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Pressespiegel 01.-15. März 2005

Anzahl: 112 Artikel, Stand 18.03.05

15. März

Paul-Ehrlich-Preis an Klonforscher Wilmut wird zum Politikum
Proteste, weil der Preisträger mit humanen Embryonen forschen will / Stiftungsratsvorsitzender kritisiert Haltung der Regierung zum Klonen
FRANKFURT/MAIN (nsi). Der Dolly-Schöpfer Professor Ian Wilmut vom Roslin Institut in Midlothian bei Edinburgh hat gestern in der Frankfurter Paulskirche den Paul-Ehrlich-Ludwig- und Darmstaedter-Preis erhalten - allerdings unter einigem Protest.
Ärzte Zeitung, 15.03.2005

Ärzte kritisieren Auszeichnung für Klonforscher
KÖLN (ddp). Der Marburger Bund kritisiert die Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises an den britischen Forscher Ian Wilmut.
Ärzte Zeitung, 15.03.2005

„Embryonen sind Menschen von Anfang an“
Bischof Gebhard Fürst fordert klare Grenzen in der Klontechnik – Kritik an Preisvergabe an den Gentechnologen Ian Wilmut
Interview
DIE TAGESPOST vom 15.03.2005

"Klonen von Menschen wäre mit Inzest vergleichbar"
Der Tiermediziner Professor Eckhard Wolf von der Uni München hat erfolgreich Säugetiere geklont und lehnt ein Menschenklonen vehement ab
Ärzte Zeitung, 15.03.2005

Gesellschaft verurteilt das UN-Klon-Verbot
NEU-ISENBURG (ple). Die European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) verurteilt die Empfehlung der UN-Vollversammlung, alle Formen des Klonens mit Humanzellen zu verbieten.
In der Gesellschaft sind mehr als 4500 Reproduktionsmediziner und Wissenschaftler organisiert.
Ärzte Zeitung, 15.03.2005

Bisher wenig Anhalt für Nutzen der Zelltherapie bei ALS
In China und in der Ukraine bekommen Patienten mit amyotropher Lateralsklerose embryonale Zellen oder Hüllzellen des Riechsystems injiziert
BERLIN (gvg). Wie andere Verzweifelte vor ihm hat es der Maler Jörg Immendorff jetzt mit einer Therapie mit embryonalen Zellen versucht (wir berichteten). Doch die Chance, daß sich seine amyotrophe Lateralsklerose (ALS) dadurch aufhalten läßt, ist gering. Hoffnungsvolle Ergebnisse von Tierversuchen ließen sich bisher nicht in Studien mit Patienten bestätigen.
Ärzte Zeitung, 15.03.2005

US-Bischöfe: Mit ‚Roe Reality Checks’ Mythen über Abtreibung beenden
Das Pro-Life-Büro der US-Bischöfe informiert Kongressmitglieder und Medienvertreter künftig über Fakten zur Abtreibungsgesetzgebung.
KATH.NET 15.03.05
 


14. März

"Dollys" Vater ausgezeichnet
Ian Wilmut, der Schöpfer des ersten gekonten Säugetiers, des Klonschafs "Dolly", hat den renommierten Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis erhalten. Die Entscheidung war nicht unumstritten.
STERN.DE 14.03.05

Preisgeld nicht für Forschung am Menschen
Dolly-Schöpfer erhält 100 000 Euro - Kein Klonen menschlicher Embryonen
Frankfurt/Main - Der schottische Klonforscher Ian Wilmut erhält heute in der Frankfurter Paulskirche den wichtigsten deutschen Medizinpreis, den mit 100 000 Euro dotierten Paul-Ehrlich-Preis.
DIE WELT 14.03.05

Hilmar Kopper bricht Lanze für Genforschung
Die Verleihung des wichtigsten deutschen Medizinpreises an Ian Wilmut, den Erschaffer des Klonschafs Dolly, sorgt weiter für Diskussionen. Während der Marburger Bund Kritik übte, verteidigte der Ex-Deutsche-Bank-Chef Kopper die Genforschung.
SPIEGEL ONLINE 14.03.05

Preis an Wilmut ist falsch
Klonexperimente gefährden Frauen als Eizellspenderinnen
Anlässlich der Auszeichnung des Klonforschers Ian Wilmut mit dem Paul-Ehrlich-Preis erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die Einlassungen des Laudators Bernhard Fleckenstein, Mitglied des Stiftungsrats der Paul-Ehrlich-Stiftung, können nicht unwidersprochen bleiben.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 14.03.05

Demonstrativer Protest gegen Ehrung des Klonforschers Wilmut bei Pressekonferenz
Hausverbot für den bayerischen Landesvorsitzenden der ödp!
Mit einem demonstrativen Auftritt bei der Pressekonferenz der Paul-Ehrlich-Stiftung am Sonntag in der Frankfurter Universität hat der bayerische Landesvorsitzende der ödp, Bernhard Suttner gegen die Verleihung des höchsten deutschen Medizinpreises an den Klonforschers Ian Wilmut protestiert:
PRESSEMITTEILUNG ödp-Bayern 14.03.05

Flach: Kleinkarierte Kritik der Stammzellforschungsgegner
BERLIN. Zur Verleihung des Paul-Ehrlich-Preises an den schottischen Stammzellforscher Ian Wilmut erklärt die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike FLACH:
Die Anziehungskraft Deutschlands als Forschungsstandort hat in den letzten Tagen erneut Schaden genommen. Die schon reflexartigen Kassandrarufe von Teilen der CDU und der Grünen bei Fragen der Stammzellforschung verdunkeln inzwischen so ehrwürdige Ereignisse wie die Verleihung dieses Preises.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB, FDP, 14.03.2005

Gen-Mutation als Auslöser einer schweren Hautkrankheit
Harlekin Ichthyosis: Betroffene Babys sterben bald nach der Geburt
London - Das Schlüsselgen, das für die so genannte Harlekin Ichthyosis (HI), eine zerstörerische und lebensbedrohliche Hautkrankheit, verantwortlich ist, konnte nunmehr von einem britischen Forscherteam ermittelt werden.
PRESSETEXT.AUSTRIA 14.03.05

Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" 14.03.2005: Öffentliche Anhörung zum Thema "Organisation der postmortalen Organspende in Deutschland"
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" veranstaltete am 14. März 2005 eine öffentliche Anhörung zum Thema "Organisation der postmortalen Organspende in Deutschland".
Auf Grundlage eines umfangreichen Fragenkatalogs untersuchte die Kommission, weshalb in Deutschland das Aufkommen von Organspenden weiterhin geringer ist als in anderen europäischen Ländern. Hierzu waren zehn Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen. Die Kommission interessierte sich dabei für die Fragen, ob es in Deutschland Defizite bei der Umsetzung der geltenden Regelungen gibt und wie etwaige Mängel zu beheben sind. Im Fokus standen insbesondere die Aufklärung der Bevölkerung, die Arbeit der Deutschen Stiftung Organtransplantation und die Praxis der Organspende in den Krankenhäusern.
Hier finden Sie den Fragekatalog, die Expertenliste und die Stellungnahmen

Ärzte streiten um das Herz einer Organspenderin
GÖTTINGEN (pid). Daß eine gesetzliche Regelung für die Verwendung menschlichen Gewebes dringend erforderlich ist, zeigt ein Vorfall an der Göttinger Uniklinik.
Ärzte Zeitung, 14.03.2005

Nicht immer ist ein Gentest sinnvoll
HALLE (dpa). Nicht bei jeder nachweisbaren genetischen Veranlagung für eine Krankheit ist nach Ansicht des Humangenetikers Professor Claus R. Bartram aus Heidelberg ein Gentest sinnvoll. "Es kommt darauf an, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Betroffene überhaupt krank wird und was im Vorfeld gegen den Ausbruch der Krankheit getan werden kann."
Ärzte Zeitung, 14.03.2005

Keine Einigkeit im Bundestag über Patientenverfügungen
Konsens gibt es nur darüber, daß ein Gesetz nötig ist
BERLIN (dpa). Das geplante Gesetz zu Patientenverfügungen hat im Bundestag eine Debatte ausgelöst, wie weit die Selbstbestimmung von Kranken gehen darf.
Ärzte Zeitung, 14.03.2005

Union fordert Allianz aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/BES) Deutschland braucht eine breite Allianz aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für eine bessere Forschungs- und Innovationsförderung. Dies ist aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion der richtige Weg, um die Fähigkeit des Landes zu technologischen Spitzenleistungen zu erhalten und wieder eine internationale Führung auf diesem Gebiet zu übernehmen. In einem Antrag (15/5016) schreibt die Union, Deutschland müsse wieder mehr Dienstleistungen entwickeln, die andere Länder nicht in gleicher Spitzenqualität anbieten können.
HIB 076/2005 14.03.2005

In einer klinischen Studie haben auch Patienten Vorteile
Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit versucht die Charité, Vorbehalte abzubauen / Auch Hausärzte haben Vorteile von der Nähe zur Forschung
BERLIN. Im Abendprogramm deutscher Fernsehkanäle kommt die medizinische Forschung oft nicht gut weg. Professor Gerd Burmester etwa, Chef-Rheumatologe an der Charité Berlin, sieht sich öfter Kriminalserien an und geht danach deprimiert ins Bett: "In Sendungen wie dem Tatort treten beim Thema klinische Studien karrieregeile Männer in Aktion, die nachts Experimente mit Patienten machen, die dann sterben."
Von Philipp Grätzel von Grätz
Ärzte Zeitung, 14.03.2005

Forscher machen Alzheimerplaques sichtbar
LONDON (ddp). Japanischen Forschern ist es gelungen, die für Alzheimer typischen Plaques im Gehirn lebender Mäuse sichtbar zu machen.
Ärzte Zeitung, 14.03.2005
 


13. März

Bundesregierung muss biopolitischen Schlingerkurs sofort beenden
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilt den Protest, der in den vergangenen Tagen an der diesjährigen Vergabe des Paul-Ehrlich-Preises geäußert wurde
Anlässlich der heute stattfindenden Pressekonferenz der Paul-Ehrlich-Stiftung Frankfurt zur Vergabe des Paul-Ehrlich und Ludwig Darmstaedter-Preises an den britischen Wissenschaftler Ian Wilmut erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB:
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, CDU 13.03.05
 


12. März

„Heute klonen – morgen heilen?“
Gute Gründe „Nein“ zu sagen: Warum die Aussicht auf mögliche Erfolge längst nicht jedes Mittel rechtfertigt – Anmerkungen eines Wissenschaftlers
Von Professor Lukas Kenner
Am Montag erhält der britische Klonforscher Ian Wilmut in Frankfurt am Main einen der international renommiertesten Wissenschafts- und Medizinpreise (siehe Seiten 1 und 2). Wilmut ist nicht nur der „Vater“ von Klonschaf Dolly, er besitzt auch eine Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken.
DIE TAGESPOST vom 12.03.2005

Rot-Grün fördert verbotene Klonforschung
Am Montag soll Dolly-Schöpfer Ian Wilmut geehrt werden – Lebensschützer: Missbrauch von Steuergeldern
Frankfurt am Main (reh) Mit der für Montag geplanten Verleihung des Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preises 2005 an den schottischen Klonforscher Ian Wilmut will die Paul Ehrlich-Stiftung mit Sitz in Frankfurt offenbar auch für das in Deutschland verbotene Klonen von Menschen zu Forschungszwecken werben.
DIE TAGESPOST vom 12.03.2005

Ethik-Signal an EU-Kommission
Strassburg (reh). Das Europäische Parlament hat sich gegen die Förderung der verbrauchenden Embryonenforschung mit Mitteln der EU ausgesprochen.
DIE TAGESPOST vom 12.03.2005

Saubere Stammzellen
Neues Verfahren beugt Verunreinigungen vor
US-Forscher haben embryonale Stammzellkulturen hergestellt, die frei von Verunreinigungen durch tierische Zellen sind.
BERLINER ZEITUNG 12.03.05
 


