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Interessengemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland

News - Neues zu Themen der Bioethik

Letzte Aktualisierung: 27.06.16

In dieser Rubrik finden Sie laufend aktualisierte Neuigkeiten zu Themen der Bioethik. Außerdem gibt es hier Themenspecials, Materialsammlungen, ein Newsarchiv sowie Veranstaltungshinweise und Fernsehtipps.

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Alle Artikel in dieser Rubrik sind nur eine Auswahl der wichtigsten gesammelten Meldungen. Noch mehr Presseartikel gibt es in der Rubrik Presse. Diese Sparte wird wöchentlich aktualisiert.

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Neueste Meldungen:

Sollte die Rubrik News länger nicht aktualisiert werden, empfehlen wir einen Blick in die Rubrik Presse mit wöchentlich neu eingestellten Artikeln.

2016

  • 24.06.16: Crispr-Cas9 und Co.: Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zu Genom-Editierung

    Am 22.06.16 veranstaltete der Deutsche Ethikrat seine Jahrestagung zum Thema „Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Bewertung“. Hierzu waren über 500 Teilnehmer in Berlin zusammengekommen.

    Mehr dazu im Themenspecial zur Jahrestagung des Deutschen Ethikrates am 22.06.16 zur Genom-Editierung
     

  • 16.06.2016: 15. Juni 2016: Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen

    Am 15. Juni 2016 ist der "Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen". Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) klärt über Gewalt in der Pflege auf und startet die deutschlandweite Aktion #PflegeOhneGewalt

    Mehr zum Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen und die Aktion des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) auf www.sterbehilfe-debatte.de
     

  • 14.06.16: Hinweis in eigener Sache:

    Seit November 2015 wurde diese Rubrik auf diesem rein ehrenamtlich betriebenen Portal aus privaten Gründen nicht mehr aktualisiert. Wir bitten um Verständnis. Ab sofort wird dies in den nächsten Tagen schrittweise nachgeholt und die Rubbrik wieder regelmässig gepflegt. Aktuell wurde die Presserubrik ergänzt mit unzähligen lesenswerten Beiträgen zu diversen bioethischen Themen. Draufschauen lohnt sich!
     

  • 20.02.16: Gescheitert: Verfassungsbeschwerde gegen den „Pflegenotstand“ nicht zur Entscheidung angenommen

    Mit am 19.02.16 veröffentlichtem Beschluss hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts eine Verfassungsbeschwerde gegen den sogenannten „Pflegenotstand“ nicht zur Entscheidung angenommen. Die Beschwerdeführer, sechs Seniorinnen und Senioren, wollten gerichtlich feststellen lassen, dass die gegenwärtigen staatlichen Maßnahmen zum Schutze der Grundrechte von Pflegeheimbewohnern nicht genügen und der Staat zur Abhilfe und kontinuierlichen Überprüfung verpflichtet ist.

    Das höchste Gericht sah die Verfassungsbeschwerde unzulässig an, da eine Verletzung einer grundrechtlichen Schutzpflicht durch grundgesetzwidriges Unterlassen des Gesetzgebers sowie die eigene und gegenwärtige Betroffenheit der Beschwerdeführer nicht hinreichend substantiiert vorgetragen worden sei.

    Mehr im Themenspecial zur abgelehnten Verfassungsbeschwerde gegen den Pflegenotstand
     

  • 09.01.16: Urteil des Bundesverfassungserichts: Neuer Sterbehilfeparagraf bleibt in Kraft

    Erfolgloser Antrag auf einstweilige Anordnung gegen die Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung
    Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen den seit 10. Dezember 2015 gültigen § 217 des Strafgesetzbuches (StGB) abgelehnt. Der Beschluss beruht auf einer Folgenabwägung:
    PRESSEMITTEILUNG Bundesverfassungsgericht 08.01.16

    Solange Sterbehilfe ein Geschäft ist, bleibt sie verboten
    Die Mitglieder eines Suizid-Vereins scheitern mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht - vorerst
    von Jost Müller-Neuhof
    TAGESSPIEGEL 08.01.16

    Bundesverfassungsgericht: Neuer Sterbehilfeparagraf bleibt in Kraft
    AERZTEBLATT.DE 08.01.16
     

2015

  • 06.11.15: Geschäftsmäßige Hilfe zum Suizid wird bestraft
    Die Sterbehilfe wird in Deutschland neu geregelt. Der Bundestag entschied sich am Freitag, 6. November 2015, für die Annahme eines von den Abgeordneten Michael Brand (CDU/CSU), Kerstin Griese (SPD), Kathrin Vogler (Die Linke) und Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) und anderen fraktionsübergreifend initiierten Gesetzentwurfs (18/5373).
    MITTEILUNG Deutscher Bundestag 06.11.15
    Anm.: Dort gibt es die Drucksachen und das Video zur Debatte sowie die Abstimmungsergebnisse

    Mehr demnächst in einem eigenen Themenspecial und vorab in der Presseschau November.
     

  • 05.11.15: Bundestag billigt das Hospizgesetz
    Einen Tag vor der entscheidenden Sterbehilfedebatte hat der Bundestag einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verabschiedet. Die teilweise interfraktionell erarbeitete Vorlage fand am Donnerstag, 5. November 2015, im Parlament eine breite Mehrheit aus Union, SPD und Grünen. Die Linksfraktion enthielt sich der Stimme, sieht das Gesetz aber grundsätzlich auch als sinnvoll an.
    MITTEILUNG Deutscher Bundestag 05.11.15
    Anm.: Dort gibt es die Drucksachen und das Video zur Debatte
     
  • 16.07.15: Weiterer Weg für Embryonenselektion frei: Gemeinsame Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) für sechs Bundesländer nimmt Arbeit auf - Zwei PID-Zentren in Baden-Württemberg zugelassen

    Am 15.07.15 wurde in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen der Weg für die praktische Anwendung der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik frei gemacht. Als Präimplantationsdiagnostik (PID) wird die genetische Untersuchung eines außerhalb des Körpers (in vitro) erzeugten Embryos vor dessen Implantation in die Gebärmutter der Frau bezeichnet, wobei nur die gesunden Embryonen eingesetzt werden. Für die Anwendung des Verfahrens ist das Votum einer Ethikkommission notwendig. Eine gemeinsame PID-Ethikkommission der sechs Bundesländern hat am 15. Juli mit ihrer konstituierenden Sitzung ihre Arbeit aufgenommen. Die Kommission hat die Aufgabe, Anträge auf Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik zu bewerten. Die Ethikkommission ist gemäß dem von den beteiligten Ländern im letzten Jahr geschlossenen Staatsvertrag bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg angesiedelt. Dies teilte das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg in einer Presseaussendung mit.

