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Presse

Pressespiegel 16.-31. März 2004

Anzahl: 91 Artikel, Stand 01.04.04

31. März

Erbgut der Ratte entziffert
London/Berlin (dpa) ­ Nach dem Erbgut von Mensch und Maus ist nun auch das Genom der Ratte entziffert.
WEB.DE 31.03.04

Erstes Forschungsinstitut für Multiple Sklerose eröffnet
Göttingen (dpa) - Das bundesweit erste Institut für Multiple-Sklerose-Forschung ist am Mittwoch in Göttingen eröffnet worden.
WEB.DE 31.03.04

Parlamentarier stimmen dem neuen Arzneimittelgesetz zu
Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung
Berlin: (hib/RAB) Einen Entwurf zur Novellierung des Arzneimittelgesetzes der Bundesregierung (15/2109) hat der Gesundheitsausschuss am Mittwochvormittag gegen das Votum von CDU/CSU und FDP in geänderter Fassung gebilligt. Mit dieser Initiative sollen verschiedene EU-Richtlinien in nationales Recht umgesetzt werden.
HIB 087/2004 31.03.04

Pflegeversicherung - überholt oder ein Modell mit Zukunft?
Von Eva Richter
Ist sie ein Dinosaurier der Sozialpolitik oder ein Jahrhundertwerk mit Zukunft? Die Einführung der Pflegeversicherung vor zehn Jahren war Anlaß für eine Diskussion zwischen Norbert Blüm, Ex-Bundessozialminister und "Vater" der Pflegeversicherung, und dem Volkswirtschaftler Professor Peter Oberender von der Universität Bayreuth vergangene Woche vor mehreren hundert Zuhörern in Bonn.
Ärzte Zeitung, 31.03.2004
 


30. März

Angst vor Organhandel
Köln - 70 Prozent der deutschen Bevölkerung befürchten, dass es bei einer Organspende zum Missbrauch in Form von Organhandel kommt. Sogar 38 Prozent der befragten Transplantationsmediziner teilen diese Angst, wie auch fast die Hälfte der Patienten, die auf der Warteliste für ein Organ stehen. Das ergab eine Umfrage von Dr. Julia Faßbender vom Chirurgischen Institut der Universität zu Köln.
PRESSEMITTEILUNG Uni Köln 30.03.04

"Medizinische Daten künftig besser schützen!"
SAARBRÜCKEN (kud). Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben die Einführung eines Forschungsgeheimnisses für medizinische Daten gefordert
Ärzte Zeitung, 30.03.2004

Forscher begeben sich auf Spurensuche im Erbgut
Mit der Karte HapMap sollen in wenigen Jahren Verbindungen zwischen Genen und Krankheiten aufgeklärt werden
Von Nicola Siegmund-Schultze
Das Projekt ist ehrgeizig: In etwa eineinhalb Jahren möchte ein Konsortium internationaler DNA-Labors eine Karte der häufigsten Haplotypen des Menschen mit seinen Vorfahren aus Asien, Afrika und Europa erstellt haben - die HapMap.
Ärzte Zeitung, 30.03.2004

Körper empfindet Nanoteilchen als Krankheitserreger
Risiken der Nanotechnologie
Nanoteilchen führen zu "Knoten" und Entzündungen in der Lunge. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien, die in der Januarausgabe des Journals Toxicological Sciences erschienen sind.
NGO-Online 30.03.04

Nicht „Science“, sondern „Science fiction“
Ethiker Günter Virt plädiert für „Embryonenspende zur pränatalen Adoption“
Von Stephan Baier
Alles andere als entmutigt oder resignativ zeigte sich der Bioethik-Experte der christdemokratisch-konservativen EVP-Fraktion des Europäischen Parlamentes, Peter Liese, vor wenigen Tagen in Wien.
DIE TAGESPOST Nr.37 vom 30.03.2004

Embryonale Stammzellen in vitro in T-Zellen verwandelt
TORONTO (ple). Embryonale Stammzellen (ESC) von Mäusen lassen sich offenbar in der Kulturschale zu immunkompetenten T-Vorläufer-Lymphozyten differenzieren. Sollte dies auch mit menschlichen ESC gelingen, hätte man eine neue Therapie-Option für Patienten mit Immunstörungen, Krebs oder Autoimmunerkrankungen.
Ärzte Zeitung, 30.03.2004

Deutschland. Das von morgen.
Bulmahn "Wir brauchen eine Innovationsstrategie für Deutschland"
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat eine umfassende Innovationsstrategie für Deutschland gefordert.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 30.03.04
Anm.: Wenn auch recht allgemein formuliert, so sind davon auch bioethische Bereiche betroffen...
 


