Presse
Pressespiegel 01.-15. November 2004
Anzahl: 97 Artikel, Stand 15.12.04
15. November
In-vitro-Fertilisierung als bevölkerungspolitisches Instrument?
HANNOVER. Mehr als 63 000 Paare haben im letzten Jahr in Deutschland die Dienstleistung der Reproduktionsmedizin in Anspruch genommen, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.11.04
Auswertung des Deutschen IVF-Registers für das Jahr 2003
31 Seiten, veröffentlicht November 2004
Pressemappe Arbeitsgemeinschaft Reproduktionsmedizinischer Zentren Niedersachsens und Bremen e.V. zur zum 5. Symposium für gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin und zum XVIII. Jahrestreffen der Deutschen IVF-Zentren
11.11. - 13.11.2004 Hannover
25 Seiten mit zahlreichen kurzen Beiträgen und Lebensläufen
Brustkrebs-Gen führt auch zu anderen Tumoren
HEIDELBERG. Dass Frauen mit dem “Brustkrebs-Gen” BRCA1/2 auch ein erhöhtes Risiko auf ein Ovarialkarzinom haben, war bekannt. Eine neue bevölkerungsbasierte Kohortenstudie in den Annals of Oncology (2004; doi:10.1093/annonc/mdh474) zeigt, dass auch das Risiko auf Pankreas- und Magenkrebs erhöht ist.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.11.04
13. November
Britische Wunschbabys?
Die britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie erwägt, ihre Regeln für die Schaffung von "Designer-Babys" weiter zu lockern.
DIE WELT 13.11.04
12. November
217 Fälle von Zweifel und Leid
Spätabtreibungen sind selten. Die Debatte um sie ist emotional aufgeladen: Die Union fordert jetzt, per Gesetz die Hürden für betroffene Frauen zu erhöhen. Rot-Grün sieht die Frauen unter Druck
Von Anja Maier und Cosima Schmitt
TAZ 12.11.04
Zwangsberatung schadet nicht
Die Haltung Der Union ist im Sinne der Frau
Kommentar von Cosima Schmitt
Mit ihrem Antrag im Bundestag rührt die CDU an ein meist hinter Krankenhausmauern verbanntes Tabuthema: die Spätabtreibung. Ärzte töten Föten, die schon sechs oder acht Monate alt sind, weil sie sonst schwer behindert zur Welt kämen.
TAZ 12.11.04
Union will Paragraph 218 nachbessern
Rot-Grün gegen Begrenzung von Abtreibungen nach dem 6. Schwangerschaftsmonat
Berlin - SPD und Grüne haben im Bundestag eine gesetzliche Begrenzung von Spätabtreibungen - aus medizinischen Gründen zulässige Schwangerschaftsabbrüche ab der 23. Schwangerschaftswoche - abgelehnt.
DIE WELT 12.11.04
Spätabtreibungen: Geteilte Verantwortung
Klinkhammer, Gisela
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert Gesetzesnachbesserungen zur Vermeidung von Schwangerschaftsabbrüchen nach der 22. Woche.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3074
Zypries begrüßt Einigung bei Biopatent-Richtlinie
Die Regierungs-Koalition hat sich gestern auf Einladung von Bundesjustizministerin Zypries auf einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der Biopatent-Richtlinie geeinigt.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 12.11.04
Was lange währt…
Regierungsfraktionen und Justizministerin finden Kompromiss für Umsetzung der EU-Biopatentrichtlinie
Von Ruth Ciesinger
TAGESSPIEGEL 12.11.04
Beim Gendiagnostik-Gesetz wollen Abgeordnete an vielen Stellen nachbessern - selbst beim Gesetzestitel
Von Florian Staeck
Über zwei Jahre haben mehrere Bundesministerien an einer Rohfassung gebrütet, seit Mitte Oktober liegt der Arbeitsentwurf für ein Gendiagnostikgesetz (Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen) endlich vor.
Ärzte Zeitung, 12.11.2004
Patientenverfügungen: Verbindlichkeit bekräftigt
Klinkhammer, Gisela
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries legte in Berlin Eckpunkte eines Gesetzentwurfes vor.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3076
Regierungsentwurf zu Patientenverfügungen birgt Gefahren für Behinderte
Regelung gefährdet das Leben von betreuten Menschen
Zum Entwurf der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen im Betreuungsrecht erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Patientenverfügungen im Betreuungsrecht birgt Gefahren für Menschen mit Behinderungen, die eine gesetzliche Betreuung haben: denn die Wirksamkeit der Patientenverfügung soll nicht nur auf unvermeidbar zum Tode führende Grundleiden beschränkt bleiben.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 12.11.04
Präsidentschaftswahl in den USA: Bioethische Schranken
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Auch wenn die Mehrheit der Deutschen vom Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA enttäuscht ist – zumindest aus dem bioethischen Blickwinkel ist der Wiederwahl von George W. Bush Positives abzugewinnen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3061
6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen in Deutschland
Wiesbaden – Wie das Statististische Bundesamt mitteilt, lebten zum Jahresende 2003 in Deutschland 6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen; das waren rund 70 000 oder 1,1% weniger als am Jahresende 2001. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung war in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,0%) schwerbehindert.
