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Presse

Pressespiegel 01.-15. September 2004

Anzahl: 93 Artikel, Stand 20.09.04

15. September

"Aus wissenschaftlicher Sicht ist therapeutisches Klonen ein Irrweg"
Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft warnt vor übertriebenen Erwartungen
BERLIN (hak). Gegen therapeutisches Klonen hat sich der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, ausgesprochen. "Aus wissenschaftlicher Sicht halte ich therapeutisches Klonen für einen Irrweg", sagte Winnacker der "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 15.09.2004

Ein Baukasten der Beliebigkeit
Von Hanno Kautz
Der Ethikrat hat Jein gesagt zum therapeutischen Klonen. Eigentlich ist die Mehrheit des Kanzler-Gremiums zwar dafür. Aber weil diese Meinung in der Öffentlichkeit nicht salonfähig ist, soll sie hinter einem Moratorium verborgen bleiben.
Ärzte Zeitung, 15.09.2004

Damm- oder Durchbruch?
Die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum Klonen
Von Andreas Jahn
Nun liegt sie also vor: die fünfte Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zu einem heftig umstrittenen Thema der Lebenswissenschaften. Nach Stammzellen, PID, Biobanken und Polkörperdiagnostik hat er sich an das wohl heißeste Eisen gewagt: Darf ein Mensch geklont werden?
Spektrumdirekt 15.09.04

Müller: Embryonenschutz darf nicht aufgeweicht werden
Die heutige Empfehlung des Nationalen Ethikrates, das Klonen von Menschen zu Forschungszwecken in Deutschland gegenwärtig nicht zuzulassen, ist nach den Worten von Bayerns Verbraucherschutzstaatssekretärin Emilia Müller nicht ausreichend für einen dauerhaften Lebensschutz. Mit einer Bundesratsinitiative verfolgt Bayern das Ziel eines umfassenden Lebensschutzes auch auf internationaler Ebene.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz BAy StMUGV 13.09.04

Empfehlungen des Ethikrates zum Klonen - gesetzliche Regelungen sind ausreichend und angemessen
Zu den heute vorgestellten Empfehlungen des nationalen Ethikrates zum Klonen zu Fortpflanzungszwecken und zu biomedizinischen Forschungszwecken erklaeren die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Nicolette Kressl und der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Joerg Tauss:
Wir begruessen die Empfehlungen des nationalen Ethikrates, das Forschungsklonen in Deutschland gegenwaertig nicht zuzulassen.
PRESSEMITTEILUNG Nicolette Kressl und Joerg Tauss, MdB SPD

Die Gesundheitsreform hat den Zugang zur Medizin erschwert
Patientenverbände fordern eine Korrektur der Überforderungsklausel
BERLIN (HL). Patienten- und Verbraucherverbände haben dringend eine Korrektur der Zuzahlungsregelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert.
Ärzte Zeitung, 15.09.2004
 


14. September

Ethikrat gegen Klonen für die Medizin
Berlin - Der Nationale Ethikrat hat sich am Montag dafür ausgesprochen, das therapeutische Klonen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erlauben.
TAGESSPIEGEL 14.09.04

Im Zweifel für die doppelte Moral
Der Nationale Ethikrat will therapeutisches Klonen weder erlauben noch verbieten
Von Harald Martenstein
Eine Gesellschaft, in der sich die Frage nach richtig und falsch, moralisch und unmoralisch nicht mehr von selbst beantwortet, muss sich wohl ein so sonderbares Gremium wie einen „Nationalen Ethikrat" leisten.
TAGESSPIEGEL 14.09.04

Moratorium für Forschungsklone
Der Nationale Ethikrat spricht sich in seiner Stellungnahme überraschend gegen eine Zulassung des Forschungsklonens aus - vorerst. Bei neuen Erkenntnissen soll wieder diskutiert werden. Die Erzeugung von geklonten Babys soll verboten bleiben
Von Wolfgang Löhr
TAZ 14.09.04

Ein Gremium sorgt sich um sich selbst
Klonverbot des Ethikrates: Weder glaubwürdig noch prinizipienfest
Wahrscheinlich brauchten sie die Sommerpause. Wie sonst ist es zu erklären, dass der Nationale Ethikrat erst gestern zu der gemeinsamen Stellungnahme zum Klonen kam, die ursprünglich für Ende August geplant war?
TAZ 14.09.04

Plädoyer für weltweites Klon-Verbot
Nationaler Ethikrat veröffentlicht neues Votum kurz vor der Konferenz der Vereinten Nationen
von Claudia Ehrenstein
DIE WELT 14.09.04

Drei Positionen, eine Empfehlung
Anne Brüning
Fast 15 Monate haben sich die Beratungen hingezogen, am gestrigen Montag wurde das Ergebnis auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt gegeben: Die Mitglieder des Nationalen Ethikrats empfehlen einmütig, das so genannte Forschungsklonen gegenwärtig nicht zuzulassen.
BERLINER ZEITUNG 14.09.04

