Presse
Pressespiegel 16.-30. Juni 2005
Anzahl: 115 Artikel, Stand 05.07.05
30. Juni
Koalition versagt bei Gentest-Gesetz
Nicht-stattgefundene Gesetzgebungsarbeit der rot-grünen Koalition
30. Juni 2005 - Anlässlich der heutigen Ablehnung des Antrags der CDU/CSU zu Gentests in Medizin, Arbeitsleben und Versicherungen erklären die gesundheitpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB, und die zuständigen Berichterstatter Hubert Hüppe MdB und Markus Grübel MdB:
Der Antrag der CDU/CSU stützt sich auf Vorarbeiten der Enquete-Kommission 'Recht und Ethik der modernen Medizin' und fordert die Bundesregierung auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten. Einen solchen Gesetzentwurf hatte die rot-grüne Koalition bereits in der vergangenen Legislaturperiode und dann im Koalitionsvertrag 2002 angekündigt, sie hat es jetzt aber über mehrere Jahre nicht geschafft, dem Bundestag einen Entwurf zur Beratung vorzulegen.
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG Annette Widmann-Mauz MdB, Hubert Hüppe MdB und Markus Grübel MdB, CDU 30.06.05
"Wertvoll für Frau Merkel"
Nationaler Ethikrat / Kristiane Weber-Hassemer über Grenzen der Forschung und Konkurrenz durch die Enquete
In der Union mehren sich Stimmen, das Gremium nach einem Wahlsieg abzuschaffen. Dessen neue Vorsitzende ist über solches Misstrauen irritiert.
Rheinischer Merkur Nr. 26, 30.06.2005
Mehr Selbstbestimmung und Effizienz im Betreuungsrecht
Am 1. Juli 2005 tritt das zweite Betreuungsrechtsänderungsgesetz in Kraft. Im Mittelpunkt der Gesetzesänderungen stehen die Stärkung der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen sowie die Entbürokratisierung des Betreuungswesens.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 30.06.05
56jähriger hat seit über 1000 Tagen ein Kunstherz
BERLIN (dpa). Weltrekord für Berliner Kunstherz: Seit mehr als 1000 Tagen läßt die Unterstützungspumpe Incor das Blut im Körper des 56jährigen Uwe Magdeburg aus Cottbus zirkulieren.
Ärzte Zeitung, 30.06.2005
Organspenden: Defizite in vielen NRW-Kliniken
Stiftung Organspende beklagt mangelndes Engagement in Krankenhäusern / Zahl der Spender rückläufig
KÖLN (iss). Das Engagement der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser bei der Organspende läßt immer weiter nach.
Ärzte Zeitung, 30.06.2005
29. Juni
Koalition und Union gegen verbrauchende Embryonenforschung
Ausschuss für Bildung und Forschung
Berlin: (hib/BES) Gegen die so genannte verbrauchende Embryonenforschung haben sich am Mittwochvormittag die Koalition und die Union im Ausschuss für Bildung und Forschung ausgesprochen. Anlass dazu war ein Antrag der Union (15/4934) zur Forschungsförderung der EU, in dem sich die Fraktion gegen eine Förderung von Forschungsvorhaben durch die EU ausspricht, bei denen menschliche Embryonen getötet werden sollen.
HIB 177/2005 29.06.05
SPD, Grüne und Union gegen verbrauchende Stammzellen-Forschung
BERLIN. Die Abgeordneten SPD, Grünen und Union haben sich im Forschungsausschuss des Bundestages gegen die Unterstützung der verbrauchenden Embryonenforschung mit EU-Geldern ausgesprochen.
HANDELSBLATT 29.06.05
Breite Mehrheit für Reihengentests zur Aufklärung von Verbrechen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Eine breite Mehrheit hat am Mittwochvormittag im Rechtsausschuss einer gesetzlichen Regelung für so genannte Reihengentests zur Aufklärung von Verbrechen zugestimmt. In dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen (15/5674) ist vorgesehen, dass eine freiwillige Mitwirkung der betroffenen Personen ebenso erforderlich ist wie die vorherige richterliche Anordnung.
HIB 177/2005 29.06.05
Kinderhospize gründen Akademie
OLPE (eb). Am Freitag startet in Olpe die "Deutsche Kinderhospiz-Akademie". Dort sollen Seminare für kranke Kinder und ihre Familien, aber auch für Ärzte und Krankenhausmitarbeiter angeboten werden, teilt der Deutsche Kinderhospizverein mit, der Träger der Akademie ist.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
Ärzte wollen neue Regeln für Eltern mit Kinderwunsch
BERLIN (dpa). Angesichts wachsender Kinderlosigkeit in Deutschland müssen die Behandlungsmöglichkeiten für Paare mit Kinderwunsch nach Ansicht von Reproduktionsmedizinern verbessert werden.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
Knochenprotein hält Stammzellen im Zaum
Wissenschaftler der Medizinischen Poliklinik am Universitätsklinikum Bonn haben zusammen mit US-Kollegen aus Harvard und Rochester einen bis dato unbekannten Weg entdeckt, über den der Körper die Zahl der Stammzellen im Knochenmark reguliert. Die Ergebnisse erscheinen im Journal of Experimental Medicine, sind aber bereits online abrufbar (http://www.jem.org/).