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 12.11.04
Pflegeausbildungen auf neuem Kurs
Bundesministerin Renate Schmidt startet Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 12.11.04
Qualitätsbericht offenbart Mängel in der Pflege
BERLIN (hak). Sowohl in der ambulanten wie auch in der stationären Pflege gibt es gravierende Versorgungsdefizite. Das ist das Ergebnis des ersten Pflege-Qualitätsberichts von Pflegekassen und Medizinischem Dienst (MDS).
Ärzte Zeitung, 12.11.2004
Wann die Stunde schlägt
Mediziner diskutieren definitive Todeszeit beim Menschen
Medizin. - Ein Mensch ist tot, so wurde 1997 per Gesetz festgelegt, wenn sein Gehirn keinerlei Aktivität mehr zeigt. Diese Regelung sollte Unklarheiten beseitigen, die mit den Fortschritten der Intensiv- und der Transplantationsmedizin einher gingen. Durch neue Techniken aus der Anästhesie beispielsweise war das bis dahin gültige Herztod-Kriterium nicht weiter haltbar. Auf dem bis Mittwoch in Berlin stattfindenden 17. Jahreskongress der European Society of Intensive Care Medicine wird das Thema neu diskutiert.
DEUTSCHLANDFUNK 12.10.2004
Ethik-Kommissionen: Verfahren vereinfacht
Mit der zwölften Novelle zum Arzneimittelgesetz und der Verordnung über die Anwendung der Guten Klinischen Praxis bei der Durchführung von klinischen Prüfungen mit Arzneimitteln wird die EU-Richtlinie 2001/20/EG in deutsches Recht umgesetzt.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3088
Genetische Diagnostik vor dem Hintergrund von Millionen Polymorphismen
Propping, Peter
Die genetische Diagnostik hat Einzug in die praktische Medizin gehalten. Bald werden die vielen Tausend monogen erblichen Krankheiten mithilfe molekulargenetischer Methoden diagnostizierbar sein.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3100
Bulmahn gratuliert Biochip-Forschern zum Zukunftspreis 2004
Alle vier nominierten Projekte in BMBF-Förderung gewesen
PRESSEMITTEILUNG BMBF 12.11.04
Mit Stammzellen aus der Nabelschnur gegen Schlaganfall und Parkinson
Leipzig, 11.11.2004: Wissenschafter der Biotech-Firma Vita34 und der Universität Leipzig wollen mit Stammzellen aus der Nabelschnur gegen Schlaganfall und Parkinsonsche Erkrankung vorgehen. Das Forschungsvorhaben wird vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit mit insgesamt 412.000 Euro unterstützt.
PRESSEMITTEILUNG Vita 34, 12.11.04
11. November
Beratung von Schwangeren und Paaren nach pränataler Diagnostik erweitern
Familie/Antrag
Berlin: (hib/SAS) Das Beratungsangebot für Schwangere erweitern und verbessern, die bei einer pränatalen Diagnostik von einer Behinderung ihres ungeborenen Kindes erfahren haben, ist ein Anliegen der Koalitionsfraktionen. Wie sie in ihrem Antrag (15/4148) erklären, müssten Frauen bei der ärztlichen Schwangerschaftsvorsorge so umfassend und wertfrei informiert werden, dass sie eine eigenverantwortliche Entscheidung für oder gegen einen Abbruch ihrer Schwangerschaft treffen können.
HIB 275/2004 11.11.04
Auszug aus dem Plenarprotokoll 15/138 zur Debatte über Spätabtreibung
Am 11.11.04 fand im Deutschen Bundestag eine Debatte zum Thema Spätabtreibung statt. Hier finden Sie den entsprechenden Auszug aus dem offiziellen Plenarprotokoll 15/138 vom 11.11.04. Abschließend erfolgte eine Überweisung der beiden zur Debatte eingebrachten Anträge
Drucksache 15/4148 und Drucksache 15/3948 an diverse Ausschüsse. Weitere Diskussionen werden folgen...
18 Seiten, (1,4 MB)
Dazu die eingebrachten Anträge:
Psychosoziale Beratungsangebote bei Schwangerschaftsabbrüchen nach medizinischer Indikation ausbauen
Antrag der Abgeordneten Christel Humme, Sabine Bätzing, Ute Berg, Peter Dreßen,
Renate Gradistanac, etc. und der Fraktion der SPD
sowie der Abgeordneten Irmingard Schewe-Gerigk, Ekin Deligöz, Jutta Dümpe-Krüger,
Birgitt Bender, Volker Beck (Köln), Katrin Göring-Eckardt, Krista Sager
und der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
9 Seiten, Drucksache 15/4148, 10.11.2004
Vermeidung von Spätabtreibungen – Hilfen für Eltern und Kinder
Antrag der Abgeordneten Dr. Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Maria Eichhorn, Hubert
Hüppe, Thomas Rachel, etc. und der Fraktion der CDU/CSU
8 Seiten, Drucksache 15/3948, 19.10.2004
Paragraf 218 – unantastbar?
Patientenverfügung und Spätabtreibung – zwei Fragen des Lebensschutzes bestimmen die politische Debatte. Die Union will Klarstellungen zum Paragrafen 218 vornehmen. Rot-Grün lehnt das ab. Auch Berlins Pläne für ein Sterben in Würde sorgen für Streit.