Die Geister, die sie riefen
Kommentar Lilo Berg
Der Berg kreißt und gebiert eine Maus: Diesen Eindruck kann man von der Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum Forschungsklonen haben.
BERLINER ZEITUNG 14.09.04

Ethikrat präsentiert drei Varianten des Jeins zum Forschungsklonen
Beratergremium legt Bericht vor / "Forschungsklonen gegenwärtig nicht zulassen"
BERLIN (hak). Als Material für die Gespräche, die die Vereinten Nationen heute über ein Klonverbot führen, will der Ethikrat seine Empfehlung verstanden wissen.
Ärzte Zeitung, 14.09.2004

Bei kleinen Follikeln ist IvF meist weniger erfolgreich
Auch das Körpergewicht beeinflußt den Therapieerfolg
BERLIN (gvg). Welche Hormondosis Frauen bei einer reproduktionsmedizinischen Behandlung erhalten sollten, dafür gibt es bisher noch keine strengen Regeln. Reproduktionsmediziner bemühen sich deswegen, Patientenmerkmale herauszuarbeiten, um die Erfolgsaussichten einer Behandlung vorherzusagen und so die nötige Hormondosis besser abschätzen zu können.
Ärzte Zeitung, 14.09.2004
 


13. September

Nationaler Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Klonen
Nach mehr als einjährigen intensiven Beratungen legt der Nationale Ethikrat am heutigen Montag seine Stellungnahme "Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken" vor.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 13.09.04

PDF Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken
70 Seiten, Stellungnahme des Nationalen Ethikrates, veröffentlicht 13.09.04

Ethikrat erteilt therapeutischem Klonen vorerst eine Absage
Der Nationale Ethikrat hat sich gegen das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken ausgesprochen. Doch in dem Gremium gibt es drei unterschiedliche Positionen.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 13.09.2004

"Politischer Kompromiss": Ethikrat befürwortet totales Klonverbot
Das Klonen von Embryos zu Therapiezwecken soll nach Ansicht des Nationalen Ethikrats bis auf Weiteres verboten bleiben. Fast die Hälfte das Ratsmitglieder waren allerdings anderer Meinung - und relativierten das Votum des Gremiums schon bei seiner Veröffentlichung.
SPIEGEL ONLINE - 13.09.04

Ethikrat „gegenwärtig“ gegen Klonen menschlicher Embryonen
Die Empfehlung ist ein Kompromiss. Fast die Hälfte der Kommissionsmitglieder findet therapeutisches Klonen weiter „prinzipiell vertretbar“
DIE WELT 13.09.04

Berater empfehlen Klonverbot
Nationaler Ethikrat bezieht Stellung zum Klonen
Der Nationale Ethikrat legte heute in Berlin offiziell seine Stellungnahme zur Produktion biologischer Kopien - dem Klonen - vor.
DEUTSCHLANDFUNK 13.9.2004

Stellungnahme des Nationalen Ethikrats zum Klonen
Bulmahn: "Moratorium ist dem jetzigen Stand der Forschung angemessen"
Der Nationale Ethikrat hat am Montag in Berlin seine Stellungnahme zum Klonen veröffentlicht. Hierzu erklärte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn:
"Mit dem Votum für eine gegenwärtige Beibehaltung des bestehenden Verbots des Klonens zu Zwecken biomedizinischer Forschung und damit für ein Moratorium wird ein für den gegenwärtigen Stand der Forschung angemessener Vorschlag gemacht.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 13.09.04

Klonen ist ein Irrweg
Erklärung des Vorsitzenden der DBK, Kardinal Karl Lehmann, und des Vorsitzenden des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber
Der Nationale Ethikrat hat am 13. September 2004 die Stellungnahme „Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken“ veröffentlicht.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG EKD und DBK 13.09.04

Signal gegen therapeutisches Klonen ist richtig - Gegen jegliche Form des Klonens
Anlässlich der Veröffentlichung der Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum Klonen erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:
Die Empfehlung des Nationalen Ethikrates, das therapeutische Klonen in Deutschland gegenwärtig nicht zuzulassen ist ein gutes Signal für den Schutz des Lebens.
PRESSEMITTEILUNG Maria Eichhorn, MdB CDU, 13.09.04

Kein Klonverbot auf Zeit - Ethikrat schafft weitere Konfusion
Zur heutigen Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zum 'Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken' erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB:
Die Empfehlung des Ethikrates, das Forschungsklonen gegenwärtig nicht zuzulassen, lässt hoffen, dass pünktlich zu Beginn der Klonverbotsverhandlungen bei den Vereinten Nationen auch beim Ethikrat allmählich Besinnung eintritt.
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. Maria Böhmer, MdB CDU, 13.09.04