PRESSEMITTEILUNG Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 29.06.05
Toter Fötus im Bauch eines Jungen gefunden
Durch eine Fehlentwicklung in der Schwangerschaft lebte 16jähriger mit seinem Zwilling im Leib
von Heike Jänz
DIE WELT 29.06.05
Krebsmedikament wirkt gegen Pocken
ATLANTA. Auf ihrer Suche nach einem Gegenmittel für den hypothetischen Fall eines bioterroristischen Angriffs mit Pockenviren haben US-Forscher eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.06.05
Für schmerzfreien Tod
Die Ethik-Kommission des Bundestages fordert Ausweitung der Palliativmedizin statt aktiver Sterbehilfe
BERLIN taz Als Alternative zur aktiven Sterbehilfe fordert die Ethik-Enquete-Kommission des Bundestages eine Ausweitung der schmerzlindernden Medizin für Sterbende und Schwerstkranke. Die Kommission übergab ihren Zwischenbericht zur Palliativmedizin und Hospizarbeit dem Präsidenten des Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD).
TAZ 29.06.05
Mehr Geld für Palliativmedizin und Hospize
Enquete-Kommission macht Vorschläge für eine bessere Versorgung Sterbender
BERLIN (hak). Der Angst vieler Menschen entgegenzuwirken, alleine, fern von zu Hause und schmerzvoll zu sterben hat die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" gefordert.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
Eine Frage der Prioritäten
Kommentar von Hanno Kautz
Mit ihrer Empfehlung zur Palliativmedizin und Hospizarbeit ist sich die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" treu geblieben.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
28. Juni
Enquete-Kommission beklagt Defizite bei Versorgung Sterbenskranker
BERLIN. Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ hat deutliche Defizite bei der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland beklagt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.06.05
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin: Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit
Drucksache 15/5858 22.06.2005
84 Seiten, veröffentlicht am 28.06.05
Palliativmedizin und Hospizarbeit stellen humanen Gegenentwurf zur aktiven Sterbehilfe dar
Die menschliche Qualität einer Gesellschaft misst sich daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht
Zur heutigen Übergabe des Zwischenberichts zur Palliativmedizin und Hospizarbeit der Enquete-Kommission an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Hospizarbeit und Palliativmedizin haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen an ihrem Lebensende beizustehen. Ihre Angebote sind in vielen Fällen für ein Sterben in Würde unverzichtbar geworden.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel 28.06.05
"Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe ist da"
Felix Thiele von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler plädiert dafür, aktive Sterbehilfe bei nicht zu lindernden und unerträglichen Leiden auch in Deutschland zu gestatten
GENERAL ANZEIGER BONN 28.06.05
Anm.: Bioethik-Kritiker werden diesen Aussagen sicher widersprechen...
"Forschung ohne Fesseln darf es niemals geben"
Die neue Vorsitzende des Ethikrates geht auf Distanz zu Forderungen von Kanzler Schröder - Plädoyer für Gesetze gegen Gendiagnostik im Arbeitsrecht
von Daniel Sturm
Berlin - Die neue Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, Kristiane Weber-Hassemer, hat vor den Risiken einer Ausweitung der Gendiagnostik gewarnt. In der Wirtschaft gebe es einen "enormen Appetit". Im Arbeitsrecht aber habe die Gendiagnostik "im Zweifel nichts zu suchen". Um diesem "Appetit" zu begegnen, seien "gesetzliche Regelungen unerläßlich". Weber-Hassemer wies Vorwürfe der Union zurück, der Ethikrat sei ein "Spielball" der Regierung. Mit der früheren Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main sprach Daniel Friedrich Sturm.
DIE WELT 28.06.05
Ernährung in Pflegeheimen auf dem Prüfstand
KÖLN (akr). Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) will vorbildliche Beispiele für eine gute Ernährung und Flüssigkeitsversorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen bekannt machen.
Ärzte Zeitung, 28.06.2005
EU fordert mehr Ausbildung in Klinik und Pflege
BRÜSSEL (spe). Europäische Abgeordnete fordern die Mitgliedstaaten auf, den in vielen EU-Ländern fortschreitenden Mangel an gut ausgebildetem medizinischem Personal auszugleichen und im medizinischen und pflegerischen Bereich zusätzliche Stellen zu schaffen.
Ärzte Zeitung, 28.06.2005
Adulte Stammzellen können viel mehr als bislang gedacht
Ein Durchbruch in der Stammzellenforschung ist den Forschern des Children's Hospital Pittsburgh gelungen: Sie haben entdeckt, dass adulte oder postnatale Stammzellen dieselbe Fähigkeit zur Multiplikation wie embryonale Stammzellen haben.
HANDELSBLATT 28.06.05
Der Ethikrat ist neu konstituiert - steht aber im Herbst zur Disposition
Juristin Weber-Hassemer neue Vorsitzende des Nationalen Ethikrates
Ärzte Zeitung, 28.06.2005
27. Juni
Robert Koch-Institut hat elfte Genehmigung für Stammzellenforschung erteilt
Am 27.06.2005 hat das Robert Koch-Institut die elfte Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) erteilt. Sie ergeht an Prof. Dr. Heinrich Sauer vom Physiologischen Institut der Universität Gießen.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut 27.06.05
20 Jahre Patentierung von Tieren - Patent auf Krebsmaus abgelaufen
Am 24. Juni 2005 ist das Patent auf die so genannte Krebsmaus nach 20jähriger Laufzeit abgelaufen. 1985 hatte die US-amerikanische Harvard-Universität erstmalig ein Patent auf ein genmanipuliertes Säugetier - die Krebsmaus - beim Europäischen Patentamt (EPA) in München angemeldet und damit Tiere zur Erfindung des Menschen deklariert.
