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Presse

Pressespiegel 01.-15. Juni 2004

Anzahl: 85 Artikel, Stand 19.06.04

15. Juni

Neuer Knochen aus Stammzellen
RUB-Mediziner wollen große Knochendefekte reparieren - Studienstart mit neuem Zellinkubator
Bei Knochendefekten, die so groß sind, dass der Körper sie nicht selbst reparieren kann, war die Medizin bisher oft mit ihrem Latein am Ende. Körpereigene, adulte Stammzellen sollen nun helfen, die «Lücke» wieder mit eigenem Knochen aufzufüllen.
PRESSEMITTEILUNG Ruhr Universität Bochum 15.06.04

VFA: Gemeinsamer Bundesausschuss stellt Patienteninteressen hintan
Berlin (VFA). "Geht es nach dem Gemeinsamen Bundesausschuss, sind Nebenwirkungen bei Arzneimitteln - solange sie nicht zu Tod, Invalidität oder Arbeitsunfähigkeit führen - den Patienten zuzumuten und kein Grund, bessere Arzneimittel zu entwickeln", so kommentierte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), in einer ersten Stellungnahme die heutigen Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses zu den Kriterien für die Bildung neuer Festbetragsgruppen.
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA 15.06.04

Präventionsgesetz kommt gut voran
Zur Einigung auf Eckpunkte eines Präventionsgesetzes erklären Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Rolf Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des IKK- Bundesverbandes:
PRESSEMITTEILUNG BMGS 15.06.04
 


14. Juni

33 800 Schwangerschaftsabbrüche im ersten Quartal 2004
WIESBADEN – Im ersten Quartal 2004 wurden in Deutschland rund 33 800 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet und damit etwa 400 (– 1,3%) weniger als im ersten Quartal 2003 (34 200).
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 14.06.04

Experten uneins bei Bewertung der Gentechniknovelle
Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Berlin: (hib/SAS) Uneins sind sich die Sachverständigen bei der Bewertung der von der Bundesregierung eingebrachten Novelle zum Gentechnikrecht (15/3088), mit der die EU-Freisetzungsrichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden soll. Wie aus den schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung des Verbraucherschutzausschusses am Montagnachmittag hervorgeht, stößt insbesondere die Haftungsfrage auf Widerspruch.
HIB 154/2004 14.06.04

"Eine Beratungspflicht zur Patientenverfügung ist nötig"
Palliativmediziner Eberhard Klaschik: Skepsis bei Reform zur Sterbehilfe - Mündliche Äußerungen können leicht verändert werden
von Heinen
DIE WELT 14.06.04

Schmerzpatienten bekommen ungenügende Behandlung
Experten fordern mehr Opiate für Krebspatienten - Unbegründete Angst vor Nebenwirkungen - Gute Schmerzlinderung statt Sterbehilfe
von Dorit Krieger
DIE WELT 14.06.04
 


13. Juni

Nancy Reagan gegen George W. Bush
Der Tod Ronald Reagans hat in den USA die Debatte um die Stammzellenforschung belebt. Letztere soll die Heilung bei Krankheiten wie Alzheimer ermöglichen. George Bush ist aus prinzipiellen Gründen dagegen.
Ronald D. Gerste, Washington
NZZ am Sonntag 13.06.04

Leichenschau verlässt Deutschland
Plastinator Gunther von Hagens verlegt die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" nach Amerika
Frankfurt/Main - Rund acht Jahre nach ihrem Start wird die umstrittene "Körperwelten"-Ausstellung des Leichen-Präparators Gunther von Hagens ab diesem Sonntag nicht mehr in Deutschland zu sehen sein.
BERLINER MORGENPOST 13.06.04

Der kleine Unterschied
Viele Medikamente haben bei Frauen andere Wirkung und Nebenwirkung als bei Männern
von Ingrid Kupczik
Männer neigen zur Wehleidigkeit. Schon bei leichtem Kopfschmerz sind sie unansprechbar; ein grippaler Infekt zwingt sie in die höchste Pflegestufe; Fieber über 39 Grad ist Anlass, den Nachlass zu ordnen. So weit die Alltags-Empirie.
WELT am SONNTAG 13.06.04

