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Pressespiegel 16.-30. September 2005

Anzahl: 125 Artikel, Stand 03.10.05

30. September

Aktive Sterbehilfe bleibt hierzulande verboten
Berlin - Die Gründung des deutschen Ablegers der Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" hat Widerstand gegen das Töten auf Verlangen ausgelöst.
BERLINER MORGENPOST 30.09.05

"Die rot-grüne Bundesregierung hat in Sachen Sterbehilfe versagt"
Ex-Richter kritisiert Lücken beim Paragraphen 216
von Frank Diering
Berlin - Der ehemalige Vorsitzende des Bundesgerichtshofs, Klaus Kutzer, hat der Bundesregierung Untätigkeit zur rechtlichen Regelung der Sterbehilfe vorgeworfen.
DIE WELT 30.09.05

Künstliche Ernährung statt Geduld
Ab 1. Oktober gelten bei der künstlichen Ernährung in Heimen neue Regelungen
von Birgitta vom Lehn
Berlin - Immer mehr Menschen in Deutschland werden künstlich ernährt. Pro Jahr erhalten 140 000 zumeist ältere Personen über die Bauchdecke einen Schlauch in den Magen gelegt, durch den dann Nährflüssigkeiten zugeführt werden können.
DIE WELT 30.09.05

Altenpflege-Monitor 2005: Pflegepersonal hat zu wenig Zeit
VDAB: Personalausstattung stagniert bei steigendem Pflegeaufwand
Das Pflegepersonal hat zu wenig Zeit für die Betreuung und Pflege der Bewohner – lautet ein zentrales Ergebnis des Altenpflege-Monitors 2005.
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 30.09.05

UNESCO: Internationaler Standard
Der Entwurf zu einer Deklaration stößt auf Kritik.
Klinkhammer, Gisela
Die 33. Generalkonferenz der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) will mit einer Deklaration zur Bioethik die erste globale grundlegende Bioethik-Erklärung und damit einen internationalen Standard für den Umgang mit ethischen Fragen der Medizin und der Lebenswissenschaften formulieren.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 39 vom 30.09.2005, Seite A-2606

EU-Kommission: Unbeachtete Bedenken
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Embryonale Stammzellforschung wird gefördert.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 39 vom 30.09.2005, Seite A-2593

Betriebsärzte für klare Grenzen bei genetischen Tests
MAGDEBURG (fst/zie). Der Deutsche Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW) hat vor dem Mißbrauch von Gentests bei Vorsorgeuntersuchungen von Arbeitnehmern gewarnt.
Ärzte Zeitung, 30.09.2005

Nervenregeneration nach Schlaganfall - Netzwerk zur Erforschung stammzellbasierter Therapiemöglichkeiten gegründet
Neue Impulse zur Therapie des Schlaganfalls, einer der vorherrschenden Erkrankungen unserer Zeit, soll der nun gegründete Forschungsverbund "Stammzellbasierte Regeneration nach Schlaganfall" unter der Koordination von Prof. Dr. Magdalena Götz vom Institut für Stammzellforschung am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Charité in Berlin bringen.
PRESSEMITTEILUNG GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit 30.09.05

Fasten - Impfen gegen Hunger
Seit die Wissenschaft entschlüsselt hat, wie das Hungergefühl entsteht, suchen Pharmaforscher nach neuen Superschlankmachern. In Vorbereitung sind Medikamente und sogar Impfungen mit der molekularen Botschaft: Friss die Hälfte! Scheitern sie an den wahren Interessen unseres Körpers?
Von Kathrin Zinkant
Zeitwissen 04/2005

Neue Ära in der Pferdezucht
Französisches Labor präsentiert Klone erfolgreicher Rösser - Kopien von Quidam de Revel und Pieraz erhalten Pässe
von Stefanie Boewe
DIE WELT 30.09.05
 


29. September

Die Advokaten des Todes
Die Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas gründet eine Zweigstelle in Hannover. Die Behörden prüfen ein Verbot. Die Betreiber beteuern ihre lauteren Absichten. Ein Blick hinter die Kulissen
von Claudia Ehrenstein
DIE WELT 29.09.05

"Suizid ist eine großartige Möglichkeit"
Der Generalsekretär von Dignitas, Ludwig A. Minelli, will den "assistierten Freitod" in Deutschland etablieren. Ein Gespräch über Leben, Tod und Selbstmord
Interview: Claudia Ehrenstein
DIE WELT 29.09.05

Zweigstelle für Lebensmüde
Der Sterbehilfe-Verein Dignitas drängt nach Deutschland
Von Urs Willmann
In der Schweiz wird gern das Bild des hässlichen Deutschen gezeichnet. Jetzt ist es einmal umgekehrt.
DIE ZEIT 29.09.2005 Nr.40

Sterbehilfe: Keine Solisten
„Dignitas“ sitzt dem grausamen Irrtum vom autonomen Menschen auf.
Wolfgang Thielmann
RHEINISCHER MERKUR 29.09.2005

„Tötung auf Verlangen widerspricht biblischem Tötungsverbot“
Hermann Barth zur Ethik des Helfens und Heilens
PRESSEMITTEILUNG der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD 29.09.05

"Die Gentherapie durchläuft einen Image-Wandel"
BERLIN (gvg). Im September 1990 erhielt die vierjährige Ashanti de Silva in den USA die erste Gentherapie. Sie litt an einer angeborenen Immunschwäche. Die elf Infusionen genetisch modifizierter T-Zellen verbesserten ihren Immunstatus deutlich. Sie lebt heute ein normales Leben. Aus Anlaß dieses Jubiläums macht sich Professor Klaus Cichutek von der Abteilung für Medizinische Biotechnologie am Paul-Ehrlich-Institut Gedanken über ein Verfahren, an dem sich auch nach 15 Jahren noch die Geister scheiden. Die Fragen stellte Philipp Grätzel von Grätz, Mitarbeiter der "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 29.09.2005

