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Pressespiegel 01.-15. November 2006

Anzahl: 164 Artikel, Stand 17.11.06

15. November

Merkel: Über Alternativen zur Stichtagsregelung nachdenken
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt offensichtlich eine Aufgabe der bisherigen Stichtagsregelung bei der embryonalen Stammzellforschung.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.11.06

Neuer Streit in Koalition droht
Nach dem wochenlangen Hickhack bei der Gesundheitsreform bahnt sich in der großen Koalition erneut Streit an – diesmal geht es um die Forschung an Stammzellen.
FOCUS online 15.11.2006

Frische Stammzellen?
Die Politik ringt um einen neuen Ethikrat. Wie der aussehen soll, ist höchst umstritten - genauso wie ein neuer Vorstoß zur Stammzellforschung.
Von Corinna Emundts
ZEIT online 15.11.2006

NRW-Innovationsminister Pinkwart begrüßt wichtiges Signal für die Stammzellforschung
Bundeskanzlerin spricht sich erstmals für Lockerung der Stichtagsregelung aus
NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat Äußerungen der Bundeskanzlerin begrüßt, die sich erstmals offen für eine Lockerung der Stammzellgesetzgebung ausgesprochen hat, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute berichtet.
PRESSEMITTEILUNG Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW 15.11.06

SPD-Chef Beck lehnt DFG-Forderung zu Stammzellen ab
Berlin (KNA) Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat die Forderung der der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach einer Lockerung des Stammzellgesetzes zurückgewiesen.
1000FRAGEN.DE 15.11.06

Stammzell-Therapie nach Herzinfarkt
Immer mehr Patienten überleben einen Herzinfarkt - doch daraus resultiert ein Folgeproblem: Viele von ihnen leiden fortan unter einer chronischen Herzschwäche. Denn das Organ ist durch den Infarkt so geschädigt, dass seine Pumpleistung deutlich nachgelassen hat.
Der spannenden Frage, ob sich die Funktion des Herzens durch eine Stammzell-Therapie wieder verbessern lässt, ist eine Studie nachgegangen, an der sich neben 16 weiteren bedeutenden Herzzentren auch die I. Medizinische Universitätsklinik Mannheim beteiligt hat.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Mannheim 15.11.06

Nützlicher Speck: Knochenzucht im Fettgewebe
Biomaterial regt Knochenneubildung an
Wissenschaftler der Universität Rostock entwickeln eine neue Technik, mit der Knochengewebe im Unterhautfettgewebe gezüchtet werden kann. Mit diesem Ansatz entstehen erstmals durchblutete Gewebestrukturen, die eine Chance haben, nach Implantation dauerhaft zu überleben.
PRESSEMITTEILUNG Universität Rostock 15.11.06

Internationale Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen gegründet
Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Klaus Theo Schröder, begrüßte heute auf dem Petersberg in Bonn-Königswinter die Teilnehmer der ersten Konferenz der Taskforce der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 15.11.06

Erste elektronische Gesundheitskarten an Versicherte ausgegeben
Düsseldorf - Mit der Ausgabe der bundesweit ersten elektronischen Gesundheitskarten sind am Mittwoch in Düsseldorf weitere Weichen für die geplante Vernetzung des Gesundheitswesens gestellt worden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.11.06

"Erschreckend viele Schwangerschaften bei Jugendlichen"
Alarmierende Zahlen von der Weltgesundheitsorganisation: Immer mehr Teenager werden schwanger. Eine neue Aufklärungskampagne soll helfen.
DIE WELT 15.11.06

BGH-Urteil: Schadensfall Kind
Die perverse Idee, dass der Nachwuchs einen Schaden darstellt, ist nun vom Bundesgerichtshof vertreten worden. Der ärztliche Fehler muss wohl geahndet werden. Aber die Frage ist: Wie soll das Kind jetzt leben?
Kommentar von Konrad Adam
DIE WELT 15.11.06


14. November

Urteil: Eltern bekommen Schadensersatz für ungewolltes Kind
Im Februar 2002 setzt ein Frauenarzt seiner Patientin ein Plastikröhrchen ein, das sie vor einer Schwangerschaft schützen soll. Heute ist ihr Kind drei Jahre alt und der Bundesgerichtshof entschied, dass der Arzt Unterhalt zahlen muss. Das Urteil könnte eine Klagewelle auslösen.
DIE WELT 14.11.06

Arzt haftet wegen Verhütungsfehler für ungewolltes Kind
Karlsruhe - Ein Frauenarzt aus Südbaden muss wegen eines ungewollten Kindes Schadenersatz an die ledigen Eltern zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Dienstag entschieden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.11.06

Arzt haftet für Unterhalt bei fehlerhaften Verhütungsmaßnahmen
PRESSEMITTEILUNG Bundesgerichtshof 14.11.06

Parlamentarier wollen viele Änderungen am Gewebegesetz
Umstrittenes Gesetz wurde an die Ausschußberatung überwiesen / SPD-Politiker Wodarg votiert für ein eigenes Gewebegesetz
BERLIN (fst). Auf Kritik von Parlamentariern ist der Entwurf eines Gewebegesetzes gestoßen, der am Freitagmorgen in erster Lesung im Bundestag beraten wurde.
Ärzte Zeitung, 14.11.2006

Erneuter Angriff auf den Lebensschutz
Mit ihrer Forderung nach einer Aufweichung des Stammzellkompromisses legt die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Axt an das Embryonenschutzgesetz. Bischöfe und katholische Laien protestieren. EKD-Chef Huber sinniert über eine neue Stichtagsregelung und die Union zerfällt in zwei Lager. Schwere Zeiten für den Lebensschutz.
DIE TAGESPOST vom 14.11.2006

„Dann würde das Stammzellgesetz zur Farce“
Der Medizinethiker Axel W. Bauer warnt vor der „ethischen Entkernung“ des Stammzellgesetzes
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat eine Stellungnahme zur Stammzellforschung vorgelegt und fordert Änderungen des Gesetzes „zur Sicherstellung des Embryonenschutzes im Zusammenhang mit Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen“ . Über die Forderungen der DFG und die Folgen für das „Stammzellgesetz“ sprach Stefan Rehder mit Professor Dr. med. Axel W. Bauer von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
DIE TAGESPOST vom 14.11.2006

Seit Jahren umkämpft
Die Chronologie der Stammzell-Debatte
DIE TAGESPOST vom 14.11.2006

Ulla Schmidt: Die Gesundheitsreform bringt deutliche Verbesserungen für Menschen mit Demenz
Heute findet in Berlin die Jahrestagung der Aktion Psychisch Kranke statt. In ihrer Eröffnungsansprache sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Wir wollen die Versorgung der Menschen mit Demenz verbessern. Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung werden daher deren Bedürfnisse besonders berücksichtigt.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 14.11.06

Ethikrat regt Debatte über Rationierung an
BERLIN (ami). Der Nationale Ethikrat hat eine politische Debatte über Leistungsbegrenzungen im deutschen Gesundheitswesen gefordert. Bislang werde das Thema Rationierung nur in Fachkreisen diskutiert.
Ärzte Zeitung, 14.11.2006