    Mehr im Themenspecial zur Einrichtung der Gemeinsamen Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik
     

  • 02.07.15: Bundestagsdebatte zum Verbot der Suizidbeihilfe

    Sterbebegleitung zwischen Verbot und Liberalisierung
    Der Bundestag hat am Donnerstag, 2. Juli 2015, intensiv über eine mögliche Regelung zur Sterbehilfe debattiert. Im Mittelpunkt der möglichen Regelung steht dabei die Frage nach dem assistierten Suizid, das heißt, wer Sterbewilligen unter welchen Umständen helfen darf.
    MITTEILUNG Deutscher Bundestag 02.07.15

    Siehe ergänzend dazu die Gesetzentwürfe bzw. ein Antrag:

    Demnächst folgt ein ausführliches Themenspecial zur Debatte. Außerdem gibt es eine kleine Presseschau.
     

  • 03.05.15: Bundeskabinett beschließt Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

    Das Bundeskabinett hat am 29.04.15 in Berlin den Entwurf eines "Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland" (Hospiz- und Palliativgesetz - HPG) beschlossen. Ziel des neuen Gesetzes ist ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland.

    Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der sozialen Pflegeversicherung und im Krankenhauswesen vor. Er enthält Regelungen zur ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung der Versicherten in der häuslichen Umgebung und zur stationären Versorgung in Pflegeeinrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern. Verbänden geht der Gesetzentwurf jedoch nicht weit genug. Sie fordern Änderungen bzw. Ergänzungen.

    Mehr im Themenspecial zum geplanten Hospiz- und Palliativgesetz auf www.sterbehilfe-debatte.de
     

  • 24.02.15: Deutscher Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Thema Hirntod und Entscheidung zur Organspende

    Bild Screenshot Stellungnahme Deutscher Ethikrat "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" vom 24.02.15Am 24.02.15 hat der Deutsche Ethikrat seine 189-seitige Stellungnahme "Hirntod und Entscheidung zur Organspende" vorgelegt. Darin befasst sich das Beratungsgremium ausführlich mit der Kontroverse um den Hirntod. und fordert Verbesserungen bei der Information und Kommunikation rund um die Organspende. Außerdem fordert er eine gesetzliche Regelung zu organprotektiven Maßnahmen bei potentielnnen Organspendern.

    Mehr dazu in der ausführlichen Presseerklärung des Ethikrates, einem besonders lesenswerten Artikel in der "Welt": Sind hirntote Organspender wirklich schon tot? und in der aktuellen Presseschau auf www.organspende-aufklaerung.de. Ein ausführliches Themenspecial folgt in Kürze.

  • 03.02.15: Richtungsweisender Parlamentsbeschluss: Großbritannien will „Drei-Eltern-Babys“ zulassen

    Brüssel/London - Das britische Unterhaus hat am 03.02.15 beschlossen, eine Befruchtungsmethode zuzulassen, bei der -"wenn sie erfolgreich durchgeführt wird"- Kinder mit drei Eltern entstehen. Damit könnte Großbritannien das erste Land weltweit sein, das diese Technik zulässt. Die für den 23. Februar geplante Abstimmung im Oberhaus gilt als reine Formsache.

    Mehr dazu im Themenspecial zum britischen Parlamentsbeschluss zur Zulassung von „Drei-Eltern-Babys“
     

  • 01.12.14, ergänzt am 08.01.15 und 24.01.15: Debatte um „Pille danach“: Europäische Arzneimittel-Agentur empfiehlt rezeptfreie Abgabe - Bundesgesundheitsminister Gröhe knickt ein

    In der Debatte um die sogenannte "Pille danach" als "Notfallverhütung" ohne Rezept zeichnet sich offenbar eine Wende ab. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich in einer am 21.11.14 veröffentlichten Empfehlung für die rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristal ausgesprochen. Am 07.01.15 ist die Europäische Kommission der Empfehlung der EMA gefolgt und hat die Rezeptpflicht für das Medikament ellaOne aufgehoben.

    Unterdessen sprechen sich über 9000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner in einer am 11.01.15 gestarteten Online-Petition an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dafür aus, standhaft zu bleiben und die Rezeptpflicht für die "Pille danach" beizubehalten. Die Petition kann noch bis auf weiteres unterstützt werden.

    Mehr dazu im Themenspecial zur Empfehlung der Europäische Arzneimittel-Agentur und der Entscheidung der EU-Kommission zur Aufhebung der Rezeptpflicht der "Pille danach"

2014

  • 18.11.14: Bundessozialgericht: Richtungsweisende Urteile zu Kostenerstattung für Präimplantationsdiagnostik (PID) und künstliche Befruchtung bei unverheirateten Paaren
    Am 18.11.14 hat das Bundessozialgericht in Kassel zwei richtungsweisende Urteile im Zusammenhang mit künstlichen Befruchtungen gefällt. Das erste Urteil betrifft die Kostenerstattung durch die Kassen für eine Präimplantationsdiagnostik (PID), das andere Urteil die Kostenerstattung der Krankenkassen für eine künstliche Befruchtung bei unverheirateten Paaren. Beides wurde durch das Gericht abgelehnt.