Deutschland ist bei der Gentherapie eher zurückhaltend
Strengere Kriterien für die Auswahl von Patienten nach Zwischenfällen / Lösen Retroviren als Genfähren Krebserkrankung aus?
Ärzte Zeitung, 29.09.2005

Mehrheit der US-Amerikaner ist gegen Abtreibung
Für rund die Hälfte der US-Bürger ist der Lebensschutz oberste Priorität, ergaben mehrere Studien der letzten zwei Jahre.
KATH.NET 29.09.05

USA: Katholik John Roberts wird Vorsitzender des Supreme Courts
Bereits in Kürze wird ein weiterer Höchstrichter von US-Präsident George W. Bush ernannt
KATH.NET 29.09.05

Weltweit gibt es 23 Millionen ungewollte Geburten pro Jahr
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung legt neue Zahlen vor
Ärzte Zeitung, 29.09.2005

Auf die Verpackung kommt es an
Neue Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen von Blutkrebs (Leukämien) haben jetzt Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Sie konnten eine neuartige Funktion eines Genschalters aufklären, der die Blutzellbildung steuert, und wenn er mutiert ist, das Ablesen genetischer Information verhindert.
PRESSEMITTEILUNG Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch 29.09.05
 


28. September

Justiz beobachtet Sterbehilfe-Organisation in Hannover
Hannover - Nach der Gründung eines deutschen Ablegers der Schweizer "Dignitas" in Hannover steht die umstrittene Sterbehilfe-Organisation im Visier des niedersächsischen Justizministeriums.
DIE WELT 28.09.05

Bischof kritisiert deutsche Niederlassung von Sterbehilfe-Organisation
Euthanasie sei „ein tragischer Irrtum“, kritisierte Bischof Algermissen. – Initiative „Nie wieder!“ reicht Strafanzeige bei der Oberstaatsanwaltschaft ein.
KATH.NET 28.09.05

100 neue Stammzellenlinien für 20 Krankheiten
Der südkoreanische Stammzellenforscher Woo-Suk Hwang stellt in Berlin neues Projekt vor
von Sonja Kastilan
DIE WELT 28.09.05

Besuch vom Klon-Meister
Der koreanische Tierarzt Woo-Suk Hwang war der Star einer Stammzelltagung in Berlin
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 28.09.05

Neue Ansätze zur Gentherapie bei Mukoviszidose-Kranken
Klinische Studie mit 200 Patienten startet im kommenden Jahr in Großbritannien / Verbesserte Verfahren mit Hilfe des Enzyms Integrase
LEICHLINGEN (kas). Nach der Entdeckung des ursächlich an der Entstehung von Mukoviszidose beteiligten Gens war die Hoffnung groß, die Patienten gentherapeutisch heilen zu können. Doch nach inzwischen fast 30 kleinen klinischen Studien in Deutschland ist ein wirklicher Erfolg bislang ausgeblieben.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005

Ist eine Veranlagung bei Morbus Parkinson häufiger als vermutet?
Tübinger Neurologen entdecken neue Gen-Variante bei jedem dritten Patienten
Die Parkinson-Krankheit wird nur zu etwa 15 Prozent monogenetisch vererbt, allerdings scheint es Menschen zu geben, die ein erhöhtes Parkinson-Risiko haben. Vermutlich sind daran kleine genetische Varianten und Umwelteinflüsse ursächlich beteiligt.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005

Gen bestimmt, ab wann Arznei wirkt
Wissenschafter vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München haben eine Genvariante entdeckt, die den Wirkungseintritt von Antidepressiva bestimmt. Dies könnte erklären, warum ein Teil der depressiven Patienten auf Medikamente gar nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung anspricht.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005

Gen-Forscher Mello und Fire erhalten Ehrlich-und Darmstaedter-Preis
FRANKFUT/A.M. Der renommierte Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geht 2006 an die US-Wissenschaftler Craig Mello und Andrew Z. Fire.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.09.05

1000 zusätzliche Ausbildungsplätze für Pfleger in NRW
DÜSSELDORF (iss). Das Land Nordrhein-Westfalen will 1000 neue Ausbildungsplätze in der Altenpflege fördern.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005

Internetseite bietet Infos zur Demenz
Netzwerk in NRW will auch Ärzte ansprechen
KÖLN (ble). In Nordrhein-Westfalen können sich Angehörige und Ärzte mit Fragen zum Thema Demenz ab sofort auf einer neuen Internetseite über Unterstützungsangebote in ihrer Region informieren.
Ärzte Zeitung, 28.09.2005

Grüne stellt Strafanzeige gegen Gentechnik-Firma
Anlässlich der durch Berichte der Frankfurter Rundschau aufgedeckten illegalen Aussaat von gentechnisch veränderten Zucchini der Monsanto-Tochterfirma Seminis erklärt Ulrike Höfken, verbraucher- und agrarpolitische Sprecherin:
Die illegale Aussaat von gentechnisch veränderten Zucchini ist mittlerweile der dritte Fall in diesem Jahr, in dem verbotenes Saatgut auf den Acker kommt.
PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen 28.09.05

Gendiagnostik
IMEW konkret Nr. 8, September 2005
 


27. September

Schweizer Verein hilft Deutschen beim Sterben
Protest gegen Filiale von Dignitas in Hannover
Regina Kerner
BERLIN Begleitet von Protesten hat am Montag die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas ihr erstes deutsches Büro in Hannover eröffnet.
BERLINER ZEITUNG 27.09.05

