Presse
Pressespiegel 16.-31. März 2005
Anzahl: 163 Artikel, Stand 01.04.05
31. März
Komapatientin Terri Schiavo gestorben
Pinella Park. Fast zwei Wochen nach Abbruch der künstlichen Ernährung ist die US-Komapatientin Terri Schiavo nach Angaben ihrer Eltern gestorben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.03.05
Bitterer Familienstreit bis in den Tod
13 Tage nach Abbruch der künstlichen Ernährung ist die Koma-Patientin Terri Schiavo gestorben. Der Familienstreit um ihr Schicksal beschäftigte die höchsten Gerichte, selbst US-Präsident Bush mischte sich ein. Ehemann Michael Schiavo war in den letzten Minuten an ihrer Seite. Den Eltern Bob und Mary Schindler wurde der Zugang verweigert.
SPIEGEL ONLINE 31.03.05
Fall Schiavo - Bush und Vatikan kritisieren Sterbehilfe
Nach dem Tod der Koma-Patientin Terri Schiavo hat US-Präsident George W. Bush den vor 13 Tage erfolgten Abbruch der künstlichen Ernährung kritisiert. Auch Vertreter der katholischen Kirche griffen die Entscheidungen der Gerichte massiv an: "Ein Tod wurde willkürlich herbeigeführt", sagte ein Sprecher des Papstes.
SPIEGEL ONLINE 31.03.05
Das Ende einer langen Tragödie
Die Wachkoma-Patientin Terri Schiavo ist tot. Nur Stunden nachdem der Oberste Gerichtshof der USA erneut die Wiedereinsetzung der Magensonde verwehrt hatte, starb die 41-Jährige. Die Debatte aber wird weitergehen
Aus Washington Michael Streck
TAZ 31.03.05
Wann wird der Tod zum Freund?
Viele Menschen wollen mit einer Patientenverfügung über ihr Lebensende selbst bestimmen. Was darf, was muss das Gesetz festlegen – und wer entscheidet? Zwei Experten im Streitgespräch
Margot von Renesse und Klaus Kutzer
DIE ZEIT 31.03.2005 Nr.14
Fall Terri Schiavo: Menschenunwürdiges Gezerre hätte vermieden werden können
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 31.03.05
Wenn sich der Nebel lichtet
Während Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA langsam verdurstet, wacht ein junger Mann in Berlin allmählich auf
Von Katja Gerhartz
BERLINER MORGENPOST 31.03.05
Schiavos Eltern mit letzten juristischen Versuchen gescheitert
Pinella Park. Die Eltern der US-Komapatientin Terri Schiavo sind im Kampf um das Leben ihrer Tochter mit ihren letzten juristischen Vorstößen gescheitert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.03.05
"Ihr Tod ist ein alarmierendes Zeichen für den Schutz des Lebens"
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, zum Tod von Terri Schiavo
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 31.03.05
Wohl und Wehe
Sterbehilfe / In Deutschland ist ein kritischerer Umgang mit Patientenverfügungen notwendig
Im Fall Terri Schiavo gab es lauter Ungereimtheiten. Für uns bedeutet das: Bei unklarem Willen muss im Zweifel für das Leben entschieden werden.
Autor: Rainer Beckmann
RHEINISCHER MERKUR Nr. 13, 31.03.2005
Verdurstenlassen von Terri Schiavo war Tötung durch unterlassene Hilfeleistung
Anlässlich des Todes von Terri Schiavo aus Florida, USA, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Beauftragter CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen:
Der qualvolle Hungertod bzw. das Verdurstenlassen der amerikanischen Patientin stellt eine Tötung durch unterlassene Hilfeleistung dar. Terri Schiavo hatte eine schwere Behinderung, aber sie lebte unabhängig von lebenserhaltenden Maschinen und erhielt nur künstliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 31.03.05
Florida: Schwarzer Tag für Terri Schiavo
Bundesberufungsgericht und Oberster Gerichtshof erneut gegen Terri Schiavo - Auch die "Mission" von Jesse Jackson ist offensichtlich gescheitert
KATH.NET 31.03.05
Pavone: 'Seine herzlose Grausamkeit dauerte bis zum letzten Moment'
Der Vorsitzende von "Priests for Life" übt heftige Kritik am Ehemann von Terri - Pavone war bis kurz vor Terri´s Tod an ihrem Sterbebett und wurde dann vom Ehemann Michael Schiavo hinaus geworfen - auch den Eltern wurde der Zutritt verweigert
KATH.NET 31.03.05
Tod von Terri: Republikaner kündigen liberalen Richtern den Kampf an
Kardinal Martino: Nichst anderes als Mord - US-Präsident, Florida-Governor und Vatikan-Sprecher Navarro-Valls bestürzt - Republikaner-Führer Tom DeLay: Verantwortlichen Männer müssen für ihre Verhalten gerade stehen
KATH.NET 31.03.05
Terri Schiavo: Im Zweifel für das Leben
Mit der letzten Ölung und dem Morphin-Tropf an Ostern ist ihr Schicksal besiegelt. Niemand weiß, ob sie so einen Tod gewollt hat - Ein Kommentar von Privatdozent Dr. med. Andreas Zieger, Facharzt für Neurochirurgie
KATH.NET 31.03.05
Neuer Hoffnungsschimmer für Eltern von Koma-Patientin
US-Berufungsgericht befaßt sich mit Fall Schiavo
Pinellas Park - Die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo haben in ihrem bislang erfolglosen juristischen Kampf um das Leben ihrer Tochter einen überraschenden Teilerfolg errungen:
DIE WELT 31.03.05
Terri Schindler-Schiavo Foundation
Hier gibt es die wohl umfassendste Webseite zu Terri Schiavo
http://www.blogsforterri.com/
Empörung über Regierungspläne
Großbritannien: Kardinal kritisiert Vorschläge zur Embryonenforschung
London (DT/KAP) Die katholische Kirche in Großbritannien hat sich erneut gegen eine weitere Liberalisierung der Embryonenforschung gewandt.
DIE TAGESPOST vom 31.03.2005
Etwas Gott ist nötig
Die Briten erregen sich über Abtreibungen und Teenager-Sex: Im Wahlkampf geht es plötzlich um Werte
Von Jürgen Krönig
DIE ZEIT 31.03.2005 Nr.14
Barcodes verhindern Verwechslungen bei künstlicher Befruchtung
Bei Vertauschungen wird automatisch Alarm ausgelöst
PRESSETEXT.AUSTRIA 31.03.05
Thüringen soll Pflegeheime weiter fördern
ERFURT (dür). Den beabsichtigten Rückzug des Landes aus der Förderung der Pflegeheime kritisieren die Thüringer Ersatzkassenverbände als unverantwortlich.
Ärzte Zeitung, 31.03.2005
30. März
Schiavos Eltern ziehen für ihre Tochter doch noch einmal vor Gericht
Pinellas Park. Wider Erwarten haben die Eltern der US-Komapatientin Terri Schiavo doch noch einen Versuch unternommen, vor Gericht die Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung ihrer im Sterben liegenden Tochter zu erzwingen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.03.05
Extremsituationen erfordern Ja zum Leben
Der Fall Terri Schiavo beschäftigt die deutschen Bischöfe – Euthanasie und Sterbehilfe Themen der Osterpredigten
München/Würzburg (DT/KNA) Die deutschen Bischöfe haben in ihren Osterpredigten den hohen Wert des menschlichen Lebens unterstrichen.