29. März

USA: Ungeborene werden bei Gewalttaten als Person anerkannt
Auch der Senat stimmte für einen Gesetzesentwurf, nach dem Verbrechen an schwangeren Frauen künftig doppelt geahndet werden.
KATH.NET 29.03.04

Kann Eingriff ins Mückengenom Malaria stoppen?
Grundlagen für eine mögliche neue Waffe im Kampf gegen Malaria haben Forscher vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg gefunden.
Ärzte Zeitung, 29.03.2004

Ergebnisverbesserung bei der Stammzelltransplantation
Forschungen zur Optimierung der Stammzelltransplantation
Förderung durch die Deutsche José-Carreras-Leukämie-Stiftung
Die Stammzelltransplantation ist heute eine etablierte Therapie für Leukämiepatienten, die beachtliche Heilungserfolge aufweisen kann.
PRESSEMITTEILUNG Universität Ulm 29.03.04

Britische Ärzte nicht mehr gegen Gen-Food
LONDON (ast). Der britische Ärztebund (British Medical Association, BMA) hält es mittlerweile für "höchst unwahrscheinlich", daß gentechnisch modifizierte Nahrungsmittel (GM Food) gesundheitsschädlich sind.
Ärzte Zeitung, 29.03.2004

Britisches Gericht: Organentnahme an Totgeburten ungesetzlich
LONDON. Die Angehörigen verstorbener Babys, denen ohne Kenntnis der Eltern Organe entnommen wurden, können in Großbritannien mit Entschädigungen rechnen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.04

Transplanteur Scheele verläßt Uniklinik Jena
ERFURT/JENA (dpa). Der umstrittene Transplantationsarzt Johannes Scheele verläßt die Universitätsklinik Jena. Das Land Thüringen und die Universität hätten mit ihm eine Trennung zum 30. September vereinbart, teilte das Wissenschaftsministerium in Erfurt mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Todes von Transplantationspatienten gegen den Klinikleiter.
Ärzte Zeitung, 29.03.2004

PDF Infobrief Nationaler Ethikrat 01/04
Themen des Infobriefes sind Biobanken sowie informierte Einwilligung und Schweigepflicht
7 Seiten vom 29.03.04
 


27. März

Zwischen nützlicher Technologie und Teufelswerk
Was muslimische Religionsgelehrte zum Klonen sagen
In der Uno kommen nicht nur verschiedenste Länder, sondern auch verschiedenste Rechtsauffassungen zusammen. Gerade bei der Regulierung des reproduktiven und therapeutischen Klonens werden rechtlich-kulturelle Differenzen offenkundig. Allerdings stehen sich die verschiedenen Kulturen nicht in einheitlichen Blöcken gegenüber. In der islamischen Welt etwa ist die Meinung zum Klonen differenziert. Um diese aber richtig einschätzen zu können, müssen einige Besonderheiten des muslimischen Rechts beachtet werden, schreibt im Folgenden der Islamwissenschafter Thomas Eich.
Von Thomas Eich* (Thomas Eich ist Islamwissenschafter und arbeitet an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema «Kulturübergreifende Bioethik».)
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 27.03.04

Tauziehen um Euthanasie
Ausschuss des Europarats will mehr Zeit für die Debatte
Straßburg/Paris (DT/KNA) Der Europarat tut sich schwer, eine gemeinsame Position zur Sterbehilfe festzulegen. Schon im Herbst hatte der Schweizer Liberale Dick Marty einen seither heftig umstrittenen Bericht und damit die Forderung nach Straffreiheit für Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen vorgelegt. Doch auch mit der Frühjahrs-Tagung der Parlamentarischen Versammlung Ende April wird die Debatte voraussichtlich nicht abgeschlossen sein.
DIE TAGESPOST Nr.37 vom 27.03.2004

Europarat gegen Euthanasie
M.B.
Der Europarat lehnt Euthanasie, die „aktive Sterbehilfe“ beziehungsweise das Töten auf Verlangen weiterhin ab.
DIE TAGESPOST Nr.37 vom 27.03.2004

Hohe Erwartungen an das Amt
Lehmann und Huber hoffen auf einen Bundespräsidenten, der die Menschenwürde verteidigt
Berlin (DT/KNA) Die katholische Kirche wie auch die evangelischen Landeskirchen in Deutschland erwarten, dass auch der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin in der biopolitischen Debatte die Menschenwürde verteidigt.
DIE TAGESPOST Nr.37 vom 27.03.2004
 


26. März

Europarat will sich für Debatte über Sterbehilfe weiter Zeit nehmen
STRASSBURG. Der Europarat will sich für die Debatte über die heftig umstrittene Frage der aktiven Sterbehilfe weiter Zeit nehmen: Der zuständige Sozialausschuss beschloss am 25. März, das Thema am 27. April bei der Frühjahrssitzung der Straßburger Parlamentarier-Versammlung zu erörtern, ohne zunächst eine Abstimmung vorzusehen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.03.04

