Presse
Pressespiegel 16.-30. September 2004
Anzahl: 90 Artikel, Stand 05.10.04
30. September
Polkörperdiagnostik - Das ethisch geprüfte Ei
Erstmals haben deutsche Ärzte bei einem Kind eine schwere Erbkrankheit ausgeschlossen – mit einem Verfahren, das das Verbot der Manipulation an frühen Embryonen umgeht
Von Angelika Sauerer
DIE ZEIT 30.09.2004 Nr.41
Gentest bei Retortenbaby
Deutsche Ärzte analysierten erstmalig Erbgut vor der Einpflanzung in den Mutterleib
BERLINER MORGENPOST 30.09.04
Krankenkasse muß IvF-Kosten mittragen
STUTTGART (ddp). Krankenkassen müssen auch bei Frauen über 40 Jahren Kosten für eine In-vitro-Fertilisation (IvF) erstatten. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart hervor.
Ärzte Zeitung, 30.09.2004
Umfrage: Kinderwunsch für Deutsche wichtiger als der Partner
Drei von vier Deutschen mit Kinderwunsch würden sich einer repräsentativen Umfrage zufolge von ihrem Partner trennen, wenn dieser sich gegen Nachwuchs sperrt.
Ärzte Zeitung, 30.09.2004
Das Recht zu sterben
Medizin und Politik dürfen Todkranke nicht gegen ihren erklärten Willen zum Weiterleben zwingen
Von Frank Drieschn
DIE ZEIT 30.09.2004 Nr.41
Palliativmedizin - Ärzte engagieren sich für bessere Versorgung
KÖLN (iss). Niedergelassene Ärzte stellen sich der Herausforderung, die palliativmedizinische Versorgung ihrer Patienten zu verbessern. Hausärzte bilden sich in diesem Gebiet weiter, immer mehr suchen die Zusammenarbeit mit Hospizgruppen und engagieren sich ehrenamtlich. Verbesserungen könnten vor allem erreicht werden, wenn in der Palliativmedizin Konzepte der integrierten Versorgung umgesetzt werden und die Kassen dafür die notwendigen Gelder bereitstellen.
Ärzte Zeitung, 30.09.2004
Experten diskutieren Änderungen des Fallpauschalensystems kontrovers
Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung (Anhörung)
Berlin: (hib/HAU) Die Änderung des Fallpauschalensystems für Krankenhäuser wird von Experten und Sachverständigen kontrovers diskutiert. Dies wurde anlässlich einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit und Soziale Sicherung am späten Mittwochnachmittag deutlich. Zur Diskussion standen sowohl der Entwurf der Bundesregierung für ein Zweites Fallpauschalenänderungsgesetz (15/3672) als auch ein Antrag der CDU/CSU-Fraktion zur Schaffung sachgerechter Fallpauschalen (15/3450).
HIB 234/2004 30.09.04
29. September
Brüssel will Arzneimittel auf Verträglichkeit für Kinder prüfen
BRÜSSEL. Arzneimittel sollen künftig konsequenter auf ihre Verträglichkeit für Kinder geprüft werden. Eine entsprechende Verordnung schlug am 29. September die EU-Kommission in Brüssel vor.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.09.04
Streit um Ethikkommission in der nächsten Runde
Berliner Senat drückt sich um Haftungsrisiken und verpflichtet Ärztekammer zur Übernahme von Staatsaufgaben
BERLIN (ami). Im Streit um die neue Aufgabe der Ethikkommission der Ärztekammer, Anträge von Arzneimittelherstellern auf klinische Prüfungen amtlich zu genehmigen oder zu verweigern, spielt der Berliner Senat auf Zeit. Gegen diese neue Funktion klagt die Kammer - jetzt hat der Senat per Anordnung die Ärzteorganisation zum sofortigen Vollzug verpflichtet.
Ärzte Zeitung, 29.09.2004
Schweiz: Klare Grenzen für die Stammzellenforschung
Eidgenössische Abstimmung vom 28. November - Bundesrat eröffnet Abstimmungskampf
Kaum sind die Stimmberechtigten von den Urnen zurückgekehrt, stehen bereits die nächsten Abstimmungen an. Am Dienstag lancierte Bundesrat Pascal Couchepin den Abstimmungskampf zur Forschung mit embryonalen Stammzellen. Der Bundesrat will diese erlauben, um den Spitzenplatz der Schweiz in Biologie und Medizin zu sichern.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 29.09.04
Klon-Lizenz beantragt
Ian Wilmut, Schöpfer des Klonschafs Dolly, hat offiziell eine Lizenz zum Klonen menschlicher Embryonen beantragt.