    Mehr dazu im Themenspecial zu den Bundessozialgerichts-Urteilen zur Kostenerstattung für Präimplantationsdiagnostik (PID) und künstliche Befruchtung bei unverheirateten Paaren
     

  • 26.09.14: Klare Positionen: Deutsche Bischofskonferenz bekräftigt ablehnende Haltung zu Sterbehilfe und Suizidbeihilfe
    Banner DBKDie Deutsche Bischofskonferenz hat anlässlich ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda erneut ihre Haltung zur Sterbehilfe bekräftigt. In ihrer Stellungnahme spricht sie sich nachdrücklich gegen alle Formen der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zur Selbsttötung aus.

    Mehr im Themenspecial zur Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz zu Sterbehilfe und Suizidbeihilfe
     

  • 17.09.14: Ad-hoc-Empfehlung zur Stammzellforschung: Deutscher Ethikrat sieht Klärungsbedarf bezüglich künstlich erzeugter Keimzellen und Embryonen
    Ad-Hoc-Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur StammzellforschungAm 15.09.14 hat der Deutsche Ethikrat eine Ad-hoc-Empfehlung zur Stammzellforschung vorgelegt. Darin geht es um die Frage, ob es neue Herausforderungen für das Klonverbot und den Umgang mit artifiziell erzeugten Keimzellen gibt. Nach Einschätzung des Deutschen Ethikrates besteht zum Klonverbot zwar kein dringender gesetzgeberischer Handlungsbedarf, der durch die jüngsten Entwicklungen der Stammzellforschung ausgelöst würde. Allerdings sieht er Klärungsbedarf im Hinblick auf weitreichende ethische und rechtliche Fragen, die sich insbesondere im Zusammenhang mit zwei möglichen Anwendungsbereichen neuer Stammzelltechniken ergeben.

    Mehr im Themenspecial zur Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrates zur Stammzellforschung auf www.stammzellen-debatte.de
     

  • 26.08.14: Wissenschaftler legen Gesetzesvorschlag zu assistiertem Suizid vor

    Symbolbild SterbehilfeSeit geraumer Zeit ist de Debatte um eine Regelung der Beihilfe zum Suizid in vollem Gang. Am 26.08.14 haben in München vier Wissenschaftler aus den Bereichen Recht, Ethik und Palliativmedizin einen Gesetzesvorschlag zur Sterbehilfe vorgelegt, der im September als Buch erscheint. Mehr dazu demnächst in einem eigenen Themenspcial. Bis dahin verweisen wir auf die Pressemitteilung des Verlages und die Presseschau für August.

    Gesetzentwurf zur Regelung des assistierten Suizids vorgelegt
    München – Palliativ-Mediziner, Ethiker und Juristen wollen die Beihilfe zum Suizid bei schwerstkranken Patienten in Deutschland gesetzlich regeln und legten dazu heute in München einen Gesetzesvorschlag vor.
    AERZTEBLATT.DE 26.08.14

    PDF Pressemitteilung anlässlich der Präsentation des Buches "Selbstbestimmung im Sterben – Fürsorge zum Leben: Ein Gesetzesvorschlag zur Regelung des assistierten Suizids"
    PRESSEMITTEILUNG Kohlhammer-Verlag 26.08.14 (PDF-Format)
    Anm.: Dort finden Sie auch den Gesetzentwurf inkl. Kurzbegründung.

    Selbsttötung: Gesetzentwurf macht Suizidhilfe zum Regelangebot der Ärzte
    Vier Hochschulprofessoren haben heute einen Gesetzentwurf zur Neuregelung des assistierten Suizids vorgelegt. Dazu erklärt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch:
    München. „Wenn der Gesetzentwurf Realität würde, dann wird die Suizidbeihilfe zum Regelangebot des Arztes. Damit hätten wir den zertifizierten Mediziner für Selbsttötung.
    PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Patientenschutz 26.08.14

  • 07.06.14: Tag der Organspende am 7. Juni 2014: Start der neuen Ministeriums-Organspendekampagne 2014, Kritik an Hirntodfeststellung und mangelhafter Aufklärung bei Lebendspende
    Plakatmotiv zur Entscheidungslösung bei Organspenden
     
    Anlässlich des Tages der Organspende am 7. Juni 2014, haben das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Tag zuvor mal wieder eine gemeinsame Organspendekampagne vorgestellt. Sie steht diesmal unter dem Motto "Ich entscheide. Informiert und aus Verantwortung."

    Im Kontrast zu dieser Werbekampagne hat der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. in einer Presseerklärung die mangelnde Kontrolle bei Hirntod-Feststellungen kritisiert und das Hirnversagen als Tod des Menschen grundsätzlich in Frage gestellt.

    Die Interessengemeinschaft Nierenlebensdspende e.V. (IGN) weist zudem auf erhebliche Probleme bei Lebendspenden hin und kritisiert ebenfalls mangelhafte Aufklärung.

    Mehr im Themenspecial zum Tag der Organspende am 7. Juni 2014
     

  • 24.05.14: Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zur Zukunft der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland
    Am 22.05.14 veranstaltete der Deutsche Ethikrat in Berlin im Humboldt Carré seine Jahrestagung zum Thema "Fortpflanzungsmedizin in Deutschland: Individuelle Lebensentwürfe – Familie – Gesellschaft".

    Im Mittelpunkt standen unter anderem die Fragen: Welche Herausforderungen für unser Verständnis von Selbstbestimmung, Familie und Gesellschaft bringen die Eingriffsmöglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin mit sich? Soll die Zeugung sogenannter Drei-Eltern-Babys zugelassen werden? Welche individuellen und sozialen Chancen und Probleme können Eizellspende und Leihmutterschaft, aber auch das langfristige Einfrieren eigener Eizellen für die beteiligten Frauen, Kinder und die Familien mit sich bringen? Welcher Handlungsbedarf ergibt sich daraus für die Politik? Diese und weitere Fragen diskutierte der Deutsche Ethikrat gemeinsam mit Referenten, drei Bundestagsabgeordneten und über 350 Gästen.

