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Pressespiegel 16.-31. Oktober 2005

Anzahl: 131 Artikel, Stand 03.11.05

31. Oktober

Von der Leyen für Sterbehilfe-Debatte
Die designierte Bundesfamilienministerin von der Leyen lehnt die Tötung unheilbar Kranker ab. Eine Diskussion über das Thema Sterbehilfe könne aber helfen, juristische Grauzonen zu klären, meint sie.
NETZEITUNG.DE 31.10.05

Bundesärztekammer: Politik darf keine Illusionen nähren
Die Bundesärztekammer hat von Union und SPD das Eingeständnis gefordert, dass nicht länger alles medizinisch Notwendige für alle Bürger finanzierbar sei.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 31.10.05

Saarland unterstützt Initiative gegen Sterbehilfe
Vorgehen im Bundesrat mit Niedersachsen abgestimmt
SAARBRÜCKEN (kin). Das CDU-regierte Saarland will im Bundesrat eine Initiative starten, um die professionelle Vermittlung von Sterbehilfe in Deutschland unter Strafe zu stellen.
Ärzte Zeitung, 31.10.2005

Schweiz: Verbot von Präimplantationsdiagnostik soll bleiben
BERN. Die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) bleibt in der Schweiz vermutlich weiter verboten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.10.05

Schweizer Ärzte für klare Regeln bei Genbanken
Datenschutz für Spender hat in Richtlinienentwurf Vorrang / Gesetz über Forschung am Menschen geplant
BERN (ine). In der Schweiz werden jedes Jahr etwa eine Million menschlicher Proben zur Untersuchung in die pathologischen Institute geschickt. Ein neues Gesetz über die Forschung am Menschen soll nun regeln, wie die Patienten über die weitere Verwendung der Proben - etwa zur medizinischen Forschung - informiert werden sollen.
Ärzte Zeitung, 31.10.2005

USA: Bush nomiert Samuel Alito für Höchstrichteramt
Alito gilt als konservativ und pro-life - Bei Bestätigung durch den Senat könnte der Oberste Gerichtshof eine Pro-Life-Mehrheit bekommen
KATH.NET 31.10.05

Ungeborene halten Mütter gesund
Kindliche Gene können den mütterlichen Cholesterinspiegel senken
Das Erbgut eines Ungeborenen beeinflusst den Fettabbau im Körper der Mutter. Zu diesem Ergebnis kommt eine belgische Forschergruppe in einer Studie an über 500 Schwangeren.
WISSENSCHAFT.DE 31.10.05

Doch keine Depression nach Schwangerschaftsabbruch?
TEMPE/ARIZONA. Über die Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs für die Frau führen Befürworter und Gegner einer liberalen gesetzlichen Regelung einen heftigen Streit.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.10.05
 


29. Oktober

Der Stau und das Kind
Die Industrie der unerfüllten Wünsche und die Gesellschaft, die sich solche Wünsche zu erfüllen versucht: "Frozen Angels", Frauke Sandigs und Eric Blacks Dokumentation über die Reproduktionsmedizin in Los Angeles
TAZ 29.10.05

Saar-SPD-Chef für aktive Sterbehilfe in engen Grenzen
Saarbrücken - Saar-SPD-Chef Heiko Maas hat für eine aktive Sterbehilfe in engen Grenzen plädiert.
DIE WELT 29.10.05

Italienischer Forscher klont 14 Schweine
ROM - Ein italienischer Wissenschaftler hat vierzehn Schweine geklont.
SWISSINFO.CH 29.10.05
 


28. Oktober

Suizid nicht verharmlosen
Experten warnen vor Akzeptanz der Selbsttötung im Alter und fordern mehr Beratungsangebote. Kritik auch an Schweizer Sterbehilfe-Verein Dignitas
TAZ 28.10.05

Ethikrat: Ruf nach Unterstützung für Demenzkranke
Berlin - Experten fordern mehr gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für Alzheimer- und Demenz-Kranke.
DIE WELT 28.10.05

Evangelische Krankenhäuser sehen Werte als Erfolgsgaranten
Von Marion Lisson
Handeln christliche Einrichtungen im Gesundheitswesen christlicher als kommerzielle Unternehmen in diesem Bereich? Und, wenn ja, was hat das mit dem wirtschaftlichen Erfolg zu tun? Eine aktuelle Studie bringt ein wenig Licht ins Dunkel.
Ärzte Zeitung, 28.10.2005

Registrierungspflicht für Pflegeberufe gefordert
Berufsverband will im Register Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen festhalten / Qualitätsmerkmal
HAMBURG (nie). Der Deutsche Berufsverband der Pflegeberufe (DBfK) e.V. hat an Altenpfleger, Krankenschwestern und -pfleger appelliert, sich freiwillig registrieren zu lassen.
Ärzte Zeitung, 28.10.2005

Rückzug der US-Richterkandidatin Miers
Bush am Widerstand der eigenen Basis gescheitert
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 28.10.05

Anonyme Lebendspenden haben sich bewährt
GENF (nsi). In den Niederlanden ist 2004 ein Programm zur anonymen Lebendorganspende aufgelegt worden, das sich nach Ansicht der Beteiligten bewährt hat.
Ärzte Zeitung, 28.10.2005

Mehrheit der Briten will stärkeren Schutz für Ungeborene
Die Abtreibungsgesetzgebung erscheint vor allem vielen jungen Briten als zu liberal: Ein Kind kann bis zur 24. Schwangerschaftswoche getötet werden.
KATH.NET 28.10.05

Gentechnik-Gesetz wird neu aufgerollt
Berlin - Union und SPD wollen offensichtlich das Gentechnik-Gesetz der rot-grünen Bundesregierung ändern und die strittige Haftungsfrage im Zusammenhang mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen neu regeln.
BERLINER MORGENPOST 28.10.05

