Presse
Pressespiegel 01.-15. Oktober 2006
Anzahl: 105 Artikel, Stand 19.10.06
15. Oktober
Die Weltsicht der Sterbenden
In der Hauptstadt beginnt die "Hospiz-Woche". Sie soll helfen, das gesellschaftliche Schweigen über den Tod zu überwinden. WELT.de hat einen Sterbebegleiter bei seiner Arbeit beobachtet.
Von Sonja Jüde
DIE WELT 15.10.06
Kokosmilch und Rinderblut für Menschen
Von Ivo Maruszcyk
Der Bedarf an Spenderblut steigt, die Zahl der Blutspender stagniert. Verzweifelt suchen Mediziner nach Ersatz. Kokosmilch und Tierblut haben sie schon ausprobiert. Nun wollen sie rote Blutkörperchen klonen - und den Lebenssaft mit Synthetik ersetzen.
SPIEGEL ONLINE 15.10.06
14. Oktober
Stapf zieht Berufung zurück
München (reh) Deutschlands bekanntester Abtreibungsarzt, der in München praktizierende Mediziner Friedrich A. Stapf, hat am Donnerstag seine Berufung gegen ein am 25. Juli ergangenes Urteil des Landgerichts München I überraschend zurückgezogen. Stapf hatte vor Gericht erreichen wollen, dass dem Verein „Lebenszentrum – Helfer für Gottes kostbare Kinder e.V.“ die so genannte Gehsteigberatung für schwangere Frauen untersagt werde,
DIE TAGESPOST vom 14.10.2006
Ein Sieg für die Ungeborenen
Das sind endlich einmal gute Nachrichten für alle ungeborenen Kinder und ihre Eltern. Durch die Rücknahme der Berufung gegen das bereits Ende Juli gefällte Urteil des Landgerichts München I zur so genannten Gehsteigberatung hat dieses nun Rechtskraft erlangt.
DIE TAGESPOST vom 14.10.2006
Abtreibungsarzt gibt Kampf gegen ,Gehsteigberatung’ auf
Der Mediziner Friedrich Stapf zog seinen Berufungsantrag gegen das Urteil des Münchener Landgerichts vom 25. Juli zurück.
KATH.NET 16.10.06
13. Oktober
Mitleid als Motiv
Sterbehilfe: Juristentag fordert Liberalisierung - und in Berlin wurde ein neuer Fall von Patiententötung bekannt
Oliver Tolmein
Der Deutsche Juristentag (DJT), der sich vehement für die Liberalisierung des Strafrechts bei der Behandlung schwerstkranker und sterbender Menschen ausgesprochen hatte, war knapp eine Woche vorbei, als ein erneuter Fall von Patiententötungen durch eine Krankenschwester in der Berliner Charité bekannt wurde. In anderen strafrechtlichen Bereichen führt ein solches Zusammentreffen rasch zum Verstummen der Reformer. Nicht so im Fall von Sterbehilfe:
FREITAG Nr. 41, 13.10.06
Schavan: "Wir stärken junge Unternehmen in der Biotechnologie" - BMBF stockt Fördermittel auf 200 Millionen Euro auf
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert weitere 100 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren in die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen in der Biotechnologie-Branche.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 13.10.2006
Entscheidende Daten bei Medikamententest fehlten
Behörden waren nicht ausreichend über TGN1412 informiert
Leiden - Entscheidende Informationen fehlten vor der Prüfung eines Medikaments in London in den Forschungsunterlagen. In der Folge erkrankten sechs Männer schwer.
PRESSETETXT.AUSTRIA 13.10.2006
Gesundheitsverbände boykottieren Anhörung zur Gesundheitsreform
Berlin – Die maßgeblichen Gesundheitsverbände in Deutschland werden die fachliche Anhörung zum Referentenentwurf der Gesundheitsreform am Montag den 16. Oktober boykottieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.10.06
Sterbebegleitung in Hessen verbessert
95 ambulante Hospizgruppen und 7 Hospize
Wetzlar. Im Einklang mit einer umfassenden palliativen Versorgung ist eine gute Sterbebegleitung eine große Hilfe für die Betroffenen.
PRESSEMITTEILUNG Hessisches Sozialministerium 13.10.2006
US-Firma für Klon-Kätzchen macht dicht
SAN FRANCISCO (dpa). Eine kalifornische Biotechnikfirma, die vor zwei Jahren erstmals ein Kätzchen auf Bestellung klonte und für 50 000 Dollar verkaufte, hat den Betrieb eingestellt.
Ärzte Zeitung, 13.10.2006
US-Firma für Klon-Kätzchen macht zu
Unternehmen unrentabel
San Francisco - Eine kalifornische Biotechnikfirma, die vor zwei Jahren erstmals ein Kätzchen auf Bestellung klonte und für 50 000 Dollar verkaufte, hat den Betrieb eingestellt.
BERLINER MORGENPOST 12.10.06
ALfA erfreut über rechtskräftiges Urteil zur Gehsteigberatung - Münchner Abtreibungsarzt zog Berufung überraschend zurück
Köln. "Wir sind ein wenig überrascht, aber freuen uns natürlich sehr", kommentierte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski, die Nachricht, der Münchner Abtreibungsarzt Friedrich Stapf habe die bereits eingelegte Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 25.07.2006 (Az. 28 O 5186/06) zur so genannten Gehsteigberatung nun wieder zurückgezogen.