    Mehr im Themenspecial zur Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zur Fortpflanzungsmedizin in Deutschland
     

  • 13.05.14: Sachverständigenanhörung des Deutschen Ethikrats zum Thema "Neue Herausforderungen für das Verbot des Klonens zu Fortpflanzungszwecken durch jüngste Entwicklungen der Stammzellforschung?"
    Sachverständige und Zuhörer bei der Ethikrat-Anhörung zum Thema Stammzellen und Klonverbot am 08.05.2014 in Berlin
     
    Am 08.05.15 veranstaltete der Deutsche Ethikrat in Berlin im Rahmen seiner Plenarsitzung eine öffentliche Anhörung zur Forschung an humanen embryonalen Stammzellen durch Zellkerntransfer und an induzierten pluripotenten Stammzellen. Hierzu befragte das Ethikgremium vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen drei Experten aus den Bereichen Naturwissenschaft, Ethik und Recht zu den sich daraus eventuell ergebenden rechtlichen Herausforderungen.

    Mehr im Themenspecial zur Ethikrat-Sachverständigenanhörung zu Stammzellen und Klonverbot
     

  • 15.03.13, zuletzt ergänzt am 29.04.14: Geplante Neuregelung: Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur vertraulichen Geburt - Erste Beratung im Bundestag am 21.03.13 - Bundesrat fordert Überarbeitung des Gesetzentwurfs
    Am 13.03.13 hat das Bundeskabinett einen von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, vorgelegten Gesetzentwurf zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt beschlossen. Ziel einer vertraulichen Geburt ist es, die für Mütter und Kinder riskanten heimlichen Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen so unnötig wie nur möglich zu machen sowie Fälle zu verhindern, in denen Neugeborene ausgesetzt oder getötet werden, erklärte das Familienministerium in einer Presseaussendung zum Beschluss. Babyklappen sollen Medienberichten zufolge aber weiter erlaubt bleiben. Am 21.03.13 hat der Deutsche Bundestag bereits in Erster Lesung über den Gesetzentwurf kontrovers beraten und am 03.05.13 hat auch der Bundesrat seine Stellungnahme abgegeben. Im Juni 2013 hat der Bundestag dem Gesetz schließlich zugestimmt. Kurz darauf hat in seiner Sitzung am 05.07.13 der Bundesrat dem Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt zugestimmt und damit endgültig den Weg frei gemacht. Das Gesetz zur vertraulichen Geburt tritt zum 01.05.2014 in Kraft. Zum Start wurde auch ein Hilfetelefon sowie eine neue Webseite vorgestellt.

    Mehr im Themenspecial zum Gesetzentwurf zur vertraulichen Geburt
     

  • 28.04.14: Neue Stellungnahmen zu Organspende und Hirntod(-Fehldiagnosen), 2 Filmberichte und übersetzter Vortrag von A. Shewmon zu "Hirntod und Organentnahme"
    In letzter Zeit gab es in den Medien eine verstärkte Diskussion über die Feststellung des Hirntodes und diesbezügliche Fehldiagnosen. Anlaß war ein kritischer Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 18.02.14. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hat die Vorwürfe erwartungsgemäß zurückgewiesen.

    Vor diesem Hintergrund und angesichts der rückläufigen Organspendezahlen haben diverse Berufsverbände und Andere Stellungnahmen zum Thema abgegeben. Dabei werden auch Forderungen nach Gesetzesänderungen für Transplantationen in Deutschland lauter. Nachfolgend eine Zusammenstellung zu Debatte.

    Ergänzend dazu hat der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) einen beachtenswerten älteren aber nach wie vor aktuellen übersetzten Vortrag von Prof. D. Alan Shewmon veröffentlicht.

    Mehr in einem Themenspecial zu Organspende und Hirntoddebatte
     

  • 21.01.14: Organspender-Zahlen in 2013 weiter stark gesunken - Kritik an fehlender Transparenz und einseitiger Information
    Symbolbild OrganentnahmeDie Zahl der Organentnahmen nach festgestelltem Hirntod sind auch in 2013 massiv zurückgegangen und haben einen historischen Tieftststand erreicht. Nach dem starken Rückgang der Organspenden in 2012 hat sich diese Entwicklung in 2013 noch weiter verschärft, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 15.01.14 in einer Presseaussendung zu den vorläufigen Zahlen aus dem Jahr 2013 mit. Grund seien die Transplantationsskandale, glaubt die DSO. Kritiker wie die Deutschen Stiftung Patientenschutz machen fehlende Intransparenz verantwortlich. Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) sieht die Ursachen eher in der anhaltenden einseitigen Information, die die Leute nicht mehr so leicht hinnehmen.

    Mehr im Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de zu den Organspendezahlen 2013
     

2013

  • 29.09.12, zuletzt ergänzt am 20.12.13: EU-Verordnungsentwurf über klinische Prüfungen: Verbände warnen vor Aufweichung bewährter Schutzstandards für die Forschung am Menschen
    Symbolbild EUEine geplante EU-Neuregelung von Arzneimittel-Tests am Menschen sorgt seit Mitte 2012 für Diskussionen. Konkret geht es um eine Lockerung international anerkannter Standards für die klinische Erforschung von Arzneimitteln am Menschen zum Nutzen der Pharmafirmen und zum möglichen Nachteil der Probanden, insbesondere Nichteinwilligungsfähige wie z.B. Kinder. Hiergegen hatte u.a. bereits die Bundesärztekammer (BÄK), die Ärztevereinigung Marburger Bund und der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen in Deutschland heftig protestiert. Gerade die fremdnützige medizinische Forschung an sogenannten nichteinwilligungsfähigen Probanden ist in Deutschland ein brisantes Thema. Bereits Ende der 1990er-Jahre sorgten entsprechende Regelungen in der umstrittenen Biomedizinkonvention des Europarates für heftige Proteste, insbesondere von Seiten der Behindertenverbände aber auch anderen bioethik-kritischen Gruppierungen.

