Presse
Pressespiegel 16.-30. Juni 2004
Anzahl: 74 Artikel, Stand 04.07.04
30. Juni
Sollen alle Babys zum "Gen-TÜV"?
EU-Forschungskommissar Philippe Busquin spricht sich für genetische Screenings von Neugeborenen aus
von Thomas A. Friedrich und Samiha Shafy
DIE WELT 30.06.04
"Das Screening von Neugeborenen ist sinnvoll, wenn es eine Therapie gibt"
von Sonja Kastilan
Homburg - Ein kleiner Pieks in die Ferse. Ein paar Tropfen Blut auf einem Filterpapier - damit lassen sich bei einem Neugeborenenwichtige, teils schwer wiegenden Stoffwechselkrankheiten überprüfen.
DIE WELT 30.06.04
Analysen mit dem Genchip sind jetzt auch bei der PID möglich
BERLIN (gvg). Durch die Genchip-Technik können bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) mehrere Gendefekte gleichzeitig erkannt werden. Das Verfahren ist aber nur dann verläßlich genug, wenn nicht nur eine, sondern zehn embryonale Zellen für die Analyse entnommen werden.
Ärzte Zeitung, 30.06.2004
Unfruchtbare Paare in Deutschland wollen PID
Umfrage zur Präimplantationsdiagnostik am Fertility Center Berlin / Technik zur Geschlechterwahl abgelehnt
BERLIN (gvg). Das Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland entspricht offenbar nicht den Wünschen eines Großteils der Bevölkerung. Vor allem die Patienten reproduktionsmedizinischer Zentren möchten, daß das Verfahren erlaubt wird.
Ärzte Zeitung, 30.06.2004
Bald Standards zur Therapie bei Unfruchtbarkeit
BERLIN (gvg). Ein unabhängiges Gremium von Reproduktionsmedizinern soll in den nächsten Monaten globale Standards für das Vorgehen bei der assistierten Reproduktion entwickeln. Die Standards sollen Betroffenen helfen, die Qualität einer Einrichtung besser abschätzen zu können.
Repromedizin: Schwangerschaften mit kryokonservierten Eizellen und transplantierten Ovarien
BERLIN. Mehreren europäischen Teams von Reproduktionsmedizinern ist es gelungen, Frauen nach einer sterilisierenden Chemotherapie zur Schwangerschaft zu verhelfen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.06.04
Ärzte Zeitung, 30.06.2004
Gentherapie gegen Immunschwäche wird fortgesetzt
BETHESDA (ple). Gentherapie-Studien in Frankreich und den USA bei Kindern mit angeborener Immunschwäche werden jetzt wieder fortgeführt. Sie mußten im vergangenen Jahr wegen des Verdachts, Krebs auszulösen, unterbrochen werden.
Ärzte Zeitung, 30.06.2004
29. Juni
Experten als Bremser
Kommission sieht Patientenverfügungen skeptisch
Berlin - Der Justizministerin wird der Bericht weniger gefallen. Erst vor zwei Wochen hat Brigitte Zypries (SPD) eine Stärkung der Selbstbestimmungsrechte todkranker Menschen angekündigt – und sogar Formulierungshilfen für Patientenverfügungen in Aussicht gestellt. Die Bundestags-Enquetekommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ spielt da eher den Bremser.
TAGESSPIEGEL 29.06.04
Fehlendes Wissen
Clemens Breuer über Hintergründe der aktiven Sterbehilfe
Von Dorothea Treder
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 29.06.2004
Tötung von Alzheimerpatienten erschreckend
Wertegefüge in den Niederlanden ins Wanken geraten
29. Juni 2004 - Zur Erweiterung der zulässigen Sterbehilfe in den Niederlanden erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Die neueste Ausweitung der aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden zeigt, dass das Wertegefüge in den Niederlanden durch die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ins Wanken geraten ist.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 29.06.04
Neuseeland: Euthanasie steht an der Tagesordnung
Fast 700 Ärzte leisten in Neuseeland jährlich aktive Sterbehilfe. In 380 Fällen wurde der Patient gar nicht erst gefragt.
