Berlin. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt, dass der Rechtsanspruch auf umfassende Sterbebegleitung endlich Gesetz werden soll.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 05.07.06
TeGenero gibt auf
Die gefährlichen Nebenwirkungen eines neu entwickelten Medikaments haben die Firma in den finanziellen Ruin getrieben.
ZEIT online, 05.07.06
Nach Studiendesaster: TeGenero insolvent
Würzburg - Knapp vier Monate nach der lebensbedrohlichen Erkrankung von sechs Menschen bei der Phase-I-Studie mit dem monoklonalen Antikörper TGN1412 hat der deutsche Hersteller TeGenero Insolvenz angemeldet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 05.07.06
04. Juli
Gemeinsames Hirtenwort gegen aktive Sterbehilfe
BASEL (dpa). Mit einem gemeinsamen Hirtenwort haben die Bischöfe aus Freiburg, Straßburg und Basel deutlich Position gegen aktive Sterbehilfe bezogen.
Ärzte Zeitung, 04.07.06
Länder drängen auf Ausbau der Palliativ-Versorgung
Gesundheitsministerkonferenz / Streit über Heroinprojekt
DESSAU (fst). Einstimmig haben sich die Landesgesundheitsminister dafür ausgesprochen, "baldmöglichst" eine ambulante palliativmedizinische Versorgung aufzubauen.
Ärzte Zeitung, 04.07.2006
Staatsaufgabe Abtreibung
Die Finanzierung vorgeburtlicher Kindstötungen bleibt eine Staatsaufgabe. Auch künftig wollen die Bundesländer die nach der so genannten Beratungsregelung durchgeführten "straffreien" aber "rechtswidrigen" Abtreibungen mit den Steuergeldern der Bürger subventionieren.
DIE TAGESPOST 04.07.06
Embryonen im Gen-Test
Genetischer Fingerabdruck zur Früherkennung von Erbkrankheiten
Von Michael Lange
DEUTSCHLANDRADIO 04.07.06
Medizinethikerin: Neue britische Gen-Tests sind Erleichterung für viele Eltern
Wiesemann: Verfahren kommt nur bei kleiner Zahl von Schwangerschaften zur Anwendung
Die Direktorin des Instituts für Ethik und Medizin an der Universität Göttingen, Claudia Wiesemann, hat die von britischen Ärzten entwickelten genetischen Rundum-Tests für Embryonen als Erleichterung für viele Eltern bezeichnet.
DEUTSCHLANDRADIO 04.07.06
Forschung mit Gewebeproben braucht umfangreichen Datenschutz
Von Philipp Grätzel von Grätz
Ob Gewebeproben von bösartigen Tumoren oder genetisches Material aus Populationsstudien: Biomaterialbanken werden für die medizinische Forschung immer wichtiger. In Deutschland werden derzeit mehrere Biobanken mit unterschiedlichen Zielsetzungen aufgebaut.
Ärzte Zeitung, 04.07.2006
Ärzte in der Grauzone - ethische Grenzen bei der Behandlung von Christen, Juden und Muslimen
Von Angela Mißlbeck
Das Ethikkommitee der Kölner Universitätsklinik hätte sich kürzlich Rat von muslimischen Medizinethikern gewünscht. Eine Muslimin, die mit Zwillingen schwanger war, wollte von den Ärzten, daß ein Kind abgetrieben wird, weil bei ihm das Down-Syndrom diagnostiziert worden war.
Ärzte Zeitung, 04.07.2006
Hirnforscher: Neues Nervenwachstum erklärt Erwachen nach 19 Jahren Koma
New York - Mit einem neuartigen Verfahren der Kernspintomographie haben US-Forscher Hinweise auf eine Neuverschaltung von Hirnzellen im Gehirn eines Patienten gefunden, der nach 19 Jahren aus einem Koma erwachte.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.07.06
Gentherapie gegen Hämophilie
Forscher erproben in Versuchen mit Mäusen neuen Behandlungsansatz gegen die Bluterkrankheit
WISSENSCHAFT.DE 04.07.06
Zehn Jahre nach "Klonschaf" Dolly - Designer-Babys und Klonkatzen per Internet
Pressemitteilung von: Bundesverband Menschen für Tierrechte 04.07.06
Gesichtstransplantation: Patientin kann vier Monate nach der OP den Mund noch nicht schließen
Amiens - Die französischen Chirurgen, die im November letzten Jahres erstmals eine Gesichtstransplantation durchführten, berichten jetzt im Lancet (2006; doi:10.1016/S0140-6736(06)68935-6) über den Zustand der Patientin vier Monate nach der Operation.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.07.06
Frau mit neuem Gesicht erhielt auch Stammzellen
AMIENS (ple). Die 38jährige Französin, der - wie berichtet - vor etwa einem halben Jahr erfolgreich Mund und Nase einer hirntoten 48jährigen Frau verpflanzt worden waren, hat zusätzlich zu Immunsuppressiva auch Stammzellen der Spenderin gegen Abstoßungsreaktionen erhalten.
Ärzte Zeitung, 04.07.06
"Es gibt kein Recht auf ein nicht-behindertes Kind"
Katholische Verbände fordern, die Spätabtreibung gesetzlich neu zu regeln - Kolping-Chef Thomas Dörflinger erklärt, warum
Das Kolpingwerk Deutschland, der Familienbund der Katholiken und der Katholische Deutsche Frauenbund fordern in einer gemeinsamen Aktion eine neue gesetzliche Regelung zu Spätabtreibungen. Karl-Georg Michel sprach hierüber mit dem Kolping-Bundesvorsitzenden und CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger.
DIE TAGESPOST vom 04.07.2006
Deutsche Hospiz Stiftung - Was kommt bei den Kranken an?