11. März

Paul-Ehrlich-Preis: Streit um Auszeichnung für Klon-Forscher
Berühmt wurde er als Schöpfer des Klonschafs Dolly. Jetzt will die Paul-Ehrlich-Stiftung Ian Wilmut mit dem renommiertesten deutschen Medizinerpreis auszeichnen - und stößt auf heftigen Widerstand.
SPIEGEL ONLINE 11.03.05

Wilmut will deutsche Steuergelder für Klon-Experimente verwenden
Paul-Ehrlich-Stiftung bestätigt positive Sicht des Klonens als ausschlaggebend bei Wahl des Preisträgers
Zu neuen Details der für kommenden Montag, 14. März, geplanten Auszeichnung des Klonforschers Ian Wilmut mit dem Paul-Ehrlich-Preis erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Offensichtlich ehrt die Paul Ehrlich-Stiftung Ian Wilmut nicht trotz, sondern wegen seiner Kloexperimente mit menschlichen Embryonen. Mit diesem Affront gegen deutsches Recht und das Parlament sucht die Stiftung die Konfrontation.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 11.03.05

Interview mit Ian Wismut: "Wir müssen Missbrauch verhindern"
Erst erschuf er das Schaf Dolly, nun will er Menschenzellen klonen: Am Montag bekommt Ian Wilmut den Paul-Ehrlich-Preis.
Interview: Anke Foßgreen
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 11.03.05

"Vater" von Dolly erhält Paul-Ehrlich-Preis
Verleihung an Professor Ian Wilmut in der Pauls-Kirche in Frankfurt am Main / Forscher lehnt reproduktives Klonen ab
Von Peter Leiner
Ärzte Zeitung, 11.03.2005

Umstrittener Preisträger: Ian Wilmut erhält Paul-Ehrlich-Preis
Von Michael Lange
Preisverleihung. - Der Paul-Ehrlich-Preis gilt als Deutschlands renommiertester Preis für medizinische Forschung. Er ist mit 100 000 Euro dotiert, und sein Renommee kommt gleich hinter dem Nobelpreis. Am Montag wird er in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Der Preis geht in diesem Jahr an einen britischen Wissenschaftler. Sein Gesicht kennen die wenigsten. Aber das Ergebnis seiner Forschung ist weltbekannt: Das Klonschaf Dolly. Mittlerweile klont Ian Wilmut auch menschliche Embryonen. In Deutschland wäre das verboten. Deshalb wurde schon vor der Preisverleihung am Montag Kritik laut.
DEUTSCHLANDFUNK 11.03.05

Rot-Grün ehrt eine Symbolfigur der Klontechnik und die CSU-Spitze schweigt...
Warum drückt sich Stoiber um diesen Konflikt mit der Bundesregierung herum?
Merkwürdig still verhält sich nach Ansicht des bayerischen ödp-Landesvorsitzenden Bernhard Suttner der Ministerpräsident des Freistaates angesichts der anstehenden Ehrung für den britischen Klonforscher Ian Wilmut. Dieser wird am kommenden Montag mit dem höchsten deutschen Medizinpreis ausgezeichnet und die rot-grüne Bundesregierung unterstützt diese Preisverleihung aktiv:
PRESSEMITTEILUNG ödp Bayern 11.03.05

Niederländische Mediziner verteidigen Sterbehilfe bei Neugeborenen
GRONINGEN. Niederländische Pädiater haben das Groningen-Protokoll verteidigt, das in den Niederlanden die aktive Sterbehilfe bei Neugeborenen und Säuglingen mit schwersten Behinderungen ermöglicht. Sie reagieren damit auf das enorme Medieninteresse ihrer Publikation in der Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde (2005; 149: 183-8) Mitte Januar.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.03.05

Sterbenlassen wird nicht einfacher
Bei der ersten Parlamentsdebatte über die Patientenverfügung bleibt die Enquete-Kommission unter sich. Deren Meinung ist aber klar: Die Mehrheit will noch kein Gesetz. Nur die FDP hält zu Justizministerin Zypries und fordert mehr Autonomie
Von Ulrike Winkelmann
TAZ 11.03.05

Zypries: Gesetz über Patientenverfügungen
Berlin - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat ihr Vorhaben bekräftigt, ein Gesetz zu Patientenverfügungen auf den Weg zu bringen.
BERLINER MORGENPOST 11.03.05

Enquete-Kommission übergibt Zwischenbericht zur Organlebendspende an Bundestagspräsident Thierse und stellt Ergebnisse in Pressekonferenz vor
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" übergibt am 17. März 2005 ihren Zwischenbericht zum Thema Organlebendspende an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und stellt im Anschluss daran die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Pressekonferenz vor.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Bundestag 11.03.05

"Ein Gegenangebot zu jeder Form aktiver Sterbehilfe"
Lehrstuhl für Palliativmedizin an Uni Köln eingerichtet
KÖLN (ble). Mit der Einrichtung eines Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Universität Köln sollen Medizinstudenten in Zukunft eine fachübergreifende, fundierte Ausbildung in der Behandlung unheilbar kranker Menschen erhalten.
Ärzte Zeitung, 11.03.2005

Hoppe: "Sterben ist nicht normierbar"
BERLIN (hak). BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe hat gefordert, auf ein Gesetz zu Patientenverfügungen zu verzichten.
Ärzte Zeitung, 11.03.2005

US-Studie: Genpatente gefährden Forschung
Immer öfter werden in den USA gedankenlos Patente auf menschliche Gene erteilt. Viele der geschützten Gensequenzen entsprechen dabei, so eine aktuelle Studie, nicht einmal den grundlegendsten Patentrichtlinien.
SPIEGEL ONLINE 11.03.05

Schützen Stammzellen vor Glioblastomen?
In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 4 000 bis 5000 Menschen an einem Glioblastom. Gliablastome gehören zu den häufigsten Hirntumoren und zu den bösartigsten. Sie treten meist bei Menschen Mitte Fünfzig, Anfang Sechzig auf. Die Ursachen sind nicht bekannt. Bisher ging die Forschung davon aus, dass fehlgesteuerte Stammzellen oder neuronale Vorläuferzellen Glioblastome auslösen. Jetzt haben Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, der Charité-Universitätsmedizin sowie Neurochirurgen des Helios Klinikums Berlin in Berlin-Buch im Gehirn von transgenen Mäusen Stammzellen und neuronale Vorläuferzellen nachgewiesen, die offenbar den Tumor zerstören.
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, 11.03.05