Der Palliativmedizin fehlt Unterstützung
In Deutschland gibt es nur wenig Modellvorhaben / Fachgesellschaft bietet Curricula an
FRANKFURT AM MAIN (mar). Die meisten todkranken Patienten mit Schmerzen wünschen sich, zu Hause zu sterben. Mit einer effizienten palliativmedizinischen Therapie wäre dies auch möglich, doch fehlen hierzu bislang erforderliche Versorgungsstrukturen. Darauf wies Schmerztherapeut Dr. Thomas Nolte aus Wiesbaden zum Auftakt des Deutschen Schmerztages in Frankfurt am Main hin.
Ärzte Zeitung, 26.03.2004

Körpersubstanz auf Halde
Der Nationale Ethikrat empfiehlt den Aufbau von Biobanken
Ralf Grötker
Die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum Thema "Biobanken" wägt Datenschutz und Forschungsfreiheit gegeneinander ab.
TELEPOLIS 26.03.2004

Wie erneuern sich Organe? GSF gründet Institut für Stammzellforschung
Gleichgültig, ob der Zelltod durch Altersschwäche oder durch Verletzungen eintritt: In den meisten Organen stehen Stammzellen als Ersatztteillager zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe kann unser Körper verletztes Gewebe und abgestorbene Zellen ersetzen, da Stammzellen die Fähigkeit haben, sich weiter zu teilen und alle Zellen eines Organs wieder zu bilden - diese Eigenschaft macht sie auch zu einem Hoffnungsträger für die Entwicklung neuer Therapien in der Medizin. Als erste Einrichtung innerhalb der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren hat die GSF jetzt ein eigenes Institut für Stammzellforschung gegründet.
PRESSEMITTEILUNG GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit 26.03.04

Datenschutz: Risiken für die Versicherten
Krüger-Brand, Heike E.
Künftig erhalten die Krankenkassen personenbezogene Abrechnungs- und Diagnosedaten aus dem ambulanten Sektor.
Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat mit der Gesundheitsreform ein grundlegender Wandel im Umgang mit Patientendaten eingesetzt:
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 13 vom 26.03.2004

Transplantationen: Altruismus und Freiwilligkeit
Klinkhammer, Gisela
Die Ständige Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer spricht sich für die Zulassung von anonymen Lebendorganspenden an einen Pool aus.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 13 vom 26.03.2004

Klinische Studien und Statistik: Von der Wahrscheinlichkeit des Irrtums
Weihe, Wolfgang
Ein „Galileischer Dialog“ über ein statistisches Problem
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 13 vom 26.03.2004, Seite A-834

Terrorismus und Medizin: Versorgung nach Einsatz von ABC-Kampfmitteln
Adams, Hans-Anton
Grundzüge der präklinischen medizinischen Gefahrenabwehr
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 13 vom 26.03.2004, Seite A-838

Schweden will Klonen menschlicher Embryonen erlauben
STOCKHOLM. Die schwedische Regierung will das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erlauben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.03.04

Rezeptfreie Arzneimittel: „Ausnahmeliste“ beschlossen
Korzilius, Heike
Gemeinsamer Bundesausschuss: Bei bestimmten Indikationen dürfen auch homöopathische und anthroposophische Arzneimittel zulasten der Krankenkassen verordnet werden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 13 vom 26.03.2004, Seite A-826

Erstes Fachabitur für Bio- und Gentechnik
Baden-Württemberg ist Vorreiter / Kooperation mit Krebsforschungszentrum
ETTLINGEN (dpa). Als erstes Bundesland bietet Baden-Württemberg Schülern in einem Modellprojekt die Möglichkeit, sich an fachspezifischen Gymnasien in Gentechnik ausbilden zu lassen. Derzeit laufen die ersten Abitur-Prüfungen.
Ärzte Zeitung, 26.03.2004

Patienten fühlen sich für ihre eigene Gesundheit verantwortlich
Bertelsmann Stiftung: Politik sollte verständliche Informationen zugänglich machen
Vier von fünf Erwachsenen suchen auf eigene Faust nach Informationen rund um Gesundheit und Krankheit. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Mehr als ein Drittel der Befragten sammeln schon vor dem Arztbesuch Informationen und lassen diese in das Gespräch mit dem Arzt einfließen.
PRESSEMITTEILUNG Bertelsmann Stiftung 26.03.04
Anm.: Dort gibt es Studienauszüge als Dowmnload
 


25. März

Hoppe: Milliardeneinsparungen gefährden Gesundheit und Arbeitsplätze
(PdÄ) Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hat die von Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner heutigen Regierungserklärung beschworenen Milliardeneinsparungen im Gesundheitswesen kritisiert.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 25.03.04

"Das ist Weichwerden gegenüber der Pharmalobby"
Arzneimittelexperte Ulrich Schwabe über Homöopathie und die Ausnahmeliste für rezeptfreie Medikamente
BERLINER ZEITUNG 25.03.04

