Zur Startseite Neues zu Bioethikthemen Presseartikel und -mitteilungen Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten Gesetze, Stellungnahmen, Texte Literatur, Bücher Adressen aus Politik, Forschung und Gesellschaft Ausgewählte Links Anregungen, Lob, Kritik Kontaktanschrift Menueleiste
Zur Interessen-
Gemeinschaft in:

Bayern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Hessen
Schleswig-Holstein

Interessengemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland

News

2.Teil: Vorbereitungen und Verhandlungen zum UN-Klonverbot September 2003

Letzte Änderung: 20.11.04

Anfang November 2002 waren die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen für ein weltweites Klonverbot gescheitert und sollen im September 2003 wieder aufgenommen werden.

Nachdem die Welt in den Weihnachtstagen letzten Jahres mit der angeblichen Geburt des ersten geklonten Menschen konfrontiert wurde, war das Entsetzen bei Politikern, Wissenschaftlern und in der Gesellschaft groß. Diese Meldungen haben unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt deutlich gemacht, dass ein weltweites Klonverbot dringend erforderlich ist, sofern man dem Treiben skrupelloser Wissenschaftler ein Ende bereiten will.

Mittlerweile wurde am 20.02.03 im Deutschen Bundestag mit breiter Mehrheit ein Antrag verabschiedet, der die Regierung dazu auffordert, sich für ein umfassendes Verbot des reproduktiven und des therapeutischen Klonens einzusetzen und hierfür zusammen mit Frankreich und anderen Staaten eine neue Initiative zu starten. Die genauen Anträge und Beschlüsse finden Sie unten. Ob sich die Vertreter der Bundesregierung diesmal bei den Verhandlungen vor der UNO daran halten werden, ist noch ungewiss. An dieser Stelle werden wir über die weiteren Entwicklung berichten.

Alle Artikel wurden chronologisch sortiert. Um sich einen Überblick über die Entwicklung zu verschaffen, empfehlen wir Ihnen, dass Sie beim ersten mal unten anfangen.

 

Pressespiegel zu Verhandlungen für ein weltweites Klonverbot

US-Repräsentantenhaus stimmt für striktes Klonverbot
Das US-Repräsentantenhaus hat einem generellen Klonverbot zugestimmt, für das sich Präsident George W. Bush eingesetzt hatte. Eine Gegenvorlage, die zumindest das therapeutische Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken erlauben sollte, fand keine Mehrheit.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 28.02.03

US-Repräsentantenhaus beschließt pauschales Klonverbot
Das US-Parlament hat am gestrigen Donnerstag einen Gesetzentwurf gebilligt, der sowohl das reproduktive als auch das therapeutische Klonen von Menschen verbietet. Das Votum des Senats steht noch aus.
NETZEITUNG.DE 28.02.03

USA verbieten Klonen von Menschen
Das Klonen von Menschen bleibt in den USA verboten. Mit großer Mehrheit stimmt das Repräsentantenhaus für eine entsprechende Gesetzesvorlage.
SPIEGEL ONLINE 28.02.03

US-Kongress entscheidet über Klon-Verbot
Das US-Repräsentantenhaus entscheidet am heutigen Donnerstag über den Gesetzentwurf zum Verbot jeglichen Klonens von Menschen - auch zum Zwecke der Therapie.
NETZEITUNG.DE 27.02.03

dazu:

US-Gesetzesvorlage würde Embryofabriken schaffen
Ein neues Gesetz soll das Klonen von Embryos ermöglichen, aber deren Überleben verbieten.
USA (www.kath.net/LSN.com) Anfang Februar wurde von einigen Abgeordneten ein neuer Gesetzesvorschlag in den US-Kongress eingebracht, dessen Auswirkungen fatal wären.
KATH.NET 12.02.03

Hubert Hüppe MdB kritisiert Bekenntnis der Bundesforschungsministerin zu "therapeutischem Klonen"
Die Forschungsministerin setzt sich über die gerade erst vom Bundestag bekräftigte Ablehnung jeden Klonens menschlicher Embryonen hinweg. Dies ist eine unerhörte Mißachtung des Parlaments.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe 27.02.03

Nicht gut oder schlecht, sondern immer unmenschlich
Von Rainer Beckmann
Der Bundestag hat mit großer Mehrheit beschlossen, ein internationales Klonverbot anzustreben. Doch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will sich Optionen offen halten. Die politische Diskussion um das Klonen geht also weiter. Rainer Beckmann, in der letzten Wahlperiode Sachverständiger in der Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ des Bundestages, begründet, weshalb das angestrebte internationale Klonverbot berechtigt undjede Form des Klonens abzulehnen ist.
DIE TAGESPOST Nr.23 vom 25.02.03

Chirac für weltweite Bioethik-Konvention
Der französische Staatspräsident hält nationale Gesetze zur Bioforschung für nicht ausreichend. Ein totales Klonverbot, wie vom Bundestag kürzlich gefordert, lehnt er jedoch ab.
Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hat angekündigt, noch in diesem Jahr bei den UN eine Initiative für eine internationale Bioethik-Konvention einzubringen.
NETZEITUNG.DE 24.02.03

Geteiltes Echo auf Klonverbot
Bonner Wissenschaftler befürwortet Klonen für die Grundlagenforschung
NEU-ISENBURG (ple). Das umfassende weltweite Klonverbot, für das sich der Bundestag ausgesprochen hat, wird nicht einhellig begrüßt. Professor Oliver Brüstle aus Bonn etwa plädiert seit längerem dafür, Kerntransferstudien nicht zu verbieten.
Ärzte Zeitung, 24.02.2003

