Presse
Pressespiegel 01.-15. Oktober 2004
Anzahl: 87 Artikel, Stand 20.10.04
15. Oktober
Biopatentgesetz: Entwurf spaltet Gremien und Regierung
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Die Zeit drängt, doch Experten sehen viel Korrekturbedarf.
Unerwartet zwiespältig ausgefallen ist die Stellungnahme zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen, die der Nationale Ethikrat am 6. Oktober in Berlin vorlegte.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 42 vom 15.10.2004, Seite A-2781
Nachgefragt
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 42 vom 15.10.2004, Seite A-2781
Anm.: Interview mit Spiros Simits, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates zur Stellungnahme zu Biopatenten.
Weder im EBM noch in der GOÄ taucht die Palliativmedizin auf
Palliativmediziner fordern Verankerung ihrer Disziplin im Sozialgesetzbuch V / Neue Broschüre mit Empfehlungen des Europarates
BONN (ric) Die Empfehlungen des Europarates über die Bedeutung der Palliativmedizin sind kürzlich in Bonn präsentiert worden. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Professor Eberhard Klaschik, stellte die 90seitige Broschüre vor.
Ärzte Zeitung, 15.10.2004
"Wenn wir zehn Prozent mehr Pfleger hätten, wäre das viel wert"
Von Yuriko Wahl
Mit 93 kam Maria nach einer Krankheit ins Heim. Dort fühlte sie sich schlecht behandelt und wollte entgegen aller medizinischen Ratschläge wieder in ihre vier Wände zurück. Sie habe "ein derart herausforderndes Verhalten" gezeigt, daß sie vom Heim herausgeworfen wurde - "das war ihr Glück", erzählt Wilhelm Rückert vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).
Ärzte Zeitung, 15.10.2004
Organtransplantation bei HIV-Infektion: Diskussionsgrundlage vor dem Hintergrund verbesserter antiretroviraler Therapie
Rockstroh, Jürgen
Zusammenfassung
Eine Organtransplantation war lange Zeit für HIV-infizierte Patienten undenkbar. Durch die Einführung hochaktiver antiretroviraler Kombinationstherapien (HAART) hat sich die Lebenssituation dieser Patienten jedoch grundlegend geändert, sodass ein genereller Ausschluss der Patienten von Organtransplantationen nicht länger gerechtfertigt scheint. Wegen der Herausforderungen in der klinischen Betreuung von HIV-Patienten ist allerdings eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vor und nach der Organtransplantation erforderlich. Es wird die aktuelle Daten- und Argumentationslage zu der Thematik beschrieben.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 42 vom 15.10.2004, Seite A-2814
Psychiatrie: Zwangseinweisungen nehmen zu
Müller, Peter
In den vergangenen Jahren sind unfreiwillige Krankenhauseinweisungen psychisch Kranker erleichtert und rechtliche Hürden abgebaut worden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 42 vom 15.10.2004, Seite A-2794
Chip-Hautimplantat zur medizinischen Versorgung
Einfacher Zugang zu Daten
Florida - Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) http://www.fda.gov hat der Vermarktung von implantierbaren Chips durch ein in Florida ansässiges Unternehmen zugestimmt.
PRESSETEXT.AUSTRIA 15.10.04
Anm.:Was wie Science-finction klingt könnte bald auch bei uns zu heftigen Debatten über den Datenschutz führen...
Eklatantes Versorgungsdefizit bei Arzneimitteln
Berlin (VFA). "Millionen deutscher Patienten sind von einer eklatanten Unterversorgung mit Arzneimitteln betroffen. Um ihr entgegenzutreten, ist es notwendig, den Ärzten Raum für eine adäquate Arzneimitteltherapie zu geben." Das sagte Dr. Dr. Andreas Barner, Vorstandsvorsitzender des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), bei der Vorstellung des Gutachtens "Defizite in der Arzneimittelversorgung in Deutschland" der Nürnberger Unternehmensberatung Fricke & Pirk in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) 15.10.04
Schweiz: «Lex Jaconi» und die Zellen der Hoffnung
Eidgenössische Abstimmung vom 28. November
Was das Stammzellenforschungsgesetz regelt
Das Forschungsgesuch der Biologin Marisa Jaconi hat vor wenigen Jahren die Gesetzgebung zur Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen zum Laufen gebracht. Das zur Abstimmung stehende Stammzellenforschungsgesetz erlaubt die umstrittene Forschung grundsätzlich. Es stellt aber einige beachtliche Hürden auf.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 15.10.04
14. Oktober
Eine Versichertenkarte, die unter die Haut geht
Delray Beach/Florida. Allen Krankenversicherungen, die sich derzeit Sorgen um den Missbrauch von Versichertenkarten machen, hätten Vertreter einer US-Firma eine Patentlösung anzubieten. Sie schlagen vor, die Versichertenkarten den Patienten durch einen kleinen Eingriff unter die Haut zu transplantieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.10.04
Gefeiert, aber tödlich
Das Rheumamittel Vioxx kann tödliche Gerinnsel verursachen. Wurde ein Medikament zu schnell in den Markt gedrückt?