DIE TAGESPOST vom 30.03.2005
Bloßes Theater
Warum George W. Bush mit seinem Versuch, den Fall Terri Schiavo politisch zu instrumentalisieren, scheitern musste
TAZ 30.03.05
Für die Entscheidung über das Schicksal Terry Schiavos würde es auch in Deutschland keine gute Lösung geben
Von Nicola Siegmund-Schultze
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
Studie: Deutsche Bevölkerung befürwortet Patientenverfügung
Bertelsmann Stiftung: Ärzte und Versicherte mit unterschiedlicher Meinung zur Sterbehilfe
Der Fall der Wachkomapatientin Terri Schiavo hat der Diskussion um Sterbehilfe und Patientenverfügung auch in Deutschland neue Nahrung gegeben. Der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zeigt die Meinung von Ärzten und Versicherten zu diesen Themen.
PRESSEMITTEILUNG Bertelsmann Stiftung 30.03.05
Umfrage: Deutsche befürworten Patientenverfügung
Gütersloh. Die Meinung von Ärzten und Versicherten zum Thema Patientenverfügung und Sterbehilfe hat der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung untersucht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.03.05
Glücklich trotz Krankheit oder Behinderung
Einschränkung macht neuer Studie zufolge nur anfangs depressiv - Langfristig kehrt "normale" Stimmung zurück
von Dörte Saße
Ann Arbor - Eine schwere Behinderung oder chronische Krankheit würde, so glauben viele Menschen, sie auf immer unglücklich machen.
DIE WELT 30.03.05
Internisten fordern: Nur Spendewillige sollen selbst Organe bekommen
Wer keine Organe spenden will, soll nach Meinung des Ärztefunktionärs Manfred Weber im Notfall auch selbst keine bekommen. Der Mangel an Spenderorganen kostet in Deutschland täglich zwei Menschenleben.
SPIEGEL ONLINE 30.03.05
"Mehr als bizarr"
Deutschland zahlt für europäische Forschungsprojekte, die hierzulande verboten sind. Und bis eine Entscheidung zur Stammzellenfrage getroffen werde, sei der Zug für die Wissenschaft längst abgefahren, sagt der renommierte Stammzellenforscher Oliver Brüstle
von Ulli Kulke
Oliver Brüstle, Deutschlands prominentester Fürsprecher der Forschung an embryonalen Stammzellen, kritisiert im WELT-Interview die deutsche Forschungspolitik in diesem Bereich. Mit Brüstle sprach Ulli Kulke.
DIE WELT 30.03.05
Frauen bekommen immer später ihr erstes Kind
Durschnittsalter der Erstgebärenden ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich nach oben gegangen
MAGDEBURG (zie). Erstgebärende werden immer älter. Das ist das Fazit von Professor Jürgen Kleinstein, Direktor der Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie der Universitätsklinik Magdeburg.
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
Erstmals palliativmedizinisches Curriculum für Pädiater entwickelt
Kinder gehen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen anders um als Erwachsene. Darauf sollen sich Pädiater jetzt besser vorbereiten können. Foto: dpa
Von Raimund Schmid
Zum ersten Mal ist in Deutschland jetzt ein übergeordnetes Konzept für die Palliativversorgung schwer kranker oder sterbender Kinder und Jugendlicher entwickelt worden.
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
Gentherapie-Studie bei ALS soll noch in diesem Jahr starten
Eingeschleuste Nukleinsäure schaltet defektes Gen ab / Genfähre enthält zusätzlich ein intaktes Gen für das Enzym Superoxiddismutase
Von Nicola Siegmund-Schultze
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
Medizinethiker Linus Geisler erhält hohen Preis
MANNHEIM (ag). Professor Linus Geisler, medizinischer Sachverständiger in der Enquête-Kommission des Bundestages "Ethik und Recht der modernen Medizin", ist von der Sokratischen Gesellschaft in Mannheim mit der "Goldenen Eule" ausgezeichnet worden,
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
29. März
Leben lassen oder sterben lassen?
Darf Terri Schiavo nun sterben nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes? Oder muss sie sterben, wird sie gar umgebracht? Das ist eine Frage der Optik, die die Bevölkerung nicht nur in den USA spaltet.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 29.03.05
Ehemann will US-Komapatientin Schiavo nach Tod obduzieren lassen
PINELLAS PARK. Die im Sterben liegende US-Komapatientin Terri Schiavo soll nach ihrem Tod obduziert werden, um Klarheit über den Zustand ihres Gehirns zu schaffen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05
Kirchenvertreter plädieren an Ostern erneut für den Schutz des Lebens
BERLIN. Mit Blick auf den Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA haben deutsche Kirchenvertreter auch an Ostern für den Schutz des Lebens plädiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05
Bessere Vorhersage der Prognose von Koma-Patienten
CHICAGO. Ob und wann Patienten mit einer schweren Hirnverletzung aus dem Koma erwachen, ist auch für Experten im Einzelfall schwer zu beurteilen. Ein neuer Test, der im Journal of Rehabilitation Research and Development 2005; 42: 1-18 und 19-28) vorgestellt wurde, verspricht eine Vorhersage mit hoher Sicherheit.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05
Australien erlaubt verbrauchende Embryonenforschung
Canberra - Verbrauchende Embryonenforschung ist künftig in Australien unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
DIE WELT 29.03.05
Presse: Australien will Regelungen für Stammzellenforschung lockern
SYDNEY. Australien will Medienberichten zufolge die Forschung an embryonalen Stammzellen in bestimmten Bereichen erleichtern.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05
Ein Schopf voller Stammzellen
WASHINGTON - Der eigene Haarschopf könnte Patienten jene Stammzellen liefern, die nach Meinung von Medizinern einmal Leiden wie die Parkinsonsche und die Alzheimer-Krankheit heilen könnten.
SWISSINFO 29.03.05
Nervenzellen aus Stammzellen von Haarfollikeln gewonnen
Neuer Ansatz zur Behandlung von Glatzen
PRESSETEXT.AUSTRIA 29.03.05
Ärzte in NRW bauen neues Palliativnetz auf
DÜSSELDORF (iss). In Nordrhein-Westfalen wird die häusliche Versorgung sterbender und schwerkranker Patienten ausgebaut. Im Zentrum des "Palliativkonzepts NRW" steht die Betreuung der Patienten durch niedergelassene Haus- und Fachärzte.