S-WBK wehrt sich: Nein zum Menschen nach Mass!
Heute Freitag beriet die Wissenschaftskommission des Ständerats (S-WBK) über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik. Erfreulicherweise hatten die Kommissionsmitglieder gegenüber den Argumenten des Basler Appells gegen Gentechnologie ein offenes Ohr und schmetterten die vom Nationalrat überwiesene Motion ab.
PRESSEMITTEILUNG Basler Appell gegen Gentechnologie 28.10.2005

Keine Embryotests bei künstlicher Befruchtung
BERN - Die Präimplantationsdiagnostik soll in der Schweiz weiterhin nicht erlaubt sein. Mit 7 zu 5 Stimmen beantragt die Wissenschaftskommission (WBK) des Ständerates ihrem Rat, eine Motion des Nationalrates abzulehnen.
SWISSINFO.CH 28.10.05

Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur NR (04.423) (WBK-NR (04.423)), Schweiz
Einreichungsdatum 02.09.2004

Kinderhospiztage: Begleitung für Familien
Klinkhammer, Gisela
Ambulante und stationäre Kinderhospize mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützen betroffene Kinder und ihre Eltern.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 43 vom 28.10.2005, Seite A-2916

Bekanntmachungen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung vom 23. September 2005 auf Empfehlung der Ständigen Kommission Organtransplantation folgende Richtlinie beschlossen: Richtlinie zur medizinischen Beurteilung von Organspendern und zur Konservierung von Spenderorganen gemäß § 16 Abs. 1 S.1 Nr. 4 a) und b) TPG
BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundesärztekammer
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 43 vom 28.10.2005, Seite A-2968

Hirntodbestimmung und Betreuung des Organspenders – Eine Herausforderung für die Intensivmedizin: Ergänzung
Janzen, Rudolf Wilhelm Christian
zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Thomas Bein, Prof. Dr. med. Hans J. Schlitt, Dr. med. Detlev Bösebeck, Dr. med. Sylvia Bele, Prof. Dr. med. Bernhard K. Krämer, Prof. Dr. med. Kai Taeger in Heft 5/2005
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 43 vom 28.10.2005, Seite A-2953

Hirntodbestimmung und Betreuung des Organspenders – Eine Herausforderung für die Intensivmedizin: Schlusswort
Bein, Thomas
zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Thomas Bein, Prof. Dr. med. Hans J. Schlitt, Dr. med. Detlev Bösebeck, Dr. med. Sylvia Bele, Prof. Dr. med. Bernhard K. Krämer, Prof. Dr. med. Kai Taeger in Heft 5/2005
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 43 vom 28.10.2005, Seite A-2954
 


27. Oktober

Das letzte Tabu
Aktive Sterbehilfe ist manchmal der einzige Ausweg – erlaubt werden darf sie dennoch nicht
Von Robert Leicht
Was ist menschliches Leben, wann und wie endet es wirklich?
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

Am Ende
Sterbehilfe ist längst akzeptiert, das Verbot lässt sich nicht halten
Von Wolfgang van den Daele (Mitglied des Nationalen Ethikrates und Direktor der Abteilung »Zivilgesellschaft und transnationale Netzwerke« am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
Die öffentliche Debatte, die in Deutschland über aktive Sterbehilfe geführt wird, ist soziologisch unterbelichtet. Politische Korrektheit verstellt den Blick auf die Tatsache, dass die Positionen der Entscheidungseliten sich immer stärker von den Wertvorstellungen der Bevölkerung entfernen.
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

Nachbarn ohne Skrupel?
Sterbehilfe in der Schweiz und den Niederlanden
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

»Dignitas ist ein diktatorischer Verein«
Die umstrittene Schweizer Sterbehilfeorganisation besteht faktisch nur aus einer Person: Ludwig A. Minelli
Von Urs Willmann
Will Ludwig A. Minelli belegen, dass die Idee von einer Gesellschaft, in der Sterbenskranken ohne juristische Hürden tödliche Cocktails bereitgestellt werden, keine Neuigkeit darstellt, hilft ihm Giacomo Casanova.
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

Mehr als Schmerzen lindern
Gibt es Alternativen zur Sterbehilfe? Der Kölner Arzt Raymond Voltz über die Möglichkeiten und Grenzen der Palliativmedizin
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

Ein Mann, der dringend sterben wollte
Ein Schlaganfall, eine Blutung im Stammhirn – zwei Jahre lang war Herr R. fast vollständig gelähmt. Andere Patienten kämpfen um ihr Leben, er kämpfte um seinen Tod
Von Frank Drieschner
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Anm.: Langer aber lesenswerter Artikel!

Großbritannien: Liberalisierung der Sterbehilfe
Neuregelungen sehen die Möglichkeit des assistierten Suizids vor
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 42 vom 21.10.2005, Seite A-2825

EU-Parlament gegen Patent für Designerbabys
STRASSBURG (dpa). Babys nach Maß darf es nach Ansicht des Europaparlaments nicht geben.
Ärzte Zeitung, 27.10.2005

EU-Parlament fordert Beschwerde der EU gegen Keimzellen-Patent
STRASSBURG. Das Europaparlament hat die EU-Kommission aufgefordert, beim Europäischen Patentamt in München Beschwerde gegen ein umstrittenes Patent zur Auswahl menschlicher Keimzellen einzureichen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.10.05

Suche nach Ursachen für Krankheiten
Forscher analysieren die menschliche DNA-Sequenz und präsentieren erste Karte der Unterschiede
von Sonja Kastilan
Berlin - Vom Schimpansen trennen den Menschen nur etwa 1,3 Prozent - genetisch gesehen.
DIE WELT 27.10.05