Von Harro Albrecht
DIE ZEIT 14.10.2004 Nr.43
Renate Schmidt: Menschen müssen sich auf gleichwertige Hilfen verlassen können
Anlässlich der heutigen Sitzung der Föderalismuskommission erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt:
"Die Neuregelung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern ist richtig und wichtig. Wir brauchen sie, um Deutschland zu modernisieren.
Trotzdem gilt: Die gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen darf nicht in Frage gestellt werden. Die Menschen müssen sich weiterhin auf bestimmte Rahmenbedingungen verlassen können - egal in welchem Teil Deutschlands sie leben.
PRESEMITTEILUNG BMFSFJ 14.10.04
Berlin bleibt auf Schlingerkurs
Globales Klonverbot / Von nächster Woche an wird in New York wieder verhandelt
Autor: Matthias Gierth
Seit einem Jahr könnte die Welt ein umfassendes Klonverbot haben. Doch es war die rot-grüne Bundesregierung, die mit ihrem Votum für einen Aufschub der Verhandlungen im Herbst 2003 eine UN-Konvention gegen reproduktives Klonen wie Forschungsklonen platzen ließ.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 42, 14.10.20
Aufruf zum 5. Deutschen Hospiztag: „Wir dürfen nicht an der Menschenwürde der Schwerstkranken vorbei therapieren“
Dortmund. Anlässlich des heutigen 5. Deutschen Hospiztages mahnt die Deutsche Hospiz Stiftung dringend Verbesserungen in der Versorgung der Schwerstkranken und Sterbenden an. „Es ist ein Armutszeugnis, dass nur eine Minderheit der etwa 850 000 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland sterben, hospizlich begleitet werden können.
PRESEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 14.10.04
E-Mail per Gedanke
Implantierter Chips ermöglicht Querschnittsgelähmten, Computer zu steuern
Ein winziges Hirnimplantat ermöglicht es einem ab dem Hals querschnittsgelähmten Mann, allein Kraft seiner Gedanken E-Mails zu versenden oder Computerspiele zu spielen.
WISSENSCHAFT.DE 14.10.04
13. Oktober
Bestimmt das X-Chromosom die Homosexualität von Männern?
Neue Hinweise für einen genetischen Einfluß
von Silvia von der Weiden
DIE WELT 13.10.04
Oft eine Blackbox - wie Arzneien bei Kindern wirken
Experten einig: Gleiche Sicherheitsstandards bei Kindern wie bei Erwachsenen / Unternehmen startet Aufklärungsinitiative
TEGERNSEE (sto). Arzneimittel, die Kindern verordnet werden, sind oft nicht für diese Altersgruppe zugelassen. So sind bis zu 90 Prozent der Arzneimittel, die in Krankenhäusern, etwa auf Frühgeborenenstationen, eingesetzt werden, weder bei Kindern geprüft, noch haben sie eine Zulassung für die Indikation bei Kindern.
Ärzte Zeitung, 13.10.2004
Gewagte Operation im Mutterleib
Pränatalmediziner versuchen, lebensbedrohliche Fehlbildungen eines Kindes noch vor der Geburt zu korrigieren
von Heike Jänz
DIE WELT 13.10.04
Register für klinische Studien ist im Netz
Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline stellt Informationen zu seinen Präparaten im Internet zur Verfügung
BERLIN (gvg). Das Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) hat als einer der ersten Arzneimittelhersteller ein Online-Verzeichnis für klinische Studien ins Internet gestellt. Damit soll mehr Transparenz in den Markt gebracht werden.
Ärzte Zeitung, 13.10.2004
FTD-Serie Generika: Aufwand und Vielfalt treiben die Kosten
Von Patrick Eickemeier
Pharma-Unternehmen und Zulassungsbehörden suchen nach kürzeren und erschwinglicheren Wegen zu neuen Medikamenten. Gentests sollen weiterhelfen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 13.10.04
12. Oktober
Töten, ein tägliches Geschäft
Interview mit Claudia Kaminski
Guido Horst
Nicht einmal in der Frage der Spätabtreibungen können sich die Abgeordneten der großen im Bundestag vertretenen Parteien auf winzige Schritte zum Schutz schon weit entwickelter Kinder im Mutterleib einigen. Warum ist das so?