Scharfe Kritik am geplanten Sterbehilfezentrum in Hannover
BERLIN. Die geplante Gründung eines so genannten Sterbehilfezentrums in Deutschland hat die Bundesärztekammer (BÄK) scharf kritisiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.09.05

Geschäfte mit der Sterbehilfe künftig strafbar?
HANNOVER. Das Niedersächsische Justizministerium prüft vor dem aktuellen Hintergrund der Gründung des deutschen Vereins "Dignitas", ob durch die Schaffung eines neuen Straftatbestandes dem Handeln von geschäftsmäßig agierenden Sterbehilfeorganisationen Einhalt geboten werden kann.
PRESSEMITTEILUNG Nds. Justizministerium 27.09.05

Niedersachsen will "Advokaten des Todes" stoppen
Von Friederike Freiburg
Die Sterbehilfe-Organisation Dignitas aus der Schweiz hat eine Filiale in Deutschland eröffnet, um zu beraten und Einfluss auf die Debatte in Deutschland zu nehmen. Das Ziel: ein liberalerer Umgang mit Euthanasie. Niedersachsens Justizministerin will Dignitas jetzt gesetzlich stoppen.
SPIEGEL ONLINE 27.09.05

Breite Kritik an Sterbehilfe-Zentrum
Hannover - Begleitet von Protesten hat die Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" in Hannover eine deutsche Zweigstelle gegründet.
DIE WELT 27.09.05

Bundesärztekammer verurteilt erneut aktive Sterbehilfe
Die schweizerische Organisation Dignitas gründet eine Filiale in Hannover und will den Weg zum Freitod in der Schweiz ebnen
BERLIN (HL). Die Bundesärztekammer hat den Plan der schweizerischen Sterbehilfe-Organisation Dignitas, in Hannover einen Verein und damit eine Zweigstelle in Deutschland zu gründen, scharf kritisiert.
Ärzte Zeitung, 27.09.2005

"Wir brauchen eine Gesetzesinitiative"
Kutzer fordert eindeutige Regelung zur Sterbehilfe
Moderation: Dieter Kassel
Nach der Gründung eines deutschen Ablegers des Schweizer Sterbehilfe-Vereins Dignitas hat der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof, Klaus Kutzer, eine eindeutige Gesetzeslage in Bezug auf passive Sterbehilfe gefordert. Patienten müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Patientenverfügung auch wirklich umgesetzt werde.
DEUTSCHLANDRADIO 27.09.05

Lebenshilfe beklagt Benachteiligung Schwerbehinderter
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat eine zunehmende Benachteiligung schwer mehrfach behinderter Menschen in Deutschland beklagt.
Ärzte Zeitung, 27.09.2005

Familiengesundheitspfleger - auch sinnvoll in Deutschland?
Untersuchung der Universität Witten/Herdecke / Berufsverband bietet Pflegenden und Hebammen ab Oktober Weiterbildung an
KÖLN. Der Einsatz von Familiengesundheitspflegern (FGH) könnte in Deutschland durchaus sinnvoll sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke.
Von Meike Klinck
Ärzte Zeitung, 27.09.2005

Britin will Freigabe der mit dem Ex-Verlobtem gezeugte Embryonen
STASSBURG. Eine Britin streitet vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof um die Freigabe von Embryonen, die vor Jahren mit ihrem Ex-Verlobten gezeugt wurden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.09.05

Ulla Schmidt: Krankenkassen zahlen medizinisch notwendige Trink- und Sondennahrung
Am Samstag, den 1. Oktober, tritt die Richtlinie zur enteralen Ernährung in Kraft. Sie regelt, in welchen medizinisch notwendigen Fällen Trink- und Sondennahrung - die so genannte enterale Ernährung - in der ambulanten Versorgung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 27.09.05

Enterale Ernährung: Bundesausschuss klagt gegen Ministeriums-Richtlinie
SIEGBURG/BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA klagt gegen die per Ersatzvornahme durchgesetzte Richtlinie zur Enteralen Ernährung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS).
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.09.05

Der König der Klone
Deutsche und koreanische Wissenschaftler erörtern Fortschritte in der Stammzellforschung
Gerd Pasch im Gespräch mit Volkart Wildermuth
DEUTSCHLANDFUNK 27.09.05

Gene gezielt ausschalten mittels RNA-Interferenz
Molekülschnipsel sollen Krankheiten besiegen - Scheringpreis-Träger Thomas Tuschl hat diese "Routinewerkzeuge" ermöglicht
von Sina Bartfeld
DIE WELT 27.09.05

“Gesundheitlicher Analphabetismus” als Krankheitsrisiko
CHICAGO. Bildung kann vor Krankheiten schützen. Wichtiger als ein hoher Schulabschluss ist dabei die Fähigkeit, die von Ärzten oder Apothekern ausgegebenen Informationen zu verstehen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.09.05

Rumänen zahlen für bessere Behandlung Schwarzgelder in Millionenhöhe
BUKAREST. Um in den Genuss einer besseren ärztlichen Behandlung zu kommen, haben die Rumänen ihren Ärzten im vergangenen Jahr Bestechungsgelder in Höhe von insgesamt 360 Millionen Euro gezahlt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.09.05

Proteine lassen bei kahlen Mäusen das Fell sprießen
Baltimore - Kahle Männerköpfe gelten bei einigen Frauen zwar als sexy, doch nicht alle Träger des Y-Chromosoms sind glücklich über dieses sichtbare Attribut ihrer Männlichkeit.
DIE WELT 27.09.05
 