Arzneidosis für Kinder wird meist nur geschätzt
Ein Großteil der Medikamente wurde in Studien nur an Erwachsenen getestet
Marburg - 80 Prozent der Medikamente, die Kinder im Krankenhaus erhalten, wurden nie für sie zugelassen.
WELT am SONNTAG 13.06.04
 


12. Juni

Grüne: Grenzen zur aktiven Sterbehilfe einhalten
Nickels kritisiert Arbeitsgruppe des Justizministeriums - Sorge um Demente und Wachkomapatienten
von Guido Heinen
DIE WELT 12.06.04

In Würde sterben
Von Stefan Rehder
Seit Monaten sorgt die Ende September vergangenen Jahres von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) eingesetzte Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ für Aufregung. Die Experten, so wurde spekuliert, würden womöglich eine Liberalisierung der Sterbehilfe empfehlen. Am Donnerstag nun übergab die Arbeitsgruppe der Ministerin ihren Ab-schlussbericht.
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 12.06.2004

Radikale Bioethik-Wende in Wien?
Österreichs Regierung plant, therapeutisches Klonen und PID zuzulassen – Kardinal Schönborn: Menschliches Leben schützen
Wien (sb) In Österreich droht eine radikale Wende in der bioethischen Orientierung der Politik: Hatte sich Wien noch im November 2003 einer Initiative Costa Ricas bei den Vereinten Nationen angeschlossen, jede Form des Klonens weltweit zu ächten, so könnte das neue österreichische Fortpflanzungsmedizin-Gesetz in direktem Widerspruch dazu stehen.
DIE TAGESPOST Nr.407 vom 12.06.2004
 


11. Juni

Bundesregierung will Patientenwillen rechtlich stärken
Berlin (dpa) - Patienten-Erklärungen gegen eine künstliche Lebensverlängerung sollen rechtlich größeres Gewicht bekommen. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) kündigte am Donnerstag einen entsprechenden Gesetzentwurf an.
WEB.DE 11.06.04

Debatte um passive Sterbehilfe ist neu eröffnet
Bundesjustizministerin will Rechte von Patienten stärken - Kirchen warnen, Union übt Kritik
BERLINER MORGENPOST 11.06.04

Debatte um Sterbehilfe auch im Ausland
Nur Belgien und Niederlande haben klare Praxis
Berlin - Die in Deutschland strikt verbotene Sterbehilfe wird in vielen Ländern praktiziert, wobei sich die Ärzte oft in gesetzlichen Grauzonen bewegen.
BERLINER MORGENPOST 11.06.04

Der letzte Wille
In welchem Maße können wir die Umstände unseres Todes verbindlich bestimmen? Eine von Justizministerin Brigitte Zypries eingesetzte Kommission macht neue Vorschläge. Die sind für Laien schwer verständlich - und fachen die Diskussion um Sterbehilfe wieder an
Von Guido Heinen
DIE WELT 11.06.04

CSU: Mehr Schmerztherapie in Deutschland anwenden
Interview mit Alois Glück, CSU-Grundsatzkommission
DEUTSCHLANDFUNK 11.6.2004

Expertenkommission für mehr Rechtssicherheit bei Sterbehilfe
Interview mit Christoph Müller-Busch, Palliativmediziner
Moderation: Elke Durak
Unter welchen Umständen muss ein Mediziner dem Wunsch eines Patienten Folge leisten, auf lebenserhaltende Maßnahmen zu verzichten, ohne sich dabei strafbar zu machen. Das ist eine der Fragen, mit der sich eine Expertenkommission befasst hat, deren Abschlussbericht gestern vorgestellt wurde.
DEUTSCHLANDFUNK 11.06.04

Nein zu aktiver Sterbehilfe - Bundesregierung will stattdessen Patientenautonomie stärken
BERLIN. Die Bundesregierung bleibt bei ihrer restriktiven Haltung zur aktiven Sterbehilfe. „Die aktive Sterbehilfe ist verboten und bleibt verboten“, betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am 10. Juni in Berlin.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.06.04