PRESSEMITTEILUNG Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Aachen, und "Kein Patent auf Leben!", München 27.06.05
Verbraucher wollen Norm für ambulante Pflege
BERLIN (ric). Kommt eine DIN-Norm für ambulante Pflegedienste? Einen entsprechenden Antrag haben Verbraucherschützer jetzt beim Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) in Berlin eingereicht.
Ärzte Zeitung, 27.06.2005
Brasilien kämpft gegen Patent für US-Aids-Medikament
BRASILIA. Die brasilianische Regierung hat einem Patent für ein Aids-Medikament des US-Pharmakonzerns Abbott den Kampf angesagt. Das Mittel Kaletra sei von „öffentlichem Interesse“
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.06.05
Unmoralische Medikamente
Katja Seefeldt
In den USA verweigern gläubige Apotheker immer häufiger die Ausgabe von verschriebenen Verhütungsmitteln
TELEPOLIS 27.06.2005
26. Juni
Lesermeinungen zu: „Stolpern beim Fortschritt“
Ab wann ist ein Embryo schützenswert? Sollten die Vorschriften zur Stammzellenforschung gelockert werden? vom 19. Juni
WELT AM SONNTAG 26.06.05
24. Juni
Ethikrat erneut auf Bewährung
Gremium soll weitere vier Jahre arbeiten / Rückendeckung vom Bundeskanzler
BERLIN (hak). Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Bedeutung des Nationalen Ethikrates als Beratungshilfe für die Politik ausdrücklich unterstrichen.
Ärzte Zeitung, 24.06.2005
Sollte sich der Nationale Ethikrat jetzt vorrangig mit dem Gendiagnostik-Gesetz beschäftigen?
Von Nicola Siegmund-Schultze
Der renommierte Stammzellforscher Professor Hans Schöler ist gern in Deutschland, und das sagen - so ohne Einschränkung - derzeit nur wenige seiner Fachkollegen.
Ärzte Zeitung, 24.06.2005
Tödliche Gefahr durch Medikamente
Pharmafirmen geben nicht immer alle unerwünschten Wirkungen an
von Curt D. Furberg
Atlanta - Ob Waffen, Reaktoren oder verunreinigte Nahrung - Regierungen versuchen, Gesundheitsrisiken aktiv zu begrenzen und sind dabei häufig erfolgreich. Bei der Sicherheit verschreibungspflichtiger Medikamente ist das anders.
DIE WELT 24.06.05
Juristin Weber-Hassemer neue Vorsitzende des Ethikrates
Union erwägt Abschaffung nach Wahlsieg
von Daniel Friedrich Sturm
DIE WELT 24.06.05
Union und FDP uneins über Zukunft des Ethikrates
Fortbestand des Berater-Gremiums steht auf der Kippe
Jörg Michel
Berlin. Bei den potenziellen Koalitionsparteien Union und FDP gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Nationalen Ethikrates.
BERLINER ZEITUNG 24.06.05
Kanzler-Rede zur Stammzellforschung: Pragmatisch, aber inhaltlich schwach
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Das flammende Plädoyer von Gerhard Schröder für die embryonale Stammzellforschung stößt auf scharfe Kritik von Ärzten, Kirchen und Politikern.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 25 vom 24.06.2005, Seite A-1779
Durchbruch entdeckt Bedeutung adulter Stammzellen
Adulte Stammzellen sind ebenso multiplikationsfähig wie embryonale Stammzellen
Pittsburgh (pte/24.06.2005/10:45) - Ein Durchbruch in der Stammzellenforschung ist den Forschern des Children's Hospital Pittsburgh http://www.chp.edu gelungen:
PRESSETEXT.AUSTRIA 24.06.05
Xenotransplantation: Vorwärts in kleinen Schritten
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Abstoßungsreaktionen bleiben ein Hauptproblem.
Die Idee ist bestechend: Transplantationen von Tierorganen können den Mangel an Spenderorganen beenden oder zumindest die Wartezeit überbrücken. Doch noch ist es nicht so weit.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 25 vom 24.06.2005, Seite A-1792
23. Juni
Die Angst vor der Wahrheit
"Zu sagen, dass das, was ist, ist und dass das, was nicht ist, nicht ist, macht die Wahrheit aus." In der nicht erst von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Göttingen neu entfachten Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen und das so genannte therapeutische Klonen, erfährt die aristotelische Definition der Wahrheit gegenwärtig eine beinah schon gewaltsam zu nennende Vernachlässigung.
DIE TAGESPOST vom 23.06.2005
Ethikrat
Kommentar von Matthias Kamann
Im Herbst könnte bekanntlich ein Wechsel im Bundeskanzleramt stattfinden. Daher sollte es ratsam sein, vorerst keine langfristigen Festlegungen in Dingen zu treffen, über die der Kanzler - oder die Kanzlerin - zu entscheiden hat. Hierzu gehört der Nationale Ethikrat:
DIE WELT 23.06.05
Doppelter Abschied auf Raten
Der Bundeskanzler besucht heute den Nationalen Ethikrat - Das Gremium wird es in dieser Form nach den Bundestagswahlen wohl nicht mehr geben
An diesem Donnerstag ist es wieder so weit: Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird seinen Nationalen Ethikrat besuchen. Doch ist dies in mehrfacher Hinsicht kein Routinebesuch.