SPD macht Front gegen Klonverbot des Bundestages
Nach Ansicht des saarländer SPD-Chefs Heiko Maas ist das therapeutische Klonen ethisch vertretbar
Berlin - Als großen Rückschlag für den Forschungsstandort Deutschland hat der saarländische SPD-Chef Heiko Maas das parteiübergreifende Votum des Bundestages gegen jede Form des Klonens kritisiert. „
WELT am SONNTAG 23.02.03

Dämpfer für die Biopolitik des Bundeskanzlers
Bundestag beschließt mit breiter Mehrheit interfraktionellen Antrag für ein Verbot therapeutischen und reproduktiven Klonens
Von Stefan Rehder
DIE TAGESPOST Nr.22 vom 22.02.03

Klonen: Ministerin düpiert Bundestag
Ulla Schmidt hält totales Verbot für nicht durchsetzbar – Empörung bei Union und Grünen – Unverständnis in der SPD
Würzburg (Re/kgm) Einen Tag nachdem der Bundestag die Bundesregierung mit breiter Mehrheit aufgefordert hat, sich international für ein umfassendes Klonverbot einzusetzen, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) für einen Eklat gesorgt.
DIE TAGESPOST Nr.22 vom 22.02.03

Tiefer Riss in der deutschen Biopolitik
Ob Klonen, PID oder Embryonenschutz - das Verhältnis zwischen Bundestag und Kanzler ist zerrüttet
Autor: Jörg Michel
Vielleicht war es ja nur ein dummer Zufall. Wahrscheinlicher aber ist, dass es sich um ein wohl dosiertes Signal gehandelt hat. Als die Abgeordneten am Donnerstag im Bundestag mehrere Stunden lang über das Klonen von Menschen und damit über die ethischen Grenzen in der Biomedizin diskutierten, blieben auf der Regierungsbank drei Stühle leer.
BERLINR ZEITUNG 21.02.03
Anmerkung: Sehr lesenswert!

Klonen weltweit verbieten
Bundestag spricht sich mit großer Mehrheit für ein weltweites und absolutes Klonverbot von menschlichen Embryonen aus. Nur FDP außen vor. Neue Ethik-Kommission eingesetzt. Grüne wollen Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin auf den Weg bringen
BERLIN afp/dpa Die Medizin am Menschen soll ihre Grenzen haben:
TAZ 21.02.03

Breite Mehrheit im Bundestag gegen jede Form des Klonens
"Unvereinbar mit der Menschenwürde" / Niederlage für Schröder / Die FDP allein
csl. BERLIN, 20. Februar. Der Bundestag hat sich am Donnerstag gegen den biopolitischen Kurs von Bundeskanzler Schröder (SPD) gestellt und die Regierung aufgefordert, gemeinsam mit Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten für ein weltweites Verbot aller Formen des Klonens von Menschen einzutreten.
F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2003, Nr. 44 / Seite 1

Ein Fortschritt für Ethik und Forschung
von Guido Heinen
Innerhalb weniger Monate hat sich die bioethische Debatte in Deutschland nahezu komplett gewendet: Mussten früher die Skeptiker begründen, warum sie in Deutschland an vermeintlich überholten Rechtsnormen festhalten, wo doch international alle alles anders machen würden, so sieht es jetzt völlig anders aus.
DIE WELT 21.02.03

Auch „therapeutisches Klonen“ soll untersagt werden
Parteiübergreifende Einigkeit in Bioethik-Debatte – Bundestag setzt Enquetekommission ein
von Guido Heinen
Berlin - Der Bundestag hat sich mit breiter Mehrheit für ein weltweites generelles Klonverbot bei Menschen ausgesprochen. Zugleich forderten alle Fraktionen mit Ausnahme der FDP die Bundesregierung auf, sich auf internationaler Ebene für ein Verbot einzusetzen.
DIE WELT 21.02.03

Klonen wegtherapiert
Die Parlamentarier holen das Thema Gentechnik zurück in den Bundestag
Von Markus Feldenkirchen
Es wehte wieder ein Hauch von Harmonie durch den Bundestag. Von gegenseitigem Respekt war die Rede, von fairem Umgang und viel von Menschenwürde. Die Biopolitiker waren am Donnerstag mal wieder unter sich. Aber anders als vor einem Jahr, als man nach einem Kompromiss für die Stammzellenforschung suchte, war diese Debatte keine Sternstunde.
TAGESSPIEGEL 21.02.03

«Verbot therapeutischen Klonens ist unmoralisch»
Der Bioethik-Experte Reinhard Merkel hält die Entscheidung des Bundestages für ein totales Klonverbot für falsch. Das ließe sich international nicht durchsetzen, sagte Merkel der Netzeitung.
NETZEITUNG.DE 21.02.03

Ulla Schmidt: Pauschales Klonverbot nicht durchsetzbar
Der Bundestag fordert ein weltweites Verbot sowohl des therapeutischen als auch des reproduktiven Klonens. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hält das für unrealistisch.
NETZEITUNG.DE 21.02.03

Knobelei im Bundestag
Gibt es ein gutes und ein schlechtes Klonverbot?
Von Christian Geyer
Wenn heute der Bundestag darüber entscheidet, ob sich die Regierung auf internationaler Ebene für ein umfassendes Klonverbot einsetzen soll, dann ist dies ein Schritt in die Richtung dessen, was Wolfgang Frühwald, der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), noch in der vergangenen Woche als Forderung für die Biowissenschaften erhob: "die kommunikative Einholung einer weit vorangeeilten Wissenschaft, die ihren eigenen Reflexionshintergrund zurückgelassen hat".
F.A.Z. FRANKFURTER ALLGEMEIEN ZEITUNG, 20.02.2003