PRESSEMITTEILUNG Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. 13.10.06
Baden-Württemberg: Aktionsbündnis für Organspenden gegründet
STUTTGART (mm). Mit ihrem neuen "Aktionsbündnis Organspende" wollen in Baden-Württemberg Ärzte, Krankenkassen, Ministerium, Selbsthilfegruppen und die Deutsche Stiftung Organtransplantation gemeinsam versuchen, daß mehr Menschen als bisher ihren Willen zur Organspende erklären.
Ärzte Zeitung, 13.10.2006
Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger: „Jede Organspende kann Leben retten“ - Organspende-Symposium im Rahmen der Kampagne „Ich bin dabei“ in Bad Nauheim.
Im Rahmen eines von dem Hessischen Sozialministerium organisierten großen Organspende-Symposium in Bad Nauheim soll heute der derzeitige Stand der Wissenschaft zum Thema „Organspende und Organtransplantation“ beleuchtet werden.
PRESSEMITTEILUNG Sozialministerium Hessen 12.10.06
12. Oktober
Regierung legt Gesetzentwurf zum Deutschen Ethikrat vor
Bildung und Forschung/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/SUK) Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Deutschen Ethikrates (16/2856) vorgelegt, der die Aufgaben des Nationalen Ethikrates übernehmen soll.
HIB 296/2006 12.10.06
Entwurf eines Gesetzes zur Einrichtung des Deutschen Ethikrats
(Ethikratgesetz – EthRG)
Gesetzentwurf der Bundesregierung
15 Seiten, Drucksache 16/2856, 04.10.2006
Wie Medizin zu Massenmord umschlägt
Dresdener Hygienemuseum zeigt Ausstellung über NS-Medizin
Moderation: Christoph Heinemann
Die Ausstellung "Tödliche Medizin" im Dresdener Hygienemuseum zeichnet anhand historischer Dokumente nach, wie Mediziner, Ärzte und Ethiker im Nationalsozialismus eine Gesundheitspolitik entwickelten, die schließlich zum Massenmord führte. Zwar handele es sich zunächst um eine zeitgeschichtliche Ausstellung, sagt Kuratorin Antje Uhlig, sie solle aber auch zum Nachdenken über aktuelle Themen wie Präimplantationsdiagnostik, Stammzellforschung oder Sterbehilfe anregen.
DEUTSCHLANDFUNK 12.10.06
Rassenwahn: "Blond wie Hitler, schlank wie Göring"
Mit der Ausstellung "Rassenwahn im Nationalsozialismus" gastiert Washingtons Holocaust-Museum in Dresden. Die Ausgrenzung vermeintlich minderwertigen Lebens durch die Nazis war die Vorstufe zum millionenfachen Mord an Europas Juden.
Von Sven F. Kellerhoff
DIE WELT 12.10.06
Charité-Chef besucht Klinikschwester
Charité-Direktor Gert Baumann hat mit der wegen des Verdachts des zweifachen Mordes an Patienten inhaftierten Krankenschwester Irene B. gesprochen. Hinweise auf weitere Tötungsdelikte habe es dabei nicht gegeben.
DIE WELT 12.10.06
Irene B. entschuldigt sich bei Charité
Klinikchef besuchte mordverdächtige Krankenschwester in Untersuchungshaft
TAGESSPIEGEL 12.10.06
Gesundheitskompromiss: "Diese Reform wird Merkels Sargnagel sein"
Lobbyisten rüsten zum Sturmlauf gegen die schwarz-roten Gesundheitspläne. Die Gewerkschaften und Sozialverbände demonstrieren und die Kassen mobilisieren Versicherte. Damit wird es eng für das Großprojekt der Koalition.
Von Dorothea Siems und Philipp Neumann
DIE WELT 12.10.06
Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues eröffnet internationalen Demenz-Kongress
Kues: "Betroffene und Angehörige in den Familien brauchen unsere Hilfe und Unterstützung."
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 12.10.06
Förderpreis für Schmerzforschung: Schmerz bei krebskranken Kindern
Studie: Schmerz bei krebskranken Kindern
Förderpreis für Schmerzforschung am Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 12.10.06
Lehmann: Normales Verhältnis zu Grünen
Spitzentreffen zwischen Vertretern der Bischofskonferenz und der Partei – Themen wie Abtreibung bleiben weiterhin kontrovers
Berlin (kgm/KNA) Kardinal Karl Lehmann hat das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und den Grünen als normalisiert bezeichnet.
DIE TAGESPOST vom 12.10.06
Mit Gentest läßt sich Therapie von HIV-Infizierten optimieren
Test auf Risiko für allergische Reaktionen nach Abacavir-Behandlung / Alternativpräparat wird verordnet, wenn der Gentest positiv ist
Ärzte Zeitung, 12.10.06
Grüner Tee gegen Chorea Huntington
Huntington, Alzheimer, Parkinson: Als Ursache all dieser neurodegenerativen Erkrankungen gelten falsch gefaltete Proteine. Wie diese Proteine jedoch im Gehirn zum Absterben von Nervenzellen führen, ist im Detail noch nicht geklärt.