KATH.NET 29.06.04
Neues Verfahren bringt Biotech-Markt auf Trab
Von Sascha Karberg
Seit Entdeckung der RNA-Interferenz kann die Entstehung von Krankheiten besser erforscht werden. Die Technik lässt die Biotech-Branche wieder boomen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 29.06.04
Neuer Zündstoff für Diskussion über Handy-Gefahr
Elektromagnetische Wellen mit Handy-Intensität verursachten DNA-Veränderungen / Daten einer in-vitro-Studie
MÜNCHEN (wst). Inwieweit die von Handys ausgehenden elektromagnetischen Felder gesundheitliche Risiken bergen, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Vorläufige Ergebnisse einer von der Europäischen Union geförderten verblindeten in-vitro-Studie belegen nun DNS-Veränderungen.
Ärzte Zeitung, 29.06.2004
28. Juni
Humangenomprojekt ist ein doppelter Erfolg
Aus dem deutschen Projekt entwickelten sich über 750 Publikationen / 14 Unternehmen wurden gegründet
BERLIN (gvg). Zum Abschluß des Deutschen Humangenomprojekts (DHGP) haben Wissenschaftler die Erfolge gewürdigt und auf die wirtschaftliche Bedeutung der Genforschung hingewiesen. Zugleich warnten sie davor, daß Deutschland die internationale Führungsposition, die es sich erarbeitet habe, wieder verlieren könne.
Ärzte Zeitung, 28.06.2004
Neufassung der Heilmittel-Richtlinien tritt zum 1. Juli in Kraft
Die Neufassung der Heilmittel-Richtlinien tritt am 1. Juli 2004 in Kraft. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat diese am 16. März 2004 beschlossen einschließlich des Heilmittel-Kataloges. Zu den Heilmitteln gehören z. B. Physiotherapie einschließlich Ergotherapie oder Logopädie.
Hierzu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt:
PRESSEMITTEILUNG BMGS 28.06.04
Ulla Schmidt: Mehr Lebensqualität und mehr Gesundheit für chronisch kranke Menschen durch qualitätsgesicherte Behandlungsprogramme
Heute zieht die Barmer Ersatzkasse ein Fazit zu den qualitätsgesicherten Behandlungsprogrammen, den Disease Management Programmen, kurz DMP genannt. Was bedeuten diese Chronikerprogramme für die Qualität der medizinischen Versorgung? Wie weit sind sie in der Gesundheitsversorgung etabliert?
PRESSEMITTEILUNG BMGS 28.06.04
Britische Polizei ermittelt in Schweizer Euthanasieklinik
Ein britisches Paar starb im Vorjahr in der Dignitas-Klinik. Das Paar habe nach Aufmerksamkeit gesucht, lautet ein Ergebnis der Untersuchungen.
KATH.NET 28.06.04
"Der Patient muss selbst entscheiden"
Heute präsentiert die Kommission "Ethik in der Medizin" ihren Bericht zur Selbstbestimmung todkranker Menschen. Marlies Volkmer (SPD) berichtet über die Eindrücke der Abgeordneten auf einer Informationsreise in die Niederlande
TAZ 28.06.04
Möglichkeiten der Sterbehilfe nicht ausweiten
Gegen eine Relativierung des Lebensschutzes
Zur Forderung der Arbeitsgruppe beim Bundesministerium der Justiz (Kutzer-Kommission), die passive und indirekte Sterbehilfe gesetzlich zu regeln, erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' Thomas Rachel MdB:
Die CDU/CSU-Fraktion richtet sich gegen eine Relativierung des Lebensschutzes.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 28.06.04
Was passiert mit Babys, die eine Spätabtreibung überleben?
Über diese Frage diskutiert diese Woche die British Medical Association bei ihrem Jahrestreffen in Wales.
KATH.NET 28.06.04
Rechtsgrundlage für so genannte Massen-DNA-Screening in Erfahrung bringen
Recht/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BOB) Freiwillige Beteiligung an so genannten Massen-DNA-Screenings zur Aufklärung von schweren Verbrechen erweist sich nach Ansicht der FDP-Fraktion oft als Trugschluss, wenn jemand nicht an der Speichelprobe teilnehmen will. In einer Kleinen Anfrage (15/3374) führen die Liberalen aus, in jüngster Zeit seien Fälle bekannt geworden, in denen Betroffene, die sich geweigert hätten, eine Speichelprobe abzugeben, von den zuständigen Staatsanwaltschaften als Verdächtige oder Beschuldigte ins Strafsachenregister eingetragen worden seien.