Ärzte Zeitung, 29.03.2005
27. März
Christliche Kirchen lehnen Sterbehilfe ab
In zahlreichen Osterpredigten war der Fall Terri Schiavo heute auch in Deutschland Thema. Die christlichen Kirchen lehnen die Entscheidung für aktive Sterbehilfe strikt ab. Es sei keine Lösung, Menschen schneller in den Tod zu befördern.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05
Terris Eltern geben auf
Das Schicksal von Terri Schiavo ist besiegelt: Nach einer weiteren Niederlage im Rechtsstreit um die künstliche Ernährung der Koma-Patientin verzichten die Eltern der 41-Jährigen auf eine nochmalige Anrufung des Obersten Gerichts Floridas.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05
Komafall Schiavo: Heilige Kommunion löst neuen Zwist aus
Der Streit zwischen den Eltern der Komapatientin Terri Schiavo und ihrem Ehemann nimmt kein Ende. Nachdem die Schindlers ihr juristisches Ringen um eine Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung aufgegeben haben, werfen sie Michael Schiavo jetzt vor, er verweigere seiner Frau die Heilige Kommunion.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05
Komapatientin Terri Schiavo liegt im Sterben
Vater: "Ihre letzten Stunden sind angebrochen." Heftige Debatte
Die Aussichten der amerikanischen Wachkomapatientin Terri Schiavo, weiterleben zu dürfen, haben sich am Ostersamstag drastisch verschlechtert.
WELT AM SONNTAG 27.05.05
"Komapatienten haben keine Lobby"
Spürt Terri Schiavo wirklich nichts mehr? Die Angehörigen deutscher Betroffener glauben das nicht. Sie erleben es anders
WELT AM SONNTAG 27.05.05
26. März
"Terri kämpft höllisch"
Die Eltern der amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo haben ihre letzte Niederlage vor Gericht erlitten. Nachdem ein Bezirksrichter in Florida einen erneuten Antrag der Schindlers zurückgewiesen hat, erklärten diese, keine Gerichte mehr anzurufen. Ihre Hoffnung ist nun, dass Floridas Gouverneur Bush doch noch einschreitet.
SPIEGEL ONLINE 26.03.05
Terry Schiavo wird sterben
Oberstes Gericht beschäftigt sich nicht mit Fall der Wachkomapatienten - Umfragen zeigen Zustimmung zu Justiz
von Torsten Krauel
DIE WELT 26.03.05
Showdown vor dem Krankenhaus?
Florian Rötzer
Trotz aller politischen Bemühungen haben die Gerichte von Florida im aufgeheizten Fall der Koma-Patientin Terry Schiavo am "Recht auf Sterben" festgehalten - Gouverneur Jeb Bush hatte angeblich sogar einen Konflikt zwischen Polizisten des Landes und der Kommune riskiert
TELEPOLIS 26.03.05
Fall Schiavo: Debatte um Patientenwillen
Sterben durch Verhungern und Verdursten: Dürfen Menschen verfügen, wie weit im Ernstfall ärztliche Hilfe gehen soll?
Würzburg (kgm/KNA) Wann beginnt menschliches Leben – und wann endet es? Wer gilt als Toter – wer nicht? Der Fall der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo in den Vereinigten Staaten hat auch in Deutschland eine lebhafte Debatte ausgelöst.
DIE TAGESPOST vom 26.03.2005
25. März
Fall Schiavo: Debatte um Patientenwillen
Sterben durch Verhungern und Verdursten: Dürfen Menschen verfügen, wie weit im Ernstfall ärztliche Hilfe gehen soll?
Würzburg (kgm/KNA) Wann beginnt menschliches Leben – und wann endet es? Wer gilt als Toter – wer nicht? Der Fall der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo in den Vereinigten Staaten hat auch in Deutschland eine lebhafte Debatte ausgelöst.
DIE TAGESPOST vom 25.03.2005
Kampf geht weiter
Der Kampf um das Leben von Terri Schiavo geht unvermindert weiter, obwohl bisher kein positiver Entscheid eines Gerichtes gefällt wurde.
KATH.NET 25.03.05
Fall Schiavo löst neue Debatte um Patientenverfügungen aus
Angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung verteidigt
DIE WELT 25.03.05
Medizingeschichte(n): Euthanasie – „Ballastexistenzen“
Schott, H.
Der Begriff „Euthanasie“ (wörtlich: schöner beziehungsweise guter Tod) tauchte bereits in der Antike auf.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 12 vom 25.03.2005, Seite A-833
Postmortale Organspende: Hilfe für die Angehörigen
Klinkhammer, Gisela
Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ ging unter anderem der Frage nach, ob es Defizite bei der Umsetzung der geltenden Regelungen gibt.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 12 vom 25.03.2005, Seite A-806
Preisvergabe an Ian Wilmut: Biopolitisches Signal
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Als erfolgreich eingehen wird das Jahr 2005 in Ian Wilmuts Lebenslauf bereits jetzt. Im Februar erhielt der Schöpfer des Klonschafes „Dolly“ von den Briten die Erlaubnis zum Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken. Und im März verliehen ihm die Deutschen einen der renommiertesten internationalen Medizinpreise: den mit 100 000 Euro dotierten Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstädter-Preis.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 12 vom 25.03.2005, Seite A-789
Arzthaftungsrecht: Die Relevanz medizinischer Leitlinien nimmt zu
Die Behandlungsrichtlinien der Fachgesellschaften werden vor Gericht immer mehr zum Maßstab für ärztliches Handeln.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 12 vom 25.03.2005, Seite A-814
‚Rasterfahndung im Mutterleib ist Verlust elementarer Humanität’
Kardinal Schönborn und Abgeordneter Huainigg kritisieren Tendenz zur Ausmerzung behinderten Lebens - Gesellschaft, die Eugenik praktiziert, "lässt das Schlimmste befürchten".
KATH.NET 25.03.05
24. März
Gericht lehnt staatliche Obhut für Schiavo ab
Floridas Gouverneur Bush wollte das Sorgerecht des Bundesstaats für die Koma-Patientin erwirken. Zuvor scheiterten ihre Eltern vor dem Obersten Gericht. Schiavo bleibt nun wenig Lebenszeit
DIE WELT 24.03.05
Auch Oberstes Gericht der USA weist Antrag von Schiavos Eltern ab
WASHINGTHON. Im Kampf um das Leben ihrer Tochter sind die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo nun auch vor dem Obersten Gerichtshof
der USA gescheitert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.05
Der Fall Schiavo: Floridas Gouverneur beantragt Sorgerecht
Jeb Bush will, dass die Komapatientin Terri Schiavo wieder künstlich ernährt wird. Doch Ehemann und Gerichte stehen dagegen
ZEIT.de, 24.03.2005
Das Oberste Gericht muß über Schiavo befinden
Eltern scheitern auch vor US-Berufungsrichter damit, ihre Tochter im Wachkoma zwangsernähren zu lassen
von Torsten Krauel
DIE WELT 24.03.05
Tod von Terri Schiavo absehbar
Die Eltern der Komapatientin rufen nach mehreren juristischen Niederlagen erneut das Bundesberufungsgericht an. Rechtsexperten sehen jedoch keinerlei Chancen mehr
DIE WELT 24.03.05
"In Zweifelsfällen hat die Erhaltung des Lebens Vorrang"
Der mutmaßliche Wille der US-amerikanischen Wachkoma-Patientin Terri Schiavo ist nicht einwandfrei zu ermitteln, sagt Bundesärztekammer-Chef Jörg-Dietrich Hoppe.
Von Jörg-Dietrich Hoppe
Ärzte Zeitung, 24.03.2005
Fälle wie Schiavo gibt es auch bei uns
Berlin. „Wer behauptet, ein Schiavo-Fall sei in Deutschland nicht möglich, kennt sich in der gegenwärtigen Rechtsprechung nicht aus. In Deutschland ist bereits künstliche Ernährung einer schwerstkranken Patientin eingestellt worden, ohne dass sie sich jemals eindeutig dazu geäußert hat.“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 24.03.05
Deutschland: Fall Schiavo heizt Debatte um Patientenverfügungen an
Darf man eine Wachkoma-Patientin verdursten und verhungern lassen?