DIE TAGESPOST vom 12.10.2004
Huber drängt auf Klonverbot
Hamburg (DT/KNA) Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Bundesregierung aufgefordert, sich bei den Vereinten Nationen für ein umfassendes Klonverbot einzusetzen.
DIE TAGESPOST vom 12.10.2004
Ärztekammer Berlin fordert Kennzeichnungspflicht neu zugelassener Arzneimittel und Veröffentlichung aller verfügbaren Arzneimittel-Studien
Negative Studienergebnisse bei schon zugelassenen Arzneimitteln dürfen nicht weiterhin "top secret" bleiben, sondern müssen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Anlässlich der Marktrücknahme des Schmerzmedikaments Vioxx fordert die Ärztekammer Berlin den Gesetzgeber auf, im Sinne eines besseren Patientenschutzes die Informationspolitik zum Thema "Arzneimittelstudien" neu zu überdenken.
PRESSEMITTEILUNG Ärztekammer Berlin 12.10.04
Über eine Million chronisch Kranker profitiert bereits von den Disease-Management-Programmen - Ulla Schmidt: Ein Erfolgsmodell - allen ursprünglichen Widerständen zum Trotz
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat heute zu einer Fachkonferenz über die erfolgreiche Einführung der Disease-Management-Programme eingeladen. Der Anlass: Mehr als eine Million Patientinnen und Patienten sind mittlerweile in diesen qualitätsgesicherten Programmen eingeschrieben.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 12.10.04
2. Weltkongress für Regenerative Medizin im Mai 2005 in Leipzig / "Verzicht auf embryonale Stammzellen"
PRESSEMITTEILUNG Universität Leipzig 12.10.04
Knochenersatz aus dem Drucker
Deutsche Forscher entwickeln ein neues Verfahren, das paßgenaue Implantate spezifisch für den jeweiligen Patienten anfertigt
von Kristina Jonas
DIE WELT 12.10.0
Neues Bündnis für Pflege überflüssig?
DÜSSELDORF (akr). Das nordrhein-westfälische Landesgesundheitsministerium weist die Forderung des CDU-Landtagsabgeordneten Rudolf Henke nach einer "Konzertierten Aktion für Menschenwürde in der Pflege" zurück.
Ärzte Zeitung, 12.10.2004
11. Oktober
Schmerzkongress: „Palliativmedizin erfüllt oft nicht Minimalanforderungen!“
LEIPZIG. Kritik an der Versorgungsqualität in deutschen Hospizen übten Experten auf dem Deutschen Schmerzkongress in Leipzig.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.10.04
“Genschalter” für Leberkrebs entdeckt
STANFORD. US-Forscher sind möglicherweise auf einen neuen Behandlungsansatz für die Behandlung von Leberkarzinomen gestoßen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.10.04
Erst befruchten, dann abtreiben
Der überzogene deutsche Embryonenschutz erhöht die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche
von Klaus Diedrich (Direktor der Universitätsfrauenklinik Lübeck und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe)
DIE WELT 11.10.04
In Würde alt werden - auch jenseits der Heimat
Parlamentarische Staatssekretärin Marieluise Beck eröffnet Interkulturelles Altenhilfezentrum in Frankfurt a.M.: Mehr alte Menschen mit Migrationshintergrund
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 11.10.04
BMBF fördert Netzwerk für Hirnforschung mit 34 Millionen Euro
Vorstellung von vier Bernstein-Zentren bei Kongress vom 14. bis 16. Oktober in Berlin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bündelt die Kompetenz der nationalen Hirnforschung in einem interdisziplinären Netzwerk.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 11.10.04
09. Oktober
Gesetzentwurf ermöglicht Gentest für Job-Suchende
Mit einem neuen Gesetzentwurf zur Gendiagnostik gerät die Bundesregierung in die Kritik.
DER SPIEGEL 42/2004 - 09.10.04
Ethikrat befürchtet generelle Gentests für Jobsuchende
Frankfurt/Main (AP) Wegen eines Gesetzesentwurfs über Gentests bei Arbeitssuchenden ist das Bundessozialministerium in die Kritik geraten.
YAHOO NEWS 09.10.04
"Die Theologie Einzelner gegen die Heilung vieler"
Die Debatte über die Forschung an embryonalen Stammzellen in den USA
Im Wahlkampf um das Präsidentenamt ist auch die Stammzellenforschung in den USA zu einem umstrittenen Thema geworden. Der amtierende Präsident George W. Bush fährt in dieser Sache einen eher restriktiven Kurs. Lediglich an bereits bestehenden Zelllinien darf mit Bundesmitteln geforscht werden, was von den Demokraten scharf kritisiert wird. Auch wenn bis zur Wahl wohl die Situation im Irak und die Wirtschaftslage im Vordergrund der Debatten stehen, könnte die Forschungspolitik der Präsidentenanwärter in einem Kopf-an-Kopf-Rennen durchaus eine mitentscheidende Rolle spielen.