Autor: Matthias Gierth
RHEINISCHER MERKUR Nr. 46, 11.11.2004
Spätabtreibung vermeiden - Eltern und Kindern Hilfe bieten
11. November 2004 - Anlässlich der 1. Lesung des erneut von CDU/CSU eingebrachten Antrages zur Vermeidung von Spätabtreibungen erklärt die frauenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB
PRESSEMITTEILUNG Maria Eichhorn MdB, CDU 11.11.04
Der schwierige letzte Wille
Autor: Matthias Gierth
Es geschehe – mein Wille! Dass Sterben in Würde – erst recht vor dem Hintergrund einer immer leistungsstärkeren Apparatemedizin – ein erstrebenswertes Ziel darstellt, ist unter den Deutschen nicht umstritten.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 46, 11.11.2004
Pflegekassen und MDS stellen Pflegequalitätsbericht vor
Qualität der Pflege muss weiter verbessert werden
Die Qualität in der ambulanten und stationären Pflege entwickelt sich seit Ende der 90er Jahre in den ambulanten Pflegediensten und in den Pflegeheimen zunehmend positiv; allerdings gibt es nach wie vor auch Qualitätsdefizite und deshalb weiterhin Handlungsbedarf.
Gemeinsame Presseerklärung AOK-Bundesverband, Bonn, BKK-Bundesverband, Essen, IKK-Bundesverband, Bergisch-Gladbach, See-Krankenkasse, Hamburg, Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen, Kassel, Bundesknappschaft, Bochum,
Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V., Siegburg, AEV – Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V., Siegburg,
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS), Essen
Marion Caspers-Merk: Erstmaliger Bericht über Pflegequalität schafft Transparenz
Heute stellt der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen seinen ersten Bericht zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege vor. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Qualitätssicherung und zur Stärkung des Verbraucherschutzes in der Pflege, das seit dem 1. Januar 2002 in Kraft ist.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) 11.11.04
Qualität in der ambulanten und stationären Pflege
1. Bericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS))
nach § 118 Abs. 4 SGB XI
145 Seiten, (541 kb) veröffentlicht am 11.11.04
Rot-gruene Einigung bei Biopatenten
Anlaesslich der Beratungen der Koalitionsfraktionen zur Umsetzung der Biopatent-Richtlinie erklaeren Hans-Joachim Hacker, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, und Reinhard Loske, stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Buendnis 90/Die Gruenen:
Die Koalitionsfraktionen haben sich auf eine Umsetzung der EU-Biopatentrichtlinie in nationales Recht geeinigt.
PRESSEMITTEILUNG Hans-Joachim Hacker, MdB SPD und Reinhard Loske, MdB Buendnis 90/Die Gruenen 11.11.04
Einigung bei Biopatenten
Rot-Grün beendet jahrelange Auseinandersetzungen
Jörg Michel
BERLIN, 11. November. Nach jahrelangem Streit innerhalb der Koalition haben sich Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) und die Fraktionen von SPD und Grünen auf die Umsetzung der Biopatentrichtlinie der EU geeinigt.
BERLINER ZEITUNG 11.11.04
Die Ethnopille
Das Herzmittel BiDil soll besonders für Afroamerikaner geeignet sein. Ist das neue Medikament rassistisch?
Von Stephanus Parmann
DIE ZEIT 11.11.2004 Nr.47
57jährige Frau aus den USA bringt Zwillinge zur Welt
Drei Tage vor ihrem 57. Geburtstag hat eine Frau in Manhattan gesunde Zwillinge zur Welt gebracht. Die kleine Francesca und ihr Bruder Gian wurden per Kaiserschnitt entbunden, berichtete der Fernsehsender "New York 1". Mit der Geburt ihrer beiden Babys setzt die Therapeutin Aleta St. James eine neue Rekordmarke: Sie darf sich als älteste Zwillingsmutter der USA rühmen.
Ärzte Zeitung, 11.11.2004
"Sie waren Karrieristen, Antisemiten oder auch schlicht Sadisten"
"Medizin und Verbrechen" - Dauerausstellung im ehemaligen Krankenrevier des KZ Sachsenhausen beleuchtet die Greuel der SS-Ärzte
Ärzte Zeitung, 11.11.2004
10. November
Deutschland muss sich für ein vollständiges Klonverbot der VN einsetzen
Forderung des Bundestages war und bleibt klar
10. November 2004: Anlässlich der in dieser Woche fortgesetzten Verhandlungen bei den Vereinten Nationen über ein weltweites Klonverbot erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, und der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission Recht und Ethik in der modernen Medizin, Thomas Rachel MdB:
Wir fordern Bundesminister Fischer nachdrücklich und unter Verweis auf den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 20. Februar 2003 auf, sicherzustellen, dass sich die deutsche Delegation bei den Vereinten Nationen konsequent für ein Verbot des reproduktiven und des so genannten therapeutischen Klonens einsetzt, äußert und entsprechend handelt.