In Deutschland steht eine Debatte über Rationierung immer noch aus
Von Angela Mißlbeck
Kein neues Hüftgelenk mehr mit 85 Jahren? Einen Sturm der Entrüstung hat der Unions-Politiker Philipp Missfelder vor einigen Jahren mit diesem Vorschlag zur Leistungsrationierung im Gesundheitswesen hervorgerufen. Über Rationierung spricht man in Deutschland nicht.
Ärzte Zeitung, 14.11.2006

Spitzengespräch von CDU und EKD
Offene und freundliche Atmosphäre
In einem Spitzengespräch haben Mitglieder des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung des Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, und des Präsidiums der CDU Deutschlands unter Leitung der CDU-Bundesvorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Zukunft der evangelischen Kirche im 21. Jahrhundert, das entstehende CDU-Grundsatzprogramm, Fragen des Lebensschutzes und des interreligiösen Dialoges diskutiert.
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Kirche in Deutschland EKD 14.11.06
Anm.: Dabei ging es auch um Spätabtreibungen, Patientenverfügung und Stammzellenforschung

Sexualaufklärung in Europa - "Youth Sex Education in a Multicultural Europe" - Internationale Tagung von BZgA und WHO
Auf der von heute bis zum 16. November 2006 in Köln stattfindenden internationalen Konferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema "Sexualaufklärung für Jugendliche in einem multikulturellen Europa" befassen sich 100 Fachkräfte aus 26 Nationen mit nationalen und internationalen Strategien zur Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit Jugendlicher.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 14.11.06


13. November

England: Kirche hält Behandlungsstopp bei behinderten Babys für denkbar
London - Schwerstbehinderte frühgeborene Babys sollten nach Auffassung der anglikanischen Kirche von England nicht um jeden Preis am Leben erhalten werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 13.10.06

Sick babies can be left to die, Church says
By Dominic Kennedy and Ruth Gledhill
The Church of England provoked shock yesterday by telling doctors’ ethical advisers that some sick babies should be allowed to die.
TIMESONLINE 13th November 2006

Grossbritannien: Bischof befürwortet Sterbehilfe bei kranken Babys
Ein Bischof der Church of England hat ein Tabu gebrochen. Tom Butler, Bischof von Southwark, schrieb in einem Brief an eine britische Ethikkommission, Sterbehilfe sei unter Umständen akzeptabel. Kritiker sind entsetzt.
SPIEGEL ONLINE - 13.11.06

Entscheidung zu Klonversuchen erst im Januar
LONDON (ple). Frühestens im Januar 2007 wird die britische Behörde HFEA über einen Antrag entscheiden, entkernte Eizellen von Tieren und Kernen menschlicher Zellen zum Klonen verwenden zu dürfen. Den Antrag hatten vergangene Woche Forscher aus Newcastle gestellt.
Ärzte Zeitung, 13.11.2006

Annäherung von Industrie und Kirchen bei Stammzellentherapie
Pharmaverbandspräsident: Adulte Stammzellen besser zu verwerten als embryonale Stammzellen
Pharmazeutische Industrie und die Kirchen scheinen sich beim umstrittenen Thema Gentherapie und Stammzellforschung anzunähern. Bei einer Veranstaltung der CDU/CSU-Gruppe des Europäischen Parlaments in Berlin loteten beide Seiten Kompromissvorschläge für die EU-Verordnung zu neuartigen Therapien aus.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP, EVP-ED 13.11.06

Union will Bundestagsbeschluss zur Gesundheitsreform verschieben
Berlin - In der Union werden Forderungen nach einer Verschiebung der Bundestagsabstimmung zur Gesundheitsreform auf das kommende Jahr laut.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 13.10.06

Studie zu Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit veröffentlicht: Abhängigkeit erreicht vergleichbares Ausmaß wie bei Alkohol
Anlässlich der heute veröffentlichten Studie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) über mögliche Maßnahmen zur Reduzierung von Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing, MdB: „Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit ist in Deutschland ein Massenphänomen. Es muss mehr getan werden, um die Betroffenen zu erreichen und ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik zu schaffen.“
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 13.11.06

Diabetes: Schwere Vorwürfe wegen überflüssiger Amputationen
Allein 55.000 Füße, Unterschenkel und ganze Beine sind zuckerkranken Patienten im vergangenen Jahr allein Deutschland abgenommen worden. Fachleute meinen: Das war meistens unnötig. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen Kollegen.
Von Elke Bodderas
DIE WELT 13.11.06

Der Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs hat seine Arbeit aufgenommen
Heute hat sich in Berlin der neue Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs konstituiert. Der Beirat wird für das Bundesministerium für Gesundheit Entscheidungsgrundlagen erarbeiten, damit der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu definiert und das Begutachtungsverfahren geändert werden kann.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 13.11.06

Hilfe für Eltern von schwerkranken Kindern
HEILBRONN (mm). Um schwerstkranken Kindern und ihren Eltern bereits während des Klinikaufenthalt des Kindes zu helfen, haben jetzt die AOK Baden-Württemberg und der "Bunte Kreis Heilbronn" einen bundesweit einmaligen Vertrag unterzeichnet. Er stellt sicher, daß die betroffenen Familien Hilfe erhalten, um mit der neuen Situation fertig zu werden.
Ärzte Zeitung, 13.11.2006

Gericht stärkt Schutz von Gesundheitsdaten
Verfassungsgericht schränkt Zugriff der Versicherer ein / Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird gestärkt
KARLSRUHE (mwo). Die Gesundheitsdaten von Versicherungskunden sind künftig besser geschützt. Nach einem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts müssen die Versicherer ihre Kunden künftig auf Anfrage zumindest informieren und ihnen ein Widerspruchsrecht einräumen, wenn sie Daten bei Ärzten und Behörden einholen wollen.
Ärzte Zeitung, 13.11.2006

HLI Schweiz feiert 15-Jahr-Jubiläum
Über Euthanasie, Demographie und Lebensschutz wurde auf der Jubiläumstagung von „Human Life International“ in Einsiedeln referiert.
KATH.NET 13.11.06

Diabetes: Stammzellen-Injektionen fördern Zellerneuerung
Bei Tierversuchen wurde auch Schädigung der Nieren gestoppt
New Orleans - Wissenschafter der Tulane University http://www2.tulane.edu haben Stammzellen aus menschlichem Knochenmark eingesetzt, um defekte Insulin produzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse bei Mäusen zu erneuern.
PRESSETEXT.AUSTRIA 13.11.2006


12. November

Outrage as Church backs calls for severely disabled babies to be killed at birth
By NEIL SEARS
The Church of England has broken with tradition dogma by calling for doctors to be allowed to let sick newborn babies die.
DAILY MAIL 12th November 2006

Von Heilsversprechen halte ich gar nichts
Interview mit Professor Winnacker zur DFG-Stellungnahme
Von Angela Grosse
HAMBURGER ABENDBLATT 12.11.06

Gegen Krebs und Diabetes
Biotechnologie ist eine der stark wachsenden Branchen in der Region. Die Zahl der Firmen und deren Mitarbeiter steigt, allerdings fehlt es vielen an Kapital.
DIE WELT 12.11.06