KATH.NET 24.03.05
Zypries verteidigt Gesetzentwurf zur Patientenverfügung
BERLIN. Angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung verteidigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.05
Würdevolles Sterben: Hintergründe einer Debatte
WEB.DE 24.03.05
Geplante Patientenverfügung "sehr gefährlich"
Interview mit Hubert Hüppe
Der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Hubert Hüppe (CDU), hat das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Patientenverfügung kritisiert.
DEUTSCHLANDRADIO 24.03.05
"Beihilfe zum Suizid"
Inteview mit Markus Zimmermann-Acklin
Moderation: Beatrix Novy
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat auch in Europa die Debatte um die Sterbehilfe angefacht. Dabei wird Sterbehilfe ganz unterschiedlich diskutiert und praktiziert. Entscheidend seien die kulturellen Hintergründe in den einzelnen Ländern, meint Markus Zimmermann-Acklin, Sozialethiker an der Universität Luzern.
DEUTSCHLANDFUNK 24.03.05
Irischer Ausschuss zur Reproduktionsmedizin: Nach fünf Jahren noch kein Ergebnis
DUBLIN. In Irland ist ein gesundheitspolitischer Streit zwischen Ärzteschaft, Regierung und Patientenverbänden um die Frage entbrannt, warum ein vor mehr als fünf Jahren eingesetzter Expertenausschuss bislang keinerlei Empfehlungen über die Zukunft der Reproduktionsmedizin in der Republik vorgelegt hat.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.05
OSTERN / Christen feiern Tod und Auferstehung Jesu. Daraus erwachsen unmittelbar politische Konsequenzen
Das Leben ist stärker - Zuversicht muss jetzt wieder Boden gewinnen
Wirtschaftliche Reformbereitschaft gehört ebenso dazu wie ein würdiger Umgang mit dem Sterben.
Von: Wolfgang Huber
RHEINISCHER MERKUR 24.03.05
Sterbehilfe-Debatte: Huber mahnt würdigen Umgang mit Tod an
Bonn (epd). In der aktuellen Debatte um die Sterbehilfe hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, vor einem unwürdigen Umgang mit dem Tod gewarnt.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 24.03.05
Wunschbabys: Eltern entscheiden das Geschlecht ihrer Kinder
Großbritannien plant Novellierung der Gesetzgebung
London - Eltern sollen künftig in Großbritannien das Geschlecht ihres Babys bei einer künstlichen Befruchtung selbst bestimmen können.
PRESSETEXT.AUSTRIA 24.03.05
Briten sollen Geschlecht ihres Kindes wählen können
London (dpa) - Der Wissenschaftsausschuss des britischen Unterhauses hat sich dafür ausgesprochen, dass Eltern bei einer künstlichen Befruchtung das Geschlecht ihres Kindes bestimmen dürfen.
YAHOO NACHRICHTEN 24.03.05
Gefangene der Bürokratie
Kreativität / Kluge Köpfe gibt es hierzulande genug. Doch die Bedingungen für die Umsetzung von Ideen sind schlecht
Autor: Eckart Klaus Roloff
Hubert Markl steht nicht im Ruf, gegen die Forschung anzutreten. Das wäre auch zu verwunderlich. Einer, der wie er Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft wie auch der Max-Planck-Gesellschaft war, hat ein Anwalt der Wissenschaften und des Drangs nach Erkenntnis zu sein. Markl weiß aber auch, dass es in der Forschung so etwas wie eine „Fortschrittsdroge“ gibt.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 12, 24.03.2005
Immer mehr Teenager werden schwanger
KÖLN (ble). Etwa zwölf Prozent aller Mädchen und 15 Prozent der Jungen in Deutschland verzichten beim ersten Geschlechtsverkehr auf Kondom oder Pille. Eine Folge sind rasant steigende Zahlen von Teenager-Schwangerschaften. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will diesem Trend jetzt entgegenwirken.
Ärzte Zeitung, 24.03.2005
Gen-Mais ohne Zulassung verbreitet
In den USA gelangte die Sorte Bt10 zwischen 2001 und 2004 unbeabsichtigt auf Anbauflächen
von Sonja Kastilan
DIE WELT 24.03.05
Streit um Gentechnik: Künast feuert Spitzenbeamten
Abteilungsleiter im Verbraucherschutzministerium in vorzeitigen Ruhestand versetzt - Bundesverband der Pflanzenzüchter protestiert
Von Carsten Fiedler
Berlin - Im Streit um die grüne Gentechnik geht Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) rigoros gegen interne Kritiker vor.
DIE WELT 24.03.05
23. März
Terri Schiavo: 2:1 gegen das Leben
Auch Berufungsgericht spricht sich gegen die künstliche Ernährung von Terri aus - Osservatore Romano: Terri Schiavo das verweigert, was selbst dem "widerlichsten Wesen" aus humanitären Gründen nicht vorenthalten würde
KATH.NET 23.03.05
Richter lehnt Ernährung Schiavos ab
Antrag der Eltern der Komapatientin aus formalen Gründen abgewiesen
Washington - Ein amerikanischer Bundesrichter hat gestern morgen amerikanischer Ostküstenzeit die Wiederaufnahme der Ernährung für die Wachkoma-Patientin Theresa "Terri" Schiavo verweigert.
DIE WELT 23.03.05
US-Bundesrichter lehnt Antrag von Schiavo-Eltern ab
Tampa/Washington (dpa). Die Eltern der amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo sind mit ihrem Dringlichkeitsantrag gescheitert, die künstliche Ernährung ihrer Tochter wieder anzuschließen.
Ärzte Zeitung, 23.03.2005
Koma-Patientin Schiavo: Berufungsgericht lehnt neue Magensonde ab – Diskussion auch in Deutschland
BERLIN. Die Koma-Patientin Terri Schiavo wird nach einer Entscheidung des Bundesberufungsgerichtes in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia keine neue Magensonde erhalten. Einen entsprechenden Antrag der Eltern lehnte das Gericht am 23. März ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.03.05
US-Mediziner attestieren Politikern mangelnden medizinischen Sachverstand im Fall Terri Schiavo
WASHINGTON. Die Tragödie um die seit 15 Jahren im Wachkoma liegende US-Amerikanerin Terri Schiavo bewegt die Menschen und beschäftigt die Juristen. Allen Beteiligten, vor allem aber den Politikern wird von Medizinern im New England Journal of Medicine jetzt fehlender Sachverstand bescheinigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.03.05
Fall Schiavo löst Sterbehilfedebatte in Deutschland aus
Das juristische Gezerre um die Koma-Patientin Terri Schiavo spaltet die USA: Sterbehilfe-Gegner fordern, die Schwerkranke müsse weiterhin künstlich ernährt werden. Das haben Gerichte jedoch abgelehnt. Nun bricht die Debatte über Sterbehilfe auch in Deutschland los.