Sozialministerin will Pflegereform noch 2004
Christa Stewens fordert Stärkung der häuslichen Pflege
MÜNCHEN (sto). Eine Reform der Pflegeversicherung noch in diesem Jahr hat Bayerns Sozialministerin Christa Stewens gefordert.
Ärzte Zeitung, 25.03.2004

Genvarianten schützen vor Creutzfeldt-Jakob
FRANKFURT AM MAIN (nsi). Bei Menschen gibt es Variationen im Gen für das Prionprotein, die vergleichsweise unempfindlich machen für Prionerkrankungen wie die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK). Davon profitiert etwa die Hälfte der Bevölkerung in Europa.
Ärzte Zeitung, 25.03.2004

Krieg der Generationen
Wie sieht die Zukunft aus? Junge islamische Kämpfer, die die Alten im Westen über den Haufen rennen? Über den globalen Generationenkonflikt sprach die Netzeitung mit Frank Schirrmacher.
NETZEITUNG.DE 25.03.04

Deutsche Hospiz Stiftung erfreut: Tötungslizenz abgelehnt
Paris/Berlin. Der Europarat lehnt das Töten auf Verlangen weiterhin ab. Dem Sozialausschuss des Rats lag ein entsprechender Entwurf des Schweizers Dick Marty vor, der aktive Sterbehilfe europaweit empfehlen sollte. Diesen Entwurf wird der Sozialausschuss so vorerst nicht empfehlen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 25.03.04
 


24. März

Europarat debattiert erneut über Euthanasie-Bericht
Der Marty-Bericht gehe "in eine gefährliche Richtung", warnt Peter Liese, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.
Strassburg (www.kath.net) Am Donnerstag diskutiert der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Familie der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Paris erneut über den Euthanasie-Bericht des Schweizer Parlamentariers Dick Marty.
KATH.NET 24.03.04
Anm.: Die endgültige Abstimmung soll in der letzten Aprilwoche sein.

"Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens"
Kardinal Lehmann und Bischof Huber stellen in Berlin zentrale Anliegen der Woche für das Leben 2004 vor
Unter dem Motto "Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens" veranstalten die Kirchen vom 24. April bis 1. Mai die bundesweite Woche für das Leben. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, stellten heute in Berlin die zentralen Anliegen dieser gemeinsamen Initiative vor, die am 24. April in Aachen eröffnet wird.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz DBK und Evangelischen Kirche in Deutschland EKD 24.03.04
Anm.: Siehe dazu auch unsere Rubrik Aktionen

Versorgung in der Palliativmedizin wird langsam besser
Experten sehen vor allem bei der stationären Betreuung deutliche Fortschritte / Probleme mit Verordnungen bei niedergelassenen Ärzten
BERLIN. "Wir wollen nicht immer nur jammern: Wir sind auf dem richtigen Weg." So beurteilt Professor Eberhard Klaschik, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, die Entwicklung seiner Fachrichtung und die der palliativen Schmerztherapie in Deutschland.
Von Philipp Grätzel v. Grätz
Ärzte Zeitung, 24.03.2004

Moderne Schmerztherapie setzt sich durch
Opioidanalgetika werden häufiger verordnet / Bedarf an hochspezialisierter Versorgung ist nicht gedeckt
Ärzte Zeitung, 24.03.2004

In Deutschland überleben immer mehr Frühchen
Zur Reanimation von sehr jungen Frühgeborenen gibt es noch keine internationalen Standards
BERLIN (gvg). Die Überlebenschancen sehr junger Frühgeborener haben sich in den vergangenen Jahren in Deutschland verbessert. Das belegen aktuelle Daten neonatologischer Kliniken in Hessen. Die Ergebnisse können nach Expertenmeinung auf ganz Deutschland übertragen werden. Doch in Europa herrscht Dissens darüber, wie Ärzte sich bei Kindern verhalten sollen, die zwischen der vollendeten 22. und der 26. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren werden.
Ärzte Zeitung, 24.03.2004

Erkennen, wie Krankheiten entstehen - Zellbiologen aus dem In- und Ausland tagen in Berlin
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch 24.03.04

Das Genom des Menschen - Eine Ausstellung über Genomforschung und Medizin
Die Ausstellung "Das Genom des Menschen" bietet einen allgemeinverständlichen Überblick über die Humangenomforschung und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin. Anlässlich der internationalen Tagung der Humangenomforscher in Berlin ist die Ausstellung vom 30. März bis 18. April 2004 im Berliner Medizinhistorischen Museum auf dem Gelände der Charité Campus Mitte zu sehen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsches Humangenomprojekt 24.03.04

EU fördert Projekt für eine bessere Stammzelltherapie
TÜBINGEN (eb). AlloStem - so heißt ein Projekt zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten bei Leukämie, das von der Europäischen Union in den nächsten vier Jahren mit insgesamt acht Millionen Euro gefördert wird.
Ärzte Zeitung, 24.03.2004
 