HIB 168/2004 28.06.04
Union stellt Heimgesetz auf den Prüfstand
Familie/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MAR) Das zum 1. Januar 2002 novellierte Heimgesetz ist der CDU/CSU Anlass für eine Kleine Anfrage (15/3370). Die Fraktion bezieht sich auf eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebene Kurzexpertise mit dem Titel "Entbürokratisierungspotenziale in stationären Einrichtungen der Altenpflege" des Instituts für Gerontologie an der Universität Dortmund.
HIB 170/2004 28.06.04
Über die personenstandsrechtliche Situation von Transsexuellen informieren
Inneres/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/WOL) Die personenstandsrechtliche Situation von Transsexuellen ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der FDP (15/3401). Danach sei es Transsexuellen zwar möglich, entsprechend ihrem geschlechtlichen Zugehörigkeitsempfinden ihren Vornamen vor Gericht ändern zu lassen, die Änderung lasse aber das personenstandsrechtlich eingetragene Geschlecht unberührt.
HIB 168/2004 28.06.04
27. Juni
05.07.2004 Dialogveranstaltung in Hamburg zum Thema "Menschenwürdig leben bis zuletzt"
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" hat Fragen zum Umgang mit Menschen am Lebensende zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte gemacht und hierzu unter anderem die Themengruppe "Menschenwürdig leben bis zuletzt" eingerichtet.
Zu dieser Problematik stellt sich die Enquete-Kommission nun in einer Dialogveranstaltung in Hamburg der Diskussion mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Verbänden und Institutionen.
Petrischale statt Mäusestall
Alternativen zu Tierexperimenten
Von Jo Schilling
Seit zehn Jahren erst wird systematisch nach Ersatz für Tierversuche gesucht. Daran gemessen sind die Ergebnisse beachtlich:
DEUTSCHLANDFUNK 27.06.04
26. Juni
Der Handel mit menschlichen Ersatzteilen
Andrea Naica-Loebell
Organhandel ist eine Realität. Was kann man dagegen tun?
Weltweit werden menschliche Organe gehandelt. Die Reichen kaufen sich Gesundheit von den Armen dieser Welt (Teil 1: Eine Niere für 6.000 Dollar).
TELEPOLIS 26.06.2004
Der Präsident ist tot, die Aktien steigen
Von Karl-Georg Michel
Nach dem Tod des alzheimerkranken Ronald Reagan geht die Debatte um die embryonale Stammzell-Forschung in den USA in eine neue Runde. John Kerry und die Biotech-Lobby wittern ihre Chance.
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 26.06.2004
Wo Selbstbestimmung alles ist, stirbt die Menschenwürde
Bioethik-Enquete auf Exkursion im Land der Sterbehilfe – Bewusstsein schaffen, um niederländische Verhältnisse zu verhindern
Die Mitglieder der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Ethik und Recht in der modernen Medizin“ sind am Mittwoch von einer Informationsreise aus den Niederlanden zurückgekehrt. Markus Reder sprach darüber mit Barbara Lanzinger (CSU). Die Parlamentarierin ist Mitglied der Enquete-Kommission und Landesvorsitzende des Bayerischen Hospizverbandes.
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 26.06.2004
25. Juni
Baumängel: DRK schließt Seniorenheim
NIEBÜLL (di). Die Kritik an der Pflegesituation in Heimen des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Schleswig-Holstein zeigt Wirkung: Der Landesverband entschied sich für die Schließung einer weiteren Seniorenwohnanlage in Niebüll.
Ärzte Zeitung, 25.06.2004
Großbritannien: Organentnahmegesetz geändert
LONDON. Die britische Regierung hat im letzten Moment wichtige Passagen im neuen Organentnahmegesetz (Human Tissue Bill) verändert, nachdem Mediziner und Wissenschaftler scharf gegen die geplante Neuregelung protestiert hatten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.06.04
Wirksamkeit von Alzheimer- Medikamenten infrage gestellt
Gegen die Alzheimer-Krankheit werden so genannte Choilinesterase-Hemmer verschrieben. Doch die Medikamente könnten den Kranken wenig nützen.
