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News vom 09.07.11: Deutscher Bundestag mehrheitlich für Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (PID)

Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages am 07.07.11 in dritter Lesung eine faktisch weitgehende Zulassung der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID) beschlossen. Bei den namentlichen Abstimmungen wurde der sogenannte Fraktionszwang aufgehoben, d. h. die Abgeordneten waren nur ihrem Gewissen verpflichtet. Mit dem Beschluss neigt sich nun eine jahrelange erbitterte Debatte dem Ende zu. Die Entscheidung war nötig geworden, nachdem der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil Anfang Juli 2010 entschieden hat, dass die PID, die bislang aufgrund des Embryonenschutzgesetzes von 1991 als verboten galt, nach der heutigen Rechtslage in bestimmten Fällen nicht strafbar sei. Siehe dazu die BGH-Pressemitteilung: Die Präimplantationsdiagnostik zur Entdeckung schwerer genetischer Schäden des extrakorporal erzeugten Embryos ist nicht strafbar.

Der nun beschlossene Gesetzentwurf einer Gruppe um die Abgeordneten Ulrike Flach (FDP) und Peter Hintze (CDU) sieht zwar ein generelles PID-Verbot vor, allerdings mit weitreichenden Ausnahmen. So ist im Zuge einer künstlichen Befruchtung die Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten künftig erlaubt, wenn Paare die Veranlagung für eine schwere Erbkrankheit in sich tragen oder wenn mit einer Tot- oder Fehlgeburt zu rechnen ist. Voraussetzung zu einer PID ist das positive Votum einer Ethikkommission und die Durchführung an zugelassenen Zentren. Offen bleibt, was unter "schwerer Erbkrankheit" zu verstehen ist. Zudem soll die PID faktisch auch bei möglichen genetischen Erkrankungen erlaubt sein, die erst Jahrzehnte später ausbrechen könnten, d.h. bei sogenannten spätmanifestierenden Krankheiten. Der Gesetzentwurf wurde kurz vorher auf Antrag der Gruppe im Gesundheitsausschuss Ende Juni u. a. noch dahingehend geändert, dass die Bundesregierung "durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates" Anzahl und Zulassungsvoraussetzungen der PID-Zentren regelt. In der Rechtsverordnung sollen ferner die Details "zur Einrichtung, Zusammensetzung, Verfahrensweise und Finanzierung der Ethikkommissionen für Präimplantationsdiagnostik" bestimmt werden.

Ein Gesetzentwurf um die Abgeordneten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90 / Die Grünen) und Johannes Singhammer (CSU) forderte dagegen ein striktes Verbot der Embryonenselektion bei künstlicher Befruchtung, konnte sich jedoch trotz im Vorfeld nahezu gleicher Zahl an Unterstützern nicht durchsetzen. Auch ein dritter Gesetzentwurf, initiiert von dem SPD-Bioethikexperten René Röspel und Priska Hinz von Bündnis 90/Die Grünen, fand keine Mehrheit. Er hatte aber auch schon vorher nur 36 Unterzeichner. Der Text enthielt zwar auch ein grundsätzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik, allerdings mit wenigen Ausnahmen, die an die Lebensfähigkeit des Kindes geknüpft waren. So sollte die PID zugelassen werden, falls mögliche Erbkrankheiten "mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Tot- oder Fehlgeburt" führen. Der Gesetzentwurf war von den Initiatoren als Kompromissvorschlag gedacht, falls ein Totalverbot keine Mehrheit finden sollte. 172 Abgeordnete waren bis zum Abstimmungstag noch unentschlossen und hatten keinen der vorliegenden Gesetzentwürfe unterzeichnet. Auf diese Abgeordneten wurde nun in der Debatte gesetzt.

Kontroverse vierstündige Debatte und Abstimmung

Gleich zu Beginn der Sitzung wurde zunächst über das Abstimmungsverfahren am Ende der Aussprache abgestimmt. Hierzu hatte René Röspel einen Geschäftsordnungsantrag gestellt, der sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Röspel wollte nacheinander über die Gesetzentwürfe abstimmen lassen, um eine "Rückfalloption" zu ermöglichen, falls das Totalverbot nicht mehrheitsfähig sein sollte. Es setzte sich jedoch das vom Ältestenrat vorgeschlagene Stimmzettelverfahren durch. Beim Stimmzettelverfahren wird über alle drei vorliegenden Gesetzentwürfe gleichzeitig abgestimmt. Dabei haben die Abgeordneten fünf Entscheidungsmöglichkeiten. Entweder man kann für einen der drei Gesetzentwürfe stimmen, alle drei Texte mit Nein komplett ablehnen oder sich enthalten. Wenn keiner der drei Anträge im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit bekommt, dann entfällt im zweiten Wahlgang der Antrag mit den wenigsten Stimmen. Es wird dann nur noch über zwei Anträge abgestimmt und es reicht die einfache Mehrheit.

Im Anschluss an die Klärung des Abstimmungsprozederes legten insgesamt 37 Abgeordnete in einer fast vierstündigen Debatte abwechselnd ihre Positionen zu den Gesetzentwürfen dar und warben um Unterstützung für ihre Positionen. Die Redebeiträge waren teils geprägt von emotionalen persönlichen Erfahrungen in Bezug auf Schwangerschaft, Kinderwünschen und Behinderung, aber dennoch weitgehend sachlich. PID-Befürworter Hintze warf hierbei den neuen Ausdruck der "Ethik des Helfens statt einer Ethik des Strafens" in die die Diskussion und sorgte für massiven Widerspruch. Unter den ganzen Rednerinnen und Rednern meldete sich als einziges Regierungsmitglied Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu Wort. Sie versuchte als letzte Rednerin der Debatte, einen emotionalen Schlusspunkt pro PID zu setzen. Sie rief allen in den Saal zur Abstimmung zurückkehrenden Abgeordneten Bilder von "verzweifelten Frauen" und der "Wucht des Schicksals" in den Kopf und appellierte an sie, "den Eltern etwas zuzutrauen" und "ihrem Gewissen Raum" zu geben. Genau dieser Punkt wurde auch in den Medien häufig aufgegriffen und sie schien damit einen Nerv getroffen zu haben.

Um kurz vor 13.00 Uhr kam es zur ersten Abstimmung, an der insgesamt 596 Abgeordnete teilnahmen. Dabei bekam der Gesetzentwurf um Ulrike Flach 306 Stimmen, der Entwurf von Katrin Göring-Eckardt und Johannes Singhammer, der ein völliges PID-Verbot vorsah, 228 Stimmen und der Kompromissvorschlag von René Röspel 58 Stimmen. Enthalten haben sich drei Abgeordnete, einer lehnte mit einem Nein alle Gesetzentwürfe ab. Damit war der Flach-/Hintze-Gesetzentwurf in zweiter Lesung angenommen. Da er zudem mehr Stimmen als die anderen Gesetzentwürfe plus Nein-Stimmen und Enthaltungen hatte, erübrigten sich damit weitere Abstimmungen nach diesem Verfahren. Im Anschluss wurde nur noch über ein "Ja" oder "Nein" zum Flach-Gesetzentwurf abgestimmt. Mit 326 Ja-Stimmen von 594 abgegeben Stimmen zu 260 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen wurde wie nach der vorangegangen Abstimmung zu erwarten war, der Text angenommen. Er kann nun Gesetzeskraft erlangen.