26. September

Proteste gegen Sterbehelfer-Büro in Hannover
Umstrittener Schweizer Verein Dignitas eröffnet heute erste deutsche Niederlassung - Kirche und Mediziner empört
von Edgar S. Hasse
Hannover - Der Schweizer Sterbehilfeverein Dignitas ("Würde") will heute in Hannover sein erstes Büro in Deutschland eröffnen und damit eine deutsche Tochtervereinigung ins Leben rufen.
DIE WELT 26.09.05

SoVD lehnt aktive Sterbehilfe ab
PRESSEMITTEILUNG Sozialverband Deutschland e.V. 26.09.2005

Ministerin und Landesbischöfin halten Pläne von Diginitas für Schritt in falsche Richtung
Von der Leyen und Käßmann: „Dignitas schlägt völlig falschen Weg ein“
HANNOVER. "Sterben ist ein gewichtiges Thema, das nicht verdrängt werden darf. Nur allzu oft werden Todkranke mit ihren Wünschen und Ängsten in unserem Land ausgegrenzt. An diesem Punkt müssen wir ansetzen. Deshalb halten wir den Weg, den das Unternehmen Dignitas einschlägt, für völlig falsch", so Landesbischöfin Margot Käßmann.
PRESSEMITTEILUNG Ministerium für Soziales, Frauen, Familien und Gesundheit Niedersachsen 26.09.05

Sterbehilfe ist der falsche Weg
Die Tötung eines Menschen darf nicht unsere Antwort auf Krankheit und Leid sein
Zur Gründung der ersten Zweigstelle des Sterbehilfevereins 'Dignitas' in Hannover erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' Thomas Rachel MdB:
Die Gründung einer Zweigstelle des Sterbehilfevereins 'Dignitas' als Vorposten in Deutschland ist sehr bedauerlich. Sie ist ein falsches Signal für schwerkranke Menschen.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB, CDU 26.09.05

Müller: Aktive Sterbehilfe nicht einschleichen lassen
Einer schleichenden Einführung der aktiven Sterbehilfe erteilte Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller eine klare Absage.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 26.09.05

Koreanischer Stammzellforscher besucht Bonner Uni
Der koreanische Stammzellforscher Professor Hwang Woo-Suk von der Nationaluniversität Seoul hat heute die Universität Bonn besucht. Vor Wissenschaftlern und Studenten referiert er am Life & Brain-Zentrum über seine Forschung auf dem Gebiet des so genannten Therapeutischen Klonens.
PRESSEMITTEILUNG Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 26.09.05

Parkinson: Gentherapie in Phase-I-Studie offenbar wirksam
SAN DIEGO. Der Transfer von Genen in das Gehirn hat bei Patienten mit Morbus Parkinson zu einer Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität geführt, deren biologische Grundlage mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) dokumentiert wurde.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.09.05

Cross-over-Lebendspende wird in Deutschland etabliert - fast unbemerkt von der Öffentlichkeit
Von Nicola Siegmund-Schultze
In Deutschland ist jetzt der Startschuß für die Cross-over-Lebendspende gefallen, bei der sich Paare zum Zweck der Lebendspende zuvor kennenlernen. Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt sind hier vor kurzem die ersten beiden Überkreuz-Transplantationen vorgenommen worden.
Ärzte Zeitung, 26.09.2005

Handel oder Hoffnung? Organvermittlung als Online-Service
Tausende Menschen warten jährlich auf die Transplantation eines überlebenswichtigen Organs, nur ein Bruchteil bekommt es. Immer mehr Betroffene suchen selbst nach Spendern - auch per Internet. So will ein US-Portal Lebendspender und Organempfänger vemitteln. Die Online-Organbörse aber ist umstritten.
Von Maya Dähne, Washington
TAGESSCHAU.DE 26.09.05

US-Militärs wollen Anthrax kaufen
Per Internet-Ausschreibung sucht die US-Armee nach einem Anbieter, der größere Mengen des Milzbrand-Erregers herstellt, berichtet ein Magazin. Möglicherweise wollen die Militärs die Abwehr von Biowaffen testen - oder aber das Ausbringen der Erreger.
SPIEGEL ONLINE 26.09.05

Umstrittener Monsanto-Genmais kommt nicht auf deutschen Markt
HANNOVER/BERLIN. Im Streit um die Zulassung eines umstrittenen Genmais' in Deutschland haben die US-Konzerne Monsanto und Pioneer eine Schlappe erlitten:
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.09.05
 


25. September

Die Protein-Schleuser
Stammzellforschung in NRW: Frank Edenhofer und sein Bonner Team
von Natascha Plankermann
WELT AM SONNTAG 25.09.05
 


24. September

Hoppe: Kategorisches NEIN zur aktiven Sterbehilfe - Ärzteschaft warnt vor Dignitas-Euthanasiezentrum
Berlin - "Für uns Ärztinnen und Ärzte wird auch in Zukunft die Maxime gelten: Der Patient hat das Recht auf einen würdigen Tod, aber er hat nicht das Recht, getötet zu werden. Aktive Sterbehilfe lehnen wir Ärztinnen und Ärzte deshalb kategorisch ab", erklärte Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, zu den Plänen der Schweizer Organisation "Dignitas" in Hannover ein Euthanasie-Zentrum zu errichten.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 24.09.2005

Bush bringt seinen Wunschkandidaten als Obersten Richter durch
von Torsten Krauel
Washington - Mit Jastimmen auch aus der Opposition hat der Justizausschuß des amerikanischen Senats den Kandidaten John Roberts als Vorsitzenden Richter des Obersten Gerichts gebilligt.
DIE WELT 24.09.05