11. November

Stammzellen-Gesetz: Wissenschaftler beklagen Kriminalisierung der Embryonen-Forschung
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlangt eine Revision des Stammzellen-Gesetzes. Bundesforschungsministerin Schavan lehnt eine Änderung der Stichtagsregelung jedoch ab.
Von Konrad Adam
DIE WELT 11.11.06

Kommentar: Moral und Moratorium
Das Stammzellen-Gesetz nennt sich zwar so, ist aber keins. Es handelt sich nicht um ein Gesetz, das ewig gelten soll, sondern um ein Moratorium: um den Versuch, angesichts einer sich überschlagenden Entwicklung in der Biotechnologie Zeit zu gewinnen.
Von Konrad Adam
DIE WELT 11.11.06

Forscher fordern Änderung des Stammzellgesetzes
Neue Debatte über Experimente mit Embryonen / Regierung hält am Schutz des ungeborenen Lebens fest
Von Dagny Lüdemann
TAGESSPIEGEL 11.11.06

Lebensgefahr für Embryonen
Dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Stammzellgesetz nicht zufrieden ist, ist hinlänglich bekannt. Allenfalls die Hartnäckigkeit, mit der Ernst-Ludwig Winnacker, der Präsident der DFG, das Gesetz den Interessen der Forscher anzupassen sucht, vermag zu verblüffen.
DIE TAGESPOST vom 11.11.2006

Stolz des Gesetzgebers
Der Bundestag beharrt auf Mitsprache beim künftigen Ethikrat – Forschungsministerin Schavan verteidigt Struktur des neuen Ethikrats
Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es als Entwurf eingebracht wurde. Ein alter Spruch.
DIE TAGESPOST vom 11.11.2006

Soll ich meine Mutter sterben lassen?
In Deutschland ist Sterbehilfe nicht erlaubt. Was aber, wenn selbst der Chefarzt zum Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen rät? Wie es sich anfühlt, Verantwortung für den Tod eines Familienmitglieds zu übernehmen
Von Irene Mosbring
TAZ 11.11.06


10. November

DFG legt neue Empfehlungen zur Stammzellforschung vor
Revision des Stammzellgesetzes soll Rahmenbedingungen für deutsche Forscher verbessern
PRESSEMITTIELUNG Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG 10.11.06

Pressemappe: Pressemitteilung, Statements, Informationen zur Pressekonferenz "Stammzellforschung in Deutschland - Möglichkeiten und Perspektiven"
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG 10.11.06

PDF "Stammzellforschung in Deutschland – Möglichkeiten und Perspektiven"
Langfassung Stellungnahme der Deutschen Forschungsgemeinschaft
81 Seiten, Oktober 2006, Veröffentlicht 10.11.06

PDF Kurzfassung: Zusammenfassung und Empfehlungen der DFG "Stammzellforschung in Deutschland – Möglichkeiten und Perspektiven"
Kurzfassung Stellungnahme der Deutschen Forschungsgemeinschaft
8 Seiten, Oktober 2006, Veröffentlicht 10.11.06

Forschungsgemeinschaft: Revision des Stammzellgesetzes notwendig
Berlin - Vorschläge der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das Stammzellgesetz zu revidieren, haben eine neue politische Diskussion um die Forschung an embryonalen Stammzellen entfacht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.11.06

Stellungnahme zur Stammzellforschung
Zu der heute von der Deutschen Forschungsgemeinschaft veröffentlichten Stellungnahme zur Stammzellforschung erklärt Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan:
Mit ihrer Stellungnahme beschreibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft Entwicklungen und Erfahrungen der Stammzellforschung in den letzten Jahren. Die Stellungnahme belegt, dass die Stammzellforschung ein dynamisches Forschungsgebiet ist.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 10.11.06

Keine Aufweichung von Stammzellgesetz und Embryonenschutz
Anlässlich von Forderungen, Verbote des Stammzellgesetz zurückzunehmen, erklärt Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Der Vorstoß der forschungspolitischen Sprecherin der CDU/CSU, die Verbote des Stammzellgesetzes zu lockern, widerspricht den Grundsätzen der Union und der von der Menschenwürde getragenen Konzeption des Stammzellgesetzes und des Embryonenschutzgesetzes.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 10.11.06

DFG-Forderungen zu Embryonalen Stammzellen sind Angriff auf das Menschenrecht auf Leben
Zum heute vorgestellten Forderungskatalog der DFG erklärt Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Die von der DFG geforderte Aufhebung der Stichtagsregelung würde das Stammzellgesetz im Kern ausser Kraft setzen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 10.11.06

Flach: Neue Initiative zur Lockerung des Stammzellgesetzes
BERLIN. Zum Vorschlag der FDP, das Stammzellimportgesetz zu ändern, erklärte die Technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike FLACH:
Die Liberalen sind seit vielen Jahren für eine Verbesserung der Situation für die Forscher in unserem Land. Die geltende Stichtagsregelung 1. Januar 2002 für den Import embryonaler Stammzellen und die Kriminalisierung deutscher Forscher, die ins Ausland ausweichen, gefährden den Forschungsstandort.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB FDP, 10.11.06

Stammzellforschung ist und bleibt eine Gewissensfrage
Zu den heute vorgestellten Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Stammzellforschung erklaert der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Joerg Tauss:
Die SPD-Bundestagsfraktion begruesst grundsaetzlich, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft nun konkrete Forderungen zur Aenderung der Rechtslage beim forschenden Umgang mit embryonalen Stammzellen vorgelegt hat.
PRESSEMITTEILUNG Jörg Tauss, MdB, SPD 10.11.06

DFG-Empfehlungen diskussionswürdig
Zu der heute von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) veröffentlichten Stellungnahme zur Änderung des Stammzellgesetzes erklärt Petra Sitte, forschungs- und technologiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:
In ihrer Stellungnahme zeigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Erkenntnisse im Bereich der adulten und embryonalen Stammzellforschung seit der Verabschiedung des Stammzellgesetzes im Jahre 2001 auf.
PRESSEMITTEILUNG Petra Sitte, MdB, DIE LINKE. 10.11.06

Deutsche Zellforscher fühlen sich abgehängt
Deutschland verliere den Anschluss in der Stammzellenforschung, warnt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und verlangt mehr Freiheiten für die Arbeit in den Labors.
N24.DE 10.11.06

EKD warnt vor Aufweichung des Embryonenschutzes
Wolfgang Huber zur Erklärung der DFG zu Stammzellforschung
Vor der Aufhebung der Stichtagsregelung für die Forschung an embryonalen Stammzellen hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, gewarnt.
PRESSEMITTEILUNG EKD 10.11.06

ZdK weist DFG-Forderung nach Änderung der Stichtagsregelung für die embryonale Stammzellenforschung zurück
Entschieden weist der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, die heute veröffentlichte Forderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Änderung der Stichtagsregelung für die Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland zurück.
PRESSEMITTEILUNG Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 10.11.06

„Immer mehr Untersuchungen weisen Weg“
Interview mit Hans Schöler, Stammzellforscher an der Universität Münster.
KÖLNER STADTANZEIGER 10.11.06

