Presse
Pressespiegel 16.-31. Mai 2004
Anzahl: 93 Artikel, Stand 28.05.04
29. Mai
Die umstrittenen Talente
Deutsche Forscher haben erstmals pluripotente Stammzellen aus menschlichen Drüsen gewonnen
Anke Brodmerkel
BERLINER ZEITUNG 29.05.04
Spanischer Bioethiker warnt vor Nützlichkeitsdenken
Es sei gefährlich, wenn es nur eine Frage des Geldes ist, welche Menschen einen vollen Rechtsanspruch haben und welche nicht.
KATH.NET 29.05.04
Ethik des Grundgesetzes? Zum Verhältnis von (Verfassungs-)Recht und Ethik
(Verfassungs-)Recht und Ethik lassen sich unterscheiden, stehen aber in einem engen, spannungsreichen Verhältnis zueinander.
IMEW konkret Nr. 6, Mai 2004
28. Mai
Durchbruch in der adulten Stammzellforschung
An der Universität zu Lübeck wurde ein Durchbruch in der adulten Stammzellforschung erreicht. Privatdozent Dr. Charli Kruse vom Institut für Medizinische Molekularbiologie ist es mit seiner Arbeitsgruppe gelungen, aus differenziertem Gewebe tierischen und humanen Ursprungs mittels eines neuen Verfahrens Zellen mit Eigenschaften pluripotenter adulter Stammzellen zu isolieren.
PRESSEMITTEILUNG Universität zu Lübeck 28.05.04
Anm.: Hier die Originalquelle, die von anderen verwendet wurden, inkl. Ergebnisse.
Neue Quelle für Stammzellen gefunden
Gewebe der Bauchspeicheldrüse liefert neues Material für Genforschung
ZDF heute 28.05.2004
Lübecker Forscher isolieren pluripotente, adulte Stammzellen aus menschlichen Drüsen
Philipp Grätzel von Grätz
Der überraschende Coup ist ein großer Erfolg der deutschen Stammzellforschung, doch die Ethikdebatten zum Thema beendet er noch nicht
TELEPOLIS 28.05.2004
Heimliche Vaterschafts-Tests sind bald passé
BERLIN (ddp). Die Bundesregierung will heimliche Vaterschaftstest durch ein Gendiagnostik-Gesetz verbieten lassen, das noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten soll.
Ärzte Zeitung, 28.05.2004
Behinderungen: Erweiterte Definition der WHO
Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Behinderung eines Menschen nicht einfach der Ausfall oder die Schädigung bestimmter Funktionen ist.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 22 vom 28.05.2004
"Behinderte Menschen gegen sexuelle Übergriffe ausreichend geschützt"
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antwort
Berlin: (hib/RAB) Die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz behinderter Menschen gegen sexuelle Übergriffe reichen nach Überzeugung der Bundesregierung aus. Dies gilt insbesondere nach den jüngsten Änderungen der Vorschriften über Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, schreibt die Exekutive in ihrer Antwort (15/3154) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU (15/3009).
HIB 147/2004 28.05.04
Deklaration von Helsinki – zeitlose Norm
Clade, Harald
Appell von Dr. Yoram Blachar, Vorstandsvorsitzendem des Weltärztebundes
Der Vorsitzende des Vorstandes des Weltärztebundes, Dr. med. Yoram Blachar, zugleich Präsident der Israel Medical Association, hat in einer Grußadresse an den Deutschen Ärztetag appelliert, an der im Jahr 2000 überarbeiteten weltweit beachteten Deklaration von Helsinki als einem „lebenden und lebendigen“ Dokument der Weltärzteschaft festzuhalten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 22 vom 28.05.2004, Seite A-1568
Johannes Rau: Verfechter der Menschenwürde
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Während seiner Amtszeit äußerte sich Rau mehrfach zu Stammzellforschung und Präimplantationsdiagnostik.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 22 vom 28.05.2004
Stellungnahme der Zentralen Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission) bei der Bundesärztekammer zur Forschung mit Minderjährigen
BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundesärztekammer
5 Seiten, Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 22 vom 28.05.2004
Patientenklagen erleichtert
Ärzte müssen bei Kunstfehlern Beweise erbringen
KARLSRUHE (dpa). Der Bundesgerichtshof erleichtert Patienten die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen bei ärztlichen Kunstfehlern.
Ärzte Zeitung, 28.05.2004
Kampagne für den Beruf des Altenpflegers
KIEL (di). Mit der Auftaktveranstaltung für das Bündnis Altenpflege in Schleswig-Holstein hat das Gesundheitsministerium im Norden eine Kampagne zur Imageförderung des Altenpflegeberufs gestartet.
Ärzte Zeitung, 28.05.2004
27. Mai
Deutsches Forscherteam findet neue Quelle für adulte Stammzellen
St. Ingbert/Lübeck (dpa) - Ein deutsches Forscherteam hat nach eigenen Angaben bei Menschen und Ratten eine ergiebige neue Quelle für so genannte adulte Stammzellen gefunden, die sich noch in verschiedene Gewebetypen entwickeln können.