Bei Organspenden ist Deutschland in Europa auf hinterem Platz
Rostock - Deutschland liegt bei der Zahl der Organspenden europaweit auf dem fünftletzten Platz.
DIE WELT 24.09.05
 


23. September

China gibt Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen zu
Der Leiter der Bevölkerungsabteilung erklärte, Verstößen gegen die Bürgerrechte würde nachgegangen.
KATH.NET 23.09.05

Arzneimittel: Verschwendung streng nach Vorschrift
Hospize sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Betäubungsmittel verstorbener Patienten zu vernichten. Arzneimittel im Wert von zwei Millionen Euro wandern jedes Jahr in den Müll.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 38 vom 23.09.2005, Seite A-2521

Stammzellen-Pioniere mit Lasker-Preis ausgezeichnet
New York - Für die Entdeckung der ersten Stammzelle vor 40 Jahren sind zwei Kanadier mit dem prestigeträchtigen Lasker-Preis für medizinische Grundlagenforschung geehrt worden.
HAMBURGER MORGENPOST 23.09.05

Krebszellen mit Nanopartikeln abgetötet
WEST LAFAYETTE (ple). Mit Nanopartikeln aus kurzen RNA-Molekülen lassen sich Tumoren wirksam zerstören.
Ärzte Zeitung, 23.09.2005

Fleisch aus der Retorte
Teams an mehreren Forschungseinrichtungen züchten aus tierischem Gewebe künstliche Buletten
von Anja Garms
DIE WELT 23.09.05

Experte: Kliniken melden viele potenzielle Organspender nicht
WARNEMÜNDE. Der Mangel an Spenderorganen in Deutschland resultiert nach Angaben der Organisation Eurotransplant großenteils aus einer unzureichenden Zusammenarbeit von Kliniken und Transplantationszentren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.09.05
 


22. September

Experten des Runden Tisches Pflege relativieren eigene Aussagen
Von Eva Richter
Wie kann die Situation pflegebedürftiger Menschen in Deutschland verbessert werden - Empfehlungen dazu hat kürzlich der Runde Tisch Pflege vorgelegt.
Ärzte Zeitung, 22.09.2005

Kreative Köpfe brechen mit Traditionen
1500 Hirnforscher, Computerspezialisten und Philosophen diskutieren in Berlin die schöpferische Kraft des Geistes
von Tanja Kotlorz
DIE WELT 22.09.05

Heiliger Stuhl kritisiert Konzept der ‚reproduktiven Gesundheit’
Kardinal-Staatssekretär Sodano schlägt alternativen Begriff vor – die „Gesundheit von Frauen und Kindern“.
KATH.NET 22.09.05

Roberts soll Oberstem Gerichtshof vorsitzen
Washington. AP/baz. Der Rechtsausschuss des Senats in Washington hat am Donnerstag die Bestätigung von John Roberts zum neuen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs der USA empfohlen.
Basler Zeitung 22.09.05

Ein Chamäleon als oberster Bundesrichter
Heute entscheidet der Rechtsausschuss des US-Senats über Präsident Bushs Kandidaten für das höchste Richteramt der USA. Nach der öffentlichen Ablehnung durch den demokratischen Fraktionsführer gilt plötzlich nichts mehr als sicher
TAZ 22.09.05

Lauter unerhörte Kampagnen
Aufklärungsaktionen gegen Drogen, Aids oder Suizid verpuffen erschreckend oft, manche wirken sogar kontraproduktiv
Von Jochen Paulus
DIE ZEIT 22.09.2005 Nr.39

Keine verbrauchende Embryonenforschung mit EU-Geldern!
Entscheidung der EU-Kommission ist eine bittere Enttäuschung
Anlässlich der am Mittwoch vorgestellten Vorschläge der EU-Kommission zur Ausgestaltung des kommenden EU-Forschungsrahmenprogramms erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Die Europäische Kommission hat am 21. September 2005 den Vorschlag für das 7. Forschungsrahmenprogramm angenommen. Ab 2007 werden nun auch ethisch umstrittene Experimente mit EU-Geldern gefördert.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 22.09.05

Menschen mit schweren Behinderungen nicht ins Alten- oder Pflegeheim abschieben
Magdeburg. Zum Auftakt ihres Kongresses "Wir gehören dazu!" appellierte die Bundesvereinigung Lebenshilfe an die zukünftige Bundesregierung, die gesellschaftliche Teilhabe von Personen mit hohem Hilfebedarf sicherzustellen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesvereinigung Lebenshilfe 22.09.05
 


21. September

Niederlande planen Gesetz zur Sterbehilfe bei Babys
Babys, die an einer unheilbaren oder „unerträglichen“ Krankheit leiden, sollen legal getötet werden können.
KATH.NET 21.09.05

EU hält an embryonaler Stammzellenforschung fest
Die Brüsseler Behörde will die Förderung mit EU-Mitteln durchsetzen. Damit muß der deutsche Steuerzahler diese Forschungsprojekte mitfinanzieren, obwohl sie in Deutschland verboten sind
DIE WELT 21.09.05

EU-Kommission beschließt Einzelheiten zu 7. Forschungsrahmenprogramm
BRÜSSEL. Die Europäische Kommission hat am 21. September ihre Vorschläge für die spezifischen Programme im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms (7. FRP) vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.09.05

EU-Abgeordnete: Keine Forschung an Embryonen!
BRÜSSEL (fst). Über 60 der 732 Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben Kommissionspräsident José Manuel Barroso aufgefordert, die Forschung an menschlichen Embryonen nicht aus dem Haushalt der Gemeinschaft zu finanzieren.
Ärzte Zeitung, 21.09.2005