Empfehlung des Nationalen Ethikrats relativiert Klonverbot wegen zeitlicher Einschränkung
Simitis mißachtet Gründe die gegen das Klonen sprechen
Zu der heutigen Stellungnahme des nationalen Ethikrates erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Der Nationale Ethikrat hat sich in der heute veröffentlichten Stellungnahme für ein weltweites Verbot des reproduktiven Klonens ausgesprochen. Er empfiehlt zudem, das Klonen zu Forschungszwecken 'gegenwärtig' in Deutschland nicht zuzulassen.
Damit relativiert er die Bedeutung des Klonverbotes und seine Empfehlung enthält einen Türöffner für das Klonen zu Forschungszwecken.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel. MdB CDU. 13.09.04

Ethikrat empfiehlt ein 'Noch nicht' zum Klonen
BERLIN. Zur heutigen Pressekonferenz des Nationalen Ethikrates zum Klonverbot erklärt die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Ulrike Flach: Der Nationale Ethikrat hat drei verschiedene Positionen vorgestellt und sich lediglich auf einen vorläufigen Konsens geeinigt.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB FDP, 13.09.04

"Daraus kann ein Spiel ohne Grenzen werden"
Hoppe kritisiert Forderungen zur Stammzellforschung
BERLIN (hak). Auf Kritik der Ärzteschaft und vieler Bundestagsabgeordneten ist die Forderung von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement gestoßen, der Stammzellforschung keine Grenzen zu setzen.
Ärzte Zeitung, 13.09.2004

"Der Gesundheitspolitik mangelt es am Sinn für Innovationen"
Forschungsstaatssekretär Catenhusen kritisiert mangelnde Kooperation der Ressorts
BERLIN (HL). In Deutschland mangelt es an einer gezielten und strategischen Förderung der Biotechnik. Und die Ressorts Gesundheit, Wirtschaft und Forschung haben bislang nicht zu einer gemeinsamen Politikstrategie gefunden, die Innovationen förderlich ist.
Ärzte Zeitung, 13.09.2004

Ulla Schmidt: "Mehr Zeit für pflegebedürftige Menschen durch Computertechnologie" - AOK Baden-Württemberg präsentiert erfolgreiches Modellprojekt
Pflegekräfte können durch den Einsatz moderner Spracherkennungstechnik bei der Dokumentation 20 Prozent des Zeitaufwandes sparen und haben so mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen. Das ist das Ergebnis eines Modellversuches der AOK Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit IBM und fünf Pflegeheimen, das heute im Bundesgesundheitsministerium in Berlin vorgestellt wurde.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 13.09.04
 


12. September

Ethikrat bezieht Stellung zum Thema Klonen
Der Nationale Ethikrat will noch in diesem Monat Stellungnahmen zu zwei äußerst umstrittenen Themen vorlegen. Einerseits soll die Frage des Klonens menschlicher Embryone zu Forschungszwecken erläutert werden, anderseits das Thema Biopatente.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 12.09.04

Ethikrat weiter uneins über therapeutisches Klonen
München (AFP) - Therapeutisches Klonen soll nach Auffassung des Nationalen Ethikrats in Deutschland weiterhin weit gehend verboten bleiben.
YAHOO NEWS 12.09.04

Ethikrat legt Stellungnahme zum Klonen vor
Berlin (dpa) - Nach wochenlangem Ringen legt der Nationale Ethikrat an diesem Montag seine Stellungnahme zur Frage des Klonens menschlicher Embryone zu Forschungszwecken vor.
WEB.DE 12.09.04

Pflegefall Altenpflege
Wo bleibt der Mensch im überlasteten System? Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst. Doch die Pflegeversicherung gerät durch akuten Geldmangel in die Krise. Eine Reform ist nötig
WELT am SONNTAG 12.09.04
 


11. September

Initiative für Stammzellenforschung
Clements Vorstoß zur Gesetzesliberalisierung sorgt für neue Kontroverse
von Joachim Peter
Berlin - Nach dem Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), die Stammzellenforschung in Deutschland unbegrenzt zuzulassen, ist unter den Parlamentariern des Bundestages eine Debatte entfacht.
DIE WELT 11.09.04

Innovative Stammzellforschung?
kgm
Jetzt hat sich auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement in die Stammzell-Debatte eingebracht und eine unbegrenzte Zulassung der Forschung in Deutschland gefordert.
DIE TAGESPOST vom 11.09.2004

Immer mehr Brustkrebs bei Männern
Experten vermuten Hormonstörungen und genetische Disposition als Ursache
von Ulla Bettge
DIE WELT 11.09.04
 


10. September

Patientenverfügungen: Enge Grenzen
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Als konservativ ist die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Deutschen Bundestages längst bekannt. Sowohl bei den Debatten um die Stammzellforschung als auch um die Präimplantationsdiagnostik hatte sie sich fachlich fundiert gegen Liberalisierungen ausgesprochen. Beim jüngsten Thema „Patientenverfügungen“ erscheinen die Grenzen, die sie setzen will, sehr eng.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 37 vom 10.09.2004, Seite A-2417