WEB.DE 27.05.04
Geprüfte Genbande
Der erste genaue Erbgutvergleich von Mensch und Schimpanse zeigt: Kleine Unterschiede haben eine große Wirkung
Anne Brüning
Die Publikation war lange erwartet worden. Nun ist sie da: Am heutigen Donnerstag veröffentlicht ein internationales Konsortium im Wissenschaftsmagazin Nature die genaue Sequenz des Chromosoms 22 des Schimpansen.
BERLINER ZEITUNG 27.05.04
Kleiner großer Unterschied
Doch nicht so ähnlich wie gedacht: Geringe Abweichungen im Erbgut von Mensch und Schimpanse haben erhebliche Folgen
von Roland Knauer
Es ist schon fast ein geflügeltes Wort, dass Mensch und Schimpanse sich kaum unterscheiden – zumindest, was das Erbgut angeht.
TAGESSPIEGEL 27.05.04
US-Ärzte planen erste Gesichtstransplantation
Das Rennen um die erste Gesichtstransplantation könnte bald beendet sein. Chirurgen in den USA haben die Genehmigung beantragt, den ethisch und medizinisch umstrittenen Eingriff durchzuführen. Erstmals würde ein Menschen das Gesicht eines Toten bekommen.
SPIEGEL ONLINE - 27.05.04
Gastrecht für den Feind
Die Verwirklichung einer Transplantation ohne immunhemmende Medikamente rückt näher
Von Harro Albrecht
DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23
Ein Traum von Mädchen
Mit Hilfe von Hormonen darf ein 13-Jähriger sein Geschlecht wechseln. Die Behandlung ist umstritten – und unumkehrbar
Von Martin Spiewak
DIE ZEIT 27.05.2004 Nr.23
Anm.: Bericht über ein bislang einzigartiges medizinisches Experiment
Bundesministerin Renate Schmidt: Zehn Jahre Pflegeversicherung haben Qualität für Pflegebedürftige entscheidend gestärkt
Heute vor zehn Jahren, am 26. Mai 1994, ist mit dem "Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit" die Pflegeversicherung in Kraft getreten. Dazu erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt:
"Mit der Einführung der Pflegeversicherung hat die Pflege von alten, kranken oder behinderten Menschen endlich den gesellschaftlichen Stellenwert erhalten, der ihr gebührt: Die Pflege von bedürftigen Menschen ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die jeden von uns betrifft und die Grundwerte unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens berührt.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 27.05.04
Pflegeversicherung für viele Menschen ein Segen
Zahl der Pflegebedürftigen die auf Sozialhilfe angewiesen sind, ist in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken
BERLIN (vn/tg). Die Leistungen der Pflegeversicherung haben die Abhängigkeit pflegebedürftiger Menschen von der Sozialhilfe erheblich reduziert. Diese Bilanz haben die Ersatzkassenverbände zum zehnjährigen Bestehen der Pflegeversicherung gezogen.
Ärzte Zeitung, 27.05.2004
Mehr ambulante Angebote
Kinderhospizverein legt Arbeitsschwerpunkte fest
OLPE (ras). Der Deutsche Kinderhospizverein hat auf der Jahres-Hauptversammlung in Olpe beschlossen, in Zukunft die ambulante Kinderhospizarbeit auszubauen.
Ärzte Zeitung, 27.05.2004
US Berufungsgericht bestätigt Recht auf Sterbehilfe
Oregon: Tödliche Medikamente dürfen weiter verschrieben werden
San Francisco (pte, 27. Mai 2004 09:15) - Ein US-Berufungsgericht hat den Versuch der Bush Administration, Ärzte in Oregon an der Sterbehilfe zu hindern, blockiert.
PRESSETEXT.AUSTRIA 27.05.04
Plebiszit für das ungeborene Kind
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis übergibt Unterschriften gegen Spätabtreibungen
Berlin (DT/KNA) Initiatoren der Kampagne „www.Tim-lebt.de“ haben gemeinsam mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis etwa 76000 Unterschriften gegen Spätabtreibungen dem Bundesjustizministerium übergeben.
DIE TAGESPOST Nr.406 vom 27.05.2004
26. Mai
76.000 Unterschriften gegen Spätabtreibung
Die Zahl der jedes Jahr durch Spätabtreibung getöteten Kinder übertrifft die derjenigen Kinder, die im Alter von bis zu 15 Jahren im Straßenverkehr zu Tode kommen.
Berlin (www.kath.net) Mit der Übergabe von knapp 76.000 Unterschriften im Bundesjustizministerium in Berlin haben die Initiatoren der Kampagne www.Tim-lebt.de auf die grausame Praxis der so genannten Spätabtreibungen aufmerksam gemacht.
KATH.NET 26.05.04
US-Forscher wollen ein Gesicht transplantieren
NEW YORK - Chirurgen in den USA möchten weltweit erstmals ein komplettes Gesicht transplantieren. Der umstrittene Eingriff soll Patienten mit schweren Verbrennungen, Krebs, Schusswunden oder entstellenden Hundebissen zu neuem Aussehen verhelfen.