SPIEGEL ONLINE 23.03.05
Wir brauchen Information und Aufklärung, keine Sterbehilfedebatte
Dortmund. „Der Fall Terri Schiavo zeigt, dass schriftliche Patientenverfügungen absolut notwendig sind. Denn nur so können sich Patienten vor Mutmaßungen und Willkür Dritter schützen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 23.03.05
Terris Eltern geben nicht auf
Bundesberufungsgericht lehnt Eilantrag auf Wiedereinsetzung der Magensonde ab. Eltern der Koma-Patientin kündigen erneut Berufung an
DIE WELT 23.05.03
Fast wie im richtigen Kino
Bei der Berichterstattung über die Komapatientin Terri Schiavo verlieren die privaten TV-Sender jede Scham
Feste in Berlin, auf denen Medien und Politik zusammentreffen, können sehr lustig sein. Praktisch sind sie allemal, jedenfalls für Reporter. Bei keiner anderen Gelegenheit lassen sich in so netter, entspannter Atmosphäre mal eben ein paar Zitate abgreifen zu irgendeinem Thema, das gerade Schlagzeilen macht. Beispielsweise der Fall der Komapatientin Terri Schiavo, über deren Recht auf Leben oder Tod derzeit Familie, Gerichte und Politiker in den USA streiten.
TAZ 23.03.05
EKD-Ratsvorsitzender stellt Empfehlung für Patientenverfügungen vor
Berlin (epd). In einer Stellungnahme zu Patientenverfügungen räumt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dem Selbstbestimmungsrecht von Patienten einen hohen Stellenwert ein.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 23.03.05
EKD-Vizepräsident: Patientenverfügungen sollten gestärkt werden
Berlin (epd). Mit Blick auf den Streit um die US-amerikanische Wachkoma-Patientin Terri Schiavo hat sich der EKD-Vizepräsident Hermann Barth dafür ausgesprochen, künstliche Ernährung nicht gegen den erklärten Willen von Patienten fortzusetzen.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 23.03.05
Machen Integrationsverträge Palliativstationen überflüssig?
Von Christian Beneker
Erstmalig in Deutschland haben Kassen, KV und Landesregierung Niedersachsens eine flächendeckende Untersuchung zur palliativ-medizinischen Versorgung ihres Bundeslandes erstellen lassen: "Palliativversorgung in Niedersachsen - Bestandsaufnahme und Empfehlungen zur Weiterentwicklung".
Ärzte Zeitung, 23.03.2005
Sozialistische Partei in Portugal für Referendum zu Abtreibungen
LISSABON. Die Portugiesen sollen nach dem Willen der regierenden sozialistischen Partei noch einmal über ein liberaleres Abtreibungsrecht abstimmen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.03.05
Kinderwunsch nach Sterilisation - Kasse zahlt nicht
KASSEL (mwo). Die Gesetzlichen Krankenkassen müssen nach einer freiwilligen Sterilisation keine künstliche Befruchtung bezahlen. Diese sei nur dann eine Kassenleistung, "wenn der Kindeswunsch ungewollt nicht erfüllt werden kann", urteilte gestern das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.
Ärzte Zeitung, 23.03.2005
Angeblicher Vater muß einem Vaterschaftstest zustimmen
ZWEIBRÜCKEN (dpa). Ein mutmaßlich leiblicher Vater kann nicht gezwungen werden, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen. Das entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken.
Ärzte Zeitung, 23.03.2005
Teenager-Schwangerschaften vermeiden
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt neues Medienpaket für Beratungskräfte zur Prävention von Schwangerschaften bei Minderjährigen vor
PRESSEMITTEILUNG BzgA 23.03.05
22. März
Um Leben und Tod
Das zuständige US-Bundesgericht aus Florida folgt den bisherigen Justizentscheidungen und hat entschieden, die Komapatientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernähren zu lassen. Die Berufung wurde erst durch ein Eilgesetz möglich, das Präsident George Bush in der Nacht zuvor unterzeichnete. Wie eine tragische Geschichte zum Politikum wurde
Von Christian Küttler für ZEIT.de
ZEIT.de, 22.03.2005
Zwischen Patienten-Autonomie und Fürsorgeverpflichtung
Von Hanno Kautz
Es soll ein Versuch sein, die Extrempositionen im Streit um Reichweite, Grenzen und Form von Patientenverfügungen miteinander zu verbinden.
Ärzte Zeitung, 22.03.2005
Tragödie um Terri Schiavo geht weiter
Von Bill Clinton ernannter Bundesrichter entscheidet gegen das Leben von Terri - Künstliche Ernährung wird vorerst nicht wieder aufgenommen - Terri seit mehr als 91 Stunden ohne Wasser und Nahrung
KATH.NET 22.03.05
Koma-Patientin bleibt ohne Nahrung
Das Berufungsgericht von Atlanta hat entschieden, dass die Koma-Patientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernährt werden soll. Das Gericht lehnte mit 2 zu 1 Stimmen den Eilantrag von Schiavos Eltern ab, die vor fünf Tagen entfernte Magensonde zur künstlichen Ernährung der 41-Jährigen wieder einzusetzen.
SPIEGEL ONLINE 22.03.05
Gericht lehnt Zwangsernährung für Koma-Patientin Schiavo ab
Die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo haben den Kampf um das Leben ihrer Tochter anscheinend verloren: Ein Bundesrichter in Florida entschied, dass die künstliche Ernährung nicht wieder aufgenommen wird. Bleibt es dabei, wird Schiavo binnen weniger Tage verdursten. Ihre Eltern haben bereits Berufung eingelegt.
SPIEGEL ONLINE 22.03.05
Schiavos Schicksal bewegt Deutschland
EKD-Präses Wolfgang Huber kritisiert US-Entscheidung im Fall der amerikanischen Wachkoma-Patientin
von Katja Gerhartz
Berlin - Das Schicksal der amerikanischen Wachkoma-Patientin Terri Schiavo hat die Debatte um die künftige rechtliche Anerkennung von Patientenverfügungen zum Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen in Deutschland neu angestoßen.
DIE WELT 22.03.05
Bush unterzeichnet Gesetz zur Lebensverlängerung
Fall soll erneut juristisch untersucht werden
von Torsten Krauel
Washington - Mit einer Mehrheit von 203 zu 58 Stimmen verabschiedete das amerikanische Abgeordnetenhaus am Montag kurz nach Mitternacht ein Eilgesetz des Kongresses.
DIE WELT 22.03.05
Unklare Rechtlage bei der Patientenverfügung
Interview mit René Röspel, Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin
Moderation: Doris Simon
Der Fall um die Wachkomapatientin Terri Schiavo hat in den USA die Gemüter bewegt. Auch in Deutschland ist die Rechtslage um die Anwendung von Patientenverfügungen nicht klar. René Röspel, Vorsitzender der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin, hofft aber, dass hier bald eindeutigere Regelungen gefunden werden.