DIE TAGESPOST vom 23.06.2005
Nationaler Ethikrat geht in die zweite Amtszeit
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat an der konstituierenden Sitzung des für weitere vier Jahre berufenen Nationalen Ethikrates in Berlin teilgenommen. Die Entwicklung in den wissenschaftlichen Laboren und Instituten gebe ein hohes Tempo vor, erklärte Schröder. Um darauf annähernd reagieren zu können, brauche die Politik ein hohes Maß an Beratung durch solche Gremien wie den Nationalen Ethikrat.
MITTEILUNG BUNDESREGIERUNG 23.06.2005
Neukonstituierung des Nationalen Ethikrates ist überflüssig
Abgesehen vom unpassenden Zeitpunkt muss grundsätzlich die Unabhängigkeit des Gremiums angezweifelt werden
Zur Neukonstituierung des Nationalen Ethikrates erklären der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Thomas Rachel MdB und das Kommissionsmitglied Julia Klöckner MdB:
Am heutigen Donnerstag wird Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen "persönlichen" Nationalen Ethikrat für weitere vier Jahre konstituieren. Es ist nicht nachvollziehbar, dass der 2001 eigens vom Kanzler einberufene Ethikrat, trotz möglicher Neuwahlen, kurz vor der Sommerpause in seine zweite Arbeitsperiode gehen soll.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel und Julia Klöckner MdBs, CDU 23.05.05
Nationaler Ethikrat konstituiert sich neu
Der wieder berufene Nationale Ethikrat wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder begrüßt, der sich auch an der ersten Diskussion über künftige Arbeitsschwerpunkte beteiligte.
Im Anschluss daran wurde der neue Vorstand des Nationalen Ethikrates gewählt.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 04/2005 23.06.05
Aus alt mach neu - Gefäße aus Venen gezüchtet
Dr. Laura Niklason: Kollagen könnte die Festigkeit der neuen Gefäße erhöhen. Foto: Duke Uni Medical Center Durham
Durham (ple). Mit Patienten-eigenen Venen-Zellen lassen sich, wie kurz gemeldet, neue Gefäße züchten.
Ärzte Zeitung, 23.06.2005
Immer öfter IVF durch Injektion eines Spermiums
KOPENHAGEN (ple). In Europa wird die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) inzwischen häufiger als früher zur künstlichen Befruchtung genützt als die konventionelle In-vitro-Fertilisation.
Ärzte Zeitung, 23.06.2005
Apotheker: Jährlich sterben 16 000 Bundesbürger an Arznei-Nebenwirkungen
HAMBURG. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 16 000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.06.05
22. Juni
„Niemand hat uns reingeredet“
Ethikrats-Vorsitzender Simitis über Unabhängigkeit, Konkurrenz im Parlament und die Zukunft des Gremiums
Am Donnerstag konstituiert sich der Ethikrat für weitere vier Jahre. Macht das Sinn vor den vorgezogenen Bundestagswahlen?
TAGESSPIEGEL 22.06.05
Geklonte Embryonen aus unreifen Eizellen
Zum Klonen braucht man voll entwickelte Eizellen. Belgischen Forschern ist es gelungen, unreife Zellen im Labor klontauglich zu machen
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 22.06.05
Menschliche Eizellen reifen im Labor und werden dann geklont
Kopenhagen - Belgischen Forschern ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen aus Eizellen zu klonen, die erst im Labor gereift sind.
DIE WELT 22.06.05
Terris Grab löst erneut Debatte aus
Ein „Schlag ins Gesicht” sei die Aufschrift auf Terri Schiavos Grabstein, sagt Bobby Schindler.
Clearwater (www.kath.net / LifeNews.com) „I kept my promise” – “Ich habe meine Versprechen gehalten“, ist auf dem Grabstein zu lesen. Darunter das Datum ihres „Weggangs von der Welt“, der 25. Februar 1990. Der Grabstein für Terri Schiavos letzte Ruhestätte sorgt für erneute Turbulenzen in den USA.
KATH.NET 22.06.05
Wie viele Pfleger und Ärzte braucht unser Land in 30 Jahren?
Experten fordern beim Hauptstadtkongreß eine Diskussion, die losgelöst ist von tagesaktuellen gesundheitspolitischen Überlegungen
BERLIN (fuh). Immer mehr Menschen werden immer älter - das ist ein Trend, der europaweit zu beobachten ist. Aber wie viele Ärzte und Pfleger werden benötigt, um für Versorgungs-Herausforderungen in zwanzig oder dreißig Jahren gerüstet zu sein? Beim Berliner Hauptstadtkongreß ist eines deutlich geworden...
Ärzte Zeitung, 22.06.2005
Enquete-Kommission übergibt Zwischenbericht zur Palliativmedizin und Hospizarbeit an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" übergibt am 28. Juni 2005 ihren Zwischenbericht zum Thema "Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit" an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und stellt im Anschluss daran die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Pressekonferenz vor.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Bundestag 22.06.05
www.die-gesundheitsreform.de - mehr Informationen, mehr Service, mehr Übersicht
Das offizielle Internetportal zur Gesundheitsreform - www.die-gesundheitsreform.de - hat sein Informations- und Serviceangebot erweitert und präsentiert sich in frischem Gewand.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 22.06.05
Werbekampagne verschafft Bürgern politisches Gehör
"Liebt mich. Ich bin ein Wähler."