SWISS INFO 26.05.04
Ärger um Pflegemängel - Pflegekassen und DRK suchen nach Lösungen
KIEL (di). Nach Vorwürfen über erneute Pflegemängel in Schleswig-Holstein suchen Pflegekassen und das in die Kritik geratene Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Norden nach Lösungen. Zur Prüfung der Vorwürfe werden auch Hausärzte der betroffenen Patienten konsultiert.
Ärzte Zeitung, 26.05.2004
"Umverteilen von der Akutmedizin zur Palliativ-Versorgung!"
Nordische Hospiz- und Palliativtagung in Schleswig-Holstein / Renommierter Schmerzmediziner mahnt zusätzliche Palliative-Care-Programme an
SANKELMARK (di). Mangelnde Aufmerksamkeit für alte Menschen in ihrer letzten Lebensphase führt nach Beobachtung von Dr. Stein Husebö zu oft gravierenden Verstößen gegen die Menschenwürde. Der renommierte Palliativmediziner fordert eine Umverteilung der Mittel zu Lasten der Akutmedizin.
Ärzte Zeitung, 26.05.2004
Ulla Schmidt: Die Pflegeversicherung hat sich bewährt und ist ein unverzichtbarer Zweig der sozialen Sicherung
Am 26. Mai 1994 wurde das „Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Bundessozialministerin Ulla Schmidt: „Mit Einführung der Pflegeversicherung wurde die Pflege als eigenständige Aufgabe der Sozialversicherung zu einem gesellschaftlichen Thema gemacht.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 26.05.04
Kritik an zu geringer Bezahlung von Betreuern
Rechtsausschuss (Anhörung)
Berlin: (hib/KOS) Kritik an der mit der Einführung eines Pauschalsystems beim Zeitbudget und bei der Vergütung verbundenen Reduzierung des Betreuungsaufwands sowie die Erörterung problematischer Aspekte beim gesetzlichen Vertretungsrecht für Angehörige prägten am Mittwochnachmittag die Anhörung des Rechtsausschusses zur geplanten Novellierung des Betreuungsrechts (15/2494).
HIB 140/2004 26.05.2004
BVMed fordert Anhörung
BERLIN (HL). Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert eine mündliche Anhörung zur geplanten Änderung der Arzneimittelrichtlinien. Darin geht es um den teilweisen Ausschluß von Sondennahrung als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Ärzte Zeitung, 26.05.2004
Ansichten zur Biomedizin - Welchen Einfluss haben Herkunft und Kultur?
Unter dem Titel „Herausforderungen der Biomedizin – sozio-kulturelle Kontexte, Europäische Regulierungsformen und Bioethik“ haben Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern jetzt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt gestartet. An den Beispielen Organtransplantation und nachgeburtliche (postnatale) Gendiagnostik wollen sie analysieren, wie die Bevölkerung - Patienten und Gesunde - in Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Österreich und Zypern auf neue Entwicklungen in der Biomedizin reagiert und welche Rolle der soziale und kulturelle Kontext dabei spielt.
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch 26.05.04
Österreich: Studie - Mehrheit gegen Präimplantationsdiagnostik
Weitgehend auf Ablehnung in der Bevölkerung stößt die - derzeit verbotene - Präimplantationsdiagnostik. Einer Studie zufolge sprachen sich 69 Prozent der Österreicher gegen solch eine Selektion von Embryonen aus.
SCIENCE.ORF.AT 26.05.04
Gynäkologe haftet nicht
Eltern müssen erhöhte Kosten für behindertes Kind tragen
MÜNCHEN (ddp). Eltern eines schwerbehinderten Kinds können einer Gynäkologin bei einer falschen Diagnose nicht die erhöhten Unterhaltskosten aufbürden.
Ärzte Zeitung, 26.05.2004
25. Mai
Eltern müssen erhöhte Kosten für behindertes Kind selbst tragen
München (ddp.vwd). Eltern eines schwerbehinderten Kindes können einer Frauenärztin auch bei einer falschen Diagnose nicht die erhöhten Unterhaltskosten aufbürden.
YAHOO NEWS 25.05.04
Transparency vernebelt Fakten über die Industrie
Zweifel an der Wirksamkeit der Selbstkontrolle
BERLIN (HL). Im Urteil von Transparency Deutschland blüht im Verhältnis zwischen Ärzten und pharmazeutischer Industrie die Korruption. Daran ändere auch der neue Kodex und die freiwillige Selbstkontrolle nichts. Transparency fordert deshalb einen unabhängigen staatlichen Korruptionsbeauftragten, der mit staatsanwaltschaftlichen Funktionen ausgestattet ist.
Ärzte Zeitung, 25.05.2004
Ärztetag sieht Diskussionsbedarf bei Organspenden
BREMEN (fuh). Sollten postmortale Organspenden grundsätzlich zugelassen werden, sofern nicht ein schriftlicher Widerspruch des möglichen Organspenders vorliegt? Der Vorstand der Bundesärztekammer ist vom Ärztetag beauftragt worden, über dieses Thema zu beraten.