Entscheidend soll Patientenwille, nicht Krankheitsstadium sein
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries begrüßt Vorschläge der Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" zur Patientenverfügung
Ärzte Zeitung, 11.06.2004

Hoppe kritisiert Zypries-Gremium
Ärztepräsident warnt vor Aufweichen des Verbots, auf Verlangen zu töten
BERLIN (hak). Ärztepräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe hat die gestern von Justizministerin Brigitte Zypries vorgestellten Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" scharf kritisiert.
Ärzte Zeitung, 11.06.2004

Arzt und Patient: Nil nocere
Kommentar Alexander H. Jakob
Betrachtungen zu einem Leitprinzip der Medizin
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 24 vom 11.06.2004, Seite A-1708

USA: Demokraten sollen Verbot des Klonens von Menschen unterstützen
Parteiübergreifender Appell an den demokratischen Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahlen, John Kerry.
KATH.NET 11.06.04

Adulte Stammzellen: Beweise stehen noch aus
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Lübecker Forscher verkündeten einen „Durchbruch“ der Forschung. Fachkollegen aber mahnen vorerst zur Skepsis.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 24 vom 11.06.2004, Seite A-1717

Koalition ist weiter uneins über Eckpunkte zur Pflege-Reform
Ulla Schmidt verschiebt erneut Vorlage eines Reformkonzepts / Regierung sieht großen Spielraum bei Umsetzung des Karlsruher Urteils
Ärzte Zeitung, 11.06.2004

Seitensprung? Die Gene sind schuld!
Diese Nachricht wird all jene beruhigen, die aufgrund eines Seitensprungs unter schlechtem Gewissen leiden: Einer Studie zufolge ist die Untreue bei manchen Menschen nämlich genetisch programmiert.
Ärzte Zeitung, 11.06.2004
 


10. Juni

Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ übergibt Abschlussbericht
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat heute den Abschlussbericht der von ihr im September 2003 eingesetzten Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ entgegengenommen.
Die Arbeitsgruppe hat sich mit Fragen der Verbindlichkeit und Reichweite von Patientenverfügungen befasst. Der Bericht enthält neben Thesen und Empfehlungen an den Gesetzgeber im Betreuungs- und im Strafrecht auch Formulierungshilfen, die Bürgerinnen und Bürgern das Abfassen einer individuellen schriftlichen Patientenverfügung erleichtern.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 10.06.04
Anm.: Hier finden Sie auch den Abschlussbericht

PDF Patientenautonomie am Lebensende - Ethische, rechtliche und medizinische Aspekte zur Bewertung von Patientenverfügungen
69 Seiten, Bericht der Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ des Bundesministerium der Justiz vom 10. Juni 2004

PDF Formulierungshilfe Patientenverfügung
14 Seiten, Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ des Bundesministerium der Justiz vom 10. Juni 2004

Appell an den Bundestag: Das gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden!
"Das gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden. Deshalb darf der Gesetzgeber Patientenverfügungen, die tödliche Unterlassungen bei einwilligungsunfähigen Menschen einfordern, auf keinen Fall legalisieren."
Mit diesem eindringlichen Appell reagieren die Hospizvereinigung OMEGA und die bioethik-kritische Organisation BioSkop auf den heute veröffentlichten Bericht der Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“, die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries einberufen worden war.
PRESSEMITTEILUNG BioSkop 10.06.04
Anm.: Dort finden Sie den Appell und weitere Hintergrundmaterialien!

Zypries-Kommission: Einfallstor für aktive Sterbehilfe?
Berlin. „Die Empfehlungen der Zypries-Kommission sind der erste Schritt auf dem Weg, der in aktiver Sterbehilfe endet“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Heute hat die Kommission „Patientenautonomie am Lebensende“ der Justizministerin Brigitte Zypries ihren Abschlussbericht in Berlin vorgelegt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 10.06.04