Abstimmungsverhalten nach Parteizugehörigkeit

Bemerkenswert ist die Aufschlüsselung des Abstimmungsverhaltens nach Parteizugehörigkeit. Laut Plenarprotokoll stimmten bei der Schlussabstimmung von der CDU/CSU-Fraktion 70 Abgeordnete mit Ja, 154 waren gegen eine PID-Zulassung, Enthaltungen gab es drei. Die Abgeordneten der SPD votierten mehrheitlich mit 103 Ja-Stimmen zu 36 Nein-Stimmen und einer Enthaltungen für eine PID-Zulassung. Nahezu geschlossen stimmten bei der FDP 87 Abgeordnete für den Gesetzentwurf ihrer Fraktionskollegin Flach, fünf widersetzten sich mit einem Nein, Enthaltungen gab es keine. Breite Zustimmung für die Embryonenselektion kam auch von den Linken. Hier stimmten 39 mit Ja, dagegen waren 29, enthalten haben sich zwei Abgeordnete. Gegenteilig war das Abstimmungsverhalten bei den Abgeordneten von Bündnis 90 / Die Grünen, die mehrheitlich gegen die PID waren. Hier stimmten 27 mit Ja für den Flach-Entwurf und 36 mit Nein, zwei enthielten sich.

Auswirkungen auf andere Gesetze

Der PID-Beschluss wird - wie vielfach kritisiert - vermutlich auch Auswirkungen auf andere Gesetze haben. Teilweise steht er im eklatanten Widerspruch zu geltenden Gesetzen. So erlaubt beispielsweise mit Blick auf die Erkennung spätmanifestierender Krankheiten die vorgesehene Änderung im Embryonenschutzgesetz unter Umständen Diagnosen, die das neue Gendiagnostikgesetz bei Pränataldiagnostiken während der Schwangerschaft verbietet.

Zudem wird mit Beschluss des Bundestages faktisch die vor Jahren beschlossene Abschaffung der embryopathischen und eugenischen Indikation im Paragraph 218 StGB für den Bereich der Reproduktionsmedizin rückgängig gemacht. "Es ist nunmehr nämlich in einem Gesetz anerkannt, dass bei Embryonen wegen Besonderheiten, die eine Behinderung ausmachen können, unterschieden und benachteiligt werden darf", erklärte dazu der Jurist Oliver Tolmein in seinem FAZ-Blog Biopolitik vom 8. Juli Dort gibt er auch ausführliche Einblick in die juristischen Hintergründe und Auswirkungen der PID-Regelung (siehe unten). Weitere Probleme und Auswirkungen, die sich aus dem PID-Beschluss ergeben, z.B. im Hinblick auf das Stammzellengesetz, erläutert auch der Ärzteblatt-Blog "Lesefrüchtchen" von Norbert Jachertz vom 7. Juli unter der Überschrift "Salami-Ethik". Interessant wäre zu erfahren, ob den Abgeordneten, die für den Gesetzentwurf gestimmt haben, diese ganzen Widersprüche zur bestehenden Gesetzen wirklich bewusst waren.

Weitgehend positives Medienecho - Kritik von Verbänden und Kirchen

Die Entscheidung zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik hat in den Medien wie kaum eine andere biopolitische Debatte kontroverse Reaktionen ausgelöst. Allein bei Google-News stieg die Trefferzahl zum Thema im Anschluss an die Bekanntgabe der Ergebnisse um das 10-fache im Vergleich der letzten Tage auf über 3400 gefundene Beiträge an. Das meiste davon waren Agenturmeldungen oder Berichte wie die Abgeordneten in bestimmten Wahlkreisen abgestimmt hatten. Dabei war die Resonanz in Form von Kommentaren in den führenden Tageszeitungen überwiegend positiv und voller Lob für die Zulassung der Embryonenselektion.

So sprach eine Kommentatorin bei Spiegel online vom "Sieg der Vernunft", die Berliner Zeitung titelte "Ein weiser Entschluss" und die Frankfurter Rundschau sah "endlich ein Ausweg". Vereinzelt waren auch sehr kritische Kommentare in Leitmedien zu lesen z.B. in der FAZ von Georg Paul Hefty unter der Überschrift "Im Schutz des Staates". Wobei die FAZ ansonsten überwiegend Pro-PID-Stimmen verbreitete. Die Pressemitteilungen mit kritischen Stimmen unzähliger Behindertenverbänden und Lebensrechtsgruppen, die sich immer wieder im Vorfeld der Debatte eingebracht und eindringlich vor einer PID-Zulassung gewarnt hatten, fanden dagegen leider kaum Resonanz, mit Ausnahme in den christlichen Medien. Dafür sind diese in der Presseschau der ALfA gelistet zum Nachlesen (siehe unten).

Ärzte wollen Verantwortung bei der Umsetzung des Gesetzes übernehmen

Von Seiten der Bundesärztekammer versprach deren neuer Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery in einem Statement kurz nach der Abstimmung, die Ärzte werden die Verantwortung übernehmen, dass dieses Verfahren unter kontrollierten Bedingungen und nur bei vorheriger fachkundiger Beratung angewendet wird. "Wir wollen auf keinen Fall, dass die PID ein Routineverfahren der In-vitro-Fertilisation wird. Sie muss auf wenige und ganz bestimmte Indikationen begrenzt werden. Keine Indikationen für die PID dürfen Geschlechtsbestimmungen ohne Krankheitsbezug, Alter der Eltern oder Maßnahmen der assistierten Reproduktion im Allgemeinen sein. Mit uns wird es kein Designerbaby geben und auch kein sogenanntes Retterbaby, das nur einem erkrankten Kind als Ersatzteillager dienen soll", bekräftigte Montgomery. "Wir sind auch gegen einen Katalog bestimmter Krankheiten. Vielmehr sollten den Kommissionen bei den Ärztekammern, besetzt mit Ärzten, Psychologen, Theologen, Ethikern und Juristen, die einzelnen Behandlungsfälle in anonymisierter Form vorab zur Beurteilung vorgelegt werden. Wir Ärzte werden dafür sorgen, dass die betroffenen Paare eine gute psycho-soziale Betreuung und Beratung bekommen", so der Bundesärztekammerpräsident abschließend.

Kritische Begleitforschung zur Umsetzung der PID-Regelung gefordert

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung hält den beschlossenen Gesetzentwurf trotz gegenteiliger Bekundungen der Initiatoren für "eine sehr weitgehende Zulassung" der PID. Die Vereinigung befürchtet, dass die PID künftig bei vielen Paaren angewandt werden wird und Behinderung als vermeidbar erscheinen lässt. "Die Lebenshilfe hat sich für ein anderes Ergebnis eingesetzt. Viele Menschen mit Behinderungen müssen diese Entscheidung als diskriminierend empfinden", erklärte der Vorsitzende der Lebenshilfe, Robert Antretter in einer Pressemitteilung.

Nach dem Gesetz zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PräimpG) genügt das "hohe Risiko einer schwerwiegenden Erbkrankheit", um die PID einzusetzen. Gerade angesichts der knappen Entscheidung im Bundestag müsse das Ziel des Gesetzes konsequent verfolgt werden, die PID nur in Ausnahmefällen zuzulassen. "Sie darf nicht zum Standardverfahren in der Reproduktionsmedizin werden", so Antretter. Deshalb bedürfe es einer parlamentarischen Kontrolle, wie das Präimplantationsgesetz umgesetzt wird. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert daher eine Dokumentation aller Fälle, damit nachvollziehbar wird, bei welchen Indikationen die PID in der Praxis angewandt wird. Wegen der bisher ungeklärten Langzeitfolgen der Methode fordert die Lebenshilfe zudem eine wissenschaftliche Begleitforschung. Diese soll die Methode als solche, ihre Folgen und die daraus entstandenen Kinder langfristig untersuchen.

Auch andere Organisationen wie der Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) bedauerten die Entscheidung pro PID. Nach Auffassung des BeB hätte nur ein gesetzliches Verbot der PID der zunehmenden Gefährdung der Würde des Menschen und der Solidarität mit Menschen mit Behinderung entgegenwirken können.