Die rechtlichen und ethischen Aspekte des Klonens
Silvia Engels im Gespräch mit Prof. Jochen Taupitz, Medizinrechtler an der Universität Mannheim und Mitglied des nationalen Ethikrates
DEUTCHLANDRADIO 20.2.2003 • 8:10

Deutscher Bundestag mehrheitlich für ein umfassendes Klonverbot
Sowohl Klonen zu Fortpflanzungszwecken als auch das so genannte therapeutische Klonen sollen nach Meinung der Bundestags-Mehrheit weltweit verboten werden.
NETZEITUNG.DE 20.02.03

Nicht identisch
Der Bundestag will ein strengeres Klonverbot als die Regierung
Von Markus Feldenkirchen
Die Biopolitik rückt in die Primetime. Dies sei ein Zeichen für die große Bedeutung des Themas, freuen sich die Fachpolitiker aller Fraktionen, die am heutigen Donnerstag ab neun Uhr im Bundestag über ein internationales Klonverbot und die Einrichtung einer zweiten Enquetekommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ beraten.
TAGESSPIEGEL 20.02.03

Gegenpol zum Ethikrat entsteht
BIOETHIK / Bundestag setzt neue Kommission ein
In der Debatte zum Klonverbot im Parlament zeichnet sich eine breite Mehrheit ab
Nach der Entscheidung zur Stammzellforschung im letzten Jahr geht es im Bundestag heute wieder um Bioethik. Eine breite Front für ein Klonverbot zeichnet sich ab. Zudem setzt das Parlament eine Enquete-Kommission "Recht und Ethik in der modernen Medizin" ein.
Gunter Hartwig
SÜDWEST AKTIV 20.02.03

Kirchen begrüßen Vorstoß zum Klon-Verbot
LG
Bischof Gebhard Fürst hofft, dass der Bundestag eine umfassende Konvention gegen alle Formen des Klonens verabschiedet.
SÜDWEST AKTIV 20.02.03

Die Frau ist keine Embryonenlieferantin
„Therapeutisches“ Klonen verstößt gegen die Menschenwürde und ist vermeidbar - Debatte
von Astrid Mannes
Im Mittelpunkt der morgigen Parlamentsdebatte über ein generelles Verbot des menschlichen Klonens wird die Frage stehen, ob jedes Klonen oder „nur“ das so genannte „reproduktive“ untersagt bleiben soll.
Anmerkung: Die Autorin ist Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL) und antwortet mit ihrem Beitrag auf einen Text von Michael Miersch ("Wo bleibt der deutsche Supermann?", WELT vom 12. Februar).
DIE WELT 20.02.03

"Frauen dürfen nicht zum Rohstofflager werden"
Grünen-Experte Loske über das Klonen, die Ware Mensch und den Boom der Reproduktionsmedizin
Autor: Jörg Michel
BERLINER ZEITUNG 20.02.03
Anmerkung: Ein sehr lesenswertes Interview

Deutschland soll sich für Klonverbot stark machen
Antrag von vier Fraktionen
BERLIN (fst). Der Bundestag wird heute vermutlich mit großer Mehrheit die Bundesregierung auffordern, sich international für ein umfassendes Klonverbot stark zu machen. Dazu haben Union, SPD und Bündnisgrüne einen interfraktionellen Antrag vorgelegt.
Ärzte Zeitung, 20.02.2003

Ende des Dolly-Mythos
Von Sascha Karberg
Als Dolly am 5. Juli 1996 zur Welt kam, war das eine wissenschaftliche Sensation. Als nun das weltweit erste Klonschaf wegen einer schweren Lungenentzündung eingeschläfert werden musste, war das für viele Forscher ein Schock - das Tier starb bereits nach sechs Jahren.
FTD FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 20.02.03

Koalition und Union für internationales Klonverbot menschlicher Embryonen
Bildung und Forschung Antrag
Berlin: (hib/MAP) Für ein internationales Verbot des Klonens menschlicher Embryonen plädieren SPD, CDU/CSU und Bündnisgrüne in einem gemeinsamen Antrag (15/463). Die Bundesregierung soll im Rahmen der Vereinten Nationen (VN) eine Konvention anstreben, die sowohl das reproduktive wie das so genannte therapeutische Klonen verbietet.
HIB Nr. 039, 19.02.03

Der Tod des Klonschafes Dolly aus Schottland stärkt die Gegner des Klonens von Menschen
Von Philipp Grätzel von Grätz
Der Tod des Klonschafs Dolly vor wenigen Tagen (wir berichteten) hat nicht nur das Leben des ersten vaterlosen Schafs der Welt beendet. Mit Dolly ist ein Symbol der gesamten Biomedizin gestorben.
Ärzte Zeitung, 18.02.2003

Therapeutisches Klonen lohnt sich nicht
In Frankreich erteilt der Gesetzgeber jeder Form des Klonens eine entschiedene Absage
Anfang Februar hat der französische Senat in erster Lesung einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der ein totales Klonverbot vorsieht. Frankreich als Vorreiter in der Bioethik? Regina Einig fragte Professor Axel Kahn, Leiter des „Institut Cochin“ für Molekulargenetik in Paris und Mitglied im Französischen Ethikrat.
DIE TAGESPOST Nr.20 vom 18.02.03

Union einigt sich mit Rot-Grün
Autor: Jörg Michel
Bundestag lehnt nun auch therapeutisches Klonen ab
BERLIN, 17. Januar. Die Union im Bundestag hat sich mit den Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen auf einen gemeinsamen Antrag für ein umfassendes internationales Klonverbot geeinigt.
BERLINER ZEITUNG 18.02.03