NETZEITUNG.DE 25.06.04
24. Juni
"In den Niederlanden werden jährlich 1000 Patienten ohne ihre Zustimmung getötet"
von Guido Heinen
Die Niederlande als Modell für den Umgang mit Sterbenden? Jüngst besuchte eine Delegation der Bioethik-Enquete des Bundestages das Nachbarland. Mit Delegationsleiter Thomas Rachel, Sprecher der Unionsfraktion in der Kommission, sprach Guido Heinen.
DIE WELT 24.06.04
Sehnsucht nach Originalität
Von Johannes Seibel
Wer über das Klonen spricht, sollte nicht nur juristische oder ethische Argumente ins Feld führen. Auch die kulturelle Perspektive muss stärker in den Blick. Denn: Wer mit der Einmaligkeit des Menschen spielt, zerstört die Gundlagen unserer Kultur.
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 24.06.2004
“Body-Building”-Mutation – Myostatin-Defekt führt zu außergewöhnlichem Muskelwachstum
BERLIN. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat erstmals beim Menschen eine Mutation entdeckt, die zu einem außergewöhnlichen Muskelwachstum führt. Die Publikation im New England Journal of Medicine (2004; 350: 2682-8) wird mit Sicherheit in der Body-Building-Szene die Phantasien beflügeln, könnte jedoch auch zu neuen Therapieansätzen in der Behandlung der Muskeldystrophie führen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.06.04
22. Juni
Eine Niere für 6.000 Dollar
Andrea Naica-Loebell
Organhandel ist eine Realität: Menschen aus armen Ländern verkaufen ihre Körperteile an Schwerkranke aus den Industrienationen
Immer am ersten Samstag im Juni ist der Tag der Organspende. Viele Patienten warten dringend auf eine Leber, ein Herz oder eine Niere. Und es gibt viel zu wenige Spender. Bisher ist die Lebendspende streng reglementiert, aber es gibt zunehmend Stimmen, die verlangen, den gesetzlichen Rahmen zu erweitern. Doch der Ausverkauf des menschlichen Körpers hat längst begonnen..
TELEPOLIS 22.06.2004
DRK will guter Partner in der Altenpflege sein
Vertrauensoffensive in Schleswig-Holstein gestartet
KIEL (di). Der DRK-Landesverband im Norden will mit einer Pflegeoffensive verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Im schleswig-holsteinischen Landtag wurde der Verband wegen der Pflegemängel kritisiert.
Ärzte Zeitung, 22.06.2004
Beratung bei Pränataldiagnostik ist unverzichtbar
Studie belegt Bedeutung der psychosozialen Beratung für Frauen und Paare / Betreuung in NRW soll ausgebaut werden
DÜSSELDORF (iss). Bei der Betreuung von Frauen und Paaren bei pränataler Diagnostik ist eine enge Verzahnung des medizinischen mit dem psychosozialen Angebot notwendig.
Ärzte Zeitung, 22.06.2004
21. Juni
Was macht "Biotechnologie" unbeliebt?
Ist es Wissen oder sind es Irrtümer?
Herbert Hasenbein
Die öffentliche Diskussion versucht, Demokratie und Biotechnologie in Einklang zu bringen. M. Bucchi und F. Neresini von den Universitäten in Trient und in Padua verfolgen seit einigen Jahren diese Entwicklung und haben ihre neuesten Ergebnisse in Science vorgestellt.