Von Walter Willems
DIE WELT 12.10.06
Showstars werben für Organspenden
Der Verein "Junge Helden e.V" mit Sitz in Berlin, hat sich zur Aufgabe gemacht, bundesweit junge Menschen über Organspenden zu informieren.
DIE WELT 12.10.06
Alles außer Leber
Man kommt auch ohne Organe in den Himmel. Wieso überlässt man sie nicht anderen? Wie die Initiative "Junge Helden" für mehr Spenderausweise kämpft.
Von Markus Kavka
ZEIT online 41 / 2006
11. Oktober
Tödliche Medizin
Über 200.000 Menschen fielen der NS-“Euthanasie“ zum Opfer: Das Holocaust Memorial Museum eröffnet in Dresden eine Ausstellung zum Rassenwahn im Nationalsozialismus. Diese soll angesichts der aktuellen Wahlerfolge der rechtsextremen NPD in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu mehr Demokratiebewusstsein aufrufen.
DIE WELT 11.10.2006
Mögliche Heilmethode für blinde Kinder
Eine an Hunden erfolgreich getestete Gentherapie nährt die Hoffnung auf die Heilung erblindeter Kinder. Französiche Forscher melden jetzt Erfolg mit einer neuen Gen-Therapie.
DIE WELT 11.10.06
Neues Gen für erbliche Rachitis gefunden
Seltener Gendefekt führt zu Phosphatverlust und zu weichen Knochen
PRESSETEXT.AUSTRIA 11.10.06
10. Oktober
Charité-Morde: Der Fall Irene B.: War Mitleid wirklich das Tatmotiv?
Während die Staatsanwaltschaft die Tatmotive der Krankenschwester Irene B. bezweifelt, überprüft ihr ehemaliger Arbeitgeber jetzt ebenfalls alte Krankenakten.
Von Hans H. Nibbrig und Tanja Kotlorz
DIE WELT 10.10.06
Mit Zeitzeugengesprächen und Lesungen gegen Euthanasie
Sie waren behindert oder unheilbar krank - und mussten deshalb sterben. Von 1933 bis 1945 wurden mehr als 200 000 Menschen ermordet, die die Nazis für "lebensunwert" hielten. Dresden zeigt die Ausstellung "Tödliche Medizin".
DIE WELT 10.10.06
Erster europäischer Lehrstuhl für Kinderpalliativmedizin
München - München erhält den europaweit ersten Lehrstuhl für Kinderpalliativmedizin. Er wird an der Ludwig-Maximilians-Universität eingerichtet,
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.10.06
"Tiere öffnen Welten" - für Alte, Kranke und Demenzpatienten
Hundetrainerin besucht mit drei Hunden regelmäßig Altenheim in Heidelberg / Selbst völlig lethargische Patienten reagieren auf die Tiere
Von Marion Lisson
Ärzte Zeitung, 10.10.2006
Ulla Schmidt setzt Beirat zur Überprüfung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit ein
Das Bundesministerium für Gesundheit hat Verbände und Wissenschaftler zur Mitwirkung in dem neuen Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Zusammenhang mit einem neuen Begutachtungsverfahren eingeladen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 10.10.06
Kalifornische Stammzell-Strategien
Von Hanno Charisius
In der vergangenen Woche veröffentlichte das California Institute for Regenerative Medicine, kurz CIRM, quasi das Nervenzentrum der kalifornischen Stammzellinitiative, ein Strategiepapier, das die Ziele und Prioritäten der nächsten zehn Jahre skizziert.
TECHNOLOGY REVIEW Blog 10.10.06
Strahlentherapie verträglicher
Die Behandlung mit adulten Stammzellen aus dem erwachsenen Organismus hat im Tierversuch die Nebenwirkungen von Strahlentherapien gegen Krebs gelindert.
DIE WELT 10.10.06
09. Oktober
Motiv Mitleid: "Ich konnte es nicht ertragen"
Erstmals äußert sich Krankenschwester Irene B. gegenüber der Kripo. Angehörige ehemaliger Patienten bitten die Charité um Hilfe.
Von Hans H. Nibbrig und Tanja Kotlorz
DIE WELT 09.10.06
Töten aus Mitgefühl
Offenbar aus Mitleid hat eine Charité-Krankenschwester zwei schwerstkranke Patienten getötet. Ihr einstiger Chef will sie im Gefängnis besuchen. Staatsanwalt überprüft 13 Todesfälle auf der Station
Von Nina Apin
TAZ 09.10.06
An der Charité werden weitere Todesfälle überprüft
Gegen eine 54jährige Krankenschwester wurde wegen des Verdachts auf zweifachen Mord Haftbefehl erlassen
BERLIN (dpa). Nach dem Mordverdacht an der Berliner Charité wird das Universitätsklinikum die Akten von weiteren 15 Todesfällen aus den vergangenen zwei Jahren an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Ärzte Zeitung, 09.10.2006
Online-Datenbank listet Hilfsangebote für Demenzkranke auf
Neues Internetangebot in Nordrhein-Westfalen / Erleichterung für Angehörige / Bundesweit leiden fast eine Million Menschen an Demenz
Ärzte Zeitung, 09.10.2006
Risikoforschung in der Biomedizin - erster internationaler Workshop von Jülicher und Berliner Projekt
Verursacht die Benutzung von Mobiltelefonen Krebs oder nicht? Diese Frage hat die Wissenschaft bis heute nicht eindeutig beantworten können. Wie also geht die Gesellschaft mit solchen Unklarheiten um? Und, können Forschungsansätze der molekularen Medizin die Wissenslücken füllen und damit Unsicherheiten abbauen?