Bericht der AG Patientenautonomie schlägt gefährliche Marschrichtung ein
erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission “Ethik und Recht der modernen Medizin”:
Der Bericht enthält außerordentlich gefährliche Tendenzen, die klar abzulehnen sind.
PRESSEMITTEILUNG 10.06.04 Hubert Hüppe, MdB, CDU, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission “Ethik und Recht der modernen Medizin” anläßlich der Vorstellung des Berichtes der Arbeitsgruppe des Justizministeriums „Patientenautonomie am Lebensende“

Lecks an den Gallenwegen nach der Organspende
Jede fünfte verpflanzte Niere, jede zehnte Leber stammt von einem Lebendspender, der auch mit Komplikationen rechnen muss
von Roland Fath
DIE WELT 10.06.04
 


09. Juni

Wird Sterbehilfe die Regel?
Deutsche Hospiz Stiftung warnt vor Paradigmenwechsel
BERLIN (hak). Zwei Tage vor Veröffentlichung der Vorschläge einer vom Justizministerium eingesetzten Kommission zur Sterbehilfe verdichten sich die Hinweise, daß darin die Lockerung der strafrechtlichen Bestimmungen zur "Tötung auf Verlangen" empfohlen wird.
Ärzte Zeitung, 09.06.2004

Roulette in der Retorte
In-vitro-Fertilisation kann bei Menschen ähnliche Schäden verursachen wie das Klonen bei Tieren. Mediziner streiten über die Ursachen und Konsequenzen
Von Hans Schuh
DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25

Babysehnsucht
Wie ein Paar die Risiken und Nebenwirkungen einer In-vitro-Fertilisation durchlebt
Von Claus Hecking
Am schlimmsten ist die ständige Angst, sagt Clara Becker. „In den entscheidenden Tagen ist jeder Gang auf die Toilette seelische Folter“, seufzt die 32-Jährige.
DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25

Zur Adoption ins Labor?
Politiker und Ärzte sind für Embryonenspenden – aus unterschiedlichen Motiven
Berlin - Für Lebensschützer ist die Forderung nahe liegend: Bevor ein im Reagenzglas gezeugter Embryo eingefroren bleibt oder als Objekt medizinischer Grundlagenforschung „verwertet“ wird, sollte er lieber als Kind einer anderen Frau zur Welt kommen.
TAGESSPIEGEL 09.06.04

Gentherapie zur Behandlung von Gehirnkrankheiten
RNS-Interferenz-Technik an Mäusen erfolgreich getestet
Iowa City (pte, 09. Jun 2004 14:00) - Die Gentherapie könnte Symptome von verheerenden Funktionsstörungen des Gehirns lindern. Dies berichtete die Forscherin Beverley Davidson von der Universität Iowa http://www.uiowa.edu/ im Rahmen einer Konferenz.
PRESSETEXT.AUSTRIA 09.06.04

DRK entläßt Geschäftsführer nach Pflegeskandal
Deutsches Rotes Kreuz und Ministerium in Schleswig-Holstein ziehen Konsequenzen aus Mißständen in Heimen
KIEL (di). Das DRK Schleswig-Holstein hat sich bei einem Krisengespräch im Sozialministerium auf Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der Pflegemängel verständigt. Der zuständige Verbandsgeschäftsführer des DRK wurde fristlos entlassen.
Ärzte Zeitung, 09.06.2004

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zieht im Kabinett positive Bilanz der Gesundheitsreform: Die Reform wirkt.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat heute eine positive Bilanz der Gesundheitsreform im Kabinett gezogen.
„Die jetzt vorliegenden Finanzdaten der gesetzlichen Krankenkassen für das 1. Quartal belegen: Die Gesundheitsreform wirkt.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 09.06.04

Pharma-Forschung soll wieder an Fahrt gewinnen
Task Force übergibt nach einjähriger Arbeit ihre Empfehlungen für den Pharma-Standort Deutschland an den Kanzler
Ärzte Zeitung, 09.06.2004

Niederlande: Euthanasie im Fall von Demenz erlaubt
Vertreter der königlichen Ärztegesellschaft warnt: Anzahl der Ansuchen wird mit dem Alterungsprozess der Bevölkerung zunehmen.
KATH.NET 09.06.04