Rechtsmediziner: Gendaten schon bei Geburt erfassen!
HAMBURG (dpa). Der Direktor des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin, Klaus Püschel, hat einen verstärkten Einsatz des genetischen Fingerabdrucks gefordert.
Ärzte Zeitung, 21.09.2005

Molekül-Landschaften für die Stammzellenzucht
Forscher haben extrem schonende Techniken entwickelt, um mit lebenden Zellen zu experimentieren
von Brigitte Röthlein
DIE WELT 21.09.05

USA: Mehr Geld für klinische Forschung
NEW YORK. Kein anderes Land gibt so viel Geld für biomedizinische Forschung aus wie die USA. 5,6 Prozent der Gesundheitsausgaben werden in die Entwicklung neuer Behandlungen investiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.09.05

Die Kochsalzlösung zwischen Tod und Leben
Suspended animation - Rettung von Patienten durch Kältekonservierung
PRESSETEXT.AUSTRIA 21.09.05

Neues Verfahren zur Erforschung der Unfruchtbarkeit
Quallenprotein lässt Sperma grün leuchten
PRESSETEXT.AUSTRIA 21.09.05

Hautkrebs: Impfung statt Chemotherapie
Zell- und Genforschung ermöglicht neue Wege
PRESSETEXT.AUSTRIA 21.09.05

Lebenswichtige Medikamente müssen bezahlt werden
Krankenkassen geben im Insulin-Streit nach
von Gisela Sonnenburg
Berlin - Wenn jemand krank ist, verschreibt der Arzt Medikamente, und die Krankenversicherung bezahlt sie. Im Fall des Schweineinsulins, das Diabetiker mit Humaninsulin-Unverträglichkeit benötigten, ist das aber komplizierter.
DIE WELT 21.09.05

Krankenkasse muss künstliche Befruchtung nur begrenzt zahlen
KARLSRUHE. Eine private Krankenkasse muss die Kosten für die künstliche Befruchtung einer Ehefrau so lange übernehmen, wie Aussicht auf Erfolg der Behandlung besteht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.09.05

Zur Erstattungsfähigkeit der Kosten einer auf die Geburt eines zweiten Kindes abzielenden künstlichen Befruchtung in der privaten Krankenversicherung
Die Parteien haben darüber gestritten, ob der beklagte private Krankenversicherer dem Kläger und Versicherungsnehmer, welcher auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen kann, jedoch zusammen mit seiner Ehefrau mit Hilfe künstlicher Befruchtung bereits einen Sohn gezeugt hat, die Kosten für weitere Behandlungszyklen einer homologen In-vitro-Fertilisation (IVF) mit intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) zu ersetzen hat.
PRESSEMITTEILUNG Bundesgerichtshof 21.09.05

Was Mutter Teresa Peter Singer zu sagen hätte.
Von Johannes Graf
Linz (kobinet) Das 9. Philosophicum in Lech am Arlberg, das vom 15. bis 18. September 2005 stattfand, bot einen interessanten und bemerkenswerten Einblick in den gegenwärtigen Stand der bioethischen Diskussion.
KOBINET 21.09.05

Afrikanische Patientenorganisationen kritisieren Transplantationspraxis
KAPSTADT. In Südafrika sorgt ein neuer Organspendeskandal für gesundheitspolitische Schlagzeilen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.09.05

Wie Palliativ-Versorgung in Niedersachsen verbessert werden kann
Von Christian Beneker
Palliativ-Versorgung kostenneutral zu verbessern - das funktioniert nicht. Das zeigt die gegenwärtige Diskussion um das Gutachten "Palliativ-Versorgung in Niedersachsen".
Ärzte Zeitung, 21.09.2005
 


20. September

Kommission soll verbrauchende Embryonenforschung nicht unterstützen
Europaabgeordnete aller Fraktionen schreiben offenen Brief an Barroso
Europaabgeordnete aller politischen Fraktionen haben sich in einem offenen Brief an Kommissionspräsident José Manuel Barroso gewandt und ihn aufgefordert, verbrauchende Embryonenforschung nicht aus dem Haushalt der Europäischen Union zu unterstützen. Am Mittwoch werden die 25 EU-Kommissare unter Leitung von Präsident Barroso über die sogenannten spezifischen Programme im 7. Forschungsrahmenprogramm entscheiden. Dabei geht es auch um die Frage, wie mit ethisch umstrittenen Forschungsvorhaben umgegangen werden sollte.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP 20.09.05

Zeichen der Solidarität mit Demenzkranken
Bundesministerin Renate Schmidt weist auf Hilfeangebote für Patienten und Angehörige hin
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 20.09.05

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: Demenzkranken besser helfen
Zum heutigen Welt-Alzheimertag erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Mit der zunehmenden Zahl alter und hochaltriger Menschen wächst auch die Zahl der Menschen mit Demenz. Die damit verbundenen sozial und gesundheitspolitischen Herausforderungen erfordern eine stetige Weiterentwicklung des Hilfeangebotes. Für uns hat die Fortentwicklung und Absicherung von ambulanten Angeboten für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen eine besondere Bedeutung, weil die meisten Pflegebedürftigen solange wie möglich zuhause versorgt werden wollen.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 20.09.05

Kampf gegen Alzheimer-Krankheit muss Chefsache werden!
Aus Anlass des Welt-Alzheimertages am 21. September und der Neuwahl des Bundestages fordern Deutschlands Alzheimerforscher, zusammen mit den Alterspsychiatern und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., den Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit zur Chefsache zu machen.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., DGGPP, Hirnliga e.V.20.09.05