Von Ronald D. Gerste
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 09.10.04
Stammzellen-Import genehmigt
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine weitere Genehmigung für Import und Grundlagenforschung an humanen embryonalen Stammzellen erteilt.
BERLINER MORGENPOST 09.10.04
08. Oktober
Robert Koch-Institut erteilt sechste Forschungsgenehmigung zu Import und Verwendung humaner embryonaler Stammzellen
Am 08.10.2004 hat das Robert Koch-Institut die sechste Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung erteilt.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut 08.10.2004
EU-Biopatent-Richtlinie sorgt für Streit in der Koalition
Union und Grüne kritisieren SPD-Gesetzentwurf
von Claudia Ehrenstein
Berlin - Die Umsetzung der umstrittenen EU-Biopatent-Richtlinie sorgt für neuen Streit in der rot-grünen Koalition.
DIE WELT 08.10.04
Kampf gegen Behördensturheit: Warum eine Mutter ihrem toten Kind keinen Namen geben darf
Von Roman Heflik
Seit sieben Jahren kämpft Ina Beckmanns darum, ihrem tot geborenen Kind offiziell einen Namen geben zu dürfen: Ihr Sohn soll Nicolas heißen. Doch die Behörden stellen sich quer: "Totgeburt männlichen Geschlechts" dürfe auf der Geburtsurkunde stehen, mehr nicht. Selbst der Bundespräsident wollte nicht helfen.
SPIEGEL ONLINE - 08.10.04
Anm.: Vielleicht fühlen sich ein paar Abgeordnete dazu angeregt, ein bestehendes Gesetz überprüfen zu lassen...
Reichen Stammzellproteine für eine Therapie völlig aus?
Herzfehler im Tierversuch durch Zellfaktoren behoben
NEW YORK (ple). Embryonale Stammzellen lassen sich möglicherweise eines Tages ganz anders therapeutisch nutzen als bisher gedacht:
Ärzte Zeitung, 08.10.2004
Embryonen unterm Hammer
Befruchtung in Barcelona
In einer Geburtsklinik von Barcelona können künftig tiefgefrorene Embryonen adoptiert werden, die bei künstlichen Befruchtungen übrig geblieben sind.
N-TV 08.10.04
Mitentdecker der DNA-Struktur Wilkins gestorben
LONDON (dpa). Mit dem Medizin-Nobelpreisträger von 1962 Maurice Wilkins ist jetzt der dritte von vier Entdeckern der DNA-Struktur gestorben.
Ärzte Zeitung, 08.10.2004
07. Oktober
Grüne wollen Patente auf Lebewesen verhindern
Fraktion fordert Änderungen am Gesetz von Justizministerin Zypries / Ethikrat beim Thema Biopatente gespalten
BERLIN, 6. Oktober. Die Grünen wollen Patente auf Lebewesen ausschließen und bestehen auf Korrekturen an dem umstrittenen Biopatentgesetz von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).
BERLINER ZEITUNG 07.10.04
Der Ethikrat und der Rat der Pharmalobby
Kommentar von Jörg Michel
Wann immer der Nationale Ethikrat ein Gutachten zu einer brisanten biomedizinischen Frage veröffentlicht hat, das Ergebnis war das Gleiche. Ob Stammzellenimport, Forschungsklonen oder Biobanken: Das Beratergremium stützte meist die Linie von Gerhard Schröder.
BERLINER ZEITUNG 07.10.04
Nationaler Ethikrat drängt auf Biopatentgesetz
Eine Mehrheit hält den Gesetzentwurf für ausreichend und billigt den Patentämtern Ermessensspielräume zu
BERLIN (HL). Der von der Bundesregierung berufene Nationale Ethikrat ist einmütig der Auffassung, daß die Europäische Biopatent-Richtlinie zügig in nationales Recht umgesetzt werden muß.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
Freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Mitgliedsunternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
Veröffentlicht 07.10.04
Versicherer verlängern Selbstverpflichtungserklärung zu prädiktiven Gentests
Die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammengeschlossenen Lebensversicherer haben ihre Freiwillige Selbstverpflichtungserklärung zur Verwendung prädiktiver Gentests bis zum Jahr 2011 verlängert.