Ausweitung der Selektion menschlichen Lebens

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, warnte davor, dass die neue PID-Regelung zu einer massiven Ausweitung der Selektion menschlichen Lebens führen werde. Denn sie gehe davon aus, dass Embryonen aussortiert werden dürfen, wenn bei mindestens einem Elternteil eine genetische Disposition vorhanden ist und für deren Nachkommen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine "schwerwiegende Erbkrankheit" besteht. "Wer glaubt, die neue Regelung werde auf wenige Fälle zu beschränken sein, sollte sich die Entwicklung bei der Pränataldiagnostik anschauen, die vor 40 Jahren für extreme Ausnahmefälle eingeführt wurde und heute eine Regeluntersuchung geworden ist", betonte Hüppe.

Die Regelung sortiere nach "lebensunwertem und lebenswertem" menschlichen Leben. Es stehe die Vermeidbarkeit von menschlichem Leben mit Krankheiten und Behinderungen im Vordergrund, kritisierte der Behindertenbeauftragte. Hüppe ist sich sicher, dass schon bald auch der gesellschaftliche Druck auf Paare mit Behinderung steigen werde, PID zu nutzen. Er hoffe, dass die Unterstützer der neuen Regelung, die ihre Entscheidung davon abhängig gemacht haben, dass sich PID auf wenige Fälle beschränken lasse, den Mut haben, ihre Entscheidung zu korrigieren, wenn sich - wie abzusehen - schon bald das Gegenteil herausstellen wird, so der Behindertenbeauftragte.

Kritik der Evangelischen und Katholische Kirchen

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, begrüßte es, dass nun Rechtssicherheit herrsche. Allerdings hält er die Freigabe der PID in dem verabschiedeten Gesetz für "zu weit gehend" und verweist auf die Erklärung des Rates der EKD vom 15. Februar 2011. Er hätte eine Zulassung der PID nur für den Ausnahmefall einer mit großer Wahrscheinlichkeit drohenden Tot- oder Fehlgeburt persönlich vorgezogen, so Schneider am 7. Juli in einer Pressemitteilung. Ausdrücklich aber würdigte der Ratsvorsitzende den Entscheidungsprozess der Abgeordneten. "Sie haben sich Zeit gelassen, mit großem Ernst gedacht und diskutiert und, wie es dieser Sache angemessen ist, fraktionsübergreifend der persönlichen Entscheidung Raum gegeben", sagte Schneider

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, erklärte in einer Pressemitteilung, in Übereinstimmung mit den Ergebnissen der embryonalen Forschung gehe die katholische Kirche davon aus, dass mit der Vereinigung von menschlicher Ei- und Samenzelle ein neues menschliches Leben entsteht. "So sehr wir die Nöte von Eltern verstehen und den Wunsch nach einem gesunden Kind nachvollziehen können; die Selektion von menschlichen Embryonen verstößt gegen das Achtungsgebot der Menschenwürde, die jedem Menschen von Anbeginn zuteil ist", so Zollitsch. "Wir bedauern die heutige Entscheidung zur PID zutiefst, umso mehr drängen wir nun mit Nachdruck darauf, die im Gesetz erwähnten Ausnahmefälle, in denen die PID nicht rechtswidrig sein wird, eng zu umgrenzen, um die willkürliche Anwendung und die Gefahr einer immer weiteren Ausdehnung der Anwendungsfälle der PID auszuschließen." Das nun beschlossene Gesetz werfe neue Fragen auf. Beispielsweise sei nicht geklärt, ob den Eltern die bei der Untersuchung durch Zufall miterhobenen sogenannten Nebenbefunde, zum Beispiel das Geschlecht, mitgeteilt werden.

Ebenso kritisch äußerten sich die drei größten christlichen Frauenverbände, der Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in einer gemeinsamen Presseerklärung. Auch sie sehen die Gefahr, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft noch mehr an den Rand gedrängt werden und dass der Druck auf Eltern steigt, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Kritik der Lebensrechtsverbände

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, nannte den PID-Beschluss "ein Offenbarungseid des deutschen Gesetzgebers hinsichtlich seiner Verpflichtung zum Schutz der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und seiner Würde." "Es ist letztlich die Zulassung einer Selektionsdiagnostik und zugleich ein massiver weil tödlicher Angriff auf den Embryonenschutz", so Lohmann in einer Presseaussendung. Mit dem jetzt getroffenen Beschluss werde "die Logik des Lebens auf den Kopf gestellt." Insofern sei das im Deutschen Bundestag geformte Ergebnis nicht nur eine Niederlage für den Lebensschutz, sondern eine Niederlage für den Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach die Würde jedes Menschen unantastbar, also unabhängig vom Grad des Gesundheitszustandes voll gegeben ist. "Jeder Mensch hat von Anfang an eine unverfügbare Würde und ein damit verbundenes Lebensrecht. Es macht traurig, dass nun ein so verheerender Beschluss gefasst worden ist", so der BVL-Vorsitzende.

"Die für diesen tödlichen Irrtum verantwortlichen Volksvertreter haben vor ihrem Gewissen zu verantworten, dass in vielen Fällen nur noch "PID-geprüfte" Kinder übrigbleiben, während die "Aussortierten" getötet werden. Auf der Strecke bleibt die Ehrfurcht vor dem Leben. Eine technisch perfekte Selektion wird auf Kosten des Lebensrechts für eine Unkultur des Todes erreicht. Dadurch werden Kranke und Behinderte regelrecht diskriminiert. Der Bundestag hat in einer entscheidenden Frage mehrheitlich kläglich versagt", so das Fazit von Lohmann.

Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) hatte bereits einen Tag vor der Abstimmung "sechs gute Gründen" für ein PID-Verbot vorgelegt. Die ALfA-Bundesvorsitzende Dr. Claudia Kaminski hatte dabei an die Abgeordneten eindringlich appelliert: "Stimmen Sie für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik. Sie öffnen sonst eine Tür, die niemand wieder schließen kann."

Schwarzer Tag für Menschen mit Behinderung in Deutschland und die Union

Für Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben e.V. (CDL), eine Initiative in der CDU/CSU, ist die Entscheidung "ein schwarzer Tag für die Behinderten in Deutschland". Die Christdemokraten für das Leben seien "entsetzt", dass der Deutsche Bundestag die PID in Deutschland zugelassen hat. "Deutschland wird mit der PID ein großes Stück unmenschlicher und kälter. Der Deutsche Bundestag gibt das Signal, dass es Behinderungen, Krankheiten und genetische Veranlagungen gibt, die eine Selektion durch PID rechtfertigen. Das ist ein gewaltiger Rückschlag für das Rechtsbewusstsein in unserem Land", so Löhr. Sie gab zu bedenken, dass die PID kein gesundes Kind garantiert. "Aber der Bundestag eröffnet nun ein neues, reichhaltiges Geschäftsfeld für Reproduktionsmediziner: Allein schon wegen der Angst der Mediziner vor Schadenersatzklagen wird PID zum weit verbreiteten Screeningverfahren und zur Krankenkassenleistung werden", warnte die CDL-Vorsitzende.

Die PID-Zulassung sei nicht nur "ein schwerer Schlag gegen den Lebensschutz" in Deutschland sondern zugleich "ein schwarzer Tag für die CDU/CSU". Als "intellektuelle Speerspitzen der PID-Selektion" wirkten Sozialministerin Ursula von der Leyen und Ex-Generalsekretär Peter Hintze. "Mit ihrer suggestiven "Ethik des Helfens" und ihrem Beharren auf einer technischen Lösung wie der PID haben sie die programmatische Linie der Union bewusst verlassen. Auch das äußerst stille "Ja" der Bundeskanzlerin zum Gesetzentwurf für ein PID-Verbot wird den Exodus der Kernwählerschaft der Union nun nicht mehr aufhalten können. Das technokratische Denken, das heute von Peter Hintze vorgetragen wurde, ist ein Sargnagel für die Glaubwürdigkeit der Union", so Löhr. Die CDL fordert nun auch eine parlamentarische Debatte darüber, wie die von allen Rednern beklagten hohen Abtreibungszahlen in Deutschland reduziert werden können.