23. März

Scharfe Kontroverse um neue Festbeträge
Pharma-Industrie: Festpreise auf patentgeschützte Arznei verhindern Innovation
BERLIN (HL). Völlig konträre Positionen vertreten Bundesregierung und pharmazeutische Industrie zu der neuen Regelung der Gesundheitsreform, wonach es künftig auch für patentgeschützte Arzneimittel wieder Festbeträge geben soll. Der Bundesausschuß arbeitet bereits daran.
Ärzte Zeitung, 23.03.2004

Gewebe und Organe aus eigenen Zellen sollen Transplantate ersetzen
Tissue Engineering statt Prothesen und Dialyse / 300 Forschergruppen europaweit
LEIPZIG (dpa). Hüftgelenk aus Titan, Herzklappen aus Plastik, Dialyse bei Niereninsuffizienz. So weit die Medizintechnik auch fortgeschritten ist, nie kommen diese Krücken an das Original heran. Forscher beschäftigen sich daher seit Jahren mit der Züchtung menschlicher Zellstrukturen im Labor, um geschädigte Gewebe und Organe ersetzen zu können.
Ärzte Zeitung, 23.03.2004

Künstliche Prionen hergestellt
Prionen wie der Erreger von BSE sind Proteine, die vererbt werden können. Jetzt haben Forscher die molekulare Grundlage dieser Fähigkeit entschlüsselt.
NETZEITUNG.DE 23.03.04
 


22. März

Weitere Zweifel an der Stammzelltherapie des Herzinfarkts – Keine Differenzierung zu Myozyten
STANFORD/SEATTLE. Zurzeit werden verschiedene klinische Studien zur Stammzellreparatur des Herzmuskels nach Herzinfarkt durchgeführt. Nachdem eine davon bereits aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste, stellen US-amerikanische Forscher die Grundlage der Therapie jetzt offen infrage.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.04

Stammzell-Therapie bei Infarkt infrage gestellt
Stammzellen sollen bei einem Herzinfarkt beschädigtes Gewebe ersetzen können. Doch eine Untersuchung an Mäusen erbrachte keine Beweise für diese Fähigkeit.
NETZEITUNG.DE 22.03.04

Lassen sich Zellen aus dem Pankreas bald züchten?
Im Tiermodell erfolgreich
BREMEN (hbr). Lassen sich aus dem Pankreas Stammzellen gewinnen, die das Potential für Insulin-produzierende Betazellen haben?
Ärzte Zeitung, 22.03.2004

Weiterer Meilenstein zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte
Die Einführung der elektronischen Patientenkarte ist voll im Zeitplan. Das ist heute auf der CeBIT deutlich geworden. Anlässlich dieser Messe hat das Industriekonsortium bIT4health Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den Entwurf der Rahmenarchitektur für die Telematik-Infrastruktur überreicht.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 22.03.04

Heimbewohner durch Gesundheitsreform besonders benachteiligt
von Norbert Schumacher, Bundesvereinigung Lebenshilfe aus Rechtsdienst der Lebenshilfe 1/04
Besondere Probleme durch die Gesundheitsreform ergeben sich aus Sicht der behinderten Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Pflegeheimen vollstationär betreut werden.
BUNDESVEREINIGUNG LEBENSHILFE 22.03.04

NRW baut flächendeckendes Krebsregister auf
Gesundheitsministerin will noch vor der Sommerpause Gesetzentwurf vorlegen / Meldepflicht für Ärzte geplant
DÜSSELDORF (iss). Nordrhein-Westfalen wird als eines der letzten Bundesländer ein flächendeckendes Krebsregister erhalten. Landesgesundheitsministerin Birgit Fischer will noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament einbringen.
Ärzte Zeitung, 22.03.2004

Berufsverbot für Internistin bleibt bestehen
LÜNEBURG (cben). Das vorläufige Berufsverbot gegen Mechthild Bach bleibt bestehen. Damit hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg das Urteil gegen die des Totschlags verdächtigte Internistin aus Langenhagen bei Hannover entschieden.
Ärzte Zeitung, 22.03.2004

"Homöopathie ist faktisch ausgeschlossen"
BERLIN (HL). Auch bei Vertretern der Krankenversicherten stößt die Ausnahmeregelung für rezeptfreie Arzneimittel (wir berichteten) auf Kritik. Insgesamt hält der Verband der Krankenversicherten Deutschlands die Liste für viel zu eng.
Ärzte Zeitung, 22.03.2004
 


20. März

Freiheit als Fessel
Selbstbestimmung im Sog der Gentechnologie
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 20.03.04
 