BERLINER MORGENPOST 29.10.04
Kommissar DNA wird immer beliebter
Polizei fordert, Gen-Test zum Standardmittel der Ermittlungsarbeit zu machen
Mit Vehemenz verlangen die Polizeigewerkschaften, den Gen-Test zum Standardmittel der Ermittlungsarbeit zu machen. Was bislang nur auf freiwilliger Basis oder auf richterliche Anordnung bei einem kleinen Teil der Straftäter möglich ist, könnte bald schon beim bloßen Verdacht auf eine Straftat zum Polizei-Alltag gehören.
Ärzte Zeitung, 29.09.2004
Notwendigkeit eines absoluten Stoffschutzes im Biopatentrecht ist umstritten
Rechtsausschuss (Anhörung)
Berlin: (hib/ALK) Ob ein absoluter Stoffschutz im deutschen Biopatentrecht, wie dies eine EU-Richtlinie fordert, notwendig und sinnvoll ist, wird von Patentrechtlern und Hochschulprofessoren sowie von Sachverständigen aus den Bereichen Pharmazie, Landwirtschaft und Pflanzenzucht unterschiedlich beantwortet.
HIB 231/2004 29.09.04
Für ein modernes Biopatentrecht
Antrag der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
4 Seiten, Drucksache 15/2657, 10.03.2004
Rechtssicherheit für biotechnologische Erfindungen durch schnelle Umsetzung
der Biopatentrichtlinie
Antrag der Abgeordneten Rainer Funke, Ulrike Flach, Daniel Bahr (Münster), Rainer
Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen,
Horst Friedrich (Bayreuth), Hans-Michael Goldmann, Dr. Christel Happach-Kasan,
Christoph Hartmann (Homburg), Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Birgit Homburger,
Dr. Werner Hoyer, Michael Kauch, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Harald
Leibrecht, Dirk Niebel, Günther Friedrich Nolting, Hans-Joachim Otto (Frankfurt),
Eberhard Otto (Godern), Detlef Parr, Gisela Piltz, Marita Sehn, Dr. Hermann Otto
Solms, Dr. Rainer Stinner, Carl-Ludwig Thiele, Jürgen Türk, Dr. Claudia
Winterstein, Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion der FDP
4 Seiten, Drucksache 15/1219, 25.06.2003
Die europäische Biopatentrichtlinie von 1998 umsetzen
Antrag der Abgeordneten Helmut Heiderich, Dr. Norbert Röttgen, Dr. Maria Böhmer,
Hubert Hüppe, Katherina Reiche, Dr. Wolfgang Götzer, Dr. Jürgen Gehb, Ute
Granold, Michael Grosse-Brömer, Siegfried Kauder (Bad Dürrheim), Dr. Günter
Krings, Barbara Lanzinger, Daniela Raab, Andreas Schmidt (Mülheim), Andrea
Voßhoff, Marco Wanderwitz, Ingo Wellenreuther, Wolfgang Zeitlmann und der
Fraktion der CDU/CSU
Drucksache 15/1024 (neu) 21.05.2003
Gesetzentwurf der Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie über den rechtlichen
Schutz biotechnologischer Erfindungen
20 Seiten, Drucksache 15/1709 15.10.2003
Stellungnahme von Greenpeace e.V. Deutschland zur Anhörung „Gen-Patent“ im Rechtsausschuss
des Bundestages am 29.09.2004
27 Seiten
Die wahren Kosten der Gen-Patente
Ökonomische und soziale Folgen von Patenten auf Leben
6 Seiten Kurzfassung einer Dokumentation von Greenpeace, März 2004
Die wahren Kosten der Gen-Patente
Ökonomische und soziale Folgen der Patentierung von Lebewesen und Genen
Eine Dokumentation von Greenpeace
21 Seiten, März 2004
Master-Gen (nicht nur) für den ersten Atemzug entdeckt
CINCINNATI. US-Forscher haben das Master-Gen entdeckt, das die Lungen von Feten auf ihre Aufgaben nach der Geburt vorbereitet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.09.04
28. September
Endlich Rechtssicherheit für biotechnologische Innovationen schaffen
Berlin (VFA). "Im ‚Jahr der Innovationen’ muss es endlich ein klares ‚Ja’ zu Biopatenten geben! Es kann nicht angehen, dass eine für den Biotechnologiestandort so wichtige Maßnahme wie die Umsetzung der europäischen Biopatentrichtlinie im Parlament im Schneckentempo beraten wird." So kommentierte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), die für morgen anstehende Anhörung des Rechtsauschusses des Bundestages zur Umsetzung der EG-Biopatentrichtlinie.
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA 28.09.2004
Von Stammzellen profitieren bereits Krebspatienten
Forscher hoffen, das Spektrum der Therapiemöglichkeiten deutlich erweitern zu können / Zellen aus dem Knochenmark für Leukämiepatienten
Von Peter Leiner
Ärzte Zeitung, 28.09.2004
Noch Zukunft: Therapie gegen Blindheit
Beeindruckende Erfolge der Therapie mit embryonalen Stammzellen im Tierversuch
Mit embryonalen Stammzellen, die pluripotent sind und sich somit in nahezu alle Zelltypen verwandeln können, gibt es viele ermutigende therapeutische Ansätze - zumindest im Tierversuch.