Lob von pro familia

Einzig der pro familia-Bundesverband, der nach eigenem Bekunden durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert wird und zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung gehört, zeigte sich erfreut über die Entscheidung zur Zulassung der Embryonen-Selektion. Der Beschluss sei "ein wichtiger Schritt in Richtung der Verwirklichung reproduktiver Rechte", so der Verband in einer Presseerklärung. Die "verfassungsgemäßen Grundrechte auf selbstbestimmte Familienplanung und auf Gesundheitsschutz" würden verletzt, wenn das Parlament entschieden hätte, die PID grundsätzlich zu verbieten.

Pro familia befürwortet eine begrenzte Zulassung der PID und geht dabei noch weiter als der beschlossene Gesetzentwurf. So hält pro familia das verpflichtende Votum einer Ethikkommission für "nicht erforderlich". Es bedeute für die Frauen und Paare "eine weitere Hürde in einer ohnehin schon emotional schwierigen Situation." Nach Einschätzung der Organisation könne die notwendige Prüfung "durch ein erfahrenes multiprofessionelles Team in einem lizensierten Zentrum" geleistet werden. Grundsätzlich müsse nach Auffassung von pro familia zudem gewährleistet sein, dass die Kosten für die PID von den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen getragen werden. Ein niedriges Einkommen von Paaren dürfe nicht zum Ausschluss von der PID führen, so die Begründung. "Die Gewährung sexueller und reproduktiver Rechte muss das oberste Ziel der Entscheidung sein. Diese Rechte stützen sich auf die international anerkannten Menschenrechte und garantieren die familienplanerische Freiheit der/des Einzelnen", heißt es abschließend in der Erklärung.
 

Weiterführende Informationen:

Pressespiegel zur Bundestagsentscheidung über die Präimplantationsdiagnostik (PID)

Nachfolgend finden Sie chronologisch sortiert einige ausgewählte verlinkte Artikel/Pressemitteilungen zur Bundestagsentscheidung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) und der vorangegangenen Debatte. Weitere Ergänzungen werden bis zum In Kraft treten des gestzes folgen! Zum besseren Verständnis empfehlen wir unten anzufangen, wer die Debatte bisher nicht verfolgt hat.

09. Juli 2011

Zoff in der Union: Kauder tobt wegen von der Leyens Plädoyer für die PID
von Margarete van Ackeren, Berlin
Der Bundestags-Entscheidung für die begrenzte Zulassung des Gen-Checks bei Embryos folgt ein heftiger Streit in der CDU-Spitze.
FOCUS Online 09.07.2011

Entschieden
Der Bundestag hat über die PID abgestimmt
Von Christiane Wirtz, Deutschlandfunk
Jedes Kind ist ein Wunder - jedes Kind, das sich mit einem Schrei auf der Welt meldet. Doch umso weiter die Forschung voranschreitet, umso weiter wird dieses Wunder entzaubert, das Geheimnis des Lebens gelüftet.
DEUTSCHLANDFUNK 09.07.11

Wünsch dir was
PID-Beschluss im Bundestag
Der Bundestag hat die Präimplantationsdiagnostik abgesegnet – leider! Es ist eine Grundsatzentscheidung mit weitreichenden Konsequenzen: Behinderung wird als Makel abgestempelt, eine dauerhafte Beschränkung der Methode wird nicht haltbar sein.
von Katrin Grüber
THE EUROPEAN 09.07.11

Wer unseren Kriterien nicht entspricht, wird getötet und entsorgt
Erzbischof Joachim Kardinal Meisner übt scharfe Kritik an der PID-Entscheidung des Deutschen Bundestages: Die Entscheidung des Bundestages wird ohne Zweifel zum gesellschaftlichen und moralischen Klimawandel in unserem Land beitragen.
KATH.NET 09.07.11

08. Juli 2011

PID hat auch in Deutschland Zukunft - aber welche?
Nein, es kam nicht wie es kommen musste; aber es kam, wie es seit geraumer Zeit abzusehen war:
FAZ.NET Blog Biopolitik 08.07.11

PID-Gegner wollen Fallzahlen begrenzen
Nach der Bundestagsentscheidung für Gentests an Embryonen fordern Gegner eine enge Auslegung des beschlossenen Gesetzes.
DOMRADIO 08.07.11

PID-Entscheidung: Die Wucht des Schicksals
Der Streit um die Gentests an Embryonen ist endlich entschieden. Am Donnerstag hat der Bundestag nach langem Abwägen vorgezogen, das Leid der Paare ernst zu nehmen und ihnen einen Weg zu eröffnen.
Kommentar von Hartmut Wewetzer
TAGESSPIEGEL 08.07.11

Das neue Gesetz: Gentests an Embryonen nur in Ausnahmen
Die Zulassung von Gentests an Embryonen ist kein Automatismus, sondern bleibt die Ausnahme.
Von Armin Lehmann
TAGESSPIEGEL 08.07.11

Emotional und grundsätzlich: Die PID-Debatte im Bundestag
37 Redner, vier Stunden Debatte – mit welchen Argumenten die Bundestagsabgeordneten über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik stritten.
Von Armin Lehmann
TAGESSPIEGEL 08.07.11

Der lange Weg zur legalen PID
Robin Alexander
Nach emotionaler Debatte jenseits aller Parteigrenzen erlaubt der Bundestag den umstrittenen Gentest an Embryonen. Der eigentliche Sieger sitzt auf der Zuschauertribüne: Matthias Bloechle, ein Arzt, der das jahrzehntelange Verbot kippte.
DIE WELT 08.07.11

Faire Debatte, kein Konsens
Mehrheit ist Mehrheit, und wenn 326 Abgeordnete gegen 260 für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) stimmen, ist das kein knappes Ergebnis. Es ist aber auch kein Konsens.
Kommentar Matthias Kamann
DIE WELT 08.07.2011

Selbstbestimmung geht vor
In der Praxis findet Selektion längst statt
Kommentar von Heike Haarhoff
TAZ 08.07.11

Medizinisch mündige Menschen
Präimplantatiosndiagnostik: Darf Menschen medizinisch mögliches Wissen vorenthalten werden? Der Bundestag meint: nein
Heike Haarhoff
TAZ 08.07.11

Designerbabys will niemand
Katja Tichomirowa
Nach einer emotionalen Bundestagsdebatte über die Präimplantationsdiagnostik (PID) haben sich die Befürworter durchgesetzt. Paare dürfen die Methode nun unter bestimmten Bedingungen anwenden lassen.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 08.07.11

Im Schutz des Staates
Dass eine reichliche absolute Mehrheit des Bundestages die Zulassung der PID beschlossen hat, leitet eine weitergehende Änderung der deutschen Rechtsordnung ein.
Kommentar von Georg Paul Hefty
FAZ.NET 08.07.11

„Diese Tür wird nicht mehr zugehen“
Vertreter von Kirche und Politik kritisieren PID-Entscheidung
DOMRADIO 08.07.11

Bedauern über PID-Entscheid
Mit Bedauern haben Kirchen und Lebensrechtsorganisationen auf die Entscheidung des Bundestages für eine begrenzte Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (PID) reagiert.
FACTUM 08.07.11