Ärzte Zeitung, 25.05.2004
Kind mit 21 Jahre altem Sperma gezeugt
Mediziner haben einen Rekord aufgestellt. Erstmals wurde mit dem Sperma eines Mannes, das 21 Jahre lang tiefgefroren war, ein Kind gezeugt. Der Junge ist mittlerweile zwei Jahre alt und bei bester Gesundheit.
SPIEGEL ONLINE - 25.05.04
21 Jahre in der Samenbank
Mediziner zeugen Kind mit zwei Jahrzehnte altem Sperma - Vater war mit 17 an Hodenkrebs erkrankt
WISSENSCHAFT.DE 25.05.04
Stammzellen sollen Diabetikern die Insulinspritze ersparen
Bei Patienten, die an der Zuckerkrankheit leiden, liegt eine Störung der Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse vor. Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten werden an der Uni Würzburg in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Jochen Seufert erforscht. Für seine Arbeiten bekam der Mediziner am 20. Mai den mit 10.000 Euro dotierten Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft verliehen.
PRESSEMITTEILUNG Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg 25.05.04
Striktere Regeln für Gewebespenden in den USA
Irritationen bei Schwulen und Lesben
rdg.
Washington, im Mai - Die amerikanische Gesundheitsbehörde, die Food and Drug Administration (FDA), hat neue Regeln zur Verhinderung der Übertragung von Krankheiten bei Organ- oder Gewebetransplantationen sowie bei künstlicher Befruchtung veröffentlicht, die bei Schwulen- und Lesbenverbänden zum Teil Empörung ausgelöst haben.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 25.05.04
24. Mai
Geklonter Bulle geklont - Tier ist gesund und lebt seit vier Jahren
New York (dpa) - Forscher haben einen geklonten Bullen erneut geklont.
WEB.DE 24.05.04
Erster Teil einer Öffentlichen Anhörung zum Betreuungsrecht
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Am Mittwoch, dem 26. Mai, findet um 13 Uhr im Raum 1.228 des Jakob-Kaiser-Hauses der erste Teil einer Öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf des Bundesrates (15/2494) zur Änderung der Betreuungsrechts statt. Eingeladen sind neun Sachverständige, darunter Richter, Rechtsanwälte, der Direktor des Deutschen Caritasverbandes und der Vorsitzende der Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter.
HIB 136/2004 24.05.2004
BVMed schlägt mündliches Anhörungsverfahren zur geplanten Änderung der Arzneimittel-Richtlinien bei Trink- und Sondennahrung vor
Berlin. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, schlägt eine mündliche Anhörung zur geplanten Änderung der Arzneimittel-Richtlinien (AMR) vor, da es bei der Bewertung der Trink- und Sondennahrung völlig unterschiedliche Ansätze gibt.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Medizintechnologie BVMed 24.05.2004 - Nr. 35/04
Delegierte mahnen Integration von Behinderten an
BREMEN (fst). Der Ärztetag hat in einem einstimmig gefaßten Beschluß die Integration behinderter Menschen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angemahnt.
Ärzte Zeitung, 24.05.2004
Nanotechnik: Schlauer Klebstoff
Forscher entwickeln molekulare Maschinen, leistungsfähige Speicherchips und winzige Transportvehikel - sie benutzen dazu die Erbsubstanz DNA.
DER SPIEGEL 22/2004 24.05.04
23. Mai
Horst Köhler im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt
12. Bundesversammlung
Berlin: (hib/VOM/MAR) Horst Köhler (CDU) wird neuer Bundespräsident. Der gemeinsame Kandidat von CDU/CSU und FDP wurde heute im ersten Wahlgang mit 604 Stimmen der 12. Bundesversammlung im Berliner Reichstagsgebäude gewählt. Der bisherige geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds ist damit Nachfolger von Johannes Rau (SPD), dessen fünfjährige Amtszeit am 1. Juli mit der Vereidigung Köhlers endet.
HIB 135/2004 23.05.04
Siehe zu den biopolitischen Positionen des neuen Bundespräsidenten folgendes Interview:
"Hilfreich, dass ich Ökonom bin"
HORST KÖHLER / Wofür steht der Kandidat von Union und FDP?
Am 23. Mai tritt er gegen Gesine Schwan an. Ein Gespräch über Europas Identität, Nachteile von Familien und die Lebensfreude Behinderter.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 19, 06.05.2004
Forscher klonen Klon
Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen, den Klon eines Bullen erneut zu klonen. Bevor sie den Erfolg bekannt gaben, warteten die Forscher jedoch vier Jahre. Der Enkelklon hat mittlerweile schon selbst Nachwuchs - allerdings nur natürlichen.