TELEPOLIS 21.06.2004
18. Juni
Die Sterbehilfe regt in den Niederlanden kaum noch jemanden auf
Seit das "Gesetz zur Euthanasie" in Kraft ist, sinkt die Zahl der
Patienten, die Sterbehilfe in Anspruch nehmen - Die Dunkelziffer soll allerdings höher liegen
von Ad Vaessen
DIE WELT 18.06.04
Bundestag stimmt dem Vermittlungsergebnis zum 12. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes zu
Der Vermittlungsausschuss hat gestern, am 17. Juni 2004, zu allen Anrufungsgründen eine Einigung erzielt und damit den Weg für die 12. Novelle des Arzneimittelgesetzes freigemacht. Der Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses hat der Deutsche Bundestag heute zugestimmt.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 18.06.04
Was Hans gut hilft, kann Hänschen schaden
Speziell für Kinder werden kaum Medikamente entwickelt - Nebenwirkungen zeigen sich oft erst spät - Experten fordern mehr Studien
von Ursula Stamm
DIE WELT 18.06.04
Altenpflege soll Grenzen überschreiten
Projekt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet
BOCHOLT (akr). Ein Projekt zur grenzüberschreitenden Altenpflege soll an der deutsch-niederländischen Grenze bei Bocholt aufgebaut werden. Das Problem: die deutsche Pflegeversicherung zahlt keine komplette vollstationäre Versorgung im Ausland.
Ärzte Zeitung, 18.06.2004
Höherer Beitragssatz in der Pflegeversicherung?
Beim Hauptstadtkongreß ließen Politiker und Experten keinen Zweifel: Geld reicht auf Dauer nicht aus
BERLIN (vn/tg). Wie soll die Finanzierung der Pflegeversicherung dauerhaft gesichert werden? Verbandsvertreter, Experten und Politiker mehrerer Parteien haben mit einem bislang hart verteidigten Tabu aufgeräumt. Sie sprachen sich für eine Erhöhung des Beitragssatzes für die Pflegeversicherung von bisher 1,7 Prozent aus.
Ärzte Zeitung, 18.06.2004
Pflegeversicherung: Noch viele Fragen offen
Clade, Harald
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung will nach der parlamentarischen Sommerpause die Eckpunkte zur Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung fertigstellen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 25 vom 18.06.2004
17. Juni
Selbstbestimmung am Ende
Auch der Gesetzgeber kann aus Patientenverfügungen nicht mehr machen als ein starkes Indiz für den Arzt
Gut Ding will Weile haben! Wenn die Bundesjustizministerin sich bis zum Jahr 2006 Zeit nehmen will, die Bedeutung von Patientenverfügungen gesetzlich klarzustellen, so kann man daran die Schwierigkeiten allein dieses Vorhabens erkennen.
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
„Er konnte schön sterben“
Palliativmedizin bietet sich als Alternative zur aktiven Sterbehilfe an. Das Beispiel der Schmerzambulanz in Göttingen zeigt, wie schwer es die Helfer haben
Von Johannes Schweikle
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
Klartext vor dem Tod
Der Medizin-Ethiker Arnd T. May rät zu möglichst konkreten Patientenverfügungen
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
Verwirrung über Patientenverfügungen nach Zypries-Bericht
Dortmund. Angst vor Apparatemedizin, Angst vor leidvollem Sterben, Angst vor Kontrollverlust: Am Schmerz- und Hospiztelefon der Deutschen Hospiz Stiftung rufen nach dem Bericht der Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums „Patientenautonomie am Lebensende“ viele verunsicherte Menschen an. Die Zypries-Arbeitsgruppe will die Verbindlichkeit der Patientenverfügungen stärken, doch gerade die herausgegebenen Formulierungshilfen verwirren die Menschen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 17.06.04
Unruhe erwünscht
Katholikentag / Eine Gesellschaft, die den Lebensschutz einschränkt, verliert ihre Humanität
Abtreibung, Sterbehilfe, Stammzellforschung: Das menschliche Leben wird vielfach infrage gestellt. Dagegen braucht es den Protest der Christen.
Autor: Matthias Gierth
RHEINISCHER MERKUR Nr. 25, 17.06.04
Anm.: Sehr lesenswert! Vielleicht gibt dieser Artikel ein paar Denkanstöße...
Ärzte unter Verdacht - Experimente unter Narkose
Wer den Tipp gab, ist weiterhin unbekannt. Am Freitag vor zwei Wochen veranlasste die Gießener Staatsanwaltschaft eine Razzia in diversen Wohnungen und Kliniken.