Beteiligung an klinischen Studien: Vorurteile auch bei Ärzten
Rieser, Sabine
Frauen mit Brustkrebs wissen zu wenig über klinische Studien und sind selten bereit, sich daran zu beteiligen. Dabei klaffen vorhandene Meinungen und die Erfahrungen in praktischen Studien stellenweise stark auseinander.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 37 vom 10.09.2004, Seite A-2433

Klinische Tests sollen nicht geheim bleiben
Fachmagazine wollen unangemeldete Studien nicht veröffentlichen
London (pte, 10. Sep 2004 09:15) - In einem gemeinsamen Editorial haben elf führende medizinische Zeitschriften gefordert, dass klinische Tests vor Beginn registriert werden müssen, damit unerwünschte oder unklare Ergebnisse nicht verborgen werden können.
PRESSETEXT.AUSTRIA 10.09.04

VFA macht sich für Registrierung klinischer Studien stark
Berlin (VFA). "Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller tritt dafür ein, dass künftig alle Arzneimittelstudien, die mit Patienten durchgeführt werden, öffentlich registriert und ihre Ergebnisse nach der Zulassung des Medikaments publiziert werden", erklärte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), heute in Berlin.
PRESSEMITTEILUNG Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA 10.09.2004

Schnappauf: Schrankenlose Freigabe der Stammzellenforschung nicht akzeptabel
Eine unbegrenzte Zulassung der Forschung mit embryonalen Stammzellen würde nach den Worten von Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf einen katastrophalen Dammbruch für den Lebensschutz in Deutschland bedeuten.
PRESSEMITTEILUNG 10.09.2004 - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt (StMUGV)

Berliner Ärztekammer verklagt den Senat
Hintergrund ist die Änderung des Arzneimittelrechts / Das Land versucht, Haftungsrisiken auf Ärzte abzuwälzen
BERLIN (ami/HL). Von der ehrenamtlichen Beratungsorganisation für Ärzte zur Prüfeinrichtung mit Behördencharakter - den Ethikkommissionen der Landesärztekammern wächst im Zuge einer Novelle des Arzneimittelgesetzes eine neue Funktion zu. Die Bundesärztekammer hat diese Verantwortung lange eingefordert. Doch nun wehrt sich die Ärztekammer Berlin dagegen.
Ärzte Zeitung, 10.09.2004
 


09. September

Ethikkommission: Berliner Kammer zieht vor Gericht
BERLIN. Die Ärztekammer Berlin wehrt sich gegen eine erhebliche Umgestaltung ihrer Ethikkommission. Dazu will sie das Land Berlin als Folge der jüngsten Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) verpflichten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.09.04

Ärztekammer verklagt das Land Berlin
Ärzte wehren sich gegen Senatsanordnung. Sie wollen nicht zum Handlanger der Pharmaindustrie gemacht werden
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wehrt sich die Ärztekammer Berlin auf dem Klageweg gegen die Übernahme einer staatlich verordneten Aufgabe. Das Land Berlin hätte eigentlich für die EU-konforme ethische Prüfung von Arzneimittelstudien am Menschen eine eigene Behörde schaffen müssen. Doch weil ihm das zu teuer scheint, drückt es die hoheitliche Aufgabe einem ehrenamtlichen, kollegialen Beratungsgremium der Kammer auf.
PRESSEMITTEILUNG Ärztekammer Berlin 09.09.04

Zeitschriften fordern Registrierung von Medikamentenstudien
NEW YORK. Wenige Tage vor einer Anhörung der Zulassungsbehörde FDA haben eine Reihe von Fachzeitschriften bekannt gegeben, dass sie in Zukunft Ergebnisse von Medikamentenstudien nur noch veröffentlichen wollen, wenn diese vor dem Beginn öffentlich registriert wurden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.09.04

Ethikrat ist bei Klonen gespalten
In der Frage des Klonens wird es nach Informationen der Netzeitung drei unterschiedliche Voten durch den Ethikrat geben.
NETZEITUNG.DE 09.09.04

Neue Datenbanken beim DIMDI zu HTA und Medizin
Das Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat sein Informationsangebot weiter ausgebaut: Mit der "Economic Evaluation Database" komplettiert das Institut sein Angebot an Datenbanken des britischen National Health Service (NHS) mit Informationen zur Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien (HTA). Mit den neuen medizinischen Verlagsdatenbanken von Lippincott, Williams & Wilkins und dem Deutschen Ärzteblatt bietet das DIMDI darüber hinaus jetzt online Volltexte aus rund 1.200 medizinischen Fachzeitschriftentiteln an. Neu im Angebot ist auch die Literaturdatenbank CCMed.
PRESSEMITTEILUNG Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) 08.09.2004