Zulassung der PID ist falsches Signal in die Gesellschaft
PRESSEMITTEILUNG Caritas zur Zulassung der PID in Deutschland 08.07.2011

BeB bedauert PID-Zulassung / Würde des Menschen und Solidarität mit Menschen mit Behinderung gefährdet
Berlin - Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) bedauert die gestern getroffene Entscheidung des Deutschen Bundestages, der zufolge die umstrittene Methode der Präimplantationsdiagnostik (PID) "in Ausnahmefällen" zugelassen wird. Nach Auffassung des BeB hätte nur ein gesetzliches Verbot der PID der zunehmenden Gefährdung der Würde des Menschen und der Solidarität mit Menschen mit Behinderung entgegenwirken können.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) 08.07.2011

"Einstein im Rollstuhl? Joblos!"
Entscheidung zur PID
Die ehemalige Behindertenbeauftragte Karin Evers-Meyer (SPD) über ihr Votum für die PID, die Doppelmoral der Kirchen und die tägliche Diskriminierung Behinderter.
TAZ 08.07.11

SPD-Sprecherin persönlich enttäuscht von PID-Entscheidung
Berlin (kobinet) Die behindertenpolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Silvia Schmidt, erklärte heute ihre "persönliche Enttäuschung" über die gestrige Entscheidung des Parlaments für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID).
KOBINET-Nachrichten 08.07.11

Die Würde des Menschen ist ungeklärt
Menschsein und PID
Man kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen: Wer nicht grundlegend klärt, was die Menschenwürde ausmacht, der kann sich in der aktuellen PID-Debatte nicht auf sie berufen und weitreichende Entscheidungen treffen.
von Patrick Spät
THE EUROPEAN 08.07.11

Gentests bei Embryonen- Fronten quer durch Bundestagsparteien
Unter den Abgeordneten der SPD, der Grünen und der Linken fanden sich PID-Gegner. Beispielsweise kritisierte die Grüne-Abgeordnete Göring-Eckardt, dass im Gesetz bereits "mehr als ein Dammbruch angelegt" sei.
KATH.NET 08.07.11

Schutz des Lebens
Der Bundestag erlaubt nach einer leidenschaftlichen Debatte Gentests an Embryos in Grenzen
Katja Tichomirowa
BERLIN. Die Schulklassen und Reisegruppen, die gestern Vormittag die abschließenden Debatte um die Präimplantationsdiagnostik (PID) im Bundestag verfolgen konnten, dürften einen ordentlichen Eindruck von ihrer Volksvertretung gewonnen haben.
BERLINER ZEITUNG 08.07.11

PID in Deutschland künftig eingeschränkt erlaubt
Die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) ist in Deutschland künftig eingeschränkt erlaubt. Im Bundestag stimmten am Donnerstag in der dritten Lesung 326 Abgeordnete in namentlicher Abstimmung für den Gesetzentwurf (17/5451) einer Parlamentariergruppe um Peter Hintze (CDU/CSU) und Ulrike Flach (FDP), der den Gentest an Embryonen zulassen will, wenn Paare eine Veranlagung für eine schwerwiegende Erbkrankheit in sich tragen oder bei ihnen mit einer Tot- oder Fehlgeburt zu rechnen ist.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 08.07.11
Anm.: Dort gibt es auch die Ergebnislisten der namentlichen Abstimmung.

Randnotiz: PID – Ethik in Talkshow
Klinkhammer, Gisela
Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(27) 08.07.11

Der Lottogewinn ist ein Baby
Während der Deutsche Bundestag noch emotional und hitzig über Präimplantations-Diagnostik diskutiert, zeigen sich die Briten mal wieder ziemlich unbefangen und locker in Sachen Künstliche Befruchtung: "Baby zu gewinnen" - heißt es jetzt in der Zeitung "Sun".
T-Online.de 08.07.11

07. Juli 2011

PID-Debatte: Schlagabtausch und Tränen
Die Entscheidung ist gefallen: Der Bundestag hat für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) gestimmt.
Ärzte Zeitung online 07.07.11

Die Würde des Parlaments
Von Walter Hämmerle
In der Regel ist es ein sinnloser Abwehrkampf: Was technisch möglich ist, will der Mensch auch anwenden - sofern er sich davon persönliche Vorteile verspricht. Das ist bei der Präimplantationsdiagnostik, kurz PID genannt, der Fall.
WIENER ZEITUNG 07.07.11

Momente der Stille
Bundestag billigt PID - in Grenzen
FAZ.NET 07.07.11

Präimplantationsdiagnostik: Wider den PID-Alarmismus
Von Jürgen Kaube
FAZ.NET 07.07.11

PID-Gesetz: Hinterm Damm
Kommntar von Joachim Müller-Jung
FAZ.NET 07.07.11

"Kranke verdienen unsere Unterstützung, Krankheit nicht"
Präimplantationsdiagnostik: Entscheidung im Bundestag
Von Markus C. Schulte von Drach
SUEDDEUTSCHE.DE 07.07.11

Selektion oder Hilfe?
PID-Debatte im Bundestag
KÖLNER STADTANZEIGER 07.07.11

PID-Abstimmung: Bundestag erlaubt Gentests an Embryonen
Der Bundestag hat sich entschieden. Durch künstliche Befruchtung gezeugte Embryonen dürfen auf Erbkrankheiten untersucht werden.
WELT Online 07.07.11

Deutschland erlaubt Gentests an Embryos
Der Bundestag hat für die Zulassung von Gentests an im Reagenzglas gezeugten Embryonen gestimmt. Allerdings gelten strenge Bedingungen.
DIE PRESSE 07.07.11

PID: Endlich ein Ausweg
PID begrenzt zuzulassen, ist die richtige Entscheidung. Sie hilft Paaren – und viele sind es nicht – in einer Notsituation. Von einem Dammbruch kann keine Rede sein.
Lilo Berg
FRANKFURTER RUNDSCHAU 07.07.11

Auf der Seite des Lebens
Der BGH hat richtig entschieden. Müssten Embryonen ohne Untersuchung übertragen werden, würden sich etliche Schwangere erst später zum Abbruch entschließen.
Kommentar von Christian Bommarius
FRANKFURTER RUNDSCHAU 07.07.11

Endlich Klarheit geschaffen
Begrenzte Zulassung der PID ist die richtige Entscheidung
Kommentar von Volkart Wildermuth
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

Überzeugende Beispiele
Bundestag erlaubt Präimplantationsdiagnostik mit Einschränkungen
Volkart Wildermuth im Gespräch mit Monika Seynsche
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

"Bruch mit unserer Rechtstradition"
FDP-Politiker beruft sich auf Grundrechte im Kampf gegen die PID
Pascal Kober im Gespräch mit Gerwalt Herter
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

Das PID-Gesetz ist inkonsequent
Kommentar von Ulrich Reitz
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

Chance auf ein gesundes Baby
von Helwi Braunmiller
Jahrelang mussten sich Paare für die Präimplantationsdiagnostik ins Ausland davonstehlen. In Zukunft ist das Verfahren in Deutschland erlaubt – unter strengen Auflagen.
FOCUS-Online 07.07.11

Zulassung der PID: Recht auf Nachwuchs gestärkt
Der Bundestag erlaubt Genchecks am Embryo in Grenzen. Eine mutige Entscheidung, die endlich Rechtssicherheit für die umstrittene PID schafft.
Ein Kommentar von Sven Stockrahm
ZEIT Online 07.07.11

PID-Debatte: Gibt es ein Recht auf ein gesundes Kind?
Kommentar von Martina Fietz
Der Bundestag erlaubt Gentests an Embryonen – und unterwirft den Menschen damit Qualitätsanforderungen.
FOCUS-Online 07.07.11