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
„Es gibt da eine Grauzone“
In Gießen sollen Versuche an Menschen unternommen worden sein, ohne dass die Patienten davon wussten. Der Marburger Pharmakologe Hannsjörg Seyberth fordert eine unabhängige Pharmaforschung
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
Nancys heilige Pflicht
Reagans Witwe zwingt Amerika zu einer neuen Stammzelldebatte
Alles schien sich zu fügen. Die Nation würde Ronald Reagan bestatten und quasi heilig sprechen. Vom Glanz des toten Helden sollte etwas abstrahlen auf den heutigen Präsidenten George W. Bush.
DIE ZEIT 17.06.2004 Nr.26
BMBF fördert Forschung für maßgeschneiderte Antibiotika
Genomforschung an Mikroorganismen erhält weitere 18 Millionen Euro
Maßgeschneiderte Antibiotika werden mit Hilfe der Genomanalyse zur Realität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes die Genomforschung an Mikroorganismen (GenoMik) in den kommenden zwei Jahren mit weiteren 18 Millionen Euro.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 17.06.04
Mißstände bei psychiatrischer Betreuung
Psychische Erkrankungen werden bei Bewohnern von Altenheimen oft zu spät erkannt
KÖLN (cov). Alte Menschen, die psychisch krank sind, werden in Altenpflegeheimen nur selten optimal versorgt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA).
Ärzte Zeitung, 17.06.2004
Später Kinderwunsch: Kein Verlass auf IVF
PARIS. Während Medienberichte suggerieren, die moderne Reproduktionsmedizin könne Frauen in jedem Alter den Kinderwunsch erfüllen, sieht die Realität anders aus. Auch bei der künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) tickt eine biologische Uhr und zwar schneller als vielfach vermutet wird.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.06.04
Immer mehr Abtreibungen bei jungen Mädchen
MÜNCHEN (sto). Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei sehr jungen Frauen steigt in Deutschland seit einigen Jahren. Betroffen sind sowohl Frauen zwischen 15 und 19 Jahren wie auch Mädchen unter 15 Jahren.
Ärzte Zeitung, 17.06.2004
Gentherapie gegen Untreue: Ein einzelnes Gen macht aus Hallodris treue Ehemänner
Forscher haben das Treue-Gen entdeckt – leider nur bei Wühlmäusen
WISSENSCHAFT.DE 17.06.04
Forscher entdecken Treue-Gen
Eine simple Gentherapie macht aus lasterhaften Mäuse-Männchen treue Ehegatten. Die neue Technik könnte eines Tages auch beim Menschen angewandt werden, glauben amerikanische Wissenschaftler, denn die Hormon-Mechanismen ähneln einander.
SPIEGEL ONLINE 17.06.04
Hilfe bei Haarausfall durch Stammzell-Therapie
Berlin (dpa) - Mediziner möchten Menschen mit unliebsamen Haarausfall durch den Einsatz von Stammzellen helfen.
WEB.DE 17.06.04
Deutschland zu einem führenden Innovationsstandort machen
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/VOM) Die FDP-Fraktion will erreichen, dass Deutschland zu einem führenden Innovationsstandort wird. Dazu hat sie einen Antrag für eine Innovationsstrategie und für die Stärkung von Wissenschaft und Wirtschaft (15/3332) vorgelegt. Darin fordert sie konsequente Forschungsförderung, Innovationspartnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ein innovationsfreundliches Klima in der Gesellschaft.
HIB 17.06.2004 161/2004
Anm.: Auch biopolitisch wird hier einiges gefordert...
Innovationsstrategie für Deutschland – Wissenschaft und Wirtschaft stärken
Antrag der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Christoph Hartmann (Homburg),
Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, etc. und der Fraktion der FDP
4 Seiten, Drucksache 15/3332, 16. 06. 2004
Koalition sät mit Gengesetz Zwietracht
Neue Anbauregeln sollen am Freitag ohne die Union verabschiedet werden – Haftung verschärft
Von Maren Peters
Berlin - In einem rot-grünen Alleingang hat die Koalition die Voraussetzungen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen beschlossen.