    Am 12.10.12 hat sich der Deutsche Bundesrat mit dem EU-Verordnungsentwurf über klinische Prüfungen befasst und eine ausführliche Stellungnahme mit diversen Änderungswünschen vorgelegt. Im Kern teilt die Länderkammer die bereits von anderen geäußerte Kritik. In den Medien war der Bundesratsbeschluss jedoch kein Thema. Am 31.01.13 bemängelte auch der Deutsche Bundestag eklatante Schwächen des EU-Verordnungsentwurfs zur Durchführung von klinischen Prüfungen mit Humanarzneimitteln. Am 29.05.13 korrigierte nun der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments den umstrittenen EU-Kommissionsvorschlag.

    Ergänzung 20.12.13: Vertreter des Europäischen Parlaments und der im Ministerrat vertretenen Mitgliedsstaaten haben sich mittlerweile auf neue Regeln für Arzneimitteltests am Menschen geeinigt. Dies teilte der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Christdemokraten im Europäischen Parlament, Dr. med. Peter Liese, am 20.12.13 in einer Presseaussendung mit. Die Annahme des ausgehandelten Textes durch den Ministerrat und das Parlament Anfang nächsten Jahres gilt laut Liese als Formsache.

    Mehr im Themenspecial auf www.bioethik-konvention.de zum EU-Verordnungsentwurf über klinische Prüfungen: Verbände warnen vor Aufweichung bewährter Schutzstandards für die Forschung am Menschen
     

  • 19.12.13: Sozialverband VdK Deutschland prüft Verfassungsklage zur Verbesserung der Pflege
    Vor dem Hintergrund der seit Jahren anhaltenden Pflegemissstände prüft der Sozialverband VdK Deutschland die juristischen Möglichkeiten, Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht zur Verbesserung der Pflege einzulegen. "Sollte sich hier irgendeine realistische Möglichkeit ergeben, werden wir klagen", erklärte die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher in einer Pressemitteilung vom 18.12.13. Grundlage ist die Dissertation der Regensburger Juristin Susanne Moritz, die wegen der offenkundigen Missstände in deutschen Pflegeheimen die Grundrechte der Pflegebedürftigen verletzt sieht.

    Mehr zur möglichen Verfassungsklage zur Verbesserung der Pflege
     

  • 04.10.13, ergänzt am 13.12.13: Belgien diskutiert über Sterbehilfe nach Geschlechtsumwandlung - Gesetzesvorstoß für aktive Sterbehilfe für Minderjährige und Demenzpatienten
    In Belgien ist die Sterbehilfedebatte neu aufgeflammt. Hintergrund ist der Fall des 44-jährigen transsexuellen Belgiers Nathan V., der sich nach einer Geschlechtsumwandlung auf eigenen Wunsch von einem Arzt mit einer Giftinjektion in einem Brüsseler Krankenhaus am 30.09.13 töten ließ. Er war mit den Ergebnissen der Operationen unglücklich und habe sich nach eigenem Bekunden nur noch "als Monster" gefühlt und "vor sich selbst geekelt".
    Zudem gibt es einen Gesetzesvorstoß für aktive Sterbehilfe für Minderjährige und Demenzpatienten, der bereits am 13.12.13 den Senat passiert hat.

    Mehr im Themenspecial zur Sterbehilfedebatte in Belgien
     

  • 17.10.13, zuletzt ergänzt 11.12.13: Geplanter Rechtsbruch per Entschließung: EU-Parlamentarier wollen Abtreibung europaweit legalisieren
    Mittels einer richtungsweisenden Entschließung über sexuelle und reproduktive Gesundheit, dem sogenannten Estrela-Bericht, will das Europaparlament Abtreibung europaweit legalisieren. Das Papier wurde bereits im September im Ausschuss für Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter verabschiedet. Am 21. und 22.10.13 sollte in Straßburg abschließend über die Entschließung diskutiert und entschieden werden. Hiergegen regte sich allerdings massiver Widerstand von Seiten diverser Parlamentarier, Lebensrechtsverbände und Kirchen.

    Am 22.10.13 sprachen sich die EU-Parlamentarier mit 351 Stimmen bei 319 Gegenstimmen und 18 Enthaltungen für den Antrag auf Rücküberweisung des Estrela-Berichts an den Frauenausschuss aus. Am 26.11.13 wurde der Bericht dort erneut beraten und ohne substanzielle Veränderungen angenommen. Kurz darauf wurde bekannt, dass über das Papier am 10.12.13 erneut im EU-Parlament abgestimmt werden sollte. Hiergegen regte sich abermals massiver Protest.

    Ergänzung vom 11.12.13: Der umstrittene Bericht ist nun endgültig vom Tisch und wurde im Europaparlament am 10.12.13 abgelehnt.

    Mehr im Themenspecial: Geplanter Rechtsbruch per Entschließung - EU-Parlamentarier wollen Abtreibung europaweit legalisieren
     

  • 22.11.13: Weiter Förderung der embryonalen Stammzellforschung: EU-Parlament beschließt Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020
    Symbolbild EUAm 21.11.13 hat das Europäische Parlament das neue Forschungsrahmenprogramm "Horizont 2020" für 2014 bis 2020 beschlossen. Das Programm soll das auslaufende gegenwärtige 7. Forschungsrahmenprogramm ersetzen, wird am 1. Januar 2014 offiziell starten und sieht EU-Investitionen in Forschung und Innovation von rund 70 Milliarden Euro vor. Dabei wird die Europäische Union weiterhin bestimmte Forschungsprojekte mit den umstrittenen humanen embryonalen Stammzellen (hESC) finanziell fördern.

    Mehr im Themenspecial zum beschlossenen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 auf www.stammzellen-debatte.de
     

  • 20.11.13 Neues zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik: Niedersächsische Landesregierung spricht sich für gemeinsame Ethikkommission aus
    Die Niedersächsische Landesregierung hat sich in ihrer Kabinettssitzung am 19.11.13 dafür ausgesprochen, eine Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) gemeinsam mit den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein einzurichten. Diese soll bei der Hamburger Ärztekammer angesiedelt sein. Dies teilte Niedersächsische Landesregierung in einer Presseaussendung im Anschluss an die Sitzung mit.