PRESSEMITTEILUNG Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 07.10.04
Interview zu Gentests
Mit Gentests lassen sich Krankheiten vorhersagen. Dennoch wollen die Versicherer darauf verzichten – freiwillig. Gentechnik-Experte Dr. Achim Regenauer erklärt die Hintergründe.
Dr. med. Achim Regenauer, 48, ist Chefarzt in der medizinischen Abteilung der Münchener Rück und leitet das Kompetenzzentrum Biowissenschaften des Rückversicherers.
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) "POSITIONEN" Ausgabe Nr. 38 - Oktober 2004
Kein Geld für IvF im Ausland
Sozialgericht lehnt Klage auf Kostenübernahme ab
FRANKFURT/MAIN (dpa). Künstliche Befruchtungen, die deutsche Bürger im Ausland vornehmen lassen, müssen weiterhin nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
Eine seltene Erbkrankheit und das Prinzip Hoffnung
Ursache der vorzeitigen Vergreisung sind Defekte im Gen Lamin-A
Ein Jahr ist es her, daß ein Gendefekt als Ursache einer sehr seltenen Krankheit entdeckt worden ist, die Kinder früh zu Greisen macht. Bei einem Kongreß, an dem auch die Eltern betroffener Kinder teilgenommen haben, ist jetzt die Idee einer möglichen Therapie vorgestellt worden.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
Ärzte unter Korruptionsverdacht
Hunderte Mediziner sollen Schmiergelder von Pharma-Firmen angenommen haben
von Kurt Kieselbach
Darmstadt/München - Im deutschen Gesundheitswesen sind erneut Verdachtsfälle von schwerwiegender Korruption bekannt geworden.
DIE WELT 07.10.04
Transhumanismus - Die Tiefkühlreligion
Transhumanisten verstehen sich als die Avantgarde der technisierten Gesellschaft. Sie glauben, dass sich der Mensch mit Hirnimplantaten und Gendoping optimieren ließe, und freuen sich auf ihr Leben nach dem Tod
Von Ferdinand Muggenthaler
DIE ZEIT 07.10.2004 Nr.42
Mit einem speziellen Organspende-Programm werden ältere Patienten zeitnah mit Nieren versorgt
Von Nicola Siegmund-Schultze
Der Mangel an Organen ist ein Dilemma in der Transplantationsmedizin, und die Bemühungen, Organe nach den Kriterien "Notwendigkeit und Erfolgsaussicht" zuzuteilen, wie es das Gesetz vorschreibt, ähnelt oftmals dem Versuch einer Quadratur des Kreises.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
Körperspender sollen auch ihren Sarg spenden
Krankenkassen zahlen Kliniken kein Sterbegeld mehr
ESSEN (akr). Die Gesundheitsreform treibt bizarre Blüten: Die Universitätsklinik Essen bittet künftig Menschen, die ihren Körper nach dem Tod für die Medizinerausbildung zur Verfügung stellen, bei den Bestattungskosten zur Kasse.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
NRW-CDU mahnt ein Bündnis für bessere Pflege an
DÜSSELDORF (akr). Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag Rudolf Henke fordert von der Landesregierung eine "Konzertierte Aktion für Menschenwürde in der Pflege" unter Einbeziehung von Verbänden und Heimen.
Ärzte Zeitung, 07.10.2004
Tödliche Grippe im Labor nachgebildet
Experten fordern bessere Beobachtung von Virusstämmen
Madison, Wisconsin - Heutige Grippeviren können durch kleinste Veränderungen so tödlich gemacht werden wie der Stamm von 1918, der Millionen von Menschen getötet hat. Das haben Wissenschaftler von der Universität von Wisconsin unter der Leitung von Yoshihiro Kawaoka nachgewiesen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 07.10.04
06. Oktober
Klonverbot: Deutschland soll Initiative Costa Ricas unterstützen
Der Antrag auf eine Konvention der Vereinten Nationen gegen jegliches Klonen habe gute Chancen auf eine Mehrheit.
KATH.NET 06.10.04
Nationaler Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen
Berlin, den 6. Oktober 2004 Nach mehrmonatigen intensiven Beratungen legt der Nationale Ethikrat am heutigen Mittwoch seine Stellungnahme "Zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen unter Verwendung biologischen Materials menschlichen Ursprungs" vor.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 06.10.04
Stellungnahme zur Patentierung biotechnologischer Erfindungen unter Verwendung biologischen Materials menschlichen Ursprungs
33 Seiten, Stellungnahme Nationaler Ethikrat, veröffentlicht 06.10.04
Patente auf Leben: Nationaler Ethikrat für Umsetzung der EU-Richtlinie
Der Nationale Ethikrat dringt auf eine rasche gesetzliche Regelung für Patente auf Leben, so genannte Biopatente. Die Mehrheit des Gremiums sprach sich Berlin dafür aus, die entsprechende EU-Richtlinie zu Biopatenten ohne weitere Einschränkungen umzusetzen.