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch 09.10.2006
Hunderte Vioxx-Geschädigte wollen klagen
Hamburg/Haar - Weil sie sich durch das vom Markt genommene Schmerzmittel Vioxx geschädigt sehen, wollen im Oktober nach einem „Spiegel“-Bericht mehrere hundert Patienten Klagen gegen das in Haar bei München ansässige Pharmaunternehmen MSD Sharp & Dohme einreichen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.10.06
Verurteilt - Arzt sterilisiert Frau ohne Einwilligung
KOBLENZ (dpa). Ein Arzt darf die Sterilisation einer Frau ohne deren ausdrückliche Einwilligung nur im "äußersten Notfall" vornehmen.
Ärzte Zeitung, 09.10.2006
Stammzellen können die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie reduzieren
(Leipzig) Eine Behandlung mit adulten Stammzellen kann bei Mäusen und Ratten die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie reduzieren. Zahlreiche Präsentationen auf dem 25. Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Radioonkologie (ESTRO) zeigen, dass strahlengeschädigtes Gewebe nach einer Stammzelltherapie schneller heilt.
PRESSEMITTEILUNG Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (IDW) 09.10.2006
1000 Kreuze für das Leben
In München gingen hunderte Menschen für eine Kultur des Lebens auf die Straße. KATH.NET-Mitarbeiter Franziskus v. Ritter-Groenesteyn war dabei.
KATH.NET 09.10.06
08. Oktober
Der Fall Charité: Neue Debatte über humanes Sterben
Politiker, Ärzte und Hospiz-Mitarbeiter fordern ein Umdenken bei der Begleitung von Todkranken
Von Claudia Keller
TAGESSPIEGEL 08.10.06
Gesundheitskompromiss: Der große Murks
Union und SPD verfolgten im Wahlkampf hehre Ziele. Sie wollten die Finanzierung der Kassen sichern und mehr Wettbewerb. Erreicht haben sie nichts davon. Unser Autor erklärt warum die Gesundheitsreform nicht funktionieren kann.
Von Philipp Neumann
DIE WELT 08.10.06
07. Oktober
Charité im Ausnahmezustand
Nach den mutmaßlichen Patiententötungen an der Uniklinik untersucht die Staatsanwaltschaft 15 weitere Todesfälle. Die Ermittler durchleuchten das persönliche Umfeld der Krankenschwester
Von F. Lee, K. Litschko und U. Schulte
TAZ 07.10.06
Berliner Charité prüft Patiententötungen
Eines der renommiertesten Krankenhäuser Deutschlands steht vor einem Rätsel: Eine Schwester gab zu, zwei Schwerkranke umgebracht zu haben. Doch ihr Motiv ist völlig unklar. Nun übergab die Klinik Ermittlern die Akten zu 15 weiteren Todesfällen
TAZ 07.10.06
Aus der Grauzone heraus
Noch sind die Beweggründe der Krankenschwester, die in der Charité aktiv in den Sterbeprozess von zwei oder mehr Patienten eingriff, nicht klar.
TAZ 07.10.06
„Wer so töten will, ist schwer zu stoppen“
Klinikexperte: Mehr Sicherheit nicht möglich
Wie lässt sich eine Tragödie wie die an der Charité verhindern? Fragt man in Berliner Kliniken nach Sicherheitskonzepten, fällt auf, dass niemand mit den Fingern auf das Universitätsklinikum zeigen mag.
TAGESSPIEGEL 07.10.06
Auch Sterben will gelernt sein
Oliver Tolmein erklärt, warum die Rede von der Autonomie am Lebensende gegenwärtig leeres Gerede ist
Von Stefan Rehder
Wie stirbt es sich eigentlich in Deutschland? Glaubt man der gegenwärtigen Debatte, die um die Reichweite von Patientenverfügungen sowie um den Ruf nach dem ärztlich assistierten Selbstmord und der Tötung auf Verlangen kreist, dann lässt sich diese Frage scheinbar mühelos beantworten:
DIE TAGESPOST vom 07.10.06
Gesundheitskompromiss: Große Zweifel in der Koalition an der Umsetzung
Die SPD-Linke fordert Nachbesserungen am gerade erste gefundenen Kompromiss. Die CDU wiederum warnt vor Schwierigkeiten an der Basis. Junge Abgeordnete der Union wollen im Bundestag gegen die Reform stimmen.
Von Martin Lutz
DIE WELT 07.10.06
Prominente Genspender
Der britische Astrophysiker Stephen Hawking und der US-Fernsehstar Larry King wollen ihr Erbgut entziffern lassen.