PRESSETEXT.AUSTRIA 22.06.05
Anmerkung: Vor den anstehenden Wahlen auch biopolitisch interessant...
21. Juni
Vorläufer von Keimzellen gezüchtet
KOPENHAGEN (dpa). Humane embryonale Stammzellen können sich im Labor zu Vorläufern von Ei- und Samenzellen verwandeln. Das berichtet Dr. Behrouz Aflatoonian von der Universität Sheffield in Großbritannien.
Ärzte Zeitung, 21.06.2005
EU-Politiker schauen bei der Stammzelldebatte nach Deutschland
Von Thomas A. Friedrich
Die Europäische Union (EU) will Projekte, die der Verbesserung der Gesundheit der Bürger dienen, künftig mit 8,37 Milliarden Euro fördern.
Ärzte Zeitung, 21.06.2005
Stammzellforschung: Deutschland ist europaweit führend
Bernhard Mittermaier, Bioethikexperte und Mitglied im Bundesvorstand des Kolpingwerks, hält Kanzler Schröder Realitätsferne vor
DIE TAGESPOST vom 21.06.2005
Steigender Reproduktions-Tourismus in Europa
Koppenhagen. Immer mehr Paare umgehen die strengen Embryonenschutzgesetze einiger Länder wie Deutschland und nehmen die Dienstleistung von Reproduktionskliniken im nahen „liberalen“ Ausland in Anspruch.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.06.05
Komapatientin beigesetzt - Schiavos Eltern empört über Grabinschrift
Auch nach ihrem Tod geht der Streit um die Komapatientin Terri Schiavo weiter. Terris Eltern sind wütend über ihren Schwiegersohn Michael, der ihre Tochter heimlich beerdigt hat. Noch betroffener sind die Eltern jedoch über eine Inschrift, die Michael Schiavo auf dem Grabstein anbringen ließ.
SPIEGEL ONLINE 21.06.05
FDP fordert Entbürokratisierung der Pflege in Deutschland
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antrag
Berlin: (hib/BES) Die Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind nach Auffassung der FDP mit Gesetzen und Vorschriften überfrachtet und müssen entbürokratisiert werden, damit mehr Zeit für Pflege und soziale Betreuung der Pflegebedürftigen bleibt. Zurzeit komme die eigentliche Pflege der Menschen wegen des Übermaßes an Bürokratie zu kurz, kritisieren die Liberalen in einem Antrag (15/5732).
HIB 170/2005, 21.06.2005
Entbürokratisierung der Pflege vorantreiben - Qualität und Transparenz der stationären Pflege erhöhen
Antrag der Abgeordneten Daniel Bahr, Rainer brüderle, etc. und der Fraktion der FDP
5 Seiten, Drucksache 15/5732 vom 15.06.05
Beispielhaftes Wohnen im Alter
Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer: Echte Alternative zu bisherigen Betreuungsformen
Eine Architektur, die vorbildlich die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt und eine städtebauliche Gestaltung, die die Bewohnerinnen und Bewohner in das Alltagsleben der Kommune integriert - das sind die Merkmale des "Wohn- und Pflegeverbundes Pfullingen" (Baden-Württemberg).
PRESSEMITTEILUNG Bundesminsiterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 21.06.2005
Gutachten "Hausrecht in Heimen"
Rechtsgutachten von Prof. Dr. Höfling M .A., Köln
Konflikte zwischen Angehörigen von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern einerseits sowie Heimleitungen andererseits werden häufig im Wege eines Hausverbots für "Angehörige" gelöst. In der Vergangenheit gab es immer wieder Unsicherheit darüber, wie das Hausrecht in Heimen auszulegen ist. Das vorliegende Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend analysiert die gängige Rechtslage in diesen Fällen und bestätigt, dass das Besuchsrecht von Bewohnerinnen und Bewohnern grundsätzlich nicht eingeschränkt werden darf. Damit stärkt es die Stellung von Bewohnerinnen und Bewohnern in stationären Einrichtungen und schafft Rechtssicherheit.
Bundesminsiterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 21.06.2005
Grüne: EU-Minister sollen Monsanto-Genmais nicht zulassen
BRÜSSEL. Die Grünen im Europaparlament haben die EU-Umweltminister aufgefordert, die Zulassung einer Genmais-Sorte des US-Agrokonzerns Monsanto abzulehnen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.06.05
20. Juni
„Spiegel“: Mediziner wollen Ehrenkodex für Forschungsgelder
HAMBURG. Mediziner wollen nach einem „Spiegel“- Bericht einen „Ehrenkodex“ entwerfen, um zu verhindern, dass die Industrie Einfluss auf Wissenschaftler ausübt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.06.05
Müntefering will bei Gentechnik „kalkulierte Risiken“ eingehen
BERLIN. SPD-Chef Franz Müntefering hat in der Debatte um die Gentechnik zu mehr Risikobereitschaft aufgerufen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.06.05
Stammzellen in Keimzellen verwandelt
SHEFFIELD. Einem britischen Biologiestudenten ist möglicherweise ein weiterer Durchbruch in der Stammzellforschung gelungen. Er konnte menschliche Stammzellen veranlassen, sich in Primordialzellen zu differenzieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.06.05
Forscher: Bald Spermien aus Stammzellen
Britischen Wissenschaftlern ist es angeblich in Laborversuchen gelungen, aus embryonalen Stammzellen die Vorläufer menschlicher Spermien und Eizellen zu entwickeln
BERLINER MORGENPOST 20.06.05
Schaffung von Eizellen und Sperma aus Stammzellen rückt näher
Stammzellen unfruchtbarer Patienten sollen geklont werden
PRESSETEXT.AUSTRIA 20.06.05
Pflegeverbände fordern umfassende Reform
Forderung nach mehr Leistung und besserer Qualität steht im Widerspruch zu knappen Mitteln in der Pflege
BERLIN (hak). Die Pflegeversicherung bedarf gleich in mehrfacher Hinsicht zukunftstauglicher Reformen. Um Leistungskatalog und Leistungshöhen dem wirklichen Bedarf anzupassen, muß mehr Geld in die Pflege fließen. Das haben die Pflegeverbände in einem gemeinsamen Positionspapier auf dem Hauptstadtkongreß gefordert.
Ärzte Zeitung, 20.06.2005
Per Mausklick ins Pflegeheim - das Web bietet Infos über freie Plätze
NEU-ISENBURG. Auf die Schnelle freie Pflegeplätze für pflegebedürftige Patienten zu finden, ist nicht einfach. Abhilfe will unter anderen das Internetportal www.pflegeplatz-portal.de schaffen: Das Ende 2004 eröffnete Forum will Suchmaschine für bundesweit aktuell freie Pflegeplätze sein, aber auch Präsentations-Plattform für Pflegeeinrichtungen. Die Suche ist kostenlos.
Von Eva Richter
Ärzte Zeitung, 20.06.2005
Forscher züchten Mäuse fast ganz ohne Fettgewebe
NEW YORK (ple). US-Forscher haben ein Tiermodell geschaffen, mit dem sich der Fettmetabolismus besser als bisher erforschen läßt. Es handelt sich um genetisch veränderte Mäuse, bei denen sich der Abbau des Fettgewebes an- und abschalten läßt.
Ärzte Zeitung, 20.06.2005
Der Papst prägt einen neuen politischen Stil
Benedikt XVI. zwingt die katholische Kirche, sich ihrer ureigensten gesellschaftlichen Themenfelder zu besinnen
von Paul Badde
DIE WELT 20.06.05
19. Juni
"Freiheit braucht Grenzen"
Jürgen Rüttgers über die neue Debatte zur Stammzellforschung
von Till-R. Stoldt
Der CDU-Politiker Jürgen Rüttgers ist designierter Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. Er regiert das Land demnächst in einer Koalition mit der FDP. In den neunziger Jahren war Rüttgers Forschungsminister unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Er gilt einerseits als Förderer der Gentechnik, andererseits als vehementer Kritiker der Embryonenforschung.
WELT AM SONNTAG 19.06.05
Stolpern beim Fortschritt
Union und Grüne protestieren gegen Gerhard Schröders Wunsch, die Stammzellregelung zu liberalisieren. Wissenschaftler hoffen auf internationalen Anschluß und unterstützen eine Lockerung
WELT AM SONNTAG 19.06.05
Gesundheit als Religion
Manfred Lütz kritisiert als Arzt und Theologe eine "Ethik des Heilens", die jeden moralischen Diskurs über den medizinischen Fortschritt beendet
von Manfred Lütz
Gerhard Schröder hatte immer schon ein ausgeprägtes Gespür dafür, was im Trend liegt. Seit Jahren liegt nichts so im Trend wie die Gesundheit.
WELT AM SONNTAG 19.06.05
Organspende - Widerspruchsausweise in verschiedenen Sprachen
Urlaubszeit ist auch Unfallzeit und damit auch der Augenblick für "Organspende".
PRESSEMITTEILUNG Informationstelle Transplantation und Organspende 19.06.05
18. Juni
Ohne Stammzellen geht es nicht
Das therapeutische Klonen ist unverzichtbar im Kampf gegen bislang nicht heilbare Krankheiten - Debatte
von Ian Wilmut
Ian Wilmut ist Professor für Reproduktionswissenschaften an der University of Edinburgh und Visiting Scientist am Roslin Institute. Er leitete das Forscherteam, von dem das Schaf Dolly geklont wurde
DIE WELT 18.06.05
Klare Worte, klare Mehrheit
Bundeskanzler Schröder ist mit seinem Anliegen, den in Deutschland geltenden Embryonenschutz einfach zu entsorgen, bei Politik, Kirchen und Verbänden auf massiven Widerstand gestoßen.
DIE TAGESPOST 18.06.2005
Erstes Ethno-Medikament
Ein Gremium der US Food and Drug Administration (FDA) hat erstmals die Zulassung eines Medikamentes empfohlen, das nur für Afro-Amerikaner gedacht ist.
DIE WELT 18.06.05
Können Gebete heilen?