Woche der Entscheidung in der Bioethik-Debatte
Überfraktioneller Antrag fordert umfassendes Klonverbot von Menschen – Union: Kampfkandidatur um Sprecheramt?
von Guido Heinen
Berlin - Die bioethische Debatte, die vor gut zwei Jahren durch das ebenso laute wie undifferenzierte Nachdenken des Kanzlers über Klonen und Ausbeutung von Embryonen neu entfacht wurde, wird in dieser Woche zwei weitere wichtige Marksteine passieren.
DIE WELT 18.02.03

Breite Unterstützung für generelles Klonverbot
SPD schwenkt auf strikten Kurs der Grünen ein / Union schließt Zustimmung nicht aus
BERLIN, 16. Januar. Nach langen und kontroversen Debatten haben sich die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen nun doch auf eine gemeinsame Initiative für ein umfassendes internationales Klonverbot geeinigt.
BERLINER ZEITUNG 17.02.03

Therapeutisches Klonen ante portas
Kommentar von Peter Leiner
Es ist nur ein unauffälliger technischer Report auf knapp drei Seiten einer Zeitschrift, aber eine Mitteilung, die es in sich hat. US-Forscher melden nämlich in dem Bericht, daß ihnen das mit humanen embryonalen Stammzellen gelungen ist, was seit Ende der 80er Jahre mit dieser Zellart von Mäusen schon fast zur Routinemethode geworden ist:
Ärzte Zeitung, 11.02.2003

Klonen: In der SPD hat Schröder keine Mehrheit
Bioethik-Experte Wodarg sieht gute Chancen für totales Verbot, auch ohne gemeinsamen Antrag der Fraktionen. Ein Interview
DIE TAGESPOST Nr.14 vom 04.02.03

Klon-Antrag vorerst geplatzt
Würzburg (DT) Der Versuch von Union, SPD und Grünen, sich auf eine gemeinsame Position für ein totales internationales Klon-Verbot zu verständigen, ist vorerst gescheitert. Statt über einen fraktionsübergreifenden Antrag soll im Bundestag nun nur noch über eine von den Befürwortern eines Totalverbots unterschriebene Resolution abgestimmt werden – ohne Fraktionszwang.
DIE TAGESPOST Nr.13 vom 01.02.03

Kritik in der SPD am Klonverbot
Kontroverse in der Fraktion
BERLIN, 31. Januar. In der SPD-Fraktion regt sich erheblicher Widerstand gegen die geplante parteiübergreifende Initiative für ein weltweit gültiges Verbot des reproduktiven und therapeutischen Klonens.
BERLINER ZEITUNG 01.02.03

Paris und Washington leiten Klon-Verbote ein
Paris/Washington - In der Debatte um Klon-Versuche mit Menschen haben Frankreich und die USA umfassende Verbote in die Wege geleitet. Der Pariser Senat verabschiedete eine Gesetzesvorlage der rechtsbürgerlichen Regierung, die das Klonen von Menschen als "Verbrechen gegen die Menschheit" mit 20 Jahren Haft bestrafen will.
BERLINER MORGENPOST 31.01.03

Neuer Streit um therapeutisches Klonen
Bundeskanzler Schröder will sich offenbar Hintertürchen offen halten – Scharfe Kritik aus Union und SPD
DIE TAGESPOST Nr.10 vom 25.01.03

Klonverbot: Kanzler gerät in die Kritik
SPD-Gesundheitspolitiker: „Schröders Meinung ist nicht die Meinung der Fraktion“ – Debatte über Gesetz zur PID
Berlin - Die Bundesregierung hat gestern versucht, Unstimmigkeiten zwischen verschiedenen Stellungnahmen zu bioethischen Themen auszuräumen.
DIE WELT 25.01.03

Schröder hält Einschränkung eines geplanten Klonverbots für denkbar
Berlin - Das von SPD, Grünen und Union geforderte weltweite Klonverbot könnte nach Angaben von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf ein Verbot reproduktiven Klonens beschränkt werden.
DIE WELT 24.01.03

Regierung und Bundestag streiten über Klonverbot
Der Bundestag will reproduktives und auch therapeutisches Klonen verbieten. Bundeskanzler Schröder ist jedoch skeptisch, Forschungsministerin Bulmahn will die Klonkonferenz abwarten.
Zwischen Bundesregierung und Bundestag gibt es Unklarheiten über ein internationales Klonverbot.
NETZEITUNG.DE 24.01.03

„Ein internationales Klonverbot ist möglich“
Forschungsministerin Bulmahn über die Heilchancen der Gentechnik, Untersuchungen von Embryonen – und Schurkenstaaten in der Biopolitik
TAGESSPIEGEL 23.01.03

Maß und Anmaßung
Warum ist der Nationale Ethikrat für Präimplantationsdiagnostik und gegen Klonen?
Von Bernd Ulrich
Warum sind eigentlich alle, außer ein paar medizinischen Sektierern, gegen das Klonen von Menschen? Weil die Technik noch zu riskant ist? Das würde ein Noch-Nicht begründen, aber nicht diese weltweite, grundsätzliche, demonstrative Abscheu.
TAGESSPIEGEL 23.01.03

Klon der Angst
Der Bundestag will weltweit (und weltfremd) therapeutisches Klonen stoppen
Von Frank Drieschner
Die Welt ist schlecht, wir Deutschen aber sind gut, gerade haben wir es wieder bewiesen – mit einem überfraktionellen Antrag zum Klonen. Tenor: Alles verbieten, und zwar weltweit – die Menschenbastelei einiger Spinner ebenso wie das therapeutische Klonen, den Versuch, mithilfe manipulierter Embryonen Körpergewebe für die Transplantation zu gewinnen. Zwar wird die Welt uns so weit nicht folgen, aber uns geht es ums Prinzip.
DIE ZEIT 05/2003 vom 22.01.03