Angriff aufs Monopol
von Elke Binder (Pittsburgh)
Forscher der Universität Wisconsin halten die Patente auf alle Verfahren mit embryonalen Stammzellen des Menschen. Jetzt wehren sich Unternehmen und Interessenverbände.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 10.11.06

Pläne für Ethikrat im Bundestag umstritten
Berlin (kobinet) Bei der gestrigen Ersten Lesung für einen Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Deutschen Ethikrates wurde deutlich, dass die Pläne der Bundesregierung bei den Abgeordneten sehr umstritten sind. Es gibt also noch Hoffnungen für Änderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren.
KOBINET-NACHRICHTEN 10.11.06

Bundestag streitet über Form der Ethik-Beratung
BERLIN (fst). Uneinig hat sich gestern der Bundestag in der Frage gezeigt, wie die ethische Beratung des Parlaments in Zukunft organisiert werden soll.
Ärzte Zeitung, 10.11.2006

PDF Auszug aus dem Plenarprotokoll 16/63, Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht 63. Sitzung vom 9. November 2006
Debatte zur Einsetzung eines Ethikberatungsgremiums
23 Seiten (312 kb)

Siehe dazu:

PDF Entwurf eines Gesetzes zur Einrichtung des Deutschen Ethikrats (Ethikratgesetz – EthRG)
Gesetzentwurf der Bundesregierung
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/2856 vom 04.10.06
12 Seiten

PDF Einsetzung eines Ethik-Komitees des Deutschen Bundestages
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3199 vom 27.10.06
2 Seiten

PDF Einsetzung eines Ethik-Komitees des Deutschen Bundestages
Antrag der Abgeordneten Dr. Ilja Seifert, Monika Knoche, Hüseyin Aydin u.a und der Fraktion DIE LINKE.
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3277 vom 07.11.06
3 Seiten

PDF Einrichtung eines parlamentarischen Beirates für Bio- und Medizinethik
Antrag der Abgeordneten Michael Kauch, Cornelia Pieper, Uwe Barth, Ulrike Flach u.a. und der Fraktion der FDP
Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3289 vom 08.11.06
3 Seiten

Breite Kritik der Fraktionen am Entwurf zum Gewebegesetz
Berlin - Der Gesetzentwurf der Bundesregierung für den Umgang mit menschlichen Zellen und Geweben ist im Bundestag auf breite Kritik gestoßen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.11.06

PDF Auszug aus dem Plenarprotokoll 16/63, Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht 63. Sitzung vom 9. November 2006
Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über Qualität und Sicherheit von menschlichen Geweben und Zellen (Gewebegesetz) – Drucksache 16/3146
11 Seiten (266 kb)

Mehr Fälle von Sterbehilfe in Belgien
Brüssel - In Belgien nimmt die Zahl der Fälle von Sterbehilfe zu. In den Jahren 2004 und 2005 seien 742 Fälle registriert worden, heißt es in einem Bericht der staatlichen Sterbehilfe-Kommission, aus dem belgische Medien am Donnerstag zitierten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.11.06

Psychiater: Gefährlicher Trend zur ärztlichen Sterbehilfe
Weinheim - Deutschlands Psychiater warnen vor einem zunehmenden Druck zur ärztlichen Beihilfe beim Sterben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.11.06

Erweiterter Datenschutz für Versicherungskunden
Karlsruhe - Das Bundesverfassungsgericht hat den Datenschutz für Versicherungskunden erheblich ausgeweitet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.11.06

Leistungsverbesserungen für über 100.000 Demenzkranke im nächsten Jahr ungewiss
BERLIN. Anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu den "Plänen der Bundesregierung zur Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs" erklärt der pflegepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Heinz Lanfermann:
Die Bundesregierung verstrickt sich bei den von ihr verprochenen Leistungsverbesserungen für Demenzkranke in Widersprüche:
PRESSEMITTEILUNG Heinz Lanfermann, MdB FDP, 10.11.06

Eugenik: Mörderische Folgen
Jachertz, Norbert
Das Washingtoner Holocaust-Museum zeigt seine Ausstellung „Deadly Medicine“ in Dresden – im Deutschen Hygiene-Museum, das einst für die Nationalsozialisten Propaganda machte.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 45 vom 10.11.2006

Die Gesundheitskarte: Hintergründe zur Einführung
Krüger-Brand, Heike E.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 45 vom 10.11.2006

Gendiagnostik: Grüne für klare Regeln
Rabbata, Samir
Bündnis90/Die Grünen haben einen Entwurf für ein Gendiagnostikgesetz vorgestellt.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 45 vom 10.11.2006


09. November

Linksfraktion will Ethik-Komitee des Bundestags
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/SUK) Die Linksfraktion hat sich für die Einsetzung eines Ethik-Komitees des Deutschen Bundestags ausgesprochen. In einem Antrag (16/3277) begründen die Abgeordneten ihre Forderung damit, es sei erforderlich, ein Gremium zu institutionalisieren, das "für die parlamentarische Bearbeitung der zumeist ressortübergreifenden, ethischen Grundsatzfragen unter Hinzuziehung von wissenschaftlichem Sachverstand" beratende Aufgaben erfülle.
HIB 336/2006 09.11.2006

Liberale fordern Parlamentarischen Beirat für Bio- und Medizinethik
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/SUK) Die Liberalen wollen einen Parlamentarischen Beirat für Bio- und Medizinethik einrichten. Das fordern sie in einem Antrag (16/3289).
HIB 336/2006 09.11.2006

Kontroverse im Bundestag: Ethikrat oder Ethik-Komitee?
Die Regierungspläne zur Errichtung eines "Deutschen Ethikrats" bleiben im Bundestag umstritten. Besonders über dessen Unabhängigkeit gehen die Meinungen auseinander. (09.11.2006, 13:53 Uhr)
TAGESSPIEGEL 09.11.06

Parlament will bei der Ethik mehr mitreden
Gegenwind für Schavans Plan zum neuen Ethikrat
Von Rainer Woratschka
TAGESSPIEGEL 09.11.06

Unterdrückter Unmut
Deutscher Ethikrat / Der Bundestag debattiert über das neue Gremium von Forschungsministerin Schavan
Nur die Opposition redet noch von „Farce“. Der Widerstand bei Schwarz-Rot selbst bröckelt. Künftig findet Ethikberatung wohl ohne Abgeordnete statt.
Matthias Gierth
Rheinischer Merkur Nr. 45, 09.11.2006

Streit um künftigen Ethikrat spitzt sich weiter zu
Große Koalition zankt um Neugestaltung des Beratergremiums – Beteiligung des Parlaments heftig umkämpft – SPD kündigt Änderungen an
Die schwarz-rote Koalition streitet über die Neugründung des Nationalen Ethikrats.
DIE TAGESPOST vom 09.11.2006

Menschenwürde muss Maßstab allen Handelns sein
Caritas fordert Korrekturen am Gesetzentwurf für Ethikrat
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Caritasverband e.V. 09.11.06