EU-Parlament: Still und leise an die Macht
Das EU-Parlament, zu Hause in Straßburg und Brüssel, bestimmt unseren Alltag. Bloß will das kaum einer wahrhaben
Von Petra Pinzler und Joachim Fritz-Vannahme
Ein Pornostar, ein Topmodel, ein Rennfahrer und ein Hockeyspieler, wenigstens ein Vorurteil widerlegt die Kandidatenliste für die Europawahl: Ein Forum für grau betuchte Langweiler sieht anders aus.
DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25

Macht in Sicht: Das Superwahljahr
Ein komplette Übersicht zu den anstehenden Wahlen - als Grafik zum Ansehen im Web-Browser und als pdf-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken
Von Matthias Krupa (Text) und Gisela Breuer (Grafik)
ZEIT.DE 09.06.04
Anm.: Hier wird auch biopolitisch abgestimmt...
 


08. Juni

Zypries-Kommission höhlt Patientenschutz für Schwerstkranke aus
Dortmund. Die Deutsche Hospiz Stiftung lehnt eine explizit gesetzlich garantierte Straffreiheit von ärztlich assistiertem Suizid und terminaler Sedierung, sowie den erleichterten Abbruch von Behandlungen von Wachkoma-Patienten und dementen Menschen ab. Dies wird voraussichtlich am Donnerstag die Zypries-Kommission „Patientenautonomie am Lebensende“ fordern.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 08.06.04

Mit Finesse für den Schutz des Lebens
Wie in Australien die Einführung der Euthanasie gekippt werden konnte
Von Samuel Gregg
In Belgien und den Niederlanden wurde sie bereits legalisiert. Und ihre Befürworter versuchen immer wieder, sie auch durch die Hintertür Europarat salonfähig zu machen. Es scheint gerade so, als ob der Zug in Richtung Euthanasie nicht mehr aufzuhalten ist. Aber noch ist der Kampf gegen die Euthanasie und für das Leben nicht verloren.
DIE TAGESPOST Nr.406 vom 08.06.2004

Forschung bekommt jetzt ein Gesicht
BERLIN (HL). Die forschenden Arzneimittelhersteller wollen ihr diffus anonymes Image aufbessern. Forschung soll ein Gesicht bekommen. In einer auf zweieinhalb Jahre angelegten Kampagne will die Industrie ihre Forscher und Wissenschaftler präsentieren und dabei zeigen, was Innovation aus der pharmazeutischen Industrie zu leisten vermag.
Ärzte Zeitung, 08.06.2004

Standards für die Kooperation zwischen Ärzten und Industrie
Kammer-Präsident: Änderung der Berufsordnung umgesetzt
NEU-ISENBURG. Vor wenigen Wochen hat die "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e. V." ihre Arbeit als Kontrollinstanz aufgenommen. Der Verein soll die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Ärzten kontrollieren und Verstöße von Arzneiherstellern gegen die Regeln ahnden. Die Regeln für transparente Zusammenarbeit hat der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in einem Kodex festgelegt. Auch die Ärztekammern wollten die Bedingungen verschärfen. In der Berufsordnung gibt es bereits Änderungen.
Von Wolfgang van den Bergh
Ärzte Zeitung, 08.06.2004

Reagans Tod soll Forschung an Embryos befeuern
58 amerikanische Senatoren haben US-Präsident Bush aufgefordert, Restriktionen für die umstrittene Forschung an embryonalen Stammzellen zu lockern. Ihr neuestes Argument: der Tod des Alzheimer-Patienten Ronald Reagan.
SPIEGEL ONLINE 08.06.04

Wie Knochen- und Gewebedefekte im Gesicht ersetzt werden können
Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Von Mirko Smiljanic
US-amerikanische Chirurgen wollen erstmals das Gesicht einer Toten transplantieren - inklusive Ohren, Nase und Augenlider.
DEUTSCHLANDFUNK 08.06.04
 