Ärztliche Versorgung von Heimbewohnern mangelhaft
BERLIN. Die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden nicht angemessen ärztlich versorgt. Besonders unzureichend ist die medikamentöse Behandlung dementer und depressiver, alter Menschen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.09.05

Diabetiker klagen ihr Lebenselixier ein
Patienten prozessieren gegen Krankenkassen, die ihnen das notwendige tierische Insulin verweigern
von Gisela Sonnenburg
Berlin - Wenn Krankenkassen sparen, leiden die Patienten. Daß aber lebensnotwendige Medikamente selbst bezahlt werden sollen, ist neu - und eigentlich nicht vorgesehen. Dennoch müssen Diabetiker mit der seltenen Zusatzerkrankung der Humaninsulin-Unverträglichkeit in Deutschland um ihr Recht auf Leben kämpfen.
DIE WELT 20.09.05

"Wir müssen Prioritäten setzen"
So kompliziert sich die Lage einen Tag nach der Wahl auch darstellen mag - die Wählerinnen und Wähler haben nicht anders entschieden. Die Politiker haben jetzt die Pflicht, eine stabile und verlässliche Regierung zustande zu bringen, die mit Mut und Tatkraft die vor uns liegenden Herausforderungen angeht und zukunftsfähige Lösungen entwickelt.
Statement von Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, zum Ausgang der Bundestagswahl 2005, 20.09.05

Elektronische Gesundheitskarte muss rasch kommen
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung schafft mit Weisungen an die gematik die Basis für Fortschritte bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte
PRESSEMITTEILUNG BMGS 20.09.05

Stammzellen für verletztes Rückenmark
Eine Studie an Mäusen zeigt, dass Heilung möglich ist
Autor: Sabine Behrends
Schäden im Gehirn und Rückenmark beseitigen zu können, zählt zu den Zukunftsvisionen, die in der Diskussion um die Stammzellforschung am häufigsten genannt werden.
BERLINER ZEITUNG 20.09.05

Kontusion des Rückenmarks mit menschlichen Stammzellen behandelt - tierexperimentelle Studie
IRVINE/KALIFORNIEN. Neuronale Stammzellen sind offenbar in begrenztem Umfang in der Lage, Myelinschäden an Neuronen zu reparieren und vielleicht auch defekte Zellen zu ersetzen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.09.05

Neue Wirkstoffe sollen wuchernde Tumoren aushungern
Medikamente hemmen die Neubildung von Blutgefäßen und vermindern gleichzeitig die Widerstandskraft der Krebszellen gegen Chemotherapie
von Silvia von der Weiden
DIE WELT 20.09.05

Wer verbotene Gentech-Zucchini sät, kann Probleme ernten
Mustersaatgut irrtümlich nach Deutschland geschickt - Behörden informiert
PRESSETEXT.AUSTRIA 20.09.05
 


19. September

Stammzellen der Maus heilen Herzinfarkt bei Schafen
MONTPELLIER. Können embryonale Stammzellen die myokardiale Regeneration nach einem Herzinfarkt fördern? Zumindest im Tierversuch scheint dies möglich.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.09.05

Viele Frauen unterschätzen die biologische Uhr
Durchschnittsalter bei der ersten Geburt auf knapp 30 gestiegen - Reproduktionsmedizin meist erfolglos
von Samiha Shafy
DIE WELT 19.09.05

Schweizer Bundesrat: Babyfenster nur Nothilfe?
Die Initiantinnen des Babyfensters von Einsiedeln kommentieren zwei bundesrätliche Stellungnahmen zu Babyfenster und anonymer Geburt.
KATH.NET 19.09.05

Kalter Todesschlaf für Schwerverletzte
Drei Stunden ohne jeden Herzschlag hinterlassen keinen Hirnschaden - zumindest im Experiment mit Schweinen und Hunden
von Antonia Rötger
DIE WELT 19.09.05

Sportliches Erbgut
Fitness-Training aktiviert ruhende Gene
Von Sascha Ott
Medizin. - Sport ist gesund - doch was sich beim sportlichen Training auf der genetischen Ebene tut, ist bislang kaum erforscht. Wissenschaftler des Karolinska-Instituts in Stockholm gingen dieser Frage nach und fanden heraus, warum wir beim Kraftakt im Fitness-Studio erfolgreich sind - oder auch nicht.
DEUTSCHLANDFUNK 19.09.05

Organspenden - auch Klinikchefs sind gefordert
FRANKFURT/MAIN (eb). Transplantationsbeauftragte in Hessen brauchen mehr Unterstützung von den Klinikchefs - das fordert Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU).
Ärzte Zeitung, 19.09.2005

Heime im Qualitätsvergleich
Patienten erhalten in Rheinland-Pfalz mehr Transparenz
MAINZ (mm). Über Qualität und Preise von Pflegeeinrichtungen können sich pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in Rheinland-Pfalz demnächst zuverlässig informieren.
Ärzte Zeitung, 19.09.2005

Uniklinik Jena bietet Ethikberatung für Ärzte und Patienten an
Ethikkomitee wurde bislang sechsmal um Hilfe gebeten / Viele Probleme sind auf Mißverständnisse zurückzuführen
Ärzte Zeitung, 19.09.2005

Neu- bzw. Wiedergewählte bioethik-kritische Bundestagsabgeordnete:

Bubert Hüppe CDU

Julia Klöckner CDU

Wolfgang Wodarg SPD

Rene Röspel SPD

Monika Knoche Die Linke/PDS
 


18. September

Mein geschehe Wille
Wer entscheidet über das Ende, wenn es der Sterbende nicht mehr kann? Der Streitfall Patientenverfügung.
Von Josef-Otto Freudenreich
TAGESSPIEGEL 18.09.05

Bayern: Bio-Firmen wagen den Börsengang
Kleinere Lifescience-Unternehmen klagen über wenig Finanzierungsmöglichkeiten
Biotechnologie und Börse - ein schwieriges Verhältnis.
WELT AM SONNTAG 18.09.05
 


17. September

Ausflug ins Jenseits
Von Jörg Blech
Forscher lassen Schweine und Hunde ausbluten, füllen sie mit kalter Kochsalzlösung - und erwecken die toten Tiere Stunden später wieder zum Leben. Die Technik, Lebewesen aus- und anzuschalten, könnte die Medizin revolutionieren. Schon bald sollen erste Menschen in den Todesschlaf versetzt werden.
DER SPIEGEL 38/2005 17.09.05

Töten ohne Strafe
Eine Mutter hat ihren schwer kranken Sohn vergiftet und wurde nicht belangt - Signal zur Legalisierung der Sterbehilfe?
BERLINER ZEITUNG 17.09.05

Stammzellen fürs kranke Herz
Erfolge bei Schafen lassen Infarktpatienten hoffen
BERLINER ZEITUNG 17.09.05
 


16. September

Bioethik: Noch nicht ausdiskutiert
Richter-Kuhlmann, Eva A.; Klinkhammer, Gisela
Egal, ob Schwarz-Gelb oder Rot-Grün – Streit um die Stammzellforschung ist bei den nächsten Koalitionsverhandlungen programmiert.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 37 vom 16.09.2005

Stammzellen über Artgrenze hinweg transplantiert
MONTPELLIER (ple). Embryonale Stammzellen lassen sich offenbar über die Artgrenze hinweg therapeutisch nutzen, wie jetzt tierexperimentelle Untersuchungen zur Therapie bei Herzinsuffizienz nach einem Herzinfarkt belegen.
Ärzte Zeitung, 16.09.2005

Österreich - Gesundheitsministerium kündigt an: Vorerst keine PID
Das Gesundheitsministerium nimmt seine Pläne in Sachen Präimplantationsdiagnostik (PID) zurück.
BIZEPS INFO 16.09.05

29 Opfer: Mordanklage gegen Sonthofener Todespfleger erhoben
Kempten - Nach der mit 29 Opfern größten bekannten Tötungsserie der Bundesrepublik hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen den sogenannten Sonthofener Todespfleger erhoben.
DIE WELT 16.09.05

Hospizstiftung begrüßt Urteil nach Sterbehilfe
BERLIN (dpa). Die Deutsche Hospizstiftung hat das milde Urteil gegen eine Mutter, die ihren schwerst behinderten Sohn auf dessen Wunsch hin vergiftete, begrüßt
Ärzte Zeitung, 16.09.2005

UKE-Forscher dürfen mit embryonalen Stammzellen arbeiten
Grundlagenforscher am Universitätsklinikum Eppendorf züchten Herzgewebe. Dafür hat das Robert-Koch-Institut (Berlin) den Wissenschaftlern eine der raren Genehmigungen für die Arbeit mit embryonalen Stammzellen erteilt.
DIE WELT 16.09.05

Großbritannien: Illegale Abtreibungen mit öffentlichen Geldern
Ärzte genehmigen Abtreibungen, ohne die Patientin vorher gesehen zu haben, berichtet das „Royal College of Obstetricians and Gynaecologists“.
KATH.NET 16.09.05

Arzneimittelsicherheit: Besserer Schutz für Kinder
Europäische Lösung für kindgerechte Arzneimittel in Sicht
Das Europäische Parlament (EP) unterstützt das Ziel der Kommission, Erforschung, Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln für Kinder zu intensivieren.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 37 vom 16.09.2005, Seite A-2429

Kompetenznetz Demenzen präsentiert umfassende Demenzdatenbank
MANNHEIM. Eine der weltweit größten Demenzdatenbanken hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz Demenzen aufgebaut.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.09.05

Wachstumsfaktoren aus Nabelschnurblut wirken besser
Nabelschnurblutstammzellen sind besser als Stammzellen von Erwachsenen geeignet, Nervengewebe zu reparieren. Grund dafür ist, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut ein Vielfaches an Wachstumsfaktoren produzieren. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler um Cun-Gang Fan im Fachjournal „Neuroscience Letters“ veröffentlicht (Neurosci Lett 2005;380: 322-325).
MITTEILUNG VITA 34, 16.09.2005

Warum Transplantations-Patienten häufiger an Hautkrebs erkranken
LONDON. Britische Forscher haben herausgefunden, warum viele Patienten nach Organtransplantationen an Hautkrebs erkranken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.09.05

Müller: Gesetzeslage reicht aus - Aktive Sterbehilfe ist und bleibt strafbar
Der Einführung einer aktiven Sterbehilfe erteilte Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller heute erneut eine klare Absage und sah mit dem Berliner Urteil die Haltung Bayerns bestätigt.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 14.09.05

Neue Richtlinie soll Mangel an Organspenden begegnen
BERLIN. Wie Kliniken stärker in die Pflicht genommen werden können, jeden potentiellen Organspender zu erkennen und der Deutschen Stiftung Organstransplantation (DSO) zu melden, beraten Experten am 28. Juli in Berlin.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.07.05

Supreme Court of the United States

http://www.eufobio.org/~upload/wissen/Menschenwuerde.pdf

Weiter zu Artikel vom 01.-15. September 2005

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