SPIEGEL ONLINE - 23.05.04
22. Mai
Schweiz: Von der natürlichen Knappheit der Organe
Kaum ein anderes Thema geniesst - politisch gesprochen - solch weit verbreitetes Wohlwollen der Bevölkerung wie die Transplantationsmedizin. Dies lässt sich zumindest aus der Volksabstimmung schliessen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 22.05.04
21. Mai
Hilfe statt Sterbehilfe
Interview mit der ehemaligen Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD)
Moderation: Doris Simon
Doris Simon: "Patientenautonomie am Lebensende" unter dieser Überschrift beschäftigt sich seit letztem Herbst eine Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums mit der Sterbehilfe. Wer soll wann und unter welchen Bedingungen über den Tod eines Menschen entscheiden dürfen und wann muss der Staat strafend eingreifen.
DEUTSCHLANDFUNK 21.5.2004
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schätzen Deutschland
Bulmahn: "Deutschland ist die Heimat für internationale Spitzenkräfte"
Deutschland ist bei Spitzenkräften aus der Wissenschaft international bekannt und beliebt. Dies ist nach Ansicht von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn ein Erfolg der Wissenschaftspolitik der Bundesregierung:
PRESSEMITTEILUNG BMBF 21.05.04
Behörde widerruft Patent auf Brustkrebsgen
Europäisches Patentamt kippt eines der drei Patente für das Gen BRCA1 / Erfinderische Leistung war nicht ausreichend
Ärzte Zeitung, 21.05.2004
Brustkrebs-Gen verliert Patentschutz
MÜNCHEN. Das Europäische Patentamt (EPO) hat die Patentierung des Brustkrebsgens BRCA1 zurückgenommen. Der Patientinhaber, die US-Firma Myriad Genetics, darf damit vorerst keine Lizenzgebühren mehr von europäischen Laboratorien einfordern, was den Test deutlich verbilligen dürfte.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.05.04
BMBF startet "Forschung konkret" als neuen Wissenschaftsdienst
Aktuelle Informationen über geförderte Forschung Fotos und Recherchetipps
Mit dem neuen Wissenschaftsdienst "Forschung konkret" baut das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seine Forschungs-Berichterstattung aus. Er erscheint periodisch zunächst vierteljährlich und vermittelt die konkreten Ergebnisse aus der Forschung und die Wirkung der BMBF-Förderung.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 21.05.04
Eröffnung des 107. Deutschen Ärztetages: Die Konsequenzen der Gesundheitsreform ehrlich aufzeigen
Gegensätzliche Positionen der Ärzteschaft und der Bundesgesundheitsministerin.
Bundespräsident Rau plädiert für die Heilkunst.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 21 vom 21.05.2004
Integration von Behinderten ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Bremen, 21.05.2004: Trotz vieler unbestreitbarer Fortschritte in den letzten Jahren ist eine tatsächliche Gleichstellung von behinderten und nicht behinderten Menschen noch nicht erreicht. Deshalb hat der 107. Deutsche Ärztetag in Bremen an alle in Klinik und Praxis tätigen Ärzte appelliert, ihre ärztliche Tätigkeit im Rahmen von Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation bei behinderten Menschen in besonderem Maße auf deren spezifischen Belange auszurichten.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 21.05.04
Fallpauschalen-System wird zum Glücksspiel
Massive Umverteilungen befürchtet die Ärzteschaft mit Beginn der Konvergenzphase zur Einführung der Fallpauschalen-Abrechung an den Krankenhäusern im Jahr 2005. Diese könnten für das einzelne Krankenhaus einen Budgetzuwachs oder -abschlag im zweistelligen Prozentbereich bedeuten und damit für viele Kliniken zur existenziellen Frage werden, erklärte heute der 107. Deutsche Ärztetag in Bremen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 21.05.04
Patienten ohne gesicherten Aufenthaltsstatus versorgen
Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland müssen Zugang zur medizinischen Versorgung haben, forderte der 107. Deutsche Ärztetag heute in Bremen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 21.05.04
Reproduktionsmedizin: Erste Gravidität nach Kryokonservierung
Leinmüller, Renate
Weltweit erstmals ist in Brüssel nach laparoskopischer (orthotoper) Transplantation kryokonservierten Ovargewebes eine spontane Schwangerschaft eingetreten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 21 vom 21.05.2004
Wo im Gehirn das Gefühl des Bedauerns sitzt
Der orbitofrontale Cortex hinter der Stirn ermöglicht, aus Fehlern zu lernen
Gefühle des Bedauerns entstehen in einer Hirnregion hinter der Stirn. Patienten mit Schädigungen dieses so genannten orbitofrontalen Cortex können kein Bedauern empfinden und schneiden daher in manchen Glücksspielaufgaben schlechter ab als Gesunde.
WISSENSCHAFT.DE 21.05.04
Berliner Modellprojekt: Der Arzt am Pflegebett
Richter-Reichhelm, Manfred; Müller, Rolf D.