Bundestagsentscheidung zu PID: "Es wird kein Designerbaby geben"
Es war eine Gewissensfrage für die Abgeordneten - jetzt ist sie geklärt: Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas bleiben unter bestimmten Bedingungen erlaubt.
SPIEGEL Online 07.07.11

Sieg der Vernunft
Bundestagsentscheidung zu PID
Ein Kommentar von Veronika Hackenbroch
Der Bundestag hat es Eltern erlaubt, Embryonen bei einer künstlichen Befruchtung auf Gendefekte testen zu lassen. Es ist ein Sieg des gesunden Menschenverstands über dogmatisches Denken, ein Sieg der Verantwortung über den Zwang - und das Ende einer absurden Situation.
SPIEGEL Online 07.07.11

Bundestag billigt PID: Gentest mit Geburtsfehler
Ein Kommentar von Werner Bartens
Diffuser geht es kaum: Der Bundestag hat die Präimplantationsdiagnostik zugelassen, doch das neue Gesetz lässt viele Fragen offen. Eine schleichende Ausweitung des Gentests an Embryonen ist damit abzusehen, denn längst ist aus dem Wunsch nach einem gesunden Kind ein Zwang geworden.
SUEDDEUTSCHE.DE 07.07.11

Gesetz zur PID: Der Bundestag hat entschieden - an der Gesellschaft vorbei
Ein Kommentar von Markus C. Schulte von Drach
SUEDDEUTSCHE.DE 07.07.11
Anm.: Der Artikel kann kommentiert werden

PID: Ein weiser Entschluss
Kommentar von Lilo Berg
Die Abgeordneten des Bundestags haben weise entschieden.
BERLINER ZEITUNG 07.07.11

Was die PID nicht klärt: Leben mit "Behindernissen"
von Solveig Bach
In bestimmten Fällen bleiben Gentests an Embryonen in Deutschland erlaubt, entscheidet der Bundestag. Doch während sich wahrscheinlich nur etwa 100 Paare im Jahr um eine PID bemühen werden, geht der Umgang mit Behinderung uns alle an.
N-TV.DE 07.07.11

Kein "Ja, aber..." bei PID
Deutschland erlaubt die Selektion von Embryonen. Das steht seit Donnerstag fest. Künftig können künstlich befruchtete Eizellen auf genetische Krankheiten hin untersucht und aussortiert werden. Vor allem Christen vermissen ein klares Signal der EKD.
PRO-Medienmagazin 07.07.11

Gentests an Embryonen: Was sagt das neue Gesetz?
DOMRADIO 07.07.11

PID: Kirchen verurteilen Entscheidung des Bundestages
Behindertenverbände und Kirchen sind enttäuscht über die Entscheidung des Bundestags zu Gentests an Embryonen - PID. Auch Ärzte sehen Gefahren.
ZEIT Online 07.07.11

EKD kritisiert PID-Gesetz als "zu weit gehend"
Schneider: "Diskussion fachkundig und mit großem Ernst"
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Kirche in Deutschland 07.07.11

Deutsche Bischofskonferenz bedauert Entscheidung des Deutschen Bundestages zur Präimplantationsdiagnostik
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 07.07.11

ZdK-Präsident Glück: PID-Entscheidung ist Bruch mit einem bewährten gesellschaftlichen Konsens
Mit großer Enttäuschung hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) den Beschluss einer begrenzten Zulassung der Präimplantationsdiagnostik durch den Deutschen Bundestag aufgenommen.
PRESSEMITTEILUNG Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 07.07.11

Christliche Frauenverbände kritisieren Zulassung der PID
Bessere Rahmenbedingungen für Leben mit Krankheit und Behinderung erforderlich
Die drei größten christlichen Frauenverbände – Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD), Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) und Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – wertschätzen ausdrücklich die Ernsthaftigkeit, mit der im Bundestag um die Entscheidung zu den Rahmenbedingungen der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland gerungen wurde. Die nun beschlossene begrenzte Zulassung der PID sehen sie allerdings mit Sorge.
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD), Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) 07.07.11

Trauer über die unverständliche Entscheidung des Deutschen Bundestags
Steeb: Zulassung der Präimplantationsdiagnostik fördert die Kultur des Todes, statt dem Leben zu dienen
Bad Blankenburg (PM) - Stellungnahme von Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, zur Zulassung der PID:
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Allianz Deutschland (EAD) 07.07.11

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) begrüßt das neue PID-Gesetz
„Damit ist jetzt wesentlich mehr Klarheit und vor allem Rechtssicherheit geschaffen worden“, kommentierte heute in Köln der ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek die Verabschiedung des Präimplantationsdiagnostik-Gesetzes (PID) im Deutschen Bundestag.
PRESSEMITTEILUNG Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) 07.07.11

Behindertenbeauftragter der Bundesregierung kritisiert neue Regelung zur Präimplantationsdiagnostik
"Die neue PID-Regelung wird zu einer massiven Ausweitung der Selektion menschlichen Lebens führen.
PRESSEMITTEILUNG Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, Hubert Hüppe 07.07.2011

Zunehmender Selektionsdruck durch PID-Entscheidung befürchtet
Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die heutige Entscheidung des Bundestages für eine “begrenzte Zulassung” der Präimplantationsdiagnostik scharf kritisiert und verweist dazu auf die Erfahrungen mit der Pränataldiagnostik (PND):
KOBINET-Nachrichten 07.07.11

Nach Zulassung der PID: Entscheidung diskriminierend für Menschen mit Behinderung – Lebenshilfe fordert kritische Begleitung der Praxis
Berlin. Der Deutsche Bundestag hat heute über die Zulässigkeit der Präimplantationsdiagnostik (PID) entschieden.
PRESSEMITTEILUNG Bundesvereinigung Lebenshilfe 07.07.11

Enttäuscht über PID Votum im Bundestag
Wachsam sein, dass Embryonenschutz nicht vollständig abgeschafft wird / Forscher wollen Embryonen patentieren
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese, MdEP EVP-ED 07.07.11

Abgestufter Lebensschutz
Bundestagsvize Thierse kritisiert Zulassung der „Embryonen-Selektion“
DOMRADIO 07.07.11

PID-Zulassung: Schwarzer Tag für die Behinderten in Deutschland
Glaubwürdigkeit der Union schwer geschwächt durch technokratisches Denken - Gleichzeitiges Nein zur Kernkraft und Ja zur PID offenbart schweren inneren Widerspruch
PRESSEMITTEILUNG Christdemokraten für das Leben CDL 07.07.2011

PID-Freigabe gegen Geist der Behindertenrechtskonvention
Berlin (kobinet) Die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik verstößt nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten Markus Kurth gegen den Geist der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.
KOBINET-Nachrichten 07.07.11

Leidenschaftliches Engagement für PID-Verbot
Berlin (kobinet) In der heutigen Bundestagsdebatte hat sich Dr. Ilja Seifert leidenschaftlich für ein vollständiges Verbot der Pränataldiagnostik (PID) eingesetzt.
KOBINET-Nachrichten 07.07.11

Stellungnahme der Stiftung Ja zum Leben zur Zulassung der PID
Gräfin von Westphalen: Wunsch nach gesundem Kind wird missbraucht
PRESSEMITTEILUNG Stiftung Ja zum Leben 07.07.11

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, erklärt zum Beschluss des Bundestages zur Präimplantationsdiagnostik (PID):
Mit dem jetzt getroffenen Beschluss, die PID zuzulassen, wird die Logik des Lebens auf den Kopf gestellt.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Lebensrecht (BVL) 07.07.11

Entscheidung für PID setzt reproduktive Rechte um
Frankfurt am Main. Die heutige Entscheidung des Bundestags über die zukünftige Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Verwirklichung reproduktiver Rechte.
PRESSEMITTEILUNG pro familia 07.07.11 (PDF-Format)