07. Juni

Kammerpräsident Hoppe plädiert vehement gegen aktive Sterbehilfe
Aufregung um neue Sterbehilfe-Regelung für Demenz-Patienten in Holland
BERLIN/MAINZ (fuh). Der Präsident der Bundesärztekammer Professor Jörg D. Hoppe hat sich auf dem Berliner Hauptstadtkongreß vehement gegen eine Legalisierung aktiver Sterbehilfe ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Schnurgerade in die Sackgasse
Von Christoph Fuhr
Ist das der Dammbruch, vor dem immer gewarnt worden ist? Vieles deutet darauf hin, daß in den Niederlanden aktive Sterbehilfe ausgeweitet und bald auch bei Demenzkranken unter bestimmten Auflagen erlaubt wird.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Aktive Sterbehilfe in extremen Fällen? Da erntet die Mainzer Bioethik-Kommission scharfen Widerspruch
Von Christoph Fuhr
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Gießener Chefarzt vorerst vom Dienst suspendiert
GIESSEN (spe). Der Chefarzt am Gießener Uniklinikum, Professor Gunter Hempelmann, ist aufgrund der gegen ihn laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen vorläufig seines Dienstes enthoben worden. Zugleich wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Gentherapie gegen schwache Muskulatur
IOWA CITY (ple). Zumindest im Tierversuch ist es möglich, eine angeborene Muskeldystrophie mit einer Gentherapie zu mildern, durch die Muskelzell-Eiweiße wieder ausreichend mit Zuckermolekülen versehen werden.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Schweine als künftige Organspender
Neuer deutschlandweiter Forschungsverbund / Infektiologen mit an Bord
BERLIN (gvg). Ein deutschlandweiter Forschungsverbund soll Arbeiten zur Xenotransplantation weiter in Richtung klinische Anwendung treiben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erzeugung von genveränderten Schweinen, deren Organe für Menschen weniger immunogen sind als unveränderte Organe.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Bundesregierung prüft eine Reform der Pflegeversicherung
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antwort
Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen prüfen derzeit, ob und wie Reformen der gesetzlichen Pflegeversicherung notwendig und möglich sind und wie sie finanziert werden könnten. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (15/3241) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (15/3121) hervor.
HIB 151/2004 07.06.2004

Pflegeinstitut erhält von Stiftung 1,8 Millionen Euro
WITTEN (akr). Die Essener Stiftung Mercator fördert das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,8 Millionen Euro. Damit würdigt die Stiftung die Vorreiterfunktion der bundesweit einmaligen Einrichtung.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Pflegekräfte aus Thüringen wandern in den Westen ab
ERFURT (dür). Gut ausgebildete Krankenpflegefachkräfte verlassen in großer Zahl Thüringen in Richtung alte Bundesländer. Etwa jeder dritte Absolvent der medizinischen Berufsfachschulen wandert nach dem Examen ab, berichtet die Liga der freien Wohlfahrtspflege.
Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Ulla Schmidt: Innovationen sollen den Gesundheitsstandort Deutschland stärken
Heute hat Bundesministerin Ulla Schmidt gemeinsam mit Prof. Dr. Bernhard Scheuble Bundeskanzler Gerhard Schröder den Bericht der von ihr einberufenen „Task Force zur Verbesserung der Standortbedingungen und der Innovationsmöglichkeiten der pharmazeutischen Industrie in Deutschland“ übergeben.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 07.06.2004

"Forschung ist die beste Medizin."
Berlin (VFA). "Forschung ist die beste Medizin." Das ist die Kernbotschaft der umfassenden Informationskampagne, die der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) heute in Berlin vorgestellt hat. Die Branche wolle ihre Leistungen für die Linderung, Vorbeugung und Heilung von Krankheiten sowie für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland anschaulicher darstellen, erklärte Dr. Dr. Andreas Barner, Vorstandsvorsitzender des VFA:
PRESSEMITTEILUNG VFA Verband Forhschender Arzneimittelhersteller 07.06.04
 


05. Juni

Pluripotentes Nordrhein-Westfalen
Interview: Stammzellenexperte Schöler über Forschung in Deutschland und vermeintliche Durchbrüche
von Sonja Kastilan
DIE WELT 05.06.04