Strittiges Gewebegesetz wird zur Geisterstunde beraten
Donnerstagnacht liegt dem Bundestag erstmals die von Ärzten kritisierte Neuregelung vor / Bundesrat übt harsche Kritik an Regierungsvorlage
BERLIN (fst). Unter weitgehendem Ausschluß der Öffentlichkeit wird der Bundestag am Freitag um etwa 3 Uhr morgens erstmals das umstrittene Gewebegesetz beraten. Wie zuvor Bundesärztekammer und Fachgesellschaften hat auch der Bundesrat vehemente Kritik an dem Gesetzentwurf geübt.
Ärzte Zeitung, 09.11.2006

CSU-Politikerin will Stammzellgesetz lockern
Die forschungspolitische Sprecherin der Bundestags-Unionsfraktion, Ilse Aigner (CSU), hat eine Lockerung des deutschen Stammzellgesetzes gefordert.
N24.DE 09.10.06

Gesundheitsfonds als "Mißgeburt"
Wirtschaftsweise werfen der Koalition Selbstblockade in der Gesundheitspolitik vor
BERLIN (fst). In ungewöhnlicher Schärfe haben die Wirtschaftsweisen der Bundesregierung in der Gesundheitspolitik Versagen und Konzeptionslosigkeit vorgeworfen.
Ärzte Zeitung, 09.11.2006

Bessere Versorgung für Sterbenskranke? Im Studium ist es um die Palliativmedizin weiter schlecht bestellt
Von Christian Beneker
Politiker, Ärzte, Kassen, Kirche, Krebshilfe, KVen, Ärztekammern und unzählige Initiativen - alle rufen unisono nach besserer medizinischer Versorgung Sterbenskranker. Doch um die Palliativmedizin in Studium und Lehre steht es schlecht.
Ärzte Zeitung, 09.11.2006

In der Altenpflege fehlen die Umschüler
Nürnberg/Rendsburg (di). Der Bedarf an Altenpflegern wird schon bald ohne Umschüler gedeckt werden müssen. Weil die Lehrgangskosten für die dreijährige Ausbildung nicht mehr gefördert werden, gibt es kaum noch Umschüler für diesen Beruf.
Ärzte Zeitung, 09.11.2006

Blinde Mäuse können wieder sehen
Britische Wissenschaftler haben durch eine Transplantation von Sehzellenvorläufern das Sehvermögen von Mäusen verbessert. Die Forscher sehen darin eine zukunftsweisende Methode, um Blinden ihr Augenlicht zurückzugeben.
Von Tinka Wolf
DIE WELT 09.11.06

Gesundheitskarte: Bremen steigt als Testregion aus
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen beendet ihre Beteiligung am Modellprojekt zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und kündigt den Vertrag mit der Bremer Initiative Telematik (B.I.T.) GmbH.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.11.06

Wie leiden Männer unter Fehlgeburten?
WITTEN (akr). Wissenschaftler der Universität Witten/Herdecke wollen erforschen, wie Männer auf Fehlgeburten reagieren. Die Forscher suchen Männern, die ihre Gefühle nach dem Verlust eines ungeborenen Kindes beschreiben.
Ärzte Zeitung, 09.11.2006

„So etwas ist tabu“
Stammzellforscher Hescheler zu dem Experiment
Britische Forscher wollen aus menschlichen Zellen und entkernten Rinder-Eizellen Embryonen herstellen. Ist das ein vielversprechender Weg, um embryonale Stammzellen zu gewinnen?
TAGESSPIEGEL 09.11.2006


08. November

Forscher planen Mensch-Kuh-Embryo
Ein Plan britischer Forscher sieht vor, menschliches Erbgut in die Eizellen von Kühen einzupflanzen. Sie wollen dabei die selbe Technik nutzen, die auch beim Klonschaf Dolly angewandt wurde.
NETZEITUNG 08.11.2006

Embryonenversuch mit Mensch und Kuh
Mit Hilfe von Rindereizellen wollen britische Forscher humane Stammzellen züchten
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 08.11.2006

Humane Stammzellen aus Eizellen der Kuh sind ,Horrorszenario’
Entsetzen herrscht über Pläne von britischen Wissenschaftlern: Sie wollen Eizellen von Kühen für Experimente an menschlichen Stammzellen verwenden.
KATH.NET 08.11.2006

Christdemokraten im Europäischen Parlament für Verbot von Menschen-Kuh
Aber heftiger Streit im Europäischen Parlament
Die größte Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-ED) hat sich gegen die angekündigte Herstellung von Mischembryonen aus Mensch und Kuh in Großbritannien ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP, EVP-ED 08.11.06

EU: Christdemokraten sprechen sich gegen Chimären-Züchtung aus
Brüssel - Die konservativ-christdemokratische EVP-ED-Fraktion im Europaparlament hat sich gegen die angekündigte Herstellung von Mischembryonen aus Mensch und Kuh in Großbritannien ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06

Klon-Chimären lösen keine ethischen Probleme
Zu Meldungen britischer Forscher, menschliches Erbgut in die Eizellen von Kühen einzupflanzen, erklärt Dr. Reinhard Loske, Leiter der Arbeitsgruppe Biotechnologie:
Wir lehnen diese Experimente ab. Wenn eine Chimäre im Labor für Forschungszwecke herangezüchtet werden soll, ist das ethisch ähnlich fragwürdig wie das Klonen von Menschen mittels menschlicher Eizellen. Derartige Experimente bieten keine Perspektive für die Stammzellforschung.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Reinhard Loske, MdB, Bündnis 90/Die Grünen 08.11.06

Winnacker pocht auf Liberalisierung der Stammzellenforschung
Frankfurt - Der Generalsekretär des neu gegründeten Europäischen Forschungsrates, Ernst-Ludwig Winnacker, plädiert für eine Liberalisierung der Stammzellenforschung in Deutschland.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06

Australisches Oberhaus stimmt therapeutischem Klonen zu
Sydney - Das australische Oberhaus will das Klonen von menschlichen Embryos zu therapeutischen Zwecken erlauben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06

Briten diskutieren über ärztliche aktive Sterbehilfe
LONDON (ast). Die britische Ärzteschaft und die Öffentlichkeit diskutieren derzeit abermals über das Thema der aktiven ärztlichen Sterbehilfe. Anlaß der neuen Ethik-Debatte sind Äußerungen des Royal College of Obstetricians and Gynaecology (RCOG) in London, wonach Geburtshelfer "ernsthaft überlegen" sollten, schwerbehinderte Neugeborene zu töten.
Ärzte Zeitung, 08.11.2006

Siehe dazu:

Der frühe Tod
Euthanasie – das waren doch die Nazis. Was aber, wenn Eltern einen Arzt bitten, ihr schwerstkrankes Baby zu töten? Die Suche nach der richtigen Antwort.
Von Erwin Koch
TAGESSPIEGEL 16.04.2006

Neuer Streit um künftigen Ethikrat
Berlin - Die schwarz-rote Koalition streitet über die Neugründung des Nationalen Ethikrats. Kern des Konflikts ist die Beteiligung des Parlaments an der Besetzung und Arbeit des Gremiums.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06