Ärzte Zeitung, 28.09.2004
Schweiz: Kein Freipass für die Forschung
Referendumskampagne um Stammzellenforschung eröffnet
Bundesrat Couchepin hat den Referendumskampf um das Stammzellenforschungsgesetz eröffnet. Er lobte die Vorlage des Parlaments als ausgewogen: Sie sei kein Freipass für die Forschung, schränke diese aber auch nicht mehr als nötig ein.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 28.09.04
Gene in der Falle
Welche Funktionen erfüllen unsere Gene? Auch nach der Sequenzierung des menschlichen Erbguts ist diese Frage für mehr als 80 Prozent der 30000 menschlichen Gene offen. Hier muss die Forschung jetzt ansetzen: wenn wir wissen, welche Aufgaben unsere Gene erfüllen, kann auch kranken Menschen besser geholfen werden, die unter Gendefekten leiden. Zur Entschlüsselung der Genfunktionen wenden Wissenschaftler einen Trick an:
PRESSEMITTEILUNG GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit 28.09.04 IDW
Ärzte gegen Änderung des Abtreibungsrechts
Großbritanniens Premierminister Blair erwägt Verkürzung der Abtreibungsfrist / "Neue Forschungserkenntnisse"
LONDON (ast). Ärzteverbände in Großbritannien haben in den vergangenen Wochen immer wieder davor gewarnt, Großbritanniens Abtreibungsgesetz übereilt zu ändern. Die Verbände reagierten damit auf Äußerungen von Premierminister Tony Blair, wonach eine Kürzung der legalen Frist von 24 Wochen "durchaus denkbar" sei.
Ärzte Zeitung, 28.09.2004
DGE: Künstliche Befruchtung birgt sehr geringes Risiko - Reagenzglas-Kinder selten geschädigt
Die Mehrzahl der durch künstliche Befruchtung gezeugten Kinder ist gesund, angeborene Schäden sind sehr selten. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hin. Dennoch müssten Fehlentwicklungen bei diesen Kindern gründlich untersucht werden.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) 28.09.04 IDW
SPD-Politiker skizzieren Eckpunkte für große Pflegereform
Gemeinsames Papier von Gesundheitspolitikern aus Bund und Ländern / Personengebundene Budgets sollen ambulante Pflege flexibler machen
SAARBRÜCKEN (kud). SPD-Gesundheitspolitiker wollen die Pflegeversicherung weiterentwickeln. Zu den Eckpunkten zählen individuelle Hilfepläne, personenbezogene Budgets, eine breite Finanzierungsbasis und die Rückkehr der Behandlungspflege zur Krankenversicherung.
Ärzte Zeitung, 28.09.2004
FDP fragt nach der Umsetzung der Praxisgebühr
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Ob sich die zu Beginn des Jahres eingeführte Praxisgebühr für gesetzlich Versicherte bewährt hat, fragen die Liberalen in einer Kleinen Anfrage (15/3751)
HIB 228/2004 28.09.2004
27. September
Baby nach re-transplantiertem Ovargewebe
Hilfe für Krebspatientin / Kryokonservierung von Eierstockgewebe vor Chemotherapie
BRÜSSEL (ikr). Junge Frauen, die nach einer krebsbedingten Chemo- oder Strahlentherapie infertil geworden sind, können dennoch ein eigenes Kind bekommen, und zwar sogar ein auf natürlichem Wege gezeugtes Kind. Gelungen ist dies jetzt bei einer 32jährigen Frau.
Ärzte Zeitung, 27.09.2004
Stammzellen als biologischer Herzschrittmacher
In Schweineherzen funktionieren die embryonalen Zellen als Taktgeber
WISSENSCHAFT.DE 27.09.04
Natürliche Herzschrittmacher aus menschlichen Stammzellen
Erste Tests an Schweinen erfolgreich
Haifa - Natürliche Herzschrittmacher aus menschlichen Stammzellen haben Wissenschafter des Technion-Israel Institute of Technology http://www.technion.ac.il erfolgreich an Schweinen getestet.
PRESSETEXT.AUSTRIA 27.09.04
BMBF unterstützt nachhaltige Produktion durch Biotechnologie
Zwölf neue Projekte starten mit 20 Millionen Euro
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt umweltschonende Industrieprozesse mit Hilfe moderner Biotechnologie. Zwölf Forschungsprojekte zum Thema "Nachhaltige Bioproduktion" fördert das BMBF in den kommenden drei Jahren.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 27.09.04
25. September
Angst und Leid sind keine guten Ratgeber
Enquete-Kommission legt Zwischenbericht über Patientenverfügungen vor – Medizinrechtsexperte Rainer Beckmann warnt vor grundsätzlichen Mängeln
Von Stefan Rehder
Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ hat gestern ihren Zwischenbericht „Patientenverfügungen“ an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) übergeben.