Internationales Klonverbot «nicht durchsetzbar»
Margot von Renesse gibt einem weltweiten Klonverbot wenig Chancen. Die Deutschen sollten «erstmal ihre Hausaufgaben machen», forderte die Bioethik-Expertin in einem Interview.
Die SPD-Politikerin Margot von Renesse hält die Bundestagsinitiative für ein weltweites Klonverbot für «zum Tode verurteilt».
NETZEITUNG 20.01.03

Gemeinsam gegen das Klonen - SPD, Union und Grüne einig
BERLIN (hak). Nach der Einigung der Bundestagsfraktionen von SPD, Union und Grünen zu einem umfassenden Klonverbot ist die Bundesregierung gehalten, international einen klareren Kurs zu fahren. Nicht nur das reproduktive, sondern auch das sogenannte therapeutische Klonen soll nach Meinung der Fraktionen von der internationalen Staatengemeinschaft geächtet werden.
Ärzte Zeitung, 20.01.2003

Breite Bundestagsmehrheit für Klonverbot
Koalition und Union gemeinsam für umfassende Regelung – Vorstufe zu deutsch-französischer Initiative
Berlin - In Deutschland zeichnet sich eine breite Mehrheit für ein umfassendes Klonverbot ab. Ein am Freitag vorgestellter gemeinsamer Antrag der Koalitions- und Unionsfraktionen im Bundestag fand umgehend die Zustimmung von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn.
DIE WELT 18.01.03

Klonen muss geächtet werden
SPD, die Grünen und die Unionsparteien wollen jetzt doch ein generelles Klonverbot. Weltweit. Die Bundesregierung soll sich dafür, anders als bisher, auch bei den Vereinten Nationen stark machen. Zumindest das hat die Raelianer-Sekte geschafft
von Wolfgang Löhr
TAZ 18.01.02

Nur die FDP will kein Klonverbot
Alle andere Fraktionen fordern Regierung zu UN-Initiative auf
Berlin. Die Bundesregierung soll sich bei den Vereinten Nationen (UN) nun doch für ein umfassendes Klonverbot einsetzen.
TAGESSPIEGEL 18.01.03

Warum man den Raelianern dankbar sein kann
Klönen über Klonen
Kommentar Monika Frommel
Wie immer man zum reproduktiven Klonen von Menschen steht - bei Frau Dr. Boisselier würde man nicht einmal besonders schlaue Haustiere klonen lassen, um einem drohenden Verlust oder Kindertränen vorzubeugen. Wieso dann die Aufregung?
TAZ 18.01.02

Interview: Hirnforscher für therapeutisches Klonen zu Forschungszwecken
Interview mit Oliver Brüstle, Hirnforscher
Der Bonner Neuropathologe Oliver Brüstle hat sich für eine schrittweise Vorgehensweise beim Verbot des Klonens menschlicher Zellen ausgesprochen.
DEUTSCHLANDRADIO 18.1.2003 • 7.50

Klonen menschlicher Embryonen weltweit verbieten
Bildung und Forschung/Anträge
Berlin: (hib/MAR) Jede Art des Klonens menschlicher Embryonen weltweit zu verbieten, fordert die CDU/CSU in einem Antrag (15/301). Nach Rechtsauffassung der Fraktion ist jedes Herstellen menschlicher Embryonen durch Zellkernübertragung in eine entkernte Eizelle (Klonen) unabhängig von der dazu genutzten Technik und vom damit verfolgten Zweck unvereinbar mit der universell gültigen Menschenwürde.
HIB Nr.012, 17.01.03

SPD, Grüne und Union setzen sich für weltweites Klonverbot ein
Im Bundestag zeichnet sich eine klare Mehrheit ab. Sowohl therapeutisches, als auch reproduktives Klonen soll verboten werden
DIE WELT 17.01.03

Breite Mehrheit für Klonverbot
Berlin (rpo). Ein gemeinsamer Antrag von Regierung und Union zu einem umfassenden Klonverbot darf im Bundestag mit einer breiten Mehrheit rechnen.
Ein am Freitag vorgestellter gemeinsamer Antrag der Koalitions- und Unionsfraktionen im Bundestag fand umgehend die Zustimmung von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. Die FDP kündigte dagegen die Ablehnung des Antrags an,
RHEINISCHE POST 17.01.03

Breite Bundestagsmehrheit befürwortet Klonverbot
Im Bundestag formiert sich eine fraktionsübergreifende Mehrheit für ein umfassendes Klonverbot. SPD, Grüne und CDU erhoffen sich davon eine internationale Signalwirkung für eine Uno-Konvention zum Verbot jeglichen Klonens.
Koalitions- und Unionsfraktionen stellten am Freitag in Berlin einen gemeinsamen Antrag vor, mit dem sich der Bundestag für ein weltweites Verbot sowohl des reproduktiven wie auch des so genannten therapeutischen Klonens aussprechen soll.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 17.01.03

Bulmahn begrüßt überparteiliche Einigung zum Klonverbot
Wissenschaftliche Konferenz über das Klonen für Mai angekündigt
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat die überparteiliche Einigung zum Klonverbot begrüßt.
PRESSEMITTEILUNG BMBF 17.01.2003

Fünf Jahre Klonverbot für Menschen
Europarat-Protokoll mit bisher 29 Unterzeichnern
Die Ankündigung der Geburt der angeblich ersten Klonbabys hat erneut den Ruf nach einem weltweiten Klonverbot laut werden lassen. In Europa besteht ein solches Verbot bereits seit fünf Jahren:
ZDF HEUTE 17.01.03

Gegen alle Klone
Auf Druck der Grünen ändert das Außenamt seine Taktik – und will nun doch jede Form des Kopierens von Menschen verbieten
Von Markus Feldenkirchen
Manchmal ändern Regierungen so schnell ihre Ansichten, dass man kaum folgen kann.
TAGESSPIEGEL 16.01.03