tagesschau.de 06.10.04
Paris gibt grünes Licht für Forschung an embryonalen Stammzellen
Philippe Douste-Blazy
PARIS. Frankreich hat grünes Licht für die Forschung an embryonalen Stammzellen gegeben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.04
Frischzellenkur fürs Pumporgan
Von Grit Kienzlen
Die Forschung an embryonalen Stammzellen, die zu Herzgewebe herangezüchtet werden, hat Theologen aufgebracht und Parteien gespalten. Der Vorwurf des unmoralischen Vorgehens auf der einen Seite steht der Hoffnung für neue Therapien auf der anderen entgegen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 06.10.2004
Staatsanwalt ermittelt gegen 350 Klinikärzte
DARMSTADT (dpa). Die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt bundesweit gegen 350 Klinikärzte wegen Bestechlichkeit. Sie sollen von einem Medizintechnik- Hersteller mit Geld und teuren Reisen versorgt worden sein, damit sie dessen Produkte einsetzen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ger Neuber, am Dienstag mit.
Ärzte Zeitung, 06.10.2004
USA: Krankenschutz für die Familie kostet 10 000 US-Dollar - fast soviel, wie ein McDonald’s-Jobber im Jahr verdient
Von Claudia Pieper
Das US-amerikanische Gesundheitswesen kämpft mit den Malaisen eines strikt privatwirtschaftlich verfaßten Systems, bei dem der Solidargedanke keine Rolle spielt.
Ärzte Zeitung, 06.10.2004
05. Oktober
Jetzt neu: Patentsperma
Obwohl die Firma ARS bloß eine Substanz erfand, die müden Spermien Beine macht, dürfen sich
die Forscher mächtig freuen: Das Patentamt verschaffte ihnen ein Patent auf die ganze Keimzelle
Von Matthias Urbach
Von Zeit zu Zeit müssen wir uns fragen lassen, ob es mit dem Unterschied zwischen unserer Spezies und, sagen wir, einer Maus wirklich so weit her ist.
TAZ 05.10.04
Für ein generelles Klonverbot - Bundesregierung muss Initiative Costa Ricas unterstützen
5. Oktober 2004 - Zum Antrag Costa Ricas, eine Konvention der Vereinten Nationen gegen jegliches Klonen zu erarbeiten, erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB, und der zuständige Berichterstatter für Bioethik der Arbeitsgruppe Gesundheit und soziale Sicherung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe MdB:
Wir begrüßen ausdrücklich die neue Initiative Costa Ricas, die von 57 Staaten getragen wird und gute Chancen auf eine Mehrheit hat.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe und Maria Böhmer MdBs, CDU 05.10.04
Zwei US-Forscher teilen sich den diesjährigen Medizin-Nobelpreis
Biochemiker und Neurobiologin für die Aufklärung des Geruchssinns geehrt
Ärzte Zeitung, 05.10.2004
Organspende einheitlich geregelt
Kein Lebendspendenregister in der Schweiz
Die Organspende wird in der Schweiz einheitlich geregelt. Der Ständerat hat am Montag die letzten Differenzen beim Transplantationsgesetz ausgeräumt. Die Vorlage ist damit bereit für die Schlussabstimmung am kommenden Freitag.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 05.10.04
Neue Methode des Immuntests soll Stammzelltransplantationen sicherer machen
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. unterstützt Homburger Studie
Die Stammzelltransplantation wird bei verschiedenen Formen von Leukämien eingesetzt. Um den Blutkrebs auszulöschen, wird beispielsweise bei der allogenen Transplantation das komplette blutbildende System des Patienten durch das eines Fremdspenders ersetzt.
PRESSEMITTEILUNG Universität des Saarlandes 05.10.04
04. Oktober
EPA fördert kommerzielle Menschenzucht
Hamburg - Wer die Akten des Europäischen Patentamtes (EPA) durchsieht, stößt immer mal wieder auf Überraschendes. Allerdings nicht von der erfreulichen Art: Greenpeace hat dort jüngst ein Patent auf menschliches Sperma entdeckt, erteilt im November 2003. Die Einspruchsfrist ist mittlerweile verstrichen, das Patent daher rechtskräftig erteilt für 25 Staaten, darunter Deutschland.