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer MdB und Thomas Rachel MdB, CDU 10.11.04
UN-Komitee fordert liberales Abtreibungsgesetz in Polen
Das UNO-Menschenrechtskomitee will Polen unter Druck setzen. Polnischer Pro-Life-Sprecher: Das ist ein „Angriff der UNO auf die Souveränität Polens“.
KATH.NET 10.11.04
Genetischer Fingerabdruck legt Medikamentenfälschern das Handwerk
Von Werner Stingl
Schätzungen zufolge sind heute weltweit zehn Prozent aller Markenarzneimittel, die im Umlauf sind, gefälscht, wie Dr. Mona Abdel Tawab vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker aus Eschborn auf einer Pressekonferenz in München berichtet hat.
Mit einem Anteil von über 70 Prozent werden derzeit gefälschte Arzneimittel noch überwiegend in Entwicklungsländern abgesetzt.
Ärzte Zeitung 10.11.04
09. November
Schöner Sterben
Von Stephan Baier
Mit seinem Euthanasie-Bericht kam der liberale Schweizer Dick Marty im Europarat nicht voran. Jetzt startet er den zweiten Anlauf: Geändert wurde vor allem der Titel des Berichts.
DIE TAGESPOST vom 09.11.2004
„Bitte, da ist der Ausgang“
Die älter werdende Gesellschaft hält die Euthanasie für einen Ausweg aus dem Pflege-Dilemma – Über die moralischen Grundlagen eines würdevollen Sterbens
Von Martina Fietz
DIE TAGESPOST vom 09.11.2004
"Die Ablehnung einer Behandlung ist bindend"
Bundesärztekammerpräsident Hoppe hält Reichweitenbeschränkung von Patientenverfügungen für nicht sinnvoll
BERLIN. Im Gegensatz zum Marburger Bund hält es Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe für falsch, die Reichweite von Patientenverfügungen auf finale Krankheitsstadien zu beschränken. Anders als Justizministerin Brigitte Zypries fordert er, daß Patienten vor Abfassen der Willenserklärung mit ihrem Arzt sprechen sollten. Die Verfügung sollte möglichst zeitnah zur Entscheidungssituation formuliert werden und die konkrete Behandlungssituation möglichst genau beschreiben, sagte Hoppe im Interview mit der "Ärzte Zeitung". Mit Hoppe sprach Hanno Kautz.
Ärzte Zeitung, 09.11.2004
Auch mündliche Patientenverfügungen sollen gültig sein
Gesetzentwurf der Justizministerin stößt auf Kritik
BERLIN (hak). Auf ein geteiltes Echo ist der Gesetzentwurf von Justizministerin Brigitte Zypries zur Patientenverfügung gestoßen. Selbst innerhalb der Parteien gibt es kein einheitliches Meinungsbild. Kritik äußerte der Marburger Bund auf seiner Hauptversammlung in Berlin.
Ärzte Zeitung, 09.11.2004
"Ärzte waren das Rückgrat nationalsozialistischer Verbrechen"
BERLIN. Kein Berufsstand war so tief in die abscheulichen Verbrechen des Nationalsozialismus verstrickt wie Ärzte. Sie waren die geistigen Wegbereiter der Rassengesetze und der Eugenik. Und sie haben verantwortlich am Vollzug von Massenmord mitgewirkt. Mehr als die Hälfte der Ärzte war Mitglied in NS-Organisationen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Holocaust ist die medizinhistorische Aufarbeitung in Gang gekommen - aber die besondere Verantwortung des Berufsstandes für seine schreckliche Vergangenheit ist den meisten Ärzten nicht bewußt.
Von Helmut Laschet
Ärzte Zeitung, 09.11.2004
Gentest: Ohne meine Beamten
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2004, Nr. 262 / Seite 34
Von Christian Schwägerl
Daß zwischen den politischen Parteien Einigkeit über den Grundsatz herrscht, niemand dürfe wegen der spezifischen Zusammensetzung seines Erbguts diskriminiert werden, überrascht nicht. Schließlich würde man sich mit der Forderung, Menschen wegen ihrer Gene, also etwas gänzlich Unverschuldeten, zu diskriminieren, kaum beliebt machen. Doch der Grundsatz ist abstrakt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2004
08. November
Ulla Schmidt: Wider das Vergessen
Heute eröffnet die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt, in Oranienburg die Dauerausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936-1945". Die Ministerin betonte, dass die neue Dauerausstellung helfe, einen immer noch ungenügend aufgedeckten Teil der Nazi-Herrschaft weiter auszuleuchten.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 08.11.04
Medizinethiker für Neuregelung der Patientenverfügung
Aktueller Gesetzentwurf der Bundesregierung folgt Lübecker Empfehlungen
Am 5. November 2004 hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries einen Entwurf zur gesetzlichen Regelung der so genannten Patientenverfügung vorgelegt. Mit diesem Entwurf folgt ihr Ministerium Empfehlungen, deren wissenschaftliche Grundlagen maßgeblich von einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Universität zu Lübeck erarbeitet wurden.
PRESSEMITTEILUNG Universität zu Lübeck 08.11.04
Anm.: Bioethik-Kritiker sehen das etwas anders...