Zu wenig Organspender: Kritik an Meldepraxis
Bamberg/Mainz (dpa) - In Deutschland fehlen Organspender. Jedes Jahr warteten rund 12 000 Patienten auf ein Spender-Organ, tatsächlich aber seien nur rund 3500 Transplantationen möglich.
WEB.DE 05.06.04

Transplantierte Stammzellen im Gehirn aktiv
Neue Ergebnisse besonders für die Epilepsie-Forschung interessant
Embryonale Stammzellen können zur Regeneration von Hirngewebe beitragen. Das hat eine deutsche Forschergruppe um Oliver Brüstle vom Bonner Institut für Rekonstruktive Neurobiologie auf dem 6th European Congress on Epileptology in Wien berichtet.
WISSENSCHAFT.DE 05.06.04
 


04. Juni

http://www.organspendekampagne.de
Gemeinschaftsportal der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland zum Thema Organspende, Transplantationsmedizin, Hirntod, Lebendspende.
Damit möchten wir alle potenziellen Organ"spender" anregen, sich kritisch mit der anderen Seite der Transplantationsmedizin auseinanderzusetzen, insbesondere mit der derzeitigen Regelung einer Organentnahme im Falle des Hirntodes.

Demenz als Todesurteil auch in Deutschland?
Berlin. „Jetzt ist die Katastrophe da, vor der die Deutsche Hospiz Stiftung immer gewarnt hat: der Freifahrschein zum Totspritzen dementer Menschen in den Niederlanden“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Die niederländische Staatsanwaltschaft schließt erstmals nicht aus, dass Demenz als Grund für aktive Sterbehilfe akzeptiert wird.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 04.06.04

Haben Ärzte Medikamente ohne Einwilligung getestet?
Razzia an 23 Orten / Verdacht auf Körperverletzung
GIESSEN (dpa). Ärzte am Gießener Universitätsklinikum sollen über Jahre hinweg Medikamente an Patienten ohne deren Einwilligung getestet haben.
Ärzte Zeitung, 04.06.2004

Tag der Organspende am 5. Juni 2004, Ulla Schmidt: „Eine Organspende kann Schwerkranken eine neue Lebenschance geben“
„Eine Organspende kann Schwerkranken eine neue Lebenschance geben“, erklärt Bundessozialministerin Ulla Schmidt zum Tag der Organspende am 5. Juni.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 04.06.04

Deutsche Mediziner skeptisch gegenüber Gesichtstransplantation
Aachen - Mediziner um John Barker von der Universität Louisville (Kentucky) wollen einem Toten das Gesicht abtrennen und einem Patienten transplantieren.
DIE WELT 04.06.04

Embryonale Stammzellen können Hirngewebe regenerieren
Wien (dpa) - Der Bonner Forscher Oliver Brüstle hat aus embryonalen Stammzellen nervenähnliche Zellen gewonnen und diese ins Gehirn von Rattenembryonen gepflanzt.
WEB.DE 04.06.04

Embryonale Stammzellen gegen Epilepsie
Europäischer Epilepsie Kongress: Neue Wege zur besseren Therapie
PRESSETEXT.AUSTRIA 04.06.04

Neue Schweine für den Menschen
In die Xenotransplantation, die Übertragung von Zellen und Organen von Tieren auf den Menschen, werden große Hoffnungen gesetzt, um den massiven Mangel an Spendertransplantaten zu verringern. In einem neuen deutschlandweiten Verbund von Forschergruppen sollen in den nächsten Jahren Schweine entstehen, die mehrfach gentechnisch so verändert sind, dass ihre Zellen und Organe besser verträglich für den Menschen sind.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut 04.06.2004

Studie zu "Heimbewohnern mit psychischen Störungen" zeigt: Psychisch kranke alte Menschen werden nicht angemessen versorgt
Köln (KDA) - 04. Juni 2004 - Psychisch kranke alte Menschen erhalten in Alten- und Pflegeheimen nur selten die optimale Behandlung und Pflege. Dies liegt unter anderem daran, dass ihre Erkrankung häufig nicht richtig diagnostiziert wird. So lautet ein wichtiges Ergebnis einer Studie, die erstmals Daten zur Lebenssituation dieser "übersehenen" Heimbewohner einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich macht.
PRESSEMITTEILUNG Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e.V. 04.06.04