HapMap Studie macht Unterschiede im Erbgut sichtbar
Entscheidende genetische Defekte leichter nachweisbar
PRESSETEXT.AUSTRIA 27.10.05

HapMap: Erklärungen der Genomforscher für Prostatakarzinom, DiGeorge-Syndrom und HIV-Langzeitüberlebende
NEW YORK. Nachdem die Entschlüsselung des menschlichen Genoms abgeschlossen ist, suchen die Genomforscher jetzt nach den genetischen Merkmalen von Krankheiten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.10.05

Kreationismus - Darwin vor Gericht
Im amerikanischen Dover soll ein Prozess entscheiden, ob die Evolutionstheorie Lücken hat und im Biologieunterricht ein »intelligenter Schöpfer« erwähnt werden darf
Von Thomas Kleine-Brockhoff
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44

Ethikrat: Experten fordern mehr Unterstützung für Demenzkranke
BERLIN. Experten fordern mehr gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für Alzheimer- und Demenz-Kranke.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.10.05

Nationaler Ethikrat muss erhalten werden
BERLIN - Zur heutigen Jahrestagung des Nationalen Ethikrates und zur Debatte um die institutionelle Verankerung der Medizinethik-Debatte erklärt der Obmann der FDP-Fraktion in der bisherigen Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Michael Kauch:
Die Union hatte den Nationalen Ethikrat als Beratungsgremium der Bundesregierung vor der Wahl in Frage gestellt, auch einzelne SPD-Politiker argumentieren in diese Richtung.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, Obmann der FDP-Fraktion in der bisherigen Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" 27.10.2005,

Supreme Court: Harriet Miers tritt zurück
Die umstrittene Kandidatin von US-Präsident George W. Bush für einen Sitz im höchsten Gericht gibt auf. Sie war für viele Repuplikaner zu liberal
Unter dem Druck seiner eigenen Partei hat US-Präsident George W. Bush am Donnerstag die Nominierung seiner Rechtsberaterin Harriet Miers für einen Sitz im höchsten Gericht zurückgezogen.
ZEIT.DE 27.10.05

USA: Nominierte Höchstrichterin Miers erklärt Rückzug
Die Bush-Kandidatin wurde in den vergangenen Tagen sowohl von Abtreibungslobbys als auch von Pro-Life-Gruppen kritisiert.
KATH.NET 27.10.05

Arzneimittel für Kinder: Mehr Studien, mehr Sicherheit
Kinder- und Jugendärzte loben EU-Vorstoß.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 42 vom 21.10.2005, Seite A-2825

Bald mehr sichere Arzneien für Kinder
Neue EU-Verordnung kommt 2006: Sie setzt starke Anreize für Hersteller, auch Indikationen für Kinder zu erforschen
BERLIN (HL). Mit langer Verspätung im Vergleich zu den USA wird nun auch in Europa die Arzneimittelzulassung so ergänzt, daß die Anwendung von Arzneimitteln bei Kindern sicherer wird. Eine entsprechende Verordnung hat jetzt in erster Lesung das EU-Parlament passiert, die Rechtsvorschriften sollen Ende 2006 bindend werden
Ärzte Zeitung, 27.10.2005
 


26. Oktober

Europaeisches Parlament verabschiedet Resolution gegen Patente auf Leben
Greenpeace verlangt haerteres Vorgehen gegen Praxis des Europaeischen Patentamts
Strassburg,In einer Resolution beklagt das Europaeische Parlament die gegenwaertige Praxis des Europaeischen Patentamts und fordert eine striktere Auslegung der Gesetze, um umfassende Patente auf Gene und Teile des menschlichen Koerpers zu stoppen.
PRESSEMITTEILUNG Greeenpeace 26.10.2005

US-Richter beraten über Praxis der aktiven Sterbehilfe in Oregon
Von Claudia Pieper
Ärzte Zeitung, 26.10.2005

Sterbehilfe ist nur ein anderes Wort für Töten
Plädoyer für die Achtung des Lebens / Von Robert Spaemann
Stuttgarter Zeitung 26.10.2005

Was ist der Wille des sterbenden Patienten?
Das Ende des Lebens entzieht sich der Normierung - und bleibt für den Arzt in jedem Einzelfall eine Herausforderung
Ärzte Zeitung, 26.10.2005

Der Tod als "Lebensreifeprüfung"
EKD-Vizepräsident Hermann Barth eröffnet Ausstellung
Auf entschiedenen Widerspruch trafen beim Vizepräsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, sowohl die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung als auch der Versuch, die Tötung auf Verlangen legitimieren zu wollen.
PRESSEMITTEILUNG EKD 26.10.05

Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung "Noch mal leben. Eine Fotoausstellung über das Sterben" in Berlin
Hermann Barth, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
26. Oktober 2005

Stirb schneller!
Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat mit seinen Äußerungen erneut eine Debatte über die Sterbehilfe ausgelöst. Der Verein Dignitas versucht derweil, Tatsachen zu schaffen.
Von Guido Sprügel
JUNGLE WORLD Nr. 43 vom 26.10.05

Medizinerin hält aktive Sterbehilfe durch einen Arzt für keine Option
Claudia Wiesemann, Leiterin der Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Göttingen, hält die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland für undenkbar. Die Tötung durch einen Arzt sei mit der Gefahr des Machtmissbrauchs verbunden. Die Aktivitäten der Organisation Dignitas, die Beihilfe zum Suizid anbiete, seien hingegen richtig und angemessen.
DEUTSCHLANDFUNK 26.10.2005

Schwarzarbeit in der Pflege soll bekämpft werden
STUTTGART (mm). Entschieden gegen die Schwarzarbeit in der Pflege vorzugehen, dies hat sich das baden-württembergische Sozialministerium jetzt zum Ziel gesetzt.
Ärzte Zeitung, 26.10.2005