Salami-Ethik
Laut dem Memorandum der Bundesärztekammer vom 25. Mai 2011 sind „durchschnittlich sieben Präimplantationsembryonen notwendig, um ... wenigstens zwei nicht betroffene Embryonen für eine Übertragung zur Verfügung zu haben.“
AERZTEBLATT.DE Blog 07.07.11

Statement von Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zur heutigen Entscheidung des Bundestags für die begrenzte Zulassung der PID
Berlin. "Der Bundestag hat eine Entscheidung für die begrenzte Zulassung der PID getroffen. Wir Ärzte werden Verantwortung übernehmen, dass dieses Verfahren unter kontrollierten Bedingungen und nur bei vorheriger fachkundiger Beratung angewendet wird.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 07.07.2011

Flach: Entscheidung für die PID ist gut für Paare in Not
Zur Entscheidung für den PID-Gesetzentwurf von Ulrike Flach (FDP), Peter Hintze (CDU/CSU), Dr. Carola Reimann (SPD), Dr. Petra Sitte (Die Linke), Jerzy Montag (Bündnis 90/Die Grünen) und anderen initiierten Gesetzentwurf zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik (17/5451) erklärt Ulrike Flach:
Ich bin sehr froh, dass der Deutsche Bundestag sich heute mit einer deutlichen Mehrheit von für die Zulassung der PID in engen Grenzen entschieden hat.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB FDP 07.07.11

Zustimmung und Kritik zur PID-Entscheidung des Bundestages
Berlin – Einen verantwortungsvollen Umgang der Ärzte mit den neuen Regeln zur Präimplantationsdiagnostik (PID) hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery zugesagt.
AERZTEBLATT.DE 07.07.11

Bundestag für begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
Berlin – Der Bundestag hat die begrenzte Zulassung der Präimplan­tations­diagnostik (PID) beschlossen.
AERZTEBLATT.DE 07.07.11

Tränen-Rede bei Gentest-Debatte im Bundestag
Noch ist keine Entscheidung über Gentests an Embryonen gefallen. Doch die Debatte zeigt: Das Thema ist hochemotional. Im Bundestag fließen Tränen.
WELT Online 07.07.11

Kostspielig, aufwendig und kompliziert
Michael Hesse
KÖLN. Mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) sehen ihre Kritiker die Dämme brechen.
BERLINER ZEITUNG 07.07.11

Die Angst vor der Freiheit
Ohne Fraktionszwang stimmen die Abgeordneten über Gentests an Embryonen ab. Die ungewohnte Freiheit irritiert die Parlamentarier: Statt wie bisher auf den politischen Gegner losgehen zu können, müssen sie diesmal allein mit ihrem Gewissen ringen.
von Claudia Kade
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 07.07.11

Eine Entscheidung über Leben und Tod
Der Bundestag stimmt heute über Gentests an Embryonen ab. Es ist eine Gewissensfrage
Katja Tichomirowa
BERLINER ZEITUNG 07.07.11

PID könnte auf Umwegen zulässig bleiben
Heute entscheidet das Parlament über Gentests an Embryonen. Viele Abgeordnete sind unentschlossen, doch das Stimmverfahren könnte dazu führen, dass die PID praktiziert werden darf.
TAZ 07.07.11

Nach dem Sieb-Verfahren
Wie wird im Bundestag abgestimmt?
Von Robert Birnbaum
TAGESSPIEGEL 07.07.11

Der Gentest an Embryonen sollte verboten bleiben
Debatte im Bundestag
Kommentar Robin Alexander
Die Präimplantationsdiagnostik gehört verboten. Einmal erlaubt, lässt sie sich nicht mehr begrenzen. Niemand darf entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss.
WELT Online 07.07.11

PID ist und bleibt eine Frage des Gewissens
Dürfen befruchtete Eizellen vor dem Einpflanzen in die Gebärmutter auf bestimmte Krankheiten untersucht werden? Und wenn ja, in welchen Fällen? Bei der Präimplantationsdiagnostik treffen kontroverse Meinungen aufeinander. Deshalb soll heute im Bundestag frei nach dem Gewissen entschieden werden.
Von Stanislaus Kossakowski, BR, ARD-Haupstadtstudio
TAGESSCHAU.DE 07.07.11

"Eine sehr deutsche Furcht"
Genetiker über die PID-Debatte
Das designte Wunschbaby wird es auch in Zukunft nicht geben, aber die Kriterien für die Diagnostik werden sich verändern, glaubt zumindest der niederländische Genetiker Joep Geraedts.
TAZ 07.07.11

"Wir machen hier keine Designerbabys"
In Belgien zahlt die Krankenkasse eine Präimplantationsdiagnostik
Von Doris Simon
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

Wunsch nach PID zu verweigern, wäre "ein Verstoß gegen unser Grundgesetz"
Peter Hintze (CDU) begründet seine Haltung zur Präimplantationsdiagnostik
Peter Hintze im Gespräch mit Silvia Engels
DEUTSCHLANDFUNK 07.07.11

Viel Zustimmung zur PID: Aktuelle Meinungsumfrage zur Akzeptanz der Präimplantationsdiagnostik
Sozialwissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben aus Anlass der bevorstehenden Entscheidung zur PID im Deutschen Bundestag eine Meinungsumfrage zu „Leben und Werten in Deutschland“ erstellt. Sie zeigt hohe Zustimmungswerte auch für eine weitgehende Zulassung der PID. Die Online-Befragung, die der Soziologe Dr. Tilo Beckers mit Studierenden und in Zusammenarbeit mit der „respondi AG“ in der ersten Juliwoche durchgeführt hat, liefert ein aktuelles Stimmungsbild zur bevorstehenden Bundestagsentscheidung.
PRESSEMITTEILUNG Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 07.07.11

Gegner und Befürworter ringen im Bundestag um PID-Entscheidung
Vor der Entscheidung des Bundestags über eine Neuregelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) haben Befürworter und Gegner der Zulassung von Gentests an Embryonen am Donnerstag in einer sachlichen und ernsthaften Debatte für ihre Positionen geworben.
DOMRADIO 07.07.11

Präimplantationsdiagnostik: Die Gewissensfrage
Von Julia Jüttner
Wann beginnt das menschliche Leben? Und welches Leben ist lebenswert? Der Bundestag entscheidet, ob Präimplantationsdiagnostik erlaubt sein soll. Die Mutter eines gesunden und die eines behinderten Kindes haben sich längst entschieden. Zwei Antworten auf eine sehr persönliche Frage.
SPIEGEL Online 07.07.11

Embryonentests: Fortschritt oder Sünde?
Pro und Contra zur PID-Abstimmung im Bundestag
Es ist eine Entscheidung, die keine Parteigrenzen kennt: Der Bundestag stimmt über die Präimplantationsdiagnostik ab. Hier streiten die Unionspolitiker Peter Hintze und Johannes Singhammer.
STERN.DE 07.07.11

Präimplantationsdiagnostik: PID - ethisches Problem oder Hilfe für die Eltern?
Daniel Freudenreich
Berlin. Gentests an Embryonen können nicht sicherstellen, dass Eltern ein gesundes Kind bekommen, sagt Katrin Göring-Eckardt. Ex-CDU-Generalsekretär Peter Hintze will Müttern die Qual einer Totgeburt ersparen. Beide Politiker im Interview mit DerWesten.
DER WESTEN.DE 07.07.11

Nicht-invasiver Gentest für Embryos entwickelt
Cumuluszellen enthalten zahlreiche Informationen
PRESSETEXT.COM 07.07.11