GREENPEACE MITTEILUNG 04.10.04
Greenpeace rügt Patent auf Sperma
Experte Then: EU-Amt bahnt Weg für Menschenzucht
BERLIN, 3. Oktober. Greenpeace hat scharfe Kritik an einem europäischen Patent geübt, das ein Verfahren zur Verbesserung der Samenqualität für die künstliche Befruchtung schützt.
BERLINER ZEITUNG 04.10.04
EU fördert Forschung für Antidepressiva
Brüssel unterstützt 13 Forschergruppen mit 7,2 Millionen Euro
BRÜSSEL (taf). Das EU-Forschungsprogramm "Newmood" soll Aufschluß geben, welche Gene an der Entstehung von Depressionen beteiligt sind.
Ärzte Zeitung, 04.10.2004
Nobelpreis für Entschlüsselung des Geruchssinnes
STOCKHOLM. Der diesjährige Nobelpreis für Medizin und Physiologie ging an zwei US-Wissenschaftler, die das Geheimnis des Geruchssinns gelüftet haben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.10.04
Von der Fürsorge zur Teilhabe
Modellprojekt des Bundes zeigt innovatives Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung
Gerade im ländlichen Raum leben Menschen mit Behinderungen oft isoliert; die Hilfsangebote sind für sie auf dem Land schwerer zugänglich als in Ballungsgebieten. Welche Möglichkeiten des Zusammenlebens und der gegenseitigen Hilfe von Menschen mit und ohne Behinderungen sich durch integrative Angebote eröffnen können, zeigt ein neues Modellprojekt des Bundesministeriums.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 04.10.04
Ein britischer Gesetzesentwurf spielt mit dem Tod
Vorschub für Euthanasie – und Grund für weit reichende Beunruhigung
KATH.NET 04.10.04
Europäische Kommission schreibt Auftrag für Organspendebericht aus
BRÜSSEL/LUXEMBURG. Die für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Generaldirektion der Kommission der Europäischen Union (EU) hat einen Auftrag für die Erarbeitung eines Bewertungsberichts über Organtransplantationen in der EU ausgeschrieben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.10.04
Stammzellen aus der Haut werden zur Vorsorge eingefroren
Heidelberger Unternehmen bietet Kryokonservierung der Zellen an / Präparation und 20 Jahre Lagerung für 2350 Euro
FRANKFURT AM MAIN (nsi). Das Heidelberger Unternehmen TICEBA bietet an, körpereigene Stammzellen aus der Haut für mögliche spätere therapeutische Anwendungen einzufrieren. Da auch Stammzellen Alterungsprozessen unterliegen, gilt: Je früher, desto besser.
Ärzte Zeitung, 04.10.2004
Suchmaschine Scirus ist für Ärzte eine echte Alternative
Nur wissenschaftliche Websites und Datenbanken werden durchwühlt / Treffer sind deutlich brauchbarer als in allgemeinen Suchmaschinen
BERLIN (gvg). Wer fundierte Informationen zu einem medizinischen Thema sucht, etwa zu einer Indikation oder zu einer bestimmten Therapie, den kann der Suchmaschinenplatzhirsch Google mitunter ganz schön nerven.
Ärzte Zeitung, 04.10.2004
03. Oktober
Europäisches Patent auf menschliches Sperma erteilt
Greenpeace: Patentamt fördert kommerzielle Menschenzucht
Hamburg, 3.10.2004 - Ein im November 2003 erteiltes europäisches Patent wurde jetzt von Greenpeace bei erneuter Durchsicht der Akten des Europäischen Patentamtes entdeckt. Hintergrund des Patentes ist eine Behandlung des menschlichen Samen mit bestimmten chemischen Substanzen, um die Erfolgsrate bei der künstlichen Befruchtung zu erhöhen. Patentiert wurde aber nicht nur das technische Verfahren, sondern auch das Sperma selbst.
GREENPEACE Presseerklärung 03.10.2004
02. Oktober
Union drängt auf Klonverbot
Böhmer und Hüppe (beide CDU) warnen die Bundesregierung vor einer Missachtung der Staatsorgane
Würzburg (kgm/KNA) Die Union hat die Bundesregierung davor gewarnt, bei den vor den Vereinten Nationen anstehenden Verhandlungen über ein Klonverbot die Vorgaben von Bundestag und Bundesrat nicht konsequent zu verfolgen.
DIE TAGESPOST vom 02.10.2004
Zwischen Kostendruck und Rationierung
Akademie für Ethik in der Medizin befasst sich mit Gerechtigkeit im Gesundheitssystem
Von Gerd Felder
Münster (DT) Die Thematik ist hochaktuell doch die Debatte darüber findet teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Rede ist vom wachsenden Kostendruck im Gesundheitswesen, der durch den demographischen Wandel und die Fortschritte in der Medizin immer stärker die Frage nach der Gerechtigkeit aufwirft.