Stellenabbau führt zu Versorgungsengpässen
Pflege-Experten warnen vor fatalen Konsequenzen
HAMBURG (nie). Der drohende Personalnotstand in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Deutschland wird immer mehr zu einem Problem.
Ärzte Zeitung, 26.10.2005

So schnell wird man Organspender
Andere Länder – andere Sitten: Unterschiedliche Regelungen in Europa
Wer vermeiden möchte, dass seine Organe nach dem Tod einem anderen Menschen zu gute kommen, sollte vor Auslandsreisen entsprechende Vorkehrungen treffen.
PRESSEMITTEILUNG ADAC 26.10.2005

Unfreiwillig operiert
Die Unesco erklärt in ihrer ersten Bioethik-Deklaration Forschungen an Patienten, die nicht selber entscheiden können, für zulässig.
von Kamil Majchrzak
JUNGLE WORLD Nr. 43 vom 26.10.05

Mutter auf Probe mit dem Babysimulator
Die Puppe muß gewaschen und gefüttert werden wie ein Baby / Projekt gegen Teenager-Schwangerschaften
Von Birgit Reichert
Ärzte Zeitung, 26.10.2005

Langlebe-Gen wird vom Vater vererbt
Telomere sollen Auskunft über Lebenserwartung geben
Umea - Wissenschaftler der schwedischen Universität von Umea http://www.umu.se sind dem Geheimnis des Langlebe-Gens auf die Spur gekommen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 26.20.05

Deutsche Forscher klonen BSE-resistentes Rind
Münchner Wissenschaftler wollen mittels Gentechnik BSE-resistente Rinder herstellen. Ob aus den heranwachsenden Embryonen lebensfähige Tiere werden, wissen die Forscher erst in mehreren Monaten.
NETZEITUNG.DE 26.10.05

Starke Blase dank Stammzelltherapie
Im Klinikum rechts der Isar erhalten Patienten, die unter Harninkontinenz (Blasenschwäche) leiden, seit Juni dieses Jahres eine neue und viel versprechende Therapie. Die Mediziner entnehmen eine Muskelbiopsie aus dem Oberarm des Patienten und injizieren daraus gewonnene Stammzellen anschließend in den geschwächten Schließmuskel der Harnröhre.
PRESSEMITTEILUNG Klinikum rechts der Isar und Fakultät für Medizin der Technischen Universität München 26.10.05 (IDW)
 


25. Oktober

Palliativ-Modell statt aktiver Sterbehilfe
POTSDAM (ami). In die Diskussion um Sterbehilfe hat sich nun auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler eingeschaltet.
Ärzte Zeitung, 25.10.2005

EKD-Ratsvorsitzender besucht Palliativstation in München
Medizin und Seelsorge Hand in Hand gegen „Todesmentalität“
„Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um Sterbehilfe und Bioethik ist es notwendig, eine Alternative zu der Todesmentalität zu entwickeln, die derzeit in der Gesellschaft um sich greift!“ sagte heute der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, anlässlich seines Besuchs im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin (IZP) am Münchner Universitätsklinikum Großhadern.
PRESSEMITTEILUNG EKD 25. Oktober 2005

Neuer Test weist Krebsgene im Blut nach
WASHINGTON/HAMBURG (dpa). Ein neuer Bluttest deutscher und US- amerikanischer Forscher kann Darmkrebs bereits im Frühstadium aufspüren.
Ärzte Zeitung, 25.10.2005
 


24. Oktober

Bald 40 Prozent weniger Vorschriften in Pflegeheimen?
Aktion in Baden-Württemberg zum Bürokratieabbau
STUTTGART (mm). Für eine drastische Entbürokratisierung im Pflegebereich will Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialminister Andreas Renner sorgen.
Ärzte Zeitung, 24.10.2005

Aktionswoche soll Bürger über Demenz aufklären
NEU-ISENBURG (Smi). Mehr als eine Million Bundesbürger haben eine Demenz, die meisten von ihnen Morbus Alzheimer. Für die Früherkennung dieser Erkrankung wirbt ab heute die bundesweite Aktionswoche "In Würde altern", an der etwa 1500 Partner beteiligt sind.
Ärzte Zeitung, 24.10.2005

Wien-Wahl: Keine Chance für ÖVP-Kandidatin Kugler-Lang
Die von einigen "Pro-Life"-Gruppen gepushte Kandidatin bekam 2413 Vorzugsstimmen und verfehlte den direkten Einzug ins Wiener Stadtparlament
KATH.NET 24.10.05

Abtreibungslobbys nehmen nominierte Höchstrichterin Miers ins Visier
Die von US-Präsident George W. Bush nominierte Höchstrichterin könnte das Kräfteverhältnis im Supreme Court zugunsten des Lebensschutzes verschieben.
KATH.NET 24.10.05

Unterstützung für Bundesrats-Initiative gegen Sterbehilfe
Hannover - Zahlreiche Länder wollen eine Bundesratsinitiative unterstützen, mit der die geschäftsmäßige Vermittlung von Sterbehilfe unter Strafe gestellt werden soll, erklärte Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU).
DIE WELT 24.10.05

Streit um Sterbehilfe provoziert Koalitionskrach
Wachsende Differenzen in niedersächsischer Landesregierung über den Umgang mit umstrittener Organisation "Dignitas"
DIE WELT 24.10.05

Sterben à la carte: Patientenverfügungen – Fluch oder Segen?
Tacheles am 1. November aus der Marktkirche Hannover
PRESSEMITTEILUNG EKD 24.10.05
 


23. Oktober

Nieren-Tausch soll Leben retten
Täglich sterben zwei Menschen in Deutschland, weil keine passende Spenderniere zur Verfügung steht. Mediziner wollen nun Paare zusammenbringen, die bereit sind, ihre Organe zu spenden. Aber der rechtliche Spielraum ist eng.
SPIEGEL ONLINE 23.10.05
 