06. November
Bundesjustizministerin will Rechte der Patienten stärken
Deutsche Hospizstiftung sieht arge Mängel im Gesetzentwurf - Union warnt vor Mißbrauch - Votum des Parlaments mißachtet
von Frank Diering
DIE WELT 06.11.04
Grüne kritisieren Patientenverfügung von Zypries
Berlin (AP) Die Grünen haben Bedenken gegen die Vorstellungen von Justizministerin Brigitte Zypries für ein Gesetz zur Patientenverfügung angemeldet.
YAHOO NEWS 06.11.04
„Der Gesetzentwurf ist eine Katastrophe“
Affront gegen das Parlament – Einstieg in die Sterbehilfe? Zypries Patientenverfügung wird hart kritisiert
Von Rainer Woratschka
Berlin - Schwerer könnten die Vorwürfe kaum sein, gegen die sich Brigitte Zypries verteidigen muss. Nein, sie betreibe „keinesfalls“ den Einstieg in die aktive Sterbehilfe, versichert die Justizministerin.
TAGESSPIEGEL 06.11.04
Grüne: Zypries legalisiert Sterbehilfe
Nickels kritisiert neue Regeln zu Patientenverfügungen
BERLIN, 5. November. Die Grünen-Politikerin Christa Nickels hat den Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) scharf kritisiert.
BERLINER ZEITUNG 06.11.04
Mehr Autonomie am Lebensende
Justizministerin Zypries will das Recht von schwerkranken Patienten stärken, lebensverlängernde Maßnahmen abzulehnen. Auch die Verfügungen von Wachkoma-Patienten sollen gelten. Damit stellt sich die Ministerin gegen die Enquetekommission
Von Christian Rath
TAZ 06.11.04
Tod auf Verlangen: Marburger Bund lehnt Gesetz zur aktiven Sterbehilfe rigoros ab
Berlin - Der Marburger Bund hat sich strikt gegen eine gesetzliche Regelung der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen.
DIE WELT 06.11.04
Schweiz: Den Stammzellforschern eine Chance geben
So lautet der entscheidende Satz: «Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass die Methode der In-vitro-Fertilisation entsprechend dem Verfassungsauftrag in der Schweiz so praktiziert werden muss, dass nur noch vereinzelte wenige überschüssige Embryonen vorhanden sein können.» Diese Passage liest man 1996 in der bundesrätlichen Botschaft zum Fortpflanzungsmedizingesetz.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 06.11.04
05. November
Eckpunkte zur Stärkung der Patientenautonomie
Die Frage, wie verbindlich eine Patientenverfügung ist, wird seit Jahren diskutiert. Befürworter fordern ihre strikte Beachtung. Gegner sehen in der Patientenverfügung allenfalls einen Anhaltspunkt für den mutmaßlichen Willen des Patienten. Der BGH hat mit seinem Beschluss vom 17. März 2003 schließlich die Verbindlichkeit einer Patientenverfügung bestätigt. Gleichwohl ist die Verunsicherung in der Praxis nach wie vor groß.
Die anstehende Reform des Betreuungsrechts wird das Selbstbestimmungsrecht der Patienten stärken und die Rechtssicherheit erhöhen. Die Eckpunkte zur Stärkung der Patientenautonomie finden Sie hier zum Download.
MITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 05.11.04
Dazu der umstrittene Gesetzentwurf:
Entwurf eines 3. Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts
Stand: 01.11.04, 27 Seiten
Anm.: Hier geht es um die Rechtsverbindlichkeit von Patientenverfügungen
Dazu zum Vergleich die Empfehlungen der Enquete-Kommission:
Patientenverfügungen
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin
72 Seiten, Drucksache 15/3700 13.09.2004 , übergeben an den Bundestagspräsidenten und veröffentlicht am 24.09.04
Keine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe
Die Möglichkeiten der modernen Medizin wecken bei den Menschen nicht nur positive Erwartungen, sondern sie fürchten zunehmend auch eine Sterbens- und Leidensverlängerung. Deshalb muss das mittlerweile zwölf Jahre alte Betreuungsrecht reformiert werden, um das Selbstbestimmungsrecht der Betreuten zu erhalten und einen effektiven Grundrechtsschutz zu garantieren. In diesem Zusammenhang werden Patientenverfügungen immer wichtiger, die fremdbestimmte Entscheidungen verhindern sollen.
MITTEILUNG BUNDESREGIERUNG 05.11.2004
Zypries für frühzeitige Patientenverfügung
Interview mit Brigitte Zypries (SPD), Bundesjustizministerin
DEUTSCHLANDRADIO 05.11.04
Rede von Bundesjustizministerin Zypries: Wir haben schon jetzt das verfassungsrechtlich geschützte Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patienten
Im Rahmen der 106. Hautpversammlung des Marburger Bundes erläuterte Bundesjustizministerin Zypries in ihren Statement bei der Podiumsdiskussion, warum wir kein Gesetz brauchen, das die aktive Sterbehilfe erlaubt.