Außenministerium vollzieht Wende im Streit ums Klonen
BERLIN (fst). Die Bundestagsfraktionen von Union und Bündnisgrünen haben sich am Dienstag für ein umfassendes Klonverbot ausgesprochen. Das Außenministerium vollzog einen Kurswechsel und will international für die Ächtung des therapeutischen Klonens werben.
Ärzte Zeitung, 16.01.2003

Alternative zum therapeutischen Klonen in Sicht
«Grundlos» sei die Debatte um ein Verbot des therapeutischen Klonens, meint der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ernst-Ludwig Winnacker. Ein neues Verfahren mache das Klonen wahrscheinlich überflüssig.
NETZEITUNG 16.01.03

Klonverbot: EU kann sich zu gemeinsamer Haltung nicht durchringen
Einigen Ländern ist Vorschlag von Forschungskommissar Busquin nicht restriktiv genug – Deutsche Position kritisiert
von Andreas Middel
DIE WELT 14.01.03

Verschärfter Streit um weltweites Klonverbot
Union wirft Forschungsministerin Bulmahn Missachtung des Embryonenschutzgesetzes vor
Berlin - Die Union greift Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) wegen ihres Vorgehens zu einem internationalen Verbot des Klonens an.
DIE WELT 13.01.03

Union und Grüne wollen umfassendes Klonverbot
Beide Bundestagsfraktionen beraten morgen über ein Verbot auch des sogenannten therapeutischen Klonens
BERLIN (fst). Unionsfraktion und Grüne planen, im Bundestag Anträge für ein umfassendes Klonverbot einzubringen. Über entsprechende Beschlußvorlagen werden die Fraktionen am Dienstag beraten.
Ärzte Zeitung, 13.01.2003

BÄK: Klonen von Menschen weltweit ächten
Berlin, 13.01.2003: 'Wir unterstützen die Bemühungen der Bundesregierung, ein internationales Klonverbot zu erreichen. Sollte zunächst nur ein Verbot des reproduktiven Klonens auf Ebene der Vereinten Nationen durchsetzbar sein, so wäre dies zwar nur die zweitbeste Lösung, aber immerhin ein beachtlicher Fortschritt gegenüber dem Status quo', erklärte heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe.
PRESSEMITTEILUNG der Bundesärztekammer 13.01.03

Wodarg: "Auch therapeutisches Klonen ächten"
Interview mit Wolfgang Wodarg, Bioethik-Experte der SPD
Der Bioethik-Experte der SPD, Wolfgang Wodarg, hat sich für eine internationale Ächtung des reproduktiven und des therapeutischen Klonens ausgesprochen.
DEUTSCHLANDRADIO 11.01.03

Paris will Klonen hart bestrafen
Frankreichs Gesundheitsminister Mattéi fordert 20 Jahre Haft und keine Verjährung
PARIS afp In Frankreich soll reproduktives Klonen von Menschen künftig als "Verbrechen gegen die Menschenwürde" geächtet und schwer bestraft werden.
TAZ 11.01.03

Interview: "Das Klonen von Menschen muss geächtet werden"
Forschungsministerin Bulmahn über obskure Sekten, Klon-Scharlatane und reproduzierte Babys
Autor: Jutta Kramm, Jörg Michel
BERLINER ZEITUNG 10.01.03
Anmerkung: Dieses Interview sollte man gelesen haben. Besonders das, was zwischen den Zeilen steht...

Doppelt verboten hält besser
Fragwürdige Klon-Politik
Kommentar von Roland Kipke
Stimmts oder stimmts nicht? Die Frage, ob die Ufo-Sekte es geschafft hat, Klon-Babys in die Welt zu setzen, bewegt die Gemüter. Für Klon-Forscher mag das im Augenblick die entscheidende Frage sein. Für die Politik ist sie es nicht.
FREITAG 03/2003 vom 10.01.03
Anmerkung: Sehr lesenswert! Der Autor ist Philosoph und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft(IMEW)in Berlin

Bulmahn will zunächst nur Verbot des reproduktiven Klonens
Nach den Ankündigungen der amerikanischen Raelianer-Sekte über die Geburt zweier Klonbabys fordern Union und Grüne politische Konsequenzen
DIE WELT 10.01.03

Schwarz-grüne Koalition gegen das Klonen
Union und Grüne erwägen gemeinsamen Antrag für ein umfassendes Verbot / Kritik am SPD-Kurs
BERLIN, 8. Januar. In der Debatte um ein Klonverbot bahnt sich im Bundestag eine schwarz-grüne Allianz für eine umfassende Verbotsregelung an, die sowohl das reproduktive wie auch das therapeutische Klonen umfasst.
BERLINER ZEITUNG 09.01.03

Dringen auf ein generelles Klonverbot
Noch zögert die Bundesregierung mit einer Beurteilung des therapeutischen Klonens
BERLIN. Obwohl der wissenschaftliche Beweis noch aussteht und die Zweifel groß sind, hat die Nachricht der Geburt von zwei geklonten Babys auch die Politik aufgeschreckt.
Badische Zeitung, 09.01.03

Grenzen setzen
Union und Grüne fordern ein weltweit geltendes generelles Klonverbot – die Bundesregierung hält sich noch zurück
Von Christian Böhme
TAGESSPIEGEL 08.01.03

Bulmahn zögert bei Klon-Verbot
Streit mit Grünen – Kritik an der Forschungsministerin auch aus der SPD
von Martin Lutz
Berlin - Zwischen Bundesforschungsministerin Edelgard ulmahn (SPD) und den Grünen bahnt sich ein Streit über das Klonverbot an. Während Bulmahn zögert, fordert die Facharbeitsgruppe Gentechnik des Koalitionspartners bis zum Herbst eine Initiative für ein weltweites Klonverbot.
DIE WELT 08.01.03