22. Oktober

"Der Tod darf nicht zur Ware werden"
Niedersächsische Justizministerin will über den Bundesrat Sterbehilfeverein Dignitas verbieten
Interview
DIE WELT 22.10.05

"Selbsttötung ist ein Menschenrecht"
Interview: Ludwig A. Minelli vom Verein Dignitas über Sterbehilfe, Liebeskummer und Pisa-Trottel
BERLINER ZEITUNG 22.10.05

Ethisch sehr bedenklichNeue Verfahren lassen Hoffnungen auf politisch "korrekte" Stammzellen aufkommen - Bei genauerem Hinsehen erweist sich dies jedoch als Trugschluss
Das Klonen eines menschlichen Embryos mit dem Ziel, aus seinen embryonalen Stammzellen Ersatzgewebe für die Transplantationsmedizin zu züchten, steht in vielen Ländern in einem schlechten Ruf. Der Grund: Bei der Entnahme der Stammzellen wird der Embryo getötet.
DIE TAGESPOST vom 22.10.2005
 


21. Oktober

Schmidt will Sterbehilfe unnötig machen
Schlacht der Studien: Nachdem Forsa erhob, dass die meisten Deutschen aktive Sterbehilfe wollen, kontert die Hospiz-Stiftung mit einer Studie, in der die Mehrheit dagegen ist. Eins wollen alle: bessere Schmerzmedizin. Schmidt kündigt Programm an
Von Cosima Schmitt
TAZ 21.10.05

Nur 35 Prozent sind für aktive Sterbehilfe
Langzeitstudie der Deutschen Hospiz Stiftung - Zusätzliche Millionen für die Behandlung von Schwerstkranken
von Frank Diering
DIE WELT 21.10.05

Wenn Sterbehilfe zu Mord wird
Nur ein Drittel der Deutschen für Sterbehilfe? Die Deutsche Hospizstiftung präsentiert eine neue Umfrage
Hartmut Wagner
BERLINER ZEITUNG 21.10.05
Anm.: Hier stellt der Autor das Ergebnis der Studie in Frage.

Auseinandersetzung mit Gewissensfragen muß Teil des politischen Agierens der CDU sein
Interview mit Roger Kusch zur Sterbehilfedebatte
Hamburger Abendblatt 21.10.05

Verstoß gegen das christliche Menschenbild und die Menschenwürde
Von Thomas Rachel
Die Forderungen nach aktiver Sterbehilfe werden lauter. Alles scheint, als wäre nur noch der Widerstand einiger weniger zu überwinden und endlich könnten die Menschen sterben - ohne Leid, ohne Schmerzen, ohne Angst.
Hamburger Abendblatt 21.10.05

SPD-Politiker begrüßt Millionenprogramm für Sterbenskranke
Der Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" im Bundestag, Rene Röspel (SPD), hat das von Bundesgesundheitsministerin Schmidt angekündigte Millionenprogramm für die Pflege Sterbenskranker begrüßt.
DEUTSCHLANDRADIO 21.10.05

Caritas lehnt Zulassung aktiver Sterbehilfe ab
Ausbau der Palliativmedizin und Begleitung Sterbender wichtig
Freiburg. „Die aktuellen Tendenzen, aktive Sterbehilfe zu legalisieren, lehnt die Caritas ab“, betont Caritaspräsident Peter Neher . Dagegen begrüßt er die Entscheidung der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, verstärkt in den Ausbau der Palliativmedizin zu investieren.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Caritasverband 21.10.05

Experten fordern: Rechtsanspruch auf Palliativversorgung ins Sozialgesetzbuch
Trotz entscheidender Verbesserungen im palliativmedizinischen Bereich wird Tumorschmerztherapie in Deutschland nach wie vor nicht zufrieden stellend umgesetzt. Gerade die Versorgung ambulanter Tumorschmerzpatienten weist immer noch schwerwiegende Lücken auf.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 21.10.05 (IDW)

Keine Legalisierung von aktiver Sterbehilfe
Zur Diskussion um die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Ich begrüße die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, ein umfangreiches Programm für die Pflege Sterbenskranker bereitzustellen. Damit wird ein Kontrapunkt gesetzt in der Diskussion um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe.
PRESSEMITTEILUNG Claudia Roth, MdB, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 21.10.05

Welterklärung zur Bioethik der UNESCO
PARIS (dpa). Die UNESCO-Generalversammlung hat eine "Welterklärung zu Bioethik und Menschenrechten" beschlossen, die ethische Prinzipien für wissenschaftliche und medizinische Versuche an Menschen aufstellt.
Ärzte Zeitung, 21.10.2005

Gratulation an Präsidenten der Bundesärztekammer - „Engagierter Mitstreiter in Fragen des Lebensschutzes“
Jörg-Dietrich Hoppe habe als Präsident der Bundesärztekammer und des deutschen Ärztetages nicht nur die Interessen der Ärzteschaft, sondern auch die der Patienten in profilierter Weise vertreten.
PRESSEMITTEILUNG EKD 21.10.05

Die Pflege braucht einen fairen Wettbewerb
VDAB fordert künftige Bundesregierung zur grundlegenden Erneuerung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Pflegeunternehmen auf
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 21.10.05
 


20. Oktober

PDF Studie - Was denken die Deutschen wirklich über Sterbehilfe?
Langzeitstudie der Deutschen Hospiz Stiftung zum Thema aktive Sterbehilfe
6 Seiten, 20.10.05

Umfrage: Mehrheit befürwortet Palliativmedizin
BERLIN. Eine Mehrheit der Deutschen zieht den Einsatz von Palliativmedizin und Hospizarbeit der aktiven Sterbehilfe vor.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.10.05