    Mehr im Themenspecial: Niedersächsische Landesregierung spricht sich für gemeinsame Ethikkommission bei PID aus
     

  • 24.10.13: Evangelische Frauen in Deutschland positionieren sich zur Organtransplantation: Hirntod und Tod nicht länger gleichsetzen
    Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) hat Mitte der vergangenen Woche ein Positionspapier zur Organtransplantation beschlossen. Darin schließt sich der Dachverband der Frauenverbände in der evangelischen Kirche, der aus 38 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern besteht, der zunehmenden Kritik am Hirntodkonzept an, das der Transplantationsmedizin in Deutschland zugrunde liegt.

    Mehr im Themenspecial zum Positionspapier der Evangelische Frauen in Deutschland zu Organspende und Hirntod
     

  • 23.10.13: 64. Generalversammlung des Weltärztebundes verabschiedet revidierte Fassung der Deklaration von Helsinki zu ethische Prinzipien der medizinischen Forschung - Richtungsweisende Beschlüsse zu Homosexualität, Todesstrafe und Normierung der ärztlichen Berufsausübung
    Die 64. Generalversammlung des Weltärztebundes hat am 19. Oktober im brasilianischen Fortaleza eine revidierte Version der Deklaration von Helsinki verabschiedet. Diese Deklaration enthält ethische Prinzipien der medizinischen Forschung am Menschen und ist eines der wichtigsten Dokumente des Weltärztebundes.

    Neben der Verabschiedung der revidierten Version der Deklaration von Helsinki wurden auch Beschlüsse zu den Themen Homosexualität, der Todesstrafe und zur Normierung der ärztlichen Berufsausübung gefasst.

    Mehr im Themenspecial zur revidierte Fassung der Deklaration von Helsinki und den Beschlüssen des Weltärztebundes
     

  • 12.10.13: Welt-Hospiztag 2013: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband fordert für alle Betroffenen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung
    Anlässlich des Welthospiztages am 12. Oktober 2013 fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), allen schwerstkranken und sterbenden Menschen den umfassenden Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen. Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. machte ergänzend auf die Kinderpalliativmedizin als ein grundlegendes Menschenrecht aufmerksam.

    Mehr im Themenspecial zum Welthospiztag 2013 auf www.sterbehilfe-debatte.de
     

  • 05.09.13: Aufarbeitung nach Transplantationsskandalen: Prüfungs- und Überwachungskommission legen Bericht zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland vor - Schwere Richtlinienverstöße auch in Münster
    Symbolbild Lebertransplantationsbericht
     
    Am 04.09.13 haben die Prüfungs- und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband ihren lange erwarteten Bericht zu den Vor-Ort-Prüfungen aller 24 Lebertransplantationsprogramme in Deutschland für die Jahre 2010 und 2011 vorgelegt.
    Schwerwiegende Richtlinienverstöße stellten die Prüfer in der Universitätsklinik Göttingen und Leipzig sowie in zahlenmäßig geringerem Ausmaß in München rechts der Isar und - neu - in Münster fest. Unbeanstandet blieben lediglich fünf Transplantationszentren. In den restlichen Zentren wurden nur solche Richtlinienverstöße festgestellt, "bei denen sich aufgrund der Umstände des Einzelfalls oder der geringen Anzahl kein Verdacht auf systematische oder bewusste Falschangaben zur Bevorzugung bestimmter Patienten ergab", heißt es in der Pressemitteilung zur Vorstellung des Berichts abwiegelnd.

    Mehr dazu im Themenspecial zum Bericht der Prüfungs- und Überwachungskommission zu allen Lebertransplantationsprogrammen in Deutschland
     

  • 06.08.13, ergänzt am 27.08.13: Gegen normiertes Sterben: Linksfraktion im Deutschen Bundestag befragt Bundesregierung zu stationärer Palliativmedizin und Fallpauschalen
    Ab 2014 soll die stationäre palliativmedizinische Versorgung verpflichtend über ein sogenanntes pauschalierendes Entgeltsystem der diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups - DRG) finanziert werden. An diesem Abrechnungssystem regt sich seit geraumer Zeit in Fachkreisen Widerstand. Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag am 23.07.13 eine sogenannte "Kleine Anfrage" an die Bundesregierung gestellt.

    Ergänzt am 27.08.13: Am 14.08.13 hat die Bundesregierung nun ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken vorgelegt, seit kurzem ist diese online verfügbar. Darin bestreitet die Bundesregierung mögliche Probleme durch das pauschale Abrechnungssystem für Palliativstationen.

    Mehr im Themenspecial zur Anfrage der Linksfraktion zu stationärer Palliativmedizin und Fallpauschalen
     

  • 30.08.13: Forscher züchten gehirnartiges Organgebilde aus embryonalen und induzierten pluripotenten Stammzellen
    Querschnitt eines vollständigen cerebralen Organoids mit verschiedenen Gehirnregionen.
     
    Österreichischen Forschern ist es erstmals gelungen, aus Stammzellen die frühen Entwicklungsstadien eines menschlichen Gehirns nachzubilden. Die Erkenntnisse der Forscher liefern wichtige Einblicke in die frühe Gehirnentwicklung beim Menschen und erlauben es erstmalig, Erbkrankheiten des Gehirns an einer menschlichen Organkultur zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in dem Fachmagazin Nature veröffentlicht.

    Mehr im Themenspecial: Forscher züchten gehirnartigen Organgebilde aus embryonalen und induzierten pluripotenten Stammzellen
     

  • 30.07.13, ergänzt am 19.08.13: Wachsende Zweifel am Hirntodkonzept: Kritische Fragen der Linksfraktion im Bundestag an die Bundesregierung zu Hirntod und Organspende
    Symbolbild HirntodfesstellungDie seit längerem in internationalen und deutschen Fachkreisen geführte Debatte über den umstrittenen Hirntod als Kriterium für eine Organentnahme sorgt nun auch im Deutschen Bundestag für kritische Fragen. Am 23.07.13 haben Abgeordnete der Fraktion Die Linke unter Verweis auf eine verbreitete Skepsis in Fachkreisen hinsichtlich der Hirntodkonzeption und der Hirntoddiagnostik eine sogenannte Kleine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema Hirntod gestellt.