TAGESSPIEGEL 17.06.04
Britische Behörde berät über Klonen menschlicher Embryos
LONDON. In Großbritannien berät seit dem 16. Juni die zuständige Regierungsbehörde über den ersten offiziellen Antrag zum Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.06.04
16. Juni
Antrag auf therapeutisches Klonen in Grossbritannien
Ziel sind Insulin-Zellen für Diabetiker
In Grossbritannien könnte das Klonen menschlicher Embryonen für die Stammzellenforschung bald Realität werden: Wissenschafter der Universität Newcastle haben erstmals einen Antrag bei der zuständigen Behörde gestellt.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 16.06.04
Gentherapie gegen Muskellähmung
Krankheitsausbruch bei Mäusen verzögert
Sabine Behrends
Mit einer Gentherapie haben britische und belgische Wissenschaftler bei Mäusen den Beginn der Muskelkrankheit ALS deutlich hinausgezögert.
BERLINER ZEITUNG 16.06.04
Neuronen gezielt in vitro gezüchtet
KYOTO (ple). Menschliche mesenchymale Stammzellen aus Knochenmark lassen sich in vitro in Nervenzellen verwandeln, die im Tiermodell für Parkinson nach Verpflanzung ins Striatum Krankheitssymptome lindern.
Ärzte Zeitung, 16.06.2004
Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zur Polkörperdiagnostik
Der Nationale Ethikrat legt am heutigen Mittwoch seine Stellungnahme zum Thema Polkörperdiagnostik vor.
Er sieht gegenwärtig keine Notwendigkeit besonderer gesetzlicher Vorschriften zur Polkörperdiagnostik, hält jedoch an seiner Empfehlung an den Gesetzgeber fest, den Gesamtbereich der Fortpflanzungsmedizin in einem Fortpflanzungsmedizingesetz zu regeln.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 16.06.04
Polkörperdiagnostik - Stellungnahme Nationaler Ethikrat
4 Seiten, 16.04.2004
Infobrief Nationaler Ethikrat 02/04
8 Seiten, Juni 2004
Gesetz zur Neuordnung des Gentechnikrechts in veränderter Form beschlossen
Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Berlin: (hib/SAS) Der Verbraucherschutzausschuss hat am Mittwochvormittag die Novelle der Bundesregierung zur Neuordnung des Gentechnikrechts (15/3088) in veränderter Form beschlossen. Änderungsbedarf am Gesetzesvorhaben ergab sich nach den Worten der SPD aus einer dazu am 14. Juni veranstalteten Anhörung.
HIB 158/2004 16.06.04
Sexualität Behinderter nach wie vor ein Tabuthema
In vielen Einrichtungen ist es für Bewohner unmöglich, ihre Sexualität auszuleben
Die Sexualität körperlich und geistig behinderter Menschen gilt nach der Meinung von Experten immer noch zu Unrecht als Tabuthema.
Ärzte Zeitung, 16.06.2004
Bezahlung von Betreuern bleibt umstritten
Rechtsausschuss (Anhörung)
Berlin: (hib/KOS) Die geplante Novellierung des Betreuungsrechts (15/2494) mit der Einführung eines Pauschalsystems beim Zeitbudget und bei der Bezahlung des Betreuungsaufwands mit einem Stundensatz von 31 Euro bleibt umstritten. Bei
HIB 159/2004 16.06.04
Gelder für Hospizdienste nicht abgerufen
In Hessen wurden im vergangenen Jahr nur 41 Prozent der Fördermittel vergeben
Ärzte Zeitung, 16.06.2004
Der aktuelle Begriff: Gentests
Gegenwärtig sind so genannte „Gentests“ Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Unter diesem
Begriff wird oftmals eine ganze Reihe von molekularbiologischen Testverfahren
zusammengefasst, die nicht nur auf verschiedenen Methoden beruhen, sondern sich auch in ihrer
Aussagekraft und der Möglichkeit ihrer missbräuchlichen Verwendung deutlich voneinander
unterscheiden.
Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages - Der aktuelle Begriff Nr. 12/2004 15.06.2004
Eine Delegation der Enquete-Kommission informiert sich in den Niederlanden über den Umgang mit Sterbenden
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Bundestag 15.06.04
Weiter zu Artikel vom 01.-15. Juni 2004
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