Sterbehilfe - Instrumentalisierte Umfragen
Sind die Deutschen für oder gegen aktive Sterbehilfe? Meinungsforscher kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen
Von Katharina Schuler
Seit der Schweizer Verein für Sterbehilfe, Dignitas, Ende September in Hannover ein Büro eingerichtet hat, ist in Deutschland die Debatte über die aktive Tötung unheilbar Kranker neu entbrannt.
DIE ZEIT 43/05

FDP-Politikerinnen fordern Debatte über aktive Sterbehilfe
BERLIN. Führende FDP-Politikerinnen haben eine offenere Debatte über die Zulassung aktiver Sterbehilfe in Deutschland gefordert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.10.05

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will bessere Palliativversorgung in Deutschland
In dem heute erschienen Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihre Vorstellungen zur Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung in Deutschland dargestellt. Dazu stellen wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut des Interviews zur Verfügung:
PRESSEMITTEILUNG BMGS 20.10.05

Millionenprogramm für Todkranke
Ein von Gesundheitsministerin Schmidt vorgestelltes Programm will mit 250 Millionen Euro eine bessere Versorgung Todkranker erreichen. Bis zuletzt sollen Schmerzbehandlung und Begleitung gewährleistet sein.
NETZEITUNG 20.10.05

Leutheusser-Schnarrenberger für Zulassung der aktiven Sterbehilfe
Liberale uneins - Koalitionsstreit in Niedersachsen
von Joachim Peter
DIE WELT 20.10.05

Kinderhospize sollen in den kommenden Jahren in Deutschland so bekannt werden wie Kindergärten
Von Ilse Schlingensiepen
Die Mitstreiter des Kinderhospizvereins haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen die Kinderhospizbewegung fest im öffentlichen Bewußtsein verankern.
Ärzte Zeitung, 20.10.2005

Würde bis ans bittere Ende
Aktive Sterbehilfe / Der stellvertretende CDU-Chef weist alle Pläne einer gesetzlichen Lockerung zurück
Christoph Böhr, Vorsitzender der Wertekommission der CDU
Wie kann in unserer Gesellschaft ein Sterben in Würde gewährleistet werden? Roger Kusch, CDU-Justizsenator in Hamburg, ist davon überzeugt, dass es Krankheiten gibt, die ein Weiterleben in Würde nicht mehr möglich machen.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 42, 20.10.2005

Kardinal Wetter zur Euthanasie: Notfalls zivilen Ungehorsam leisten
Der Münchner Erzbischof wies die Forderung des Hamburger Justizsenators Kusch zurück. Es brauche „beharrlich und offensiv eine christliche Antwort“.
KATH.NET 20.10.05

SPD und Union kritisieren internationale Stammzellenbank
Forschungsministerin Bulmahn gegen Gesetzeslockerung
Von Peter Thelen
Die Initiative des südkoreanischen Gentechnikpioniers Hwang Woo Suk, durch eine internationale Stammzellenbank das therapeutische Klonen weltweit zu fördern, ist bei Union und SPD auf Kritik gestoßen.
HANDELSBLATT 20.10.05

Rechtsmedizin beklagt Einsparungen
Schließung vieler Institute - Experten: Immer mehr Morde und ärztliche Therapiefehler bleiben dadurch unentdeckt
von Gisela Sonnenburg
DIE WELT 20.10.05

Tod einer Star-Patientin
Der deutsche Arzt Matthias Rath verspricht südafrikanischen HIV-Kranken Linderung - Nun wächst der Widerstand gegen den Vitaminpillen-Händler
von Thomas Knemeyer
DIE WELT 20.10.05
 


19. Oktober

"Nicht der Tod, das Sterben ist das Tabu"
Die Forderung von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch, aus Nächstenliebe die Aktive sterbehilfe zu legalisieren, hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Ärzte, Kirchen und viele Politiker lehnen seine Vorschläge ab - wie Katrin Göring-Eckardt von den Grünen, die den CDU-Mann zum Streitgespräch traf.
STERN.DE 43/2005 19.10.2005

Streit um aktive Sterbehilfe geht weiter
BONN. Die Diskussion über aktive Sterbehilfe in Deutschland geht in eine neue Runde. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und der Leiter der CDU-Wertekommission Christoph Böhr sprachen sich in am 19. Oktober Zeitschriften-Beiträgen zufolge gegen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe aus.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.10.05

Christdemokraten im Europaparlament gegen Patent für „Designerbabys"
BRUESSEL. Die Christdemokraten im Europäischen Parlament (EP) sprechen sich gegen das so genannte „Designerbabypatent“ aus, das vom Europäischen Patentamt vor einigen Monaten erteilt wurde.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.10.05

Britische Ärzte wollen IvF strenger überwachen
Mediziner fordern Studie über Langzeitfolgen / Viele Datenschützer, aber auch Ärzte haben Bedenken
Ärzte Zeitung, 19.10.2005

Forscher züchten Ersatzgewebe aus menschlichen Blutzellen
Therapieansatz für Patienten mit Leberversagen oder Diabetes mellitus / Embryonale Stammzellen werden nicht benötigt
Ärzte Zeitung, 19.10.2005

ESOT unterstützt globale Initiativen zur Förderung von Organspenden
Genf - Genf, 19 Oktober 2005: Die europäische Gesesellschaft für Organtransplantation (ESOT), die in diesem Bereich in Europa führende Gesellschaft, fordert die globale Förderung und Unterstützung von neuen, innovativen und sicheren Massnahmen, die unter Berücksichtigung ethischer Richtlinien zur Erhöhung der Zahl von verfügbaren Spenderorganen führen.
PRESSETEXT.AUSTRIA 19.10.2005