Seit sechs Jahren praktizieren Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte ein erfolgreiches Versorgungskonzept, das bei hoher Qualität zu beachtlichen Einsparungen führt.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 21 vom 21.05.2004
Pflegeversicherung: Pflegefall
Kommentar Harald Clade
Die gesetzliche Pflegeversicherung, 1995 als fünfte Säule des gegliederten Systems der sozialen Sicherung gestartet, gerät immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 21 vom 21.05.2004
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.05.04
USA: Gentest nur mit Zustimmung der Patienten
WASHINGTHON. Amerikanische Ärzteverbände haben die kürzlich vom Senat verabschiedeten neuen gesetzlichen Bestimmungen zu Gentests abermals als „vernünftigen Kompromiss“ gelobt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.05.04
George W. Bush: 'Schützt und ehrt das Leben in all seinen Phasen'
Der US-Präsident sprach sich in zwei Reden gegen Abtreibung und Euthanasie aus und möchte die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau in Verfassungrang heben
KATH.NET 21.05.04
20. Mai
Der Perfektion den Prozess machen
Der amerikanische Politologe Michael J. Sandel argumentiert gegen Designer-Babys als Ausdruck unseres Drangs zur Perfektion. Das Leben muss als Gabe begriffen werden, schreibt er in seinem Essay «The Case against Perfection», das die Netzeitung in Auszügen veröffentlicht.
Von Michael J. Sandel
NETZEITUNG.DE 20.05.04
Anm.: Siehe dazu auch das Interview NETZEITUNG.DE vom 19.05.04
19. Mai
Mehr Rechtssicherheit für Arzt und Patient
Eine Kommission des Justizministeriums plant gesetzliche Änderungen zur passiven Sterbehilfe
Mira Gajevic und Regina Kerner
BERLIN, 18. Mai. Die passive Sterbehilfe, also der Verzicht auf künstliche lebensverlängernde Maßnahmen bei Todkranken, soll in Deutschland eindeutig straffrei gestellt werden. Dazu will eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Arbeitsgruppe eine Veränderung des Strafgesetzbuches vorschlagen.
BERLINER ZEITUNG 19.05.04
Anm.: Ein vielzitierter Artikel.
Der selbstbestimmte Tod
Kommentar Mira Gajevic
Bisher konnten Menschen, die eine Patientenverfügung hinterlegten, nicht sicher sein, dass sich Ärzte oder Pfleger an diesen letzten Willen hielten. Immer wieder mussten die Gerichte trotz eines Patiententestaments über den gewünschten Abbruch einer Therapie entscheiden, weil Mediziner fürchteten, wegen unterlassener Hilfeleistung verklagt zu werden.
BERLINER ZEITUNG 19.05.04
Arbeitsgruppe macht Verwirrung perfekt
Berlin. Im Juni will Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ vorstellen. Nach aktuellen Äußerungen eines Mitglieds der Arbeitsgruppe sollen Patientenverfügungen eine grundsätzliche Stärkung erhalten.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 19.05.04
Palliativstationen für Schwerkranke reichen noch nicht
FRANKFURT/MAIN (hbr). Die Palliativmedizin ist in Deutschland auf dem richtigen Weg. Aber das Ziel - eine flächendeckende Versorgung - ist noch nicht erreicht. Dieses Fazit hat Professor Eberhard Klaschik aus Bonn beim Schmerzkongreß in Frankfurt am Main gezogen.
Ärzte Zeitung, 19.05.2004
Die Beherrschung des Lebens muss Grenzen haben
Wenn die Gesellschaft sich nicht auf Grenzen einigt, werden Eltern ihre Kinder mittels künstlicher Befruchtung bald nach ihren Wünschen auswählen. Davor warnt Michael J. Sandel im Gespräch mit der Netzeitung.
Prof. Michael J. Sandel lehrt politische Philosophie an der Harvard University. Derzeit ist er Mitglied des amerikanischen nationalen Ethikrats, dem President's Council on Bioethics.
NETZEITUNG 19.05.04
Weltweit erste Stammzellenbank in Großbritannien eröffnet
London (dpa) - Die weltweit erste Bank für Stammzellen aus menschlichen Embryonen ist in Großbritannien eröffnet worden.
WEB.De 19.05.04
Die Akte Dolly
Das Schaf starb nicht an den Folgen des Klonens. Die Zeugungsart beeinflusste seine Lebensdauer kaum
DIE ZEIT 19.05.2004 Nr.22
Schmidt verteidigt Umbau des Gesundheitswesens
Interview mit Ulla Schmidt (SPD), Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung
DEUTSCHLANDFUNK 19.5.2004
Ärztetag: Reform verbaut Zugang zum Gesundheitswesen
Bremen, 19.05.2004: Durch die Reformen des Gesundheitswesens der letzten Jahre droht der offene Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung verloren zu gehen, warnt der 107. Deutsche Ärztetag in Bremen. "
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 19.05.04
Ultraschall unterstützt Gentherapie
Hoffnung auf Gewebeerneuerung nach Herz- oder Hirninfarkt / Therapie ohne Viren
MANNHEIM (gvg). Eine durch Ultraschallanwendung am Herzen stimulierte, lokale Gentherapie kann helfen, daß Stamm- und Vorläuferzellen aus dem Knochenmark leichter ihren Weg ins Herz finden. Dort können sie an der Regeneration von lädiertem Herzmuskelgewebe mitwirken.