KAUCH: FDP wirbt um Zustimmung für Parlamentarischen Beirat für Bio- und Medizinethik
In der Koalition besteht offenbar Uneinigkeit darüber, wie die Bundestagsabgeordneten in die deutsche Bioethik-Debatte eingebunden werden sollen. Zu den öffentlichen Äußerungen aus der SPD gesellen sich eine Reihe von Unionsabgeordneten, die im persönlichen Gespräch auch für eine Einbindung von Parlamentariern plädieren. Die FDP-Fraktion hat gestern einen Antrag zur Ethikrat-Debatte beschlossen.
PRESSEMITTEILUNG, Michael Kauch, MdB, FDP 08.11.2006

Österreich: Ethikkommission FÜR die Bundesregierung - Auflösung aus Geldmangel
Die von allen Vereinen und politischen Parteien unabhängige "Ethikkommission FÜR die Bundesregierung", zusammengesetzt aus VertreterInnen behinderter Menschen und der Aktion Leben, hat sich aufgelöst.
BIZEPS-INFO 08.11.06

Biodatenbanken: Forscher nehmen Datenschutz ins Visier
Auditierung soll Hilfestellung bei praktischer Umsetzung geben
PRESSETEXT.AUSTRIA 08.11.2006

Bundestag befasst sich erstmals mit Gewebegesetz
Berlin - Der Bundestag befasst sich am späten Donnerstagabend erstmals mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für den Umgang mit menschlichen Zellen und Geweben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06

Leistungen der Pflegeversicherung dynamisieren
Petitionsausschuss/
Berlin: (hib/MIK) Für die Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung hat sich der Petitionssausschuss eingesetzt.
HIB 333/2006, 08.11.2006

Deutschlands Weg in die Vergreisung
Bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerungspyramide umkehren. Die Menschen werden immer älter, zugleich werden weniger Kinder geboren. Damit wird die Versorgung der Rentner zu einem großen Problem. Auch das Bildungssystem und der Arbeitsmarkt stehen vor gravierenden Umbrüchen.
Von Joachim Peter
DIE WELT 08.11.2006

Von der Alterspyramide zum Zwiebelturm
Neue Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes / Lebenserwartung nimmt weiter zu
BERLIN (HL). Die deutsche Bevölkerung befindet sich in einem langfristig unumkehrbaren Alterungsprozeß. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl hochbetagter Menschen über 80 von derzeit knapp vier Millionen auf über zehn Millionen steigen. Entsprechend wird auch die Zahl pflegebedürftiger Menschen zunehmen.
Ärzte Zeitung, 08.11.2006

US-Konservative bei Referenden abgestraft
Nicht nur aus der Wahl zu Abgeordnetenhaus und Senat, sondern auch aus mehreren Volksabstimmungen gehen die Konservativen in den USA Niederlagen geschwächt hervor.
Die Bürger des US-Bundesstaates South Dakota lehnten eine Verschärfung des Abtreibungsrechts ab, die fast alle Abbrüche unter Strafe gestellt hätte.
N24.DE 08.11.2006

China: Erneuter Verdacht auf Organhandel
Peking - China ist abermals unter Verdacht geraten, Häftlinge zu ermorden, um danach deren Organe für Transplantationen im In- und Ausland zu verkaufen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.11.06


07. November

Humane Stammzellen aus Eizellen der Kuh – Neues Projekt entsetzt Bioethiker
Newcastle - Um den Engpass bei menschlichen Eizellen zu umgehen, möchten Wissenschaftler der Universität Newcastle Eizellen von Kühen für ihre Experimente an menschlichen Stammzellen verwenden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.11.06

Menschen-Erbgut in Rinderzellen
Britische Forscher wollen menschliches Erbgut in Rinder-Eizellen verpflanzen. Zwar handelt es sich um Grundlagenforschung, die erst in Jahrzehnten zu neuen Therapien führen könnte. Kritiker aber warnen schon jetzt vor Mischwesen aus Mensch und Tier.
SPIEGEL ONLINE 07.11.06

Umstrittenes Projekt
Britische Gentechniker wollen Erbmaterial von Menschen und Rindern vermengen.
ORF.AT 07.11.2006

Mensch-Tier-Chimären zur Gewinnung von Stammzellen
Florian Rötzer
Zwei Wissenschaftlerteams haben in Großbritannien einen Antrag auf die Herstellung von hybriden Embryos gestellt, rechtlich ist noch nicht klar, ob die Human Fertilisation and Embryology Authority dafür zuständig ist
TELEPOLIS 07.11.2006

Abgeordnetenfreie Zone
Von Stefan Rehder
Am Donnerstag wird der Deutsche Bundestag in erster Lesung über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einsetzung eines neuen Gremiums beraten, das die Politik in bioethischen Fragen beraten soll.
DIE TAGESPOST 07.11.2006

Bioethik-Beratung ändert sich: Regierung weist Kritik zurück
Forschungs-Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) über den künftigen „Deutschen Ethikrat“
Die Bundesregierung verteidigt den Gesetzentwurf zum künftigen „Deutschen Ethikrat". Forschungs-Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) sprach darüber mit Christoph Strack. Am 9. November kommt der Gesetzentwurf der Regierung, an dem es Kritik aus der Opposition und Teilen der SPD gibt, zur Ersten Lesung ins Parlament. Der „Deutsche Ethikrat" soll dann Mitte 2007 starten.
DIE TAGESPOST vom 07.11.2006

CDU-Fraktionsspitze weist SPD-Kritik am neuen Ethikrat zurück
Berlin - Die CDU-Fraktionsspitze hat Kritik aus der SPD am künftigen Deutschen Ethikrat zurückgewiesen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.11.06

Forschungsverbund erarbeitet Auditmethoden für Biobanken-Datenschutz
Am heutigen Dienstag hat ein interdisziplinärer Forschungsverbund seine Arbeit aufgenommen, der Methoden und Kriterien zur Analyse von Schwachstellen in Datenschutzmanagement-Systemen für Biobanken entwickeln soll.
HEISE.DE 07.11.2006

Von einer Gesichts-Transplantation erhoffen sich Patienten, ein normales Leben führen zu können
Von Arndt Striegler
Schwer entstellten Patienten, für die es keine andere Therapiemöglichkeit gibt, wollen britische Chirurgen mit einer kompletten Gesichts-Transplantation helfen.
Ärzte Zeitung, 07.11.2006

Wissenschaft kann existenzielle Bedürfnisse des Menschen nicht stillen
Benedikt XVI. sprach zu den Teilnehmern der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.
KATH.NET 07.11.2006

Neues Gentherapie-Verfahren gegen HIV viel versprechend
Behandlung mit unschädlicher Form des Virus durchgeführt
PRESSETEXT.AUSTRIA 07.11.2006

Klinische Studie zur Gentherapie: HIV mit HIV bekämpfen
Philadelphia - Bei einer neuartigen Gentherapie erhielten fünf HIV-Patienten CD4-Zellen infundiert, die mit gentechnischen Mitteln gegen einen Angriff von HI-Viren gewappnet waren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.11.06


06. November

Bundesregierung fördert Stammzellforschung
Bildung und Forschung/Antwort
Berlin: (hib/SUK) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat seit 2004 112 Projekte bewilligt, die sich mit Forschung an Stammzellen beschäftigen. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/2953) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/2756) mit.
HIB 331/2006 06.11.2006