Nach 15 Jahren weiterhin gesund
Der ersten gentherapeutisch behandelten Patientin geht es blendend
LOS ANGELES (ple). Seit der Gentherapie vor 15 Jahren geht es dem Mädchen Ashanti DeSilva gesundheitlich auch heute noch blendend. Es habe durch die Therapie noch immer ausreichend genetisch veränderte Lymphozyten, die sie vor Keimen schützen, so ihr damaliger Arzt Dr. W. French Anderson aus Los Angeles zur "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 19.10.2005

Neuartiger Vektor zur Verbesserung der Gentherapie von lebensbedrohlichen Erbkrankheiten, von AIDS und Krebs
Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts konstruieren Vektor mit besonderen Vorteilen für den Gentransfer in Stammzellen und Monozyten. Die Entwicklung dieses PBj-Vektors eröffnet neue Perspektiven, die Behandlungsmöglichkeiten in der Gentherapie auszuweiten.
PRESSEMITTEILUNG Paul-Ehrlich-Institut 19.10.05

Tiermodell fürs Down-Syndrom
LONDON (ple). Britische Forscher haben erstmals ein Tiermodell für das Down-Syndrom (Trisomie 21) mit einem fast vollständigen menschlichen Chromosom 21 geschaffen
Ärzte Zeitung, 19.10.2005

USA: Lehrerin arbeitete für katholische Schule und Abtreibungsklinik
Sie musste die Schule verlassen. Die Eltern hätten bestimmte Erwartungen an katholische Schulen, erklärte der Schulinspektor.
KATH.NET 19.10.05

Wien: Kugler-Lang kritisiert ideologische Intoleranz im Wahlkampf
„Ich bin sehr über die Intoleranz der Grünen und der SPÖ verärgert“, sagt VP-Kandidatin Kugler-Lang im KATH.NET-Interview. „Sie erlauben nicht, dass man die Abtreibungsfrage kritisch sieht.“
KATH.NET 19.10.05
 


18. Oktober

Wegfahrsperre für Stammzellen
Gelingt es mit zwei neuen Methoden aus den USA, die ethischen Probleme des Forschungszweigs zu umgehen? Deutsche Forscher sind skeptisch
Anke Brodmerkel
BERLINER ZEITUNG 18.10.05

Ein bisschen ethischer klonen
US-Forscher suchen nach Methoden, die die Stammzellenforschung aus dem ethischen Kreuzfeuer retten. Einige glauben jetzt, den Königsweg gefunden zu haben
TAZ 18.10.05

Moralisch korrekte Gewinnung von embryonalen Stammzellen?
Florian Rötzer
Zwei Wissenschaftlerteams haben bei Mäusen zwei interessante Methoden entwickelt, mit denen sie hoffen, die gegen das therapeutische Klonen gerichtete Ablehnung unterlaufen zu können
TELEPOLIS 18.10.2005

Verschonte Embryos - Ethisch korrekte Stammzellen dank neuer Methoden
Erstmals ist es Forschern gelungen, embryonale Stammzellen ohne das Abtöten lebensfähiger Embryos zu gewinnen. Auch bisherige Gegner der Forschung sehen in den neuen Methoden potentielle Wege, die bisherigen ethischen Probleme zu umgehen.
SPIEGEL ONLINE 18.10.05

Mäuseembryonen speziell zur Stammzell-Forschung geklont
Embryonen können sich nicht weiterentwickeln
CAMBRIDGE (ple). US-Forscher haben einen Weg gefunden, Stammzellen durch Klonen herzustellen, ohne daß sich der Klon zu einem Lebewesen entwickeln kann: Er ist nicht in der Lage, sich in die Gebärmutter einzunisten. Das weltweit kritisierte reproduktive Klonen von Menschen wäre mit dieser Methode nicht möglich.
Ärzte Zeitung, 18.10.2005

Bis zu 10 000 Todesurteile in China
Offene Debatte von Experten über ein Staatsgeheimnis
Jutta Lietsch
Peking. Sie sterben durch Kopfschuss oder Giftspritze, nach Schauprozessen in einem Stadion oder im Schnellverfahren hinter verschlossener Tür. Am Ende werden den Leichen Organe entnommen.
BERLINER ZEITUNG 18.10.05
Anm.: Auch eine Möglichkeit, dem "Organmangel" zu begegnen...

Wien-Wahl: Kugler-Lang gegen 'unadäquate' Wahlwerbung
Die ÖVP-Wien-Kandidatin distanziert sich von Postwurfsendungen, Flugblättern und E-Mails von "radikalen Abtreibungsgegnern" und behält sich rechtliche Schritte gegen jegliche Vereinnahmung vor
KATH.NET 18.10.05
 


17. Oktober

Justizministerin Zypries lehnt aktive Sterbehilfe weiterhin ab
Kritik an Hamburger Seantor Kusch - Sachsens Justizminister Mackenroth warnt vor Dammbruch - Landesbischöfin befüchtet Mißbrauch
BERLINER MORGENPOST 17.10.05

"Der Hippokratische Eid ist überholt"
Harald Neuber
Die Debatte um Sterbehilfe ist wieder auf der Tagesordnung. Einer der Befürworter ist der Potsdamer Rechtsanwalt Dieter Graefe, der Dignitas als Rechtsbeistand in Deutschland vertritt
TELEPOLIS 17.10.2005

Deutsche Hospiz Stiftung zum Deutschen Fernsehpreis 2005: Selbstbestimmung nicht durch Töten, sondern durch Begleiten
Dortmund. „Dass gerade in der aktuellen politischen Diskussion um aktive Sterbehilfe dieser Film zum eindeutigen Gewinner des Deutschen Fernsehpreis 2005 gewählt wurde, ist bezeichnend“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. Gleich vier Preise erhielt der liebevoll inszenierte Film von Rainer Kaufmann um das gesellschaftliche Tabuthema Sterben.
PRESSEMITZTEILUNG Deutsche Hopsiz Stiftung 17.10.05