Kontroverse in der SPD über Klonverbot
Bundesregierung gerät immer stärker unter Druck
BERLIN, 6.Januar. Nach den Ankündigungen der umstrittenen Raelianer-Sekte über die angebliche Geburt zweier Klonbabys ist in der SPD eine neue Diskussion über die politischen Konsequenzen entbrannt.
BERLINER ZEITUNG 07.01.03

Union stellt Antrag auf Klonverbot
Kopieren von Menschen generell weltweit ächten. Rot-grüne Koalition soll im Bundestag Farbe bekennen
Berlin - Die Union will im Bundestag ein generelles weltweites Klonverbot durchsetzen, nachdem die Raelianer-Sekte angekündigt hat, demnächst komme das zweite Klon-Baby zur Welt.
WELT am SONNTAG 05.01.03

Gen-Debatte: Parteien fordern weltweites Klon-Verbot
Die Geburt der angeblich ersten Klonbabys hat auch in Deutschland eine Debatte über ethische Grenzen in der Genforschung angefacht. Aus SPD, FDP und Union wurden Forderungen nach einem weltweiten Verbot des reproduktiven Klonens von Menschen laut.
SPIEGEL 04.01.03

Internationales Verbot des reproduktiven Klonens muss durchgesetzt werden
Deutschlandradio-Interview mit Prof. Spiros Simitis, Vorsitzender des Nationalen Ethikrats
Der Vorsitzende des Nationalen Ethikrats, Prof. Spiros Simitis, hat sich für ein internationales Verbot der Erzeugung geklonter Menschen und für klare Grenzen bei der Präimplantationsdiagnostik (PID)ausgesprochen.
DEUTSCHLANDRADIO 03.01.03

Weltweites Klonverbot gefordert
Grüne und Ärztekammer-Präsident Hoppe fordern Ächtung
Frankfurt/Main - Der Ruf nach einem weltweiten Klonverbot wird immer lauter.
DIE WELT 02.01.03

Hoppe verlangt weltweites Klonverbot
Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat ein weltweites Klonverbot verlangt. Auch der Fraktionsvize der Grünen im Bundestag, Reinhard Loske, erhob diese Forderung.
FTD FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 31.12.02

«Wir brauchen einen internationalen Konsens gegen das Klonen von Menschen»
Eckhard Wolf ist einer der führenden in Deutschland arbeitenden Klon-Experten. Der Professor an der Uni München fordert im Interview mit der Netzeitung ein schnelles internationales Verbot des Menschen-Klonens.
Eckhard Wolf stellte 1999 als erster Forscher in Deutschland ein geklontes Säugetier, das Klonkalb «Uschi», der Öffentlichkeit vor. Der Leiter des Instituts für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie der Universität München hält es durchaus für möglich, dass der Organisation Clonaid jetzt wirklich das Klonen eines Menschen gelungen sein könnte.
NETZEITUNG.DE 30.12.02

Bush und Chirac fordern Klonverbote
Weltweite Empörung über die Erklärung einer Ufo-Sekte zu der angeblichen Geburt des Klonmädchens Eve
Washington/Paris/Berlin - Auch einige Tage nach der Bekanntgabe der Geburt des ersten angeblichen Klonbabys dominieren Zweifel, Bestürzung und harte Forderungen nach einem weltweiten Klonverbot für Menschen die internationalen Reaktionen.
DIE WELT 30.12.02

In mehr als 30 Staaten sind Replikanten nicht erwünscht
Gegner fürchten andere Länder als Klonparadiese
New York - Bei der Frage nach dem menschlichen Klonen scheiden sich die Geister: Während die Fortpflanzung mittels Klonen in vielen Ländern bereits verboten ist, denken etliche Staaten darüber nach, wie sich das Klonen zu therapeutischen Zwecken nutzen ließe.
DIE WELT 30.12.02

 

 

Anträge im Bundestag für ein Internationales Klonverbot

Am 20.02.03 wurde im Bundestag ein Antrag zum weltweiten Verbot des therapeutischen und reproduktiven Klonens beschlossen.

  1. Anträge zur Abstimmung am 20.02.03

    PDF Neue Initiative für ein internationales Verbot des Klonens menschlicher Embryonen starten
    Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU und BÜNDNIS 90(DIE GRÜNEN
    2 Seiten, Drucksache 15/463 vom 18.02.03
    Anmerkung: Dieser Antrag wurde am 20.02.03 mit großer Mehrheit im Bundestag angenommen!

    PDF Reproduktives Klonen weltweit verbieten – das Machbare schnell umsetzen
    Antrag der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Christoph Hartmann (Homburg) u.a. und Fraktion der FDP
    Drucksache 15/314 vom 15.01.03
    Anmerkung: Dieser Antrag wurde am 20.02.03 mit großer Mehrheit im Bundestag abgelehnt!