Ärzte Zeitung, 19.05.2004
Meeresschwämme liefern Wirkstoff gegen Leukämie
Ergebnis der BMBF-Förderung "Marine Naturstoffe" in Frankfurt vorgestellt
Gerade in Meeresorganismen entdecken Wissenschaftler immer mehr Substanzen zur Behandlung von Krankheiten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenzzentrum BIOTECmarin in Mainz hat einen Wirkstoff gefunden, der in biologischen Tests gegen Leukämiezellen wirkt.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 19.05.04
Die Angst vor der Dunkelheit
Mein Immunsystem läuft Amok und greift die Netzhaut an. Keine der bekannten Therapien hilft. Um die drohende Erblindung abzuwenden, schlagen die Ärzte ein riskantes Experiment vor: Antikörper sollen den Angriff stoppen. Ein unfreiwilliger Report
Von Ulrich Bahnsen
DIE ZEIT 19.05.2004 Nr.22
Lebensqualität nachhaltig verbessern
Transplantationsmedizin vor neuen Herausforderungen
Von Klaus Herbst
Medizin. - Eines der größten Probleme der Transplantationsmedizin ist die Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen. Oft kommt es dabei zu Nebenwirkungen wie Diabetes oder Bluthochdruck. Wenn es gelingt, die Komplikationen zu verhindern, gleichzeitig die implantierten Organe möglichst lange gesund zu erhalten und gefährliche Infektionen zu vermeiden, dann verbessern sich Lebensqualität und Nachhaltigkeit von Organtransplantationen. Auf dem American Transplantation Congress in Boston haben Experten fünf Tage lang Innovationen und Verbesserungen in diesem Bereich diskutiert.
DEUTSCHLANDFUNK 19.5.2004
Genesung nach Zelltransplantation dauert bis zu fünf Jahre
Körperliche Erholung findet am raschesten statt
PRESSETEXT.AUSTRIA 19.05.04
60 Millionen Euro für Pflegeheime im Südwesten
STUTTGART (mm). Mit rund 60 Millionen Euro wird die Landesregierung in Stuttgart 48 Bauprojekte für Pflegeheime in Baden-Württemberg bezuschussen.
Ärzte Zeitung, 19.05.2004
18. Mai
Ärztetag: Bundespräsident Rau mahnt zur Solidarität und Patientennähe
BREMEN. In seiner Rede auf dem 107. Deutschen Ärztetag in Bremen hat Bundespräsident Johannes Rau für einen verantwortungsvollen Umgang zwischen Ärzten und Patienten geworben. Gesundheit sei ein hohes Gut, aber keine Ware, sagte der Bundespräsident.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.05.04
Hoppe: Der Patient darf nicht zum Bittsteller werden - 107. Deutscher Ärztetag in Bremen eröffnet
Bremen: "Die Gesundheitsreform fördert nicht den Wettbewerb um Qualität, sondern den Wettbewerb um Profit", erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe heute zur Eröffnung des 107. Deutschen Ärztetages in Bremen. Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz nehme die Politik Abschied von der flächendeckenden und vor allem wohnortnahen Versorgung.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 18.05.04
Schweiz: Referendum über das Stammzellenforschungsgesetz zu Stande gekommen
BERN - Über das Stammzellenforschungsgesetz wird das Volk entscheiden. Mit 85 470 gültigen Unterschriften ist das Referendum zu Stande gekommen, wie die Bundeskanzlei im Bundesblatt festhält.
SWISS INFO 18.05.04
Das Orakel der Stammzellforscher
Schon bald werden Ärzte mithilfe der Zell-Alleskönner viele Krankheiten heilen können. Deutsche Forscher spielen dabei nur eine Nebenrolle
Lisa Eversmann
BERLINER ZEITUNG 18.05.04
Vorhandene Möglichkeiten zur Stammzellforschung nicht schlecht reden
Kompromiss nicht in Frage stellen
Der gefundene Kompromiss zur embryonalen Stammzellforschung sollte nicht in Frage gestellt werden. Forderungen nach einer Novellierung des Stammzellgesetzes sind abzulehnen.
PRESSEMITTEILUNG 18.05.04 Thomas Rachel MdB, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' zur Forderung nach einer Liberalisierung der embryonalen Stammzellforschung
Forscher: Sicherheitsprogramm verlängert Chromosomenenden im Embryo
Länge der Telomere wird in einem frühen Entwicklungsstadium erneut überprüft - bei Bedarf wird verlängert
WISSENSCHAFT.DE 18.05.04
Urzeitliche Gene im Menschen entdeckt
Australische Forscher auf Spuren der Bedienungsanleitung des Lebens
Brisbane (pte, 18. Mai 2004 10:44) - Forschern des Institute for Molecular Bioscience (IMB) der University of Queensland ist es gelungen, genetische Elemente zu entdecken, die seit hunderten von Jahren identisch geblieben sind.