    Darin geht es in insgesamt 25 Einzelfragen unter anderem um die Feststellung der Diagnose "Hirntod" als Voraussetzung zur Organentnahme, die Ausgestaltung der Richtlinien, um Zweifel an der Hirntodkonzeption, um eine mögliche Änderung des Transplantationsgesetzes, die Qualität, Durchführung und Überprüfung der Hirntodfeststellung und die Qualifikation der beteiligten Ärzte, eine Unterstützung durch sogenannte Konsiliarteams der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), eine Überarbeitung der Richtlinie zur Hirntodfeststellung durch die Bundesärztekammer, sowie um eine verfassungsrechtliche Einschätzung der Problematik.

    Ergänzung vom 19.08.13: Am 08.08.13 hat die Bundesregierung ihre Antwort auf die Kleine Anfrage zum Hirntod vorgelegt. Fazit: Die Bundesregierung hält an der derzeitigen Regelung zur Organspende und Hirntodfeststellung fest und sieht keinen Änderungsbedarf. Diverse Fakten in der Anfrage werden abgebügelt, verleugnet oder als unproblematisch dargestellt.

    Mehr im Themenspecial zur Kleinen Anfrage der Linksfraktion zum Thema Hirntod
     

  • 20.07.13: Ein Jahr nach Beginn der Transplantationsskandale in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig: Prüfbericht zu Lebertransplantationen für Anfang September erwartet
    Im Juli 2012 wurde ein in Deutschland bislang einmaliger Transplantationsskandal bekannt. Medienberichten zufolge soll ein ehemaliger leitender Transplantationsmediziner am Universitätsklinikum Göttingen in 25 Fällen Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählte Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation nach oben zu schieben. Wenig später wurden auch in Regensburg, München und Leipzig Manipulationsverdachte laut. Vor diesem Hintergrund haben die für Transplantationen zuständige Prüfungskommission und die Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, mittlerweile Vor-Ort-Prüfungen in allen 24 Zentren durchgeführt, in denen Lebern transplantiert werden. Der Prüfbericht soll nun Anfang September vorgelegt werden. Die Prüfungen sind Teil des nach dem Transplantationsskandal im Sommer 2012 auf neuer gesetzlicher Grundlage ausgeweiteten Kontrollsystems im Transplantationswesen. .

    Mehr im Themenspecial zur Ankündigung des Prüfberichts der Lebertransplantationszentren in Deutschland
     

  • 15.06.13: Nach Transplantationsskandalen: Deutscher Bundestag beschließt Verschärfung des Transplantationsgesetzes
    Screenshot Beschlussempfehlung Gesundheitsausschuss, Deutscher Budnestag 12.06.13Der Deutsche Bundestag hat am 14.06.13 kurzfristig und im Eilverfahren eine erneute Änderung des Transplantationsgesetzes beschlossen. Manipulation bei der Organvergabe stehen damit künftig unter Strafe. Zudem werden die Richtlinien der Bundesärztekammer zur Organtransplantation einer Begründungspflicht unterworfen und unter den Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesministerium für Gesundheit gestellt.

    Mit der von allen Fraktionen getragenen Änderung werden die Konsequenzen aus den bekannt gewordenen Manipulationen an Patientendaten an einzelnen Transplantationszentren gezogen. Vor dem Hintergrund der Skandale sind die Organspendezahlen in Deutschland massiv eingebrochen und das Vertrauen in das Transplantationssystem ins Wanken geraten. Mit der Änderung kurz vor der Bundestagswahl im September soll auch wieder das verloren gegangene Vertrauen in das Transplantationssystem zurückgewonnen werden.

    Mehr im Themenspecial zum Bundestagsbeschluss zur Verschärfung des Transplantationsgesetzes
     

  • 18.05.13: Fragwürdige Erfolge: Erstmals Stammzellen aus geklonten Embryonen
    Einem Forscherteam um Shoukhrat Mitalipov von der Oregon Health & Science University im US-Bundesstaat Oregon ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, mittels Klonverfahren nach der sogenannten Dolly-Methode, dem somatischen Zellkerntransfer, Embryonen zu schaffen und daraus Stammzellen zu gewinnen. Damit erhoffen sich die Forscher spätere Behandlungsmöglichkeiten von Krankheiten. Die Ergebnisse wurden online am 15. Mai im Fachmagazin "Cell" (2013; 10.1016/j.cell.2013.05.006) veröffentlicht.

    Mehr im Themenspecial auf www.stammzellen-debatte.de: Erstmals Stammzellen aus geklonten Embryonen
     

  • 09.05.13: Neues von den Stammzellforschern: Deutsches Stammzellnetzwerk gegründet
    Stammzellforscher in Deutschland haben am 7. Mai 2013 in Berlin das "Deutsche Stammzellnetzwerk" gegründet. Dies teilte das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch über den Informationsdienst Wissenschaft in einer Presseaussendung vom selben Tag mit. Ziel des neuen Netzwerks soll unter anderem sein, die Kompetenzen zu bündeln, sich besser mit internationalen Forschern zu vernetzen sowie strategische Fachgruppen aufzubauen.

    Mehr im Themenspecial: Deutsches Stammzellnetzwerk gegründet
     

  • 04.05.13: Experten fordern Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin - Fachgutachten für nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben
    In einem Aufruf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ vom 29.04.13 haben der Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) Rüdiger Strehl, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Universitätsmedizin Göttingen, und Rüdiger Siewert, ehemaliger Leiter der Chirurgischen Klinik TU München und jetzt Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburgs, die Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin vorgeschlagen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Organspende-Debatte analysieren sie in zehn Punkten die vergangene und derzeitige Situation im Transplantationswesen und machen konkrete Verbesserungsvorschläge.