DEUTSCHLANDUNK 22.03.2005
Ärzte lehnen Sterbehilfe ab
Fall Schiavo entfacht Debatte über Patientenverfügungen in Deutschland neu / Wachkoma-Patientin wird nicht künstlich ernährt
Sigrid Averesch und Jörg Michel
BERLINER ZEITUNG 22.03.05
Evangelische Kirche veröffentlicht Überlegungen zur Patientenverfügung
Berlin. „Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht“ hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.05
Prozess gegen Plastinator von Hagens wegen Titelmissbrauchs
HEIDELBERG. Der Leichenplastinator Gunther von Hagens steht seit 22. März vor dem Amtsgericht Heidelberg, weil er ohne Berechtigung den Titel eines Professors geführt haben soll.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.05
Bundessozialgericht: Urteil zu künstlicher Befruchtung
KASSEL. Wer sich freiwillig sterilisieren lässt, kann von seiner gesetzlichen Krankenkasse später keine künstliche Befruchtung mehr bezahlt bekommen. Das entschied am 22. März das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.05
"Ich kann das Kind nicht kriegen"
Die Bonner Psychiaterin und Gynäkologin Anke Rohde kann die Indikation zur Spätabtreibung stellen. Voraussetzung: bleibende psychische Schäden
Aus Bonn Lutz Debus
TAZ 22.03.05
Zehn Prozent aller Medikamente sind gefälscht
Gewürze als Antibiotikum oder Weizenmehl zur Verhütung: Besonders Entwicklungsländer sind betroffen
von Thilo Resenhoeft
DIE WELT 22.03.05
21. März
USA: Eilgesetz für Terri Schiavo verabschiedet
Innerhalb weniger Stunden haben sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat zugestimmt - US-Präsident Bush hat bereits in der Nacht das Gesetz unterzeichnet
KATH.NET 21.03.05
Ringen um Komapatientin
Bush und Kongreß wollen Extra-Gesetz für Terri Schiavo
WASHINGTON (dpa). In einem Wettlauf mit der Zeit wollen der republikanisch beherrschte US-Kongreß und Präsident George W. Bush nun das Leben der Komapatientin Terri Schiavo durch ein neues Gesetz retten.
Ärzte Zeitung, 21.03.2005
Streit über US-Kongress-Entscheidung entbrannt
Über das außergewöhnliche Eingreifen des US-Kongresses und des Präsidenten in einen Sterbehilfe-Prozess ist in den USA eine heftige Debatte entbrannt. Kritiker prangerten das Verhalten des Kongresses als eklatanten Verstoß gegen die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung an.
FTD FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 21.03.05
Sterbehilfe-Debatte: "Dies ist ein trauriger Tag für Terri"
Der Rechtsstreit um das Schicksal der amerikanischen Koma-Patientin Terri Schiavo ist beispiellos. Nun soll ein Bundesgericht in einer Anhörung über Leben oder Tod der Kranken entscheiden. Viele Sterbehilfe-Gegner bejubeln diese Entwicklung, doch der Ehemann der Kranken sieht darin keinen Grund zur Freude - im Gegenteil.
SPIEGEL ONLINE 21.03.05
Zum Fall der Wachkoma-Patientin Schiavo in den USA
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA kann mit dazu beitragen, dass auch in Deutschland eine breite gesellschaftliche Diskussion über Fragen der Selbstbestimmung am Ende des menschlichen Lebens geführt wird.
PRESSEMITTEILNG Bundesärztekammer 21.03.05
Wachkomapatientin Schiavo hat Anspruch auf Ernährung
Zu den Auseinandersetzungen um die Wachkomapatientin Terri Schiavo aus Florida, USA, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Beauftragter CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen:
Die amerikanische Wachkoma-Patientin ist ein Mensch mit einer Behinderung. Sie lebt unabhängig von lebenserhaltenden Maschinen und ist nur auf künstliche Nahrungszufuhr angewiesen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 21.03.05
Chronologie zum Schicksal von Terri Schiavo
Der Rechtsstreit um das Leben der Komapatientin Terri Schiavo währt seit mehr als 15 Jahren und beschäftigte an die 20 Gerichte.
NETZEITUNG.DE 21.03.05
Selbstbestimmung und Fürsorge - EKD zur Diskussion über Patientenverfügungen
Zu recht verstandener Fürsorge gehöre auch die Achtung vor der Selbstbestimmung eines Patienten, stellt die Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in ihrem Beitrag zu „Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht“ fest. Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Kammer, Professor Wilfried Härle (Heidelberg) stellen am heutigen Montag, 21. März, den Text „Sterben hat seine Zeit“ in Berlin vor.
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Kirche in Deutschland EKD 21.03.05
Sterben hat seine Zeit - Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht
Ein Beitrag der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland
EKD-Texte 80, 28 Seiten, März 2005
Umstrittener Ausweg aus dem Stammzellen-Dilemma
Stammzellen ließen sich auch ohne den Tod des Embryos gewinnen
Von Michael Lange
Medizin. - Seit drei Jahren treibt kaum ein Wissenschaftsthema Öffentlichkeit und Politik in Deutschland so sehr um wie embryonale Stammzellen. Sie gelten als einerseits als Gral zur Therapie bislang unheilbarer Leiden, andererseits werden aus Spender-Embryos gewonnen, die zum Tode verurteilt sind - ein klassisches, ethisches Dilemma. Ein Ausweg wäre aber, wenn die Embryos Stammzellen liefern könnten, ohne selbst dabei zu sterben, meint ein renommierter Kölner Wissenschaftler - und sorgt für Kontroversen.
DEUTSCHLANDFUNK 21.03.05
Neue Herzklappe aus eigenen Zellen
Wissenschaftler züchten im Labor natürliche Gewebe, um geschädigte Bereiche des Körpers zu regenerieren
von Silvia von der Weiden
DIE WELT 21.03.05
Der schwarze Tod: Pest oder Ebola?
Gendefekt schützt vor Schwarzem Tod und Aids
Andrea Naica-Loebell
TELEPOLIS 21.03.2005
Union scheitert mit Vorstoß für DNA-Tests
BERLIN (dpa). Bundestag und Bundesrat haben am vergangenen Freitag einen Gesetzesantrag der Union für DNA-Tests abgelehnt. Ziel der Union war es, den genetischen Fingerabdruck mit dem herkömmlichen Fingerabdruck in der Strafverfolgung gleichzustellen.
Ärzte Zeitung, 21.03.2005
Kirchenzeitung: 'Grüne und SPÖ wegen Abtreibungsfrage unwählbar?'
Leitartikel des Chefredakteurs der Tiroler Kirchenzeitung kritisiert Pro-Abtreibungshaltung von GRÜN und ROT - Aufregung bei Tiroler Tageszeitung und Politikern - KIRCHE: "Es wird lediglich eine bedauerliche Skandalisierung versucht"
KATH.NET 21.03.05
Sarah Connor: 'Ich sollte mein Baby für die Karriere abtreiben'
Die bekannte deutsche Sängerin kritisiert ihr musikalisches Umfeld, das ihr eine Abtreibung einreden wollte - "Ich finde, wir sollten uns alle in diesem Geschäft den Respekt vor dem Leben erhalten."
KATH.NET 21.03.05
20. März
Designer Babys
In England wird man bald das Geschlecht seines Kindes auswählen können - Das britische Unterhaus legt kontroverse Beschlüsse zur Genforschung vor
Von Jürgen Krönig für ZEIT.de
Die Zunft der Genforscher in Deutschland wie anderen Ländern Europas dürfte mit Neid auf die britischen Kollegen schauen.