DIE TAGESPOST vom 25.09.2004
Voll des Lobes
Der Bundeskanzler besucht seinen Ethikrat und fordert begeistert: Weiter so
Von Markus Reder
Bundeskanzler Schröder hat dem Nationalen Ethikrat für seine Arbeit gedankt. Das ist etwa so, wie wenn Bernd Eichinger für den Film „Der Untergang“ dankt oder eine Biene ihrem Honig. Der Ethikrat ist das Geschöpf des Kanzlers.
DIE TAGESPOST vom 25.09.2004
24. September
Präsident von Costa Rica fordert UNO zum Lebensschutz auf
Es brauche eine international verpflichtende „normative“ Schutzbestimmung, „um die Würde des menschlichen Lebens von seiner Empfängnis an zu bewahren“, erklärte Abel Pacheco.
KATH.NET 24.09.04
Schnappauf: Bundesregierung muss endlich für umfassendes Klonverbot eintreten
Die Bundesregierung muss sich bei den jetzt anstehenden Verhandlungen der Vereinten Nationen für ein umfassendes internationales Klonverbot einsetzen. Dazu forderte der Bundesrat die Bundesregierung heute auf Initiative Bayerns auf.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 24.09.04
Bundesrat-Empfehlungen zum Ersten Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung
des Stammzellgesetzes (Erster Stammzellbericht)
Bundesrat-Empfehlungen der Ausschüsse G - K - Wi zu Punkt ..... der 803. Sitzung des Bundesrates am 24. September 2004
4 Seiten, Bundesrat Drucksache 583/1/04 13.09.04, angenommen am 24.09.04
Anm.: Hier wird die Bundesregierung dazu aufgefordert sich bei der UNO für ein umfassendes Klonverbot einzusetzen!
Patientenverfügungen
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin
72 Seiten, Drucksache 15/3700 13.09.2004 , übergeben an den Bundestagspräsidenten und veröffentlicht am 24.09.04
Im Zweifel für das Leben
Patientenverfügungen können im späteren Krankheitsfall trügen
Heute übergibt die Enquête-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" ihren Zwischenbericht zu Patientenverfügungen dem Bundestag. Darin haben sich die Befürworter eines vorsichtigen Umgangs mit dem "vorletzten Willen" schwer Kranker durchgesetzt. Sie wollen Ärzte und Betreuer im Ernstfall über Leben und Tod mitentscheiden lassen. Eine Minderheit bewertet das Selbstbestimmungsrecht höher.
Von Michael Wunder
FRANKFURTER RUNDSCHAU 24.09.04
Selbstbestimmung steht über der ärztlichen Fürsorgepflicht
Auch wenn eine Krankheit nicht zwingend zum Tode führt, sollten Patienten vorab über die Begrenzung von Behandlungen verfügen können
Heute übergibt die Enquête-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" ihren Zwischenbericht zu Patientenverfügungen dem Bundestag. Darin haben sich die Befürworter eines vorsichtigen Umgangs mit dem "vorletzten Willen" schwer Kranker durchgesetzt. Sie wollen Ärzte und Betreuer im Ernstfall über Leben und Tod mitentscheiden lassen. Eine Minderheit bewertet das Selbstbestimmungsrecht höher.
Von Michael Kauch
FRANKFURTER RUNDSCHAU 24.09.04
Leben und Selbstbestimmungsrecht von Patienten schützen
Uneingeschränkte Verbindlichkeit von Patientenverfügungen nicht vertretbar
23. September 2004 - Anlässlich der am Freitag stattfindenden Übergabe des Zwischenberichts zur Patientenverfügung erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Patientenverfügungen sollten gestärkt werden. Sie sind ein Ausdruck der Selbstbestimmung. Daher empfiehlt die Enquete-Kommission in ihrem Bericht eine Klarstellung durch den Gesetzgeber.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU 23.09.04
Kauch: Ethik-Enquete-Kommission verkennt Selbstbestimmungsrecht von Patienten
BERLIN. Zur heutigen Übergabe des Zwischenberichtes 'Patientenverfügungen' der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' an den Bundestagspräsidenten erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Kommission, Michael KAUCH:
Die Enquete-Kommission hat mit dem heute übergebenen Zwischenbericht ihren Auftrag verfehlt, Patientenverfügungen zu stärken. Das Selbstbestimmungsrecht von Patienten am Lebensende und bei schwerer Krankheit wird nicht anerkannt.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 24.09.04
Klares Votum für das Leben
Caritas begrüßt Bericht zu Patientenverfügungen
In ihrem heute vorgelegten Zwischenbericht zu Patientenverfügungen stellt die Enquete-Kommission „Ethik und Recht in der modernen Medizin“ klar, dass das Recht jedes Einzelnen, Verfügungen zu seiner medizinischen und pflegerischen Behandlung zu verfassen, grundgesetzlich geschützt ist. Gleichzeitig wollen die Kommissionsmitglieder diese Patientenverfügungen auf Fälle beschränken, bei denen ein irreversibles tödliches Leiden vorliegt. Mit dieser Vorgabe schützt die Enquete-Kommission Wachkoma-Patienten und Demente.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Caritasverband e.V. 24.09.04
Stellungnahme der Deutschen Hospiz Stiftung
zum Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Bundestages
Ethik und Recht der modernen Medizin zu Patientenverfügungen
6 Seiten, 24.09.04
Klinik-Krankenschwestern versorgen schwerstkranke Kinder zu Hause
Mangel an ambulanten Pflegediensten in Niedersachsen soll kompensiert werden
HANNOVER (cben). Eine bessere Versorgung für schwerstkranke Kinder in Niedersachsen soll ein Vertrag ermöglichen, der rückwirkend zum 1. Juli 2004 zwischen zunächst vier Krankenkassen und zwei Kliniken in Kraft getreten ist. Er ermöglicht es, schwerstkranke Kinder zuhause durch Fachkrankenschwestern der Kliniken versorgen zu lassen.