Inselzell-Spritzen heilen Patienten von Diabetes
London - Ein Diabetiker ist nach Angaben britischer Ärzte durch eine Zellverpflanzung definitiv geheilt worden. Der 61jährige, der drei Jahrzehnte lang an Diabetes mellitus Typ 1 litt, brauche keine Insulinspritzen mehr, erklärte das King's College Hospital in London.
DIE WELT 11.03.05

Was ist ein Forscher? - Europäische Kommission definiert Rollen und Zuständigkeiten
BRUESSEL. Die Europäische Union (EU) will der Fragmentierung von Forscherlaufbahnen in Europa auf lokaler, regionaler, nationaler oder sektoraler Ebene entgegenwirken und hat deshalb eine Europäische Charta und einen Verhaltenskodex für Forscher verabschiedet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.03.05

What is a researcher? European Commission defines roles and responsibilities
On 11 March the European Commission has adopted a European Charter for Researchers and a Code of Conduct for the Recruitment of Researchers. These two documents are key elements in the EU’s policy to make research an attractive career, which is a vital feature of its strategy to stimulate economic and employment growth. The Charter and Code of Conduct will give individual researchers the same rights and obligations wherever they may work throughout the EU. This should help counter the fact that research careers in Europe are fragmented at local, regional, national or sectoral level, and allow Europe to make the most of its scientific potential.

Verhaltenskodex für europäische Forscher
EU-Charta soll Wissenschaftlerinnen bessere Karrierechancen eröffnen und Sponsorengelder offenlegen
von Thomas A. Friedrich
DIE WELT 11.03.05
 


10. März

UN sprechen sich für totales Klonverbot aus
Umstrittene Deklaration ist völkerrechtlich nicht bindend / Viele Länder wollen therapeutisches Klonen erlauben
NEW YORK (dpa). Nach langem Ringen hat die UN- Vollversammlung am Dienstag eine von den USA forcierte Deklaration für ein totales Klonverbot angenommen.
Ärzte Zeitung, 10.03.2005

Ein Hoch auf die Kopie
´Ian Wilmut, Schöpfer des Klonschafs Dolly, erhält einen der angesehensten deutschen Forschungspreise. Jetzt will er Menschenzellen klonen. Das ist in Deutschland verboten. Im Gespräch verteidigt der britische Forscher die Versuche
DIE ZEIT 10.03.2005 Nr.11

EU-Parlament gegen Förderung für verbrauchende Embryonenforschung
STRASSBURG. Das Europäische Parlament (EP) hat sich mit einer Mehrheit von 307 zu 199 Stimmen gegen die Förderung der verbrauchenden Embryonenforschung aus dem europäischen Haushalt ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.03.05

Pressemitteilung von der Sitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg vom 10.03.2005 Abstimmungen u.a. Handel mit Eizellen abgelehnt
PRESSEMITTEILUNG Europaparlament 10.03.05

Entschließung des Europäischen Parlaments zu dem Handel mit menschlichen Eizellen
P6_TA-PROV(2005)0074 10.03.05

Zypries: Tötung auf Verlangen bleibt ausnahmslos strafbar
BERLIN. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat Vorstößen zur aktiven Sterbehilfe eine klare Absage erteilt.
Deutsches Ärzteblatt 10.03.05

Sterben ist nicht normierbar -Hoppe: Auf Gesetz zu Patientenverfügungen vorerst verzichten
Berlin, 10.03.2005 - Für eine offene und transparente Diskussion zu Fragen der Selbstbestimmung am Ende des menschlichen Lebens hat sich heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe ausgesprochen.
Pressemitteilung der Bundesärztekammer 10.03.05

Den letzten Willen erfüllen
Patientenverfügung / Was zählt mehr: Selbstbestimmung oder Lebensschutz? Das Parlament steht vor entscheidenden Debatten
Autor: Matthias Gierth
Das Justizressort wehrt sich kräftig. Von einem Rückzug von Brigitte Zypries, so ein Sprecher, könne überhaupt keine Rede sein.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Lebensmüdes Land
Euthanasie / Als Nächstes steht die Diskussion über den ärztlich assistierten Selbstmord auf der Tagesordnung
Die Todesspritze fordert in Deutschland niemand. Aber das schnelle und schmerzlose Sterben wird zum neuen Ideal der alternden Gesellschaft.
Autor: Robin Mishra
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Fragen an - Peter Neher: Lob dem Ehrenamt
Beim Ausbau der Schmerzmedizin bestehe ein „riesiger Nachholbedarf“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher.
Interview
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Betreungsrechtliche Pflicht oder Strafrechtliche Erlaubnis
Oliver Tolmein
Ein neuer Vorschlag in der Sterbehilfe-Debatte
Heute debattiert der Bundestag über Patientenverfügungen. Einen neuen Vorschlag hat Margot von Renesse eingebracht, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Vormundschaftsrichterin.
Veröffentlicht in F.A.Z., 10.03.2005

Das Recht zu sterben
Alejandro Amenábars preisgekrönter Sterbehilfe-Film nach einem authentischen Fall: "Das Meer in mir"
Von Peter Zander
BERLINER MORGENPOST 10.03.05

Kann denn Töten Liebe sein?
Von Jose Garcia
Er war der große Gewinner der Oscarverleihung 2005: Clint Eastwoods Film „Million Dollar Baby“erhielt vier Statuetten. Unter anderem in den bedeutendsten Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“. Doch in Amerika sorgt Eastwoods Drama für heftige Kontroversen. Dem Film wird vorgeworfen, er stelle Euthanasie positiv dar. Auch der mit dem Oscar für den „besten nichtenglischsprachigen Film“ ausgezeichnete Streifen „Das Meer in mir“ thematisiert die Sterbehilfe. Kino als emotionaler Türöffner für die Euthanasie, das gab es schon mal. Der Nazifilm „Ich klage an“ belegt das mit erschreckender Deutlichkeit.
DIE TAGESPOST vom 10.03.2005