PDF Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Cornelia Hirsch, Volker Schneider (Saarbrücken) und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/2756 – Entwicklung der öffentlichen Förderung für Stammzellforschung
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 12. Oktober 2006 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
28 Seiten, Deutscher Bundestag Drucksache 16/2953, 16.10.2006

Großbritannien: Diskussion um Sterbehilfe bei schwerbehinderten Neugeborenen
London - In Großbritannien wird abermals kontrovers über das Thema der aktiven ärztlichen Sterbehilfe diskutiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.11.06

Bundesregierung plant Anspruch auf Pflegezeit
BERLIN (dpa). Zur Pflege eines Angehörigen sollen Arbeitnehmer nach ersten Plänen der Bundesregierung künftig eine unbezahlte Auszeit nehmen oder Teilzeit arbeiten können.
Ärzte Zeitung, 06.11.2006

BMFSFJ: Umfang der Heimrechtsverlagerung noch unklar
VDAB: Spätes, aber richtiges Einlenken des Ministeriums
In einer Fragestunde am 18. Oktober 2006 befasste sich der Deutsche Bundestag mit den Auswirkungen der im Zuge der Föderalismusreform vereinbarten Verlagerung des Heimrechts in die Zuständigkeit der Länder. Angefragt hatte die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 06.11.2006

Palliativversorgung macht wachsende Fortschritte
LÜBECK (di). Die Palliativversorgung in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Verbessert werden muß noch die Vernetzung mit Seelsorgern und Sozialarbeitern. Dies berichteten Experten bei einem Symposium der Ostseeanrainerstaaten zur Palliativmedizin in Lübeck.
Ärzte Zeitung, 06.11.2006

Thierse dringt auf Änderungen bei Ethikrat
Berlin (kobinet) Im Vorfeld der 1. Lesung zur Einrichtung eines Deutschen Ethikrates am Donnerstag im Deutschen Bundestag tritt Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse für Änderungen am bisherigen Gesetzentwurf ein.
KOBINET-NACHRICHTEN 06.11.2006

Neuer Ethikrat darf nicht hinter verschlossenen Türen tagen
Am 9. November berät der Bundestag über das Vorhaben der Bundesregierung, einen Deutschen Ethikrat einzurichten. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung mahnt in diesem Zusammenhang an, das neue Gremium mit demokratischer Legitimation zu versehen und eng an das Parlament zu binden.
PRESSEMITTEILUNG Bundesvereinigung Lebenshilfe 06.11.2006

Klinische Forschung: Skandalfirma mit hohem Gewinn
London - In den britischen Medien stößt es übel auf, dass die Firma Parexel Entschädigungen für die sechs Probanden ablehnt, die im März bei einem Medikamententest fast ums Leben gekommen wären, gleichzeitig aber hohe Gewinne macht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.11.06

Mukoviszidose: Erste klinische Ergebnisse zu einer „translationalen“ Therapie
Denver - Mit einer Reparatur auf der Ebene der Ribosomen lassen sich genetische Erkrankungen behandeln, bei denen Punktmutationen zu einem vorzeitigen Abbruch der Translation führen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.11.06

Demonstration für liberaleres Abtreibungsrecht in Polen
Warschau - Rund 300 Menschen haben am Samstag in Warschau für ein liberaleres Abtreibungsrecht in Polen demonstriert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.11.06

Organspenden: Neues Konzept in Rheinland-Pfalz
MAINZ (chb). In Rheinland-Pfalz soll die Bereitschaft zur Organspende erhöht werden. Zu diesem Zweck hat Landesgesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) eine Kooperationsvereinbarung mit der Landeskrankenhausgesellschaft, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), der Landesärztekammer und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung geschlossen.
Ärzte Zeitung, 06.11.2006


05. November

Vertretung schwer Behinderter im Ethikrat gefordert
Der Selbsthilfeverband "Netzwerk Artikel 3" hat eine Vertretung schwer behinderter Menschen im geplanten Deutschen Ethikrat gefordert.
WDR 05.11.06


03. November

Geplanter Ethikrat sorgt für Mißtöne in der Koalition
Gesetzentwurf der Bundesforschungsministerin stößt auf Widerstand bei Union und SPD / Parlamentarier dringen auf Beteiligung am Ethikrat
BERLIN (fst). Bundestagsabgeordnete von SPD und Union wollen grundsätzliche Änderungen beim von Bundesforschungsministerin Annette Schavan geplanten Deutschen Ethikrat erreichen. Der Bundestag soll stärker als bisher vorgesehen an dem Gremium beteiligt werden.
Ärzte Zeitung, 03.11.2006

Selbstaufklärung versus Outsourcing
Kommentar von Florian Staeck
Es ist eine Erfahrung, die jeder macht: Über komplexe Streitfragen urteilt man dann am kompetentesten, wenn man sich ein Thema selbst oder in Diskussion mit Kollegen erarbeitet.
Ärzte Zeitung, 03.11.2006

Aneignung von Körpermaterial
Das Sammeln von Blut, Gewebeproben und den dazugehörigen medizinischen Daten in Biobanken findet derzeit weitgehend in einer rechtlichen Grauzone statt. Experten fordern verbindliche Regelungen, um einen "Wildwuchs zu verhindern"
Von Klaus-Peter Görlitzer
TAZ 03.11.06

Grüne: Gentests im Arbeitsmarkt und bei Versicherungen verbieten
Berlin - Die Grünen haben am Freitag einen Gesetzentwurf zum Umgang mit Gentests in den Bundestag eingebracht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.11.06

Studie: Erhöhtes Thromboserisiko durch Verhütungspflaster
500 Klagen gegen die Ortho Evra-Herstellerfirma sind bereits anhängig. Frauen erlitten Lungenembolien, Schlaganfälle und Herzinfarkte nach Verwendung des Verhütungspflasters.
KATH.NET 03.11.06

Plötzlicher Kindstod durch verkrüppelte Hirnzellen
Die Zellen, die sonst für die Ausschüttung von Serotonin zuständig sind, wiesen Seltsamkeiten auf.
DIE WELT 03.11.2006

Substanz SC1 hält Stammzellen pluripotent
Münster – Eine einfache Substanz namens SC1 bringt Stammzellen im Labor dazu, sich selbst zu erneuern. Dadurch behalten sie die Fähigkeit, sich in viele unterschiedliche Zellen zu differenzieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.11.06

Stammzellen auf Selbsterneuerungskur
Max-Planck-Forscher aus Münster entdecken ein kleines Molekül, mit dem sich Stammzellen im Labor erheblich leichter als bisher vermehren lassen
PRESSEMITTEILUNG Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. 03.11.06

Keiner der verbrecherischen NS-Ärzte war sich seiner Schuld bewußt
Von Patrick Hagen
20 NS-Ärzte und drei Nichtmediziner standen vor 60 Jahren in Nürnberg vor Gericht. Sie waren angeklagt wegen schwerer Verbrechen, die sie im Namen der Forschung verübt hatten. Vor dem Ersten Amerikanischen Militärgerichtshof gaben die Ärzte Menschenversuche an Häftlingen sowie Massenmord an Behinderten und Kranken zu.
Ärzte Zeitung, 03.11.2006