Keimzellen und Kinderwunsch
Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt 4,8 Millionen Euro für Forschung zur künstlichen Befruchtung / Forschergruppe „Germ Cell Potential“ verlängert
PRESSEMITTEILUNG Westfaelische Wilhelms-Universität Münster (IDW) 07.07.11

06. Juli 2011

PID: Gegner und Befürworter bringen sich in Stellung
Berlin – Kurz vor der Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) haben sich Gegner und Befürworter in Stellung gebracht.
AERZTEBLATT.DE 06.07.11

PID-Entscheidung: Welchen Embryo meint ihr?
In der anstehenden PID-Entscheidung im Bundestag geht es um die Auswahl und den Schutz des frühesten, künstlich gezeugten Embryos. Das Embryonenschutzgesetz ist in der Hinsicht aber heillos veraltet.
FAZ.NET 06.07.11

Höchstes europäisches Gericht liefert Argumente gegen PID
Generalanwalt: Nach Europarecht kommt dem Embryo ab der Befruchtung Menschenwürde zu
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese, MdEP EVP-ED 06.07.11

PID: Die Kosten-Nutzen-Rechnung des Lebens?
Dr. Franz-Joseph Huainigg
Die Ethik ist in Schieflage geraten, in Deutschland wie auch in Österreich.
Dieser Kommentar ist in der Fruche erschienen.
BIZEPS Info 06.07.11

Eine Gespensterdebatte
Der Humangenetiker Peter Propping kommentiert den Streit um die Präimplantationsdiagnostik (PID)
Peter Propping
SPEKTRUM DIREKT 06.07.11

Genetische Diagnosen am Embryo
Gewissensfrage: Morgen entscheidet der Deutsche Bundestag über Zulassung oder Verbot der PID
Thilo Resenhoeft
DIE WELT 06.07.11

ALfA legt „sechs gute Gründen“ für ein PID-Verbot vor
Kaminski appelliert an Abgeordnete: „Stimmen Sie für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik. Sie öffnen sonst eine Tür, die niemand wieder schließen kann.“
PRESSEMITTEILUNG Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. 06.07.11

„Reines Selektionswerkzeug“
Susanne Kummer
Eine Replik auf den Gastkommentar von Kurt Grünewald zur Präimplantationsdiagnostik: Die Substanz der Pro-Argumente ist dünn.
DIE PRESSE 06.07.11

Embryo-Gentest: Debatte in Österreich angekommen
von Eva Male und Ulrike Weiser (Die Presse)
Der deutsche Bundestag stimmt am Donnerstag über die Zulassung von Gentests an Embryonen ab, die im Reagenzglas gezeugt wurden. Die Debatte ist auch in Österreich angekommen, wo die Tests ebenfalls verboten sind.
DIE PRESSE.COM 06.07.11

Hengstschläger: Für PID auch bei drohenden schweren Krankheiten
Thomas Kramar
Österreich: Der stellvertretende Vorsitzende der Bioethikkommission fordert die Politik zum Handeln auf: "Ein Embryo ist bei uns nicht stark geschützt, in manchen Fällen ist Tötung des Fetus bis in den neunten Monat möglich."
DIE PRESSE.COM 06.07.11

Künstliche Befruchtung: Eingefrorene Embryonen werden größere Babys
SPIEGEL Online 06.07.11

IVF: Kryokonservierung begünstigt Makrosomie
Paris/Kopenhagen – Die Verwendung von kryokonservierten Embryonen bei der In-vitro-Fertilisation(IVF) geht mit einem erhöhten Geburtsgewicht der Kinder einher.
AERZTEBLATT.DE 06.07.11

05. Juli 2011

Montgomery: PID nur in engen Grenzen
Mannheim – Vor der Ent­schei­dung des Bundestags über die Präim­planta­tions­diagnostik (PID) hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, auf die Einhaltung enger Grenzen bei den umstrittenen Embryonen­tests gepocht.
AERZTEBLATT.DE 05.07.11

"Ein Verbot wäre problematisch"
Der Arzt und Ethik-Experte Eckhard Nagel über die Zulassung von Gentests bei Embryonen
Matthias Kamann
DIE WELT 05.07.2011

Das kleinere Übel
Warum die PID unter strengen Auflagen erlaubt werden sollte
Von Alexander S. Kekulé
TAGESSPIEGEL 05.07.11

04. Juli 2011

Embryonenschutz in Deutschland ist international Vorbild - Interview
Alexandra Maria Linder arbeitet u.a. als Journalistin und Übersetzerin. Vor wenigen Wochen ist ihr zweites Buch erschienen: „Lebensrecht: Abtreibung, Euthanasie, PID, Stammzellenforschung“. FreieWelt.Net sprach mit der dreifachen Mutter und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. über die Bedeutung und den Umgang mit dem Lebensrecht und die PID-Abstimmung im Bundestag.
FREIE WELT.NET 04.07.11

PID: Malteser warnen Bundestag vor Kurswechsel - Selektion menschlichen Lebens verhindern
Köln. Vor der Entscheidung des Bundestages am 7. Juli über die Präimplantationsdiagnostik (PID) haben die Malteser vor einem Bruch mit der bisherigen Gesetzgebung gewarnt.
PRESSEMITTEILUNG Malteser Hilfsdienst e.V. 04.07.11

03. Juli 2011

"Gezielte Selektion"
Katholische Bischöfe bekräftigen Forderung nach Verbot der PID
DOMRADIO 03.07.11

"Frage rührt an Herz und Verstand"
Viele Abgeordnete vor Abstimmung offen
Nach jahrelanger Debatte fällt am Donnerstag die Entscheidung: Sollen Paare künstlich erzeugte Embryonen genetisch untersuchen lassen dürfen?
ZDFLogin 03.07.11

Future-Baby - Schafft PID den perfekten Menschen?
Vor der Entscheidung im Bundestag
Es ist eine Entscheidung des Gewissens - denn es geht um nicht weniger als um Leben und Tod.
ZDFLogin 03.07.11

02. Juli 2011

"Da bin ich gerne radikal"
Streitgespräch Präimplantationsdiagnostik
Katrin Göring-Eckardt (Grüne) lehnt die Präimplantationsdiagnostik strikt ab. Karl Lauterbach (SPD) will die PID in Ausnahmefällen erlauben. Ein Streitgespräch.
Von Heike Haarhoff
TAZ 02.07.11

Ethiker mit Bedenken gegen radikales PID-Verbot
Ärzte Zeitung online 02.07.11

Letzter Ausweg Indien
Leihmütter im Ausland immer gefragter
Von Marc Etzold
TAGESSPIEGEL 02.07.11

01. Juli 2011

Mit Stimmzetteln für oder gegen die PID
Am 7. Juli berät der Bundestag darüber, ob die Präimplantationsdiagnostik künftig erlaubt wird. Drei Anträge stehen zur Wahl, aber die Abgeordneten haben fünf Optionen.
Ärzte Zeitung online 01.07.11

Präimplantationsdiagnostik: Man wird mehr und noch mehr Embryonen brauchen
FAZ.NET 01.07.11

PID: Systematische Optimierung und Verzweckung des menschlichen Lebens
Präimplantationsdiagnostik (PID) bedeutet, dass „Menschen im frühesten Entwicklungsstadium nach Gesundheitskriterien selektiert und getötet werden können“. Ein KATH.NET-Exklusiv-Interview mit Hedwig von Beverfoerde - Von Petra Lorleberg
KATH.NET 01.07.11

Jede Auswahl vernichtet menschliches Leben
Bischof Ackermann für Verzicht auf PID - Auch Katholische Verbände für Verbot
Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 1. Juli an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag appelliert, sich für das generelle Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) auszusprechen.
PRESSEMITTEILUNG Bistum Trier 01.07.11

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