Ärzte Zeitung, 24.09.2004
Organspende darf nicht vom Einkommen abhängen
Bundeskanzler Schröder fordert breite gesellschaftliche Diskussion
Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich gegen Organhandel ausgesprochen.
DIE WELT 24.09.04
Als wär’s ein Stück von mir
Hornhaut, Leberzellen, Herzklappen – der Nationale Ethikrat denkt über die Verpflanzung von Gewebe nach
Zuletzt erging die Stellungnahme zum brisanten Thema Klonen. Nun will der Nationale Ethikrat sich auch des Themas Transplantation annehmen.
TAGESSPIEGEL 24.09.04
Gewebespenden dürfen keinen Markt haben
Experten gegen Verkauf
BERLIN (hak). Vor einer Entsubjektivierung des Menschen durch eine Kommerzialisierung von Gewebespenden hat der Hagener Philosoph Professor Jan P. Beckmann gewarnt. "Das würde zu einer erheblichen Erosion der Gesellschaft führen", sagte er in einer Podiumsdiskussion des Nationalen Ethikrates.
Ärzte Zeitung, 24.09.2004
In Kliniken soll für Organspenden geworben werden
KÖLN (ble). Die Ersatzkassenverbände Westfalen-Lippe (VdAK), das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium und die Deutsche Stiftung Organspende fordern von den Krankenhäusern mit Intensivstation verstärkte Anstrengungen zur Steigerung der Organspendezahlen.
Ärzte Zeitung, 24.09.2004
Info-Kampagne zu Therapien bei ungewollter Kinderlosigkeit
HAMBURG (nke). "Damit die Liebe Früchte trägt" - Unter diesem Motto wurde beim Gynäkologenkongreß in Hamburg eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Ziel der Aktion ist es, über die modernen Methoden der Reproduktionsmedizin zu informieren und Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch den Zugang zu Diagnostik und Therapie zu erleichtern.
Ärzte Zeitung, 24.09.2004
Universitätskliniken/Fallpauschalen: Die Hochleistungsmedizin bleibt auf der Strecke
Strehl, Rüdiger
Das diagnosebasierte Fallpauschalensystem benachteiligt die Maximalversorger und Universitätskliniken.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 39 vom 24.09.2004, Seite A-2584
23. September
Gestärkte Patientenrechte
Frankreichs Bischöfe mit Sterbehilfe-Gesetz einverstanden
Paris (DT/KNA) Frankreichs Bischöfe haben das von der Regierung angekündigte neue Gesetz zur Sterbehilfe im Grundsatz befürwortet.
DIE TAGESPOST vom 23.09.2004
Arbeit des Ethikrates wird fortgesetzt
In der Debatte des Nationalen Ethikrates ist es hauptsächlich um Organspenden gegangen. Bundeskanzler Gerhard Schröder lobte die bisherige Arbeit des Rates. Gleichzeitig sprach er sich für den Fortbestand des Expertengremiums aus.
PRESSEMITTEILUNG Bundesregierung 23.09.2004
Spenden mit größerer Bereitwilligkeit
Nationaler Ethikrat diskutiert Organ- und Gewebespenden
DEUTSCHLANDFUNK 23.9.2004
Schröder warnt vor Kommerzialisierung der Organspenden
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat vor einer Kommerzialisierung der Organspenden in Deutschland gewarnt.
WEB.DE 23.09.2004
Gewebetransplantate als altruistische Spenden oder als kommerzielles Produkt - das muß der Bundestag regeln
Von Florian Staeck
Im Gegensatz zur Organtransplantation fehlt für den Umgang mit menschlichem Gewebe in Deutschland ein einheitlicher Rechtsrahmen. Nur lückenhaft ist geregelt, was bei Spende, Lagerung und Verteilung von Geweben zu beachten ist.