Zypries Gesetzesentwurf zur Patientenverfügung birgt Gefahren
Patientenverfügung stärken - Gedanken des Lebensschutzes Rechnung tragen
Zum Gesetzesentwurf zur Patientenverfügung der Bundesjustizministerin Zypries erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU, 05.11.04
Regierungsentwurf zu Patientenverfügungen unakzeptabel
Anläßlich der Vorstellung des Entwurfs der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Der heute von der Bundesregierung präsentierte Gesetzentwurf begegnet gravierenden Bedenken.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe 05.11.04
Kauch: FDP unterstützt die Richtung des Zypries-Entwurfs zur Patientenverfügung
BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Referentenentwurfs des Bundesjustizministerium zur Patientenverfügung erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der Modernen Medizin', Michael Kauch: Die FDP unterstützt die Richtung des Referentenentwurfs zur Patientenverfügung, den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heute vorgestellt hat. Er deckt sich in drei zentralen Punkten mit dem Antrag, den die FDP-Bundestagsfraktion im Juni in den Bundestag eingebracht hat.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 05.11.04
Bundesjustizministerium schummelt sich an den Qualitätskriterien von Patientenverfügungen vorbei
Berlin. „Der Gesetzesentwurf fördert den Wildwuchs an Entscheidungen, denen schwerstkranke Menschen bereits heute ausgesetzt sind. Allein durch unüberprüfbare Zeugenaussagen über das Leben oder den Tod eines Menschen zu bestimmen, ist grob fahrlässig“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 05.11.04
Appell an Justizministerium und Bundestag: Tötungsverbot darf nicht angetastet werden!
"Das gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden. Deshalb darf der Gesetzgeber Patientenverfügungen, die tödliche Unterlassungen bei einwilligungsunfähigen Menschen einfordern, auf keinen Fall legalisieren."
Mit diesem eindringlichen Appell reagieren die Hospizvereinigung OMEGA und die bioethik-kritische Organisation BioSkop auf den Referentenentwurf zur Legalisierung von Patientenverfügungen, den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heute in Berlin vorgestellt hat.
PRESSEMITTEILUNG BioSkop e.V und OMEGA 05.11.04
Marburger Bund lehnt aktive Sterbehilfe kategorisch ab
Berlin – Zur 106. Hauptversammlung des Marburger Bundes, die sich schwerpunktmäßig mit der Frage „Brauchen wir ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe?“ befasst, erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes,
Dr. Frank Ulrich Montgomery:
Der Marburger Bund spricht sich strikt gegen ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe aus.
PRESSEMITTEILUNG Marburger Bund 05.11.04
DGHS: Bürger sehen Einbußen bei der Gesundheitsversorgung; Krankheiten werden sich durch Mittelknappheit verschlimmern; Entscheidungshoheit von Ärzten wird abgelehnt; neue Emnid-Umfrage im Auftrag der DGHS
(dgpd Augsburg) Im Focus der neuen repräsentativen Meinungsumfrage stehen die Entwicklungen im Gesundheitswesen, insbesondere die potenziellen Folgen der Mittelknappheit, die Frage der Entscheidungskompetenz bei lebensverlängernden Maßnahmen sowie die Wichtigkeit einer gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe. Die Ergebnisse in Kürze
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS) 05.11.04
Anm.: Die DGHS ist Befürworter der aktiven Sterbehilfe.
Ambulante Pflegedienste fürchten finanzielles Siechtum
Umfrage belegt rigide Genehmigungspraxis der Kassen
BERLIN (ric). Mehr als 80 Prozent der ambulanten Pflegedienste sehen sich in ihrer unternehmerischen Existenz gefährdet, wenn sich die Rahmenbedingungen in der häuslichen Pflege nicht bald ändern.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004
Rot-Grün dringt auf Pflegereform - und vertagt sie
Pflegebericht der Bundesregierung / Reformbedarf bei häuslicher Pflege / Schwache Konjunktur ist Grund für Defizit
BERLIN (HL). Entgegen ihrem tatsächlichen Verhalten, in dieser Legislaturperiode die Pflegeversicherung nicht grundlegend zu reformieren, stellt die rot-grüne Koalition zum Teil "weitreichenden Handlungsbedarf" fest.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004
Konzepte für eine menschlichere Pflege prämiert
BONN (ric). Beim 3. Bonner Pflegetag wurden vergangene Woche Konzepte mit dem Deutsche Pflegepreis 2004 prämiert, die in besonderer Weise das Thema Menschlichkeit in der Pflege berücksichtigen.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004
Nikotin: Das Gen, das süchtig macht
Bei der Erforschung der Nikotinsucht hat ein internationales Forscherteam ein entscheidendes Gen identifiziert.
HAMBURGER ABENDBLATT 05.11.04
Der G-Punkt der Nikotinsucht
Katja Seefeldt
Forscher haben eine Gruppe von Gehirnrezeptoren identifiziert, die maßgeblich an der Suchtwirkung von Nikotin beteiligt sind
TELEPOLIS 05.11.2004
Gen verantwortlich für Erblindung
Risiko für Sehfehler nimmt mit steigendem Alter zu
Leeds (pte, 05. Nov 2004 08:10) - Wissenschaftler der Universität Leeds haben ein Gen entdeckt, das Erblindung hervorrufen kann.