DIE WELT 07.10.06
06. Oktober
Spätabbrüche nach Pränataldiagnostik: Der Wunsch nach dem perfekten Kind
Braun, Annegret
Das „System der Pränataldiagnostik“ lässt allen Beteiligten kaum noch Spielräume. Gefordert ist eine unabhängige Beratung schon von Beginn des vorgeburtlichen Screening-Programms.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 40 vom 06.10.2006, Seite A-2612
Spätabbrüche: SPD will § 218 nicht infrage stellen
Rabbata, Samir
Eine Gesetzesänderung zur Neuregelung der Spätabtreibung ist für die Sozialdemokraten tabu. Die Union ist dafür und will Vorschläge der BÄK nutzen.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 40 vom 06.10.2006, Seite A-2616
Spätabbrüche: Die Beratung muss an erster Stelle stehen
Klinkhammer, Gisela; Korzilius, Heike; Stüwe, Heinz
INTERVIEW mit Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe
Der Präsident der Bundesärztekammer stellt einen Gesetzesvorschlag der Bundesärztekammer zur Ergänzung des Schwangerschaftsabbruchsrechts aus medizinischer Indikation vor.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 40 vom 06.10.2006, Seite A-2617
Charité: Pflegerin unter Mordverdacht
Die 54-Jährige soll mindestens zwei Menschen mit einer Medikamenten-Überdosis getötet haben. In einer ersten Vernehmung zeigte sie sich geständig. Das Krankenhaus prüft nun mehr als 130 Todesfälle der vergangenen Jahre.
DIE WELT 06.10.06
Charité: Schwester tötet Patienten
Die 54-Jährige gesteht, an dem Universitätsklinikum zwei Schwerstkranke getötet zu haben. Weitere Todesfälle werden noch untersucht. Die Taten könnten eine neue Debatte über Sterbehilfe anregen
Von Uwe Rada
TAZ 06.10.06
Todespflegerin: Staatsanwaltschaft prüft 15 weitere Fälle
Noch ist unklar, wie viele Patienten die unter Mordverdacht stehende Berliner Krankenschwester getötet hat. Das Berliner Universitätsklinikum Charité hat nun der Staatsanwaltschaft Akten von 15 Patienten übergeben, die während ihrer Dienstzeit starben.
DIE WELT 06.10.06
Palliativmediziner: Dunkelziffer bei Tötungen im Krankenhaus
Bad Krozingen/Berlin - Der Stuttgarter Palliativmediziner Christoph Student vermutet eine beachtliche Dunkelziffer von Tötungen auf Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.06
Zum am Donnerstag (05. Oktober) bekannt gewordenen Fall der Charité-Krankenschwester, die unter Verdacht steht, zwei Patienten getötet zu haben, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch
In der Diskussion über Fälle von Patiententötungen wird nahezu reflexartig das Thema der gesetzlichen Regelung der in Deutschland verbotenen aktive Sterbehilfe auf die Tagesordnung gerufen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 06.10.06
Aktive Lebenshilfe statt aktiver Sterbehilfe
Palliativprojekt in Ostercappeln mit Zukunftspreis ausgezeichnet / Vorbild für andere Projekte in Deutschland
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
"Für ein Leben bis zuletzt" – Hospize warnen vor Legalisierung von Patientenverfügungen
Zum Welthospiztag am 7. Oktober startet die Kampagne "Leben bis zuletzt – mit Menschen statt Papieren". Kern ist die Selbstverpflichtung von Hospizen, vorformulierte Patientenverfügungen, die tödliche Therapie- und Versorgungsabbrüche bei einwilligungsunfähigen Menschen einfordern, weder anzuerkennen noch zu verbreiten. Gleichzeitig werden Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, Patientenverfügungen nicht wie geplant rechtsverbindlich zu machen.
PRESSEMITTEILUNG OMEGA – Mit dem Sterben leben e.V. und BioSkop e.V. 06.10.06
Welthospiztag - für menschenwürdiges Leben bis zuletzt
Anlässlich des Welthospiztages am 7. Oktober erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:
Der Welthospiztag richtet unser Augenmerk auf eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Die Hospizbewegung leistet hier Pionierarbeit.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 06.10.06
Malteser Hospizkampagne: Bundesweiter Start am Welt-Hospiztag 14. Oktober 2006
Köln - Am 14. Oktober, dem Welt-Hospiztag, starten die Malteser eine bundesweite Informationskampagne zum Thema Hospizarbeit und Palliativmedizin.
PRESSEMITTEILUNG Malteser Hilfsdienst e.V. 06.10.06
Die neue Kampagne der Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin
Menschenwürdig leben und sterben - Antworten auf häufig gestellte Fragen am Lebensende
Kernaussagen und Positionen der Malteser zur Hospizarbeit und Palliativmedizin August 2004
Innovatives Angebot für Demenzkranke
MÜNCHEN (sto). Die Diakonie Neuendettelsau hat in Nürnberg das bundesweit erste Kompetenzzentrum für Demenzkranke eingeweiht.