Schweizer Klinik bietet 'Express-Euthanasie' an
Ein Brite durfte sich innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft in der Klinik töten. Nun ermittelt die britische Polizei.
KATH. NET 04.06.04
 


03. Juni

Uniklinik Gießen: Chefarzt droht Suspendierung wegen heimlicher Tests
Dem Narkose-Chefarzt der Gießener Uniklinik steht Ärger ins Haus: Er könnte vom Dienst suspendiert werden, weil er Medikamente an Patienten ohne deren Zustimmung getestet haben soll.
SPIEGEL ONLINE 03.06.04

Regierung sieht keinen gesetzlichen Handlungsbedarf bei Abtreibungsregelung
Familie/Antwort
Berlin: (hib/BES) Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Hilfe für Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen in besonderen Fällen am 1. Januar 1996 haben die Bundesländer bis einschließlich 2002 rund 247 Millionen Euro für Leistungen nach diesem Gesetz aufgewendet. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (15/3155) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (15/3029).
HIB 150/2004 03.06.2004

PDF Umsetzung der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Maria Eichhorn, Marie-Luise Dött, Hubert Hüppe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 15/3029 –
24 Seiten, Drucksache 15/3155, 18.05.2004

Ein Mangel an Beweisen
Wissenschaftliche Studien haben Mühe, die Erfolge der Homöopathie zu belegen
Von Harro Albrecht
Der Patient verlangt viel. Die Medizin soll maximale Gesundheit herstellen, bei minimalen Nebenwirkungen.
DIE ZEIT 03.06.2004 Nr.24

Forschende Vettern
Der Durchbruch Lübecker Stammzellforscher ist Illusion
Von Ulrich Bahnsen
Na bitte. Seit vergangener Woche ist die deutsche Stammzellforschung Spitze. Die Lübecker Arbeitsgruppe von Charli Kruse will "pluripotente adulte Stammzellen" in der Bauchspeicheldrüse erwachsener Menschen entdeckt haben.
DIE ZEIT 03.06.2004 Nr.24
 


02. Juni

Giessener Uniklinik: Medikamententests ohne Wissen der Patienten
Ärzte am Gießener Universitätsklinikum sollen über Jahre hinweg Medikamente an Patienten ohne deren Einwilligung getestet haben. Die Staatsanwaltschaft Gießen durchsuchte heute bundesweit Kliniken und Ärztewohnungen.
SPIEGEL ONLINE 02.06.04

Der tödliche Geiz
Von Stefan Rehder
Deutsche Forscher haben eine Entdeckung gemacht, die das Ende der embryonalen Stammzellforschung bedeuten könnte. Doch statt Applaus ernten die Forscher Skepsis und den Hohn jener Kollegen, die seit Jahren Deutschlands Einstieg in die verbrauchende Embryonenforschung fordern.
DIE TAGESPOST Nr.406 vom 02.06.2004

In ethischen Fragen noch offen
Hugo Müller-Vogg im Gespräch mit dem designierten Bundespräsidenten Horst Köhler
Von Alexander Riebel
Das höchste Amt im Staat ist eines ohne Macht, aber mit Einfluss. So versteht der designierte Bundespräsident Horst Köhler sein Amt.
DIE TAGESPOST Nr.406 vom 02.06.2004
 


01. Juni

Zypries für EU-weites Verbot anonymer Vaterschaftstests
Bundesjustizministerin sieht Selbstbestimmungsrecht von Mutter und Kind verletzt - Gesetz soll bis 2006 Rechtsunsicherheit ausräumen
von Ansgar Graw
DIE WELT 01.06.04

Ab wann gilt ein behinderter Mensch als schützenswert?
Mit der Frage nach umfassenden Schutz für Behinderte befasste sich letzte Woche eine UN-Versammlung in New York.
KATH.NET 01.06.04

Richtlinien und Stellungnahmen des Berufsverbandes Medizinische Genetik e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik e.V.
112 Seiten, Deutsche Ausgabe, Oktober 2001

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