AOK schreibt Förderung von Hospizen aus
BAD HOMBURG (eb). Ambulante Hospize können bei der AOK Hessen noch bis zum 31. März Anträge auf Förderung stellen.
Ärzte Zeitung, 10.03.2005

Bedenkzeit bei bestimmten Schwangerschaftsabbrüchen festschreiben
Familie/Antrag
Berlin: (hib/SAS) Ärzten soll nach Ansicht der FDP-Fraktion das Recht eingeräumt werden, einen Schwangerschaftsabbruch nach medizinischer Indikation zu verweigern. Ausnahmen vom Verweigerungsrecht seien nur dann zu machen, wenn akute Gefahr für das Leben der werdenden Mutter besteht. In ihrem Antrag (15/5034) sprechen sich die Liberalen auch dafür aus, eine Bedenkzeit von drei Tagen nach der Information über den Befund und nach dem Feststellen der medizinischen Indikation für die Schwangere vorzuschreiben.
HIB 073/2005 10.03.2005

PDF Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnostik - Verantwortungsvolle Regelungen und Maßnahmen treffen
Antrag der Abgeordneten Ina Lenke, Dr. Karl Addicks, Dr. Heinrich Leonhard Kolb, Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Helga Daub, Ulrike Flach, Dr. Wolfgang Gerhardt u.a. und der Fraktion der FDP
3 Seiten, Drucksache 15/5034 09.03.2005
Anm.: Im letzten Absatz wird gleichzeitg nebenbei die Zulassung der PID gefordert: "Das Embryonenschutzgesetz ist dahingehend zu ändern, dass eine Präimplantationsdiagnostik (PID) unter bestimmten Voraussetzungen möglich wird und damit der Wertungswiderspruch mit der PND aufgehoben wird. Denn wenn seit Jahren die PND angewandt wird mit der möglichen Folge anschließender Schwangerschaftsabbrüche, so muss erst Recht die PID möglich sein zur Vermeidung späterer, gravierender Konflikte einer Güterabwägung."

Umstrittene Organspende
Parlament in Den Haag stoppt Neuregelung
DEN HAAG (dpa). Die Entnahme von Organen nach dem Tod bleibt in den Niederlanden weiter an eine vorausgegangene Zustimmung des Organspenders gebunden. Mit 78 gegen 68 Stimmen lehnte das Parlament in Den Haag am Dienstag eine umgekehrte Regelung ab.
Ärzte Zeitung, 10.03.2005

Irische Patienten zur Organtransplantation nach Großbritannien
DUBLIN. Immer mehr irische Patienten, die eine Organtransplantation benötigen, werden zur Operation nach Großbritannien geschickt, weil in Irland nicht genug entsprechende Versorgungseinrichtungen existieren.
Deutsches Ärzteblatt 10.03.05

Demenzkranke finden in der Gastfamilie neue Heimat
Viele gerontopsychiatrisch Erkrankte kommen in der Familie besser zurecht als im Heim, wie eine Studie ergab
Von Gisela Mackensen
Ärzte Zeitung, 10.03.2005
 


09. März

Uno spricht sich gegen das Klonen aus
Seit vier Jahren war die Frage innerhalb der Staatengemeinschaft heftig umstritten, jetzt hat die Uno-Vollversammlung entschieden: Nach ihrem Willen soll jede Art des Klonens von menschlichen Zellen weltweit geächtet werden.
SPIEGEL ONLINE - 09.03.05

UNO empfiehlt Klonverbot – Keine völkerrechtliche Bindung
NEW YORK. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat die lange diskutierte Resolution zum Verbot des menschlichen Klonens verabschiedet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.03.05

129 600 Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2004
WIESBADEN – Im Jahr 2004 wurden dem Statistischen Bundesamt 129 600 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit etwa 1,3% (+ 1 600) mehr als 2003.
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 09.03.05

Frauenministerin: Abtreibung von Behinderten ist Schande für Österreich
Die österreichische Gesundheits- und Frauenministerin Rauch-Kallat übt scharfe Kritik an „eugenischer Indikation“ in der Abtreibungs-Gesetzgebung.
KATH.NET 09.03.05

Was Evolutionsbiologen schon immer über Sex wissen wollten
Geschlechtliche Fortpflanzung - ein nach wie vor ungelöstes Rätsel
Er kostet Zeit und Energie, ist weder effektiv noch effizient. Trotzdem ist Sex die von der Natur favorisierte Fortpflanzungsstrategie - eine Tatsache, die die Evolutionsbiologie noch immer nicht erklären kann. Empirische molekulargenetische Untersuchungen konnten von den bisher entwickelten Theorien noch keine umfassend bestätigen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 09.03.05

Neues Verfahren zur Gewinnung embryonaler Stammzellen
Sicherheit der Stammzellenbehandlung erhöht
Boston - Ein neues Verfahren zur Gewinnung menschlicher embryonaler Stammzellen soll das Risiko bei ihrem medizinischen Einsatz verringern.
PRESSETEXT.AUSTRIA 09.03.05

Neuregelung des Gentechnikrechts unter Experten umstritten
Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Anhörung)
Berlin: (hib/HAU) Unterschiedlich beurteilen Experten den Gesetzentwurf von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Neuregelung des Gentechnikrechts. Dies wurde auf einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft am Mittwochmittag deutlich.
HIB 068/2005 09.03.2005

Pflegeheime sind Wirtschaftsfaktor in Brandenburg
FRANKFURT/ODER (ddp). Brandenburgs Pflegeheime sind nach den Worten von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden.
Ärzte Zeitung, 09.03.2005

Mahnmal erinnert an KZ-Arzt Mengele
GÜNZBURG (dpa). In der schwäbischen Stadt Günzburg ist gestern ein Mahnmal für die Opfer des in Günzburg geborenen KZ-Arztes Josef Mengele enthüllt worden. Die Gedenktafel wurde von Schülern der beiden Gymnasien der Stadt gestaltet.
Ärzte Zeitung, 09.03.2005
 