Ärzte Zeitung, 23.09.2004
Zellkulturen für die regenerative Medizin der Zukunft - Hoffnung für die alternde Gesellschaft
Professor Ronald McKay wird für seine Pionierarbeiten auf dem
Gebiet der neuronalen Stammzellforschung mit dem Ernst Schering Preis 2004 ausgezeichnet
PRESSEMITTEILUNG Scheringstiftung 23.09.04
Schering Stiftung zeichnet den Wissenschaftler Ronald McKay aus
Professor Ronald McKay erhält heute im Konzerthaus am Gendarmenmarkt den mit 50 000 Euro dotierten Ernst Schering Preis 2004.
BERLINER MORGENPOST 23.09.04
Neues Verfahren macht Gentherapie sicherer
DNA Sequenz wird in Gene eingefügt
Boston - Wissenschafter des Children's Hospital Boston haben ein neues Verfahren für die Gentherapie entwickelt.
PRESSETEXT.AUSTRIA 23.09.04
Darf man die Natur des Menschen verändern?
Bioethik-Nachwuchsgruppe der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität wird von Bundesministerium gefördert
Am Zentrum für Ethik und Recht in der Medizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für fünf Jahre eine Nachwuchsforschergruppe.
PRESSEMITTEILUNG Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau IDW 23.09.04
Geriatrische Reha soll Sache der Pflegekassen sein
Bayerns Sozialministerin will geriatrische Reha aus GKV ausgliedern / Ambulante und stationäre Pflege gleich bewerten
MÜNCHEN (sto). Eine Weiterentwicklung der Pflegeversicherung durch mehr Anreize für die häusliche Pflege hat Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) gefordert. Sie sprach sich zudem für die Verlagerung der geriatrischen Rehabilitation von der Kranken- in die Pflegeversicherung aus.
Ärzte Zeitung, 23.09.2004
Infos zum Thema Palliativmedizin per Newsletter
ESSEN (apa). Ärzte können aktuelle Informationen rund um das Thema Palliativmedizin schon bald elektronisch erhalten: Das Netzwerk Palliativmedizin Essen wird spätestens ab Anfang November einen kostenlosen Newsletter an Ärzte und andere Interessierte per E-Mail versenden.
Ärzte Zeitung, 23.09.2004
22. September
SPD fordert von Kassen Einsatz in Palliativmedizin
BERLIN (hak). Dr. Wolfgang Wodarg, SPD-Sprecher in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", hat die Krankenkassen aufgefordert, integrierte Versorgungskonzepte in der Palliativmedizin und mit Hospizdiensten anzuschieben.
Ärzte Zeitung, 22.09.2004
Krankenhaus-Chefs warnen vor Pflegenotstand
Verband der Krankenhausdirektoren fordert mehr Geld / Kritiker werfen Kliniken Unwirtschaftlichkeit vor
LÜBECK (di). Der Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) hält trotz Kritik an seiner Forderung nach einer deutlichen Mittelaufstockung für Kliniken fest. Andernfalls droht nach VKD-Darstellung ein Pflegenotstand und die Abwanderung von Ärzten.
Ärzte Zeitung, 22.09.2004
Milliarden für Stammzellen? Kalifornien soll Zentrum der Forschung werden
Am 2. November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Aber nicht nur das. An diesem Tag stimmen die Bürger des US-Bundesstaats Kalifornien auch darüber ab, ob sie ihren Staat zum Zentrum der globalen Stammzellforschung machen wollen.
TAGESSPIEGEL 22.09.04
21. September
Problemfeld Palliativmedizin: Viel Engagement für wenig Geld und Ansehen
BERLIN (hak). Schlechtes Image, ungenügende Finanzierung und lückenhafte Angebote von Palliativmedizin und Hospizarbeit haben Experten bei einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" beklagt.
Ärzte Zeitung, 21.09.2004
Alzheimer-Telefon bietet Hilfe und Beratung
Bundesministerin Renate Schmidt und TV-Pfarrer Fliege informieren am Welt-Alzheimertag mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 21.09.04
20. September
Auslegeordnung zum Stand der Suizidhilfe
Ethik, Recht und Gesellschaftspolitik im offenen Gespräch
Die zehn Thesen über Suizidbeihilfe, die die Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK) formuliert hat, waren Ausgangspunkt eines zweitägigen Symposiums, an dem das brisante Thema breit verhandelt wurde. Ausländische Fachleute brachten alternative Modelle zur Schweizer Praxis in die offene Diskussion ein.
NZZ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 20.09.04
Tötungen im Krankenhaus
Mindestens zwei Drittel der Deutschen sterben im Krankenhaus. Wie viele von ihnen keines natürlichen Todes sterben, ist ungewiss.
Zwei soziologische Untersuchungen in Krankenhäusern in den 90er-Jahren haben einen ungefähren Maßstab geliefert.