Amerikanische Studie mit 750 Herzpatienten belegt die Wirksamkeit von Gebeten
von Sabine Henning
DIE WELT 18.06.05
17. Juni
Deutsche Hospiz Stiftung stellt praxistauglichen Gesetzentwurf vor
Berlin. „Wir brauchen endlich einen tragfähigen Kompromiss zum Thema Selbstbestimmung im Patientenrecht. Doch wir haben Sorge, dass aktuelle wahlpolitische Diskussionen den Patientenschutz verdrängen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Um den Gesetzgebungsprozess im Bereich Patientenverfügung konstruktiv zu unterstützen, hat die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden daher einen eigenen Gesetzentwurf formuliert.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 17.06.05
Gesetz zur Sicherung der Autonomie und Integrität von Patienten am Lebensende
(Patientenautonomie und Integritätsschutzgesetz)
Entwurf mit Begründung im Auftrag der Deutschen Hospiz Stiftung, vorgelegt von Univ.-Prof. Dr. Wolfram Höfling M.A., Inhaber des Lehrstuhls für Staats-, Verwaltungs- und Finanzrecht
Direktor des Instituts für Staatsrecht der Universität zu Köln
16 Seiten, Stand: 16. Juni 2005
Hospiz Stiftung legt Vorschlag für Verfügung vor
BERLIN (ddp). Patientenverfügungen sollten nach dem Willen der Deutschen Hospiz Stiftung an eine vorherige fachliche Beratung gebunden und zudem schriftlich verfaßt sein.
Die Stiftung stellte gestern in Berlin einen eigenen Gesetzesentwurf vor, wonach die Verbindlichkeit eines für den Fall einer schweren Erkrankung vorsorglich verfügten Patientenwillens an strenge Kriterien geknüpft wird.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
Streit um Versorgung schwerstkranker Patienten
KV Schleswig-Holstein sieht Hausärzte eingespannt, wo eigentlich eine stationäre Versorgung erforderlich wäre
BAD SEGEBERG (di). In Schleswig-Holstein ist ein Streit um die Honorierung der ärztlichen Versorgung von Schwerstkranken in Pflegeheimen entbrannt. Die KV sieht hier Kosten unberechtigt in den ambulanten Bereich verlagert.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
NRW-Regierung kündigt mehr Pflege-Stellen an
DÜSSELDORF (akr). Die neue von CDU und FDP getragene Landesregierung für Nordrhein-Westfalen (NRW) steht. Gestern haben die Parteien ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
Bulmahn gegen Stichtag im Stammzellgesetz
BERLIN (dpa). Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hält die strenge deutsche Stichtagsregelung im Stammzellengesetz auf Dauer für nicht haltbar.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
Biotechnologie schafft keine Arbeitsplätze
Im Gespräch: Der Vorsitzende der Ethik-Enquete, René Röspel (SPD), über unverantwortliche Versprechen, unglaubwürdige Klonpolitik, unrealistische wirtschaftliche Erwartungen und die unabsehbare Zukunft der Bioethik
FREITAG 17.06.05
Altlast für den Markt von morgen
In Amerika wird ein Medikament zur Zulassung empfohlen, das nur bei der ethnischen Gruppe der Schwarzen wirken soll
Von Wenke Husmann
DIE ZEIT 25/2005 vom 17.06.05
Pränataldiagnostik: „Fast kulthafter Charakter“
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Ein „medizinisch kontrolliertes Geschäft mit der Angst“ nennen einige Experten die Zunahme von pränataldiagnostischen Angeboten und Eingriffen.
Ganz gleich unter welcher Regierung: Künftig wird wieder ein Thema aufkommen, von dem man glaubte, einen gesellschaftlichen Konsens gefunden zu haben: die Pränataldiagnostik (PND). Dass es Diskussions- und Handlungsbedarf auf diesem Gebiet gibt, zeigte eine öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ am 30. Mai.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 24 vom 17.06.2005, Seite A-1717
Regenerative Medizin: Weit mehr als pure Stammzellforschung
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Mit Methoden des „Tissue Engineering“ ist die Wiederherstellung von unterschiedlichen Gewebetypen möglich. Ein Paradigmenwechsel von der Transplantation zur Organregeneration ist bereits eingeleitet.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 24 vom 17.06.2005, Seite A-1718
Erfolg bei In-vitro-Züchtung von Blutgefäßen
LONDON. Einer US-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, potenziell funktionsfähige Blutgefäße von älteren männlichen Spendern in vitro herzustellen
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.06.05
Geriatrie: Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter
Hibbeler, Birgit
Die demographische Entwicklung wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Trotzdem ist die Geriatrie in Deutschland ein Stiefkind der Medizin.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 24 vom 17.06.2005, Seite A-1722
Die Todesspritze als Notlösung?
Erster Fuldaer Lebensrechtskongress: Knappe Finanzen sind keine Entschuldigung für Euthanasie-Bestrebungen
DIE TAGESPOST 16.06.2005
Neue Suchmaschine für Forschung und Wissenschaft gestartet
BMBF öffnet mit www.ForschungsPortal.Net Tor zur Wissenschaft im Web
Ein neues Internetportal erleichtert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu Daten und Literatur im Internet. Die Suchmaschine http://www.forschungsportal.net/ hat ausschließlich wissenschaftliche Publikationen und Forschungsförderungen im Visier.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 17.06.05
16. Juni
Schweiz: Präimplantationsdiagnostik nicht verbieten
Nationalrat heisst Vorstoss gut
Der Nationalrat will die Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht mehr verbieten. Die Schweiz stehe mit dem Verbot weltweit isoliert da, hiess es bei den Befürwortern. Es gebe weder ein Recht auf ein gesundes noch auf ein massgeschneidertes Kind, konterten die Gegner.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 16.06.04
Schweiz: Nationalrat für Embryotests bei künstlicher Befruchtung
BERN - Embryonen sollen künftig auf Krankheiten untersucht werden dürfen, bevor sie bei künstlicher Befruchtung einer Mutter eingesetzt werden. Der Nationalrat hat eine Motion gutgeheissen, welche die Präimplantationsdiagnostik (PID) erlaubt.