Erster Genchip für die klinische Anwendung
BERLIN (gvg). Das Unternehmen Hoffmann-La Roche hat vor kurzem die CE-Zertifizierung für einen Genchip erhalten, mit dem Ärzte herausfinden können, welche Enzymtypen aus dem Cytochrom-P450-System bei einem Patienten vorliegen. Damit soll künftig eine individuellere Arzneimitteldosierung möglich werden.
Ärzte Zeitung, 09.09.2004

Kommt der Patentpool für Gene?
Zeitgleich mit der Erteilung der CE-Zertifizierung für ihre AmpliChip-Technik hat jetzt das US-Unternehmen Affymetrix erneut Forderungen nach der Einrichtung eines Genpools bekräftigt.
Ärzte Zeitung, 09.09.2004

Sozialministerin: Höhere Steuern für bessere Pflege
FLENSBURG (di). Schleswig-Holsteins Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht (SPD) fordert mehr Geld für die Pflege - notfalls über höhere Steuern und Beitragserhöhungen.
Ärzte Zeitung, 09.09.2004

Wissen um Alzheimer verbreiten
Parlamentarische Staatssekretärin Riemann-Hanewinckel beim 4. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Lübeck
1,2 Millionen der über 65-Jährigen in Deutschland leiden an einer Demenz, die meisten an Alzheimer. In den kommenden Jahren wird mit der Zahl der Hochaltrigen die Zahl der Altersdementen deutlich ansteigen. Schätzungen gehen von 1,7 Millionen Erkrankten im Jahr 2010 aus. Doch wird über diese Erkrankung selten öffentlich gesprochen, und bestehende Hilfsangebote sind zu wenig bekannt.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 09.09.04
 


08. September

Der geklonte Zucker
Er darf Embryonen herstellen, als Erster in Europa. Gelernt hat Miodrag Stojkovic das in Deutschland. Sein Ziel: Diabetes heilen
Von Matthias Thibaut, Newcastle
TAGESSPIEGEL 08.09.04

Studie von Klon-Experte Zavos abgelehnt
LONDON. In der letzten Woche behauptete der umstrittene Klon-Forscher Panayiotis Zavos vom “Kentucky Center for Reproductive Medicine” in Lexington auf einer Pressekonferenz, er habe Embryonen aus dem Gewebe eines toten Kindes kreiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.09.04

Ethikrat zerstritten - Ist ein Klon Leben?
Kanzlergremium in drei Lager geteilt / Minderheitenvotum wahrscheinlich / Ethikrat unter Zugzwang
BERLIN (hak). Wenigstens drei verschiedene Voten zum therapeutischen Klonen wird der von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzte Nationale Ethikrat heute in einer Sondersitzung abgeben. Das erklärten Ratsmitglieder der "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 08.09.2004

Zentrale Ethikkommission neu konstituiert
In Berlin hat sich gestern die Zentrale Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission) bei der Bundesärztekammer zu ihrer vierten Amtsperiode konstituiert.
PRESSEMITTEILUNG Zentrale Ethikkommission 08.09.2004

Biotech-Branche sieht Licht am Ende des Tunnels
Branchenverband: "Zeichen stehen auf solidere Entwicklung" / Markt für Biopharmazeutika wächst schnell
FRANKFURT (eb). Nach zwei schwierigen Jahren mehren sich 2004 Signale für eine wirtschaftliche Trendwende in der deutschen Biotech-Branche.
Ärzte Zeitung, 08.09.2004
 


07. September

Ist Allah für das Klonen?
Von Christoph Scholz
Noch haben viele islamische Theologen nicht über ihre Position zum therapeutischen Klonen entschieden.Für Muslime beginnt das Leben erst einige Monate nach der Befruchtung und auch der Koran legt verschiedene Auslegungen nahe. Eindrücke von der Tagung „Bioethik im christlich-islamischen Dialog“ der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.
DIE TAGESPOST vom 07.09.2004

Katholische Ärzte kritisieren Sterbehilfe an holländischen Kindern
Euthanasie ohne Einwilligung des Betroffenen: In Situationen, in denen die moderne Paliativmedizin angewendet werden könnte, wird eine „Todeslösung“ bevorzugt.
KATH.NET 07.09.04

32 600 Schwangerschaftsabbrüche im zweiten Quartal 2004
Wiesbaden – Im zweiten Quartal 2004 wurden in Deutschland rund 32 600 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet und damit etwa 400 (+ 1,3%) mehr als im zweiten Quartal 2003 (32 200).
PRESSEMITTEILUNG Statitisches Bundesamt 07.09.04

Einzigartige Kommunikationsplattform für die Forschung entsteht
BMBF fördert Pilotanwendung im Bereich des Wissensmanagements mit rund 6,1 Millionen Euro
PRESSEMITTEILUNG BMBF 07.09.04
 