PRESSETEXT.AUSTRIA 05.11.04
"Entscheidende Beiträge in der Krebsforschung"
Der neue Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Professor Otmar Wiestler, will ihm eine neue Richtung geben. Das Zentrum soll sich stärker darauf konzentrieren, Ergebnisse aus der Forschung in neue Diagnose- und Behandlungsverfahren für Patienten mit Krebs umzusetzen, erläuterte der Wissenschaftler im Gespräch mit Ingeborg Bördlein, Mitarbeiterin der "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 05.11.2004
Biotechnologie in Estland: Goldgräberstimmung
Steiner, Eduard
Das Projekt einer nationalen Gendatenbank zielt auf die Entwicklung der personalisierten Medizin. Doch Finanzierungsprobleme machen dem ambitionierten Unterfangen zu schaffen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 45 vom 05.11.2004
Mikrobiologische Forschung: Die Terror-Angst und ihre Folgen
Jan van Aken, Stefan Johannsen, Regine Kollek,
Im Kampf gegen den Bioterrorismus haben insbesondere die USA ihre Gesetzgebung verschärft – mit negativen
Auswirkungen auch auf den deutschen Wissenschaftsbetrieb.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 45 vom 05.11.2004
04. November
Spermien-Stammzellen im Labor gezüchtet
PHILADELPHIA. US-Forschern ist es im Tierversuch gelungen, Spermatogonien – die „Stammzellen“ der Spermien - im Labor zu vermehren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.11.04
Ja zur Stammzellen-Initiative in Kalifornien
Aufhebung des «Three Strikes Law» vereitelt
Kaliforniens Wählerinnen und Wähler haben eine Vorlage gutgeheissen, die mittels einer Staatsanleihe von drei Milliarden Dollar eine von Washington unabhängige Stammzellenforschung einrichten will.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 04.11.04
Juristisch, wissenschaftlich, ethisch inakzeptabel
Wenn das Entstehen einer Embryonenindustrie verhindert werden soll, muss die EU-Biopatentrichtlinie auf den Prüfstand
Nicht nur die Kirchen, auch die Standesvertretung der Ärzte und Umweltschützer kritisieren die geplante Umsetzung der EU-Biopatentrichtlinie in nationales Recht. Mit Christoph Then, Gentechnik-Experte der Umweltschutzorganisation Greenpeace, sprach Stefan Rehder.
DIE TAGESPOST vom 04.11.2004
Staatlicher Pfusch am Ackerbau
Mit Zugeständnissen an rebellierende Bundesländer will die Regierung ihr neues Gentechnikgesetz endlich verabschieden. Weitere Konflikte brodeln bereits
Von Hans Schuh
DIE ZEIT 04.11.2004 Nr.46
Kinderhospiz im Allgäu ist das erste in Süddeutschland
NEU-ISENBURG (Smi). In Bad Grönenbach im Allgäu soll ab Frühjahr kommenden Jahres das erste Kinderhospiz Süddeutschlands entstehen.
Ärzte Zeitung, 04.11.2004
Wir von der Demenz-WG
In Castrop-Rauxel leben verwirrte alte Menschen in einer Wohngemeinschaft. Jeder kann seine Marotten pflegen. Wer will, schläft unterm Bett
Von Sabine Etzold
DIE ZEIT 04.11.2004 Nr.46
03. November
Grünes Licht für Stammzellenforschung
Kalifornien wird nach dem Wunsch der Wähler zu einem Vorreiter der umstrittenen Stammzellenforschung. Ersten Hochrechnungen nach haben sich die Wähler des Westküstenstaates mit deutlicher Mehrheit für "Proposition 71" ausgesprochen.
SPIEGEL ONLINE 03.11.04
Kalifornien fördert Stammzellenforschung
Rund drei Milliarden Dollar will Kalifornien in die Stammzellenforschung investieren. Die Wähler in dem US-Bundesstaat stimmten bei einem Referendum am Dienstag mehrheitlich dafür.
NETZEITUNG.DE 03.11.04
Bush-Wahlsieg positives Vorzeichen für internationale Bioethikdebatte
Zur Bedeutung des Wahlsieges von US-Präsident Bush für die bioethische Debatte und die angestrebte internationale UN-Klonkonvention erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Der Wahlsieg von George Bush ist aus bioethischer Sicht begrüßenswert.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüpp, MdB, CDU 03.11.04
Genmaus bleibt schlank
Australische Forscher haben eine Genmaus gezüchtet, die so viel fressen kann, wie sie will, ohne dick zu werden.
DIE WELT 03.11.04
Bisher höchste Genauigkeit bei Brustkrebs-Prognose
Chip analysiert gleichzeitig die Aktivität von 76 Genen
WIEN (gvg). Ein Drittel bis zur Hälfte aller Frauen, die wegen Brustkrebs operiert werden, entwickelt im Krankheitsverlauf Fernmetastasen. Eine neue Gen-Analyse, die auf dem Europäischen Onkologenkongreß in Wien vorgestellt wurde, ermöglicht es, Patientinnen mit guter Prognose mit hoher Sicherheit zu identifizieren.
Ärzte Zeitung, 03.11.2004
Leukämie-Erkrankungen an der Elbe - Kommission tritt aus Protest zurück
Strahlenmediziner berichtet in Zeitung über Experimente mit Mini-Atombombe
BERLIN/KIEL (ddp). Über die Ursachen der Leukämie-Erkrankungen von Kindern in der Umgebung von Nuklearanlagen in Schleswig-Holstein gibt es neuen Streit. Sechs von acht Wissenschaftlern der mit der Untersuchung beauftragten Fachkommission kündigten ihren Rückzug aus dem Gremium an.