PRESSETEXT.AUSTRIA 18.05.04
Pathologen profitieren von Molekularbiologie
Wissenschaftler prognostizieren, daß schon in wenigen Jahren Gen-Chips in der Onkologie Alltag sein werden
Philipp Grätzel von Grätz
Ärzte Zeitung, 18.05.2004
17. Mai
Delphi-Studie: Wissenschaftler mehrheitlich für verstärkte Forschung mit adulten Stammzellen
Die Forschung mit gewebespezifischen (adulten) Stammzellen sollte nach Ansicht von Wissenschaftlern und Klinikern aus Deutschland verstärkt werden, zurückhaltender beurteilen sie die embryonale Stammzellforschung.
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch 17.05.04 IDW
Die Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland
Peter Wiedemann, Jörg Niewöhner, Judith Simon und Christof Tannert
Die vorliegende Studie ist im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „Diskurs zu den ethischen Fragen der Biomedizin“ entstanden und Resultat der Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe für Bioethik und Wissenschaftskommunikation am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik (MUT) am Forschungszentrum Jülich.
Das Ziel der Delphi-Studie ist es, Potenziale der Stammzellforschung in Deutschland zu ermitteln und zu bewerten. Es geht darum, Einschätzungen zu zukünftigen wissenschaftlich-technischen Durchbrüchen in der Stammzellforschung zu erhalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Thesen und Annahmen zu derzeit denkbaren und diskutierten Szenarien. Die Delphi-Studie zielt also auf die Ermittlung von Zukunftstrends ab, nicht auf die exakte Vorhersage von Ereignissen.
Der Sinn einer Delphi-Studie besteht letztlich darin, politischen und anderen Entscheidungsträgern fundierte Handlungsempfehlungen für eine strategische Ausrichtung der Forschung zu liefern. Es sollen Anstöße für aktuelle politische Interventionen gegeben werden, welche die Rahmenbedingungen betreffen, innerhalb deren zum einen die Chancen der Forschung realisiert und zum anderen die Risiken minimiert werden können.
17 Seiten, April 2004, veröffentlicht, 17.05.04
Stammzellen als Trojanische Pferde
Genfähren bringen Tumorzellen den Tod
Die mit Stammzellen verbundenen medizinischen Hoffnungen richten sich in der Regel auf den Ersatz erkrankter Gewebe oder Organe. Die Onkologie, die ja ein Zuviel von (krankhaftem) Gewebe bekämpft, wird selten in einem Atemzug mit Stammzellen genannt. Für PD Dr. Christian Beltinger in der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Ulm ist das Grenzland zwischen Stammzellbiologie und Onkologie jedoch ein überaus vielversprechendes Forschungsgebiet.
PRESSEMITTEILUNG Uni Ulm 17.05.04
Novelle des Arzneigesetzes ist gescheitert
Bundesrat läßt vermitteln
BERLIN (vn/cl). Die Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG) kann vorerst nicht in Kraft treten. Der unionsdominierte Bundesrat hat die von Opposition bereits im Bundestag abgelehnte 12. AMG-Novelle am Freitag gestoppt und den Vermittlungsausschuß angerufen.
Ärzte Zeitung, 17.05.2004
Anm.: Bei der AMG-Novelle geht es auch um fremdnützige Forschung an Nichteinwilligungsfähigen.
Gemeinsamer Bundesausschuss will Erstattungsfähigkeit von Trink- und Sondennahrung einschränken - BVMed: „Mangelernährung mit Krankheitswert ungenügend berücksichtigt"
Berlin. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, kritisiert die geplanten Einschränkungen bei der Erstattungsfähigkeit der Trink- und Sondennahrung in der Neufassung der Arzneimittel-Richtlinien (AMR) durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Medizintechnologie BVMed 17.05.2004 - Nr. 33/04
Regierung soll ihre Pläne zur Reform der Pflegeversicherung erläutern
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Nach den Plänen der Bundesregierung zur Reform der Pflegeversicherung fragt die CDU/CSU-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (15/3121). Die Pflegeversicherung habe sich bewährt, stehe aber vor "gewaltigen" Herausforderungen demographischer und finanztechnischer Art.
HIB 131/2004 17.05.04
Union nimmt Mittelvergabe in der Forschungsförderung unter die Lupe
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Die Mittelvergabe im Bereich von Forschung und Entwicklung (FuE) interessiert die CDU/CSU-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (15/3109). Nach Angaben der Fraktion wurden die Mittel für bereits genehmigte Fördermaßnahmen bei vielen FuE-Programmen bislang nicht ausgezahlt.
HIB 131/2004 17.05.04
Organspende: Empfänger Blutgruppe 0, Spender Blutgruppe A - kein Supergau, sondern ein Schritt in medizinisches Neuland
Von Nicola Siegmund-Schultze
Ärzte Zeitung, 17.05.2004
107. Deutscher Ärztetag vom 18. - 21. Mai 2004 in Bremen
Hier gibt es alle Beschlüsse, Referate, Mitteilungen etc.
Artikel vom 01. bis 15. Mai 2004
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