06. September

Stammzellenforscher: Deutschland hinkt hinterher
Jürgen Hescheler fordert Lockerung des Klonverbots
Sein Herz schlägt für die Stammzellen, und für seine Forschung arbeitet er 16 Stunden am Tag. Der international renommierte Kölner Stammzellenforscher Prof. Jürgen Hescheler hat jüngst einen Durchbruch mit menschlichen embryonalen Stammzellen geschafft - und weiß nun nicht, wohin mit seinem Erfolg.
ZDF heute 06.09.04

Die dünne Kapitaldecke nimmt der Biotech-Branche die Luft
BERLIN (HL). Der hochinnovativen Biotech-Branche in Deutschland könnte die Luft ausgehen, wenn sie nicht ausreichend frisches Kapital zugeführt bekommt, um vielversprechende Projekte bis zur Phase II der klinischen Forschung zu entwickeln.
Ärzte Zeitung, 06.09.2004

Einsatz für Zusatzjobs im sozialen Sektor - Bundesministerinnen Ulla Schmidt und Renate Schmidt heben gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden Chance für Arbeitsuchende und soziale Dienste hervor
Ziel von Politik und Gesellschaft ist es, möglichst viele Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit den Reformen am Arbeitsmarkt werden deutliche Impulse für mehr Beschäftigung gesetzt. Eine gemeinsame Anstrengung aller gesellschaftlichen Kräfte ist notwendig. Zusatzjobs bieten dabei eine Chance sowohl für die Arbeitsuchenden als auch für die sozialen Dienste. Über Rahmenbedingungen, Kriterien, Einsatzfelder und Zielgruppen für solche Zusatzjobs haben sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, und die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt, heute mit den Präsidenten und Vorsitzenden der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege ausgetauscht.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 06.09.04
Anm.: Ob diese Zusatzjobs z.B. in der Pflege die dortigen Probleme lösen, oder ob hier nicht Probleme später auf die 1-Euro-Jobs abgewälzt werden, ist fraglich...

Aus für Verfahren zur Bemessung von Pflegezeit
Weil kanadische Lizenzgeber immer neue Forderungen stellen, wird Einführung von Plaisir in Deutschland gekippt
BERLIN/KIEL (di). Das Pflegezeitbemessungsverfahren Plaisir wird nach gescheiterten Verhandlungen mit den kanadischen Lizenzgebern in Deutschland nicht eingeführt. Damit drohen Pflegeanbietern und -kassen nun schwierige Verhandlungen.
Ärzte Zeitung, 06.09.2004

Koalition will diagnoseorientiertes Fallpauschalensystem weiterentwickeln
Gesundheit und Soziale Sicherung/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/VOM) SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen das diagnoseorientierte DRG-Fallpauschalensystem (Diagnosis Related Groups) für Krankenhäuser weiterentwickeln. Dazu haben sie den Entwurf eines zweiten Fallpauschalenänderungsgesetzes (15/3672) vorgelegt. Zur Begründung heißt es, die sachgerechte Abbildung der Krankenhausleistungen durch das DRG-Fallpauschalensystem sei in Teilbereichen noch verbesserungsbedürftig, etwa in der Intensivmedizin.
HIB 207/2004 06.09.2004
 


04. September

Xenotransplantation - Tierische Ersatzteillager
Können tierische Organe menschliches Leben retten?
Spenderorgane sind Mangelware. Ein Weg aus dem Organmangel könnte die Xenotransplantation sein, bei der tierische Organe in den Menschen verpflanzt werden. Das Überspringen der Artgrenze birgt aber einige Schwierigkeiten. Die erste Hürde ist jedoch inzwischen überwunden - werden bald Schweineherzen in der Menschbrust schlagen?
SPEKTRUM DIREKT 04.09.04
 


03. September

Sterbehilfe, Euthanasie und Sterbebegleitung: Eine steigende Dunkelziffer
Klinkhammer, Gisela
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2360

Dossier "Deutsches Ärzteblatt" zur Sterbehilfe
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.

Gentherapie zur Behandlung von Parkinson
Versuch verläuft bislang ohne Komplikationen
Auckland (pte, 03. Sep 2004 12:00) - Zum ersten Mal ist ein Patient zur Behandlung der Parkinson-Krankheit einer Gen-Therapie unterzogen worden.
PRESSETEXT.AUSTRIA 03.09.04

Haarige Stammzelltherapie
Die vielseitigen Zellen aus der Haut lassen bei Mäusen neues Fell sprießen
Eine Therapie mit Stammzellen kann nackten Mäusen wieder zu einem Haarkleid verhelfen. Das haben amerikanische Wissenschaftler gezeigt. Die
WISSENSCHAFT.DE 03.09.04

Uni DuE: Symposium zur Lebendorganspende - Transplantations-Experten in Essen
Mit dem "International Symposium on Living Donor Organ Transplantation" findet derzeit (2. und 3. September) in Essen eine der renommiertesten Fachtagungen zum Thema Lebendorganspende statt.
PRESSEMITTEILUNG Universität Duisburg-Essen 03.09.04 IDW