TAZ 20.09.04
Montagsporträt: Alain Pompidou - Ein forscher Geist
Von Christian Herbst
Erstmals steht ein Wissenschaftler und kein Jurist an der Spitze des Europäischen Patentamts. Der Sohn des früheren französischen Staatspräsidenten bringt Weltläufigkeit in die Behörde - und stellt bei der Patentvergabe verstärkt ethische Fragen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 20.09.04
Hat deutsche Stammzellenforschung Zukunft?
Der Nationale Ethikrat hat seine Stellungsnahme abgegeben, aber für Wissenschaftler geht die Debatte weiter
von Sonja Kastilan
DIE WELT 20.09.04
18. September
Stammzellen verhindern Blindheit bei Mäusen
Die Therapie lindert die Augenkrankheit Retinitis pigmentosa
Eine Injektion von Stammzellen in die Augen lindert bei Mäusen die zur Erblindung führende Augenkrankheit Retinitis pigmentosa. Das haben amerikanische Wissenschaftler gezeigt.
WISSENSCHAFT.DE 18.09.04
Wenn die persönliche Erfahrung zur Norm wird
Ob bei Euthanasie, Abtreibung oder Klonen: Die kulturelle Funktion von Regeln wird immer seltener verstanden
Von Johannes Seibel
DIE TAGESPOST vom 18.09.2004
Rasante Fortschritte
Das Klonen ist nur eine Vorstufe zur Keimbahnmanipulation
Von Stefan Rehder
Im Oktober will die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Anti-Klon-Konvention verabschieden. Zwei Entwürfe stehen zur Wahl: ein umfassender, der neben dem reproduktiven auch das so genannte therapeutische Klonen weltweit ächten will, und einer, der sich auf das Verbot des Klonens von Menschen zum Zwecke der Fortpflanzung beschränkt.
DIE TAGESPOST vom 18.09.2004
17. September
Ethikkommissionen: Berlin klagt
Rieser, Sabine
Kritik an der Umsetzung der jüngsten AMG-Novelle
Die Ärztekammer Berlin wehrt sich mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen eine erhebliche Umgestaltung ihrer Ethikkommission.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 38 vom 17.09.2004, Seite A-2502
Palliativmedizin: Lebensqualität für Schwerstkranke
Klinkhammer, Gisela
Patienten, die kurativ nicht mehr therapiert werden können, wird auf Palliativstationen unter anderem durch eine effektive Symptomkontrolle geholfen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 38 vom 17.09.2004, Seite A-2499
Nationaler Ethikrat: Quadratur des Kreises
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Mit seiner Stellungnahme zum Klonen ist dem Nationalen Ethikrat gleichsam die Quadratur des Kreises gelungen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 38 vom 17.09.2004, Seite A-2489
Stammzellen aus der Mundschleimhaut retten Patienten das Augenlicht
OSAKA. Mit einer sehr ungewöhnlichen Behandlung haben japanische Forscher vier Patienten mit Hornhauttrübung zu einer transparenten Cornea verholfen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.09.04
Die DNA-Region der 66 Erbkrankheiten
Analyse von Chromosom 5 abgeschlossen - Baupläne des Immunsystems gefunden - Große Strecken ohne Gene
von Kristina Jonas
Stanford - Das menschliche Genom wurde bereits im Jahr 2001 entschlüsselt. Trotzdem ist die Arbeit der Genom-Forscher längst nicht beendet.
DIE WELT 17.09.04
Tierversuche: Die Relevanz für den Menschen ist umstritten
Elsner, Amina
Eine aktuelle Metaanalyse kritisiert bei Tierversuchen methodische Mängel und fehlende Standardisierung.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 38 vom 17.09.2004, Seite A-2511
16. September
Kein „ewiges“ Klonverbot
Beruhigung bringt das Votum des Nationalen Ethikrates nicht
Von Martina Fietz
Die Debatte um das Forschungsklonen ist neu entbrannt. Das einschränkende Votum des Nationalen Ethikrats vom Wochenbeginn kann keine Beruhigung bringen.
DIE TAGESPOST vom 16.09.2004
Ein schlechter Rat
Von Stefan Rehder
Guter Rat ist teuer. Weil das so ist, und Gerhard Schröder sich diesen in Fragen der Bioethik nicht einfach wie jeder andere Abgeordnete, der davon nicht genug versteht, bei der dafür eigens eingerichteten Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Deutschen Bundestages abholen wollte, kostet der vom Kanzler ins Leben gerufene Nationale Ethikrat den deutschen Steuerzahler 2,14 Millionen Euro pro Jahr.
Immerhin können sich die, denen noch etwas zum Versteuern bleibt, inzwischen selbst ein hinreichendes Bild davon machen, was dem Kanzler für ihr Geld geboten wird.