08. März

General Assembly adopts United Nations Declaration on human cloning by Vote of 84-34-37
The General Assembly this morning adopted the United Nations Declaration on Human Cloning, by which Member States were called on to adopt all measures necessary to prohibit all forms of human cloning inasmuch as they are incompatible with human dignity and the protection of human life.
PRESSEMITTEILUNG Fifty-Ninth General Assembly, Plenary, 82nd Meeting (AM), 08.03.05

Biobanken sollen sicher sein wie Fort Knox
Berlin (hak/fst). Krankenkassen und Diagnostik-Industrie drängen auf klare gesetzliche Regelungen im Umgang mit Gentests. Doch bislang liegt nur ein politisch nicht abgestimmter Diskussionsentwurf für ein Gendiagnostik-Gesetz vor.
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Ein schuldloser Täter, der nicht Herr seines Hirns war: Wie Neurobiologen das Strafrecht reformieren wollen
Von Florian Staeck
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Pflegende vermissen Anerkennung ihrer Arbeit
KÖLN (ble). Fast jeder fünfte in der Pflege Beschäftigte in Deutschland überlegt, aus seinem Beruf auszusteigen. Das ist eines der Ergebnisse der Next-Studie, an der seit 2002 knapp 40 000 Pflegekräfte in zehn Ländern Europas teilgenommen haben. Sie befaßt sich mit den Motiven für den Berufsausstieg von Pflegenden. Next steht für "Nurses' early exit".
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Richtlinie zur Sondennahrung - ein bürokratisches Monstrum
Bundesausschuß schafft keine Klarheit, sondern Verwirrung für Ärzte
BERLIN (HL). Mit einer 40seitigen Richtlinie aus Positiv- und Negativlisten, Verboten und scheinbaren Öffnungsklauseln hat der gemeinsame Bundesausschuß ein bürokratisches Monstrum zur künstlichen Ernährung geschaffen, das die verordnenden Ärzte in tiefe Verwirrung stürzen dürfte.
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

"Wir müssen unser Gesicht zeigen"
Heute ist Weltfrauentag / Argentiniens Frauen bekennen sich zur Abtreibung
BUENOS AIRES (dpa). "Ich habe abgetrieben." "Ich habe meiner Haushaltshilfe eine Abtreibung ermöglicht." "Meine beste Freundin ist nach einer stümperhaften Abtreibung verblutet." Solche Bekenntnisse mehren sich in Argentinien seit Dezember 2004 im Internet. Das ist außergewöhnlich, denn in dem erzkatholischen Land ist Abtreibung bei Strafe verboten.
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Der Siegeszug der Grünen Gentechnik in Nordamerika
USA - Normalfall auf Feldern und Tellern - Viele Amerikaner wissen wenig darüber
von E. Broders und S. Henn
DIE WELT 08.03.05

Kauch: Zugelassener Spenderkreis bei Organspenden sollte ausgeweitet werden
BERLIN. Zur heutigen Schlussabstimmung über den Zwischenbericht "Organlebendspende" der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Kommission, Michael Kauch:
Die FDP-Vertreter in der Enquete-Kommission haben bei der heutigen Schlussabstimmung dem Zwischenbericht "Organlebendspende" nicht zugestimmt.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 07.03.2005
 


07. März

UN-Deklaration gegen das Klonen ist ein Erfolg für die Menschenwürde
Anläßlich des Votums der UN-Generalversammlung für eine Deklaration gegen das Klonen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
In der heutigen Abstimmung hat sich die UN-Generalversammlung mit deutlicher Mehrheit für eine weltweite Ächtung des Klonens menschlicher Embryonen ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 08.03.05
 


06. März

Behinderung großes Thema bei Oscar-Verleihung.
Von Dr. Oliver Tolmein
Lüneburg (kobinet) Behinderung war eines der großen Themen bei der diesjährigen Oscar-Preisverleihung und es war gleichzeitig, zumindest in den deutschen Medien, das Thema, über das keine großen Worte verloren wurde.
KOBINET-Nachrichten 06.03.05
 


05. März

Bio-Future-Preis an Pharmazeut
Der Berliner Pharmazeut Carsten Rudolph hat den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Bio-Future-Preis des Bundes erhalten.
DIE WELT 05.03.05
 


04. März

Nationaler Ethikrat: Diskussionen über den „Gruppennutzen“
Jachertz, Norbert
Forschung an nichteinwilligungsfähigen Menschen zwischen Selbstbestimmungsrecht und Gemeinwohl
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-546

Forschung an Einwilligungsunfähigen: Sorgfältiges Abwägen von Nutzen und Schaden
Jachertz, Norbert
Interview mit dem Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer über Patienten- und Probandenschutz und die Deklaration von Helsinki
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-548

Verherrlicht Oscar-Gewinner Clint Eastwood die Euthanasie?
US-Lebensrechtler protestieren gegen vierfach ausgezeichneten Film „Million Dollar Baby“
KATH.NET 04.03.05

37jährige Augsburgerin starb bei Abtreibung
Staatsanwaltschaft wirft Frauenarzt fahrlässige Tötung vor
KATH.NET 04.03.05

Kein Ende der Abtreibungsdiskussion bei der UNO
Zahlreiche Medien verbreiteten am Donnerstag Falschmeldungen, dass die US-Delegation auf einen Änderungsantrag verzichten würden.
KATH.NET 04.03.05

Gentests: Potential der Tests darf den Blick auf Patienten nicht einengen
Derzeit ist nicht abzusehen, welche Konsequenzen die Pharmakogenomik für den Alltag von Ärzten haben wird / Einfluß auf Studien-Design
Im Zusammenhang mit der pharmakogenetischen Forschung taucht das Schlagwort "Individualisierte Therapie" häufig auf. Der Begriff suggeriert, Ärzte könnten mit Hilfe entsprechender Tests nun sicher die richtige Medizin für den richtigen Patienten in der richtigen Dosis verschreiben. "Diese Meinung ist zu unkritisch", sagt Privatdozent Dr. Günter Feuerstein vom Institut für Gesellschaft und Umwelt an der Universität Hamburg.
Ärzte Zeitung, 04.03.2005