Ethik der Heilberufe: Brücke zwischen Qualität und Ökonomie
Wehkamp, Karl-Heinz
Ethik-Kodes können Ärzten und Pflegenden helfen, die Balance zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit zu finden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2374

Irland: Regierung untersucht Vorwürfe gegen Pädiater
DUBLIN. Das irische Gesundheitsministerium hat eine offizielle Untersuchung von Vorwürfen angekündigt, nach denen irische Pädiater in den 60er-Jahren Dutzenden von Kindern widerrechtlich Vakzinen verabreicht hätten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.09.04

Niederlande setzen Portugal wegen Abtreibungsschiff unter Druck
Auf dem Schiff wird die Abtreibungspille RU-486 ausgegeben, was gegen portugiesische Gesetze verstößt.
Lissabon (www.kath.net / LifeSiteNews / LifeNews) Das niederländische Abtreibungsschiff sorgt für politische Verstimmungen zwischen Portugal und den Niederlanden.
KATH.NET 03.09.04
 


02. September

Kein Türöffner für Sterbehilfe
Enquete-Kommission verabschiedet Zwischenbericht zu Patientenverfügungen
Von Karl-Georg Michel
Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Im Ernstfall kann das gravierende, sogar tödliche Folgen haben. Beispiel dafür ist die gesetzliche Regelung der so genannten Patientenverfügung.
DIE TAGESPOST vom 02.09.2004

Union und Grüne kritisieren Pflegereform-Plan
Union fordert Kinder-Bonus / Grüne fürchten Gerechtigkeitsdebatte / Pflege-Monitor spricht für umfassende Reform
BERLIN (hak). Union und Grüne haben den Vorschlag von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt zur Pflegereform kritisiert.
Ärzte Zeitung, 02.09.2004

Ulla Schmidt zieht positive Zwischenbilanz der Gesundheitsreform - Krankenkassen mit Überschuss von fast zweieinhalb Mrd. Euro
Anlässlich der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen der gesetzlichen Krankenkassen zieht Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, eine positive Zwischenbilanz der Gesundheitsreform: „Der Reformzug hat Fahrt aufgenommen. Der Qualitätswettbewerb im Gesundheitswesen ist in Gang gekommen. Zudem haben wir das Gesundheitssystem finanziell nachhaltig entlastet.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 02.09.04

Forscher an der Charité entwickeln Impfstoff gegen Leukämie
Berliner Wissenschaftlern der Uniklinik Charité ist es erstmals gelungen, einen Impfstoff gegen die tödliche Blutkrankheit Leukämie zu entwickeln.
BERLINER MORGENPOST 02.09.04

Frauen mit Spenderniere haben oft Frühgeburten
Transplantatfunktion wird durch Schwangerschaft nicht gefährdet / Tips für unkomplizierte Schwangerschaftsverläufe
MÜNCHEN (bib). Etwa jede zehnte Patientin mit Spenderniere ist im gebärfähigen Alter, eine von 50 solcher Frauen wird schwanger. Die Transplantatfunktion wird durch die Gravidität an sich nicht gefährdet. Es ist aber vermehrt mit komplizierten Schwangerschaftsverläufen zu rechnen, etwa mit Infektionen, Präeklampsie oder Frühgeburt.
Ärzte Zeitung, 02.09.2004

China: Zwangsabtreibung, um Frau hinrichten zu können
Die Frau war mit 1,6 Kilogramm Heroin festgenommen worden. Ihr Kind wurde abgetrieben, weil Schwangere nicht zum Tod verurteilt werden dürfen.
KATH.NET 02.09.04
 


01. September

Forscher will totes Mädchen geklont haben
Der umstrittene Klon-Forscher Zavos behauptet, Embryos aus dem Gewebe eines toten Kindes erzeugt zu haben. Damit macht er das bei einem Verkehrsunfall gestorbene Mädchen zwar nicht wieder lebendig. Doch sollten seine Angaben stimmen, könnte die Mutter theoretisch den Klon ihrer toten Tochter austragen.
SPIEGEL ONLINE - 01.09.2004

Forscher kämpfen für therapeutisches Klonen
68 Wissenschaftsakademien fordern UNO auf, das Klonen von Embryonen für medizinische Zwecke zuzulassen
von Wolfgang W. Merkel
Triest/London - Eigentlich stand die UN-Vollversammlung bereits vor einem knappen Jahr vor der Frage: Sollen alle Formen des Klonens von menschlichem Leben geächtet werden? Oder soll das "Herstellen" weniger Tage alter Embryonen für Forschungs- und Therapiezwecke möglich sein?
DIE WELT 01.09.04