19. März

Zweites Betreuungsrechtsänderungsgesetz: Gravierende Einbußen für Behinderte
Strätling, Meinolfus; Schmucker, Peter; Rosenow, Roland; Fieber, Ulrich; Bartmann, Franz-Joseph
Ärzte, Betreuer, Juristen und Vertreter von Betroffenenverbänden warnen vor aktuellen Bestrebungen zur Änderung des Betreuungsrechts.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 12 vom 19.03.2004, Seite A-770

Gentherapiestudie bei Kindern wird trotz Krebsrisikos fortgesetzt
Von Nicola Siegmund-Schultze
Gentherapien können Krebs auslösen. Das hat sich im Dezember 2002 erwiesen.
Ärzte Zeitung, 19.03.2004

Biochips helfen zu besserer Therapie bei Brustkrebs
Viele Frauen mit Brustkrebs erhalten unnötig eine Chemotherapie. Das hat Privatdozent André Ahr aus Frankfurt am Main gesagt. Grund dafür sei die scheinbar ungünstige Prognose, die viele in Wirklichkeit gar nicht hätten.
Ärzte Zeitung, 19.03.2004

Heimlicher Vaterschaftstest zählt nicht
CELLE (dpa). Ein offiziell anerkannter Vater kann seine Vaterschaft vor Gericht nicht mit einem heimlichen Gen-Test anfechten. Das hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.
Ärzte Zeitung, 19.03.2004
 


18. März

US-Forschung: Zensur findet statt
Er lässt unbequeme Wissenschaftler feuern und unerwünschte Erkenntnisse aus offiziellen Dokumenten streichen.Wie George W. Bush die US-Forschung manipuliert
Von Tom Schimmeck
Hörsaal 10-250 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) war prall gefüllt, als drei Herren am vergangenen Donnerstag zum Schlag gegen George W. Bush ausholten: der MIT-Physiker Philip Morrison, der Harvard-Biologe Edward O. Wilson und Kevin Knobloch, Präsident der UCS, jener Union of Concerned Scientists, die seit 35 Jahren ein scharfes Auge auf politischen Missbrauch von Wissenschaft hat.
DIE ZEIT 18.03.2004 Nr.13

Embryonen-Besitzer gesucht
Reproduktions-Gesetz in Italien verbietet das Einfrieren
ROM (mp). Italien weiß nicht, was mit den über 24 000 Embryonen geschehen soll, die eingefroren in den Zentren für künstliche Befruchtung liegen.
Ärzte Zeitung, 18.03.2004

PDF Gentechnologie und Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG)
von Margareta Burgard
Die Auseinandersetzungen über die Verfassungsmäßigkeit biomedizinischer Technologien nehmen zumeist Art. 1 GG (Menschenwürdegebot) in den Blick.1 Weitgehend unberücksichtigt lässt die Lite-ratur allerdings die Frage, inwieweit verschiedene gentechnische Verfahren auch einen Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG ("Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden") enthalten.2 Entsprechende Problemstellungen sollen deshalb im Folgenden in Bezug auf die aktuellen Diskussionen über die Präimplantationsdiagnostik (PID) und die Stammzel-lenforschung (exemplarisch) skizziert werden.
7 Seiten, BUNDESVEREINIGUNG LEBENSHILFE veröffentlicht 18.03.04

Altruismus und Freiwilligkeit - Fundament der Lebendorganspende
Berlin: "Lebendorganspenden müssen die Prinzipien der Freiwilligkeit, Unentgeltlichkeit und Subsidiarität erfüllen. Jedwede Form finanzieller Anreize unterhöhlt altruistische Motive und öffnet das Tor zum Organhandel", erklärte der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Christoph Fuchs, anlässlich eines Presseseminars der Bundesärztekammer in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 18.03.04

CDU/CSU erkundigt sich nach der Förderung der Organspende
Gesundheit und Soziale Sicherung/Große Anfrage
Berlin: (hib/RAB) Die Zukunft der Organspende ist Thema einer Großen Anfrage der CDU/CSU (15/2707). Das Ziel des 1997 verabschiedeten Transplantationsgesetzes, die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen, sei gegenwärtig nicht erreicht.
HIB 073/2004 18.03.04

Verbrauchende Embryonenforschung nicht finanzieren
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/VOM) Maßnahmen gegen eine Finanzierung verbrauchender Embryonenforschung im Rahmen des 6. EU-Forschungsrahmenprogramms interessieren die CDU/CSU-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (15/2703)
HIB 073/2004 18.03.04

Wie man in Deutschland alt wird
Vorurteilen zum Trotz sind die meisten Alten weder unglücklich noch verarmt. Viele genießen nach langen Arbeitsjahren ihr Dasein. Erst jenseits der 80 Jahre wird das Leben oft zur Last
Von Haug von Kuenheim
DIE ZEIT 18.03.2004 Nr.13

Altersblindheit: Lichte Aussichten
Alte Cholesterinsenker und neue biotechnische Medikamente wecken Hoffnung im Kampf gegen ein Volksleiden, die Altersblindheit
Von Ulrich Bahnsen
DIE ZEIT 18.03.2004 Nr.13