DIE TAGESPOST vom 02.10.2004
01. Oktober
Forschungsklonen: „Die Zeit arbeitet für die Wissenschaftler“
Richter-Kuhlmann, Eva A.; Klinkhammer, Gisela; Stüwe, Heinz
Der Nationale Ethikrat hat sich – trotz divergierender Voten – auf die Empfehlung verständigt, das Klonen von Menschen zu Forschungszwecken derzeit nicht zuzulassen. Prof. Dr. rer. nat. Regine Kollek, Dr. phil. Peter Radtke und Prof. Dr. iur. Jochen Taupitz erläutern die Positionen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 40 vom 01.10.2004, Seite A-2655
Britische Ärzte streiten um Lebensverlängerung für Frühchen
LONDON. Britische Ärzte haben vor einem Gericht in London um Erlaubnis gebeten, ein vor elf Monaten geborenes Frühchen sterben lassen zu dürfen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.10.04
BMBF startet umfassende Untersuchungen zur Pflegeforschung
Bund stellt vier Millionen Euro für wissenschaftliche Projekte bereit
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) legt die Grundlage für umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zur Pflegeforschung. Zur Ausarbeitung von Konzepten und Methoden für die Pflege kranker und hilfsbedürftiger Menschen stellt das BMBF in diesem Jahr vier Millionen Euro bereit.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 01.10.04
Risikoaufklärung: Typische Versäumnisse
Kaufmann, Jost; Kuhlen, Rainer
In Standardsituationen unterlaufen Ärzten häufig Fehler bei der Aufklärung ihrer Patienten über Behandlungsrisiken.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 40 vom 01.10.2004, Seite A-2671
Geschäfte mit Nabelschnurblut
Immer mehr Firmen leben blendend vom schlechten Gewissen von Eltern. Sie werben damit, dass vorsorglich eingelagertes Nabelschnurblut von Neugeborenen lebensrettend für das Kind sein kann. Doch noch sind das nur Heilsversprechungen
Von Reinhard Wolff
TAZ 01.10.04
Nanotechnologie: Zwischen „Science“ und „Science-Fiction“
Die „Schlüsseltechnologie“ bietet theoretisch große Chancen, ihre möglichen Risiken gilt es noch abzuwägen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 40 vom 01.10.2004, Seite A-2668
Wenn der transplantierte Patient das eigene Organ weitergibt
Patienten, die an der Stoffwechselkrankheit "Amyloidose" leiden, profitieren von einer Lebertransplantation und spenden ihre eigene Leber("Domino-Transplantation")
Das Transplantationszentrum Heidelberg an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Zentren in Deutschland entwickelt, das Patienten mit der Stoffwechselkrankheit "Amyloidose" versorgt. Bislang wurden dort elf "Domino-Transplantationen" vorgenommen.
PRESSEMITTEILUNG Universitätsklinikum Heidelberg 01.10.04
Organspende: Mangel nicht beseitigt
Elsner, Amina
Auch das Transplantationsgesetz von 1997 hat nicht zu einer Steigerung der Organspenden geführt.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 40 vom 01.10.2004, Seite A-2662
Euthanasieermittlungen in Thüringen: Gutachter bestreiten Fehlbehandlung
Jachertz, Norbert
Albrecht soll gemäß dem damaligen Wissensstand lege artis behandelt haben.
Er sollte zu einer späten Aufarbeitung ärztlicher Verfehlungen während der NS-Zeit in Thüringen führen, er galt als letzte Möglichkeit, Euthanasieverbrechen gerichtlich ahnden zu lassen – der „Fall Albrecht“. Aus den Erwartungen scheint nun nichts zu werden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 40 vom 01.10.2004, Seite A-2664
EU macht neue Vorschläge für Kinderarzneien
BERLIN/BRÜSSEL (HL). Die EU-Kommission unternimmt einen neuen Anlauf, damit mehr Arzneimittel in sicherer Anwendung für Kinder zugänglich gemacht werden. Ein neuer Vorschlag soll bis Ende 2006 rechtskräftig werden. Das Problem bislang: Die meisten Medikamente sind nicht speziell für Kinder zugelassen - Ärzte sind zu einem mehr oder weniger riskanten Off-Label-Use gezwungen.
Ärzte Zeitung, 01.10.2004
Ebola-Impfstoff schützt vor tödlichem Infekt
MARBURG (eis). Einen Impfstoff gegen Infektionen mit dem Ebola-Virus haben Forscher des National Institute of Health (NIH) in Bethesda in den USA entwickelt.
Ärzte Zeitung, 01.10.2004
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