Ärzte Zeitung, 03.11.2004
Arzneiprüfer verwalten viel, forschen aber wenig
Regierung gibt nur vage Auskünfte zur Zukunft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte
BERLIN (fst). Die Bundesregierung hat eingeräumt, daß das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn über Jahre hinweg fehlfinanziert wurde.
Ärzte Zeitung, 03.11.2004
"Aktives Töten von Menschen darf es für Ärzte nicht geben"
Marburger Bund startet diese Woche eine Initiative gegen aktive Sterbehilfe - Zypries will Rechte der Patienten stärken
von Frank Diering
DIE WELT 03.11.04
Bundeskabinett billigt 3. Bericht zur Pflegeversicherung
Das Bundeskabinett hat heute den vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung vorgelegten Dritten Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung gebilligt.
Bundessozialministerin Ulla Schmidt: "Der Bericht zeigt: Die Pflegeversicherung ist aus dem Sozialsystem der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr wegzudenken. Die Pflegeversicherung hat sich in den zehn Jahren ihres Bestehens als wichtiger, unverzichtbarer Baustein bei der Absicherung des Pflegerisikos erwiesen. Sie hat vielen Menschen geholfen und wird weiterhin helfen."
PRESSEMITTEILUNG BMGS 03.11.04
Schweizer Bischöfe: ‚Nein’ zur Forschung mit embryonalen Stammzellen
Am 28. November stimmt das Schweizer Volk über die Gesetzgebung zur embryonalen Stammzellenforschung ab. Die Bischöfe weisen auf Gefahren hin.
KATH.NET 03.11.04
02. November
Großbritannien: Präimplantationsdiagnostik bei Familiärer Adenomatöser Polyposis
LONDON. In Großbritannien darf die Präimplantationsdiagnostik (PID) jetzt erstmals auch zur Vermeidung eines genetischen Krebsrisikos durchgeführt werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.11.04
Erstmals Insekten geklont
Fortschritte bei der Züchtung von Stammzellen erwartet
Halifax, Neuschottland (pte, 02. Nov 2004 10:55) - Ein Forschungsteam von der Dalhousie Universität in Halifax, Neuschottland, hat erstmals erfolgreich Fliegen geklont.
PRESSETEXT.AUSTRIA 02.11.04
Marburger Bund bekräftigt Ablehnung der aktiven Sterbehilfe
BERLIN. Ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe lehnt die Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) strikt ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.11.04
Ausbau von Pflegeangeboten im Nordosten
Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern setzt auf häusliche Pflege
GÜSTROW (di). Das Netz an Pflegeangeboten im Nordosten soll ausgebaut werden. Gesundheitsministerin Dr. Marianne Linke (PDS) setzt auf häusliche Pflege und mehr Unterstützung für Demenzkranke.
Ärzte Zeitung, 02.11.2004
Bei der Pflege von Angehörigen gibt’s einen Steuerbonus
In der Steuererklärung kann Pflegepauschbetrag von 924 Euro angesetzt werden / Auch Rentenansprüche werden erworben
BERLIN (ddp). Mehr als zwei Millionen Menschen sind in Deutschland dauerhaft pflegebedürftig. Etwa 70 Prozent davon werden von ihren Angehörigen zu Hause versorgt. Das honoriert der Staat mit Steuervorteilen und zusätzlichen Rentenansprüchen.
Ärzte Zeitung, 02.11.2004
01. November
Massen-Gentests bei Krankenkassen bewerten
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/VOM) Die FDP-Fraktion nimmt in einer Kleinen Anfrage (15/4012) Massen-Gentests bei Krankenkassen unter die Lupe. Sie bezieht sich darauf, dass die Kaufmännische Krankenkasse als erste gesetzliche Krankenversicherung in diesem Jahr eine Gentest-Reihenuntersuchungen unter ihren Mitgliedern vorgenommen und 6.000 Versicherte auf eine erbliche Stoffwechselkrankheit untersucht habe.
HIB 01.11.04 264/2004
Stammzellforschung, Hollywood und der US-Wahlkampf
Kalifornier entscheiden auch über Forschungsförderung
Von Grit Kienzlen
Forschungspolitik. - Wenn die Kalifornier morgen/heute an die Wahlurnen gehen, dann stimmen sie nicht nur darüber ab, wer ihr zukünftiger Präsident sein wird. Sie werden auch entscheiden, ob sich ihr Bundesstaat mit drei Milliarden Dollar verschuldet, um ein einziges Forschungsgebiet zu fördern: Die Stammzellenforschung. Per Volksentscheid werden sie ihre Meinung abgeben zu diesem Antrag, der so genannten "Proposition 71".
DEUTSCHLANDFUNK 01.11.2004
Stammzellen in der Haut entdeckt
TORONTO. Kanadische Forscher haben in den Haarfollikeln der menschlichen Haut Stammzellen nachgewiesen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.11.04
Weiter zu Artikel vom 16.-31. November 2004
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