Neue Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin
Diedrich, Klaus; Griesinger, Georg; Behre, Hermann M.; Felberbaum, Ricardo; Montag, Markus; Ven, Hans-Hermann van der; Strowitzki, Thomas; Otte, Sören von
Auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin wurden in den letzten zehn Jahren viele Fortschritte verzeichnet. Weitere Neuerungen werden schon bald in der Klinik angewendet. Ausgewählte, neuere Entwicklungen der Reproduktionsmedizin werden im Folgenden dargestellt.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-587

Biochips für die Gesundheit - neue Chancen für Brandenburg
Kasparick: "BMBF-Innovationsförderung gibt Impulse für Aufbau Ost"
"In der Region gemeinsam forschen und entwickeln, mit klarer unternehmerischer Strategie und Orientierung am Markt, das ist der richtige Weg für Ostdeutschland." Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Ulrich Kasparick, am heutigen Freitag bei einem Besuch des InnoRegio-Bündnisses BioHyTec in Potsdam.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 04.03.05

Patientenverfügungen: Zypries’ Rückzug
Kommentar Eva A. Richter-Kuhlmann,
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) bläst zum Rückzug. Nein, vielmehr schleicht sie verstohlen zurück, den Gesetzentwurf zur Regelung von Patientenverfügungen im Gepäck.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-550

Den Praxistest nicht bestanden
Patientenverfügungen sollen ein Sterben in Würde ermöglichen. In den USA sind vorab festgelegte Therapieverzichte schon seit über 20 Jahren gesetzlich verankert. Eine umfassende Studie zeigt jedoch, dass sie nicht einhalten können, was sie versprechen
Von Klaus Peter Görlitzer
Um Leben und Tod geht es nächsten Donnerstag im Bundestag: Zur Debatte steht der "Zwischenbericht Patientenverfügungen", erarbeitet von der Medizinethik-Enquetekommission.
TAZ 04.03.05

Wenn man Worte der Zuwendung schreien muß
Demenzkranke, die schwerhörig sind, leiden unter sozialer Isolation / Täglich fünf Minuten Musik wirkt Wunder
Von Thomas Meißner
FRANKFURT/MAIN. "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls", hat der russische Dichter Leo Tolstoi einmal geschrieben. Das mag sich auch Eva Richter vom AWO Seniorenzentrum Vahrenwald in Hannover gedacht haben. Sie betreut Bewohnerinnen, die nicht nur demenzkrank, sondern zudem auch schwerhörig sind. Richter hat es geschafft, mit Musik wieder Zugang zu diesen schwer behinderten Menschen zu bekommen.
Ärzte Zeitung, 04.03.2005
Anm.: Manchmal wirken einfache Mittel mehr, als pharmazeutische Keulen...
 


03. März

Streit um Abtreibung
New York/Berlin (DT/KNA) Der Vorstoß der Vereinigten Staaten gegen ein Recht auf Abtreibung hat bei der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen Proteste von Nichtregierungsorganisationen ausgelöst.
DIE TAGESPOST vom 03.03.2005

Union: Verbrauchende Embryonenforschung ist Verstoß gegen Menschenwürde
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/SUK) Die Fraktion der CDU/CSU ist gegen eine Förderung von Forschungsvorhaben durch die EU, bei denen menschliche Embryonen getötet werden sollen. In einem Antrag (15/4934) betont die Fraktion, es schade der Akzeptanz europäischer Forschungsförderung und hindere die Verwirklichung gemeinschaftlicher Ziele, "wenn nicht respektiert wird, dass verbrauchende Embryonenforschung in mehreren Mitgliedstaaten als Instrumentalisierung menschlichen Lebens" und Verstoß gegen die Menschenwürde und das Recht auf Leben verstanden wird.
HIB 063/2005 03.03.2005

PDF Forschungsförderung der Europäischen Union unter Respektierung ethischer und verfassungsmäßiger Prinzipien der Mitgliedsstaaten
Antrag der Abgeordneten Thomas Rachel, Dr. Maria Bohmer, Hubert Huppe, Barbara Lanzinger u.a. und Fraktion der CDU/CSU
3 Seiten, Deutscher Bundestag, Drucksache 15/4934, 22.02.2005

Wie die Eltern von Down-Syndrom-Kindern heute zurechtkommen
Sonderpädagogen zu Chancen und Risiken der Pränataldiagnostik
Die Mütter von Kindern mit Down-Syndrom haben es heute in vielerlei Hinsicht leichter als vor 30 Jahren. Allerdings fühlen sie sich immer noch stark aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Das berichten Sonderpädagogen der Uni Würzburg mit Kollegen aus dem Saarland im "American Journal of Medical Genetics".
PRESSEMITTEILUNG Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, IDW 03.03.05

Dazu ausführliche Infos zur Studie:

Einstellung von Eltern zu ihrem Kind mit Down-Syndrom vor und nach Einführung der Pränataldiagnostik

Adulte Stammzellen aus dem Gehirn werden zu Blutzellen
Würzburger Forscher programmieren Hirnzellen um
WÜRZBURG (ple). Adulte neuronale Stammzellen lassen sich mit Hilfe chemischer Substanzen tatsächlich umprogrammieren, so daß sie zu Zellen des blutbildenden Systems werden. Entdeckt haben das Forscher um Professor Albrecht Müller von der Universität Würzburg.
Ärzte Zeitung, 03.03.2005

"Kein Fehlverhalten der Ärzte zu erkennen"
Minister Jürgen Zöllner sieht nach Tollwut durch gespendete Organe keine Versäumnisse
MAINZ (ddp). Im Tollwutfall an der Mainzer Universitätsklinik sieht der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner (SPD) keine Anzeichen für Versäumnisse der transplantierenden Ärzte.
Ärzte Zeitung, 03.03.2005

Einnahme nur nach Genehmigung
Patienten werden Arzneimittel vorenthalten, weil die Medikamente nicht die richtige Zulassung haben
Von Beate Wagner und Harro Albrecht
Es gibt Momente in der Medizin, da sollte Geld keine Rolle spielen dürfen. Dietrich Niethammer, Chef der Kinderklinik der Universität Tübingen, bietet Kindern mit schwerem Rheuma eine experimentelle, aber sehr teure Therapie an: die Knochenmarktransplantation.
DIE ZEIT 03.03.2005 Nr.10