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Pflegeheimkosten reduziert bei Sondenernährung
NEU-ISENBURG (eb). Wenn Bewohner eines Altenheims die dort angebotene Verpflegung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzen können, brauchen sie dafür auch nicht zu bezahlen. Das hat das Oberlandesgericht Bamberg klargestellt.
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Ärzte lehnen Beteiligung an Hinrichtungen ab
In den USA ist eine Debatte über Exekutionen durch die Giftspritze entbrannt / Qualvoll und verfassungswidrig?
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Geklonte Tiere aus weißen Blutkörperchen
PITTSBURGH (ple). Tiere zu klonen, etwa zur Erforschung embryonaler Stammzellen, das gelingt offenbar mit ausdifferenzierten, sich nicht mehr weiter entwickelnden Zellen viel besser als - wie bisher vermutet - mit Stammzellen. Das haben jetzt US-Forscher nachgewiesen.
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Robert Koch-Institut hat die 20. Genehmigung für Stammzellenforschung erteilt
Am 06.10.2006 hat das Robert Koch-Institut die 20. Genehmigung nach dem Stammzellgesetz für Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen (hES-Zellen) erteilt. Sie ergeht an Professor Dr. Jürgen Hescheler vom Institut für Neurophysiologie der Universität Köln, der im Rahmen bereits genehmigter Projekte an der Differenzierung humaner ES-Zellen zu Herzzellen sowie an der Bestimmung von deren immunologischen Eigenschaften arbeitet.
PRESSEMITTEILUNG Robert Koch-Institut (IDW) 06.10.2006
Blutspenden: Vom Gefühl zum Kalkül
Jährlich spenden etwa zwei Millionen Menschen selbstlos Blut. Mediziner warnen nun vor einem ethischen Problem: Mit Blutprodukten werden inzwischen nicht mehr nur Menschenleben gerettet, sondern auch Geschäfte gemacht.
Von Nicola Siegmund-Schultze
SÜDDEUTSCHE.DE 06.10.06
Der Mensch als Maschine mit Reparaturbedarf?
Mit immer mehr Ersatzteilen lässt sich die Gesundheit des Menschen wieder herstellen: Künstliche Hüftgelenke, Arterien und Herzklappen sind nur einige davon. Immer besser lernt die Wissenschaft die Wechselwirkungen zwischen den verwendeten Materialien und menschlichen Zellen verstehen und ebnet so den Weg für bessere Implantate. Doch wie lange sind wir noch Mensch und wann werden wir zu so genannten "Cyborgs" - eine Mischung aus Mensch und Maschine? Am ersten Wissenschaftsapéro der Empa in St. Gallen Ende September wurde auch diese Frage aufgeworfen.
PRESSEMITTEILUNG Empa. Materialforschung und Technologie (IDW) 06.10.2006
Gesundheitskompromiss - Hintergrund: Wo Union und SPD punkten konnten
SPD und Union waren mit konträren Positionen in die Verhandlungen um die Gesundheitsreform gestartet. Die Sozialdemokraten strebten die Bürgerversicherung an. Die C-Parteien wollten die Finanzierung der Kassen auf einkommensunabhängige Prämien umstellen. Der Kompromiss hat mit beiden Modellen nur noch wenig zu tun.
Von Dorothea Siems
DIE WELT 06.10.06
Gesundheitsreform: Koalition schließt Kompromiss - der Bürger zahlt mehr
Die Einigung der Regierung stösst auf eine Front der Ablehnung. Von den Krankenkassen bis zu den Arbeitgebern müssen sich alle Beteiligten auf Veränderungen einstellen. WELT.de gibt einen Überblick über die zentralen Punkte der Reform.
Von Philipp Neumann
DIE WELT 06.10.06
Gesundheitskompromiss - Kommentar: Operation misslungen
Die große Koalition feiert sich selbst. Selbst der ewige Nörgler Stoiber gibt vorerst Ruhe. Die Rede ist von "revolutionärer Neuregelung des Gesundheitswesens", von "zukunftsweisender Umgestaltung" und einer "wirklich großen Reform".
DIE WELT 06.10.06
Verfassungsrechtler hegt Bedenken gegen Gesundheitskompromiss
Erfurt - Gegen den Gesundheitskompromiss der Koalition sind verfassungsrechtliche Bedenken laut geworden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.06
Schlaganfalltherapie durch embryonale Stammzellen
Transplantation beim Menschen bleibt Zukunftsmusik
PRESSETEXT.AUSTRIA 06.10.06
Australien: Ärzte fordern Meldepflicht bei Missbrauch in Pflegeheimen
Sydney - Der australische Ärztebund (Australian Medical Association, AMA) setzt sich dafür ein, den Missbrauch von älteren Patienten durch Mitarbeiter in Pflegeheimen gesetzlich meldepflichtig zu machen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.06
25 Jahre Buko-pharma-kampagne: Der Pharmaindustrie auf die Finger geschaut
Korzilius, Heike
Dritte-Welt-Gruppen riefen 1981 die Pharma-Kampagne ins Leben, um die Aktivitäten der deutschen Pharmaindustrie in Entwicklungsländern zu untersuchen.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 40 vom 06.10.2006, Seite A-2602
05. Oktober
Krankenschwester gesteht mehrere Morde
Zuerst merkte es ein Pfleger, später auch der Oberarzt: Auf der Station häuften sich unübliche Todesfälle. Eine 54-jährige Krankenschwester zeigte sich in der ersten Vernehmung geständig. Die Charité will nun mehr als 130 Todesfälle der vergangenen Jahre untersuchen.