    PDF Verbot des Klonens mit menschlichen Embryonen weltweit durchsetzen
    Antrag der Abgeordneten Dr. Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Dr. Wolfgang Schäuble, Horst Seehofer, Hubert Hüppe u.a. und der Fraktion der CDU/CSU
    Drucksache 15/301 vom 14.01.03
    Anmerkung: Dieser Antrag ging in Antrag 15/463 über

    Dazu die HIB Meldung zur Vereinfachung:

    Klonen menschlicher Embryonen weltweit verbieten
    Bildung und Forschung/Anträge
    Berlin: (hib/MAR) Jede Art des Klonens menschlicher Embryonen weltweit zu verbieten, fordert die CDU/CSU in einem Antrag (15/301). Nach Rechtsauffassung der Fraktion ist jedes Herstellen menschlicher Embryonen durch Zellkernübertragung in eine entkernte Eizelle (Klonen) unabhängig von der dazu genutzten Technik und vom damit verfolgten Zweck unvereinbar mit der universell gültigen Menschenwürde.
    HIB Nr.012, 17.01.03

     

  2. Protokollauszug der Sitzung vom 20.02.03

    Für all diejenigen die es interessiert, gibt es hier einen 33-seitigen Protokollauszug der Sitzung vom 20.02.03 zum Antrag für das Klonverbot und zur Einsetzung der Enquete-Kommission. In der Debatte wurden diese beiden Tagesordnungspunkte gemischt behandelt.

    Folgende MdB´s kommen hier zu Wort (Reihenfolge im Protokoll): Gudrun Schaich-Walch (SPD), Dr. Maria Böhmer (CDU/CSU), Dr. Reinhard Loske (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Ulrike Flach (FDP), Christoph Matschie (Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung), Thomas Rachel (CDU/CSU), Christa Nickels (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Detlef Parr (FDP), Dr. Gesine Lötzsch (zwar fraktionslos, aber PDS), Rene Röspel (SPD), Hubert Hüppe (CDU/CSU), Dr. Wolfgang Wodarg (SPD), Barbara Lanzinger (CDU/CSU), Dr. Carola Reimann (SPD), Katherina Reiche (CDU/CSU), Helga Kühn-Mengel (SPD), Helmut Heiderich (CDU/CSU), Jörg Tauss (SPD). Außerdem gaben einige Abgeordnete Erklärungen nach § 31 GO ab.

    PDF Protokollauszug vom 20.02.03 (314 kb)

    Anmerkung zur Quelle: Das Originalprotokoll umfasst mit 104 Seiten die komplette Sitzung vom 20.02.03 mit allen Diskussionen auch zu anderen Themen. Es ist daher nicht empfehlenswert für Laien. Wen es dennoch interessiert, kann es abrufen unter http://dip.bundestag.de/btp/15/15028.pdf

 

Weiterführende Infos zum Thema Klonen und Klonverbot

Zum 1. Teil des Specials zu den UN-Klonverbots-Verhandlungen November 2002

Zum 3.Teil des Specials über die neuen Verhandlungen 2004 mit Pressespiegel und Dokumenten

Special vom 30.12.02 zur angeblichen Geburt des ersten geklonten Menschen
Zur angeblichen Geburt des ersten geklonten Menschen durch die Raelianer-Sekte haben wir ein Special zusammengestellt, dass regelmässig erweitert wird.
Da diese Meldungen Anreiz für die Politik war, sich erneut für ein weltweites Klonverbot einzusetzen, bildet dieses Special eine gute Ergänzung zur obigen Zusammenstellung.

Zusammenstellung von Dokumenten zum Thema Klonen
Hier haben wir in unserer Rubrik Downloads wichtige Dokumente zum Thema reproduktives und therapeutisches Klonen gelistet.

Spezialseite zum Klonen
http://www.cloning.ch/
Sehr umfangreiche, hervorragende, auch international relevante deutschsprachige Seite aus der Schweiz rund um das Thema Klonen, PID und Stammzellen

Der besondere Buchtipp:

cover

Das Klonen von Menschencover
Eine verfassungs-, europa- und völkerrechtliche Kritik
von Jens Kersten
Gebundene Ausgabe - 679 Seiten, Verlag Mohr Siebeck
Erscheinungsdatum: Dezember 2004

Klappentext:
Die Geburt des Klonschafs "Dolly" markiert einen entwicklungsbiologischen Paradigmenwechsel. Aber steht "Dolly" auch für einen Paradigmenwechsel im Recht? Jens Kersten diskutiert das Klonen von Menschen zu reproduktiven, therapeutischen, wissenschaftlichen und diagnostischen Zwecken vor dem Hintergrund der nationalen, europäischen und völkerrechtlichen Klonverbote. Damit nimmt er eine der zentralen bioethischen Fragestellungen auf, die auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene aktuell diskutiert werden. Der Autor plädiert für eine verantwortungsvolle Daseinsvorsorge für künftige Menschen, deren Würde, Integrität und Gleichheit sich durch das Klonen in Frage gestellt sieht. Auf dieser Grundlage kommt er zu dem Ergebnis, dass bereits das Klonen totipotenter menschlicher Zellen untersagt werden sollte, und unterbreitet entsprechende Regelungsvorschläge für ein Verbot des Klonens auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Über den Autor:
Geboren 1967; Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Leeds (UK) und Bonn; 1999 Promotion; 2004 Habilitation; Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Vorläufiger Kurzkommentar Chr. Frodl (IG Kritische Bioethik Bayern)
Dieses Buch mit knapp 700 Seiten ist ein umfangreiches Kompendium, dass in seiner Zusammenstellung zu diesem Thema bislang wohl einzigartig sein dürfte.
Berücksichtigt wurde in dieser Habilitationsschrift die bioedizinische Entwicklung und bioethische Diskussion bis Ostern 2004.

Das Werk ist in vier Teile gegliedert:

Erster Teil: Naturwissenschaftliche Grundlagen und biomedizinische Ziele des Klonens von Menschen (S. 6-29)
Zweiter Teil: Nationale, europäische und universale Klonverbote ((S. 30-307)
Dritter Teil: Begründung des Verbots des Klonens von Menschen (S.308-577)
Vierter Teil: Regelungsvorschläge, Ergebnisse (S. 578-610)
Literaturverzeichnis (S. 611-662)
Sachregister(S. 663-676)
Namensregister (S. 677-679)

zurück