Tugend forscht
Die Stimmen für eine Zulassung des therapeutischen Klonens mehren sich. Vor allem im so genannten Ethikrat. von guido sprügel
In der Biotechnologie gilt nichts für immer und ewig. Im Gegenteil, die Halbwertszeit ethischer Grundannahmen scheint sich zu verkürzen.
JUNGLE WORLD Nr. 37, 01.09.04

Patientenwille soll nicht immer befolgt werden
BERLIN (hak). Für eine Beschränkung der Gültigkeit von Patientenverfügungen auf tödlich verlaufende Krankheiten hat sich die Mehrheit der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

Strenge Maßstäbe für Patientenverfügungen
Enquete-Kommission will Reichweite von Patientenverfügungen auf irreversibel tödliche Krankheitsfälle beschränken
BERLIN (hak). Das Mehrheitsvotum der Enquete, die Gültigkeit von Patientenverfügungen auf Fälle irreversibler und tödlich verlaufender Erkrankungen zu beschränken, fällt weit zurück hinter die Forderungen der Ärzteschaft und der vom Justizministerium eingesetzten Kommission unter Leitung des ehemaligen Bundesrichters Klaus Kutzer.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

Kauch: Ethik-Enquete-Kommission lässt Zwangsbehandlungen zu
Am Montag wurde der Zwischenbericht "Patientenverfügungen" in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" verabschiedet. Der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Kommission, Michael Kauch, kritisiert, dass damit Patientenverfügungen nicht gestärkt würden.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 31.08.04

2,5 Millionen Euro jährlich für Pflegeoffensive in Schleswig-Holstein
Landesregierung strebt weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Betreuung an
KIEL (di). Mit einer neuen Pflegeoffensive will Schleswig-Holstein die Lebensqualität alter und pflegebedürftiger Menschen steigern. Das Land setzt für die Initiative "PflegePlus" jährlich 2,5 Millionen Euro ein.
Ärzte Zeitung, 31.08.2004

«Gentests ergänzen die Krankheitsvorsorge»
Die Kaufmännische (KKH) hat als erste gesetzliche Krankenkasse in Deutschland ihren Versicherten einen Gentest angeboten. Die Netzeitung sprach mit dem Vorsitzenden Ingo Kailuweit über die Bedeutung von Massen-Gentests und die Beitragssätze im Jahr 2030.
NETZEITUNG.DE 01.09.04

Erhöhen Stammzellen die Pumpleistung nach einem Herzinfarkt? Das soll nun eine große Studie klären
Von Philipp Grätzel von Grätz
Bei der Behandlung von Herzinfarktpatienten mit adulten Stammzellen sind deutsche Arbeitsgruppen ganz vorne mit dabei. Ob das Verfahren allerdings hält, was sich seine Protagonisten vom ihm versprechen, ist unter Wissenschaftlern umstritten.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

Gen hebt Geschlechtsunterschiede in Mäusegehirnen auf
Bax veranlasst die Zerstörung von Nervenzellen im Entwicklungsprozess
Amherst, Massachusetts - Signifikante Strukturunterschiede in den Gehirnen von Männern und Frauen sind zufolge einer neuen Studie auf den selektiven Zelltod zurückzuführen, für den ein einzelnes Gen im frühen Entwicklungsstadium verantwortlich ist.
PRESSETEXT.AUSTRIA 01.09.04

Biochips ermöglichen schnellen Blick auf Gene
Forscher hoffen, langfristig Voraussagen über Krebsrisiko machen zu können / Thromboserisiko läßt sich abschätzen
JENA (dpa). Bei einer Blutvergiftung bleibt nicht viel Zeit. Wenn die Entzündung eines Organs über die Blutbahn auf andere Körperteile überzugreifen beginnt, kann das schon nach wenigen Stunden tödlich enden. Biochips könnten dazu beitragen, die Sepsis-Diagnostik zu beschleunigen.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

"Schlechter Rat ist teuer!"
Hubert Hüppe, MdB (CDU) und stellvertretender Vorsitzender der Enquete Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" erklärt:
Nach der Vertagung der Entscheidung des "Nationalen Ethikrates" des Bundeskanzlers auf den September gibt es keine Veranlassung, das Klonverbot in Deutschland neu zu diskutieren.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe MdB 20.08.04

Keine Genetik-Hysterie in den Medien
Langzeitauswertung: Kommunikationsforscher sehen ausgewogene Berichterstattung - Leser und Zuschauer bleiben skeptisch
von Antonia Rötger
DIE WELT 22.06.04

Stammzellen aus der Schweißdrüse
Deutsche Forscher entdecken Alternative zum umstrittenen Material aus Embryonen
von Samiha Shafy
Berlin - Mit pluripotenten Stammzellen hoffen Mediziner, in näherer Zukunft beschädigtes oder fehlendes menschliches Gewebe ersetzen zu können.
DIE WELT 29.05.04

Weiter zu Artikel vom 16.-30. September 2004

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