Pharmaindustrie: Die Verlierer sind unter uns
In den Labors und Vorzimmern von Aventis und Sanofi macht sich Angst vor der drohenden Fusion breit
Von Jutta Hoffritz
DIE ZEIT 18.03.2004 Nr.13

Der Bundesausschuß gesteht zu, daß er Unsinn beschlossen hat
BONN (HL). Noch nie hat der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen derart einmütig Selbstkritik geübt: Sowohl Ärzte- wie auch Kassenvertreter bezeichnen ihren Beschluß, wann homöopathische und anthroposophische Arzneimittel auf Kassenrezept verschrieben werden können, selbst als "irrational und unlogisch". Die Homöopathen kündigten inzwischen eine Verfassungsklage an.
Ärzte Zeitung, 18.03.2004

"Pflegedienst-Aldi" Inova will keine Billigpflege bieten
Höhe der Eigenbeteiligung für die Patienten kann um die Hälfte sinken / Unternehmen aus Stuttgart arbeitet vor allem mit Nicht-Fachkräften
STUTTGART. Der Wettbewerb auf dem Pflegemarkt ist hart: Mehr als 10 000 ambulante Dienste bundesweit konkurrieren miteinander. Um Kunden zu gewinnen, geht die Inova Häusliche Pflege Stuttgart-Süd GmbH in die Offensive.
Ärzte Zeitung, 18.03.2004

Nur 15000 Dauerteilnehmer
Lebensschutz, Bioethik, Familie, Ökumene: Programm des Katholikentags steht jetzt im Internet
Von Christoph Arens
DIE TAGESPOST Nr.33 vom 18.03.2004

Biobanken: Blut, Zellen, Daten
Biobanken müssen nicht genehmigt, aber sorgsam geregelt werden, sagt der Nationale Ethikrat
Von Gero von Randow
Der Nationale Ethikrat ist nicht gerade ein Liebling der Medien. Der ihm angeheftete Soupçon, des Kanzlers Philosophiertrupp zur Rechtfertigung entfesselter Biopolitik zu sein, ist beharrlich kleben geblieben.
DIE ZEIT 18.03.2004 Nr.13

Ethikrat fordert liberalen Umgang mit Biobanken
BERLIN (hak). Der Nationale Ethikrat hat forschungsfreundliche Rahmenbedingungen für Biobanken gefordert.
Ärzte Zeitung, 18.03.2004
 


17. März

Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zu Biobanken für die Forschung
Der Nationale Ethikrat legt am heutigen Mittwoch seine Stellungnahme zum Thema Biobanken für die Forschung vor.
Der Nationale Ethikrat hat die wissenschaftliche Bedeutung von Biobanken anhand konkreter Beispiele untersucht, ethische Bewertungsprinzipien und rechtliche Rahmenbedingungen herausgearbeitet und Folgerungen für den Umgang mit Biobanken formuliert. 30 Regelungsvorschläge sind der Stellungnahme vorangestellt.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 17.03.04

Lebende sollen anonym Organe spenden können
Ärzte für Änderung des Transplantationsgesetzes
Von Claudia Ehrenstein
BERLINER MORGENPOST 17.03.04

Müssen Gesetze zur Organspende gelockert werden?
BÄK fordert Änderungen
BERLIN (hak). Mit ihrer Forderung nach Änderung des Transplantationsgesetzes hofft die Bundesärztekammer (BÄK) die Rahmenbedingungen für Lebendorganspenden erweitern zu können. "Die anonyme Lebendspende könnte der erste Schritt sein zu einer gezielten Ausweitung des Gesetzes", sagte Professor Hans-Ludwig Schreiber, Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der BÄK, gestern in Berlin.
Ärzte Zeitung, 17.03.2004

Entstehung neuer Eizellen auch nach der Geburt
Ein Dogma der Biologie wankt
slz. Ein mehr als 50 Jahre gültiges Dogma der Fortpflanzungsbiologie gerät durch eine neue Veröffentlichung ins Wanken.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 17.03.04

Ohne Solidarität mit Schwächsten wird unsere Gesellschaft barbarisch
Eine internationale Tagung über lebenserhaltende Maßnahmen im Wachkoma findet vom 17. bis 20. März in Rom statt. Experten warnen vor Euthanasie.
KATH.NET 17.03.04

Ulla Schmidt: Neue Heilmittel-Richtlinien sichern notwendige medizinische Versorgung
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat heute neue Heilmittel-Richtlinien beschlossen. Damit hat er seinen Beschluss vom Dezember um die vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung geforderten Regelungen insbesondere auch zur Ermöglichung notwendiger längerfristiger Verordnungen ergänzt.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 17.03.04