    Zudem hat das Bundesministerium für Gesundheit am 30.04.13 ein Fachgutachten für ein nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben. Mit dem Gutachten soll die Einführung eines solchen Registers vorbereitet werden.

    Mehr im Themenspecial: Experten fordern Gründung eines Bundesinstituts für Transplantationsmedizin - Fachgutachten für nationales Transplantationsregister in Auftrag gegeben
     

  • 02.05.13: Deutscher Ethikrat legt Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik vor
    Übergabe der Ethikratstellungnahme zur Zukunft der genetischen DiagnostikDer Deutsche Ethikrat hat eine im Oktober 2011 von der Bundesregierung im Auftrag gegebene Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik erarbeitet. Die Stellungnhame wurde nun am 30.04.13 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, übergeben.

    Auf gut 200 Seiten beleuchtet das Beratungsgremium der Bundesregierung und des Bundestages nach einer Erläuterung von Grundbegriffen und Fakten sowie Hintergründen zu genetischen Einflüssen auf Gesundheit und Lebensgestaltung, die neuen Entwicklungen von Methoden der genetischen Diagnostik, die Aussagekraft genetischer Tests und Anwendungsbereiche der Gendiagnostik. Des Weiteren gibt der Rat einen Überblick über den diesbezüglichen rechtlichen Ordnungsrahmen und die ethische Herausforderungen sowie eine Zusammenfassung und Empfehlungen.

    Mehr im Themenspecial zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrats zur Zukunft der genetischen Diagnostik
     

  • 07.03.13, zuletzt ergänzt am 20.04.13: Bundeskabinett beschließt Fünften Stammzellbericht - Erfahrungen mit dem Stammzellgesetz für 2010 - 2011
    Das Bundeskabinett hat am 06.03.13 den Fünften Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung des Stammzellgesetzes beschlossen. Der Bericht wird demnächst dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat übermittelt. Dies teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in einer Presseaussendung am 06.03.13 mit.

    Mehr im Themenspecial auf www.stammzellen-debatte.de: Bundeskabinett beschließt Fünften Stammzellbericht - Erfahrungen mit dem Stammzellgesetz für 2010 - 2011
     

  • 26.03.13: Bundesärztekammer-Arbeitspapier zu Patientenverfügung und Organspendeerklärung veröffentlicht - Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen
    Nach Ansicht der Bundesärztekammer (BÄK) muss es kein Widerspruch sein, wenn Menschen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen und gleichzeitig ihre Organspendebereitschaft dokumentieren. Dies geht aus einem BÄK-Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung hervor, das am 19.03.13 in Berlin vorgestellt wurde. Das Papier soll eine Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen sein. Bei diversen Verbänden stieß die "Orientierungshilfe" jedoch auf massive Kritik.

    Mehr im Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de: Bundesärztekammer-Arbeitspapier zu Patientenverfügung und Organspendeerklärung veröffentlicht - Orientierungshilfe für Ärzte in Konfliktsituationen
     

  • 22.02.13: Bundeskabinett macht endgültig Weg frei für PID-Regelungsverordnung
    Das Bundeskabinett hat am 19.02.13 der "Verordnung zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik" (PIDV) in der vom Bundesrat am 01..02.13 mit einigen Änderungen beschlossenen Fassung zugestimmt (siehe dazu das Themenspecial zum Bundesratsbeschluss vom 02.02.2013). Dies teilte das Bundesministerium für Gesundheit in einer Presseaussendung mit. Mit der Annahme durch das Bundeskabinett ist der Weg zur Anwendung der Embryonenauswahl bei künstlicher Befruchtung jetzt endgültig frei. Die Verordnung tritt allerdings erst zwölf Monate nach ihrer Verkündung in Kraft, um den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, die erforderlichen Strukturen für die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik (PID) zu schaffen.

    Mehr im Themenspecial zur PID-Verordnung (Teil 5): Bundeskabinett macht endgültig Weg frei für PID-Regelungsverordnung
     

  • 02.02.13: Weg frei für Embryonenauslese - Bundesrat stimmt Präimplantationsdiagnostik-Verordnung mit Änderungen zu
    Bundesratssitzung Der Bundesrat hat am 01.02.13 der von der Bundesregierung erarbeiteten umstrittenen Verordnung zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PIDV) mit Änderungen zugestimmt. Damit hat die Länderkammer den Weg für die genetische Untersuchung und Auslese von Embryonen bei künstlicher Befruchtung frei gemacht.

    Mehr im Themenspecial zur PID-Verordnung (Teil 4): Weg frei für Embryonenauslese - Bundesrat stimmt Präimplantationsdiagnostik-Verordnung mit Änderungen zu
     

  • 04.01.13: Nach Göttingen, Regensburg und München: Transplantations-Skandal in Leipzig - Mediziner unter Manipulationsverdacht bei Organspende-Warteliste
    Symbolbild OrganentnahmeGleich zu Beginn des neuen Jahres sorgt ein neuer Transplantationsskandal für Schlagzeilen: Nach Göttingen, Regensburg und München gab es auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zahlreiche Verstöße gegen Richtlinien bei der Meldung von Kandidaten zur Lebertransplantation. Derzeit überprüfen vor dem Hintergrund der vorangegangenen aufgedeckten Skandale die Prüfungskommission und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband die Einhaltung der Transplantationsrichtlinien in allen deutschen Transplantationszentren. Wie die Uniklinik Leipzig am Neujahrstag in einer Presseerklärung mitteilte, habe eine am 10. Dezember 2012 begonnene Stichprobenprüfung der in den Jahren 2010 und 2011 am UKL lebertransplantierten Patienten Hinweise auf Dokumentationsmängel und Regelverstöße insbesondere bei der Angabe von Nierenersatzverfahren ergeben.

    Mehr im Themenspecial zum Transplantationsskandal in Leipzig auf www.organspende-aufklaerung.de
     


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