DIE WELT 05.10.06
Pflegebedürftige Menschen als Opfer krimineller Pfleger
Berlin - Verbrechen an hilfsbedürftigen Menschen in Krankenhäusern und auf Pflegestationen durch Pflegepersonal lösen immer wieder Entsetzen aus. Der spektakulärste Fall ereignete sich in einem Krankenhaus im bayerischen Sonthofen, wo ein ehemaliger Pfleger mehr als zwei Dutzend Menschen getötet haben soll.
DIE WELT 05.10.06
Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Krankenschwester
Charité hat nach erstem Verdachtsmoment umgehend Anzeige erstattet
Berlin, Einer Krankenschwester der kardiologischen Intensivstation der Charité wird vorgeworfen, zwei schwerstkranke Patienten getötet zu haben.
PRESSEMITTEILUNG Charité-Universitätsmedizin Berlin 05.10.06.
Transplantation von Stammzellen als mögliche Schlaganfallherapie der Zukunft
In den westlichen Industrieländern ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und häufigster Grund für schwere Behinderungen. Allein in Deutschland erleiden ihn etwa 250.000 Menschen jährlich.
PRESSEMITTEILUNG Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (IDW) 05.10.2006
Im Bundestag notiert: Entwicklung der öffentlichen Förderung für Stammzellforschung
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MPI) Die Entwicklung der öffentlichen Förderung für Stammzellforschung ist Thema einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (16/2756).
HIB 289/2006 05.10.06
Bündnisgrüne besorgt über gentechnisch veränderten Reis
Ernährung und Landwirtschaft/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/CMU) Gentechnisch veränderter Reis im europäischen Handel beschäftigt die Bündnisgrünen. In einer Kleinen Anfrage (16/2731) schreiben sie, die Umweltorganisation Greenpeace habe Rückstände des US-Produkts "LL Reis 601" in mehreren deutschen Reisprodukten gefunden.
HIB 289/2006 05.10.06
Geheimnisvolle Kopiermaschine
Der US-Forscher Roger Kornberg erhält den Chemie-Nobelpreis für seine Arbeiten zur Gen-Transkription. Der sympahtische Naturwissenschaftler stammt aus einer Forscherfamilie.
Von Sonja Kastilan
DIE WELT 05.10.06
Nobelpreis in Chemie für Genforschung
STOCKHOLM (ple). Der Nobelpreis in Chemie geht in diesem Jahr an den US-Forscher Roger D. Kornberg, Professor für Strukturbiologie. Er wird für seine molekulargenetische Forschung zu Transkription geehrt, bei der die im Erbgut gespeicherte Information auf Boten-RNA kopiert wird.
Ärzte Zeitung, 05.10.2006
China: Hinrichtung auf Bestellung?
Ein BBC-Bericht vermutet einen Handel mit Organen von Häftlingen
Von Stefan Rehder
Am vergangenen Samstag strahlte das ZDF Bilder eines Beitrags aus, die der in Peking stationierte BBC-Korrespondent Rupert Wingfield-Hayes mit versteckter Kamera im Zentralhospital Nr. 1 in Tinanjin aufgenommen hatte.
DIE TAGESPOST vom 05.10.2006
Befruchtungsquote halbiert - Rauch verhindert Kinder
Passivrauchen kann das Gelingen einer künstlichen Befruchtung erheblich beeinträchtigen.
N-TV.DE 05.10.06
04. Oktober
Die Genkopiermaschine
Die Königlich Schwedische Akademie zeichnet erneut einen Amerikaner aus: Roger Kornberg erhält den Chemiepreis für seine Erkenntnisse über den Fluss genetischer Informationen
ZEIT online 04.10.06
Preis für das Abschalten von Genen
Zwei US-Forscher teilen sich den Medizin-Nobelpreis 2006 / Hoffnung auf Nutzen für die Therapie
Von Peter Leiner
"Die Technik der RNA-Interferenz hat das Potential, die Biologie zu revolutionieren." So schätzen viele Wissenschaftler wie die Aids-Forscherin Dr. Ruth Ruprecht aus Boston jene Entdeckung ein, für die jetzt zwei US-Forscher mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2006 ausgezeichnet worden sind
Ärzte Zeitung, 04.10.2006
RNA-Schnipsel lassen Gene verstummen
Amerikanische Grundlagenforscher erhalten den Nobelpreis für Medizin. Sie haben es geschafft, Gene gezielt mithilfe von RNA-Molekülen verstummen zu lassen.