Noch immer Zwangsabtreibungen in China
Die rigide Bevölkerungskontrolle hat ihre Opfer, zuallererst die Kinder. Viele werden abgetrieben. Wer ein „nicht genehmigtes“ Kind bekommt, muss Strafe zahlen.
KATH.NET 03.02.05

2,3 Millionen Euro für stationäres Hospiz in Sachsen
CHEMNITZ (dür). Mit der Eröffnung eines stationären Hospizes in Chemnitz stehen in Sachsen zur Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase vier Hospize mit insgesamt 56 Betten bereit.
Ärzte Zeitung, 03.03.2005
 


02. März

Bürokratische Anforderungen in Pflegeeinrichtungen abbauen
Familie/Antrag
Berlin: (hib/SAS) Die Zahl der angemeldeten Kontrollen in Heimen zu reduzieren und stattdessen unangemeldete Kontrollen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und durch die Heimaufsicht zu verstärken, ohne dass damit eine größere zeitliche Belastung für die Heime verbunden ist, hält die CDU/CSU-Fraktion für notwendig. In ihrem Antrag (15/4932) tritt sie dafür ein, bürokratische Anforderungen in Pflegeeinrichtungen abzubauen.
HIB 062/2005 02.03.2005

PDF Weniger Bürokratie in Heimen
Antrag der Abgeordneten Maria Eichhorn, Hannelore Roedel, Willi Zylajew, Dr. Maria Böhmer u.a. und Fraktion der CDU/CSU
7 Seiten, Drucksache 15/4932, 02.2005

Erfolgreiche Gentherapie mit Viren bei Hamstern
PITTSBURGH (wsa). Um bei Muskelkrankheiten möglichst viele Zellen der Herz- und Skelettmuskulatur mit einer Gentherapie zu erreichen, wäre es sinnvoll, das intakte Gen über den Blutkreislauf zu verabreichen.
US-Forscher haben jetzt herausgefunden, daß dazu Adeno-assoziierte Viren (AAV) als Gentaxis am besten geeignet sind.
Ärzte Zeitung, 02.03.2005

Zellzucht auf dem Körper soll Transplantation überflüssig machen
BERLIN (gvg). Um langwieriges Züchten von Hautzellen in der Kulturschale für die Eigenhauttransplantation nach Verbrennungen zu umgehen, könnten diese Zellen in Zukunft auf der Wunde selbst gezüchtet werden. An einem dafür nötigen, auf die Haut aufsetzbaren Bioreaktor wird in Berlin geforscht.
Ärzte Zeitung, 02.03.2005

BMBF-Projekt: Konsequenzen genetischer Befunde bei Adipositas
Interdisziplinäre Nachwuchsgruppe an der Philipps-Universität Marburg erforscht psychosoziale, ethische und rechtliche Implikationen molekulargenetischer Erkenntnisse
PRESSEMITTEILUNG Philipps-Universität Marburg 02.03.05

Hilfe gegen Teenager-Schwangerschaften
13 000 Mädchen unter 18 Jahren wurden 2004 schwanger / Verhütung ist für viele Jugendliche kein Thema.
DÜSSELDORF (grue). Frauenärzte melden eine steigende Zahl ungewollter Schwangerschaften bei jungen Mädchen. Auf dem Fortbildungskongreß der Frauenärztlichen Bundesakademie (FBA) in Düsseldorf wurde daher jetzt die Einrichtung von mehr Mädchen-Sprechstunden empfohlen.
Ärzte Zeitung, 02.03.2005

Politiker und ihr Kreuz mit Kuckucks-Kindern
BERLIN (fst). Am Freitag kommender Woche erreicht ein Streit die parlamentarische Bühne im Bundestag, der bis dahin vor Gericht und in Feuilletons ausgetragen wurde: Wann und unter welchen Umständen darf ein Mann die Abstammung eines Kindes klären lassen, dessen Vater er zu sein glaubt?
Ärzte Zeitung, 02.03.2005
 


01. März

UN-Kommission streitet über Recht auf Abtreibung
New York - Zehn Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking will die Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen die Umsetzung der 1995 vereinbarten Ziele überprüfen. Schon vor Beginn der Beratungen in New York zeichnete sich jedoch ein Streit über die Frage der Abtreibung ab.
DIE WELT 01.03.05

Kirchen: Gesetzgebung zu Abtreibung prüfen
Berlin - Die großen Kirchen in Deutschland haben den Gesetzgeber zur Überprüfung der Abtreibungs-Gesetzgebung aufgefordert.
BERLINER MORGENPOST 01.03.05

Vorsorgevollmachten können registriert werden
Ab sofort können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Vorsorgevollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer eintragen lassen. Heute ist die Verordnung über das Zentrale Vorsorgeregister (Vorsorgeregister-Verordnung –VRegV) in Kraft getreten.
„Mit dem neuen Vorsorgeregister können Gerichte Vorsorgevollmachten schnell, einfach und sicher finden. Das verhindert überflüssige Betreuungen“, erläuterte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die Vorteile des elektronischen Registers.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz BMJ 01.03.05

Indiens Landwirte verschulden sich für Gen-Saatgut
400 000 Bauern bauen Gen-Baumwolle an - Jährlich Neukauf von Saat nötig
von Stefan Dege
DIE WELT 01.03.05

PDF Gutachten: Stand der Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland und im Vergleich zu ausgewählten Staaten (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien)
Auftraggeber: Enquete-Kommission des Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“
Laufzeit 01.05. bis 30.11.2004
Gutachter Birgit Jaspers und Dr. Thomas Schindler
511 Seiten (1,8 MB), März 2005

Das geklonte Schaf Dolly: Ein Jahrhundert-Experiment mit weitreichenden Folgen
Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2005 geht an Ian Wilmut
PRESSEMITTEILUNG Universität Frankfurt 22.11.04

Weiter zu Artikel vom 16.-31. März 2005

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