PDF Gegen Automatismus bei Spätabtreibung
”Verdeckte” embryopathische Indikationen stehen der Intention des § 218a Abs. 2 StGB entgegen von Bundesvorstand, Bundesvereinigung Lebenshilfe aus Info Nr. 13 Parlamentarierabend 2004 vom 11.03.04
BUNDESVEREINIGUNG LEBENSHILFE 17.03.04
 


16. März

Bürgervotum zur Forschung mit Stammzellen
Wolfgang Thierse will Gesetz derzeit nicht neu diskutieren
Matthias Kunert
Wir haben nicht zu einer einheitlichen Meinung gefunden, und das spiegelt das Spektrum in der Gesellschaft wider", sagte Claudia Carl. Mit diesen Worten stellte die Anwältin am gestrigen Montag in Berlin als Sprecherin ein Bürgervotum zur Stammzellenforschung vor.
BERLINER ZEITUNG 16.03.04

Schweiz: Zu viel Administration für Forschende
Kritik an der Stammzellenforschungs-Verordnung
hof. Während das Parlament das Stammzellenforschungsgesetz Ende vergangenen Jahres verabschiedet hat - wenn auch gegen den Widerstand von grün-linken und religiösen Kreisen -, ist die dazugehörige Verordnung in der Vernehmlassung beinahe von allen Seiten kritisiert worden.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 16.03.04

Ulla Schmidt begrüßt Votum des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat heute Arzneimittel-Richtlinien beschlossen, die die Verordnungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel bei schwerwiegenden Erkrankungen regelt. Bundesministerin Ulla Schmidt begrüßt diese Entscheidung und erklärt:
PRESSEMITTEILUNG BMGS 16.03.04

Wer sind eigentlich die Leute, die unsere Kassenmedizin regieren?
Ärztefunktionäre und ihre Rolle im Gemeinsamen Bundesausschuß
BERLIN/BONN (HL). Nicht nur die große Politik, auch ein sogenannter kleiner Gesetzgeber bestimmt, was in der Kassenmedizin möglich ist: der Gemeinsame Bundesausschuß. Heute etwa will der Ausschuß in Bonn darüber entscheiden, welche rezeptfreien Arzneimittel die Kassen in Zukunft noch bezahlen sollen.
Ärzte Zeitung, 16.03.2004

Auszeichnung für Lebensqualität in der Krebstherapie
Der Mainzer Palliativmediziner Dr. Martin Weber ist der erste Preisträger des neu geschaffenen Prix Pierre Denoix. Die Auszeichnung wird an Personen oder Einrichtungen verliehen, die sich besonders für die Lebensqualität Krebskranker einsetzen.
Ärzte Zeitung, 16.03.2004

Abtreibung: Sechs Prozent der Schwangeren waren minderjährig
Politiker und christliche Lebensrechtler in Deutschland fordern Gesetzesänderung.
KATH.NET 16.03.04

Klonen für jedermann?
Von Hanno Charisius
Anm.: Artikel über den komplizierten Weg zum Klonen und die Schwierigkeiten.
TECHNOLOGY REVIEW 16.03.2004
 


Weitere Texte

PDF Therapeutisches Klonen – verfassungsrechtliche und verfassungsprozessuale Interventionsmöglichkeiten (des Bundespräsidenten)?
von Ref. jur. Margareta Burgard
Bundespräsident Johannes Rau hat sich kürzlich gegen eine rechtliche Zulassung des thera-peutischen Klonens ausgesprochen und darüber spekuliert, ein solches Gesetz, sollte es ihm vorgelegt werden, wahrscheinlich nicht unterzeichnen zu können.1 Diese hypothetischen Ü-berlegungen geben Anlass, einen genaueren Blick auf die Hintergründe und die Zulässigkeit einer solchen präsidialen Weigerung zu werfen.
4 Seiten, BUNDESVEREINIGUNG LEBENSHILFE veröffentlicht 24.02.04

Speichern, bis der Arzt kommt
Datenschutzbeauftragter klagt Sammelwut des UKE mit Patientendaten an.
Gen-Analysen tausender Babys wurden jahrelang personenbezogen gespeichert
TAZ Hamburg Nr. 7291 vom 23.02.04

http://www.coe.int/T/E/Legal_affairs/Legal_co-operation/Bioethics/
Protokolle zum Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin (in englisch!)

http://www.genopolis-forschungslabor.de/
Künstlerische Workshops für junge Menschen mit und ohne Behinderung zum Thema Gentechnik, Biomedizin und Ethik.
Das Genopolis Forschungslabor ist ein Projekt der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Blauschimmel Atelier Oldenburg e.V. und finanzieller Unterstüzung der Aktion Mensch.

PDF Gutachtliche Stellungnahme zum Entwurf einer europäischen Richtlinie zum Umgang mit menschlichen Geweben und Zellen
Stellungnahme Enquete-Kommmission "Ethik und Recht der modernen Medizin"
17 Seiten vom 03.11.03

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