ZEIT.de, 20.03.2005
US-Präsident Bush möchte das Leben von Terri Schiavo retten
Bereits am Montag soll ein neues Gesetz verabschiedet werden, welches den Eltern das Recht gibt, die Zwangsernährung ihrer Tochter bei einem Bundesgericht einzuklagen - Bush wird Gesetz sofort unterzeichnen
KATH.NET 20.03.05
19. März
"Es war ein friedlicher Vorgang"
Nach einem dramatischen Tauziehen bis zur letzten Minute ist die künstliche Ernährung der Komapatientin Terri Schiavo in Florida eingestellt worden. Doch das Ringen um Leben oder Tod der 41-Jährigen geht weiter.
SPIEGEL ONLINE 19.03.05
18. März
Drama um Komapatientin spitzt sich zu
Es ist eine Entscheidung auf Leben und Tod: In Florida kämpfen Angehörige, Juristen und Politiker eine erbitterte Schlacht um das Leben und Sterben der Komapatientin Terri Schiavo. Ein Richter ordnete jetzt an, die künstliche Nahrungszufuhr der schwer Kranken abzustellen. Bliebe es dabei, wird die Frau verhungern und verdursten.
SPIEGEL ONLINE 18.03.05
Sterbehilfe für Komapatientin legal
Höchstes US-Gericht weist Antrag ab, Ernährungsstopp einer Komapatientin zu verbieten. Ehemann kann seit gestern Abend lebenserhaltende Schläuche entfernen lassen. Die letzte Möglichkeit des Kongresses zum Einspruch ist gescheitert
Aus Washington Michael Streck
Das juristische und politsche Tauziehen um Leben und Tod einer Komapatientin in Florida dürfte Freitagnacht zu einem vorläufigen Ende gekommen sein.
TAZ 18.03.05
Exit gegen Stöhlker
Ehrverletzungsklage nach einer Sendung auf Tele Züri
Der PR-Berater Klaus J. Stöhlker hat sich am Donnerstag am Bezirksgericht Zürich wegen übler Nachrede verantworten müssen. Die Sterbehilfeorganisation Exit und ihr Pressechef Andreas Blum werfen Stöhlker vor, während einer Sendung von «Sonn- Talk» auf Tele Züri unwahre und ehrverletzende Aussagen gemacht zu haben.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 18.03.05
Antidiskriminierung: Steinbrück läßt seine Zustimmung im Bundesrat offen
Anm.: Im zweiten Abschnitt geht es um die Äußerungen des Kanzlers zum therapeutuischen Klonen in der regierungserklärung un dem Widerspruch aus der Fraktion.
DIE WELT 18.03.05
"Lebend-Organspende sollte Ausnahme bleiben!"
Bundesärztekammer-Präsident Hoppe warnt vor Risiken / Bundestags-Enquete-Kommission legt Zwischenbericht vor
BERLIN (fuh). Lebend-Organspenden sollten in Deutschland die absolute Ausnahme bleiben. Diese Auffassung hat Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe mit Blick auf einen gestern vorgelegten Zwischenbericht der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" zu Lebendspenden vertreten.
Ärzte Zeitung, 18.03.2005
Zypries begrüßt Ablehnung der Unionsinitiative zu DNA im Bundesrat
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung mehrheitlich den von den unionsregierten Bundesländern Bayern, Hessen, Thüringen, Hamburg und Saarland eingebrachten Entwurf zur Gleichstellung des genetischen Fingerabdrucks mit dem herkömmlichen Fingerabdruck im Strafverfahren abgelehnt, obwohl die sogenannten B-Länder in der Länderkammer über die Mehrheit der Stimmen verfügen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 18.03.05
Deklaration von Helsinki: Standard ärztlicher Ethik
Richter, Christoph; Bussar-Maatz, Roswitha
Die Deklaration von Helsinki ist abrufbar unter www.aezteblatt. de/plus1105 (dazu auch DÄ, Heft 7/2002).
Plädoyer für eine klare und einheitliche Richtlinie zur Anwendung der Deklaration
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 11 vom 18.03.2005, Seite A-730
Deklaration von Helsinki: Standard ärztlicher Ethik
Hier gibt es die Deklaration von Helsinki im PDF-Format
Vage Versprechen für die Zukunft
Von Stammzellen werden heute wahre Wunder erwartet, für die unzählige Embryonen mit dem Leben bezahlen – Leukämie-Kranke jedoch dürfen auf eine ethisch unbedenkliche Hilfe hoffen
Von Hans-Bernhard Wuermeling
DIE TAGESPOST vom 18.03.2005
Betreuungsrecht wird modernisiert
Das Zweite Betreuungsrechtsänderungsgesetz hat heute auch den Bundesrat passiert. Die Vorschriften werden zum 1. Juli 2005 in Kraft treten.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 18.03.05
17. März
Präimplantationsdiagnostik ist Selektion
Union gegen FDP-Antrag
Anlässlich der heutigen Debatte zur Präimplantationsdiagnostik erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen und stv. Vorsitzende der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Hubert Hüppe, MdB:
Präimplantationsdiagnostik (PID) untersucht menschliche Embryonen auf erbliche Eigenschaften, sie ist Selektion. Ziel der PID ist, menschliches Leben zu töten, weil es krank oder behindert ist.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MDB, CDU, 17.03.05
Verbot von PID ist richtig!
Präimplantationsdiagnostik muss auch in Zukunft in Deutschland verboten bleiben
Anlässlich der Debatte zum Antrag der FDP. zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:
Die Präimplantationsdiagnostik (PID) muss auch in Zukunft in Deutschland verboten bleiben.
PRESSEMITTEILUNG Maria Eichhorn, MDB, CDU, 17.03.05
Zwischenbericht empfiehlt Verbesserung der Situation von Organspendern
Enquete-Kommission
Berlin: (hib/JOH) Eine völlige Neuorientierung und Abkehr von den grundlegenden Prinzipien des Transplantationsgesetzes hält die Enquete-Mission "Ethik und Recht der modernen Medizin" nicht für notwendig. Das teilte der Vorsitzende der Kommission, René Röspel (SPD) am Donnerstagmittag bei der Vorstellung des Zwischenberichts zur Organlebendspende mit.
HIB 085/2005 17.03.2005
Kurzfassung Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin zur Organlebendspende
16 Seiten (2,65 MB), BT-Drs. 15/5050veröffentlicht 17.03.05
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin zur Organlebendspende
100 Seiten (2,65 MB), BT-Drs. 15/5050 veröffentlicht 17.03.05
Organspende? Angehörige verweigern oft die Einwilligung
BERLIN (fuh). Nahe Angehörige tun sich in der Regel extrem schwer, eine Einwilligung für eine Organspende von gestorbenen Verwandten zu geben. Auch dies ist ein Grund dafür, daß in Deutschland immer noch zu wenig Organe gespendet werden, wie bei einer Anhörung der Bundestags-Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" in Berlin deutlich geworden ist.