DIE TAGESPOST vom 16.09.2004
Größtes Therapie-Potential wird von embryonalen Stammzellen erwartet
Forscher hoffen, daß durch Klonen gewonnene Stammzellen nicht abgestoßen werden
Stammzellen - daran knüpfen sich die Hoffnungen vieler Wissenschaftler wie Patienten. Seit südkoreanische Forscher Anfang des Jahres belegt haben, daß sich auch menschliche embryonale Stammzellen mit Hilfe des Klonens gewinnen lassen, erhofft man sich gerade von solchen Zellen das größte therapeutische Potential.
Ärzte Zeitung, 16.09.2004
Belgien zählt rund 260 Fälle von aktiver Sterbehilfe
BRÜSSEL. Erstmals seit der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Belgien vor rund zwei Jahren hat eine staatliche Kommission Zahlen vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.09.04
Deutsche Hospiz Stiftung: Belgische Zahlen über Euthanasie sind erschreckend
Dortmund. Mit Bestürzung reagiert die Deutsche Hospiz Stiftung auf die erstmalige Veröffentlichung einer Euthanasie-Studie aus Belgien.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 16.09.04
Bioethikerin: Niederländische Euthanasie-Praxis erinnert an Nazi-Zeit
Sterbehilfe kann in den Niederlanden auch an Kindern und Neugeborenen geleistet werden. Kritik übt die italienische Professorin Claudia Navarini.
KATH.NET 16.09.04
Vereinbarung des Fallpauschalensystems für das Jahr 2005 durch die Selbstverwaltung ist zu begrüßen
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Spitzenverbände der Krankenkassen und der Verband der privaten Krankenversicherung haben sich heute über wesent-liche Einzelheiten der Vergütung von Krankenhausleistungen durch Fallpauschalen im Jahr 2005 geeinigt. Nach Ersatzvornahmen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung in den Jahren 2002 und 2003 ist den Selbstverwaltungspartnern erstmals eine eigenständige Lösung gelungen.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 16.09.04
Es grünt so grün
Das neue Gentechnikgesetz soll die Koexistenz von Ökologie und Biotechnik sichern - es wird das Gegenteil bewirken
Von Hans Schuh unnd Andreas Sentker
DIE ZEIT 16.09.2004 Nr.39
»Billige Stimmungsmache«
Verbraucherschutzministerin Renate Künast wehrt sich gegen die Kritik am neuen Gentechnikgesetz. Die verbissene Debatte werde der Forschung in Deutschland schaden. Ein Gespräch
DIE ZEIT 16.09.2004 Nr.39
Fussnoten
Als unlängst in der "taz" beklagt wurde, in der deutschen Presse herrsche derzeit eine verdächtige Einigkeit, wurde die Bioethik übersehen. Hier gibt es den schönsten Meinungsstreit, so auch über die mehrstimmige Empfehlung des Nationalen Ethikrates, das Verbot des therapeutischen Klonens vorläufig beizubehalten.
DIE WELT 15.09.04
Ethikrat
Kommentar von Guido Heinen
Der Nationale Ethikrat hat gesprochen. Bemerkenswert daran ist, dass er es nicht im Sinne seiner Auftraggeberin tat, der Bundesregierung, sondern sich ein Stück emanzipierte.
DIE WELT 14.09.04
Info-Broschüre "Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin"
Mit ihrer aktuellen Broschüre informiert die Enquete-Kommission
über die Zusammensetzung des Gremiums, über die Funktions-
und Arbeitsweise der Kommission sowie über die thematischen
Schwerpunkte, die ihre inhaltliche Arbeit bestimmen.
Die Broschüre ist als Download im PDF-Format (siehe link) erhältlich.
Als Papierversion kann sie in Einzelexemplaren auch über das Kommissionssekretariat
bestellt werden: per E-Mail enquete.medizin@bundestag.de oder per FAX (030)227-36433.
Entschließung des Bundesrates gegen den Einsatz von Forschungsgeldern für
Vorhaben mit embryonalen Stammzellen im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU
Antrag des Freistaates Bayern
Bundesrat Drucksache 473/03 08.07.03
Bedarfsgerechtigkeit im Gesundheitssystem? "Konkordanter Bedarf" als unverzichtbare Voraussetzung. Die Rolle des Arzt-Patient-Dialogs.
Von Linus S. Geisler
Online-Version des Referates anlässlich der Veranstaltung: "Bedarfsgerechtigkeit im Gesundheitssystem? Zur Lage chronisch kranker und behinderter Menschen nach der Gesundheitsreform" - Gemeinsame Tagung von "Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft" (IMEW) und "Katholische Akademie". Berlin, 7. September 2004.
Frühgeburt an der Grenze der Lebensfähigkeit des Kindes
Gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin,
Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin und Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
Diese Empfehlung wendet sich an Ärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern und andere Berufsgruppen, die während der Geburt oder bei der Behandlung und Betreuung von sehr unreifen Frühgeborenen mitwirken. Sie richtet sich auch an die betroffenen Eltern und ist zu verstehen als Hilfe, ethisch und rechtlich begründete Entscheidungen zu treffen (1-3).
26. Februar 1999
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