3. Kongress „Medizin und Gewissen“: Das Gesundheitswesen – eine Branche wie jede andere?
Die zunehmende Profitorientierung im Gesundheitswesen birgt Gefahren für die Patientenversorgung und kann die dort Beschäftigten in arge Gewissenskonflikte stürzen. Solidarität und Fürsorge drohen auf der Strecke zu bleiben.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 44 vom 03.11.2006, Seite A-2908

Epigenetische Unterschiede bei eineiigen Zwillingen – Strategie zur Identifikation von Krankheitsgenen
Obwohl eineiige Zwillinge ein identisches Kerngenom besitzen, sind viele eineiige Zwillingspaare diskordant für erbliche Krankheiten.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 44 vom 03.11.2006, Seite A-2957


02. November

Grüne beantragen Einsetzung eines Ethik-Komitees
Berlin - Die Grünen haben die Einsetzung eines eigenen Ethik-Komitees des Bundestages beantragt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 02.12.06

Grüne beantragen Einsetzung eines Ethik-Komitees
Bildung und Forschung/Antrag
Berlin: (hib/MPI) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen regt die Einsetzung eines Ethik-Komitees des Bundestages an. Angesichts der wissenschaftlichen Entwicklungen in Biologie und Medizin werde das Parlament künftig immer wieder vor der Aufgabe stehen, in ethisch schwierigen Fragen Entscheidungen zu treffen, heißt es in dem dazu vorgelegten Antrag (3199).
HIB 328/2006 02.11.2006

PDF Einsetzung eines Ethik-Komitees des Deutschen Bundestages
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
2 Seiten, Drucksache 16/3199, 27. 10. 2006

Behinderte und Abgeordnete in Deutschen Ethikrat.
Jena/Kassel (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) tritt dafür ein, dass im Deutschen Ethikrat auch behinderte Menschen und Bundestagsabgeordnete vertreten sind. Nächste Woche steht das Thema schon auf der Tagesordnung im Deutschen Bundestag.
KOBINET-NACHRICHTEN 02.11.2006

Kann es sein, dass es immer weniger behinderte Menschen gibt? Ja
von bastian-obermayer
Die Diagnose »Ihr Kind wird mit Behinderung zur Welt kommen« ist für Eltern ein Schock. Immer mehr Väter und Mütter entscheiden sich danach gegen das Baby. Eine Reportage
SZ-Magazin 02.11.2006

Globale Studie. 68.000 Frauen sterben jährlich bei Abtreibungen
"Ein fürchterlicher Katalog menschlicher Tragödien" - so hat ein Experte der Weltgesundheitsorganisation eine neue Statistik bezeichnet, der zufolge 19 Millionen Abtreibungen unter schlechten medizinischen Bedingungen stattfinden. Millionen Frauen werden dabei verletzt, Tausende sterben.
SPIEGEL ONLINE 02.11.06

Ungewollt schwanger: 68.000 Tote durch Abtreibung
Bei rund 19 Millionen Abtreibungen unter prekären medizinischen Bedingungen sterben jedes Jahr etwa 68.000 Frauen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch in Genf.
N-TV.DE 02.11.06

Großbritannien: Abtreibungsrate steigt trotz 'Pille danach'
Selbst Abtreibungsbefürworter stellen den Sinn von Freigabe der „Pille danach“ in Frage.
KATH.NET 02.11.06

Nürnberger Demenzprojekt IDA hat Vorbildcharakter
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sieht bei der Betreuung von Demenzpatienten Hausärzte in hohem Maße gefordert
Ärzte Zeitung, 02.11.2006

Pflegekräfte sehen Lücken bei der Lobbyarbeit
Gesundheitspflege-Kongreß in Hamburg / Berufsverband fordert zu mehr Engagement in der Berufspolitik auf
HAMBURG (di). Pflegekräfte sehen ihre Interessen in der Politik nicht ausreichend berücksichtigt. Die Lobbyarbeit für Pflegende sorgte beim Gesundheitspflege-Kongreß in Hamburg auch für Selbstkritik.
Ärzte Zeitung, 02.11.2006

Verteilung der Chromosomen bei Krebs gestört
BERLIN (ple). In Krebszellen ist häufig die Chromosomenverteilung gestört. Berliner Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik haben jetzt herausgefunden, wie es zu solchen Störungen kommen kann.
Ärzte Zeitung, 02.11.2006

Fünf Millionen Jahre altes Virus rekonstruiert
VILLEJUIF (ple). Französischen Virologen ist es gelungen, anhand des Bauplans eines fünf Millionen Jahre alten Virus im Human-Genom das Virus-Erbgut im Labor zu rekonstruieren. Damit ließen sich zudem Zellen von Menschen in der Kulturschale infizieren, in denen dann neue Viren gebildet wurden.
Ärzte Zeitung, 02.11.2006


01. November

Regierung legt Entwurf für Gewebegesetz vor - Kritik vom Bundesrat
Gesundheit/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/MPI) Die Transplantation von menschlichem Gewebe wie Haut, Knochen oder Stammzellen soll sicherer werden. Die Bundesregierung hat dazu einen Gesetzentwurf (16/3146) vorgelegt, mit dem die EU-Geweberichtlinie vom März 2004 umgesetzt werden soll.
HIB 326/2006, 01.11.06

Im Bundestag notiert: Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs
Gesundheit/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MPI) Die FDP-Fraktion hakt in Sachen Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs nach. In einer Kleinen Anfrage (16/3180) will sie von der Bundesregierung wissen, in welchem zeitlichen Rahmen und mit welcher Zielsetzung der Begriff erneuert werden soll.
HIB 326/2006, 01.11.06

Sterbehilfeverein "Dignitas": Aktive Sterbehilfe in Deutschland?
Obwohl aktive Sterbehilfe in Deutschland verboten ist, informieren sich fast täglich ein Dutzend Menschen über die Möglichkeit, ihrem qualvollen Leben ein Ende zu setzen. In Hannover gibt es ein Büro der Sterbehilfe-Organisation "Dignitas". Eine ehemalige Mitarbeiterin sagt, dass bei dem Schweizer Unternehmen nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
MDR BRISANT 01.11.2006

Kreuzzug gegen Frauenrechte
Die Christliche Rechte in den USA ist ein bedeutender politischer Faktor. Mit neuen Strategien versucht sie, die Bevölkerung für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen umzustimmen
Von Kathrin Hedtke
JUNGE WELT 01.11.06
Anm.: Zu diesem Artikel kann man direkt Leserbriefe schreiben...

Future of sexual and reproductive health at tipping point according to global study
GENEVA -- The first-ever global study of sexual and reproductive health - to be published in the medical journal The Lancet starting this week - shows a picture of declining financial support, increased political interference and an overall reluctance to tackle threats to sexual and reproductive health.
PRESSRELEASE WHO 1 November 2006

Abortion in Europe
Entre Nous - The European Magazine for sexual and reproductive health No. 59 - 2005
Entre Nous is published by: Reproductive Health and Research Programme, WHO Regional Office for Europe

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