Ärzte Zeitung, 17.03.2005
Hemmschwelle bleibt der Hirntod
In Deutschland gibt es viel zu wenige Organspender – Anhörung vor Enquete-Kommission des Bundestages befasst sich mit den Gründen
Von Christoph Scholz
DIE TAGESPOST vom 17.03.2005
Hoppe: Lebend-Organspende sollte absolute Ausnahme sein
(PdÄ) "Die Lebend-Organspende sollte die absolute Ausnahme bleiben", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, in einem Interview der Nachrichtenagentur KNA.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 17.03.05
Das Ende der Maskerade
Von Stefan Rehder
Nun hat Ian Wilmut also seinen Wissenschaftspreis. Man muss das bedauern und scharf kritisieren. Doch die Sache hat auch eine „gute“ Seite: Sollte es noch irgendwelche Zweifel gegeben haben, worum es bei dieser Ehrung wirklich ging, sind sie endgültig ausgeräumt.
DIE TAGESPOST vom 17.03.2005
X-Chromosom jetzt umfassend aufgeschlüsselt
BERLIN/LONDON (dpa). Das menschliche X-Geschlechtschromosom ist umfassend analysiert. Zusammen mit drei der weltgrößten Genomzentren in Großbritannien und den USA haben vier deutsche Gruppen diese Frucht von zwölf Jahren gemeinsamer Arbeit heute veröffentlicht (Nature 434, 2005, 279).
Ärzte Zeitung, 17.03.2005
Forscher entziffern die Frau
Das weibliche X-Chromosom ist erstmals umfassend analysiert. Die neuen Erkenntnisse liefern tiefe Einblicke in die Entwicklung von Erbkrankheiten, die Evolution des Geschlechtschromosoms - und die genetische Trennung zwischen Mann und Frau.
SPIEGEL ONLINE 17.03.05
Die Genforschung entschlüsselt die Frau
Vor 300 Millionen Jahren trennten sich die Geschlechter - Das X-Chromosom enthält 1098 Gene
von Sonja Kastilan
DIE WELT 17.03.05
Taubheit in Zukunft biologisch heilbar?
Eine Versuchsreihe mit tauben Meerschweinchen dürfte Menschen mit Hörproblemen neue Hoffnung geben, ihr Hörvermögen –zumindest teilweise- wieder zu erlangen. Erstmals konnte die Taubheit eines Tieres auf biologische Art und Weise bekämpft werden. Der Behandlungsansatz aus der Gentherapie fördert das erneute Wachstum der Haarzellen im Innenohr.
LIFELINE.De 17.03.05
Alkoholkonsum liegt in den Genen
DRD2-Gen entscheidet wie "high" ein Drink macht
Bristol - Laut einer aktuellen britischen Studie ist das genetische Profil eines Menschen ausschlaggebend für die Menge Alkohol, die konsumiert wird.
PRESSETEXT.AUSTRIA 17.03.05
Menschliche Stammzellen ohne tierische Produkte geschaffen
Roslin Institute will Gefahr einer Verunreinigung ausschließen
Edinburgh - Wissenschafter des Roslin Institute http://www.roslin.ac.uk haben Stammzellen ohne den Einsatz tierischer Produkte geschaffen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 17.03.05
Kurz vor Abschaltung der Geräte: US-Senat kämpft für Koma-Patientin
MIAMI. Wenige Stunden vor der geplanten Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte einer seit Jahren im Koma liegenden Frau aus Florida haben sich US-Parlamentarier erneut in den Fall eingeschaltet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.03.05
Wissenschaftliche Fachgesellschaften fürchten um klinische Studien
DÜSSELDORF. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat ein Urteil des Bundessozialgerichts scharf kritisiert. Das Urteil behindere die nicht-industrielle Forschung in der Medizin massiv.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.03.05
Das X-Chromosom des Menschen ist entschlüsselt
HINXTON/ENGLAND. Einem internationalen Forscherteam unter deutscher Beteiligung ist die nahezu vollständige Sequenzierung des X-Chromosoms gelungen. Dabei wurden neue Erkenntnisse zur Evolution der dort lokalisierten Gene gewonnen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.03.05
16. März
Umstrittene Preisvergabe: Machen Steuergelder das Klonen salonfähig?
Britischer Klonforscher Ian Wilmut erhielt mit 100.000 Euro dotierten Paul-Ehrlich-Preis - fast die Hälfte davon stammt aus Steuermitteln.
KATH.NET 16.03.05
Tollwut-Patient ist im Koma
Zustand des Empfängers von infizierter Niere weiter ernst
MARBURG (dpa). Auch vier Wochen nach Beginn einer neuartigen Behandlung bleiben die Aussichten für den an Tollwut erkrankten Organempfänger in Marburg unklar, so der Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Marburg, Professor Hans-Dieter Klenk.
Ärzte Zeitung, 16.03.2005
Organspenden kommen aus dem Osten
Ostdeutsche sind überdurchschnittlich häufig zu Organspenden bereit. In Mecklenburg-Vorpommern wohnen die meisten Spender. Vermutete Ursache: In Ostdeutschland gibt es mehr große Krankenhäuser mit Maximalversorgung als im Westen
Von Nadine Bös
TAZ 16.03.05
Finanzergebnis der sozialen Pflegeversicherung 2004 positiver als erwartet
Auch nach Vorliegen des endgültigen Finanzergebnisses hat die Pflegeversicherung das Jahr 2004 mit einem deutlich geringeren Defizit abgeschlossen, als von vielen erwartet. Es lag im Jahr 2004 bei rund 820 Millionen Euro. Einnahmen in Höhe von rund 16,9 Mrd. Euro standen Ausgaben von rund 17,7 Mrd. Euro gegenüber.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für gesundheit und Soziale Sicherung BMGS 16.03.05
Unionsanträge zum genetischen Fingerabdruck mit breiter Mehrheit abgelehnt
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Zwei Anträge (15/4136, 15/2159) der CDU/CSU-Fraktion zum so genannten genetischen Fingerabdruck sind im Rechtsausschuss am Mittwochvormittag mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt worden.
HIB 080/2005 16.03.2005
Forschungsministerium übernimmt strittige Projekte zur Genforschung
Ausschuss für Bildung und Forschung
Berlin: (hib/BES) Das Bundesforschungsministerium wird die strittigen Vorhaben zur gentechnologischen Sicherheitsforschung, die durch das Bundesverbraucherschutzministerium (BMVEL) zurückgezogen wurden, im eigenen Kompetenzbereich weiter verfolgen. Dies kündigte ein Ministeriumsvertreter am Mittwochvormittag im Ausschuss für Bildung und Forschung an.
HIB 080/2005 16.03.2005
Zweitem Gentechnikgesetz mit Koalitionsmehrheit zugestimmt
Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Berlin: (hib/SAS) Mit Koalitionsmehrheit hat der Verbraucherausschuss am Mittwochvormittag einem Zweiten Gesetz zur Neuordnung des Gentechnikrechts (15/4834) in veränderter Fassung zugestimmt. Dabei handelt es sich um eine Initiative zu noch ausstehenden Verfahrensvorschriften, mit denen EU-Vorgaben zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in nationales Recht umgesetzt werden.
HIB 080/2005 16.03.2005
Schmerzen nach Behandlung mit Stammzellen
Gewebewildwuchs macht offenbar überempfindlich
BERLINER ZEITUNG 16.03.05
BIOETHIK - Ethische Probleme im Bereich von
Biotechnik, Gentechnik und Medizin
Eine Informations- und Positionsbroschüre des Kolpingwerkes Deutschland
Weiter zu Artikel vom 01.-15. März 2005
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