Text des Fernsehbeitrag von PLUSMINUS, 04.07.2006, ARD
Siehe unbedingt dazu diese beiden Statements:
Stellungnahme der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung zum Beitrag des Saarländischen Rundfunks "Deutsche Hospiz Stiftung - Was kommt bei den Kranken an?"
im ARD-Wirtschaftsmagazin "plusminus" vom 04. Juli 2006.
Gegendarstellung der Deutschen Hospiz Stiftung zum Fernsehbeitrag von PLUSMINUS, 04.07.2006, ARD
03. Juli
Bischöfe lehnen grenzübergreifend aktive Sterbehilfe ab
Basel - Eine grenzübergreifende Initiative gegen aktive Sterbehilfe haben Bischöfe aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz gestartet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.07.06
Die Herausforderung des Sterbens annehmen
Gemeinsames Hirtenwort der Bischöfe von Freiburg, Strassburg und Basel
Am Montag 3. Juli 2006 stellten die Erzbischöfe Robert Zollitsch von Freiburg i.Br., Joseph Doré von Strassburg und Bischof Kurt Koch von Basel ihr neues gemeinsames Hirtenwort zur Frage des Sterbens anlässlich einer Medienkonferenz der Öffentlichkeit vor.
PRESSEMITTEILUNG BISTUM BASEL 03.07.2006
"Die Herausforderung des Sterbens annehmen"
Gemeinsames Hirtenwort der Bischöfe von Freiburg i.Br, Strassburg und Basel
10 Seiten, Veröffentlicht 03.07.2006
Prozess um tiefgefrorene Embryos in Irland
Dublin. AP/baz. Vor dem zweihöchsten Gericht in Irland wird seit Montag über das Recht einer Klägerin an tiefgefrorenen Embryos verhandelt.
BASLER ZEITUNG 03.07.06
Prozess um tiefgefrorene Embryos vor Hohem Gericht in Irland
Vor dem zweihöchsten Gericht in Irland wird seit Montag über das Recht einer Klägerin an tiefgefrorenen Embryos verhandelt.
N24.DE 03.07.06
Embryonale Stammzellen als Politikum
Stammzellforschung beschäftigt mehrere Gremien
Von Susanne Nessler
Der nationale Ethikrat ist eine Idee des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Im Mai 2001 ernennt Schröder 25 Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft, Industrie und Religion zu seinen Beratern in Fragen der Medizin.
DEUTSCHLANDRADIO 03.07.06
Deutscher Ethikrat in der Kritik
Röspel: Beteiligung von Abgeordneten fehlt
Moderation: Dieter Kassel
Das Vorhaben von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, einen deutschen Ethikrat einzusetzen, stößt bei dem ehemaligen Vorsitzenden der Enquete-Kommission "Ethik und Recht in der modernen Medizin", René Röspel, auf Ablehnung.
DEUTSCHLANDRADIO 03.07.06
Schavan legt Plan für neuen Ethikrat vor
BERLIN (fst). Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat einen Gesetzentwurf für einen "Deutschen Ethikrat" vorgelegt.
Ärzte Zeitung, 03.07.2006
Leitartikel: Für jeden eine Krankheit
Kostenexplosion im Gesundheitssystem
von Claudia Ehrenstein
Gesundheit ist nur eine Frage des Geldes. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn die Politik eine Gesundheitsreform schmiedet und dabei vor allem über die Finanzierung des Systems diskutiert. Wer Gesundheit will, soll zahlen.
DIE WELT 03.07.06
Abtreibung: Kostenübernahme wird nicht erschwert
SPD-Länder gegen Vorstoß von Thüringen und Sachsen - Vertreter beider Länder zogen Antrag zurück.
KATH.NET 03.06.06
02. Juli
Es ist ein Klon!
Wie ein Schaf namens Dolly die Welt veränderte
Von Michael Lange
Am 5. Juli 1996, kam in einem Stall in Schottland ein Schaf zur Welt. Es wurde zum bekanntesten Bewohner Schottlands und beschäftigt bis heute nicht nur Wissenschaftler. Während die Fotografen noch das verdutzte Lamm umringten, druckte ein deutsches Nachrichtenmagazin bereits eine Armee von Hitlerklonen auf seine Titelseite. "Wird der Mensch durch das Klonen zur Massenware?" fragten sich die Kommentatoren.
DEUTSCHLANDFUNK 02.07.06
Wird Gates' Stiftung zu mächtig?
Dank Warren Buffetts großzügiger Überweisung verfügen Bill und Melissa Gates jetzt über 60 Milliarden Dollar. Damit beeinflussen sie die medizinische Forschung stärker als jede andere private Stiftung. Vielleicht zu stark
von Martin Dowideit in New York
WELT AM SONNTAG 02.07.06
01. Juli
Erstmals Stammzellen aus menschlichen Parthenoten: Ein ethisch verantwortungsloser Irrweg
Forscher in Mailand haben anlässlich des Jahrestreffens der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) berichtet, sie hätten aus menschlichen Eizellen Parthenoten erzeugt und erstmals aus diesen Stammzelllinien gewonnen. Manche Kreise halten diese Methode als ethisch unbedenkliche Alternative zum Klonen.
CLONING.CH 01.07.2006
Katholische Bischöfe grenzen sich scharf von Schwangerenhilfsverein Donum Vitae ab
Kirchliche Angestellte dürfen bei der Organisation, die Bescheinigungen für eine straffreie Abtreibung ausstellt, nicht mitarbeiten - Entscheidung steht im Zusammenhang mit der Deutschlandvisite des Papstes
von Gernot Facius
DIE WELT 01.07.06
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