Stammzellen für die Politik
Zwei Forscherteams haben ES-Zellen gewonnen, ohne Embryonen zu zerstören. Aber sind diese Zellen nun ethisch unangreifbar? Ein Kommentar von Ulrich Bahnsen
ZEIT online, 17.10.2005

Embryonale Stammzellen ohne Embryonen
US-Forscher präsentieren mögliche Auswege aus dem ethischen Dilemma
Uli Blumenthal im Gespräch mit Michael Lange
Biologie. - Embryonale Stammzellen gelten als äußerst anpassungsfähig, sind aber ethisch ebenso umstritten, weil zu ihrer Gewinnung die Embryonen zerstört werden. Jetzt könnten US-Forscher einen Ausweg gefunden haben, denn ihnen gelang die Stammzellgewinnung unter Schonung der Embryonen.
DEUTSCHLANDFUNK 17.10.05

Genetische Eigentumsverhältnisse
20 Prozent der menschlichen Erbinformation ist rechtlich geschützt
Joachim Eiding
Patente, die sich auf das menschliche Erbgut - das Genom - beziehen, gelten nach wie vor als umstritten.
TELEPOLIS 17.10.2005

Kreationisten in den USA
Mit Gottes Wort gegen die Wissenschaft
Von Markus Becker
In der bizarren US-Debatte um Darwins Evolutionstheorie und die göttliche Schöpfung gerät die Wissenschaft zunehmend in die Defensive. Ein Museumsdirektor hat jetzt ein Handbuch mit Tipps zum Umgang mit religiösen Eiferern veröffentlicht. Es ist ein Dokument der Hilflosigkeit.
SPIEGEL ONLINE 17.10.05

Würzburger Forscher finden Ansatzpunkt für Therapie: Spinale Muskelatrophie - Wenn die Nerven versagen
Für Kinder und Jugendliche mit Spinaler Muskelatrophie gibt es bislang nur wenige Therapiemöglichkeiten. Oft sterben sie schon in jungen Jahren. Wissenschaftler vom Biozentrum der Universität Würzburg haben jetzt einen Ansatzpunkt gefunden, über den sich die Lage der Betroffenen womöglich verbessern lässt. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Genes & Development" vor.
MITTEILUNG Universität Würzburg 17.10.05

Schwangerschaftsabbruch: Ein Recht für alle Frauen in der Europäischen Union?
Frankfurt. Frauen aus allen Teilen der Europäischen Union werden sich am 18. Oktober 2005 in Brüssel versammeln, um das Europäische Parlament darauf hinzuweisen, dass unsichere und illegale Schwangerschaftsabbrüche in einigen EU-Ländern zunehmend Realität für Tausende von Frauen sind, denen der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbruchsdiensten verwehrt wird.
PRESSEMITTEILUNG PRO FAMILIA 17.10.05
 


16. Oktober

Nicht heilen, aber helfen
Deutschland streitet über Sterbehilfe. Die Diskussion um Alternativen wie Sterbebegleitung kommt dabei zu kurz
von Antonia Beckermann
WELT AM SONNTAG 16.10.05

Provokateur aus reiner Kalkulation
Justizsenator Roger Kusch weiß genau, wann er sich auf Schlagzeilen einläßt
WELT AM SONNTAG 16.10.05

„Tötung auf Verlangen widerspricht biblischem Tötungsverbot“
EKD-Vizepräsident Hermann Barth zur Ethik des Helfens und Heilens
Die Forderung, Tötung auf Verlangen oder, im Fall von schwer behinderten Kleinkindern oder schwer Dementen, sogar die Tötung ohne Einwilligung zuzulassen, ist nach Auffassung des Vizepräsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, unvereinbar mit dem biblischen Gebot „Du sollst nicht töten“.
PRESSEMITTEILUNG EKD 29.09.05

„Ich will keine Therapie auf Kosten meiner Mitmenschen“
Patricia Payne leidet an der Parkinson-Krankheit. Trotz ihrer Schmerzen verzichtet die fünffache Mutter dankend auf jede Form der Behandlung, für die ungeborene Kinder umgebracht werden müssen:
KREUZ.NET 26.05.05

Der gute Tod. Zur Sterbehilfe in Europa
Markus Zimmermann-Acklin
Aus Politik und Zeitgeschichte (B 23-24/2004)

Neue Broschüre zur Regenerativen Medizin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF hat eine neue Broschüre zur Regenerativen Medizin herausgegeben. Auf 44 Seiten werden Forschungsergebnisse und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Geweberegeneration und der Stammzellmedizin vorgestellt.
MITTEILUNG VITA 34, 13.10.2005

Regenerative Medizin und Biologie. Die Heilungsprozesse unseres Körpers verstehen und nutzen
48-seitige Broschüre (1,58 MB) des Bundesministerium für Bildung und Forschung zu Tissue-Engineering und Stammzellenforschung, Oktober 2005

http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de/
Hilfe und Pflege im Alter zu Hause
Informationen für ältere Menschen und pflegende Angehörige

„Menschen sterben unnötig qualvoll“
Neue WHO-Studie fordert schnellen Ausbau der Palliativpflege
Kopenhagen, Viele Menschen in der Europäischen Region sterben unter unnötigen Schmerzen und Qualen, weil die Gesundheitssysteme nicht über ausreichende Fähigkeiten und Angebote für die Pflege am Lebensabend verfügen. Zu dieser Feststellung gelangen zwei heute vorgestellte neue WHO-Veröffentlichungen: Palliative care: the solid facts und Better palliative care for older people.
PRESSEMITTEILUNG WHO 22.07.04

Weiter zu Artikel vom 01.-15. Oktober 2005

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