Von Sonja Kastilan
DIE WELT 04.10.06
Wodarg: Ich glaube nicht mehr an diese Reform
SPD-Politiker bezweifelt Einigung bei Gesundheitsreform
Moderation: Marie Sagenschneider
In der Debatte um die Gesundheitsreform sieht der SPD-Politiker Wolfgang Wodarg keine Chance auf eine Einigung innerhalb der Koalition. Eine grundsätzliche Reform sei nicht machbar, dazu seien die Gegensätze zwischen den beiden Koalitionsparteien zu stark, sagte der SPD-Gesundheitsexperte.
DEUTSCHLANDrADIO 04.10.06
Baden-Württemberg: Stolz spricht sich klar gegen aktive Sterbehilfe aus
Stolz will Angebote der Palliativmedizin und Sterbebegleitung weiter ausbauen: Leitfaden zur Information von Betroffenen, Angehörigen und Ärzten wird veröffentlicht -
Im Vorfeld der heute in Göppingen stattfindenden Podiumsdiskussion zum Thema „Lebenshilfe – Sterbehilfe – Tötungshilfe?" hat sich Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz klar gegen jede Form aktiver Sterbehilfe ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Arbeits- und Sozialministerium Baden-Württemberg 04.10.2006
Arzt impfte Patienten ohne ihre Einwilligung
MANNHEIM (mm). Wegen Abrechnungsbetrugs und vorsätzlicher Körperverletzung durch Impfungen bei Patienten ohne deren Einwilligung ist ein Allgemeinarzt aus dem Rhein-Neckar-Kreis verurteilt worden.
Ärzte Zeitung, 04.10.2006
Nierenübertragung klappt auch bei ungeeigneter Blutgruppe
ESSEN (nsi). Bei etwa 30 Prozent der Menschen, die einem ihnen nahe stehenden Nierenkranken ein Organ spenden könnten, paßt die Blutgruppe nicht. Dennoch kann eine Organverpflanzung erfolgreich sein. Als einziges Zentrum in Deutschland erprobt die Uniklinik Freiburg derzeit diese Methode
Ärzte Zeitung, 04.10.2006
München: Gebete für den Schutz des Lebens ungeborener Kinder
Weiße Kreuze mahnen: Jeden Tag 1000 Abtreibungen in Deutschland – Kardinal Wetter: Einsatz für das Leben ist ein Dienst für unser Volk.
KATH.NET 04.10.06
FDP-Fraktion: Bundesregierung verhindert Grüne Gentechnik
Bildung und Forschung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/CMU) Die Agrar-Gentechnik ist Anlass einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (16/2732). Demnach will die Bundesregierung zwar Forschung an der so genannten Grünen Gentechnik fördern, die Ergebnisse jedoch nicht anwenden.
HIB 288/2006 04.10.06
03. Oktober
"Ziemlich verrückt"
Vor zehn Jahren hatten Andrew Fire und Craig Mello eine unerhörte Idee. Es war der Anfang einer Revolution in der Genetik - die mit dem Nobelpreis noch nicht zu Ende ist. Von Sascha Karberg
ZEIT online 03.10.2006
02. Oktober
Medizin-Nobelpreis geht an zwei Amerikaner
In diesem Jahr werden zwei US-Genforscher mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Die Namen der Preisträger wurden jetzt bekannt gegeben.
NETZEITUNG.DE 02.10.06
Nobelpreis für Medizin: Schädliche Gene werden kalt gestellt
Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die beiden US-Forscher Andrew Z. Fire und Craig C. Mello. Das hat das Karolinska-Institut, das das Nobelpreiskomitee betreut, heute in Stockholm bekannt gegeben.
DIE WELT 02.10.06
Hohe Sterberate durch illegale Abtreibung in Paraguay
Asuncion - Abtreibung ist die häufigste Todesursache bei gebärenden Frauen in Paraguay.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.10.06
Patientenverfügung
Vorrang für Menschenwürde und Selbstbestimmung - die Aktion Gemeinsinn setzt sich mit einer Medienkampagne für klare gesetzliche Regelungen zur Patientenverfügung ein
PRESSEMITTEILUNG Aktion Gemeinsainn e.V. - eine Vereinigung unabhängige Bürger in Deutschland 02.10.06
Anm.: Ab Oktober startet der Verein eine umfangreiche Anzeigenkampagen
Medikamente: Bayer bekommt Probleme in den USA
Washington - Der Pharmakonzern Bayer ist wegen einer "versehentlich" nicht vorgelegten Studie über die Risiken seines Blut stillenden Medikaments Trasylol in den USA unter Druck geraten.
DIE WELT 02.10.06
01. Oktober
Der Eierdeal
Das globale Geschäft mit menschlichen Keimzellen
Von Eva Schindele
Das internationale Geschäft mit menschlichen Keimzellen blüht. Junge Frauen lassen gegen Geld in ihrem Körper Eizellen heranzüchten - manche riskieren damit ihre Gesundheit. Reproduktionsmedizinische Zentren treten als Zwischenhändler und Dienstleister auf, ihre Kunden sind Paare, die sich mit dem Rohstoff ihren Traum vom eigenen Kind erfüllen wollen. Neuerdings konkurrieren auch Wissenschaftler um die knappen Ressourcen: Sie brauchen frische Eizellen für die Stammzellforschung.
DEUTSCHLANDFUNK 01.10.06
Weiter zu Artikel vom 16.-31. Oktober 2006
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