SWISSINFO 16.06.05
Komapatientin Schiavo war extrem hirngeschädigt
Das zentrale Nervensystem der nach langem Rechtsstreit gestorbenen Terri Schiavo war so schwer zerstört, daß keine Therapie ihren Zustand hätte verbessern können
DIE WELT 15.06.05
Autopsiebericht: Terri Schiavo starb an Dehydratation - Schwerste Hirnatrophie
LARGO/FLORIDA. Gerichtsmediziner des Staates Florida haben den Autopsiebericht von Terri Schiavo veröffentlicht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.06.05
Hospiz Stiftung legt Gesetzentwurf zu Patientenverfügung vor
BERLIN. Die Deutsche Hospiz Stiftung hat einen eigenen Gesetzentwurf zur Patientenverfügung vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.06.05
Gesetzesentwurf der Hospiz Stiftung überzeugt nicht
Union fordert Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung sowie einen Ausbau der Hospize
16. Juni 2005 - Zur heutigen Vorstellung des Gesetzesentwurfes der Deutschen Hospiz Stiftung zu Patientenverfügungen erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Patientenverfügungen stellen neben Palliativmedizin und Hospizarbeit einen humanen Gegenentwurf zur aktiven Sterbehilfe dar. Es ist daher dringend erforderlich, eine gesetzliche Verankerung von Patientenverfügungen zu erwirken, um Rechtsklarheit zu schaffen. In dieser Hinsicht ist die Bemühung der Deutschen Hospiz Stiftung zu begrüßen.
Inhaltlich jedoch stellt der Gesetzesentwurf zu strenge Anforderungen an die Wirksamkeit einer schriftlichen Vorausverfügung.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 16.06.05
Alle Macht geht vom Forscher aus
Brasilien, Indien, China – die Schwellenländer wollen zu Großmächten der Wissenschaft aufsteigen
Von Martin Spiewak
DIE ZEIT 16.06.2005 Nr.25
Künast gegen Lockerung der Regeln in der Stammzellenforschung
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) trifft mit seinem Vorstoß, die gesetzlichen Vorschriften für die Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland zu lockern, auf massive Ablehnung bei den Grünen
DIE WELT 16.06.05
Kultur der Willkür
Gerhard Schröder wird immer schwerer zu verstehen. Zumindest rational.
DIE TAGESPOST vom 16.06.2005
Bündnis für das Leben
Nach dem Referendum: Italien kann ein Beispiel für die europäischen Staaten sein
74,1 Prozent der 44 Millionen Wahlberechtigen Italiens haben sich am vergangenen Sonntag und Montag bei der Volksabstimmung über die Abschaffung des Bioethikgesetzes vom Februar 2004 der Stimme enthalten.
DIE TAGESPOST vom 16.06.2005
In der Einheit ist man stark
Ein ganzes Bündel von Gründen mag zum Scheitern des Referendums in Italien geführt haben. Das relativ strenge Fortpflanzungsgesetz wird nicht wieder aufgeweicht. Dass aber die Kirche einen ganz ordentlichen Anteil am Wahlausgang hatte, will niemand bestreiten.
DIE TAGESPOST 16.06.2005
Deutscher Bundestag beschließt umfangreiche Novellierung arzneimittelrechtlicher Vorschriften
Der Deutsche Bundestag hat heute mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der CDU/CSU-Fraktion das 14. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes beschlossen. Der Gesetzentwurf enthält die für die Umsetzung europäischen Rechts notwendigen Änderungen des Arzneimittelgesetzes, des Heilmittelwerbegesetzes und des Patentgesetzes. Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt:
„Ich freue mich, dass dieses wichtige Gesetzgebungsvorhaben, mit dem wir rasch die europäische Revision der pharmazeutischen Gesetzgebung in Deutschland umgesetzt haben, abgeschlossen worden ist.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 16.06.05
Paul-Ehrlich-Institut wird "WHO-Kooperationszentrum für die Qualitätssicherung von Blutprodukten und In-vitro-Diagnostika"
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Paul-Ehrlich-Institut in Langen, Bundesamt für Sera und Impfstoffe, in die Gruppe seiner Kooperationszentren aufgenommen.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 16.05.06
Massenhaft Gehirnzellen aus dem Labor
Forscher vermehren Neuronen aus Mäuse-Stammzellen - Später Therapie von Parkinson, Epilepsie und Demenz?
von Wolfgang W. Merkel
DIE WELT 16.06.05
Neue Wohnprojekte für Pflegebedürftige entwickeln
Die Parlamentarische Staatssekretärin Christel Riemann-Hanewinckel zu "Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in Privathaushalten"
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen steigenden Bedarf an Wohnprojekten für ältere Menschen, die trotz Pflegebedürftigkeit in ihrer Wohnung verbleiben wollen, ermittelt.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 16.06.05
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